Medizinische Versorgung in Omaruru

12 Antworten · 839 Aufrufe · gestartet 24. März 2026 von Manfred+1960-
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Themenstarter28 Beiträge · seit 202324. März 2026 · #1
Bin gerade kurz davor eine Parzelle im Projekt von Carsten Möhle (Wolke 9) zu kaufen.
Hat jemand von euch Erfahrung mit der medizinischen Versorgung in Omaruru?
Meine Frau hat seit einem geplatzten Aneurysma im Kopf Pflegestufe 3 und daher sollte die Versorgung einigermaßen passen.
Kontrolluntersuchung in Swakop oder Windhoek, oder gleich in den Flieger?

gruß
Manfred
593 Beiträge · seit 202424. März 2026 · #2
Hallo Manfred
Ich hatte mich hier schonmal über die Kliniken in Namibia ausgelassen, was ich aber nicht erneut tue.
Bei der Vorerkrankung deiner Frau würde ich weder in Omaruru, noch in Swakop, noch in Windhoek meinen Ruhestand verbringen.
Ein diesbezüglicher Notfall würde deiner Frau sicher das Leben kosten... bzw. die Überlebensrate drastisch senken.
VG
zuletzt bearbeitet 24. März 2026
7'296 Beiträge · seit 200624. März 2026 · #3
Wenn es um Kontrolluntersuchungen geht, brauchst Du wohl eine Klinik mit MRT. Das haben staatliche Kliniken in Namibia bislang nicht. Dazu müsstest Du eine Privatklinik aufsuchen.

Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
593 Beiträge · seit 202424. März 2026 · #4
Vergessen.
Gesicherte MRT und CT Versorgung bei Mediclinic Swakopmund,
Mediklinik WDH, Katholisches Krankenhaus WDH, Lady Pohamba WDH.
VG
33,1k Beiträge · seit 200624. März 2026 · #5
mit der medizinischen Versorgung in Omaruru?
Staatskrankenhaus und private Allgemeinmediziner. Sinnvoll wird die private ernsthafte medizinische Versorgung nur in Windhoek, Swakopmund, Walvis Bay udn Obgwediva sichergestellt.

Viele Grüße
Christian
Das haben staatliche Kliniken in Namibia bislang nicht.
https://www.we.com.na/health-we/windhoek-central-brings-mri-to-the-public-sector2026-01-19#:~:text=Eliot%20Ipinge,elsewhere%2C%20further%20straining%20public%20resources.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
241 Beiträge · seit 202524. März 2026 · #6
Manfred+1960- schrieb:Bin gerade kurz davor eine Parzelle im Projekt von Carsten Möhle (Wolke 9) zu kaufen.
Hat jemand von euch Erfahrung mit der medizinischen Versorgung in Omaruru?
Meine Frau hat seit einem geplatzten Aneurysma im Kopf Pflegestufe 3 und daher sollte die Versorgung einigermaßen passen.
Kontrolluntersuchung in Swakop oder Windhoek, oder gleich in den Flieger?

gruß
Manfred
Bei einem Aneurisma im Kopf benötigst Du einen erfahrenen neurologischen Chirurgen.
Diese Spezialisten sind Mangelware in Namibia.

Der einzige gut ausgestattete Neurologe ist ein Dr. Kumire, der seine Praxis angrenzend an das Lady Pohamba Krankenhaus in Windhoek hat. Überprüfungen kann er wohl auch dort im Krankenhaus durchführen. Wir hatten einen positiven Eindruck von ihm.
Wenn es aber ans "Eingemachte" geht, dann solltest Du Dich eher in Richtung Kapstadt bzw. Pretoria orientieren.
Aneurisma-Eingriffe können in Windhoek nicht durchgeführt werde. Namibische Chirurgen wagen sich nicht einmal an ein Bauchaneurisma heran. Wenn es richtig aufgeht, da hat man eh nicht einmal mehr Zeit sein Bier auszutrinken, wie ein befreundeter Arzt es ausdrückte.

