Der Beginn:Fangen wir am Anfang an.
Wideroe – noch nie gehört, aber beim stöbern im Internet und beim Abklappern der verschiedenen Buchungsportale ist uns diese Fluglinie irgendwann über den Weg gelaufen. Und was soll ich sagen – mit 172 Euro pro Person incl. Gepäck, ein unschlagbarer Preis, wesentlich günstiger als Lufthansa & Co. Nur - wir haben dem Frieden nicht so recht getraut, denn wenn was so unglaublich günstig ist, dann hat das doch meist auch irgendwo einen Haken. Aber - sowohl der Hin- als auch Rückflug klappte wie am Schnürchen. Überpünktlich, superfreundlich – diese Fluggesellschaft können wir nur wärmstens empfehlen. Der Direktflug von München nach Bergen und dann wieder zurück ist in gut 2 Stunden erledigt. Was für ein "Katzensprung", wenn man sich dagegen unsere Langstreckenflüge ansieht.
Das nächste ist das
Auto. Einen Toyota Yaris Cross, also ein kleinerer SUV, der taugt für uns allemal, und bekommen haben wir über Check24 einen
Suzuki Cross AWD, eine riesige Kiste mit einem Innenleben vom Feinsten. Alles perfekt, unser Zeugs hat da leicht Platz gehabt.
Und dann ging´s an die
Route und die Unterkünfte. Nachdem wir vor 6 Jahren das erste Mal auf einer Cruise in Norwegen waren (damals anfangs Juli mit 30 Grad täglich) und dann das zweite Mal vor 2 Jahren auf den Lofoten, wo wir eine wunderbare Zeit verbrachten, dachten wir uns diesmal,
Geiranger, Flambahn & Co, also das pralle touristische Angebot, das nehmen wir mit, sehr wohl bewusst, dass es bei diesen norwegischen hotspots durchaus zu Menschenansammlungen kommen kann.
Ja, das haben wir gewusst, aber siehe da, wenn nicht grad ein Kreuzfahrtschiff im Hafen lag (und das war z.B. in Flam der Fall 😈 ), war es absolut ruhig. Wir haben uns ja schließlich bewusst für die Nebensaison entschieden. Nicht nur wegen der Puffins, das ist das Eine, sondern auch deshalb, weil in der Nebensaison alles noch deutlich günstiger ist als zur Hauptreisezeit. Und eben nicht total überlaufen.
Das
Wetter war durchwachsen. Wir hatten ungefähr die Hälfte schönen Sonnenschein 🙂 , ein Viertel arg bewölkt mit leichtem Nieselregen 😠 , der Rest total versaut, da war alles grau in grau und es hat bald ununterbrochen geregnet. 😈
Die
Preise sind stolz, aber das weiß man ja, wenn man nach Norwegen fährt. Um die Restaurants haben wir einen großen Bogen gemacht und uns ausschließlich selbst versorgt, was aber überhaupt kein Problem war, denn Grill usw. stand in den allen Unterkünften zur Verfügung. Beim Einkaufen im Supermarkt, da haut´s Dir schon dann und wann den Vogel raus. Es ist alles deutlich teuerer als bei uns. Beispiel: Dose Bier im Supermarkt 3 bis 4 Euro, Wein im Vinmonopolet im 3 Ltr Bag umgerechnet die 0,7 Ltr Flasche 11 Euro, das ist schon eine Ansage, und die üblichen Lebensmittel wie Brot, Eier, Wurst usw. usw., das ist alles mindestens 50 %, wenn´s reicht, teuerer. Aber so ist es halt, da gibt´s nichts zu meckern, wir haben uns drauf eingestellt.
Genug gequasselt, unsere
Route sah, nachdem wir uns lange und ausführlich mit dieser Gegend Norwegens befasst haben, so aus:
Und das waren unsere Stationen, das Meiste gebucht über book.c und Airb, oder aber direkt, wenn´s günstiger war – ab bzw. zurück Flughafen BERGEN:
3 Nächte VIK Fjordavegen in Vik i Sogn
4 Nächte LOFNES Bremanger
3 Nächte RUNDE Miljosenter
1 Nacht GEIRANGER Grande Fjord Hotel
3 Nächte RAKE Hyttegrend
3 Nächte VOSS Litrane 279 in den Bergen
Jetzt aber zu den Unterkünften:VIK Fjordavegen, unsere erste Unterkunft, ein richtig schönes rotes Holzhaus direkt am Wasser, genau so, wie man sich das vorstellt, mit Sauna, direktem Zugang zum Wasser und mit einer Möwe auf dem Dach, die unser Mitbewohner in diesem tollen Haus war:
und so sah das Häuschen von außen aus:
gemütlich, heimelig, genaus so, wie wir uns das erhofft hatten:
Hier haben wir uns für drei Nächte einquartiert. Die Entfernung vom Flughafen Bergen war 190 km, aber man braucht ja um die Jahreszeit in Norwegen keine Eile zu haben. Hier wird´s so gut wie nie Nacht, so dass wir in aller Gemütsruhe vorher noch den ersten Einkauf beim
REMA erledigen konnten. Die verschiedenen Schalentierchen lagern hier "offen" zur Selbstbedienung, und das ist auch das Einzige, was richtig günstig war: 1 kg Shrimps / Garnelen usw. 169 Kronen, das sind ca. 15,50 Euro, das passt. Dementsprechend haben wir uns auch bedient und der Kofferraum war nach dem Einkauf doch ziemlich prall gefüllt!
Die Hütte in Vik war sehr schön, das Häuserl war super eingerichtet, und die Lage direkt am Fjord – es geht nicht besser. Schade, dass wir nach der Sauna (hat nichts gekostet) nicht direkt in den Fjord springen konnten. Das heißt, wir hätten schon reinspringen können, wären aber nicht mehr rausgekommen, denn an der Leiter waren die Sprossen gebrochen. So kurz nach der Sauna ein mal kurz rein und dann ganz schnell wieder raus, das wär schon was gewesen.
Den Besitzer haben wir angeschrieben und von der kaputten Leiter informiert. Ja, er kommt am Nachmittag, denn da sind wir eh beim Wandern, und da wird er die Leiter richten bzw. eine neue Konstruktion bauen. Das hat er auch super gemacht und die Leiter hat von der Höhe her perfekt gepasst. Aber nur bei Flut, bei Ebbe war sie dann so kurz, dass sie nicht mal ins Wasser reingereicht hat. Na ja, von uns bekommt die Unterkunft aber trotzdem 5 Sterne von 5, weil hier hat´s uns so richtig gut gefallen.
Tag 2 und Tag 3 standen hier in VIK völlig unter dem Zeichen
„Wandern“. Hier gibt´s sehr schöne und einfache Wanderungen, man ist stundenlang völlig allein unterwegs, die Wanderungen zu den Wasserfällen hat richtig Spaß gemacht.
Ach ja, und was ich noch ganz vergessen hab zu berichten:
dieses VIK Fjordavegen ist ganz am Ende des Arnjafjordes, da ist dann die Welt zu Ende. Da hört die Straße auf und endet in einer Sackgasse. Ein kleiner Weiler mit einer Handvoll Häuschen, die meisten davon unbewohnt. Schade, dass das Kaffee hier längst geschlossen hat. Da wäre so ein Ding gewesen, wir haben beim Fenster reingespitzelt. Unfassbar, wie schön das mal gewesen sein muss.