Reisebericht

Learning by doing - Namibia 2.0

von Melanie1982 · begonnen 13. Sept. 2025 · 61 Teile

Teil 113. Sept. 2025
Hallo in die Runde!

Unsere zweite Namibia-Reise liegt hinter uns und ich möchte auch dieses Mal wieder einen Reisebericht schreiben, da ich selbst sehr gerne andere Berichte lese.

Wir, das sind mein Mann, unsere beiden Töchter (13, 10) und ich, sind nach 2024 nun ein zweites Mal nach Namibia gereist.
Bei der Abreise letztes Jahr haben wir schon damit geliebäugelt, das nächste Mal dem Dachzelt eine Chance zu geben. Wir sind absolut unerfahren, was richtiges Campen betrifft und das werdet ihr im Bericht auch sehr schnell merken 🙂

Los geht es am 25.08.25 mit der Zugfahrt nach Frankfurt und einem guten, pünktlichen Discover-Flug über Nacht nach Windhoek.

Ich hoffe, es kommen einige von euch mit dazu, damit ich die Reise nicht ganz alleine antreten muss 😎


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Teil 214. Sept. 2025
Schön, dass schon einige zugestiegen sind. Dann legen wir doch mal los!

Dienstag, 26.08.25

Überpünktlich landen wir um ca 8 Uhr in Windhoek.

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Als wir aussteigen, sind wir ca in der Mitte des ganzen Pulks. Wir haben kein E-Visum beantragt und können erst mal nicht erkennen, ob es verschiedene Schalter gibt. Also stellen wir uns an, wo alle anstehen.
Ein Mitarbeiter geht dann durch die Reihen und nimmt uns mit, um uns am richtigen Schalter anzustellen. Es ist der Schalter ganz rechts, vor uns nur zwei Familien. Na, das sollte doch schnell gehen. Tut es aber nicht. Das Visum on arrival dauert länger als gedacht und als wir dann an der Reihe sind, geht am PC der Dame leider nichts mehr. Sie hat eigentlich schon alles fertig, wir müssen uns aber dann bei der Kollegin nebenan nochmal anstellen, die uns dann alles ausdruckt. Insgesamt dauert es etwas mehr als eine Stunde. Aber gut, ich hatte mit mehr Zeit gerechnet, somit war das dann schon ok. Allerdings ist in der Zwischenzeit die viel längere Schlange mit den e-Visa-Leuten auch deutlich geschrumpft. Wirklich eine Zeitersparnis hatten wir somit nicht.

Egal, es geht zu den Kofferbändern, die Koffer sind schon da.
Wir werden von einem Mitarbeiter von Safari Car Rental schon erwartet und gehen nur noch schnell Geld holen. Im MTC-Shop ist uns zu viel los, das verschieben wir.

Mit einer weiteren Familie werden wir zur Autovermietung gebracht. Schon kurz nach dem Flughafen entdecken wir 2 Giraffen. Na, damit haben wir nicht gerechnet, daher gibt es auch kein Foto von ihnen. Aber so startet der Urlaub doch schon mal ganz gut.
Teil 314. Sept. 2025
Gegen 10 Uhr erreichen wir die Autovermietung. Wir werden sehr freundlich begrüßt und schon geht es los mit der Einweisung ins Auto. Puh, das sind unglaublich viele Informationen und alles auf Englisch. Ob wir uns das alles merken können bzw auch alles richtig verstehen?

Wir haben einen Hilux mit 2 Dachzelten gemietet und dürfen das erste Mal ausprobieren, wie das so funktioniert. Ok, ich bin viel zu klein dafür, ich werde klettern müssen, um zu helfen 😄

Als wir glauben, alles soweit verstanden zu haben, sind 2 Stunden vergangen. Wir räumen unsere 2 Reisetaschen noch ins Auto und fragen uns, wie die 5köpfige Familie nebenan ihr ganzes Gepäck unterbringen will, ist doch mit unseren Taschen das Auto schon voll. Und wir haben immerhin noch den 5. Sitz auf der Rückbank für Handgepäck und Co.

Nun ja, wir wollen los. Schließlich müssen wir noch einkaufen und vorallem für die Kinder ganz wichtig: wir brauchen Sim-Karten!
Also ab zur Maerua Mall und dort als erstes in den MTC-Shop. Dort ist nichts los, aber natürlich muss mein Mann nochmal zurück zum Auto, weil dort die Pässe sind. Wir nehmen wie letztes Jahr das 30-Tage-Paket mit 25GB, dieses Jahr aber für jeden von uns 4. Das geht relativ schnell und im Anschluss suchen wir erst mal etwas zu essen. Während die anderen 3 Burger und Pommes essen, trinke ich nur einen Cappuccino und mache mich schon mal auf den Weg zum Checkers, einfach um Zeit zu sparen. Dort ist richtig viel los, ich packe erst mal nur die wichtigsten Sachen wie Getränke, Obst und Knabbereien ein. Langsam merke ich die Müdigkeit. Und auch meine anderen 3 Begleiter scheinen schon sehr müde, als sie dazu stoßen. Also schnell an die Kasse, ab ins Auto und los gehts zu unserer ersten Unterkunft, dem Londiningi Guesthouse.

