Wie versprochen und angekündigt, habe ich es in die Masai Mara geschafft. Letztes Jahr war das erste Jahr in 25 Jahren, in denen ich nicht zur Gnuwanderung in der Masai Mara war. Doch dieses Jahr gings hin und zwar für 7 Nächte. Meine Gäste waren ein Biologe und ein Zahnarzt mit seiner Gemahlin. Unser Fahrer war diesmal nicht mein “alter” Joseph, sondern Onesmus, der den Gold Badge bei Kenya professional safari guide association hat.
4.8. Joseph brachte mich am Nachmittag ins Heron Hotel, wo ich genug Zeit hatte, eine wirklich gute Massage zu erleben und ein gutes Abendessen zu geniessen. Unser Taxi Joseph brachte die Kunden um 23.00 Uhr. Wir sassen noch kurz zusammen, bevor es ab ins Bett ging.
5.8. Onesmus ist gekommen und wir fahren pünktlich um 08.00 Uhr los. Wir kommen sehr gut vorwärts, es hat nicht viel Verkehr. Unser erster Stop ist bei einem Souvenirladen, um die Toiletten zu benutzen. Der 2. Stop in Narok. Ein riesiger Quickmart (gehört der Uhuru Familie) wurde erstellt. Ich frage Onesmus, wie werden die die berühmten Überschwemmungen überleben? Hier kommt das Wasser sehr schnell die Hänge runter und schleppt Autos mit sich. Später hatte er rausgefunden, dass die einen riesigen Tunnel gebaut haben, der das Wasser dann in den Fluss leitet. Wow! Ich bin erstaunt.
Weiter geht es auf der mittlerweile mit einigen Schlaglöchern dekorierten Teerstrasse zum Sekenani Gate. Aber sie sind schon am Flicken mit Handwerkzeugen. Zur Info – es musste nie in den ersten Gang runter geschaltet werden…. Burschi – Du erinnerst Dich? Das Einchecken geht schnell und sie schauen erst etwas komisch, als ich meine Kenianische Identitätskarte hin legt. Wir fahren durch zum Aruba Mara Camp. Das Mittagessen und alle weiteren Mahlzeiten waren sehr, sehr lecker! Das Camp sieht nach den Fluten anders aus. Die Zelte mussten ersetzt werden und stehen nun auf Stelzen. Onesmus und ich schlafen in Buschzelten. Von denen waren es früher mehr als 20 m zu den den Duschen und Toiletten, nun sind es noch 10 m. Der Talek Fluss ist um etliche Meter breiter geworden und die rausgerissenen Bäume zeugen von den gewaltigen, starken Wassermassen.
Um 16.30 Uhr fahren wir auf Pirsch. Gnus und Zebras überall…. Zum Glück bin ich nicht die einzige, die nach Vögeln Ausschau hält. Rotschnabelmadenhacker / Red-billed Oxpecker
2 Usambiro Bartvögel / Usambiro Barbet suchen nach Insekten und trinken von den noch vorhandenen Pfützen
Junge Tiere sind immer niedlich und die Mutter ist wachsam, aber an Autos gewohnt. Impala
Der Biologe ruft mich. Kennst Du die beiden Motten an meinem Zelt. Die Familie Schwärmer / Sphingidae beim grösseren war mal klar. Weiter musste ich um Hilfe bitten und diese kam prompt von unserem Experten für Schmetterlinge und Motten. Glaubt nicht, dass ich die Namen behalte, aber ich lege meine Datei an und gelegentlich finde ich auch die Art.
Fig Tree Moth - Naroma varipes
Hippotion roseipennis - Schwärmer
Man sieht mal, dass ich nicht die einzige bin, die Kleinstlebewesen wahr nimmt 😎 😮 😁
Wieder im Camp geht es unter die Dusche, zum Abendessen und den Genuss wieder im Busch mit seinen Geräuschen schlafen zu dürfen. Die Tüpfelhyänen rufen ständig und manchmal sehr nahe. Keine Bange, sie greifen nur Betrunkene, Kauernde oder weg rennende an. Im Zelt ist man sowieso total sicher.
Teil 222. Aug. 2024
6.8. Nach dem Frühstück um 6 Uhr sind wir um 7 Uhr start bereit. Das Aruba Mara Camp liegt ja nur ein paar Minuten vom Eingang. Die Ticket Kontrolle ist dieses Jahr etwas schneller; das zu meiner Befriedigung.
Tiere sind auch schon da, wie die Gnus. 2 Bullen sagen Action an! Da aber nicht Paarungszeit ist, ist es auch mehr ein Kräftemessen, wie ein richiger Kampf. Das Morgenlicht ist noch recht schwach, bringt aber die tolle Stimmung. Der Video zeigt Gnus und Zebras an verschiedenen Stellen während 2 Tagen.
Das goldene Licht am Morgen und das von hinten. Man sieht die Ballone – manchmal zählten wir über 20. Man bedenke, dass es um die US$ 450 pro Person kostet, aber es scheint, das macht vielen nichts aus. Wir sehen auch immer wieder die Ballon Leute, wie sie Körbe und Früstückszubehör durch das Reservat transportieren. Sie benehmen sich recht ordentlich und machen Platz, wenn der Weg eng ist.
Die Masai Mara ist nicht nur berühmt für die Gnuwanderung, sondern auch für die Löwen und Tüpfelhyänendichte. Vor allem im Talek Gebiet gedeihen Tüpfelhyänen sehr gut. Sie kommen wegen den Abfällen ins Dorf und nehmen wohl auch hin und wieder einen der Hunde als Mahlzeit. Doch ich mag sie und auch wenn ich Abends ihre Rufe höre, die oft Kontaktrufe unter den Individuen im Clan sind. Die hier hat sich wohl grade satt gefressen.
