johannes2009Themenstarter112 Beiträge · seit 200921. Okt. 2025 · #1
Hallo Zusammen, ich sehe, dass die meisten hier von Touren in der trockenen Zeit berichten. Was haltet ihr von Chobe im Dezember? Ist eine Tour ggf. auch ohne vorherige Buchungen (einfache Campsites) möglich?
johannes2009 schrieb: Was haltet ihr von Chobe im Dezember?
Dezember und der Januar sind grundsätzlich immer unsere Reisezeit und wir sind dann jeweils um die 4 Wochen unterwegs. Im letzten Dezember war es dann wieder einmal der Chobe. Ich zitiere hier aus meinem Reiseblog, die Bilder stammen ebenfalls aus meinem Blog:
... Heute ging es bereits vor dem Frühstück los. Eine frühmorgendliche Pirschfahrt im Geländewagen stand auf dem Programm. ... Wegen des Regens in der Nacht mussten wir leider mit schlechteren Tiersichtungen rechnen.
Das Fahrzeug ist bis auf den letzten Platz, mit 10 Gästen, voll besetzt. ...
In rund 10 minütiger Fahrt erreichen wir, über die A 33, den Eingang des Chobe Nationalparks, den Teil des Chobe Nationalparks am Chobeufer zwischen Kasane und Ngoma Bridge.
Über das Sedudu Gate, dem Eingangstor zur Chobe Riverfront, will unser Guide mit uns in den Nationalpark. Das Gate hat seinen Namen von dem Sidudu Rivier, das, 3 Kilometer weiter, in den Chobe mündet.
Wir halten am Tor und unser Fahrer erledigt im Büro alle Formalitäten, zusammen mit unzähligen weiteren Guides, die alle fast voll besetzte Autos haben.
Der Rummel, der sich hier uns darbietet, ist erschreckend. In den letzten 9 Jahren hat sich die Anzahl der Touristen, die den Chobe Nationalpark besuchen wollen, vervielfacht. Wir witzeln: mehr Menschen als Tiere - und das sollte sich auch bewahrheiten.
Unser Guide kommt zurück und alles rast in halsbrecherischem Tempo in den Park. Auch hier sind wir wieder total entsetzt. Es geht natürlich um Katzen, Katzen, Katzen. Dabei gibt es nichts langweiligeres als Löwen. Sie liegen immer irgendwo unter einem Baum und bewegen sich nicht.
Allerdings sind die vorherrschenden Sichtungen die vollbesetzten Gamedrivewagen, die überall in zweier oder dreier Kolonen umher fahren.
Von dem üblichen, früher vorherrschenden Tiefsand ist nicht mehr viel vorhanden. Plattgewalzt von den Massen an Pirschfahrzeugen, die hier tagtäglich durchpreschen. ...
Plötzlich bricht operative Hektik aus: Löwen sollen gesehen worden sein. Aus allen Himmelrichtungen rasen nun die Autos zu der Stelle. Wir haben "Glück" und sind als dritter Wagen vor Ort.
Innerhalb Sekunden sind wir umzingelt von weiteren Fahrzeugen. Nichts geht mehr. Es wird hin und her rangiert, um die bestmögliche Position zu ergattern. Was für ein Chaos!
Fazit: wir werden den Chobe nicht mehr besuchen.
LG Logi
SESeyko1'095 Beiträge · seit 200921. Okt. 2025 · #3
Ich stimme dir zu 100% zu Logi Mittlerweile ist Kasane Arusha in 10er Potenz. Das alles wird allerdings noch getoppt durch die Boat Cruises. Das, was vor einigen Jahren noch ein tolles Erlebnis war, dass sehr individuell verlaufen ist, ist heute ein abspulen eines Programms, dass in einer unsäglichen Gasse endet, die von 30 bis 40 Booten gebildet wird, in der die Elefanten dann von der Insel zum Ufer schwimmen können. Widerlich.
Kasane sieht mich maximal zum auffüllen von Vorräten wieder und das auch nur wenn es strategisch die beste Option ist.
Liebe Grüsse Guido
ElenaHanak162 Beiträge · seit 202021. Okt. 2025 · #4
Ich war Anfang Dezember 2015 im Chobe, da waren nur wenige Leute unterwegs. Die Löwensichtung hatten wir ganz für uns allein. Die Vogelfotografie ist in dieser Zeit fantastisch, und es waren auch ein paar Gruppen von Vogelfotografen aus Südafrika dort. Ich denke, die erste Dezemberhälfte ist besser als die zweite.
Zuletzt war ich im Mai 2025 an der Chobe Riverfront, und wieder hatten wir die Löwen zunächst für uns allein – bis der Guide die anderen angerufen hat. Wir haben dann die Sichtung verlassen und sind zu anderen Löwen gefahren. Dort waren immer nur zwei Autos gleichzeitig an einer Sichtung, jeweils für etwa 10–15 Minuten, dann kamen die nächsten zwei. Das hat eigentlich ziemlich gut funktioniert.
Wir mussten auch nie in einer Schlange am Gate warten – wir waren immer 5–10 Minuten vor Öffnungszeit dort und haben eher noch auf das Personal gewartet.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200922. Okt. 2025 · #5
Entscheiden für den Andrang ist, ob man in den südafrikanischen und europäischen Weihnachtsferien unterwegs ist. In der Zeit ist es wirklich sehr voll. Davor und vor allem danach ist es die ruhigste Zeit des Jahres im Chobe NP.
Auf die Chobe Riverfront hat die Regenzeit so gut wie keinen Einfluss. Rund um Savuti wirkt sich die Regenzeit wesentlich stärker aus. Die An- und Abreise ist wesentlich anspruchsvoller. Die Marshroad ist meist unpassierbar. Insgesamt muss man mit viel Wasser und Schlamm auf den Wegen rechnen.
Wir sind seit jahren immer im januar im Chobe und von dieser Reisezeit begeistert.