Wir haben uns bewusst für eine Nacht in Windhoek entschieden, da letztes Jahr die Discover-Flüge doch sehr häufig sehr unpünktlich waren und auch so ist es jetzt immerhin schon 14:30 Uhr, als wir dort ankommen.


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Teil 414. Sept. 2025
Wir werden sehr freundlich begrüßt und sind einfach froh, endlich angekommen zu sein.

Auf die Frage, ob wir am Abend gleich hier essen möchten, gibt es aus Sicht der Kinder nur eine Antwort: ja, bitte nicht noch woanders hinfahren. Und wir sind eigentlich auch ganz froh. Also sagen wir zu und beziehen für eine Nacht unser Familienzimmer.

Es gefällt uns ausgesprochen gut: ein extra Kinderzimmer mit 2 Einzelbetten, ein schönes Bad und unser Schlafzimmer, alles sehr sauber und gemütlich.


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Wir fallen sofort in unsere Betten und schlafen eine Runde. Die Anreise war trotz allem sehr anstrengend. Unsere Große ist so kaputt, dass wir sie erst nach 3 Stunden wieder wach bekommen. In der Zwischenzeit duschen wir, planen unsere Abreise am nächsten Tag und schauen uns ein bisschen um. Für den Pool ist es eindeutig zu kalt, aber so finden wir es sehr angenehm hier.

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Teil 515. Sept. 2025
Um 19 Uhr gibt es Abendessen. Die Damen versuchen noch, die Heizung anzumachen, was leider nicht funktioniert. Zum Essen geht es schon noch von der Temperatur her, wenn man nicht gerade kurze Hosen an hat.

Das Essen besteht aus 3 Gängen und schmeckt uns allen sehr gut.


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Wir sind froh, dass wir uns entschieden haben, gleich hier zu essen. Kein Stress, leckeres Essen, wir spielen ein bisschen Karten und dann verziehen wir uns in unsere Betten. Es ist sehr frisch geworden, den Kindern mache ich sogar noch Wärmflaschen und bald schlafen alle wieder tief und fest.
Teil 615. Sept. 2025
Mittwoch, 27.08.2025

Nach einer sehr erholsamen Nacht stehen wir um ca 8 Uhr auf. Wir treffen eine Familie aus Frankreich, die heute abfliegt. Sie vermacht uns ihre Reste: Bier, WC-Papier, Wasserkocher, Schüsseln etc.
Insgesamt waren sie einen ganzen Monat mit ihren Kids unterwegs. Beneidenswert! Und nachdem sie das Auto vom selben Autovermieter haben, können sie uns auch gleich erklären, warum die automatische Zentralverriegelung bei uns bisher nicht klappt. Wir lernen also schon mal dazu 🙂

Es geht auf zum Frühstück, das wirklich alles bietet, was man sich wünschen kann. Warme Eierspeisen kann man zusätzlich bestellen. Wir sind begeistert und schlagen so richtig zu. Wer weiß, was wir heute noch bekommen werden 😄


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Danach kaufen wir noch ein paar Mitbringsel dort im "Shop", bezahlen unsere Rechnung und checken aus. Auch hier werden wir wieder sehr nett verabschiedet.

Fazit Londiningi Guesthouse

Wer direkt in Windhoek übernachten möchte, ist hier auf jeden Fall an einer sehr guten Adresse. Alle sind sehr nett, das Essen schmeckt sehr gut und die Zimmer sind schön und vorallem ist es sehr sauber. Auch das Preis-Leistungsverhältnis ist top!
Teil 716. Sept. 2025
Los geht's in unser zweites Namibia-Abenteuer. Unser heutiges Ziel ist die Spitzkoppe. Vorher fahren wir aber erst mal aus Windhoek raus und bei Elisenheim wieder runter, um dort im Spar unsere Vorräte aufzustocken. Dann geht es ab auf der A1 bis nach Okahandja, wo wir erst mal volltanken. Dann weiter auf der B2, auf der immer wieder gebaut wird. Dann endlich der Abzweig bei Usakos auf unsere erste Gravelroad dieses Jahr. Wir lassen ein bisschen Luft aus den Reifen und fahren gemütlich weiter zur Spitzkoppe. Ich erwarte eigentlich am Straßenrand immer ein bisschen Tiere, aber da ist heute erst mal nix zu sehen.

Nachdem wir die Spitzkoppe letztes Jahr nur im Vorbeifahren in der Ferne gesehen haben, wollte ich dieses Jahr unbedingt hin.
Kurz nach 14:00 Uhr sind wir dann endlich dort. Wir checken ein und suchen uns eine Campsite aus. Hm, wo möchten wir gerne hin? Die meisten Campsites sind mit Nummern versehen. Aber nicht alle. Wir fahren erst mal ganz nach hinten, dann wieder ein Stück vor und entschließen uns dann, auf einer großzügigen Campsite zu bleiben, die keine Nummer hat. Wir lassen das Auto stehen und schauen uns zu Fuß und mit dem Plan bewaffnet um. Gegenüber "unserer" Campsite ist eine weitere, dort liegt das Schild mit der Nummer im Boden. Es ist Nr. 11a. Hm, dann könnte unsere 11b sein. Laut Plan müsste aber eigentlich hier die 9a und 9b sein. Oder doch nicht? Wir verstehen den Plan nicht, aber egal, wir finden den Platz schön und bauen das erste Mal unser Dachzelt auf 🙂
Wir brauchen schon ein bisschen, bis alles so steht und aufgebaut ist, wie es sein soll. Aber zu zweit bekommen wir es ganz gut hin. Und Zeit haben wir heute ja.

