Galton Gate

27 Antworten · 3'422 Aufrufe · gestartet 08. Mai 2025 von Drechselschorsch
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Themenstarter425 Beiträge · seit 201808. Mai 2025 · #1
📎 GaltonGate1.pdf

Guten Tag zusammen
sicher haben einige von euch den Bericht von Yvonne von Holtz auf facebook gelesen. Meine Frau und ich waren das betroffene Ehepaar.
Wir haben um hingesetzt und das Ereignis mit unseren Worten mal aufgeschrieben. Ich versichere das ich nichts weggelassen und nichts hinzugefügt habe was nicht der Wahrheit entspricht. Die Verlautbarung des Ministeriums macht mich fassungslos und entspricht nicht im geringsten der Wahrheit, es ist ganz einfach erlogen.
Als Anhang was wir erlebt haben.
Gruß Georg
📎 GaltonGate1.pdf
zuletzt bearbeitet 08. Mai 2025
145 Beiträge · seit 200608. Mai 2025 · #2
Danke Georg für deine detaillierte Beschreibung der Vorkommnisse, die ja auch genauso von eurer Führerin dargestellt wurden.

Kann man einen solchen Vorgang nicht über die deutsche Botschaft in Namibia eskalieren. Schließlich wurdet ihr massiv angegangen von offiziellen Mitarbeitern. Ich denke ein solches Verhalten sollte zumindest gemeldet werden.

Wir werden im Oktober dort einfahren, sind schon sehr gespannt.

Euch alles Gute, Grit
2'391 Beiträge · seit 201609. Mai 2025 · #3
Hallo Georg, das tut mir sehr leid für Euch. Uns ist 2016 am Galton Gate bei der Einfahrt ähnliches passiert. Angeblich wurde nach Drohnen gesucht. Wir mussten das Gepäck von 4 Erwachsenen und einem Kind komplett auf dem staubigen Boden aus den Koffern und Taschen ausräumen. Das Auto wurde komplett untersucht. Alles natürlich in der prallen Sonne ohne Schatten. Alles Elektronik Equipment wurde von mehreren Uniformierten mehrfach begutachtet und wir mussten zigmal erklären was es ist und dass man daraus keine Drohne bauen kann. Das Spiel dauerte fast 4 Stunden, so dass wir anschließend mit der zulässigen Höchstgeschwindigkeit über die Wellblechpiste mussten, damit wir es bis Toresschluss nach Okaukuejo schafften.
Die Beamten waren dabei unangenehm unfreundlich.

Viele Grüße aus Otjiwarongo

Sasa
Die Freiheit des Einzelnen endet da, wo seine Faust die Nase eines anderen trifft. 3 Generationen zum ersten Mal auf Pad, Namibia 2016: http://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/291659-3-generationen-auf-grosser-namibia-erstlingstour.html
50 Beiträge · seit 202509. Mai 2025 · #4
Das ja ein Hammer was ihr da erlebt habt.
Bin echt sprachlos.
Dieser Vorgang gehört an beide Botschaften eskaliert und an das entsprechende Ministerium.

Gruß,
1'675 Beiträge · seit 200709. Mai 2025 · #5
Hallo Georg, ich will am unmöglichen Verhalten der Gegenseite überhaupt nichts entschuldigen. Es würde mich nur interessieren, warum die Frau Euch den Toilettengang verbieten wollte? Habt Ihr oder Yvonne (akustisch) verstanden, was sie konkret gesagt hat?
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
33,1k Beiträge · seit 200609. Mai 2025 · #6
entsprechende Ministerium
Das Ministerium hat ja (es gibt schon einen Thread hier zum Thema) schon seine Sichtweise dargelegt...