Der starke Nacken unterstützt die enorme Beisskraft. Es sind die einzigen, die einen Büffeloberschenkelknochen zerbeissen können. Durch das Kalzium im Knochen wird der Kot weisslich und leuchtet im Mondlich. Der Kot dient auch als Markierung.
Dem frühen Huhn gehört das Korn – Rotkehlfrankolin / Red-necked Spurfowl
Onesmus bekommt die Nachricht von Geparden – klar, das lassen wir uns nicht entgehen. Erst sehen wir nur die Mutter und 2 ca. 15 Monate alte Junge. Dann das 3. und auch noch das 4. Sie sind bald soweit, dass ihre Mutter Nashipai sie verlassen kann. Das kleine, dunkelgrüne Auto von Dr. Elena V. Chelysheva vom Mara-Meru Cheetah Projekt hält ein wachsames Auge. Kein Auto ist weg vom Weg!
Wem sag ich das, aber dennoch ein paar Zahlen. In den 1970iger Jahren waren es ca. 15.000 Geparden in Afrika, während jetzt noch ca. 7.100 existieren und das in 9% des ehemaligen Lebensraumes. In Kenia bewohnen sie etwa 23% des urtümlichen Verbreitungsgebietes. Die Geparden in Ostafrika sind die Unterart Acinonyx jubatus raineyi, im südlichen Africa ist die Nominatform Acinonyx jubatus jubatus. Leider stehen wir recht stark im Gegenlicht, aber ein Positionsveränderung ist unmöglich. Dennoch, es war eine Augenweide! Zeit 08.47.
Das 3. Junge taucht auf
Stetig ist vor allem Nashipai aufmerksam. Und siehe da, das 4. Junge kommt auch hinter dem Hügel hervor. Die Positionen ändern sich ständig. Es ist also nie langweilig.
Immer wieder wird in die Ferne geschaut. Entfernt sind Warzenschweine und noch weiter weg Thomson Gazellen.
Nashipai gähnt. Aufwachen? Und sich zu Taten aufmachen? Zeit 09.08. 09.13 Nashipai steht auf und streckt sich ausgiebig. Langsam spaziert sie nach rechts, aufmerksam verfolgt von 4 Augenpaaren (Touristen ausgenommen)
Erst mal gut durchstrecken, bevor man geht
Die Jungmannschaft folgt. Elena fährt mit dem Auto querfeldein zum anderen Weg, um die Autos zu stoppen. Sie kann voraussehen, wohin die Geparden gehen – Richtung Warzenschwein. Unqualifzierte Fahrer verderben Geparden zu oft die Jagd! Und tragen somit nicht zum Erhalt der Art bei, im Gegenteil. Nicht nur in der Serengeti wurden grosse Flächen abgebrannt, auch in der Masai Mara. Über Sinn oder Unsinn kann man diskutieren….
Teil 323. Aug. 2024
Von einem Fleischfresser zu anderen. Tüpfelhyänen und Geier sind immer ein Spektakel für sich. Sobald die Hyäne weg ging, stürzten sich die Geier und Marabu auf die wenigen Überreste. Aber während der Zeit, in der die grossen Herden hier sind, haben sie in üppiges Leben. Es war mal ein Gnu… Merkt man es, ich schaue Hyänen gerne beim Fressen zu und lausche dem Knacken der Knochen.
Zwischendurch mal wieder einen Vogel – Rüppellwürger (früher Weiss-Scheitelwürger) / Northern White-crowned Shrike oder White-rumped Shrike / Eurocephalus rueppelli – diese Namensänderungen….
Unser Ziel ist der Lookout und da kommen wir durch echt riesige Herden. Ein immer wieder wunderschöner Anblick. Meine Kamera macht auf einmal eigene Entscheidungen und verdunkelt das Bild enorm. Dann einfach wieder neu fokusieren, bis es wieder stimmt.
Teil 423. Aug. 2024
Bevor wir auf den Lookout fahren, entdecke ich ein Gebäude. Was ist das? Das sind die ENDLICH erstellten Toiletten. Der Lookout wurde immer als Toilette und Abfallplatz benutzt – es war widerlich und hässlich. Was für ein Fortschritt! Da muss jemand Wichtiger seine Hand mit drin haben…
Unser Picknick Essen, das sehr lecker ist, geniessen wir unter einem Baum. Wir fahren Richtung Sand River, um zu sehen, was da los ist. Doch keine Gnus am Fluss und in der Serengeti auf der anderen Seite des Flusses. Aber Grenzsteine! Uuhps noch eine Erneuerung. Es gab immer wieder grossen Ärger für Fahrer, die die Grenze überschritten, aber für die meisten war der Fluss die Grenze und das habe ich nun auch gemerkt, stimmt nur streckenweise. Wie schnell ist man unwissend dick in Problemen drin – illegale Grenzüberschreitung und betreten der Serengeti ohne Ticket mit einem Auto, das in Tanzania nicht in Parks darf…
Fast jeder Baum hat eine Anzahl Geier oben drauf. Es sind Wüstendattel / Desert Dates / Balanites aegyptiaca und wir taufen sie Geierbäume – Balanites aegyptiaca gypsii (Gyps ist die Gattung der Rüppel und Weissrückengeier) – das wenn ein humorvoller Biologe mit im Auto ist 🤩 😄
Eine grosse Gruppe Maasai Giraffen frisst sich durch die Büsche. Im Hintergrund die Berge in Nordtansania. Und ganz viele Gnus
Es hat Furten und man weiss nie, welche befahrbar ist. Mit dem argen Regen vor einiger Zeit, haben auch diese ihre Gestalt verändert. In einigen liegt auch Wasser und man bedenke, es ist Moorerde. Die 4. passt und wir lassen einen anderen Landcruiser voran fahren und schauen. Alles geht gut.
18.27 Uhr vom Aruba Camp aus. Mit Torschluss um 18.00 Uhr kann man ja keine Sonnenuntergänge im Reservat mehr erleben. Also schnell im Camp an den Talek Fluss gehen.