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Wir räumen Tisch und Stühle raus und essen erst mal einen Happen. Dann entdecken wir Dassies. Die Kids sind begeistert und wir kraxeln ein bisschen herum.

In der Nähe kommen gerade weitere Autos an. Sie stellen sich alle auf eine Campsite und fangen an, irgendwelche Spiele zu spielen. Es wird gegrölt, gejault, gejubelt - Italiener... nix gegen Italiener, aber sie sind laut. Sie sind viele und sie sind sehr laut. Vorbei ist es mit der Ruhe. Hm, was tun? Eigentlich wollten wir in Ruhe hier chillen, aber wir sind wirklich irgendwann total genervt. Die Kinder möchten bleiben, mein Mann und ich überlegen, was wir machen. Alles wieder zusammenbauen und eine andere Campsite suchen?
Teil 818. Sept. 2025
Ok, wir stellen uns vor, dass das auch den ganzen Abend so geht und beschließen, dass wir packen. Blöde Zeit, da jetzt viele Campsites vermutlich belegt sind, aber das wollen wir uns einfach nicht antun.
Also bauen wir das erste Mal wieder alles zusammen. Wir haben keine Lust, das ganze Bettzeug wieder zu verstauen und lassen es deswegen in den Zelten. Schnell zugeklappt, notdürftig verschnürt und ohne Abdeckung geht's weiter. Ja, es ist klar, egal welche Campsite wir anfahren, alle sind belegt. Die Stimmung ist gerade nicht ganz auf dem Höhepunkt.

Aber wir sehen ein Steinböckchen. Eigentlich sind es sogar zwei, wie süß!

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Trotzdem wird die Stimmung nicht wirklich besser. Ok, dann fahren wir halt zurück und müssen das irgendwie durchstehen. Vor uns fährt noch ein Wagen, der prompt "unsere" Campsite belegt. Der Tag wird ja immer besser 😗

Die einzige Campsite, die wir dann auf die Schnelle noch finden, ist die Nr. 8. Sie ist nicht wirklich schön, weil der Grillbereich und die Toilette durch einen Felsen getrennt sind. Deswegen steht da vermutlich auch niemand. Denken wir. Wir bauen also wieder alles auf und bemerken irgendwann, dass ein Stückchen weiter weg ein Auto steht und die Leute zu uns rüberschauen. Wir schauen zurück. Und überlegen. Gehört das wohl alles auch noch zur 8? Es hilft nix, ich wackle mit unserer Kleinen rüber und frage nach, ob sie schon auf der 8 stehen. Fazit des Gesprächs: sie denken, das gehört alles zur Nr. 8, aber es macht ihnen überhaupt nichts aus, wenn wir da stehen bleiben, wo wir jetzt sind. Ich bin total erleichtert. Hätten wir nochmal packen und suchen müssen, wäre vermutlich jemand explodiert 😄
Ok, wir teilen uns den Platz, der dann wirklich sehr groß ist und wir hören auch nix mehr von den früheren Nachbarn. Sehr schön. Wir bauen auf, kochen Nudeln und genießen unseren ersten Campingabend.


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Ich hätte euch gerne ein schöneres Foto gezeigt, aber ich hab keines 😉

Kurz vor Sonnenuntergang läuft eine Familie durch unseren Platz und wir kommen ins Gespräch. Sie stehen nämlich auf der Nr. 8. Wie jetzt? "Ja, da drüben nach dem Felsen!" Aha, sie stehen also auf der anderen Seite mit dem Grillbereich, aber ohne Klo 😄 also sind wir jetzt 3 Parteien, die sich die Nr. 8 teilen. Im Endeffekt auch wirklich egal, weil alle genug Platz haben und keiner so richtig weiß, wie weit diese Nr. 8 eigentlich geht.
Teil 920. Sept. 2025
Gegen 18:30 Uhr merkt man, dass es Richtung Sonnenuntergang geht. Unsere Nachbarn sind schon ein gutes Stück auf die Felsen geklettert, um den Sonnenuntergang anzuschauen. Also tun wir es ihnen nach und kraxeln auch nach oben. Vorallem den Kindern macht das unglaublich viel Spaß. Wir suchen uns ein schönes Plätzchen, haben ein gekühltes Getränk zum Sundowner dabei und genießen die Ruhe, die Natur und die Farben, die die untergehende Sonne uns schenkt.


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Unser erster richtiger Sonnenuntergang in Namibia 2025. So schön, die Landschaft ist einfach unglaublich dort.

