Und dann fahren wir los. Wir sind im Etosha. Ganz gespannt sind wir, was wir als erstes sehen. Es sind, wie fast zu erwarten war, Springböcke. Aber auch über die freuen wir uns sehr, vorallem weil wir bisher ja noch nicht viele Tiere gesehen haben.
Als nächstes sehen wir eine Oryx-Antilope. Ich finde, das sind so schöne Tiere!
Weiter geht es mit Zebras, von denen wir (wie letztes Jahr) Unmengen sehen werden 🙂
Das erste Wasserloch, an dem wir halten, ist Renostervlei. Dort ist gerade gut was los, auch Giraffen sind hier zu sehen.
Es ist so schön, wenn am Wasserloch ein bisschen Betrieb herrscht. Genau so hab ich mir das vorgestellt 😎
Zebras überall...
Inzwischen habe ich auch unsere (Amateur-) Kamera ausgepackt, die bisherigen Fotos im Reisebericht sind immer mit dem Handy gemacht worden.
Wir fahren weiter über das Dolomite Camp. Es liegt schön auf einem Berg und das darunter liegende Wasserloch ist auch gut besucht. Die Gegend gefällt mir!
Weiter geht es Richtung Olifantsrus, unserer heutigen Campsite. Aber zuerst fahren wir noch das Wasserloch Duineveld an und sehen Gnus, Kuhantilopen und Zebras (es müssten die Hartmann Bergzebras sein, oder? Ich tu mich da wirklich sehr schwer, den Unterschied zu erkennen; aber die Streifen gehen ja ziemlich weit nach unten). Da kann man echt nicht meckern!
An die Geier kann ich mich gar nicht erinnern 😗
Inzwischen ist es schon 16:30 Uhr. So langsam sollten wir mal ins Camp fahren. Also, nichts wie hin. Unterwegs sehen wir noch eine Giraffe
und dann endlich auch einen Elefanten. Er zeigt sich zwar nur von hinten und läuft von uns weg, aber immerhin!
Gegen 17 Uhr sind wir in Olifantsrus. Und ich will nicht spoilern, aber es übertrifft alle unsere Erwartungen 😎
Teil 2227. Sept. 2025
An der Rezeption werden wir sehr freundlich begrüßt. Die nette Dame erklärt uns alles und teilt uns zum Leidwesen der Jugend mit, dass das W-Lan heute nicht funktioniert. Das wird später auch noch eine Rolle spielen 😗
Sie erzählt uns, dass gerade Elefanten am Wasserloch sind, also nichts wie hin. Es geht über eine Brücke zu einem Turm, von dem aus man einen unglaublich tollen Blick auf das Wasserloch und die Tiere, aber auch in die Ferne hat. Und da sind sie, zum Greifen nah!
Aus der Ferne kommen nochmal 3 Kollegen angelaufen.
Wir sind total geflasht, wie nah man ihnen einfach ist. Man meint fast, dass man sie anfassen kann. Und dadurch, dass oben kein Glas zwischen uns ist, fühlt es sich noch näher an.
Im unteren Stockwerk sieht es dann so aus:
Da ist es oben auf jeden Fall schöner.
Vorallem taucht jetzt die Sonne die Umgebung wieder in dieses wunderschöne Licht. Ich könnte ewig hier sitzen. Aber wir sollten uns vielleicht mal um einen schönen Platz zum Campen kümmern, schließlich ist hier freie Platzwahl und Aufbauen ist für uns Anfänger im Hellen sicher noch leichter.
Also los, ab zum Auto, Platz sichern. Da erst sehen wir, dass das Camp sehr überschaubar ist. Es ist auch nicht ausgebucht, wir bekommen einen schönen Platz am Zaun neben dem Steg zum Wasserloch. Das ist fein, hier gefällt es uns!
Heute möchte mein Mann die Dachzelte alleine aufbauen, wir können uns ruhig ein bisschen umsehen. Zuerst erkunden wir mal die Toiletten. Es ist alles sehr sauber und das Camp hat eine sehr angenehme Stimmung. Es gibt auch ein neueres Häuschen mit Küche und Spülmöglichkeiten, gegenüber sind nochmal neuere Toiletten. Sehr angenehm.
Als alles aufgebaut ist, wollen wir grillen.
Am Wasserloch ist gerade nichts los, also nutzen wir die Zeit und mein Mann macht Feuer, ich koche Kartoffeln, schneide Gemüse und mariniere das Fleisch.
Ungeübt wie wir sind, dauert alles natürlich. Bis das Fleisch endlich auf den Grill kann, ist es dann doch schon dunkel. Aber wir sind mit Taschen-, Stirn- und Campinglampen ganz gut ausgerüstet. Als wir essen wollen, stellen wir fest, dass das Rind irgendwie nicht so gut schmeckt, Hähnchen ist ok. Und die Kartoffeln sind am Boden des Topfs festgebrannt. Na toll! Zuhause riecht es zumindest, wenn das Wasser verdunstet ist. Hier hab ich einfach nicht mehr nachgeschaut. Die oberen kann man noch essen, die unteren muss ich rauskratzen. Das hat ja schon mal wunderbar nicht so gut geklappt. Es wird unser einziger Grillabend in diesem Urlaub sein 😄
Teil 2327. Sept. 2025
Gegen 20 Uhr sind wir fertig und auch ein bisschen genervt. Vielleicht sind wir doch nicht sooooooooo die Camper 😄 für die nächsten Tage müssen wir einfach umplanen. Zum Glück hatten wir genug Hühnchen, damit ist unser Grillfleisch aber auch aufgebraucht. Und eigentlich bin ich dann auch wieder ganz froh, dass wir nicht schon mehr auf Vorrat gekauft haben. Sonst hätten wir ja nochmal grillen "müssen".