Teil 527. Aug. 2024
7.8. Da wir keine Flussdurchquerung erwarten, fahren wir Richtung Musiara. Onesmus liebt das Gebiet, ich würde mich hoffnungslos verfahren, aber nur dort.
Es geht am Rande der mit Abfall bedeckten Stadt Talek vorbei und zum Tor nördlich des Talek Flusses. Schon bald begegnen wir einem Löwenpärchen. Obwohl wir etliche Zeit warten, wechseln sie nur die Position, aber eine Paarung erleben wir leider nicht. Doch das gelb-braune Gras, die gelb-braune Löwin und das Morgenlicht sind eine Augenweide.
Sie läuft zu nah beim Auto rum, als dass man einfach vorbei fahren könnte. Rotkappenlerche / Red-capped Lark / Calandrella cinerea saturatior
Ein stattlicher Elefantenbulle frisst sich durch die Savanne. Dank dem vielen Regen, der in vielen Teilen in Ostafrika fiel, hat es üppig Gras und Kräuter
Die Stelle, wo man durch den Fluss muss, um Musiara zu erreichen, ist minim ausgebessert worden. Aber keine grosse Herausforderung und drüben sind wir. Diese Flussläufe dekoriert mit den grauen Steinen, der grünen Vegetation am Ufer und braune Hippos drin, gefallen mir immer wieder.
Teil 627. Aug. 2024
Hier ist kräftig abgefackelt worden, um Kurzgrasflächen zu haben…. Wieviele Kleintiere, dabei ums Leben kommen, möchte ich gar nicht wissen. Impala Böcke sind nur während der Paarungszeit territorial. Man sieht die Böcke sind in Stellung und der Sieger wird seine vielen Weibchen eine Weile halten können. Wenn seine Kräfte durch Verteidigung und Paarungen nachlassen, kommt ein anderer nach. Die Rangordnung wird in den Junggesellen Herden immer wieder umgeworfen und sie liefern sich heftige, aber nicht verletzende Kämpfe mit viel Lärm.
Das Buschtelefon funktioniert bei Onesmus hervorragend! Und somit begegnen wir diesem tollen Kerl. Sein Name Koshoke und er ist einer der grössten Löwen in der Mara. Er gehört zur Bilashaka Koalition.
Die Löwensichtungen sind noch nicht vorbei – ein weiterer Löwenmann und eine Löwin sind einem Büffelriss. Er gehört in die gleiche Koalition, die das Gebiet derzeit halten. Schakale warten auf die Gelegenheit einen Bissen zu ergattern.
Der Graubürzelsinghabicht / Dark Chanting-Goshawk frisst etwas. Meine Kamera mmmhhhh
Nein, das sind keine Gnus, sondern Büffel und Termitenhügel im grellen Mittagslicht
Was für ein Genuss – Fango im Freien. Warzenschweine lieben es im Schlamm zu liegen. Das hilft der Kühlung und dem Entfernen von äusseren Parasiten, wie Zecken
Einer Elefantenfamilie schauen wir eine Weile beim Fressen zu. Es ist immer noch rech grelles Licht. Wir bemerken 2 Elefanten mit ganz abgefressenem Schwanz. Die Haut hat sich dann wie in einen Knoten verwachsen. Elefanten können so leben, solange der Darm nicht verletzt ist. Tüpfelhyänen sind diejenigen, die gerne Schwänze abbeissen, vor allem bei jungen Tieren. Im The Ark war das der Fall bei einem Büffelkalb, bei dem auch noch ein Teil des Ohres weggebissen wurde bevor es von der Herde geschützt wurde.
Und wer macht sich im Gras klein und gibt vor, keine Angst zu haben. Eben eine solche Tüpelhyäne… sie bewegt sich nicht weit weg und die Elefanten werden erstaunlicherweise nur leicht nervös aber nicht aggressiv
Wir müssen wieder durch den Fluss, um Richtung Talek zu kommen. Auch die Furt ist einfach zu durchfahren. Da es hier so schön ist, bleiben wir einen Moment stehen und schauen, wen wir finden. Erstmal einen Heiligen Ibis, der nun gemäss Avibase Pharaonenibis heisst / African Sacred Ibis
Ein Spornkiebitz / Spur-winged Lapwing – in dem Hippodung hat es sicherlich jede Menge Kleingetier
Ein Hagedasch Ibis / Hadada Ibis im richtigen Lichteinfall
Die Hippos
Unsere Gäste brauchen Kenia Schillinge und nach dem 2. Versuch klappt es am Automaten. Dann noch in ein kleines Geschäft und zurück ins Camp. Gerdi ruft mich am Abend und zeigt mir einen sehr kleinen Frosch. Peters’ Foam-nest Frog zu Deutsch Ruderfrosch. Die wachsen bis zu 6.5 cm. Sie schlagen Schaum an einem Ast und legen die befruchteten Eier rein. Die äussere Schicht erhärtet und verhindert das Austrocknen. Wenn die Kaulquappen schlüpfen, sondern sie eine Flüssigkeit ab, damit die Schale aufweicht. Dann plumpsen sie in das Wasser, das hoffentlich unter dem Nest noch vorhanden ist.
Wieder ein sehr leckeres Abendessen und einschlafen mit dem Rufen der Tüpfelhyänen
Teil 701. Sept. 2024
8.8. Man kann die Ballone bald nicht mehr zählen… fast an allen Ecken stehen dann die Champagner Frühstückstische
Gnus ziehen in der Reihe. Ob das ein Zeichen ist, dass sie zum Mara Fluss wollen?
Ich sage stop und es wundern sich einige. Da ist ein ganzes frisches Topi! Die Nachgeburt kommt eben erst raus. Was der Bulle da will? Ob er hofft, dass sich die Mutter schon bald wieder paaren wird oder ob er einfach nur neugierig ist, da es ein anderer Geruch ist?