Dann wird es allerdings auch schnell sehr frisch. Wir machen uns an den Abstieg. Für die Kids kein Problem, ich sitze irgendwann an einer Stelle fest, die so steil ist, dass ich nicht mehr vor oder zurück komme. Ich muss sofort an Nacho (Silvia) denken, der ja bei ihrer letzten Reise auch ein paar Peinlichkeiten passiert sind. Ich sitze also so da und versuche, meinem Mann zu verstehen zu geben, dass ich nicht mehr wegkomme. Am besten so, dass es niemand um mich herum mitbekommt. Zum Glück habe ich einen starken Mann, der mich so gut festhält, dass ich irgendwie weiterkomme, ohne abzustürzen. Tja, man wird halt auch nicht jünger 😄
Wir kommen alle heil unten an und ziehen uns schnell um. Inzwischen ist es sehr kalt, wir wollen einfach nur noch in unsere Dachzelte. Wir haben ja keine Feuerstelle bei uns und außerdem sind wir auch ganz schön müde. Es ist zwar erst 19:30 Uhr, aber es hilft nix. 3lagig angezogen kuscheln wir uns in unsere Decken von Safari Car Rental, die wirklich sehr gut warm halten. Zumindest eine gewisse Zeit lang. Aber die Nacht ist lang und wirklich kalt, ein bisschen müssen wir doch frieren. Ich liege in Embryohaltung und versuche, mich möglichst nicht zu bewegen, dann geht es schon irgendwie.
Teil 1020. Sept. 2025
Donnerstag, 28.08.25

Um kurz vor 7 Uhr wachen wir von den Geräuschen der anderen Mitcamper auf der Nr. 8 auf. Es ist Zeit, aufzustehen, will man noch etwas von der aufgehenden Sonne sehen. Unser Teenie bleibt noch etwas liegen, wir anderen 3 machen uns erst mal Tee und Cappuccino. Mein Mann hat sogar seine Mütze auf, so kalt war es ihm. Ich bin allerdings auch froh um meinen Hoodie mit Kapuze. Zum Glück hab ich ihn eingepackt. Auch die Fleecejacken kommen gleich zum Einsatz. Man glaubt es zuhause immer gar nicht, aber es ist nicht verkehrt, auch ein paar wirklich wärmere Kleidungsstücke dabei zu haben.

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Als endlich alle aus dem Zelt gekrabbelt sind und gefrühstückt haben, packen wir zusammen. Wir wollen zum Rock Arch. Aber zuerst einmal muss alles wieder verstaut werden und obwohl wir ja mit relativ wenig Gepäck reisen, ist unser Kofferraum immer knallvoll.

Wir beschließen, Kissen und Decken in den Zelten zu lassen. Alles schön flach hingelegt, dann wird das schon gehen mit dem Einklappen. Es geht auch, man muss nur ein bisschen mehr kämpfen, um alles sauber verschnüren zu können. Es wird sich aber im Laufe der Reise bewähren, wir räumen die Decken und Kissen erst ganz am Ende wieder raus.

Inzwischen ist es kurz nach 9 Uhr und wir starten gemütlich zum Rock Arch. Vielleicht ist das Licht bei Sonnenaufgang besser, aber wir sind begeistert, weil einfach kaum jemand hier ist.


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Ach, ist das schön hier. Ich könnte mich einfach hinsetzen und ewig nur schauen. Herrlich!


Im Anschluss geht es weiter für uns.

Fazit Spitzkoppe Camping


Für uns kam finanziell nichts außer Camping an der Spitzkoppe in Frage. Und wie schon erwähnt, würden wir es immer wieder so machen. Vielleicht wäre es ganz schön, wenn die Beschilderung der einzelnen Campsites ab und zu mal erneuert werden würde, aber im Endeffekt findet man sich schon irgendwie zurecht und kann ja auch mit anderen Campern reden. Die Landschaft ist auf jeden Fall einmalig schön!
Teil 1122. Sept. 2025
Für uns geht es heute auf direktem Weg zur Brandberg White Lady Lodge. Dort haben wir schon für morgen das Elefanten-Tracking gebucht, eines meiner Highlights und die Vorfreude ist dementsprechend groß.

Wir hatten erst noch überlegt, den Umweg über die Küste und Cape Cross zu machen. Als wir losfahren, haben wir aber doch keine Lust und landen so als erstes in Uis im Cactus Coffee.

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Es ist kurz nach halb zwölf und wir sind fast die einzigen Gäste. Allerdings müssen wir schon sehr lange auf unser Essen und auch auf die Getränke warten. Aber es ist sehr schön hier und das Essen ist auch sehr lecker.

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In der Zwischenzeit wird es dann auch immer voller hier. Den Stopp kann man aber wirklich empfehlen. Gegen 13 Uhr brechen wir wieder auf und fahren die restliche Strecke Richtung Brandberg.

Ich hoffe weiterhin vergeblich auf Tiersichtungen. Zumindest ein paar Warzenschweine hab ich mir schon erhofft, die haben wir letztes Jahr gefühlt überall gesehen. Aber heute nicht.
Dann schauen wir uns halt so einfach ein bisschen die Landschaft an!


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Und dann tauchen sie auf: unsere ersten Springböcke für dieses Jahr. Eine kleine Herde, sonst einfach nichts. Aber wir freuen uns über diese Sichtung!

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Teil 1222. Sept. 2025
Am frühen Nachmittag kommen wir an der Brandberg White Lady Lodge an. Wir halten schon die ganze Zeit Ausschau, ob wir vielleicht Wüstenelefanten sehen. Aber nein, warum auch, zeigen sich ja auch so kaum Tiere. Man muss allerdings auch sagen, es ist relativ windig. Vielleicht mögen die Tiere das ja auch gar nicht so?