Nun gut, ich packe unser Geschirr in die Spülschüssel und wackle mit der großen Tochter in die Gemeinschaftsküche des Camps. Es gibt heißes Wasser, man hat Licht, alles ist sauber, so lässt es sich gut werkeln. Als wir fertig sind, verstauen wir alles wieder im Auto und wollen dann wieder zum Wasserloch. Ich muss aber nochmal schnell aufs Klo und sage, dass ich dann einfach nachkomme, der Rest kann ruhig schon mal zum Wasserloch gehen. Mein kleiner Abstecher hat vermutlich keine 3 Minuten gedauert, aber als ich den Steg entlang laufe, kommt es mir ungewöhnlich ruhig vor. Ich gehe Richtung Turm, sehe auch kein Licht oder irgendwelche Schatten. Dann bemerke ich sehr schnell 2 Dinge: Meine Familie ist nicht da (auch sonst niemand) und: 2 Löwinnen laufen gerade zum Wasserloch. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie mein Herz plötzlich zu rasen beginnt. Die Löwinnen sind so extrem nah und als sie mich sehen - dieser Blick - puh, Angstschweiß. Ich weiß gerade nicht, was ich tun soll. Die Familie holen (wo auch immer sie ist) oder diesen Anblick genießen. Ich entschließe mich erst mal für Beweisfotos 😁
Dann schicke ich eine WhatsApp in unsere Familiengruppe: "Löwen". Ach ja, wir haben nicht nur kein W-Lan, sondern auch keinen Empfang. Ich hadere, finde es aber egoistisch, wenn ich alleine hier bleibe. Also laufe ich, so schnell es geht, den Steg zurück. Ich würde gerne rennen, aber erstens ist es dunkel und zweitens bestimmt sehr laut, wo sonst alles so still ist. Kurz vor Ende des Stegs sehe ich 2 Personen auf mich zukommen. Aha, es sind meine Kinder (sie werden mir gleich erzählen, dass sie vor mir am Wasserloch waren und nix los war und deswegen gleich wieder gegangen sind), ich flüstere ihnen so laut es geht entgegen: "Löwen". Das hört auch mein Mann, der auch gerade auf dem Weg zu uns war und gibt unseren Nachbarn (im weiteren Verlauf des Urlaubs heißen sie nur noch "die Jungs") bescheid, dass Löwen am Wasserloch sind.
So schnell es geht, laufen wir alle Richtung Wasserloch und sind hocherfreut, dass die beiden noch da sind.
Wir können ihnen einige Minuten dabei zusehen und zuhören, wie sie trinken. Dann scheinen sie etwas zu bemerken. Sie schauen beide in eine Richtung, werden etwas unruhig und gehen dann langsam in die Dunkelheit davon.
Teil 2427. Sept. 2025
Kurz nachdem die Damen weg sind, kommt ER:
Aha, daher weht der Wind! Er trinkt auch eine Zeit lang am Wasserloch. Wow, Löwen gleich am ersten Abend im Etosha, wir freuen uns sehr. Dann geht auch er wieder und es wird sehr ruhig hier. Also nix los, die Kinder möchten lieber wieder auf unseren Stellplatz. Wir chillen ein bisschen, lassen das Feuer abbrennen und gehen dann nochmal ans Wasserloch.
Jetzt sind wieder Elefanten hier
Und dann kommt unser Löwen-Papa (so nennen wir männliche Löwen, seit wir Kinder haben 😎 ) wieder. Er legt sich ein Stück weg von uns ins Gras und wartet.
Er ist trotzdem gut zu sehen, da die Umgebung ja beleuchtet ist. Und dann kommen auch seine beiden Damen wieder.
Davon existieren leider nicht wirklich brauchbare Bilder, aber sie werden herzlich begrüßt. Aha, erst abhauen und dann doch kuscheln. Der Papa trinkt noch einmal und dann verschwinden sie in der Dunkelheit.
Wow, was für ein Abend!
Um 22:45 Uhr geht das Licht am Wasserloch aus. Zeit auch für uns, ins Zelt zu gehen.
Während der Nacht wache ich immer wieder auf, weil ich den Löwen brüllen höre. Einfach toll, so etwas hab ich noch nicht erlebt und ich freue mich jedes Mal über diese Unterbrechung 😎
Teil 2528. Sept. 2025
Sonntag, 31.08.2025
Ab jetzt sind die Nächte deutlich milder. Um 6 Uhr zieht es mich schon raus aus dem Zelt. Ich will sofort zum Wasserloch. Da ist aber noch nichts los, deshalb gibt es nur ein Sternenbild.
Wir bereiten einfach schon mal ein schnelles Frühstück vor. Wir wollen uns heute nicht stressen und lassen die Kids noch ein bisschen länger schlafen.
Wir frühstücken in Ruhe, räumen alles weg und schauen nochmal kurz zum Wasserloch, aber es ist immer noch nichts los. Ich schieße schnell noch ein paar Bilder vom Camp.
Und dann zieht es uns doch gegen 08:15 Uhr raus in den Park 🙂
Fazit Olifantsrus
Dieses Camp hat uns ausgesprochen gut gefallen. Sehr übersichtlich, sehr sauber und ein unglaublich tolles Erlebnis am Wasserloch. Gerne hätten wir hier noch eine weitere Nacht verbracht. Auf jeden Fall zu empfehlen, wenn man zum Galton Gate in den Park fährt.
Teil 2629. Sept. 2025
Auf unserer Tour sehen wir heute als erstes ein Steinböckchen.
Am Wasserloch Tobieroen sehen wir eine Giraffe und Springböcke.
Als wir weiterfahren, notiere ich mir gerade, wo es wann welche Sichtungen gab. Da sehe ich aus dem Augenwinkel ein junges Katzengesicht direkt an der Pad aus dem hohen Gras schauen (Das Gesicht hat sich so eingebrannt, ich sehe es jetzt noch direkt vor mir) und sage: "Da ist ein Leopard." Mein Mann macht eine Vollbremsung und ich bin mir schon gleich nicht mehr sicher. Aber irgendwie doch. Er fährt ein Stück zurück und ja, da ist der oder die Kleine. Er oder sie duckt sich aber sofort und bis ich die Kamera wieder bereit habe, schleicht er geduckt durchs Gras davon. Folgende Aufnahmen sind dabei entstanden:
Wenn man weiß, wonach man sucht, erkennt man das Muster 😄
Dann verlieren wir es aber hinter dem Gebüsch. Wir fahren noch ein Stück zurück und warten, ob es sich vielleicht nochmal blicken lässt. Weil wir die ganze Zeit an die Stelle starren, wo wir das Kleine zuletzt gesehen haben, merken wir fast nicht, dass sich die Mutter (davon gehen wir einfach aus) uns wunderbar präsentiert, bis unsere Tochter sagt: "Ich seh noch einen Leoparden."
Also noch einen Meter zurück und ta-da:
Dann mal kurz ein bisschen abgelegt.