Die Kamera kann gar nicht alle Topis erfassen! Die Menge ist erstaunlich. Doch auch sie ziehen von der Serengeti in die Masai Mara und wieder zurück.
Ich kann es nicht lassen…. Senegalkiebitz / African Wattled Plover
Russtermitenschmätzer mit Beute / Sooty Chat
Grosse Herden finden wir wieder in der Nähe des Lookout, der Hügel, von dem aus man weit sehen kann. Die Kamera hat ihre schwachen 5 Minuten…. Bilder musste ich löschen
Die Hippos sind im Mara Fluss
Teil 801. Sept. 2024
Wir halten die Herden im Auge…. Es ist nun 10.43
Nun fängt das Geduldsspiel an. Kommen sie, kommen sie nicht. Sie kommen und schauen runter. Ziehen wieder weg und kommen wieder. Wir verschieben das Auto nur wenige Male – es heisst einfach warten, warten…. Es mischen sich Zebras unter die Gnus, doch auch die schauen runter und gehen wieder weg.
Eine sehr grosse Herde scheint es ernst zu meinen. Wir warten und essen unser Mittagessen im Auto. Es sind nicht so viele Autos wie in den vergangenen paar Jahren. Wahrscheinlich wegen den hohen Eintritten. Dennoch, eine gute Position zu ergattern, ist nicht einfach. Um 13.07 starten sie durch den Fluss zu rennen und schwimmen.
Um 13.10 macht ein Fahrer einen Fehler und die Topis werden verscheucht. Doch der Zug ist gross und die gehen wieder durch den Fluss.
13.24 wieder ein Auto stört den Ablauf und die Zebras rennen weg. Oft verschlimmern die VI Fahrer es noch, indem sie den Tieren nachfahren. Einer stellt sich ganz quer, wird aber von anderen in den Senkel gestellt. Die Arroganz stand ihm ganz gross ins Gesicht geschrieben. Das Unterbrechen einer Flussdurchquerung trennt junge Gnus von ihren Müttern, teilt Zebra Herden und kann unnötige Verletzungen bewirken, da die Tiere Panik bekommen.
Man sieht im Film, dass Tiere zurück kommen, um ihre Verwandten zu suchen. Wenn die Eingangsstelle blockiert wird, suchen sie kopflos nach einer Alternativen – das sind keine schönen Szenen, denn es ist die Spezie Mensch, die sich nicht benimmt und ein Auto am falschen Ort reicht.
Nach diesem tollen Erlebnis machen wir uns ganz gemütlich auf den Heimweg ins Aruba Mara Camp. Natürlich nicht, ohne Ausschau zu halten. Dem kleinen Elefäntchen schauen wir eine Weile zu – es war köstlich…
Vor dem Auto läuft ein toll gezeichneter Nilwaran über den Weg…
Unser letztes Abendessen im Aruba Mara Camp. Als ich danach zur Toilette ging, hatte ich einen Gast. Der niedliche, kleine Frosch ist einer der riesige Sprünge machen kann. Zum Glück hatte ich ihn fotografieren können, als er noch ruhig sass. Draussen sprang er zu schnell. Grassland oder Striped Rocket Frog / Ptychadena porosissima – einen Deutschen Namen habe ich leider nicht gefunden. Den Namen Raketenfrosch verdienen sie.
Da schwirrt etwas um mich rum und geht mir sogar unter den Pullover. Es ist das Männchen einer Wanderameise. Das Licht meiner Stirnlampe zieht sie an und die einzige Möglichkeit, ihn von mir abzulenken, ist die Stirnlampe (Picco sie lebt noch immer!) auf den Boden legen. Zum Glück ist nicht der ganze Boden voll von den Wanderameisen, so wie im Juni in Arusha in Tanzania.
Teil 901. Sept. 2024
9.8. Wir verabschieden uns von den Leuten im Aruba Camp und es geht zum Talek Gate. Ohne Umstände macht der KAPS (Firma zum Eintritte einkassieren) ein Foto vom Ticket zur Westseite der Masai Mara / Triangle und lässt uns durch. Ihr werdet noch sehen, warum ich das vermerke.
Onesmus fährt zum Hippopool am Talek Fluss. Oha, die Stelle hat sich wegen dem Hochwasser gewaltig verändert! Das Flussbett ist viel breiter und viele der Schieferplatten sind nun mehr Geröll
Und hier ist das Team
Weiter geht es und diesmal zu einem Löwenmann, der seine Beute tief ins Gebüsch gezogen hatte. Es war schwierig, nicht nur Blätter zu fotografieren
Wir fahren rechts oder nördlich des Lookout vorbei und das sind die Gnus im schönen Licht mit dem Mara Fluss dahinter. Die Gnus so ziehen zu sehen, hat für mich etwas total beruhigendes. Ich könnte stundenlang zusehen.
Es geht ein Stück dem Fluss entlang. Wow! Eine neue Strasse! Und ach ein Camp wird gebaut. Die Solarzellen stechen schrecklich grell aus dem Gebüsch. Weiter zur Mara Brücke und kurz davor wird nochmals ein Camp gebaut. Es scheint, dass der Governor und der Präsident ihre Finger drin haben, denn so einfach und ohne viel Geld bekommt man keine Bewilligung. Gesund ist es nicht, zumal wegen den Gebühren sicherlich weniger Besucher kommen werden und jedes Camp den Wildtieren Platz weg nimmt.
