Reisebericht

Caprivi extra dry - "Fünf Flüsse"-Tour 2024

von Sangwali · begonnen 15. Dez. 2024 · 24 Teile

Teil 2110. Jan. 2025
Tag 18: Freitag, 15.11.2024

So langsam ging unsere diesjährige Fahrt dem Ende entgegen. Weitere Nationalparks standen nun nicht mehr auf dem Programm. Am Morgen
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hatten wir wieder schönstes Wetter und das Frühstück auf der großen Terrasse über dem Fluss genossen wir noch einmal in ganzen Zügen.
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Die anschließende Fahrt von der Ndhovu Safari Lodge zur Hakusembe River Lodge war in etwa genauso lang wie Etappe vom Kwando zum Kavango:
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Ralf von der Ndhovu Lodge hatte uns erzählt, dass auch in der Hakusembe Lodge wegen des niedrigen Wasserstandes keine Boatcruises angeboten würden. Daher hatten wir wieder alle Zeit der Welt und beschlossen, die komplette Strecke bis Rundu über die D3431 entlang des Kavango-Ufers zu fahren. Die Strecke war sehr gut gegradet und man kam so flott voran, dass wir alles in allem kaum eine Stunde länger benötigten, als wir über die B8 gebraucht hätten. Leider sah man den Kavango nur selten. Dort wo der Cuito aus Norden kommend in den Kavango mündet, konnte man die Stadt Dirico sehr gut ausmachen. Die Fahrt war sicher abwechslungsreicher als über die B8 und wenn man die Zeit hat, ist diese Route eine schöne Alternative.

Etwa um 14:00 Uhr kamen wir in der Hakusembe Lodge an, die wir schon aus 2017 kannten. Es ist halt eine große Gondwana-Lodge, die ein wenig darunter leidet, dass praktisch nur Gäste dort sind, die eine Nacht bleiben. Daher hat man immer ein bisschen das Gefühl, man ist auf der Durchreise (was man ja auch ist). Das Personal ist dennoch sehr bemüht und alles ist top. 2022 hatten wir auf unserem Weg Richtung Etosha die Taranga Safari Lodge gewählt, die aber u. E. keine wirklich gute Alternative zu Hakusembe ist, wenngleich deutlich kleiner und damit etwas „familiärer“.
Der Himmel zog sich am Nachmittag deutlich zu
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und am Abend zeigte er sich von einer dramatisch-schönen Seite:
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Kurz vor dem Diner dann ein Weltuntergangsgewitter. Trotz Schirmen in den Chalets sind wir nur mit nassen Füssen bis ins Restaurant gekommen. Andere traf es schlimmer: Mehrere Mitglieder einer kleinen französischen Reisegruppe musste schnell ihr Chalet räumen, offenbar weil es unter Wasser stand. Die Armen mussten dann im strömenden Regen ihr Gepäck von der einen Seite der Lodge zur anderen Seite schaffen, um ein neues Chalet zu beziehen. Des einen Freud, des andern Leid.
Der Rest des Abends verlief unspektakulär.

Tag 19: Samstag, 16.11.2024

Am nächsten Morgen war der Himmel wieder blau. In Angola ist Samstag Waschtag – ähnlich wie bei uns :P:
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Nach dem Frühstück ging es ans Bezahlen. Zwar waren Übernachtung und Diner schon beglichen, aber die Getränke noch nicht. Leider war die ganze Lodge offline, so dass wir nicht mit CC bezahlen konnten, sondern nur bar. Unser restliches Bargeld war jedoch begrenzt, so dass wir leider ein Mitbringsel aus dem Shop zurücklassen mussten. Blöd.