Egal, wir melden uns an und bekommen gleich das Angebot, uns eine Family-Einheit anzusehen, falls wir doch lieber alle zusammen schlafen wollen und nicht in den beiden Baumhäusern. Das Angebot finde ich super, wir nehmen also 3 Schlüssel mit und fahren zuerst zum Familienzimmer. Es gibt neben dem Schlafzimmer mit Doppelbett noch ein zweites Zimmer mit 3 Einzelbetten. Von innen sieht es sehr schön aus. Aber es sind einfach 8 Familieneinheiten nebeneinander in die Pampa gesetzt worden. Null Ausblick, null Flair. Schade, das gefällt uns nicht. Also weiter zu den Baumhäusern. Die beiden sind ein bisschen voneinander entfernt, aber fast in Sichtweite. Die Baumhäuser gefallen uns sehr gut und wir beschließen, sie wie gebucht auch für die 2 Nächte zu bewohnen.


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Wir teilen uns wie in den Dachzelten auf: jeweils 1 Erwachsener mit einem Kind.

Es gibt auch eine nette Terrasse, der Ausblick hier ist ganz schön.

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Kurz einrichten, duschen und dann erst mal die Umgebung bzw die Lodge erkunden.

Der Poolbereich gefällt uns und vorallem den Kindern schon mal sehr gut.



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Wir geben den Schlüssel für das Familienzimmer zurück und erfahren dabei, dass die Elefanten aktuell so weit weg sind, dass keine Touren angeboten werden. Damit haben wir jetzt überhaupt nicht gerechnet. Das war eigentlich der Hauptgrund, dass wir hier sind. Wochenlang verfolge ich auf Facebook die Ausflüge der Lodge zu den Elefanten und jetzt sind sie nicht da? Ja, es sind wilde Tiere, aber ich hab einfach nicht damit gerechnet, dass sie zu weit weg sein könnten.
Wir fragen, ob wir heute Abend dann die Sundowner-Tour buchen können. Nein, das ist wegen eines Notfalls nicht möglich.
Puh, so haben wir uns das hier nicht vorgestellt.

Wir setzen uns erst mal und beratschlagen.
Teil 1322. Sept. 2025
Wir bestellen uns erst mal einen Gin Tonic und ein Savanna und überlegen. Was kann man hier in der Gegend machen? Ich frage per Email bei unserer Agentur nach und bekomme auch recht schnell eine Antwort: die Wanderung zur White Lady soll toll sein. Hmhm... Wandern? Ich google, welche Unterkunft für uns frei wäre, falls wir hier nach einer Nacht dann doch weiterziehen. Irgendwie sind wir gerade nicht so begeistert. Parallel schaue ich aber auch, was zu dieser Wanderung im Netz zu finden ist.

Die Kinder entdecken in der Zwischenzeit Mila, das Erdmännchen, das hier auf dem Grundstück lebt. Mila trinkt aus dem Pool, fällt hinein, wird wieder rausgefischt und zum Trocknen nach Innen getragen. Das gefällt ihnen natürlich und sie sind absolut nicht begeistert, dass wir vielleicht nach einer Nacht wieder weiter wollen.
Wir entscheiden, erst mal das Abendessen und die Nacht abzuwarten und am nächsten Morgen spontan zu entscheiden.

In der Zwischenzeit gehen wir mal zum hauseigenen Sunset-Point hoch und schauen mit dem Fernglas, ob wir irgendwelche Tiere entdecken können. Leider nein.


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Weiter geht es durch den Garten der Lodge.


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Wir sind irgendwie noch nicht richtig angekommen und ziehen uns in unsere Baumhäuser zurück. Ein bisschen lesen, dösen, chillen.

Zum Sonnenuntergang geht es aber wieder hoch auf den Sundowner-Aussichtspunkt.


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Ich mag die kargen Landschaften, die von der Sonne dann in so wundervolle Farben getaucht werden. Der Sonnenuntergang und diese Aussicht versöhnen uns ein wenig.

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Im Anschluss geht es zum Abendessen, denn hier haben wir Frühstück und Abendessen vorab mitgebucht.

Das Essen ist sehr gut (die Fleischportion allerdings etwas groß), die Angestellten sind überwiegend sehr freundlich und schon nach kürzester Zeit ist bekannt, dass unsere Kinder vorallem Appletiser trinken 😄

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Die Kinder möchten weiterhin hier bleiben, es gibt hier auch noch einen sprechenden Papagei und es gefällt ihnen hier. Wir vereinbaren, dass wir dann aber am nächsten Morgen tatsächlich die Wanderung zur White Lady machen, nur Nichtstun wollen wir Erwachsenen einfach nicht. Deal!

Nach dem Essen gibt es noch eine Gesangseinlage der Angestellten, danach gehen wir in unsere Baumhäuser zurück. Irgendwann geht bei uns einfach das Licht aus. Ok, es ist kein Strom mehr da. Egal, wir haben Taschen- und Stirnlampen, das reicht erst mal. Zurück zur Lodge wollen wir deswegen nicht mehr, das klären wir morgen.
Teil 1422. Sept. 2025
Freitag, 29.08.25

Kurz vor 7 Uhr wache ich auf. Es ist ganz schön frisch, aber im Bett mit den dicken Decken überhaupt kein Problem.
Ich setze mich auf den Balkon und schaue, ob sich nicht vielleicht doch irgendwo Elefanten blicken lassen. Aber ich habe kein Glück. Dafür ist der Sonnenaufgang aber sehr schön.