Etwas entdeckt?
Na, vielleicht uns und die Jungs, die in Olifantsrus neben uns waren. Die haben inzwischen zu uns aufgeschlossen und haben jetzt natürlich auch eine tolle Sichtung!
Nie im Leben hätte ich ausgerechnet hier mit einem Leoparden gerechnet. Rund um Namutoni hätte ich eine kleine Hoffnung gehabt, aber hier irgendwie nicht. Was für ein Glück wir doch jetzt haben. Es ist immerhin schon 9 Uhr.
Ein paar Bilder gehen noch, oder?
Nochmal abgelegt.
Wir haben das große Glück, dass wir sie eine ganze Weile anschauen können, bevor sie es sich dann doch anders überlegt und sich dann auf den Weg macht.
Das Kleine sehen wir leider nicht mehr, aber das Gras ist auch sehr hoch. Schade, aber das ist jetzt wirklich Jammern auf allerhöchstem Niveau. Wer sieht schon am zweiten Tag im Park einen Leoparden. Noch dazu mit Cub. Das Highlight wäre natürlich ein Foto von beiden zusammen gewesen, aber man kann halt nicht alles haben.
Und je mehr Zeit vergeht, umso mehr frage ich mich, ob das Kleine wirklich ein junger Leopard war oder ob es sich um ein und dasselbe Tier gehandelt hat. Aber dieses Gesicht war definitiv ein viel jüngeres als der ausgewachsene Leopard. Ein Rest Zweifel bleibt dann aber doch irgendwie. Kann ich meiner Erinnerung trauen? Ich sage jetzt einfach mal ja 🙂
Teil 2729. Sept. 2025
Nachdem ich den letzten Teil des Berichts geschrieben habe, habe ich mich nun doch auch mal bei meiner Familie erkundigt und es sind sich immer noch alle sicher, dass der erste Leopard viel kleiner war. Dann wird das schon so gewesen sein 😄
Nachdem sich die Leoparden-Mama zurückgezogen hat, sind wir weitergefahren. Bis Okaukuejo ist es schließlich ein Stück und wir haben seit gestern Nachmittag kein Netz mehr, was für unsere Kinder gerade echt kritisch ist (ich freue mich tatsächlich darauf, irgendwann auch mal nur mit meinem Mann auf Safari zu gehen, die Jugend hat einfach nicht so viel Sitzfleisch und Ausdauer wie wir 🙂 ). Ich töne noch, dass wir bestimmt bald wieder Netz haben. Es wird allerdings bis kurz vor Okaukuejo dauern 😗
Nach diesem grandiosen Einstand in den Tag erfreuen wir uns an den wieder sehr zahlreich vorhandenen Zebras und Springböcken auf und neben der Straße.
An den Wasserlöchern ist immer wieder gut was zu sehen, uns drängt aber irgendwie die Zeit. Gerne wäre ich manchmal noch länger geblieben und hätte einfach nur zugesehen.
Auch sonst zeigen sich immer wieder die üblichen Verdächtigen, es ist aber auch sehr viel Strecke dabei, wo einfach gar nichts zu sehen ist.
Hab ich schon erwähnt, sie sehr ich dieses gelbe Gras mag?
Wir kommen vorbei am Charl Marais Dam und ab hier halte ich wieder intensiv Ausschau nach Löwen. Ich bin mir nicht mehr sicher, welche Strecke wir dann genau gefahren sind. Ich glaube aber, über die Wasserlöcher Natco und Adamax nach Okondeka. Dazu existieren keine Aufzeichnungen, weil wir hier so überhaupt gar nichts gesehen haben. Aber es war ja auch Mittagszeit, inzwischen zeigt das Thermometer deutlich über 30 Grad an und es ist wie die letzten Tage ziemlich windig.
Der Ruf der Jugend nach dem Handynetz wird immer drängender, also fahren wir erst mal nach Okaukuejo. Kurz vorher tauchen endlich ein paar Balken auf und wir können unsere Sichtungen auch der Familie mitteilen. Meine Eltern haben schon leicht unruhig nachgefragt, warum ich mich so gar nicht melde, da wir letztes Jahr eigentlich immer gut Empfang hatten. Ich kann sie beruhigen, alles ist gut, ab jetzt sollte es zumindest nicht mehr ganz so lange Leerlauf von unseren Berichterstattungen geben.
In Okaukuejo angekommen, wird uns ein fester Platz zugeteilt. Wir finden ihn gut, hinter uns gleich ein Sanitärhäuschen. Kurzer Blick hinein: alles super sauber und viel besser in Schuss als erwartet, also ab in die Dusche! Ich habe mich tatsächlich auf mehrere Tage Katzenwäsche eingestellt, weil das, was wir so vorab gehört haben, eher nicht so toll war. Aber hier kann man absolut nicht meckern und ohne Probleme duschen.
Teil 2829. Sept. 2025
Wir bauen unsere Dachzelte noch gar nicht auf, weil wir nachher nochmal los wollen.
Der warme Wind lässt unsere Haare sehr schnell trocknen, ich koche dabei Nudeln und Soße. Das geht tagsüber viel leichter als im Dunklen und auch das Abspülen und Verräumen geht schneller. Wir chillen noch ein bisschen, schauen kurz ans Wasserloch, wo gerade aber auch nichts los ist. Dann kaufen wir im Shop (der übrigens besser sortiert ist als erwartet) noch ein paar Kaltgetränke und Eis und los geht es. Ich möchte gerne zum Ombika-Wasserloch, dort hatten wir letztes Jahr am ersten Abend eine ganz tolle Begegnung mit einer großen Herde Elefanten.
Neben der Teerstraße Richtung Ombika sehen wir dieses Mal nicht so viele Tiere, aber ein paar Giraffen zeigen sich trotzdem.
Wir biegen bei der ersten Möglichkeit rechts ab und fahren den 6km langen Loop bis zum Wasserloch. Die Pad ist nicht ganz so gut, zu sehen gibt es nichts.
Als das Wasserloch in Sicht kommt, ist unser Blick Richtung Wasserloch gerichtet.
Ihn hier hätten wir glatt übersehen.
Hätte uns nicht ein anderes Auto auf ihn aufmerksam gemacht, wären wir einfach vorbeigefahren 😵
Wir halten an und schauen ihm beim Dösen zu. Nach einigen Minuten schaut er mal kurz hoch.