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter425 Beiträge · seit 201809. Mai 2025 · #7
Guten Morgen Pollux,
in der deutschen Sprache haben mittlerweile so viele Aglizismen Einzug gehalten, das wir sehr wohl verstanden haben was die Dame von uns verlangte. No Toilett, bla,bla ,bla, first Permit. Dazu der ausgestreckte Arm mit dem Finger auf das Büro deutend ist mit Bestimmtheit nicht falsch zu verstehen. Zusätzlich hat uns Yvonne von Holtz, unser Guide das geschriehene übersetz.
Gruß Georg
Themenstarter425 Beiträge · seit 201809. Mai 2025 · #8
Guten Morgen Christian,
die Verlautbarung des Ministeriums sind schäbige Schutzbehauptungen und entsprechen in keinster Weise dem unwürdigen Schauspiel das von Bediensteten dort aufgeführt wurde die dort zu entfernen sind.
Sei bitte so freundlich und nenne mir eine Mail-Adresse dieses Ministeriums. Ich werde die Erstattung der wiederrechtlich entwendeten Baobab Schoten und eine Entschädigung für die gründlich verdorbene Reise verlangen. Weiterhin werde ich das Auswärtige Amt der BRD über diesen Vorfall unterrichten, das Tourismusboard in Frankfurt , den deutschen Botschafterin Windhoek und der Namibischen Botschaft in Berlin von diesem rassistische Vorfall unterrichten. Auch in anderen Foren werde ich davon berichten.
Gruß Georg
33,1k Beiträge · seit 200609. Mai 2025 · #9
Hi Georg,

Du musst an den jeweiligen Exekutivdirektor der Ministerien schreiben (MEFT für den Game Warden der Such angegangen ist; MHAISS für die Polizisten um die es geht). Zudem an den Chief Inspector der namibischen Polizei (Nampol). Die Kontaktdetails sollten auf der jeweiligen Website zu finden sein; ich habe nur Kontakte von Pressesprechern. Du kannst dich auch an die Zeitungen wenden (New Era, Namibian, AZ), das übt meist den besten Druck auf staatliche Stellen aus.

Beste Grüße
Christian
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128 Beiträge · seit 202409. Mai 2025 · #10
Ich glaube, das auswärtige Amt oder die Botschaft können da wenig machen. Namibia ist ein souveränes Land und kann diese Dinge handhaben, wie es will. Weder der individuelle Tourist noch Deutschland als Land hat da irgendwelche Ansprüche bezüglich einer höflichen, zuvorkommenden Behandlung (die man als zahlender Gast sicherlich im Normalfall erwartet). Wenn sich so etwas stark häuft, wird das AA vielleicht eine entsprechende Notiz in seine Reisehinweise einfügen. Aber viel mehr können die nicht machen.

Natürlich ist so eine Behandlung von Touristen Gift für den Tourismus - besonders, wenn sie sich herumspricht. Der beste Ansatz, um Druck auszuüben und ggf. eine Verbesserung zu erreichen, dürfte sein, den Vorfall ordentlich breitzutreten - wie auch TravelNamibia schon schrieb.