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Wir gehen frühstücken und werden wieder sehr herzlich begrüßt. Einer der Angestellten bestärkt uns in dem Vorhaben, dass wir zur White Lady gehen wollen. Und er verspricht uns ein Update zu den Elefanten, sobald er etwas weiß. Außerdem können wir für diesen Abend die Sundowner-Tour reservieren.
Das mit dem Strom klärt sich dann auch: er wird über Solar erzeugt und nachdem wir das Licht versehentlich haben brennen lassen, war er dann halt auch irgendwann aufgebraucht. Ja gut, heute passen wir mal besser auf.

Gegen 9 Uhr machen wir uns dann auf den Weg zur White Lady. Als wir dort eintreffen, werden wir gefragt, ob wir keine Sonnencreme oder Sonnenhüte dabei haben. Hm, totaler Anfängerfehler. Keine Ahnung, da haben wir einfach nicht weiter nachgedacht. Aber es ist ja noch früh am Tag und noch nicht so warm...

Wir bezahlen und gehen mit unserem Guide los. Was soll ich sagen? Unter dieser Tour konnte ich mir absolut nichts vorstellen, aber die Landschaft ist einfach toll und abwechslungsreich.


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Das gefällt mir. Immer wieder steht noch das Wasser, wir sehen viel Grün, eine schöne Abwechslung zu dem, was wir bisher gesehen haben. Es geht über Stock und Stein, wir erfahren einiges zu den verschiedenen Pflanzen und Bäumen, ich kann mir aber natürlich nicht alles merken. Unser Guide hat einen strammen Schritt drauf, wir kommen relativ schnell ins Schwitzen. Zum Ende hin wird es etwas hügeliger, wir müssen immer wieder ein bisschen klettern und kraxeln. Wir brauchen etwas mehr als eine Stunde, bis wir bei den Malereien ankommen.
Teil 1523. Sept. 2025
Ich muss gestehen, Felsmalereien interessieren mich eigentlich immer nicht soooooo sehr, da bin ich vielleicht ein Kulturbanause. Aber der Guide hat uns so viel zu den Malereien und der Bedeutung erzählt, das war dann doch nicht so ganz uninteressant.

Die White Lady soll den Erzählungen nach ein Schamane sein, der stundenlang im Staub getanzt und deshalb so geschwitzt hat, dass der Staub an ihm festgeklebt ist. Dadurch sieht es so aus, als hätte er an den Beinen weiße Haut. Zuvor dachte man, es wäre eine weiße Frau aus Europa. Daher auch der Name, der beibehalten wurde.

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Um die White Lady herum befinden sich noch viele weitere Zeichnungen von Kriegern und Tieren. Leider wurden die Zeichnungen bereits teilweise überschmiert oder zerstört, deshalb schützt ein Gitter sie jetzt vor den Touristen.

Die Erläuterungen muss ich (wie eigentlich fast alles in diesem Urlaub) vorallem für unsere kleine Tochter übersetzen, deswegen verbringen wir hier etwas mehr Zeit.

Danach machen wir uns auf den Rückweg. Inzwischen ist es bald Mittag und schon ordentlich warm. Wir haben zwar Wasser dabei, aber das neigt sich immer mehr dem Ende.

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Unser Guide schlägt vor, auf einen hohen Felsen zu klettern, von dem man eine tolle Aussicht hat. Unsere Kleine ist natürlich sofort dabei, die Große nicht. Also bleibe ich bei ihr unten. Nicht, dass es mir geht wie an der Spitzkoppe 😄

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Weiter geht es zurück. Der Weg ist ein bisschen ein anderer, wir sollen hier hintereinander gehen, weil es hier eher mal Schlangen geben kann. Ach ja, das beruhigt vorallem unsere Große immer nicht so sehr... Aber wir sehen keine. Vermutlich trampeln wir viel zu laut und sie suchen rechtzeitig das Weite.

Weiter geht es über Stock und Stein, der Rückweg ist ein wenig abschüssig und lässt sich so viel leichter laufen.

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Immer wieder kommen uns andere Gruppen entgegen. Ich bin froh, dass wir so zeitig dran waren, inzwischen läuft uns nämlich das Wasser runter, weil es sehr warm ist. Als wir eine Gruppe sehen, bei der ein Mann mit Krücken dabei ist, frage ich mich schon, wie er das schaffen will. Aber das ist zum Glück ja nicht unser Problem.
Wir sind froh, als wir wieder am Eingang sind. Unser Wasser ist jetzt nämlich leer und wir haben insgesamt 2,5 bis 3 Stunden gebraucht. Fast 5km, hört sich nach nicht so viel an, aber der Weg hat es teilweise schon in sich. Man muss einfach ein bisschen klettern mit einplanen.