Er schaut sich um
und legt sich dann doch wieder ab.
Nach nicht allzu langer Zeit fängt er an, sich zu putzen.
Dann ist es ihm aber doch wieder zu anstrengend und er döst weiter. Zeit auch für uns, ein bisschen weiter zu fahren. Wir können unser Glück kaum glauben, nach einer Leoparden-Sichtung auch noch einen Löwen gesehen zu haben. Klar, wir sind insgesamt sehr viele Kilometer unterwegs, aber ein bisschen Glück braucht man auch noch dazu!
Teil 2930. Sept. 2025
Wir verlassen also den Löwen und überlegen, wo wir jetzt hinfahren. Nachdem wir morgen Richtung Halali starten, entscheiden wir uns jetzt, nochmal Richtung Okondeka zu fahren. Es folgen ca. 1,5 Stunden Fahrt mit so gut wie gar keinen Sichtungen. Puh, hätten wir uns vielleicht doch anders entscheiden sollen? Zwischen den Wasserlöchern Natco und Adamax tauchen ein paar Oryxe auf.
Wen haben die denn dabei? Ein kleines Oryx, das mit uns und unserem Fahrzeug total überfordert ist.
Es rennt über die Straße und wieder zurück, dabei wollen wir ihm doch gar nichts tun.
Also bleiben wir einfach eine Zeit lang stehen. Da beruhigt es sich wieder und ist wirklich zuckersüß anzuschauen.
Unser erstes Baby-Oryx, über diese Sichtung freuen wir uns sehr!
Irgendwann müssen wir dann aber doch weiter, schließlich ist es noch ein Stück bis Okondeka und sollten wir dort Löwen sehen, wollen wir natürlich auch ein bisschen Zeit haben. Immerhin ist es schon 16:30 Uhr. Also los! Unterwegs sehen wir noch vereinzelt Strauße und Springböcke, dann kommen wir am Wasserloch an. Gähnende Leere. Wir fahren ganz langsam und bleiben immer wieder stehen, um mit dem Fernglas alles abzuscannen. Aber es bleibt dabei, hier ist einfach nix los.
Wir beschließen, ins Camp zu fahren, um unser Nachtlager aufzuschlagen und dann den Abend gemütlich am Wasserloch verbringen zu können.
Auf der Fahrt nach Okaukuejo gibt es wieder jede Menge Zebras zu sehen.
Zurück auf unserer Campsite bauen mein Mann und ich die Dachzelte auf. Ich bin jetzt nicht die allergrößte, d.h. ich muss immer irgendwo hochklettern, um mithelfen zu können. So putze ich jedes Mal eher unfreiwillig das Auto 😗 aber zu zweit geht es einfach leichter. Uns fehlt noch ein bisschen die Routine, aber mit jedem Mal wird es besser.
Die Abdeckung der Zelte packen wir in den Zwischenraum zwischen den Zelten. Bei anderen haben wir zwar gesehen, dass sie die Abdeckungen auf der Rückseite des Autos aufgehängt haben, aber wir belassen es dabei. Hat jetzt schon ein paar Mal geklappt und stört uns auch nicht weiter.
Wir essen schnell was, packen unsere Getränke ein und gehen ans Wasserloch.
Teil 3001. Okt. 2025
Natürlich habe ich mir auch hier schon wieder überlegt, was wir bestimmt alles zu sehen bekommen. Große Elefantenherden zum Beispiel. Dass ich meine Erwartungen ein bisschen runterschrauben muss, merke ich auch hier wieder. Aber fangen wir einfach mal mit dem Sonnenuntergang an
Außer Zuschauern und einer Unmenge an Fröschen, die auch sehr sehr laut sind, ist nichts los. Wir haben schon den ganzen Tag immer wieder auf der Live-Cam nachgeschaut, aber auch tagsüber war es ungewöhnlich ruhig hier.
Anzusehen ist es trotzdem sehr schön.
Und dann lassen sich auch Giraffen blicken, die Spiegelung im Wasser finde ich immer so schön. Erst ist es nur eine, dann werden es immer mehr.
Und dann kommen auch die, die eigentlich jeden Abend hier sind (R's). Ich bin mir nicht sicher, ob ich Bilder dazu posten darf, obwohl ja allgemein bekannt ist, dass es sie hier gibt und dass sie hier regelmäßig auftauchen. Deshalb lasse ich es vorerst, vielleicht kann mir jemand etwas dazu schreiben. Es gäbe da nämlich einiges zu berichten 🙂
Aber auch die Giraffen lassen sich nicht lumpen und werden immer mehr
Elefanten tauchen aber leider leider nicht auf. Am nächsten Tag werde ich auf der Live-Cam sehen, dass es weit nach Mitternacht war, als sie dann doch noch ans Wasserloch gekommen sind. Da haben wir aber schon tief und fest geschlafen.
Teil 3103. Okt. 2025
Montag, 31.08.2025
Heute wollen wir früh raus, am besten zur Gateöffnung. Das schaffen wir natürlich nicht ganz. Wir stellen fest, dass es zu viert trotzdem ein ganz schönes Gewusel ist, bis alle fertig sind und auch die Dachzelte wieder eingeklappt sind. Zum Sonnenaufgang gibt es erst mal ein schnelles Frühstück.
Ich stehe zu Hause nur so zeitig auf, wenn ich muss. Aber hier in Namibia ist es überhaupt kein Problem. Natürlich herrscht auch überall im Camp schon geschäftiges Treiben, aber ich bin mit eine der ersten, die aufsteht, sich fertig macht und alles vorbereitet. Natürlich treibe ich dann auch die Kinder nach und nach an, aus dem Zelt zu klettern, damit wir mit dem Einpacken beginnen können. So langsam bekommen wir ein bisschen Routine, was ich machen kann und was mein Mann übernehmen muss. Inzwischen lassen wir auch unsere Schlafanzüge im Zelt, es ist so schon genug, was wir immer ein- und ausräumen müssen 😄 Ich wünsche mir trotzdem jedes Mal so ein Hartschalen-Dachzelt. Leider gibt es bei Safari Car Rental noch nicht die Möglichkeit, 2 davon auf ein Fahrzeug zu bauen. Wir haben allerdings schon Fahrzeuge von Asco gesehen, die 2 solche Zelte hatten. Es scheint also zu gehen und wäre zumindest für Personen wie mich sicher eine Erleichterung.
