Angola, Sambia und Simabwe - Kinder vs Tse-tse

7 Antworten · 664 Aufrufe · gestartet 20. Sept. 2025 von bolle_la
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Themenstarter8 Beiträge · seit 201220. Sept. 2025 · #1
Liebes Forum,

ich würde gerne Eure Meinung zu einer geplanten Reise ins Kavango-Zambezi, also in die Region Nordostbotswana, Simbabwe, Sambia und Angola, hören.

Wir – das sind meine Frau, unsere beiden Kinder (6 und 9 Jahre alt) und ich – sind recht erfahren, was 4x4, Campen ohne Zaun und Reisen im südlichen Afrika betrifft. Unser Fokus liegt immer auf dem Naturerlebnis, am liebsten in Abgeschiedenheit. Wir fotografieren viel, unsere Tage sind daher stark von Pirschfahrten geprägt. Zum Fotografieren lieben wir eigentlich die Regenzeit, aber mit Kindern und Ferien läuft es in der Regel doch auf den August hinaus.

Südafrika, den Süden Mosambiks, Namibia und vor allem Botswana (CKGR, Moremi, Savuti …) kennen wir sehr gut; Uganda und Ruanda ein wenig. Dieses Jahr haben wir nach neunjähriger Pause (siehe Alter unseres älteren Kindes) wieder Namibia und Boswana bereist – Namibia fas komplett, allerdings ohne Caprivi. Die Botswana-Route führte uns über CKGR, Boteti und Nxai bis nach Maun. Damals war die Malaria-Grenze für uns noch ein Thema.

Wir haben dabei festgestellt, dass lange Fahrstrecken und auch wildes Campen mit den Kindern gut funktionieren. Für kommendes Jahr ist daher bereits gesetzt, dass wir von Windhoek über Maun durch Moremi und Savuti bis nach Kasane fahren und über den Caprivi-Streifen zurück. Nun möchten wir die Rundtour zwischen Kasane und zurück ergänzen. Insgesamt haben wir 24 Tage (3 Wochen + Wochenenden) zur Verfügung.

Meine Frage an Euch: Welche Nationalparks würdet Ihr konkret empfehlen?
Was uns besonders reizt, sind Landschaften mit mehr Grün auch in der Trockenzeit, größere Bäume sowie Flüsse oder Seen (unser Lieblingspark in der Trockenzeit ist z. B. der Moremi). Ein Unsicherheitsfaktor sind die Tse-Tse-Fliegen, gerade wegen der Kinder. Außerdem habe ich gelesen, dass es in manchen Parks gar keine Campingplätze gibt oder Camper nicht gern gesehen sind. Wir gehen zwischendurch auch gern mal für 1–2 Nächte in ein Gasthaus oder eine kleine Lodge – aber eher als kurze Unterbrechung und nicht im Luxussegment.

Ohne diese Einschränkungen würden uns der Lower Zambezi NP und die Mana Pools am meisten reizen.

Ich freue mich sehr auf Eure Erfahrungen, Tipps und Ideen!

Vielen Dank
Andreas
zuletzt bearbeitet 20. Sept. 2025
593 Beiträge · seit 202420. Sept. 2025 · #2
Hallo,
Na das würde ich schon mal nicht planen....Windhoek, Maun, Savuti, Kasane, Caprivi und dann Mana Pools und Lower Zambezi in 24 Tagen. Das kann man so gut wie vergessen.
Tsetse Fliegen: Mit Kindern würde ich nicht in Tsetse Gebiete fahren. Besonders nicht in den Kafue. Wenn du Pech hast, wird das mehr als lästig und schmerzhaft.
Mana Pools habe ich noch keine Tsetse erlebt. Es gibt zwar auf der Maintoad vor dem Park eine Tsetse Kontrolle, aber der Park ist größtenteils Tsetse frei. Nur Mana Pools ist viel zu weit von eurer geplanten Tour durch Caprivi.
Was du einbauen könntest wäre der Hwange NP. Auch Tsetse frei.
Im Hwange gibt's mehrere Camps im Park. Würde ich aber in eurem Fall auch nicht machen. Da der Caprivi euren Vorstellungen sehr nahe kommt, würde ich die 5 Parks im Caprivi in Betracht ziehen. Mudumu, Bwabwata, Mahango Buffalo, Linyanti, ggf.noch den Khaudom (nicht mehr im Caprivi) aber am Weg nach Windhoek zurück. Aber auch diese werdet ihr in 24 Tagen nicht schaffen.
Meine 5 Cent zu deiner Reise
VG
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2025
241 Beiträge · seit 202521. Sept. 2025 · #3
Mana Pools ist landschaftlich für mich die absolute Krönung aller Parks, obwohl die staatlichen Bungalows des Hauptcamp die absolute Katastrophe sind (wir sind wieder ausgezogen zurück auf den Campingplatz).
Routenempfehlungen in beide Richtungen:

1. Hin und zurück über Katima Mulio über Livingstone durch Zambia. Kann man gut fahren und man hat die gesamte Strecke
asphaltiert. Nehmt in Kariba den kleinen Grenzübergang nach Zimbabwe. Stopps könnt Ihr nach Bedarf einlegen. Ansatz: 3 Tage
Mana Pools ist ein verhältnismäßig kleiner Park. Uns reichen normalerweise 7-8 Tage. Aber jeder hat andere Prioritäten.
Wir hatten noch nie Tsetse-Fliegen, aber Affenplage. Sie gehen in die Autos und in die Bungalows.
Etwas irritierend in Mana Pools ist, daß dort auch Waisenelefantern aufgezogen werden, die im Busch schon mal zu den Autos der
Besucher kommen. Wan weiß nie ob es ein zahmer oder wilder Elefant ist. Aber vielleicht bin ich etwas übervorsichtig.

2. Mit einem Zeitplan wie Eurem wäre aufgrund von Eigenerfahrungen meine Wahl:
a) Hinfahrt wie oben in 1. beschrieben
b) Rückfahrt: Mana Pools - Kariba - nach Zambia - Livingstone - Vic Falls - Kasane - Savuti - Moremi - Maun - Windhoek. Ansatz 4-5
Tage

Alles ist eine Kostenfrage. Mir jedenfalls ist es das Geld für 2x Zambia Grenzübergang wert, statt über Hwange mit elendig schlechten Wegen zu fahren. Diesen Teil würde ich nur noch von Botswana aus befahren.
Mana Pools ist etwas sehr weit von Windhoek aus für nur dieses eine Ziel, daher nehme ich jedes Mal die beschriebene Strecke "mit". Die Asphaltstrecke, im Osten, von Kasane aus Richtung Süden, ist mir zu lang, obwohl auch interessant. Andere finden sie langweilig.

Übrigens Tsetse Fliegen: Fliegenklatsche der stabileren Sorte mitnehmen. Sie setzen sich am liebsten auf die dunklen Kunstoffteile des Fahrzeug. Wir halten die Scheiben geschlossen und schalten Klimaanlage ein. Öffnet man jedoch ein Fenster zum fotografieren, hat man die Plage gleich innen. Immer genügend Doom Spray mitnehmen. Aber auf den beschriebenen Strecken wird es höchst unwahrscheinlich sein, Tsetse-Fliegen anzutreffen.
zuletzt bearbeitet 21. Sept. 2025
2'779 Beiträge · seit 200721. Sept. 2025 · #4
Hi, von Windhoek nach Mana Pools und Lower Zambezi und zurück und mit Kindern würde ich mir und ihnen nicht antun.

Im Caprivi gibt's auch viel grün und Abgeschiedenheit, guck mal nach Berichten zu Nkasa Rupara, Mamili und in Botswana zum panhandle. Da lässt sich vieles einbauen ohne den langen Schlepp zu fahren.
Gruss Leona
1'096 Beiträge · seit 200921. Sept. 2025 · #5
Ich möchte euch weder zu noch abraten. Allerdings habe ich in Mana Pools schon 2x TseTse Plagen erlebt (Plage heisst in dem Fall in teilen des Parks in Minuten 50-100 TseTse-Fliegen von aussen an der Scheibe und an den Spiegeln. Wenn die Fenster auf sind natürlich auch drinnen.
Die Lösung ahbe ich aber auch parat: nehmt eine kleine Schale mit (z.B. Blech oder Edelstahl Teller o.ä.) und sammelt getrockneten Elefantendung ein (in Mana wirklich gar kein Problem). Gerade so, dass er nicht feucht ist. Er darf nicht zerfallen 😁
Anzünden, auf die Schale legen und in den Fussraum stellen. Räuchelt so vor sich hin, stinkt nicht(!) und sorgt dafür, dass TseTse-Fliegen draussen bleiben oder verschwinden, sollten sie innen sein. Die Fenster können auf bleiben. Erprobt und funktioniert - ich verbürge mich dafür 😄

Liebe Grüsse
Guido

PS: ich liebe Mana Pools
162 Beiträge · seit 202021. Sept. 2025 · #6
bolle_la schrieb:Liebes Forum,

ich würde gerne Eure Meinung zu einer geplanten Reise ins Kavango-Zambezi, also in die Region Nordostbotswana, Simbabwe, Sambia und Angola, hören.

Wir – das sind meine Frau, unsere beiden Kinder (6 und 9 Jahre alt) und ich – sind recht erfahren, was 4x4, Campen ohne Zaun und Reisen im südlichen Afrika betrifft. Unser Fokus liegt immer auf dem Naturerlebnis, am liebsten in Abgeschiedenheit. Wir fotografieren viel, unsere Tage sind daher stark von Pirschfahrten geprägt. Zum Fotografieren lieben wir eigentlich die Regenzeit, aber mit Kindern und Ferien läuft es in der Regel doch auf den August hinaus.