Die starke Eisenbrücke wurde während den Überschwemmungen zerstört. Die Einzelteile liegen neben der Strasse. Joseph hat mir mal gesagt, dass beim Bau eines Camps Container weggeschwemmt wurden, die in die Brücke geschossen sind. Kann sein, denn nur von Wasser und Baumstämmen kann die kaum so kaputt gemacht worden sein. Also fahren wir auf der guten, alten Brücke
Toiletten sind neu gebaut worden, denn die Alten sind auch vom Hochwasser angegriffen worden. Zudem waren sie echt nicht mehr schön. Ich gehe zum Schalter und überreiche die Tickets mit meiner neuen Kenia Identitätskarte. Auch die schauen 2x auf die ID. Mir kommt es auch noch komisch vor. Für die Eintritte macht es doch etwas aus, ob man Resident ist oder Kenianer/in. Im Nu bekommen wir die Bestätigung und fahren weiter.
Onesmus hält und sagt auf Deutsch – Schlange. Da liegt eine auf der Strasse. Ein Auto war drüber gefahren und sie starb vor unseren Augen. Das tut mir natürlich weh! Es ist eine Olive Sandrenn-Natter / Olive Sandsnake und die sind schnell. Leider war das Auto schneller…. Sie werden bis zu 1.8 m lang, meiden Menschen und das Gift hat auf Menschen keine grosse Auswirkung.
Auf der anderen Flusseite stehen Autos, aber keine Gnus. Also nachschauen und so finden wir den Elefanten, der am steilen Abhang frisst.
Die grosse Herde am Fluss haben wir schon gesichtet. Topis sind nicht weit weg und liebäugeln mit durch den Mara Fluss gehen.
Teil 1007. Sept. 2024
Es ist 13.14 Uhr und da stehen sie. Wir stehen auch und hoffen…. Im Hintergrund ist der Lookout auf der anderen Seite des Mara Flusses
Ein anderer Elefantenbulle frisst am Steilufer des Fluss. Man bemerke, dass dieser im Gegensatz zum ersten keinen Schwanz hat. Den hatten ihm wohl auch Tüpfelhyänen, als er klein war, abgebissen.
Die Gnus ziehen den Fluss runter und wieder hoch. Wir verstellen das Auto ein paarmal, um falls sie kommen, einen guten Einblick zu haben. Doch es dauert. Von weiter oben gesellen sich immer mehr Gnus dazu. 13.35
13.37
Ein totes Gnu sehen wir im Fluss. Ein Krokodil sättigt sich.
13.52 – sie stehen so nah und wir glauben sie kommen… tun sie aber nicht. Das Hin und Her Laufen geht weiter. Wir fahren sogar fast bis zum grossen Hippopool, da wir meinen sie könnten dort kommen. Doch Autos kommen uns entgegen, was heisst, sie haben wieder gewendet. Es heisst also Gnus und Autos beobachten.
14.33 und sie kommen runter. Wir hatten in der Zwischenzeit unser Mittagessen wieder im Auto gegessen. Fährt man weg, dann würden sie bestimmt kommen und man bekäme auch keine gute Position mehr. Entweder hat man keinen guten Einblick oder es sind Büsche davor.
14.35 die ersten gehen ins Wasser, nachdem sie etwas getrunken hatten.
Wir beobachten auch die 3 Rangerautos auf der Ostseite des Mara Flusses. Sie versuchen angestrengt die Fahrer unter Kontrolle zu halten. Dennoch gelingt es einem in die Mitte der Herde zu fahren und die Gnus und Zebras am Laufen durch den Fluss zu stoppen. Ich hoffe nur eins, dass die eine saftige Strafe erhalten. Dies ist leider immer das Ärgerlichste – 1 oder mehrere VI, die keine Ahnung haben und das Schauspiel wird für alle Verdorben. Noch schlimmer, es schadet den Tieren.
Auf unserer Seite (Triangle) sind weniger Autos und die Fahrer benehmen sich.
Teil 1107. Sept. 2024
Wir fahren gemütlich weiter und begegnen diesen Frankolins. Ein kurzer Film und ein paar Fotos. Weiter hatte ich nicht gedacht und merke erst jetzt, dass ich da eine für mich neue Art aufgenommen habe. Rotflügelfrankolin / Red-winged Francolin / Scleroptila levaillantii kikuyuensis
Bald sind wir im Gebiet wo Blätterwälder stehen und das Olololo Escarpment näher kommt. Elefant, Büffel und Maasai Giraffen mit Kindergarten
Beim Olololo Gate treffen wir auf eine Truppe Zebramangusten. Doch das Licht ist schon echt schwach und somit planen wir, die am nächsten Morgen aufzunehmen.
Wir fahren zum Tor raus, über die kleine Brücke und hoch auf das Escarpment. Einfach herrlich wieder im Mara Siria Camp anzukommen und in die Weite zu blicken. Meine Gäste haben Zelte, ich einen Bungalow und muss etwas weiter gehen. Macht aber auch Spass, da es immer etwas zu sehen gibt.
Begrüsst wurden wir von Joel, dem “alten” Manager und Charlie, dem neuen Manager. Er ist ein junger Engländer, der in Südafrika Guide Schulen absolviert hat. Er zeigt mir auch in welchem Baum die Amethystglanzstare / Violet-backed Starling nisten. Die Klippschliefer wuseln wie gewohnt überall rum.
Eine warme Dusche und schon bald ist Essenszeit. Auch hier hören wir Tüpfelhyänen rufen…
10.7. Nach dem Frühstück fahren wir runter zum Olololo Gate. Unterwegs sehen wir eine Lodge oben am Hügel. Super toll mit reflektierenden Glasscheiben – nicht unser Ding.
Den Textorweber / Village Weaver or Black-headed Weaver / Ploceus cucullatus bohndorffi hatte ich schon im Kopf und nun auch noch in der Kamera
Nach den Mangusten kann ich auch noch das Weibchen Textorweber beim Nestbau fotografieren
Am Tor sind auch schon die Zebramangusten am Futter suchen. Sie haben Junge und da ist echt was los. Ein Ranger füttert ihnen auch was. Sie sind fast zahm und Leute gewohnt. Der Zahnarzt hatte diese Show gewuenscht und sich sehr gefreut.
