Mountainbike Safari Okavango Delta

10 Antworten · 845 Aufrufe · gestartet 26. Sept. 2025 von Fabian42
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Themenstarter6 Beiträge · seit 202426. Sept. 2025 · #1
Hallo liebe Forumsmitglieder,

Ich habe die Suchfunktion schon fleißig versucht zu nutzen, bin aber leider nicht so recht fündig geworden. Entweder ein Anwenderfehler, dann Mea culpa, oder das Thema wurde noch nicht behandelt. 🙂

Meine Frage ist, hat jemand schon Erfahrungen mit Mountainbike Safaris gemacht, insbesondere in der Khwai-Region? Ich habe den Anbieter Aardvark-Safaris gefunden, falls jemand noch wen anders kennt, insbesondere lokale Anbieter, gerne Bescheid sagen. Ich habe sonst bislang niemanden gefunden, abgesehen vom Tuli-Block. Der ist uns aber zu schlecht zu erreichen.

Meine Frau und ich suchen nach einer etwas aktiveren Version, das Delta zu bereisen als nur im Fahrzeug zu sitzen. Da kam der Gedanke, ob es sowas gibt. Walking Safaris haben wir auch ins Auge gefasst, nur fanden wir Mountainbikes ansprechender aufgrund der größeren Strecke, die man zurücklegen kann.

Danke schon mal für die Hilfe!
Fabian
1'127 Beiträge · seit 202226. Sept. 2025 · #2
Du traust dich was, doppelt 😎
Erstens für die Frage an und für sich, hier, und zweitens für das Vorhaben im „Delta“ oder was immer du darunter verstehst.
Aber du bist nicht alleine. Ich habe ein Mal eine deutsche Jungfamilie mit Kindern bei North Gate gesehen, beim Joggen entlang der Ebene. Begründung: wir machen das auch zu Hause.
Jedenfalls
https://www.youtube.com/watch?v=sLBIrsgseP4
und dich und deine Familie
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2025
Themenstarter6 Beiträge · seit 202426. Sept. 2025 · #3
Hallo,

Ich weiß gar nicht so recht, was ich dazu sagen soll. Von einem hilfreichen Kommentar kann da ja mal nicht die Rede sein.

Anscheinend gibt es ja Anbieter für derlei Touren und die Überlebenschancen scheinen ja nicht so schlecht zu sein, sonst würden sich diese Anbieter ja nicht halten können. Dass es grob fahrlässig ist, in solchen Gebieten joggen zu gehen ist, denke ich, der breiten Masse (ja, sogar mir) klar. Mir geht es ja auch um eine geführte Tour, ich würde jetzt eher nicht meinen Drahtesel mitnehmen und drauf los radeln.

Vielleicht gibt es ja noch andere Forumsmitglieder, die etwas Konstruktives beitragen können. Und auch ein „Mach’s besser nicht aus den und den Gründen“ würde mir helfen.

Liebe Grüße!
593 Beiträge · seit 202426. Sept. 2025 · #4
Hallo,
Grundsäzlich, so auch in Botswana, sind Zweiräder in den Nationalparks verboten. Ob motorisiert oder nicht.
Somit wird dir doch bloß der Tuli Block bleiben und bei " cyclemashatu" anfragen können.
https://www.mtbsafaris.com/
Die werden dir sicher auch konkrete Auskunft über eventuell andere Gebiete in Bots geben können.
VG
zuletzt bearbeitet 26. Sept. 2025
162 Beiträge · seit 202027. Sept. 2025 · #5
Hallo Fabian,

wir waren ein paar Mal mit dem MTB in Mashatu, allerdings ist das schon einige Jahre her – zuletzt 2016. Es war eine tolle Erfahrung: Die Tiere hatten sich an die „komischen beweglichen Objekte“ gewöhnt, und man konnte tatsächlich einiges sehen.

Wir waren auch einmal mit dem MTB in Namibia, und soweit ich weiß, gab es auch Angebote in Simbabwe, im Hwange-NP. Im Okavango hingegen wäre es wegen der Elefanten und Flusspferde zu gefährlich. Außerdem ist dort das Buschwerk zu dicht – man könnte leicht zufällig in eine Herde hineinradeln.

Ich würde es eher dort machen, wo es schon seit Langem etabliert ist, wie eben in Mashatu.
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
593 Beiträge · seit 202427. Sept. 2025 · #6
Hallo,
Die besagte Möglichkeit in Zimbabwe bietet
https://imvelosafarilodges.com/safari-style/
an.
Etwas nach unten scrollen.
VG
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2025
1'127 Beiträge · seit 202228. Sept. 2025 · #7
Hallo, Fabian42, nur zur Erklärung meiner Reaktion,

Ich habe vor meiner Zuschrift wohl auf die HP der genannten Anbieter geschaut und obig trotzdem geschrieben, weil …

Erstens ist das Konzept für mich ein Widerspruch in sich ist. Wer sich beim MBen auf rumpeligen Wegen auspowern will, wird mehr auf die Wege schauen, als auf die umgebende Natur, für deren Erlebnis alle hinfahren. Workout und Strecke machen ist genau das Gegenteil von dem, wofür Leute üblicherweise dorthin fahren: Entschleunigung, Ruhe, Verweilen, Beobachten.