Ob Dr. Kumire Überprüfungen durchzuführen bereit ist bzw. kann, , da solltest Du seine Praxis anssprechen. Kontaktdaten füge ich an;
Dr. P.T. Kumire MBCHB FCNeurol (SA) Specialist Neurologist
Praxis: Namibia Neuro Centre, Lady Pohamba West Suite, 1st Floor, Room 13
Telefon: +264 8333 55240
eMail: ethel@neuronam.com

Für Eingreiffe, vermute ich, hat man in NAM wohl wenig Chance.

Deutsche Pflegestufen etc. helfen Dir hier nichts. Auch werden die deutschen gesetzlichen Krankenkassen keinen Cent übernehmen. Die Kosten wirst Du wohl selbst aus eigener Tasche bezahlen müssen. Bis hin zu Physiotherapie. Und Du wirst Dich um alles selbst kümmern müssen.

Wenn Du mit Deiner Frau hierher ziehen möchtest, dann orientiere Dich lieber in Richtung eines gut ausgestatteten Retirement Village mit Pflegestation in mildem Klima, wie z.B. in Swakopmund, wo es auch ein gutes Privatkrankenhaus in der Nähe gibt.
zuletzt bearbeitet 24. März 2026
33,1k Beiträge · seit 200624. März 2026 · #7
Der einzige gut ausgestattete Neurologe ist ein Dr. Kumire, der seine Praxis angrenzend an das Lady Pohamba Krankenhaus in Windhoek hat.
Nö, es gibt z. b. noch Dr Quereshi, der gerade wieder sehr positiv durch die Presse ging (erste Hirn-OP in Namibia während der Patient Musik spielte, und Dr Jairo (https://windhoekneurosurgery.com/).
Aneurisma-Eingriffe können in Windhoek nicht durchgeführt werde.
Freundin von mir, Farmerin unweit Etosha, wurde vor einigen Jahren in Windhoek an einem Aneurisma am Hirn operiert. Damals kam der Arzt noch aus Kapstadt hierher geflogen.

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
241 Beiträge · seit 202525. März 2026 · #8
Dr. Quereshi hast Du natürlich Recht. Der hatte aber nicht das Equipment für unseren spezifischen Fall.
Wir können natürlich einen Thread für Aneurismen öffnen.
Wenn es natürlich ein Mini Aneurisma ist, in der Leiste, findet sich evtl. ein Operateur. Da setzen sie ein Stent ein. Wer ein 5 cm Bauchaneurisma hat, findet in NAM gegenwärtig keinen Operateur, So ist nun einmal die gegenwärtige Situation. Ab nach Kapstadt oder Pretoria für 1,5 Mio ZAR. Ein Gehirnaneurisma, je nach Position, ist kein Spielchen. Auch wenn die Presse in NAM in Verklärung vergeht, sie wissen nicht wörüber sie schreiben. Selbst beim Bauchaneurisma, wenn es aufgeht , hast Du nicht mal 5 Minuten bis ins Jenseits.
2'845 Beiträge · seit 201125. März 2026 · #9
… ich möchte anregen, einfach nochmals die Ausgangsfrage zu lesen!
Manfred, alles Gute Deiner Frau!
Grüße, Strelitzie
1'096 Beiträge · seit 200925. März 2026 · #10
Manfred,

ich würde dir empfehlen, dich persönlich an Dr. Gustav Bertelsmann zu wenden und den Fall mit ihm zu besprechen. Er ist der Allgemeinmediziner im Ort (spricht deutsch) und er wird dir sagen, was er kann und was er nicht kann.

Alternativen gibt es hier keine.

Liebe Grüsse
Guido
16,9k Beiträge · seit 201225. März 2026 · #11
Strelitzie schrieb:… ich möchte anregen, einfach nochmals die Ausgangsfrage zu lesen!
Manfred, alles Gute Deiner Frau!
Grüße, Strelitzie
DANKE!