Und nun geht es auf Pirsch. Riesiege Vogelschwärme verdunkeln den Himmel. Onesmus und ich überlegen…. Als wir sie dann auf der Strasse sitzen sahen, war klar, dass es Lappenstare / Wattled Starlings sind. Aber solche Schwärme haben wir noch nie gesehen und kennen das mehr von den Blutschnabelwebern.
Ohne Sichtung geht es zum Ort am Mara Fluss, wo man aussteigen kann. Auch hier hat das Hochwasser zugeschlagen und den Fluss verbreitert. Wir beobachten gemütlich Flusspferde. Da kommt der Aufseher und meckert, dass wir hier nicht alleine hin dürften. Dabei kam er grade mit einer Gruppe mit Kleinkind zurück, als wir an ihm vorbei gingen. Ich sage einfach nichts…. Es sind nur 50 m bis zum Auto…
Einer schönen Winde kann man doch nicht widerstehen – Ipomoea cairica
Die Hippos wieder… und tolles Gegenlicht
Wir fahren zu einer Stelle nördlich der Serena Lodge, wo Gnus, Zebras, Topis und Thomson Gazellen den Mara Fluss durchqueren. Es hat hier keine Steilufer, doch alles ist felsig und da können die Tiere ausrutschen und Beine brechen
Ein Krokodil wärmt sich in der Sonne. Dieses ist nicht besonders gross, wenn man mit den Brocken hier im Fluss vergleicht
Es ist einfach ein idyllischer Ort und die Nilpferde kommen auch hier aus dem Wasser
Standoff oder Grössenvergleich. Leider sehr weit weg
Auch hier sind die Hippos nicht einer Meinung und wirbeln das Wasser auf
Teil 1211. Sept. 2024
Starrbrust-Pelomedusen / African Helmeted Terrapin or Marsh Terrapin trifft man öfters an. Sie leben in Tümpeln und wenn diese austrocknen, dann wandern sie in den nächsten oder graben sich ein, bis es wieder regnet.
Und dann sehen meine Gäste Elefanten und da sind auch ganz kleine mit dabei. Also hin und sie beobachten.
Wir sind auf der Hauptstrasse Richtung Brücke. Da, ganz viele Geier, also dem schmalen Weg folgen. Es ist einfach immer wieder ein Schauspiel, die Geier und Marabus beim Ergattern von Fleischhappen zu beobachten.
Leider ist das Bild unscharf….. doch interessant ist, dass Warzenschweine, Mutter und Junge, sich am Darminhalt des Gnus verköstigen. Daneben ist ein Ohren- und ein Kappengeier.
Teil 1313. Sept. 2024
Langsam haben wir Hunger und Onesmus fährt zu einem der Picknickbäume, wo es auch Tisch und so was wie Bänke hat. Das Essen ist wieder super. Belegte Sauerteigbrote mit Streichkäse, Gurke und Tomate. Lecker und ich bekomme das von Onesmus auch noch 😄
Der Schmetterling lässt mir keine Ruhe – Golden Pansy / Junonia chorimene
Der Grenztstein in der Nähe zieht an. Also machen auch meine Leute Grenzfotos.
Bei den Teichen, die entstanden, als sie Erde und Geröll für den Strassenbau aushuben, ist immer lohnenswert. Blaustirn-Blatthühnchen / African Jacana
Wassertriel / Water Thick-knee / Burhinus v. vermiculatus
Da es der Frau des Zahnarztes nicht so gut ging, erreichten wir das Camp schon kurz nach 15.00 Uhr.
Also eine sind wir richtig zum Nachmittags Tee/Kaffee/Soda oder Schockolade mit Kuchen. Und das bei der Aussicht!
Sind die Klippschliefer nicht niedlich? Doch einer hat mich ganz schön gestresst. Es pfiff aus dem Baum und ich suchte den Vogel. Bis wir rausgefunden haben, dass sich da ein Klippschliefer versteckt hatte. Die Tarnung ist perfekt. Zudem ist es der Baum neben demjenigen, in dem die Amethyst-Glanzstare nisten.
Was ich an dem Camp toll finde, ist, dass sie die einheimische Vegetation belassen haben und keinen sterilen Park kreiert haben.
Hier die zu den Hundsgiftgewächsen /Apocynaceae gehörende Garissa edulis. Die Blüten haben einen ähnlichen Duft wie Jasmin. Ich habe einen Strauch vor 11 Jahren von Nairobi mitgenommen. Leider hat er bisher nie geblüht, wächst aber eifrig.
Auf dem Weg zum Zelt gibt es ein paar Vögel. Leider ist das Licht nicht mehr so gut und meine Kamera spukt. Es wuseln auch Vögel vor meiner Hütte und ich versuche es.
Rotscheitelzistensänger / Rattling Cisticola / Cisticola chiniana evt. victoria– eine der vielen Unterarten
Der Mosambikgirlitz / Yellow-Fronted Canary hüpft auch mit rum und sucht nach Samen. Dann höre ich den Schalow’s Turako, aber leider ist er ganz weit im Dickicht drin.
Ich glaube es war am heutigen Abend als es heftigst zu Gewittern anfing. Es wurde kalt und es hiess Regenjacke und Schirm mobilisieren, um zum Abendessen zu spazieren. Und nun kommt es. Da ist eine Gruppe Japaner. Die Damen in kurzen Höschen, ganz leichten Oberteilen und feinen Sandälchen. Sie hatten ihren Esstisch unter dem Zelt vor dem Essraum. Als ich mal raus ging, um eine Zigarette zu rauchen, sah ich die in Maasai Decken gehüllt, aber sie schlotterten immer noch. Das für Die sichtbare Lachen konnte ich mir nicht verkneifen. Wir sind immerhin auf 1.800 m!