Ein kurzer Blick auf die Web-Cam zeigt, dass wir nicht extra noch ans Wasserloch gehen müssen, sondern direkt losstarten können. Wir halten nur nochmal kurz im Shop, um Getränke zu kaufen und um kurz nach halb 8 sind wir dann unterwegs.
Fazit Okaukuejo
Ich kann natürlich nur die Campingmöglichkeiten beurteilen. Aber die sind wirklich gut. Wir hatten einen guten, großen Platz und nebenan saubere WCs und Duschmöglichkeiten. Von den Erzählungen im Vorfeld hatte ich mit dem Schlimmsten gerechnet, aber wir waren wirklich positiv überrascht. Es gab genug Mülltonnen, der Platz war somit auch sauber. Natürlich war das Camp nicht ausgebucht, aber gut besucht. Im Gegensatz zu Olifantsrus logischerweise viel wuseliger, aber nie zu laut. Das Wasserloch ist natürlich ein absolutes Muss und ich kann mir gut vorstellen, hier wieder zu campen.
Teil 3203. Okt. 2025
Und wo will ich jetzt hin? Natürlich zu den Löwen bei Okondeka, also nichts wie los.
Im Morgenlicht sieht alles so schön warm und weich aus, ich bin wieder ganz begeistert von den Farben. Gleich am Anfang sehen wir eine Herde Gnus.
Und für mich immer ein ganz tolles Fotomotiv auf dem Weg Richtung Okondeka:
Ich lasse meinen Mann extra ein bisschen hin- und herfahren, schließlich ist jetzt das Licht noch so schön (zumindest für mich Amateurfotografin mit Handy 😎 ).
Dann geht es weiter. Uns kommen schon einige Fahrzeuge wieder entgegen. Hm, ob sie wohl unter Zeitdruck sind so wie wir letztes Jahr oder ob nix zu sehen ist? Meine Hoffnung sinkt ein bisschen. Und was soll ich sagen? Keine Löwen. Zumindest sehen wir keine und aber auch keine Autos, die sich irgendwo versammeln würden. Schade. Wir schauen uns genau um, nicht dass wir sie doch übersehen und machen uns dann auf den Weg zum nächsten Wasserloch, es ist Wolfnes. In der Nähe ein einzelnes Oryx.
Und schöne Landschaften gibt es ja trotzdem immer wieder.
Oder mal eine einzelne Giraffe
Letztes Jahr (im Mai) war der Himmel immer richtig strahlend blau, dieses Jahr hat er eher eine gräuliche Einfärbung. Das ist uns die letzten Tage schon aufgefallen.
Ok, wir fahren heute nach Halali. Aber ein Abstecher zum Ombika-Wasserloch muss trotzdem noch drin sein. Dort tummeln sich vorallem Gnus, aber auch Impalas und Springböcke.
Wir überlegen kurz, wie wir fahren wollen. Die Hauptpad von Okaukuejo Richtung Halali ist aktuell gesperrt, wir können dann entweder von dort direkt Richtung Gemsbokvlakte fahren oder aber wir fahren wie letztes Jahr. Also von Ombika die Teerstraße überqueren und in Kurven weiter. Letztes Jahr war die Strecke eher langweilig, vielleicht haben wir dieses Jahr mehr Glück.
Am Anfang sieht es eher so aus, als wäre hier nix. Aber dann tauchen doch ein paar Impalas, Springböcke und auch Giraffen auf.
Auch ein kleiner Springbock ist dabei, eine Erstsichtung 😁
Teil 3303. Okt. 2025
Um ca. 10:15 Uhr erreichen wir das Wasserloch Gemsbokvlakte. Hatten wir letztes Jahr hier schon schöne Sichtungen, wird es dieses Jahr noch besser. Eine große Elefantenherde ist bereits hier und vergnügt sich im Wasser.
Das macht uns einfach riesig Spaß. So viele Elefanten, so viel Leben und dann immer noch diese Kleinen, die so viel Freude im Wasser haben, es ist so herrlich anzuschauen.
Die Matriarchin macht sich mit einem Großteil der Herde dann auf den Weg, aber die Kleinen denken ja gar nicht dran, weiterzugehen.
Erst, als ein paar der Großen, nochmal umkehren, kann auch der Rest der Herde dazu bewegt werden, sich anzuschließen.
Ach, war das schön! Gerne hätte ich ihnen noch länger zugesehen. Aber sie wandern ab und wir müssen auch mal langsam ein WC aufsuchen.
Teil 3404. Okt. 2025
Kurz vor Olifantsbad gibt es auf der rechten Seite einen Picknickplatz mit Toilette. Letztes Jahr wurde uns dort das Tor geöffnet, dieses Jahr muss man selbst aussteigen. Na klasse, da bin ich ja doch eher ein Schisser. Aber es hilft nix, ich schaue mich vorher gut um und riskiere es. Sofort gehe ich mit den Kindern dort hin, wo letztes Jahr noch die Toiletten waren. Sie sind weg. Hä? Und diese Picknickplätze waren doch letztes Jahr auch noch nicht da. Erst dann merke ich, dass ein richtiges Toilettenhäuschen hingebaut wurde. Ach wie toll, wie konnte ich das eigentlich übersehen? Der Platz wurde scheinbar komplett erneuert. Das war zwar auch nötig, hatte ich aber nicht erwartet.
Kurz noch was zum Essen aus dem Kofferraum holen und weiter geht's ans Wasserloch. Es ist relativ wenig los, aber wir haben eine Erstsichtung:
Unsere erste Hyäne. Sie bewegt sich eine Zeit lang hin und her, irgendwann haut sie wieder ab. Aber wir können sie eine gute Zeit beobachten und ein paar Fotos schießen.
Dann leisten uns noch ein paar Zebras und eine Giraffe Gesellschaft.
Nach gut einer halben Stunde fahren wir weiter.
Der Rest bis Halali ist schnell erzählt. Wir sehen eigentlich nichts mehr. Nur die Pfanne beschert uns ein bisschen Abwechslung, ansonsten ist die Fahrt eher öde.
