Hallo zusammen,
Diese Mauritius-Reise ist eine Geburtstagsreise. Wir dachten uns: Warum sich den Stress antun und zwischen all den Weihnachtsfeiern noch eine große Party zum runden Geburtstag organisieren, wenn wir uns doch auch auf einer schönen warmen Insel verwöhnen lassen könnten.
Also haben wir unsere beiden Töchter eingeladen und unseren Geburtstag auf Mauritius verlegt. Uwe hatte schon im November und meiner ist am 18. Dezember.
So fällt unser Reisedatum auf den 4. - 19. Dezember.
Für Uwe und mich ist es der zweite Besuch auf dieser schönen Insel. Beim ersten waren wir am Lemorne ganz im Südwesten. Aber im Dezember ist das Wetter nicht mehr ideal und im Norden soll es stabiler sein. Deswegen fällt unsere Hotelwahl auf das Lagoon Attitude im Norden. Die Fahrtzeit vom Flughafen beträgt ungefähr 1 Std. 20.

Was wir unternehmen werden:
Sonnenuntergangs-Katamaranfahrt
Schnuppertauchkurs für Uwe und Vanessa (fiel wegen eines Buchungsfehlers aus)
Quad-Tour in Bel Ombre
Privat geführte Wanderung im Südwesten
Ganztägige Katamaranfahrt
Casela Nature Parks
Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden
Kapelle Notre-Dame Auxiliatrice (Cap Malheureux)
Île aux Aigrettes
Blue Cascade (leider nicht gefunden)
La Vallée de Ferney
Plantation Vanille de Saint Julien d'Hotman
Los geht's
Am 4.Dezember. startet unser Flug mit Emirate von Zürich nach Doha. Pünktlich um 14.30 Uhr gehen wir die Luft.
Mit an Bord sind Uwe, unsere 26jährige Tochter Vanessa und ich. Alicia (28) fliegt ab München. In Doha treffen wir uns und fliegen mit der gleichen Anschlussmaschine weiter nach Mauritius. Alicia wollte nur für eine Woche mitkommen und möchte hauptsächlich ihre Zeit mit Relaxen am Pool verbringen. Vanessa und ich sind für fast alles zu haben und Uwe irgendwo dazwischen. Insofern bietet Mauritius die perfekte Ausgangslage für uns alle.

Na das fängt ja schon ganz anders an als vorgestellt!
Der erste Flug dauert etwa 6,5 Stunden. Unsere Maschinen kommen fast zeitgleich an. Wir treffen Alicia, die Migräne hat und ziemlich elend aussieht.
Während Uwe bei Alicia im Wartebereich sitzt und mit ihr leidet, nutzen Vanessa und ich die Zeit, um uns ein wenig die Beine zu vertreten. Meinen Mantel lasse ich bei Uwe.
Wir gönnen uns einen völlig überteuerten Kaffee und einen Wrap. Der Aufpreis macht das Kraut dann auch nicht mehr fett.
Zum Boarding kommen uns Uwe und Alicia bereits entgegen. Allerdings sehe ich meinen Mantel nicht. Ich bekomme kurz Herzrhythmusstörungen. Uwe hat mehrfach versucht, mich telefonisch zu erreichen, aber jedes Mal brach die Verbindung ab, wenn ich den Anruf annehmen wollte.
Er ist sich nicht mehr sicher, ob ich den Mantel vielleicht doch mitgenommen habe. Nein, habe ich nicht! Jetzt ist guter Rat teuer. Beim besten Willen kann ich mir nicht vorstellen, dass ich mein geliebtes Mäntelchen jemals wiedersehen werde.
Mal eben zurück in den Wartebereich zu gehen, ist leider nicht mehr möglich. Uwe wendet sich an das Sicherheitspersonal, erklärt die Situation und trabt in deren Begleitung davon. Zwanzig Minuten später kommt er siegesstrahlend mit meinem Mantel zurück.
Uns fällt beiden ein Stein vom Herzen.
Das Ende vor dem Anfang?
Während des zweiten Fluges sagt Uwe zu mir: „Ich glaube, ich bekomme einen Gichtanfall.“
Bitte nicht!
Das würde starke Schmerzen bedeuten. Schon die Berührung einer Bettdecke kann dann zur Qual werden. Der Fuß schwillt an, und an längere Spaziergänge oder Ausflüge ist kaum noch zu denken. Bis er wieder schmerzfrei wäre, würde es zwei bis drei Wochen dauern.
Das wäre der Super-GAU. Das Ende unseres Mauritius-Urlaubs, noch bevor er überhaupt begonnen hat.
Kofferalptraum
Wir landen einigermaßen pünktlich um ca. 9.20 Uhr.
Die Gepäckabholung dauert extrem lange, weil eine A380 zeitgleich mit unserer Ankunft unzählige Passagiere ausspuckt.
Am Ende fehlt uns ein Koffer. Der Alptraum auf Reisen.
Unser Band läuft nur noch leer. Die letzten Passagiere ziehen ihres Weges und wir stehen da und glauben es nicht.
Das Band läuft immer noch, aber es kommen keine Koffer mehr.
Dann ruft ein Mitarbeiter und macht uns darauf aufmerksam, dass auf dem anderen Band noch ein Koffer sein einsames Dasein fristet. Bingo, das ist unserer! Man hört den Stein plumpsen, der Vanessa von der Seele fällt.
Gerade als wir das Gebäude verlassen, kommt der Überbringer unseres Leihwagens an. Der hätte uns ganz schön warten lassen, wenn es diese Verzögerungen nicht gegeben hätte.
Draußen werden wir von 26 Grad und schönstem Sonnenschein umarmt. Die Vögel zwitschern und es geht ein angenehmes Lüftchen.
Mit unserem Gepäck wird es eng im Fahrzeug. Ein Handgepäckkoffer muss mit auf die Rückbank, zwischen die Mädels und einen nimmt Vanessa auf den Schoß.
Gegen halb eins erreichen wir unser Ziel.
Wir fahren vor, steigen aus und ein Mitarbeiter nimmt uns den Schlüssel ab, versorgt unser Gepäck und parkt das Fahrzeug. Den Schlüssel bekommen wir zurück, wenn wir zum Zimmer gebracht werden.
Endlich da und ziemlich erschöpft
Im Empfangsbereich - oder besser davor, bekommen wir ein Willkommensgetränk und erledigen den Papierkram.


Unsere Zimmer sind noch nicht bezugsbereit, daher schlendern wir schon mal ein bisschen über die Anlage und freuen uns über die Idylle und das Meer.



Wir sind echt kaputt. Von Haustür zu Haustür waren wir über 26 Std. unterwegs.

