Fazit Hakusembe River Lodge (1 Nacht)
Unterkunft: 5 von 5
Essen: 3,5 von 5
Service: 4,5 von 5
Preis-Leistungsverhältnis: 4 von 5
Eine typische Transitunterkunft. Top-Zimmer, Service beflissen, Diner war Buffet, Qualität ging so. Hinzu kam, dass es eine große Lodge ist, die eigentlich auch immer gut gefüllt ist. Am Buffet haben leider einige Gäste die gängigsten Benimmregeln komplett vergessen. Ein schon recht vorgealterter Gast kam tatsächlich in einer tief eingeschnittenen und sicher 40 Jahre alten Speedo-Badehose ins Restaurant, dachte sich aber ganz offenbar nix dabei 🤢. Das Personal hat sich schon manchmal echt zusammenreißen müssen. Nun denn.

Heute hatten wir die mit Abstand längste Strecke zu bewältigen mit 468 km:
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Da wir jetzt keinerlei Bargeld mehr hatten, mussten wir vorsichtshalber vor dem Aufbruch in Rundu noch schnell ein paar Dollar ziehen. Dann ging es auf die öde B8 Richtung Südwesten:
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Da wir jetzt wieder flüssig waren, konnten wir in den Outskirts von Rundu noch einen schönen hölzernen Elefanten „ab Werk“ erstehen, wovon man ja bekanntlich nie genug haben kann … Weiter ging die wilde Fahrt
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Zwischen Otavi und Otjiwarongo sahen wir linker Hand eine riesige Aufschüttung, die wie eine Abraumhalde aussah. Dies hatten wir 2022 übersehen oder sie war womöglich noch nicht so groß. Später in der Lodge erfuhren wir, dass es sich um den Abraum aus dem Otjikoto-Goldbergwerk von B2Gold handele, dessen Betrieb aber in Kürze eingestellt werden solle. Auf Maps kann man sich die Mine ganz gut anschauen. In der Nähe sichteten wir dann unsere ersten und einzigen Oryxe sowie kurz darauf auf einem Farmgelände diese seltsamen Viecher, die wir bisher noch nie in Namibia gesehen hatten: Blessböcke
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Später erfuhren wir, dass diese dort gezüchtet würden, wohl auch für unser heutiges Ziel, die Frans Indongo Lodge. Gegenüber sichtete ich dann diesen Piepmatz, den ich bisher leider noch nicht identifizieren konnte. Ich weiß, die Aufnahme ist schlecht und nachbearbeitet, aber wenn jemand eine Idee hat? Sabotalerche? Bin mir nicht sicher
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Knapp 30 km vor Otjiwarongo dann der Abzweig auf die D 2433 zur Frans Indongo Lodge, die kurz darauf erreicht war. Hier waren wir zum ersten Mal. Für unserer Rückreise hatten wir hier zwei Nächte eingeplant, um uns vor dem Heimflug noch ein wenig zu entspannen und abzuhängen.
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Die Zimmer waren toll
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wie auch die ganze Anlage und das Personal äußerst zugewandt und freundlich. Die Lodge ist entstanden nach den Vorstellungen von Frans Indongo, die Anlage sollte quasi an ein Ovambodorf erinnern. Herr Indongo lebt übrigens in hohem Alter gleich auf der benachbarten Farm und kommt dem Vernehmen nach manchmal zum Diner rüber in die Lodge.

Die verbliebenen Nachmittagsstunden verbrachten wir am tadellos gepflegten Pool mit Blick auf das Wasserloch und das weitläufige Savannengelände vor der Lodge. Es waren nicht viele Gäste vor Ort, aber viele Tiere. Tatsächlich hatte Herr Indongo wohl die Vorstellung, auf seinem Lodgegelände Tieren einen Lebensraum zu geben, die sonst nicht in Namibia heimisch sind. Dazu gehörten

Nyala (wbl.)
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Auf die Frage, ob es denn auch einen Bock dazu gäbe, meinte Alf Walter, der Manager der Lodge, der sei unlängst von Geparden gerissen worden …

weiße Blessböcke
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dunkle Blessböcke
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Weißschwanzgnus
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aber natürlich auch Wasserböcke und Pferdeantilopen:
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Man kam sich schon ein wenig vor wie im Zoo, wenngleich es andererseits natürlich schön ist, auch solche Tiere einmal zu sehen. Fortsetzung folgt.
Teil 2212. Jan. 2025
Tag 20: Sonntag, 17.11.2024