Teil 1413. Sept. 2024
11.8. Sonnenaufgang. Eigentlich sollte mich ein Maasai um 05.45 abholen. Doch es kam keiner. Also spazierte ich alleine durch die Wildnis. Wohlbehalten mit Stirnlampe und immer gut rum schauen. Es hat einen Leoparden, der gelegentlich durchs Camp streicht.
Onesmus bekommt die Nachricht von einem Löwen. Also den Abstecher unter die Räder nehmen. Und hier ist der stolze Kater mit Zebrafleisch zum Frühstück. Er schleppt es in eine verstecktere Lage. Die noch lebenden Zebras spazieren ruhig vorbei und schauen nur mal kurz hin.
Wir fahren am Hügel der Serena Lodge vorbei und da ist eine Elefantenherde am Trinken. Zwar Gegenlicht, aber dennoch schön.
Nochmals eine Starrbrust-Pelomedusen / African Helmeted Terrapin or Marsh Terrapin. Die Art soll in mehrere Arten aufgeteilt worden sein. Doch das Unterscheiden geht nur mit DNA Abgleich. Also wohl in Zukunft ein Labor mit auf Safari nehmen und der Schildkröte sagen,warte mal kurz. 😉 😕 😎 Irgendwann wird es ein Dokument geben, welche Art wo vokommt, dann wird es leichter.
Elefantenbullen sind einfach ein toller Anblick
Und nun kommen wir zum Mara Fluss. Eine kleine Herde steht oben am Steilufer. Wir schauen einen Moment, aber wir sind uns einig, für die paar lohnt sich nicht stundenlang zu warten, zumal wir 2 wirklich tolle Durchquerungen sehen durften. (Unsere nächste Gruppe nun im September hatte keine Durchquerung erleben können, obwohl wir in vergangenen Jahren teils bis November Glück hatten)
Irgendwo zwischen Mara Fluss und Hauptstrasse zur Serena Lodge werden wir auf einen Leopardenriss hingewiesen. Hier ist die Thomson Gazelle. Der/die Leopard-in hat sich tief im Gebüsch versteckt. Ranger halten die recht vielen Autos unter Kontrolle. Auch wir müssen die Position wechseln.
Warten oder weiter? Das ist in solchen Fällen immer das Dilemma. Wir entscheiden, wir fahren unter den gleichen Baum zum Mittagessen. Als wir um 13.28 zurück kommen, ist das das Bild. Wir stellen uns mal rechts in die Warteschlange. Sehen tun wir nicht mal eine Schwanzspitze. Nun wieder, warten oder weiter…. Wir glauben, die Chance ist minim, dass Leo rauskommt und somit fahren wir weiter. Es ist auch recht heiss, um lange ruhig im Auto zu sitzen.
Ein paar Gnus. Viele, die über den Fluss kamen, haben das Gras runter gefressen, eine Schleife gedreht und sind zurück nach Tansania, wo sie im Nordwesten in Kogatende den Mara Fluss überqueren. Dort ist neuerdings ein riesen Spektakel. Super Crossings aber Fahrer, die 0 Wissen, Respekt und Anstand haben…..
Teil 1513. Sept. 2024
Wir wollen schauen, was der Löwenmann mit dem Zebrariss tut. Da ein Reiher, aber nicht irgend ein Reiher, sondern der in Kenia sehr seltene Rotbauch Reiher / Rufous-bellied Heron. Das nun meine 4. Sichtung! Es ist ein noch nicht ausgefärbtes Jungtier. Was mir nun noch fehlt, ist ein gutes Foto von einem Männchen – kommt irgendwann auch noch.
Gabelracke / Lilac-breasted Roller mit Heuschrecke
Vom Löwenmann ist nicht viel zu sehen. Also fahren wir gemütlich ins Camp, wo wir etwas vor 17.00 Uhr ankommen. Herr Amethyst Glanzstar ist present. Also anstrengen und versuchen trotz dem nun schon recht mickrigen Licht ein Foto zu bekommen. Ich laufe ihm nach und hoffe, dass er sich länger als ein paar Sekunden in den wenigen Sonnenflecken aufhält.
Die Schnüggel musste ich nochmals aufnehmen….
Leider unsere letzte gemeinsame Nacht.
12.8. Nach dem Frühstück heisst es auschecken und runter zum Olololo Gate fahren. Dann kann man ohne Ticket Probleme zum Kichwa Tembo Airstrip / Buschpiste. Der Flieger von Safarilink kam auch pünktlich um 08.15 und wir sahen noch zu, wie sie abhoben.
Dann fuhren Onesmus und ich zum Olololo Gate. Ich hatte online bezahlte Tickets für die Greater Mara (Ostseite). Da meinte der Kassier, er könnte uns 2 Stunden Transit geben. Das würde heissen, durchfahren bis zur Brücke ohne Anhalten und Fotografieren. Ich sage ihm, das kann nicht sein Ernst sein. Doch, ist es. Und dann fing die Diskussion an. Er bestaunt das Ticket und meine Kenia ID – ich sage ihm schau nur, beides ist echt.
Ich stelle ihm mal ganz klar die Punkte dar. Wir haben ein bezahltes Ticket, das für 12 Stunden Pirschfahrten auf beiden Seiten der Mara erlaubt. Ja, meint er, das stimmt, aber sie hätten die Validierungsmaschine nicht hier. Na ja, das ist Euer administratives Problem. Wir fahren nun los und sollte uns ein Ranger anhalten und wegen den Tickets Ärger machen, dann gehe ich an die Öffentlichkeit. Zudem kann ich auch seinen Chef Brian kontaktieren. Also sucht nun eine Lösung, weil der gleiche Fall, wird in ganz naher Zukunft mit einer Gruppe sein. Zudem solle er auch gleich dem Guide hier (Onesmus) erklären, wie er es Kunden beibringen soll, dass sie US$ 200 für den Tag im Reservat bezahlt hätten, aber es ihnen verboten sei, die Löwen neben der Strasse zu fotografieren.