Kurz vor Halali sieht man, dass es in den Wochen zuvor gebrannt hat. Dort stehen aber doch auch wieder sehr viele Zebras. Davon gibt es scheinbar keine Fotos. Gegen 13 Uhr erreichen wir Halali. Unser Plan: Nachmittags chillen und dann zum Wasserloch gehen. Also checken wir ein, hier ist wieder freie Platzwahl. Wieder können wir den Plan irgendwie nicht richtig lesen. Aber egal. Wir finden ein schönes Plätzchen, es ist noch sehr viel frei. Wir stellen unseren Tisch und die Stühle auf und ich schau mir gleich mal die Duschen an. Perfekt, alles sauber, da stelle ich mich doch gleich unter die Dusche. Man weiß ja nie, wie es später sein wird.
Teil 3505. Okt. 2025
Aus unserem Plan, am Nachmittag hier zu chillen, wird dann doch nichts. Es ist sehr heiß und auch sehr windig, da macht es auf dem Platz einfach nicht so viel Spaß. Wir beschließen, das Restaurant zu testen, Hunger haben wir ja schließlich dann auch. Unseren Tisch und die Stühle lassen wir stehen, so kann jeder erkennen, dass der Platz belegt ist.
Im Restaurant ist es sehr angenehm, wir essen Fisch, Impala-Steak und die Kinder Pommes. Das Essen schmeckt richtig gut, da kann man echt nicht meckern.
Dann beschließen wir, noch eine Runde zu drehen, weil es uns einfach zu heiß ist und das Auto ja ne gute Klima hat. Ich merke inzwischen allerdings auch schon, dass mir die Klima Halsschmerzen bringt. Da bin ich immer ziemlich empfindlich. Deswegen haben wir sie meistens sehr niedrig eingestellt.
Mein Mann hat heute keine Lust mehr, zu fahren. Juhu, endlich darf ich auch mal 😎 Immer nur Beifahrer zu sein ist ja auch nicht so spannend. Wir entscheiden uns für den Rhino Drive - die vermutlich schlechteste Entscheidung. Die Strecke ist nicht nur in unglaublich schlechtem Zustand, wir sehen auch so gar keine Tiere. Das zieht sich ganz schön...
Das Auto zeigt inzwischen 36 Grad Außentemperatur. Losgefahren sind wir um 16 Uhr, nach fast einer Stunde absoluter Langeweile sind wir wieder in der Nähe der Etosha-Pfanne und sehen vereinzelt Giraffen. Endlich!
Und dann sehen wir Elefanten! Keine große Herde wie heute Vormittag, sondern 3 einzelne Bullen, die sich uns aber sehr schön zeigen. Einer hält sich immer lieber ein bisschen abseits der anderen beiden auf.
Aber die beiden sind schon sehr schön anzusehen und wir haben sie ganz für uns alleine!
Schön, wie sie hier so am Hang stehen und wir direkt daneben. Als Fahrer bin ich hier dann zwar etwas unruhiger als als Beifahrer. Aber wir rücken ihnen nicht auf die Pelle, also sind sie auch zufrieden und stören sich nicht an uns.
Nach einiger Zeit lassen wir sie in Ruhe und fahren weiter, es ist immerhin schon nach 17 Uhr und wir müssen ja rechtzeitig zurück im Camp sein. Aber gleich sehen wir nochmal einzelne Elefanten, ein immer wieder toller Anblick!
Teil 3605. Okt. 2025
Diesen hier finde ich sehr cool 🙂
Wir machen noch einen Abstecher nach Rietfontein, dort ist auch ein bisschen was los.
Dann müssen wir aber wirklich los, bis Halali sind es schließlich noch einige Kilometer und wir wollen ja nicht zu spät kommen.
Als wir auf unserem Campingplatz ankommen, müssen wir verschiedene Dinge feststellen. Auf unserem (vermeintlich großen) Platz stehen 2 weitere Fahrzeuge. Hm, von mir aus, da tu ich nicht rum. Vorallem, weil wir ja nur denken, dass das alles unser Platz ist. Könnten auch 2 sein. Aber keine 3. Was aber viel krasser ist: unser Tisch und 2 Stühle fehlen. Im Hinfahren sage ich zu meinem Mann noch, dass unser Nachbar bestimmt unseren Tisch und die beiden Stühle hat. Eigentlich war es als Scherz gemeint, aber passen würde es. Wir parken und beobachten unseren Nachbarn und sein Auto etwas genauer. Hm, sieht so aus, als hätte er seinen Tisch noch oben im Fahrzeug drin. Unglaublich! Mein Mann wackelt rüber und versucht, ihm zu erklären, dass das eventuell unser Tisch sein könnte. "Pas de problème" ist die Antwort und er bleibt sitzen. Aha, er versteht es wohl nicht so ganz. Mein Mann erklärt ihm, dass der Tisch und die Stühle, die bei uns standen, von uns waren und kein Allgemeingut. "Pas de problème." Ja gut, so kommt er wohl nicht weiter. Irgendwie versucht er ihm, nochmal zu sagen, dass das unsere Sachen sind (man erkennt es auch an der Tischoberfläche!) und nimmt dann den Tisch und trägt ihn wieder zu uns rüber. Da versteht der Franzose scheinbar, was mein Mann meint und steht dann doch von seinem - unserem Stuhl auf. Und als wir alles wieder bei uns haben, packt er seinen Tisch und die Stühle aus. Unglaublich! Ich weiß jetzt nicht, ob er einfach nur dreist ist oder ob er es nicht besser wusste. Pffff... Immerhin müssen wir der Autovermietung nicht erklären, dass wir nur noch 2 Stühle zurückbringen 😄
Inzwischen merken wir, dass die Wünsche und Meinungen bzgl Urlaub und dessen Gestaltung innerhalb der Familie etwas unterschiedlicher werden. Unsere Große möchte einfach nur ins Dachzelt und mit ihren Freundinnen telefonieren. Wasserloch? Nein danke! Wir überlegen kurz und beschließen, dass es für uns ok ist, wenn es ihr nichts ausmacht, ohne uns hier zu sein. Und so weit ist das Wasserloch ja auch wieder nicht weg, Empfang hat man hier sehr gut (für den Fall der Fälle). Also gehen wir heute nur noch zu dritt ans Wasserloch. Und hier gefällt es uns sehr gut. Schon alleine wie die Sitzmöglichkeiten angeordnet sind, Bänke und flache Steine, dann etwas erhöht, das hat schon was. Es ist gerade dunkel geworden, als wir eintreffen und wir ergattern noch einen halbwegs guten Platz.
Schon nähert sich eine Hyäne.