Heute gab es wieder einen strahlend schönen Tag.
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Beim Frühstück sahen wir mehrere schöne Maskenweber in den Bäumen herumspringen:

Maskenweber (Southern Masked Weaver)
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Wir wollten uns mal wieder ein bisschen bewegen und so bot es sich an, am Morgen eine der angebotenen Wanderungen auf dem Gelände zu unternehmen. Dazu bekommt man eine kurze Erläuterung und eine Karte. Verlaufen kann man sich nicht. Die Wanderung war aber anstrengend und landschaftlich nicht sehr spektakulär. Zudem wurde es rasch ziemlich heiß. Gegenüber vom Lodgegelände kann man einen kleinen Berg erklimmen, von dem aus man einen tollen Rundumblick hat, auch in Richtung Waterberg:
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Gegen Mittag waren wir zurück und verbrachten die erste Hälfte des Nachmittag am Pool, wobei mir das eine oder andere Federvieh vor die Linse kam:

Felsenschwalbe (Rock Martin)
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Bindennektarvogel (Marico Sunbird)
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Hier war ich mir recht unsicher, um welchen Nektarvogel genau es sich handelte, weil ich ihn nicht von vorne auf´s Bild bekam. Aber nach Bearbeitung des Bildes, dem Verbreitungsgebiet und der eindeutigen Stimmenbestätigung der Bird Net App, glaube ich, dass es sich um einen Marico handelt.

Rosenköpfchen (Rosy-faced Lovebird)
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Für den späten Nachmittag hatten wir uns dann zum Farm Drive angemeldet und hatten erst Sorge, dass er vielleicht nicht stattfinden könnte, denn der Himmel wurde bedenklich dunkel:
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Doch bei uns kamen nicht mehr als ein paar dürre Tröpfchen runter. Die Fahrt haben wir gemeinsam mit einem weiteren, sehr netten Pärchen gemacht, die später dann auch bei uns auf dem Rückflug im Flieger saßen.
Auf die Frage, ob wir denn auch die ansässigen Rhinos sehen würden, tat der Fahrer recht geheimnisvoll und meinte „sometimes we see, sometimes we don´t“. Angeblich soll es neben White Rhinos auch Black Rhinos und auch Elen auf dem Gelände geben. Wir waren gespannt. Zunächst sahen wir nochmal Weißschwanzgnus:
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Kurz darauf sahen wir am Ende einer geraden Piste durch das Gelände einen weißen Pickup um die Ecke biegen. Als wir darauf zuhielten und den Punkt erreichten, sahen wir, was der dort gemacht hatte: Die White Rhinos hatten gerade eine Menge frisches „Lieblingsgras“ bekommen, damit sie ja auch nur pünktlich vor Ort sind. Vorbei mit der Geheimnistuerei 🙄.
Schön war, dass die Gruppe um einen großen Bullen, zwei ausgewachsene Kühe und einen Teenager auch zwei verschieden große Kälber dabei hatten. In aller Ruhe machten sie sich über das frische Gras her, wobei sie sich gelegentlich ruppig mit dem Horn aus dem Weg schoben. Die Kleinen waren allerliebst:
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Dennoch. White Rhinos hatten wir auf Goche Ganas und am Waterberg schon in deutlich beeindruckender Umgebung und in etwas „authentischerem“ Setting gesehen. Sehr viel mehr sahen wir leider nicht mehr auf der Rundfahrt. Der Abend klang dann wieder bei einem leckeren Abendessen aus. Aber egal, dass die Lodge nicht Etosha ist, wussten wir ja vorher. Immerhin hatten die Rhinos die Big Five vollgemacht 😁.
Bald folgt dann der letzte Teil.
Teil 2313. Jan. 2025
Tag 21: Montag, 18.11.2024

Heute ging es auf zum letzten vollen Urlaubstag. Die letzte Nacht wollten wir auf der Auas Safari Lodge verbringen. Doch nach dem Frühstück und dem Check Out wurde zunächst der dritte Jump Start notwendig. Zum dritten Mal stand das Auto länger als 30 Stunden. Alf Walter meinte, dass eine derart schwächelnde Batterie nicht ganz untypisch für 3 Jahre alte Autos sei. Er meinte, es gäbe schon ein Qualitätsproblem mit den im südlichen Afrika erhältlichen Batterien. Nun ja, sollte SCR sich damit auseinandersetzen.

