DEDesireeThemenstarter3 Beiträge · seit 202525. Feb. 2025 · #1Hallo zusammen!
Wir sind Eddie und Desiree aus Österreich, neu hier im Forum und planen gerade unsere erste Namibia-Reise. Wir starten mit einer Tour mit Drifters (ca. 2 Wochen, man würde wohl sagen die "klassische Runde" von Windhoek über Swakopmund zum Etosha ....) und haben uns dann im Anschluss noch ein Auto gemietet.
Mit dem Auto wollen wir in den Süden zum Fish River Canyon. Unsere Tour würde vorerst so aussehen:
1.Tag: Windhoek nach Mariental (ca. 280 km)
2. Tag: Mariental zum Canyon (ca. 360 km)
3. Tag: Canyon
4.-6. Tag: Rückfahrt nach Windhoek (Rückgabe des Autos am 6. Tag um 17 Uhr am Flughafen in Windhoek, Abflug 20:30 Uhr)
Unsere Idee war über Maltahöhe zurück nach Windhoek zu fahren. Zwischen dem Fish River Canyon und Maltahöhe sind es laut unseren Recherchen aber fast 420 km und unser Reiseführer schlägt Tagesetappen bei 350 km vor. Daher meine Frage: Hat jemand Erfahrung mit dieser Strecke bzw. generell der vorgeschlagenen Route? Habt ihr Tipps für uns ?
Uns ist bewusst, dass wir leider recht wenig Zeit haben und wohl einiges nicht so schön erleben können, wenn wir in so kurzer Zeit zum Fish River Canyon und wieder zurück nach Windhoek wollen. Dennoch würden wir es gerne so machen, weil der Canyon definitiv auf unserer Wunschliste ist und nicht klar ist, wann und ob wir es wieder einmal nach Namibia schaffen. 🙂
Wir würden uns sehr über eure Hilfe freuen.
LG 🙂 🙂
STstefanswelt22 Beiträge · seit 202526. Feb. 2025 · #2Sehe ich richtig, dass ihr insgesamt nur 5 Nächte zur Verfügung habt? Von Windhoek zum Fish River Canyon und zurück ist das meiner Meinung nach etwas „sportlich“, wenn auch nicht unmöglich. Wenn ihr unbedingt bis zum Fish River Canyon wollt, wäre das mein Routenvorschlag:
1. Nacht am Westrand der Kalahari (z.B. Teufelskrallen Lodge oder Camelthorn Kalahari Lodge)
2. und 3. Nacht am Fish River Canyon (Fish River Lodge!) Würde hier unbedingt 2 Nächte einplanen, sonst habt Ihr da nicht viel von, weil die Fahrt von Kalkrand/Mariental schon mehr oder weniger den kompletten Anreisetag in Anspruch nimmt.
3. Nacht in Aus (z.B. Klein Aus Vista)
4. und 5. Nacht Namibgrens oder Barkhan Dune Retreat (am Abreisetag wären es dann noch ca. 3 Stunden bis zum Airport, was nicht ideal ist, da ja immer irgendwas unterwegs schief gehen kann. Hier wäre es sicherlich eine Überlegung wert, nur eine Nacht zu bleiben und dann die letzte Nacht in der Nähe von Windhoek zu übernachten. So hat man dann aber halt nicht wirklich Zeit was zu unternehmen)
STstefanswelt22 Beiträge · seit 202526. Feb. 2025 · #3Zum Thema „max. 350km“: Es ist sicherlich empfehlenswert, so wenig „Monsterstrecken“ wie möglich einzuplanen, gerade wenn man noch keine Erfahrung hat mit den Gegebenheiten in Namibia. Halte aber nicht viel von solchen Pauschalempfehlungen. Kommt immer auf die genaue Strecke an. 500km geteerte Hauptstrecke sollte für jeden „problemlos“ machbar sein. 500km Gravel sind natürlich grenzwertig.
STstefanswelt22 Beiträge · seit 202526. Feb. 2025 · #4Gerade fällt mir auf, dass ich in meinem Routenvorschlag ja 6 Nächte eingebaut habe 😄
Somit bleibt in der letzten Unterkunft natürlich nur eine Übernachtung möglich…
Sanne2'462 Beiträge · seit 200626. Feb. 2025 · #5Ich halte von den Tipps "nicht mehr als 350 km" wenig, hängt ja auch von den Straßenverhältnissen ab. Selbst auf Gravel ist ein Schnitt von 60 km/h realistisch. Bei 420 km reden wir von reiner Fahrzeit von 7 Stunden. Wenn man um 9 morgens losfährt, ist das locker machbar, vor allem wenn man sich fahrertechnisch abwechselt.
Bei 5 Nächten würde ich folgendes vorschlagen:
Windhoek-FCR: da würden wir durchbrettern und den langen Fahrtag in Kauf nehmen
3 N FRC
1 N Zwischenstopp Marienthal
1 N Windhoek
Damit hättet Ihr Puffer, falls die Rückfahrt nicht problemlos ist. Niemals nicht würde ich um 17 Uhr am Flughafen das Fahrzeug abgeben, wenn ich erst 20.30 fliege. Da langweilst Du Dich ja am Flughafen zu Tode. Zwei Stunden vor Abflug. sind aus meiner Erfahrung mehr als reichlich. Eher überlegen, ob Ihr einen Tag früher das Auto abgebt und einen Transfer von der Unterkunft in Anspruch nehmt.
LG Sanne
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
madin66 Beiträge · seit 201926. Feb. 2025 · #6Viele Mietwagen werden mit einem Tracker ausgerüstet, mit denen auch die Tageskilometeranzahl kontrolliert werden wird.