Ok, ich arbeite wieder nur mit dem Handy und das Bild ist nicht gerade der Hit, aber man kann sie erkennen. Unsere zweite Hyäne und das an einem Tag, wie cool! Es nähert sich noch eine zweite, die sich aber nicht näher herantraut, weil sich eine Herde Elefanten durch die Büsche ans Wasserloch kämpft. Ach, wie schön!
Dazwischen taucht plötzlich ein weiterer grauer Besucher auf.
So viele Kleine, die wieder so viel Spaß am und im Wasser haben, da bin ich einfach hin und weg.
Nach gut 20 Minuten machen sie nach und nach wieder Platz.
Ein R. nach dem anderen taucht auf, es waren insgesamt sicher 7 oder 8 verschiedene, teilweise nacheinander, teilweise gleichzeitig.
Um halb zehn werden wir langsam müde. Unsere Kleine möchte ins Bett. Also bringe ich sie zurück und gehe dann aber nochmal kurz ans Wasserloch. Wir sehen noch Zebras, irgendwann fallen uns aber auch fast die Augen zu und wir beschließen, es für heute gut sein zu lassen. Es war doch wieder ein langer Tag und ich merke so langsam, dass ich eine Erkältung bekomme. Da ist schlafen auch immer die beste Medizin.
Teil 3705. Okt. 2025
Dienstag, 02.09.2025
Nach einer angenehmen Nacht zieht es mich um kurz nach 6 Uhr schon wieder aus dem Zelt. Zuhause hasse ich es, wenn ich so früh aufstehen muss, hier stört es mich gar nicht. Im Gegenteil, ich hätte Angst, etwas zu verpassen 🙂
Wir starten den Tag eigentlich wie immer: mit einem schnellen Frühstück zum Sonnenaufgang.
Bis dann aber wirklich alle aus den Federn krabbeln, sich fertig machen und wir die Zelte zusammenklappen, ist es schon nach halb neun. Ein kurzer Blick ans Wasserloch - nix los. Im Shop kaufen wir noch ein paar Kleinigkeiten und ich lege mir ein neues Halstuch zu, meine Erkältung scheint schlimmer zu werden. Hals- oder Hustenbonbons habe ich bisher leider nirgendwo entdecken können. Aber wir haben Kamillentee dabei, der hilft mir auch ganz gut.
Um kurz vor 9 Uhr verlassen wir Halali.
Fazit Halali
Zum Campen hat es auf jeden Fall gepasst. Zu unserer Zeit ist scheinbar schon wieder ein bisschen weniger los, wir empfanden es nicht als zu voll. Das Wasserloch ist auf jeden Fall sehr sehr schön und bei einem weiteren Etosha-Besuch würde ich hier auch gerne wieder eine Nacht verbringen. Ansonsten ist der Platz nichts besonderes, aber die Angestellten, mit denen wir zu tun hatten, waren sehr nett. Im Shop gibt es das übliche/nötigste. Eigentlich wie in Okaukuejo. Ich hatte weniger erwartet und bin deshalb zufrieden gewesen. Im Nachbarforum habe ich heute einen Bericht von einer Reise gelesen, die ca. 2 Wochen vor unserer stattfand. Allerdings auch nicht als Camper, sondern in festen Unterkünften. Da kamen sowohl Okaukuejo als auch Halali extrem schlecht weg, was die Unterkünfte, das Essen und die Angestellten betraf. Vielleicht hatten wir einfach eine gute Zeit erwischt oder wir empfanden es als nicht so schlimm, weil wir mit dem Schlimmsten gerechnet haben 🤩 Im Dachzelt also jederzeit wieder!
Teil 3805. Okt. 2025
Auf unser heutiges Ziel freue ich mich so richtig: Onguma! Dort werden wir 3 Nächte auf der Tamboti Campsite verbringen. Endlich kann man sich mal etwas mehr und länger ausbreiten 😄 Außerdem freuen wir uns auf den wildreicheren Osten des Parks, der kam letztes Jahr fast ein bisschen zu kurz.
Zuerst einmal fahren wir also von Halali Richtung Hauptpad.
Kuhantilopen, Zebras und Oryxe säumen den Wegesrand. Und dazwischen eine Hyäne. Ach was, sollten wir hier jetzt ein Abo haben? Wie cool ist das denn?
Weiter geht es mit Gnus und kämpfenden Springböcken, um diese Uhrzeit ist noch gut was los hier.
Den Etosha Lookout lassen wir dieses Jahr aus. Letztes Jahr waren die 3 Kilometer dorthin so furchtbar schlecht und eigentlich reicht es auch, wenn man ein Mal dort war. Deswegen biegen wir lieber rechts ab, wo es zu den Wasserlöchern Goas und Noniams geht.
Die Strecke ist auch nicht wirklich prickelnd, aber bei Goas steppt gerade der Bär 😁
Zebras über Zebras, am Wasserloch, daneben, auf der Straße, neben der Straße, einfach überall. Dazu viele Kuhantilopen, das macht richtig Spaß, dem Treiben zuzuschauen.
Die Fahrt nach Noniams hätten wir uns dagegen sparen können (wobei es ja nicht weit ist): die Straße ist nicht wirklich gut, das Wasserloch leer.
Teil 3906. Okt. 2025
Auf dem weiteren Weg bleibt es erst mal ein bisschen ruhiger. Unsere Tochter muss dann so dringend auf die Toilette, dass wir den Rastplatz kurz vor Batia anfahren. Letztes Jahr mit kaputtem Zaun und offenem WC (die Tür lag im Gras daneben) hatten wir ja schon ein bisschen Bammel, eigentlich wollten wir das dieses Jahr nicht wiederholen. Aber: auch hier alles neu.
Sogar mit einem Ausguck 🙂
Da hat der Staat dann doch mal Geld investiert, das war auch wirklich bitter nötig. Auch das nächste WC ist neu, vielleicht haben sie in dieser Hinsicht doch den Park mal generalüberholt. Nur ich hab immer ein bisschen Respekt, wenn ich hier aussteigen muss, um das Tor zu öffnen und zu schließen. Das Gras ist schon sehr hoch und wenn wir einen schlafenden Löwen auch ohne Gras schon nicht gleich sehen, wie ist das dann mit Gras? Aber es geht alles gut, sonst würde ich den Bericht vermutlich gerade eher nicht schreiben.