Fazit Frans Indongo Lodge (2 Nächte)
Unterkunft: 4,5 von 5
Essen: 4,5 von 5
Service: 5 von 5
Preis-Leistungsverhältnis: 4,5 von 5
Für die letzten Übernachtungen vor dem Heimflug oder auch als Stopover Richtung Norden sicher eine geeignete Unterkunft. Die Unterkünfte waren sehr schön, wenn auch die Chalets etwas nah beieinander standen, daher nicht die volle Punktzahl. Schöner Garten, prima Pool und ein Zoo vor der Terrasse 😉. Herausragend das Personal und das Management, sehr persönlich und aufmerksam.
Man kann ein bisschen auf eigene Faust Wandern (oder besser Spazierengehen) und von dort auch prima Ausflüge machen, z. B. zum Waterberg, zum Cheetah Conservation Fund, nach Otjiwarongo (z. B. zur Crocodile Farm) oder einfach nur Faulenzen. Aus unserer Sicht empfehlenswert.

Die vor uns liegenden rund 350 km:
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Vor der Fahrt gen Windhoek hatte Alf uns gefragt, ob wir nicht eine Mitarbeiterin aus dem Service mit nach Otjiwarongo nehmen könnten, was wir natürlich zugesagt haben. Die junge Dame erzählte uns auf der kurzen Fahrt von ihrem, wir ihr von unserem Leben, sehr nett war das. Witzigerweise war sie vorher in der Hakusembe Lodge beschäftigt, was ihr aber nicht so gut gefallen hätte, nicht nur wegen der Entfernung. Sie meinte, die Arbeit in der Frans Indongo Lodge wäre genau richtig für sie, es sei so ein nettes Team und so ein nettes Management, für sie würde alles passen. Sie war auf dem Weg nach Hause in Okakarara und hatte eine Woche frei. Das Angebot, sie bis zum Abzweig der C22 mitzunehmen, wies sie aber zurück mit dem Argument, von dort aus bekäme sie kein Taxi mehr. So fuhr sie dann mit dem Taxi vom Busbahnhof Otjiwarongo nach Hause.

Für uns ging es weiter gen Windhoek. Wer kennt sie nicht: Die Zwillingshügel zwischen Otjowarongo und Okahandja (wie wir sie bei uns insgeheim nennen, schreibe ich hier lieber nicht, es könnten ja Minderjährige mitlesen 😊):
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Übrigens kann man sie meist auch auf dem Landeanflug auf Windhoek gut ausmachen. Ab Okahandja ging es dann auf die neue Autobahn. Die Holzschnitzermärkte in Okahandja werden darunter ordentlich leiden. Man kommt sehr flott voran, aber Kühe und Händler auf der „Autobahn“ sind doch manchmal etwas gewöhnungsbedürftig. Man sollte schon nicht meinen, man wäre auf dem Kölner Ring.
In Windhoek angekommen haben wir noch kurz das Craft Center in der Talstraße angesteuert, um noch ein paar Mitbringsel zu suchen und etwas zum Lunch zu uns zu nehmen. Danach ging es auf die letzten km bis zur Auas Safari Lodge, wo wir etwa gegen 15:00 Uhr ankamen:
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Die Zimmer sind quasi Reihenhäuser, Kopf an Kopf gebaut und mit einer Verbindungstür versehen. Wenn es voll ist könnten wir uns vorstellen, kann man evtl. von den „Kopf-an-Kopf-Nachbarn“ etwas mitbekommen. Bei uns war es zum Glück leer. Außerdem ist nur die eine Reihe auf das Wasserloch und die Savanne ausgerichtet, auf der gegenüberliegenden Reihe schaut man auf den Parkplatz, wenn man auf der Terrasse sitzt. Ein weiterer Minuspunkt ist das sehr enge und fensterlose, daher etwas muffig anmutende Bad.
Die Anlage selbst ist aber super, toller Pool, schöne Möglichkeiten zum Abhängen und ein gut besuchtes Wasserloch. Wermutstropfen auch hier: Letschwe!
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Ich finde die sollte man hier nicht „ausstellen“. Ansonsten gab es Impala, Wasserböcke, Kudus, eine große Gruppe Rappenantilopen, Streifengnus und natürlich Warzis sowie einiges an Geflügel:

Große Streifenschwalbe (Greater Striped Swallow)
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Hammerkopf (Hamerkop)
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Rotschulter-Glanzstar (Cape Glossy Starling)
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Bergstar (Pale-winged Starling)
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Den Rest des Tages hingen wir noch ab und lasen, schon bald gab es Diner.

Tag 22: Dienstag, 19.11.2024

Tag der Rückreise. Glücklicherweise konnten wir das Zimmer bis zu unserer Abreise gegen 14:00 Uhr für kleines Geld behalten, was auch andere Gäste nutzten. Offenbar ist man hier drauf eingestellt. So konnten wir noch schön den ganzen Vormittag am Pool lesen, faulenzen, noch das eine oder andere Feder- und Felltier ablichten:

Elsterdrossling (Southern Pied Babbler)
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Gabelracke (Lilac-breasted Roller)
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Warzi, Wasserbock, Kapturteltaube
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bevor wir dann noch ein Lunch zu uns nahmen und danach dann nochmal duschten und in aller Ruhe packten.

Fazit Auas Safari Lodge (1 Nacht)
Unterkunft: 3 von 5
Essen: 3 von 5
Service: 3,5 von 5
Preis-Leistungsverhältnis: 4 von 5
Auch hier gilt: Für eine letzte Nacht vor dem Abflug sicher eine geeignete Wahl. Abseits gelegen und doch flughafennah, sehr ruhig, man kann die Freizeit gut verbringen und sieht auch noch ein paar Tiere zum Abschied. Sehr gut war die Möglichkeit zum Late Check Out zum kleinen Preis.

Da wir am Flughafen noch tanken mussten, hatten wir ein wenig mehr Zeit für die Fahrt nach Kappsfarm einplant und brachen gegen 14:00 Uhr auf. Die letzten vor uns liegenden rund 92 km:
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Die Übergabe bei SCR gestaltete sich reibungslos, obwohl das Auto nicht ganz so sauber war, wie es hätte sein können 😕, den Hinweis auf das Batterie-Problem nahm man dankbar entgegen und schon ging es mit dem Shuttle zum HKIA, wo wir dann noch ein paar Stunden herumgammeln mussten.

Witzigerweise (bekanntlich war ja Wahlkampf) kam gegen 18:00 Uhr auf einmal Musik auf und siehe da: Panduleni Itula, der Präsidentschaftskandidat der IPC (Independent Patriots for Change) gab sich die Ehre, ließ sich besingen und hielt eine (sehr) knappe Ansprache vor dem Terminal, bevor er dann mit seiner Entourage wieder davonbrauste. Zählbar gebracht hat ihm der Auftritt bekanntlich nichts.
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Pünktlich ging es dann ans Boarden, pünktlich ging auch unser Flieger raus und unsere fünfte Reise nach Namibia ging zu Ende.
In Kürze folgt dann noch ein Fazit dieser Reise.
Teil 2418. Jan. 2025
Epilog:

So, wie angedroht noch ein kleiner Nachklapp.
Caprivi extra dry - ja so war´s tatsächlich. Wir hatten all die Monate vor der Reise von der erschreckenden Dürre im südlichen Afrika gehört und auch die Meldungen über die Schlachtung von Wildtieren aufgrund der Ernährungssituation.
Zum Zeitpunkt der Buchung etwa ein Jahr vor Reiseantritt konnte man ja noch nicht einmal ahnen, wie die beginnende rainy season 23/24 ausfallen würde. Und tatsächlich hat uns die Dürre die ganze Zeit begleitet und betroffen gemacht, besonders drastisch am Chobe und in Savuti. Dennoch war die Reise an die "fünf" Flüsse an sich wieder einmal ein tolles Erlebnis. Wir hatten so viele Sichtungen wie auf kaum einer Reise zuvor, darunter auch (für uns) ganz besondere, wie die Sitatungas, die Wild Dogs oder die Fruit Bat und immerhin 20 Erstsichtungen beim Geflügel. In den Caprivi würden wir immer wieder reisen, aber vermutlich nicht mehr auf dem Zenit der Trockenzeit.
Sehr schade war natürlich, dass der Tagesausflug zu den Ngonye-Fällen nicht stattgefunden hat. Beim nächsten mal!

Zambezi
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Was hätten wir anders gemacht?
Wenig. Die Entscheidung, nach Katima zu fliegen und erst dort zu starten, war genau richtig. Man ist gleich mittendrin und am Zambezi zu akklimatisieren war auch wunderschön. Der Mehrpreis war es (uns) wert, denn anstelle von Reisezeit im Auto hat man mehr „Me-Time“ und kann die eine oder andere Nacht mehr dort verbringen, wo Brehm´s Tierleben spielt. Das Auto statt am Flughafen vielleicht erst in der Lodge entgegenzunehmen, hätte nochmal ein wenig Mehrausgaben kompensieren können. Insgesamt sind wir auf der diesjährigen Runde „nur“ 2.916 km gefahren (davon allerdings auch nur 834 untarred). Im Vergleich: Auf einer ganz ähnlichen Runde vor zwei Jahren waren es über 1.500 km mehr.

Chobe
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Die 2 Nächte in Thobolo´s hätten wir besser am Panhandle investiert und vielleicht stattdessen zwei Nächte in Drotzky´s Cabin, Xaro oder Guma Lagoon verbracht. Aber Savuti mal gesehen zu haben, hatte auch was und der Aufenthalt in Thobolo´s war auch sehr nett.

Linyanti
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Das Fahrzeug und sein Verleiher SCR haben uns erneut überzeugt, immer wieder gerne - von dem kleinen, aber beherrschbaren Batterieproblem abgesehen. Auch die ganze Abwicklung und Betreuung durch NCAT war wieder sehr angenehm, auch da gilt: Immer wieder gerne. Selbst der Flug gab keinen Grund zur Beanstandung. Auf dem Rückflug hatten wir sogar Premium Economy ohne Aufpreis (wurde uns bei der Buchung mit der Anfrage nach den more legroom-Plätzen schon zugewiesen 😊.

Kwando
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Lodges, die wir in der Flüsse-Region immer wieder aufsuchen würden: Zambezi Mubala (aber nur für 2 Nächte), Nkasa Lupala, Camp Kwando. In Divundu / Bagani würden wir wohl auch die White Sands gerne mal ausprobieren wollen.

Kavango
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Auch wenn wir uns - wie vermutlich ja jede/r hier - in das Land verliebt haben, wird es zumindest bis auf absehbare Zeit wohl unsere letzte Reise nach Namibia gewesen sein. Auch wenn es noch so schön war, der Zauber des Erstmaligen war irgendwie nicht mehr da. Den Genuss vor Ort hat das nicht getrübt, aber im Rückspiegel wurde das schon deutlich. Nun stehen erst einmal andere Weltregionen auf dem Plan, v. a. die USA, und wer weiß, vielleicht ja auch mal irgendwann Südamerika (Patagonien? Iguazu?). Jedenfalls gibt es noch viel zu sehen. Vielleicht steht eines Tages noch die Reise vom Kap hoch nach Windhoek an, aber wer weiß das schon?
In diesem Sinne: Danke an alle, die mitgelesen haben und mitgereist sind! LG Robert
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