Die Herren kommen ins Schwimmen und fühlen sich an die Wand gedrängt. Die Diskussion dauerte etwa 30 Minuten. Onesmus ist relativ ruhig, bestätigt ihnen aber, was ich sage in Englisch und auch Kisuaheli. Er bringt auch noch andere Punkte mit ins Gespräch.
Auf einmal werden uns validierte Tickets in die Hand gedrückt! Und warum nicht gleich? Und dann kommen die Ausreden von A – Z. Sie hatten nun via Whatsapp das Ticket zum Brücken Tor geschickt und die haben das validierte Ticket zurück geschickt. Geht also.
Wir hatten das Ziel Zistensänger zu fotografieren, doch meine Kamera spielt nun überhaupt nicht mehr mit. Also geben wir auf und fahren zur Brücke. Dort kommt uns gleich ein Ticketbeauftragter entgegen und erklärt Onesmus, dass es ganz einfach gehe. Lasse eine Kopie, wenn Du in den Triangle fährst hier und wir validieren an dem Tag und schicken es per Whatsapp zum Olololo Gate. Wow! Nun sind wir happy und die Methode klappte auch super mit der nächsten Gruppe.
Die Ranger am Olololo Gate hatten Onesmus gefragt, ob ich die selbe Frau sei, die ganz ruhig im Auto sass, als wir zur Flugpiste fuhren. Ja. Und nun sei ich so kali = böse gewesen. Dabei blieb ich ganz ruhig und sachlich, die haben mich noch nie kali erlebt…. Sie hatten sich dann auch noch an mich erinnert, als Onesmus ohne mich mit der Gruppe durchfuhr. Gut, nun wissen sie, wie der Hase läuft. Es hatte noch andere Fahrer, die deswegen Probleme hatten.
Nun fahren wir durch die Ostmara und essen unsere gepacktes Mittagessen und so lieb, ich bekomme wieder das leckere Brötchen. Dafür bekommt Onesmus was anderes von mir.
Es geht durch das Talek Tor raus und durch die Dreckstadt Talek. Das die Bilder. Wenn man weiss, das Plastik die Därme von Tieren verstopfen kann und die dann elendlich zugrunde gehen, versteht man gar nichts. Zumal Kühe und Ziegen die Lieblinge der Maasai sind.
Wir schauen beim Basecamp am Talek Fluss rein. Die Organisation hat Saruni übernommen und nun etliche Camps mehr im Angebot. Ich hatte vor 2.5 Jahren etwas Ärger im Basecamp, vor allem wegen einem Manager, der nur Platz weggenommen hatte. Sie zeigten mir die neuen Zelte und die sehen gut aus. Auch die neue Managerin macht einen guten Eindruck. Ich kann es also mit gutem Gewissen wieder buchen.
Nicht weit entfernt liegt das Osero Sopia Camp. Wir werden herzlich von Angestellten und auch den Indischen Besitzern begrüsst. Das Guide Häuschen, das ich habe, ist echt niedlich und praktisch.
Ich hatte der Besitzerin versprochen, mit den Angestellten über Schlangen zu reden. Dazu benutze ich Fotos von Facebook. Ein Maasai, der nicht zur Schule ging, sich aber selber recht gutes Englisch beigebracht hatte, war sehr interessiert. Er übersetzte auch in die Maa Sprache für diejenigen, die kein Englisch verstehen. Er zeigte mir auch die Bird Hide. Gut angelegt und man kann sich auf 2 verschiedenen Ebenen verstecken und die Vögel fotografieren.
13.9. Frühstück findet Onesmus raus, ist im Busch. Dazu musste er in die Küche – denn obwohl sie uns gesehen hatten, sagte keiner etwas. Etliches ist noch nicht fertig beim Frühstücksplatz. Der Höhepunkt war, als ich nach einem anderen Salzstreuer fragte, mir die Serviertochter einfach Salz auf mein Essen streute…. zeugt von mangelnder Ausbildung. Und ich glaube, nach meiner Bemerkung, wird sie es auch nie mehr tun.
Im Camp zur Abfahrt bereit unterhalten wir uns mit den Besitzern. Sie sind sehr im Naturschutz engagiert. Nun frage ich ihn, warum er dann exotische Baumarten pflanzt anstatt Einheimische. Die Antwort ist fadenscheinig… und nicht sachlich. Dem kleveren Maasai zeige ich auch die Pflanze Parthenium. Als ich ihm sage, die hindert Gras am Wachsen und kein frisst die, spitzt er die Ohren. Auch als ich erwähne, dass es ohne Gras keine Maasai Kühe gibt und dann auch keine Maasai, erschrickt er. Also jäten gehen….
Das Camp selber ist echt schön und so sind auch die Zelte. Aber Service mmmhhh, Essen mittelprächtig.
Los gehts durch den Talek Fluss und wir kommen zügig voran. Vor Mai Mahiu halten wir und essen unser gepacktes Mittagessen. Das Sandwich brachte ich nicht runter und das heisst etwas, denn ich bin nicht heikel.
Am Nachmittag treffen wir Joseph beim Heron Hotel. Alles wird umgeladen. Onesmus geht seinen Weg und wir fahren zum Supermarkt und nach Hause, wo ich wie immer freudig begrüsst wurde.
Meine Jüngste, die kleine Coco, die wir Ende Juli im Garten fanden, ist wieder ein Stück gewachsen. Also auch Zuhause ist es nie langweilig….
Nun wird es wohl etwas dauern, bis ich wieder auf Tour gehe. Und das hoffentlich mit einer neuen Kamera. Diese hat echt gute Dienste geleistet und reiste an viele Orte – Canon SX60 – Powershot. Webseite und Hundetraining bekommen nun wieder mehr Aufmerksamkeit.
Viele liebe Grüsse aus dem nun wärmer werdenden Kenia Elvira