Es wäre vermessen, wenn ich beanspruchen würde, dass mein Eindruck repräsentativ ist, aber nach meinem Eindruck gibt es diese Probleme vor allem in Namibia und Südafrika. Einerseits gibt es vereinzelt noch ältere Menschen, die zu Apartheid-Zeiten sozialisiert wurden und immer noch sehr unterwürfig gegenüber Weißen auftreten. Das ist natürlich nicht böse gemeint, aber ich finde das sehr unangenehm. Auf der andere Seite gibt es vereinzelt Schwarze, die anscheinend Minderwertigkeitskomplexe oder Hass auf Weiße haben und einen überdeutlich spüren lassen wollen, dass Weiße jetzt nichts mehr zu sagen haben und sie jetzt die Macht haben. Auch das ist unangenehm. Ich habe ähnliche Nummern, wie sie hier beschrieben werden, z.B. mal am Eingang des Marakele Nationalparks erlebt. In Ostafrika habe ich das in der Form nie erlebt und den Umgang miteinander empfinde ich da als unverkrampfter und natürlicherweise eher da, wo er sein sollte: auf Augenhöhe. Wie gesagt: Nur meine Eindrücke der letzten Jahrzehnte - die müssen nicht repräsentativ sein.
Themenstarter425 Beiträge · seit 201809. Mai 2025 · #11
Hallo Christian,
weil wir im Besitz von Bild und Tondokumenten sind, die wir der AZ zur Verfügung gestellt haben, hat die AZ am 28.04. darüber berichtet.
Gruß Georg
zuletzt bearbeitet 09. Mai 2025
2 Beiträge · seit 201520. Mai 2025 · #12
Wir hatten vor zwei Wochen leider auch eine sehr unschöne Erfahrung bei der Einreise am Galton Gate.
Das gesamte Auto wurde durchsucht und jede einzelne Tasche wurde geöffnet. Wir wurden wie Terroristen behandelt, nicht wie Touristen. Sie sagten, der männliche Beamte würde das Gepäck meines Mannes durchsuchen und die weibliche Beamtin meines. Mein Mann blieb beim Auto und ich erledigte in der Zwischenzeit den Papierkram.
Als ich zurückkam fragte mich die Beamtin, ob ich die Nacht im Park verbringen wolle. Ich sagte ja. Sie antwortete leise, ohne mich anzusehen: Sie sind kriminell, Sie gehen nirgendwo hin. Wir haben in Ihrer Tasche ein Rhinohorn gefunden. Ich war schockiert und bat sie, es mir zu zeigen. Sie sagte, der Beamte habe es bereits weggebracht. Natürlich wusste ich, dass ich kein Horn bei mir hatte, aber in dieser Situation war ich verwirrt, ich dachte, ich hätte sie vielleicht falsch verstanden. Ich sagte, ich habe kein Horn und sie antwortete, es ist Ihr Gepäck, sie sind dafür verantwortlich, vielleicht hat es jemand in Ihre Tasche gesteckt. Ich fragte meinen Mann, was ich tun soll. Er antwortete, sie haben überhaupt nichts gefunden! Dann lachte sie sehr laut und sagte, ich hätte mein Gesicht sehen sollen, sie hätte nur einen Scherz gemacht... Wir waren die ganze Zeit höflich und freundlich, aber ich fand es überhaupt nicht lustig.
Wir fuhren sicherheitshalber über das Anderson-Gate hinaus, obwohl wir nach Hoada wollten.

Danach sind wir auf unserer Reise auch durch das King Nehale und das Van Lindequist Gate eingereist und alles war in Ordnung, die Angestellten haben sich freundlich verhalten und uns nicht wie Kriminelle behandelt.

Ich habe das auch an NWR gemeldet.
111 Beiträge · seit 202410. Juni 2025 · #13
Gibt es hier inzwischen ein Update zu dem Vorfall?

Weiß man ob sich die allgemeine Lage am Tor entspannt hat oder ob man Personal ausgewechselt hat?

Dürfte ja schon Folgen gehabt haben, nachdem das auch ordentlich Wellen geschlagen hat.
66 Beiträge · seit 201907. Juli 2025 · #14
Wir waren letzte Woche am Galton Gate und wollten in den Etosha fahren.
Nach der Unterweisung von einem recht muskulösen Ranger bzgl. Rechte und Pflichten im Park, wurde das Fahrzeug und Gepäck v.a. nach Plastiktüten durchsucht und teils abgenommen.

Anschließend wurden wir in das Büro zum Bezahlen des Parkeintritts geschickt.
Hier wurden wir direkt beim Betreten von einer Rangerin angemault, was uns einfällt sie so zu verarschen.
Wir haben sie dann erst mal versucht zu beruhigen und gesagt, dass wir gerade erst den Park besuchen möchten.

