Tag 18: Freitag, 15.11.2024
So langsam ging unsere diesjährige Fahrt dem Ende entgegen. Weitere Nationalparks standen nun nicht mehr auf dem Programm. Am Morgen
hatten wir wieder schönstes Wetter und das Frühstück auf der großen Terrasse über dem Fluss genossen wir noch einmal in ganzen Zügen.
Die anschließende Fahrt von der Ndhovu Safari Lodge zur Hakusembe River Lodge war in etwa genauso lang wie Etappe vom Kwando zum Kavango:
Ralf von der Ndhovu Lodge hatte uns erzählt, dass auch in der Hakusembe Lodge wegen des niedrigen Wasserstandes keine Boatcruises angeboten würden. Daher hatten wir wieder alle Zeit der Welt und beschlossen, die komplette Strecke bis Rundu über die D3431 entlang des Kavango-Ufers zu fahren. Die Strecke war sehr gut gegradet und man kam so flott voran, dass wir alles in allem kaum eine Stunde länger benötigten, als wir über die B8 gebraucht hätten. Leider sah man den Kavango nur selten. Dort wo der Cuito aus Norden kommend in den Kavango mündet, konnte man die Stadt Dirico sehr gut ausmachen. Die Fahrt war sicher abwechslungsreicher als über die B8 und wenn man die Zeit hat, ist diese Route eine schöne Alternative.
Etwa um 14:00 Uhr kamen wir in der Hakusembe Lodge an, die wir schon aus 2017 kannten. Es ist halt eine große Gondwana-Lodge, die ein wenig darunter leidet, dass praktisch nur Gäste dort sind, die eine Nacht bleiben. Daher hat man immer ein bisschen das Gefühl, man ist auf der Durchreise (was man ja auch ist). Das Personal ist dennoch sehr bemüht und alles ist top. 2022 hatten wir auf unserem Weg Richtung Etosha die Taranga Safari Lodge gewählt, die aber u. E. keine wirklich gute Alternative zu Hakusembe ist, wenngleich deutlich kleiner und damit etwas „familiärer“.
Der Himmel zog sich am Nachmittag deutlich zu
und am Abend zeigte er sich von einer dramatisch-schönen Seite:
Kurz vor dem Diner dann ein Weltuntergangsgewitter. Trotz Schirmen in den Chalets sind wir nur mit nassen Füssen bis ins Restaurant gekommen. Andere traf es schlimmer: Mehrere Mitglieder einer kleinen französischen Reisegruppe musste schnell ihr Chalet räumen, offenbar weil es unter Wasser stand. Die Armen mussten dann im strömenden Regen ihr Gepäck von der einen Seite der Lodge zur anderen Seite schaffen, um ein neues Chalet zu beziehen. Des einen Freud, des andern Leid.
Der Rest des Abends verlief unspektakulär.
Tag 19: Samstag, 16.11.2024
Am nächsten Morgen war der Himmel wieder blau. In Angola ist Samstag Waschtag – ähnlich wie bei uns :P:.JPG)
Nach dem Frühstück ging es ans Bezahlen. Zwar waren Übernachtung und Diner schon beglichen, aber die Getränke noch nicht. Leider war die ganze Lodge offline, so dass wir nicht mit CC bezahlen konnten, sondern nur bar. Unser restliches Bargeld war jedoch begrenzt, so dass wir leider ein Mitbringsel aus dem Shop zurücklassen mussten. Blöd.
Fazit Hakusembe River Lodge (1 Nacht)
Unterkunft: 5 von 5
Essen: 3,5 von 5
Service: 4,5 von 5
Preis-Leistungsverhältnis: 4 von 5
Eine typische Transitunterkunft. Top-Zimmer, Service beflissen, Diner war Buffet, Qualität ging so. Hinzu kam, dass es eine große Lodge ist, die eigentlich auch immer gut gefüllt ist. Am Buffet haben leider einige Gäste die gängigsten Benimmregeln komplett vergessen. Ein schon recht vorgealterter Gast kam tatsächlich in einer tief eingeschnittenen und sicher 40 Jahre alten Speedo-Badehose ins Restaurant, dachte sich aber ganz offenbar nix dabei 🤢. Das Personal hat sich schon manchmal echt zusammenreißen müssen. Nun denn.