Weiter geht es Richtung Springbokfontein und Okerfontein.
Zuerst wieder viele Gnus und Zebras. Die Kleinen liegen manchmal einfach wie tot auf dem Boden, vermutlich ist ihnen zu heiß.
Und dann sehen wir wieder ein paar Elis 😎
Einen nur noch von hinten
ein anderer überquert gemütlich vor uns die Straße
und ein dritter läuft entspannt ein Stück neben uns her. Wie schön!
Beim Abzweig zum Wasserloch Kalkheuwel überlegen wir... die Strecke war furchtbar letztes Jahr. Aber da haben sie inzwischen bestimmt was gemacht. Also los. Und nein, es wurde tatsächlich nix gemacht, sondern es war sogar noch schlimmer... Die schlechteste Straße des ganzen Parks und am Wasserloch? Wurden wir mit gähnender Leere empfangen. Und dann das ganze bitte wieder zurück 🙄
Der Rest ging wieder besser, beim Chudob-Dreieck hoffen wir, vielleicht die Gepardin vom letzten Jahr (oder auch einen Artgenossen) zu sehen, aber nichts. Gar nichts. Gut, es ist kurz nach Mittag, es ist heiß, es ist immer noch windig, wir wollen erst mal nach Onguma.
Auf der Teerstraße Richtung Gate erwartet uns jetzt aber erst mal noch eine Herde Elefanten, die sich im Schatten eines Baumes zusammenpfercht.
Der Kleinste ist total am Ende
Und dann beginnt eine ganz kleine Odyssee für uns, denn wir haben viel mehr Diesel verbraucht als gedacht 😵
Teil 4006. Okt. 2025
Warum wir uns vorher keine Gedanken übers Tanken gemacht haben, ist mir jetzt nicht mehr wirklich klar. Wir wussten ja, dass es im Etosha keinen Sprit gibt. Leicht hätten wir vom Ombika-Wasserloch aus aus dem Park zum Tanken fahren können. Der Tank war aber immer so voll, dass wir einfach nicht dran gedacht haben. Und jetzt stellen wir fest, dass wir bei weiteren 3 Nächten hier vermutlich doch ziemlich an die Grenzen des Tanks kommen werden. Also schnell gegoogelt und laut KI kann man auch bei der Mokuti Lodge tanken. Ach, das hört sich doch gut an. Ich habe aber so meine Zweifel. Zurecht - nur für Übernachtungsgäste. So ein Mist aber auch, wir müssen wirklich bis Oshivelo fahren. Die Kinder haben darauf jetzt so gar keine Lust. Wir auch nicht, aber lieber jetzt als später nochmal los zu müssen.
Wir fahren also nach Oshivelo, überqueren den Vet Fence, nach 100 Metern können wir tanken. Die netten Ladys bekommen ein nettes Trinkgeld, weil sie unser Auto auch noch schön sauber machen (wir hatten im Etosha tatsächlich eine Wasserpfütze, die tiefer war als gedacht und deshalb war unser Auto mehr grau als weiß) und zurück am Vet Fence werden wir natürlich kontrolliert. Sehr ärgerlich wegen den paar Metern, aber es kostet dann doch nicht so viel Zeit. Wir sind allerdings auch nicht die einzigen, denen es so geht 😄
Dann wieder zurück, wir sind leicht angespannt, weil wir somit doch eine Stunde Zeit verschenkt haben. Daher kann ich jedem nur raten: tankt einfach mal außerhalb des Andersson Gates, dann passiert euch sowas nicht!
Es ist dann doch schon fast 15 Uhr, als wir in Onguma einchecken und unseren Platz (Nr. 3) beziehen. Hier hat jeder sein eigenes Häuschen mit Bad, WC und einer offenen Küche.
Zum kleinen Poolbereich haben wir es nicht weit, nur ein kleiner Schleichweg und wir sind da.
Ich räume alles, was wir mal sortieren und umräumen müssen, aus dem Fahrzeug in die Küche, dann gibt's eine Pause am Pool. Unsere Kleine ist immer sehr mutig, ihr macht das kalte Wasser erst mal nicht so viel aus und zack, ist sie auch schon drin. Mein Mann wagt es auch, wir anderen beiden chillen einfach nur.
Ein Savanna light darf da nicht fehlen!
Eigentlich wollten wir heute nichts mehr machen. Aber kaum hat man mal ein, zwei Stunden Pause, schon überlegen Mann und auch Frau, doch nochmal für 2 Stunden in den Etosha zu fahren. Gerade die Ostseite bietet sich mit den Wasserlöchern an, auch für kurze Zeit ne Runde zu drehen. Und wir sind ja praktisch direkt am Tor, es wäre zu verlockend. Unser Teenie hat keinen Bock mehr 😄 Wir diskutieren, 3 gehen duschen, eine bleibt am Pool. Ok, wir sind ja nicht weit weg und über Handy erreichbar.
Wir fahren also zu dritt zum Gate, werden auch hier nach Fleisch etc kontrolliert und denken, dass die Schließzeiten zu Halali gleich sind. Aber nein, hier schließt das Gate früher. Die genaue Zeit weiß ich nicht mehr, aber wir haben somit nicht mal mehr 2 Stunden Zeit. Aber gut, die Wasserlöcher sind hier so nah, da schaffen wir auch in 2 Stunden ein bisschen was.
Auf dem Weg zum Chudob-Wasserloch sehen wir 2 Elefanten fressend im Busch, sie sind nicht gut zu erkennen und sie bewegen sich auch nicht. Die Giraffe ist dafür richtig gut zu sehen!
Da am Wasserloch aber gar nichts los ist, kehren wir schnell wieder um und sehen erst mal noch einen einzelnen Elefanten.
Wir beschließen, aufgrund der Kürze der Zeit nur noch nach Klein Namutoni zu fahren. Dort hat man oft tolle Sichtungen, gutes Licht (was ich als Laie so erkennen kann) und der Weg zum Gate ist dann nicht mehr so weit). Die Entscheidung ist goldrichtig.
Giraffen zeigen uns ihre Rückansicht
und eine Herde Elefanten ist im Anmarsch
Sie gehen vor uns auf die Straße und laufen dann schön gemütlich weiter.
Auf dem Weg zum Gate sehen wir dann auch nochmal eine kleine Truppe Elefanten. Wow, das hat sich auf jeden Fall nochmal sehr gelohnt!