Südafrika, den Süden Mosambiks, Namibia und vor allem Botswana (CKGR, Moremi, Savuti …) kennen wir sehr gut; Uganda und Ruanda ein wenig. Dieses Jahr haben wir nach neunjähriger Pause (siehe Alter unseres älteren Kindes) wieder Namibia und Boswana bereist – Namibia fas komplett, allerdings ohne Caprivi. Die Botswana-Route führte uns über CKGR, Boteti und Nxai bis nach Maun. Damals war die Malaria-Grenze für uns noch ein Thema.

Wir haben dabei festgestellt, dass lange Fahrstrecken und auch wildes Campen mit den Kindern gut funktionieren. Für kommendes Jahr ist daher bereits gesetzt, dass wir von Windhoek über Maun durch Moremi und Savuti bis nach Kasane fahren und über den Caprivi-Streifen zurück. Nun möchten wir die Rundtour zwischen Kasane und zurück ergänzen. Insgesamt haben wir 24 Tage (3 Wochen + Wochenenden) zur Verfügung.

Meine Frage an Euch: Welche Nationalparks würdet Ihr konkret empfehlen?
Was uns besonders reizt, sind Landschaften mit mehr Grün auch in der Trockenzeit, größere Bäume sowie Flüsse oder Seen (unser Lieblingspark in der Trockenzeit ist z. B. der Moremi). Ein Unsicherheitsfaktor sind die Tse-Tse-Fliegen, gerade wegen der Kinder. Außerdem habe ich gelesen, dass es in manchen Parks gar keine Campingplätze gibt oder Camper nicht gern gesehen sind. Wir gehen zwischendurch auch gern mal für 1–2 Nächte in ein Gasthaus oder eine kleine Lodge – aber eher als kurze Unterbrechung und nicht im Luxussegment.

Ohne diese Einschränkungen würden uns der Lower Zambezi NP und die Mana Pools am meisten reizen.

Ich freue mich sehr auf Eure Erfahrungen, Tipps und Ideen!

Vielen Dank
Andreas
Lieber Andreas,
soweit ich es verstanden habe, geht es um die Parks vor allem am Caprivi Strip, richtig? Da gibt es bestimmt viele, die noch mehr dazu sagen können. Ich war einmal im Bwabwata Park – und es war super! Besonders am Abend am Horseshoe: es war wie im Theater – oben wie auf einer Loge, und unten ein Naturspektakel.
Dort gibt es auch andere Parks, die andere Foris sicher besser kennen.

Empfehlen kann ich außerdem im Hwange National Park in Simbabwe das Robins Camp. Es ist ein großes Camp, aber hat nicht viele Besucher. Es ist nicht teuer, bietet Familienchalets, ein Restaurant, einen Turm, ein großes Pool und gute Tiersichtungen. Erreichbar ist es von Pandamatenga (ca. 1 Stunde ab Grenze) oder von Kasane (ca. 3 Stunden). Ich mag es gerade wegen der guten Infrastruktur und der wenigen Menschen. Du kannst dir auch meine Videos dazu anschauen – einfach über meine Signatur im letzten Bericht gehen.

Ich war auch mehrere Male in Mana Pools und habe nur einmal unter Tse-Tse-Fliegen gelitten – das war im Oktober. Normalerweise „schlafen“ sie im August (sind inaktiv!), da ist es zu kalt für sie. Ende September wachen sie wieder auf – und dann sind sie hungrig! In South Luangwa war es auch noch okay mit Tse-Tses. Am schlimmsten war es für mich in Kafue.
Mana Pools ist aus meiner Sicht allerdings zu weit für deine ereignisreiche Reise. Ich würde eher ein Kinderprogramm in der Nähe von Victoria Falls suchen – da gibt es sicher einiges.
Meine Reiseberichte: https://www.namibia-forum.ch/forum/linksammlungen-signaturen/306267-photografrican-adventures-von-elena.html
4 Beiträge · seit 202527. Sept. 2025 · #7
Lower Zambezi + Mana Pools + Chobe/Savuti + Caprivi = schöne Rundtour mit viel Grün, Flüssen und campingtauglichen Spots. Tse-Tse im Auge behalten, aber sonst passt das perfekt für eure 24 Tage.
593 Beiträge · seit 202427. Sept. 2025 · #8
Thathee schrieb:Lower Zambezi + Mana Pools + Chobe/Savuti + Caprivi = schöne Rundtour mit viel Grün, Flüssen und campingtauglichen Spots. Tse-Tse im Auge behalten, aber sonst passt das perfekt für eure 24 Tage.
....ja,ja Thathee, man könnte bei 24 Tagen auch den Malawisee mit reinnehmen und über Mosambik zurück fahren. Besonders mit Kindern.
Bist du jemals die Strecke gefahren? Oder eher KI befragt....
VG
zuletzt bearbeitet 27. Sept. 2025