So könnte bei einem Unfall und höherer Kilometeranzahl auf Fahrlässigkeit wegen Übermüdung geschlossen werden.
Ob das Argument dann zählt, dass man sich am Steuer abgewechselt hat?
Weshalb wir unsere Tagesetappen auf max. 350 km begrenzen.
utaeleonore600 Beiträge · seit 202226. Feb. 2025 · #7Hallo Desiree,
ich habe vor langer Zeit einige Touren mit Drifters gemacht. Insgesamt 4 (davon Namibia). Alle waren toll, aber ihr seid danach müde. Vor allem, wenn Ihr die Campingtour macht. Ihr macht da die klassische 2 Wochen Tour in 11 Tagen...... Ihr kommt am späten Nachmittag in Windhoek an, da schafft ihr es nicht, noch einen Gewaltmarsch bis zum FRC zu fahren.
Ich würde an Eurer Stelle irgendeine Game Loge im Umkreis von 200km suchen und dort bleiben und entspannen. Bei der Tour kommt die Tierwelt nämlich zu kurz, und da hättet Ihr ein bisschen mehr.
Vermutlich werdet ihr danach sowieso nochmal ins südliche Afrika kommen. Drifters ist klasse und durch die und meinen Studienaufenthalt hat mich das Afrika Fieber gepackt. Meine erste Tour mit Drifters war übrigens mit dem Inhaber selbst, Ken!
XYXynxNet145 Beiträge · seit 201726. Feb. 2025 · #8Ich bin letzten Urlaub trotz größter Bedenken die Strecke Keetmanshoop-Windhuk in einem Stück gefahren. Gut ausgeschlafen war das erstaunlicherweise kein Problem. Ich bin direkt morgens losgefahren und war am späten Nachmittag da.
Die Strecke ist durchgehend asphaltiert. Das südliche Stück zudem relativ neu, breit und sogar mit asphaltierter Bankette. Der nördliche Teil Kalkrand/Mariental bis Windhuk (so genau weiß ich das nicht mehr), ältere namibische Asphaltstraße, die seitlich direkt mit der Straßenmarkierung endet. Da musste man sich beim Überholen von LKWs etwas stärker konzentrieren.
Insofern sollten eure Strecken entfernungsmäßig kein Problem sein.
Die Grundfrage ist allerdings, ob sich die Zeit und Strecke nur für den Canyon-Besuch lohnt. Das muss jeder selbst entscheiden.
Sanne2'462 Beiträge · seit 200626. Feb. 2025 · #9madin schrieb:Viele Mietwagen werden mit einem Tracker ausgerüstet, mit denen auch die Tageskilometeranzahl kontrolliert werden wird.
So könnte bei einem Unfall und höherer Kilometeranzahl auf Fahrlässigkeit wegen Übermüdung geschlossen werden.
Ob das Argument dann zählt, dass man sich am Steuer abgewechselt hat?
Weshalb wir unsere Tagesetappen auf max. 350 km begrenzen.
Ich habe noch nie einen Vertrag unterschrieben, in denen es eine Beschränkung der Tageskilometer gab. Welcher Anbieter soll das sein?
Wir begrenzen unsere Etappen nach Fahrzeit und "Ödnis" der Strecke, die Kilometer sind für uns nicht wirklich relevant. Aber das muss jeder für sich entscheiden. 😉
"Der letzte Beweis von Größe liegt darin, Kritik ohne Groll zu ertragen." Victor Hugo
DEDesireeThemenstarter3 Beiträge · seit 202527. Feb. 2025 · #10Vielen Dank euch allen für diese schnellen ersten Inputs. Wir werden uns das jetzt am Wochenende noch einmal durchdenken!
DEDesireeThemenstarter3 Beiträge · seit 202527. Feb. 2025 · #11utaeleonore schrieb:Hallo Desiree,
ich habe vor langer Zeit einige Touren mit Drifters gemacht. Insgesamt 4 (davon Namibia). Alle waren toll, aber ihr seid danach müde. Vor allem, wenn Ihr die Campingtour macht. Ihr macht da die klassische 2 Wochen Tour in 11 Tagen...... Ihr kommt am späten Nachmittag in Windhoek an, da schafft ihr es nicht, noch einen Gewaltmarsch bis zum FRC zu fahren.
Ich würde an Eurer Stelle irgendeine Game Loge im Umkreis von 200km suchen und dort bleiben und entspannen. Bei der Tour kommt die Tierwelt nämlich zu kurz, und da hättet Ihr ein bisschen mehr.
Vermutlich werdet ihr danach sowieso nochmal ins südliche Afrika kommen. Drifters ist klasse und durch die und meinen Studienaufenthalt hat mich das Afrika Fieber gepackt. Meine erste Tour mit Drifters war übrigens mit dem Inhaber selbst, Ken!
Oh, das freut mich natürlich, dass du gute Erfahrungen mit Drifters gemacht hast. Da steigt die Vorfreude gleich noch einmal richtig.
Wir sind übrigens nicht in der Camping-Tour, sondern in der Accommodated-Tour, aber ja, ich kann mir vorstellen, dass wir trotzdem müde sein werden. Das ist sicher ein Punkt. 😄 Wir haben dann auch noch zuerst eine Nacht in Windhoek, also würden nicht sofort nach der Rückkehr am Nachmittag gleich noch weiterfahren, sondern erst am nächsten Tag in der Früh das Auto holen und dann losdüsen.
Die Tierwelt ist uns natürlich schon auch sehr wichtig. Ich hätte gehofft auf der Tour im Etosha einiges zu sehen. Und sind schon direkt nach Ankunft 2 Nächte in der Nähe von Windhoek in einer Game Lodge (für eine sanfte Ankunft mit hoffentlich ersten tollen Eindrücken sozusagen 🙂 )