Alles in allem sind wir von der Tour aber wirklich sehr angetan. Oft ist es ja so, wenn man nicht viel erwartet, wird es richtig gut! Unser Guide hatte auch immer ein Späßchen auf den Lippen, er weiß jetzt, was "Servus" bedeutet und kann auf dem Oktoberfest "Haxn" bestellen 🙂
Teil 1623. Sept. 2025
Kurz nach halb eins machen wir uns auf den Rückweg zur Lodge.
Die Umgebung ist sehr eintönig, aber ich mag ja dieses gelbe Gras und die karge Landschaft. Nur Tiere wären mal ganz nett 🙂
Und sie tun mir den Gefallen! Zuerst taucht eine Gruppe Strauße auf der Straße vor uns auf.


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Als wir näher kommen, machen sie sich natürlich vom Acker.

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Aber wir sehen ihnen noch ein paar Minuten zu. Kaum ein Stück weiter, tauchen Springböcke auf. Na, wer sagt's denn?!

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Sie sind zwar ein Stück entfernt, aber ich will nicht jammern!

Zurück in der Lodge zieht es uns an den Pool. Was ist das bitte für ein riesen Insekt?

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Tiere schön und gut, aber sowas gefällt mir nun auch wieder nicht. Ich bin dieses Jahr nicht so leicht zufrieden zu stellen.

Da gefällt mir der Hornbill hier doch gleich viel besser!


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Unsere Kleine testet den Pool, uns ist das Wasser aber eindeutig zu kalt. Wir chillen ein bisschen, trinken und essen eine Kleinigkeit und um 17 Uhr geht's zum Sundowner. Die Große hat keine Lust (Teenies...), daher geht es für uns nur zu dritt los.
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Die Fahrt ist exklusiv für uns 3, niemand anderes hat sie gebucht.
Und los geht's über das Gelände der Lodge, durch den Trockenfluss, der warme Wind weht uns um die Ohren - ja, das erinnert mich an letztes Jahr. Diese Fahrten genieße ich immer sehr. Wir sehen sehr viel Landschaft, aber keine Tiere. Unser Guide gibt sich Mühe, uns ein paar interessante Stellen zu zeigen.


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Das Foto mit den Felsen erinnert mich sehr an die Gegend um Ai Aiba, wo es uns letztes Jahr so unheimlich gut gefallen hat.

Weiter geht's zum elephant's head.

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Egal, wie ich es drehe und wende, ich kann den Elefantenkopf einfach nicht erkennen 😄

Die Landschaft an sich ist sehr schön, aber die Fahrt ist dann mit der Zeit doch etwas eintönig. Ich erwarte eigentlich schon gar nichts mehr.


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Als die Sonne sich immer weiter senkt, taucht sie die Gegend aber wieder in sehr schöne Farben.

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Vor uns taucht der Brandberg wieder auf. Hätte ich ein bisschen mehr Geschick und nicht nur mein Handy zur Hand, es wäre ein Postkartenmotiv.

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Mein Mann bekommt es mit seinem Handy besser hin. Allerdings hält der Guide auch, damit er sich ein bisschen aus dem Fahrzeug beugen kann. Malerisch, oder? Diese Stimmung, wir sind begeistert!

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Nach ca. 1,5 Stunden Fahrt erreichen wir einen tollen Aussichtspunkt für unseren Sundowner. Wow, hier bläst der Wind ganz schön, aber die Aussicht ist fantastisch!


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Mein Savanna darf natürlich nicht fehlen, dafür ist gesorgt 🙂

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Ein toller Abschluss einer netten Sundowner-Fahrt. Als die Sonne weg ist, brechen wir auf Richtung Lodge.
Teil 1824. Sept. 2025
Der Rückweg ist nochmal richtig schön. Die Farben, man kann sie in einem Foto kaum richtig rüberbringen, aber natürlich knipse ich doch wieder etliche Bilder.



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An der Lodge angekommen steht alles voller Autos. Gestern war relativ wenig los, heute scheinen viele angekommen zu sein und haben uns gleich mal eingeparkt. Zum Glück stehen sie noch beim Auto, wir wollen nämlich noch unsere große Tochter aus dem Baumhaus abholen und ungern zu Fuß gehen. Das andere Auto fährt weg, mein Mann holt unsere Tochter und ich gehe mit der Kleinen schon mal ins Restaurant. Unsere Bedienung meint, dass die Appletiser-Vorräte aufgefüllt sind und für uns reichen sollten 😄
Die meisten Angestellten hier sind sehr nett und freundlich. Das Essen schmeckt wieder sehr gut. Was wir sehr faszinierend finden, ist eine Reisegruppe aus Asien, die schnell kommt, isst und sofort wieder geht und dabei noch das Ständchen der Angestellten verpasst. Keine Zeit im Urlaub 🙂


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Natürlich darf man am Ende wieder ein bisschen was spenden, sie verdienen sich damit einfach ein bisschen was dazu. Mir soll's recht sein, ich finde, alle haben unglaublich tolle, kräftige Stimmen und sie können sich richtig gut bewegen.