Dem ist nichts hinzuzufügen.

LG
Logi
Themenstarter28 Beiträge · seit 202325. März 2026 · #12
Seyko schrieb:Manfred,

ich würde dir empfehlen, dich persönlich an Dr. Gustav Bertelsmann zu wenden und den Fall mit ihm zu besprechen. Er ist der Allgemeinmediziner im Ort (spricht deutsch) und er wird dir sagen, was er kann und was er nicht kann.

Alternativen gibt es hier keine.

Liebe Grüsse
Guido
Erstmal vielen Dank an alle die sich Gedanken gemacht haben.
Herrn Dr. Bertelsmann habe ich auf dem Schirm,er wurde mir schon vor Ort empfohlen.
Der Vorfall ist mittlerweile 3 Jahre her, und Sie ist halt noch sehr eingeschränkt, vor allem geistig.
Dass ich für Pflege etc. selber sorgen muss, ist mir bewusst, wobei die Ausgaben dafür im Vergleich zu Deutschland doch überschaubar sind und private Versicherungen weiterhin zahlen.
Für die jährliche Nachsorgeuntersuchung werden wir weiterhin die bisherige Klinik in Deutschland aufsuchen. Dafür genügt ein MRT nicht.
241 Beiträge · seit 202525. März 2026 · #13
Manfred+1960- schrieb:
Seyko schrieb:Manfred,

ich würde dir empfehlen, dich persönlich an Dr. Gustav Bertelsmann zu wenden und den Fall mit ihm zu besprechen. Er ist der Allgemeinmediziner im Ort (spricht deutsch) und er wird dir sagen, was er kann und was er nicht kann.

Alternativen gibt es hier keine.

Liebe Grüsse
Guido
Erstmal vielen Dank an alle die sich Gedanken gemacht haben.
Herrn Dr. Bertelsmann habe ich auf dem Schirm,er wurde mir schon vor Ort empfohlen.
Der Vorfall ist mittlerweile 3 Jahre her, und Sie ist halt noch sehr eingeschränkt, vor allem geistig.
Dass ich für Pflege etc. selber sorgen muss, ist mir bewusst, wobei die Ausgaben dafür im Vergleich zu Deutschland doch überschaubar sind und private Versicherungen weiterhin zahlen.
Für die jährliche Nachsorgeuntersuchung werden wir weiterhin die bisherige Klinik in Deutschland aufsuchen. Dafür genügt ein MRT nicht.
Manfred, ich habe mich in letzter Zeit sehr massiv mit dem Thema auseinander setzen müssen und auch Freunde sterben erlebt.
Ich finde es gut wenn Du Deiner Frau und auch Dir in ihrer Situation was bieten willst und kannst.
Du und auch niemand anderes kann etwas an bereits eigetretener Schädigung ändern. Weder in D, noch in Nam. Was sie hatte ist letztendlich nichts anderes als ein Schlaganfall mit irreversibler Schädigung, wenn ich Dich richtig interpretiert habe. Es kann sein daß sie damit noch viele Jahre leben kann, es kann aber auch sehr schnell zuende gehen. Das weißt Du.
Rechne nur nicht damit daß sie in einem Landkrankenhaus in Namibia an High Tech lebenserhaltende Maßnahmen angeschlossen wird, die Natur wird da ihren Lauf nehmen. Manchmal ist das, je nach Vorschädigung, auch eine Erlösung für Betroffene.
Mache was Dir Deine Intuitution und Bauchgefühl sagen. Auch in Omaruru.
Um von dort aus für neurologische Untersuchungen und Überwachung nach Windhoek zu fahren ist doch überhaupt kein Problem. Das sind 2,5 Stunden Fahrt.
Viel Glück!
zuletzt bearbeitet 25. März 2026