Die Rangerin ist dann wütend aus dem Büro gerannt und hat uns ein Zeichen gegeben, dass wir mitkommen sollen.
Draußen stand noch ein weiteres Fahrzeug mit zwei deutschen Jungs, die heftig mit den Rangern diskutierten.

Die Ranger konnten eine eingetragene Zahl der Jungs nicht lesen und haben sie beschimpft, dass sie betrügen würden.
Anstatt von 5 Tagen, hätten sie nur einen Tag eingetragen. Damit hätten die Beiden den Park innerhalb von 2 Stunden den Park durchqueren müssen, was rein logisch schon nicht möglich ist.

Dann gab es noch Ärger mit der mitgeführten Drohne, da die Beiden diese nicht angegeben haben und diese nicht versiegelt wurde.
Tipp: lasst die Drohne besser zu Hause, diese darf mittlerweile fast nirgends mehr in Namibia legal eingesetzt werden.

Zumindest hat sich damit aufgeklärt, dass wir falsch beschuldigt wurden. Eine Entschuldigung ist natürlich nicht erfolgt.
Wir waren nur froh diesen Platz, mit der unfreundlichen namibischen Rangerin verlassen zu können.
145 Beiträge · seit 201728. Juli 2025 · #15
Erfahrungsbericht vom 25.07.2025.
Alle mussten aussteigen. Ein Ranger/Polizist? klärte über die Parkregeln auf. Anschließend guckte er in den Wagen und ins Handgepäck. Er war freundlich und gut gelaunt. Wir allerdings auch. , 😉
2'462 Beiträge · seit 200628. Juli 2025 · #16
Phili schrieb:Gibt es hier inzwischen ein Update zu dem Vorfall?

Weiß man ob sich die allgemeine Lage am Tor entspannt hat oder ob man Personal ausgewechselt hat?

Dürfte ja schon Folgen gehabt haben, nachdem das auch ordentlich Wellen geschlagen hat.
Warum sollte da Personal ausgetauscht werden und es Folgen haben? Hast Du noch nie im Supermarkt um die Ecke super unfreundliche Mitarbeiter erlebt? Die werden auch nicht ausgetauscht. Warum sollte das in Namibia anders sein? Nur weil sich da ein paar Touris in Foren echauffieren? 😛
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
111 Beiträge · seit 202428. Juli 2025 · #17
Der Vergleich hinkt etwas findest du nicht?

Wenn mir im Supermarkt was nicht passt, geh ich eben zu einem anderen und das Problem ist gelöst. Eine unfreundliche Mitarbeiterin ist aber auch noch mal ne andere Nummer wie das was da am Gate abgeht oder nicht?

Was da am Gate abgeht ist schon echt heftig und hat nichts mit reiner Unfreundlichkeit zu tun. Außerdem ist der Park ja schon auch das Aushängeschild eines Landes und keiner hat Lust sich da schikanieren zu lassen.

Es geht ja nicht nur um die Beschwerden im Forum, das war ja schon einiges mehr und das wurde nicht nur hier im Forum diskutiert...
33,1k Beiträge · seit 200628. Juli 2025 · #18
Es hat sich nichts geändert und wird sich am Galton Gate auch nicht ändern. Die Beamten dort verfolgen genau die Anweisungen von oben, aufgrund der ausufernden illegalen Aktivitäten im Westteil des Parks.

Viele Grüße
Christian.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
592 Beiträge · seit 202428. Juli 2025 · #19
@ Christian,
Welche ausufernde, illegale Aktivitäten finden.denn dort statt?
Vor allem, was treiben die Touristen illegal in dem Gebiet, dass sie Zielgruppe von akribischen Durchsuchungen geworden sind?
VG
16,9k Beiträge · seit 201228. Juli 2025 · #20
Drohnenaufnahmen, illegales Campen, Holz hacken fürs abendliche Feuer, Pflanzen mitnehmen als Souvenir etc.

LG
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