Heute hatten wir die mit Abstand längste Strecke zu bewältigen mit 468 km:
Da wir jetzt keinerlei Bargeld mehr hatten, mussten wir vorsichtshalber vor dem Aufbruch in Rundu noch schnell ein paar Dollar ziehen. Dann ging es auf die öde B8 Richtung Südwesten:.jpg)
Da wir jetzt wieder flüssig waren, konnten wir in den Outskirts von Rundu noch einen schönen hölzernen Elefanten „ab Werk“ erstehen, wovon man ja bekanntlich nie genug haben kann … Weiter ging die wilde Fahrt
Zwischen Otavi und Otjiwarongo sahen wir linker Hand eine riesige Aufschüttung, die wie eine Abraumhalde aussah. Dies hatten wir 2022 übersehen oder sie war womöglich noch nicht so groß. Später in der Lodge erfuhren wir, dass es sich um den Abraum aus dem Otjikoto-Goldbergwerk von B2Gold handele, dessen Betrieb aber in Kürze eingestellt werden solle. Auf Maps kann man sich die Mine ganz gut anschauen. In der Nähe sichteten wir dann unsere ersten und einzigen Oryxe sowie kurz darauf auf einem Farmgelände diese seltsamen Viecher, die wir bisher noch nie in Namibia gesehen hatten: Blessböcke.JPG)
Später erfuhren wir, dass diese dort gezüchtet würden, wohl auch für unser heutiges Ziel, die Frans Indongo Lodge. Gegenüber sichtete ich dann diesen Piepmatz, den ich bisher leider noch nicht identifizieren konnte. Ich weiß, die Aufnahme ist schlecht und nachbearbeitet, aber wenn jemand eine Idee hat? Sabotalerche? Bin mir nicht sicher
Knapp 30 km vor Otjiwarongo dann der Abzweig auf die D 2433 zur Frans Indongo Lodge, die kurz darauf erreicht war. Hier waren wir zum ersten Mal. Für unserer Rückreise hatten wir hier zwei Nächte eingeplant, um uns vor dem Heimflug noch ein wenig zu entspannen und abzuhängen.
Die Zimmer waren toll
wie auch die ganze Anlage und das Personal äußerst zugewandt und freundlich. Die Lodge ist entstanden nach den Vorstellungen von Frans Indongo, die Anlage sollte quasi an ein Ovambodorf erinnern. Herr Indongo lebt übrigens in hohem Alter gleich auf der benachbarten Farm und kommt dem Vernehmen nach manchmal zum Diner rüber in die Lodge.
Die verbliebenen Nachmittagsstunden verbrachten wir am tadellos gepflegten Pool mit Blick auf das Wasserloch und das weitläufige Savannengelände vor der Lodge. Es waren nicht viele Gäste vor Ort, aber viele Tiere. Tatsächlich hatte Herr Indongo wohl die Vorstellung, auf seinem Lodgegelände Tieren einen Lebensraum zu geben, die sonst nicht in Namibia heimisch sind. Dazu gehörten
Nyala (wbl.)
Auf die Frage, ob es denn auch einen Bock dazu gäbe, meinte Alf Walter, der Manager der Lodge, der sei unlängst von Geparden gerissen worden …
weiße Blessböcke
dunkle Blessböcke
Weißschwanzgnus.JPG)
aber natürlich auch Wasserböcke und Pferdeantilopen:.JPG)
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Man kam sich schon ein wenig vor wie im Zoo, wenngleich es andererseits natürlich schön ist, auch solche Tiere einmal zu sehen. Fortsetzung folgt.
So langsam ging unsere diesjährige Fahrt dem Ende entgegen. Weitere Nationalparks standen nun nicht mehr auf dem Programm. Am Morgen
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Etwa um 14:00 Uhr kamen wir in der Hakusembe Lodge an, die wir schon aus 2017 kannten. Es ist halt eine große Gondwana-Lodge, die ein wenig darunter leidet, dass praktisch nur Gäste dort sind, die eine Nacht bleiben. Daher hat man immer ein bisschen das Gefühl, man ist auf der Durchreise (was man ja auch ist). Das Personal ist dennoch sehr bemüht und alles ist top. 2022 hatten wir auf unserem Weg Richtung Etosha die Taranga Safari Lodge gewählt, die aber u. E. keine wirklich gute Alternative zu Hakusembe ist, wenngleich deutlich kleiner und damit etwas „familiärer“.
Der Himmel zog sich am Nachmittag deutlich zu

Der Rest des Abends verlief unspektakulär.
Tag 19: Samstag, 16.11.2024
Am nächsten Morgen war der Himmel wieder blau. In Angola ist Samstag Waschtag – ähnlich wie bei uns :P:
Fazit Hakusembe River Lodge (1 Nacht)
Unterkunft: 5 von 5
Essen: 3,5 von 5
Service: 4,5 von 5
Preis-Leistungsverhältnis: 4 von 5
Eine typische Transitunterkunft. Top-Zimmer, Service beflissen, Diner war Buffet, Qualität ging so. Hinzu kam, dass es eine große Lodge ist, die eigentlich auch immer gut gefüllt ist. Am Buffet haben leider einige Gäste die gängigsten Benimmregeln komplett vergessen. Ein schon recht vorgealterter Gast kam tatsächlich in einer tief eingeschnittenen und sicher 40 Jahre alten Speedo-Badehose ins Restaurant, dachte sich aber ganz offenbar nix dabei 🤢. Das Personal hat sich schon manchmal echt zusammenreißen müssen. Nun denn.
Heute hatten wir die mit Abstand längste Strecke zu bewältigen mit 468 km:
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Die verbliebenen Nachmittagsstunden verbrachten wir am tadellos gepflegten Pool mit Blick auf das Wasserloch und das weitläufige Savannengelände vor der Lodge. Es waren nicht viele Gäste vor Ort, aber viele Tiere. Tatsächlich hatte Herr Indongo wohl die Vorstellung, auf seinem Lodgegelände Tieren einen Lebensraum zu geben, die sonst nicht in Namibia heimisch sind. Dazu gehörten
Nyala (wbl.)
weiße Blessböcke
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