Gegen halb neun gehen wir zurück in unsere Baumhäuser. Es muss noch ein bisschen gepackt werden, denn morgen soll es ja weitergehen. Dieses Mal haben wir das Licht nicht angelassen und somit bleibt auch noch Strom für den Abend. Ich lese noch ein bisschen, dann fallen mir die Augen zu. Wir genießen das letzte Mal für längere Zeit ein richtiges Bett mit richtig dicken, kuscheligen Decken.
Teil 1924. Sept. 2025
Samstag, 30.08.2025

Nach einer wieder sehr angenehmen Nacht stehen wir auf und stellen auf unserem Balkon fest, dass die Nacht wieder recht frisch war. Im Baumhaus Nr. 1 spürt man das noch ein bisschen besser, da das Bad oben ringsrum "Lüftungsschlitze" hat.

Wir packen unsere Sachen ins Auto und gehen ein letztes Mal frühstücken.

Hinter uns gackert und miaut der Papagei 😄 ein lustiger Geselle!

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Wir genießen es, uns nochmal einfach bedienen lassen zu können, damit ist es jetzt dann erst mal vorbei.

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Wir zahlen, checken aus und verabschieden uns.

Fazit Brandberg White Lady Lodge

Die Baumhäuser können wir wärmstens empfehlen! Auch das Essen ist sehr lecker, es fehlt für die Kinder nur (wie so oft) Nutella 😄 aber wir haben selbst eines im Gepäck. Die Anlage ist schön und gepflegt. Der Hauptgrund unseres Aufenthalts waren ja die Wüstenelefanten. Durch die Enttäuschung am Anfang fällt das Fazit vielleicht nicht ganz so positiv aus. Wir würden nächstes Mal vermutlich eine andere Unterkunft wählen. Ich hatte so ein bisschen das Gefühl, dass man dort in der Gegend einfach nicht so viel machen kann. Da kann ich mich allerdings auch täuschen. Tiere haben sich auch so gut wie nicht blicken lassen. Dafür war aber die Wanderung zur White Lady viel schöner als erwartet.
Würden die Kinder die Lodge bewerten, würden sie vermutlich sagen, dass wir unbedingt wiederkommen müssen. Lag sicherlich u.a. an dem süßen Erdmännchen, das sogar auf ihrem Schoß Platz genommen hat.
Teil 2024. Sept. 2025
Um kurz vor 9 Uhr geht es wieder weiter. Es geht Richtung Etosha, wir haben also ein gutes Stück Strecke vor uns.

Während wir fahren, erwarte ich jetzt aber endlich Tiere am Wegesrand. Und was sehe ich? Elefantendung! Gefühlt überall, meine Hoffnung wächst wieder, aber eigentlich weiß ich, dass die Chancen nicht gut stehen. Aber dieses Schild und die Hinterlassenschaften... Ach, wäre das schön!


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Es heißt immer, die Hoffnung stirbt zuletzt. Aber sie stirbt wirklich. Keine Elefanten und auch sonst keine Tiere.

In Khorixas wollen wir einkaufen, finden aber den Supermarkt nicht. Dort, wo er meiner Meinung nach sein sollte, ist aber eine Tankstelle. Gut, tanken müssen wir sowieso.

Dann fahren wir weiter nach Kamanjab, dort werden wir fündig. Ein kleiner, aber feiner Sparmarkt. Wir decken uns ein mit allem, was man so die nächsten Tage zum selbst versorgen benötigt. Als wir zahlen wollen, hilft uns ein Mitarbeiter beim Einpacken. Das finde ich ja noch ok. Als wir aber zum Auto gehen und einladen wollen, kommen sie von allen Seiten. Einer möchte da helfen, der nächste den Einkaufswagen wegbringen, wieder einer erzählt uns, wie er heißt und frägt nach unserem Namen. Ich ignoriere ihn, weil ich genau weiß, dass er uns wieder Namen in die Nüsse schnitzt, solche haben wir schon. Das ist alles ein bisschen zu viel und fast ein wenig aufdringlich. Wir sind froh, als wir weiterfahren können.

Jetzt ist es gar nicht mehr so weit bis zum Galton Gate. Tiere waren allerdings absolute Fehlanzeige. Schade!

Am Gate werden wir mit 2 weiteren Autos gebeten, auszusteigen. Es folgt eine genaue Erklärung, was man darf und was nicht. Es wird gefragt, ob wir Waffen, Drohnen oder Plastiktüten dabei haben. Die ersten nicken schon und dürfen ihre Tüten abgeben. Ich bin gespannt, denn man hat ja doch so einiges im Vorfeld gelesen. Die Dame schaut zwar etwas streng, ist aber eigentlich ganz nett. Sie holt sich noch Verstärkung, dann werden die Autos durchsucht. Sie bittet darum, dass wir den Kofferraum öffnen. Aber er klemmt. Mein Mann bekommt ihn beim besten Willen nicht auf. Auch das noch 🤨 Aber sie ist ziemlich entspannt, weil sie merkt, dass er wirklich nicht auf geht und schaut nur durch die seitlichen Klappen rein. Von mir lässt sie sich die Rucksäcke öffnen und schaut aber auch nur halbherzig rein.

Das Auto neben uns muss alles öffnen, auch die Koffer und Reisetaschen. Da sind wir noch mal gut weggekommen. Wir hätten zwar nix zu verheimlichen, aber so ist es schneller erledigt. Wir zahlen für 6 Tage und los geht's 😎 Jetzt sehen wir bestimmt gleich Tiere! Hier im Westen waren wir noch nicht, somit alles erst mal Neuland für uns.

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