Zweitens widerspricht es mE dem grundlegenden Konzept des Umgangs mit Wildtieren in NPs, GRs. Diese sind, grosso modo, an Autos und nicht an Menschen als Zweibeiner gewohnt und das ist gut so. Das ist insbes. bei potenziell gefährlichen Großtieren wichtig für das Funktionieren der Parks. Die hohe Bewegungsdynamik von MBern ist damit mE inkompatibel. Durch den Tourismus hat sich sowieso schon vielerorts an den Campingplätzen eine mehr als grenzfällige Gewöhnung an Menschen entwickelt. Für die „Platztiere“ in Camps ist das schon gelaufen, aber man sollte das nicht auf Wildtiere in „freier Wildbahn“ ausdehnen, wo es diese noch gibt.

Mit vielerorts angebotenen „bush walks“ ist „bush biken“ mE nicht vergleichbar, das sind andere Kategorien und Umstände. Es ist auch nicht dasselbe, wenn das in Reserves mit ein paar Tausend Hektargröße gemacht wird oder in großräumigen (Noch-)Naturlandschaften wie Moremi/Umgebung.

Natürlich ist das auch Ansichtssache, also bitte nichts für ungut. Wahrscheinlich bin ich bloß zu altmodisch um "MBen im Busch" oder Quadfahren in der Kalahari zu verstehen ….
und vor allem war ich nie MBer 😎 .

Grüße
zuletzt bearbeitet 28. Sept. 2025
148 Beiträge · seit 201828. Sept. 2025 · #8
Hallo Fabian,
auch wir haben bei inzwischen 5 Selbstfahrerreisen nach Botswana jeweils immer festgestellt: Die letzten x Tage im KTP, CKGR, Nxai-Pan, Chobe, Moremi oder welcher Park / Reserve in Bots auch immer - eigene körperliche Bewegung hatten wir sehr wenig. Daher kann ich Deine Überlegungen aus dieser Richtung gesehen nachvollziehen.
Zum Radfahren in Schutzgebieten folgende Episode.
In 2016 am Gate zum Nxai-Pan NP an der A3 trafen mit uns 3 belgische Radler ein, auf Ferntour durch Botswana. Sie fragten die Ranger nach einer Übernachtungsmöglichkeit im South-Camp. Dazu hätten sie etwa 50 km durch Tiefsand strampeln müssen. Die Ranger sahen sie mitleidig an und verneinten die Möglichkeit der Einfahrt in den Park mit Fahrrädern. Begeistert waren die Belgier nicht, eher auf lauten Protest aus. Ein Ranger nahm sie an die Hand, ging mit ihnen etwa 100 m in den Park die Sandpiste entlang. Dann gab er ihnen ein Fernglas. Etwa 300 m weiter lag ein Löwenrudel. "Ihr kommt bis dahin - und keinen Meter weiter." Das überzeugte die Belgier. Ich glaube, sie haben dann im eingezäunten Bereich des Gates übernachtet.
Meine Meinung zu Deinem Vorhaben: Machs nicht.

Gruß Till
162 Beiträge · seit 202029. Sept. 2025 · #9
Ich muss leider widersprechen, dass die Leute auf Afrikareisen nur „Entschleunigung, Ruhe und Verweilen“ brauchen. Es gibt unterschiedliche Typen: manche brauchen Training und tägliche Bewegung (nein, ich zähle nicht dazu 😉).
In Mashatu wird zum Beispiel schon seit mindestens 15 Jahren Mountainbiking praktiziert. Dort findet auch jährlich die „Tour de Tuli“ statt. Ich kenne einige Leute, die daran teilgenommen haben. Das Terrain ist sehr anspruchsvoll, da man auch Flüsse mit tiefem Sand queren muss. Der nächste Termin ist im Mai 2026.
https://mashatu.com/lotg-cycling-event/
https://trpstr.de/botswana-mtb-safari/
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
Themenstarter6 Beiträge · seit 202429. Sept. 2025 · #10
Hallo,

Danke für die Rückmeldungen auf jeden Fall.

Ich denke dass es einen Unterschied gibt zwischen auspowern auf dem MB und dem Zurücklegen einer Strecke in etwas höherer Geschwindigkeit als zu Fuß. Da wäre definitiv die Priorität beim Natur wahrnehmen und nicht beim auspowern. Und auch das wäre ja mehr Bewegung als im Fahrzeug sitzen. Da würde ich den Punkt von dir tacitus etwas relativieren. Sehe aber voll das Argument mit der Gewöhnung der Tiere an den Menschen. Und den Unterschied zwischen NP und GR was die Tiere angeht hatte ich so auch voll nicht auf dem Schirm aber klar, die Tiere in Mashatu werden das Konzept mittlerweile vermutlich kennen, der Rest in Moremi, Khwai etc. Vermutlich eher nicht.

Ich bin auch mittlerweile wieder weg von der Idee, das hat doch zu viele unkalkulierbare Risiken und Unwägbarkeiten. Dann wird es vielleicht doch wieder der Klassiker mit 4x4 durch den Bush.

… Ansonsten kann man ja immer noch in Khwai ne Runde Joggen gehen… 😛

(Und ja, das war Ironie)
1'678 Beiträge · seit 200729. Sept. 2025 · #11
Fabian, in Khwai Village könntest Du tatsächlich mit etwas Umsicht joggen. Die Leute würden halt seltsam schauen. 😄
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten