Auf der Fahrt über die sandige Piste in Richtung Mababe begegneten wir einer Herde Gnus, die in der Mittagshitze unterwegs war.
Plötzlich kam uns ein Fahrzeug mit Lichthupe entgegen und Roy hatte verstanden, dass er anhalten sollte. Da war er wieder: Mahindi Er kletterte auf unseren Jeep und es gab eine herzliche Verabschiedung 🙂
Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir Mababe und von dort waren es noch ca. 8 km bis zur Mogotlho Safari Lodge.
Wir waren schon ganz gespannt, was uns erwarten würde …
Mogotlho = Kameldornbaum
An der Lodge angekommen, wurden wir freundlich mit feuchten Erfrischungstüchern empfangen.
Als wir die Main Area betraten, war ich über die Größe verblüfft, von außen wirkte sie viel kleiner. Im offenen Gebäude mit Dach aus vertäfeltem Holz stand eine moderne Einrichtung mit verschiedenen Tischgruppen und Loungeecken.
Bededi führte uns herum und zeigte uns die Bar, den Pool und die Toiletten. So etwas hatten wir noch nicht gesehen: Die beiden Toilettenräume hatten eine direkte Aussicht in den Busch.
Die Boma der Lodge befindet sich auf einer Holzveranda mit idylischem Blick auf den Mababe River.
Wir unterhielten uns mit dem sympathischen Bededi und dachten er sei einer der Manager. Doch er war der Barkeeper und übernahm an dem Tag die Vertretung, da die Manager nicht im Haus waren. Er kam seiner Aufgabe sehr professionell und kundenorientiert nach und ich denke und hoffe, er wird es bis ins Management eines Camps schaffen. Er erzählte uns, dass wir für eine Nacht die einzigen Gäste wären und fragte, ob wir zu Mittag essen wollten. Doch wir waren noch vom Brunch des Sango Safari Camps satt. Außerdem waren wir neugierig auf unser Zelt und Roy fuhr uns mit dem Jeep hin. Wir bekamen Tent No. 1 am südlichen Ende der Lodge.
Um Privatsphäre zu gewährleisten, liegen die dreizehn Zelte rund 50 Meter auseinander. Unser großes Zelt war modern eingerichtet und hatte ein großes Badezimmer mit Dusche.
Von der Holzveranda blickte man auf den Fluss und in den weiten Busch. Obwohl die Khwai Consession und die Mababe Concession Luftlinie nur ca. 20 km auseinander liegen, war die Vegetation hier nicht so dicht und trockener. Die ersten Besucher kamen auch schon vorbei, um uns zu begrüßen.
In dieser abgeschiedenen Lage unseres Zeltes und den vielen Geräuschen der Natur kam richtiges Buschfeeling auf 🙂
Teil 2202. Sept. 2024
Kurz vor 15:00 Uhr stapften wir in der Hitze durch tiefen Sand die ca. 250 m zur Main Area und kamen verschwitzt an. Zum HighTea bekamen wir einen Teller mit einem Glas Bananenkakao, einem kleinen Canapé und einem Stück Kuchen. Alles schmeckte vorzüglich und war auf hohem Niveau zubereitet. In der Mogotlho Safari Lodge wurden wir überall bedient und es dauerte etwas, bis wir uns darauf eingestellt hatten.
Nach einer halben Stunde stiegen wir in den Jeep, der schon startklar vor dem Eingang stand und fuhren gemeinsam mit Roy zum ersten Gamedrive in die Mababe Concession.
Das Camp ist mit einem Elektrozaun eingezäunt, der vor allem Elefanten aus dem Camp fernhalten soll. Früher suchten diese an den Zelten nach Wasser und trampelten dabei auch Solarpanele nieder. Alle anderen Tiere können problemlos durchs Camp streifen. So musste Roy jedesmal beim Verlassen des Camps und bei Rückkehr ins Camp das Gate öffnen und wieder schließen.
Wir fuhren runter zum Mababe River und blieben für die Nachmittagspirschfahrt auf dieser Seite des Flusses. Mir gefiel die Landschaft sehr gut und war so gechillt, dass ich vergaß Fotos davon zu machen 🙂 Nur ein Fahrzeug von Letsatsi Safaris begegnete uns. Roy tauschte sich kurz mit dem Fahrer aus und berichtete uns, dass die deutsche Gruppe an einer Mobilen Safari teilnahm.
Eine Zeit lang folgten wir dem Flusslauf nach Süden.
Hagedasch, ein Vogel aus der Familie der Ibisse und Löffler
Dann ging es wieder ein Stück durch den Busch.
Teil 2302. Sept. 2024
Schließlich fuhren wir wieder zum Mababe River und passierten einen HippoPool.
Höhlenweihe
Roy suchte ein geeignetes Plätzchen für den Sundowner und so genossen wir die idyllische Atmosphäre im Licht der untergehenden Sonne.
Zurück im Camp setzten wir uns noch an die Bar und ich trank einen kühlen Amarula, bevor uns ein leckeres Abendessen serviert wurde. Beim Dinner drang lautes Brüllen eines Löwen aus dem Busch ins Camp.
Schließlich brachte uns Roy mit dem Jeep zu unserem Zelt und wir schliefen zufrieden mit den vielen Stimmen des afrikanischen Buschs ein …
Teil 2406. Sept. 2024
Sonntag, 17. März 2024
In der Nacht war es sehr warm, obwohl alle Fenster des großen Zeltes offen waren. Neben dem brüllenden Löwen hörten wir viele verschiedene Tiere und am Morgen wurden wir von einem wundervollen Vogelkonzert geweckt. Roy holte uns pünktlich um 6:00 Uhr ab und erzählte uns, dass er in der Früh einen Leoparden gehört hatte.
Nach dem Frühstück ging es dann los… Als Roy das Gate zum Busch schloss, sah er Spuren eines Elefanten am Zaun. Da erinnerten wir uns an das „Toröö“ des Elefanten, der in der Nacht in den Elektrozaun lief.
Wir genossen die morgendliche Fahrt durch den Busch 🙂
Den Mababe River überquerten wir über die neue Holzbrücke.
Am anderen Ufer angelangt, zeigte Roy in die Richtung ,aus der er den Leoparden gehört hatte. Würden wir den Leo finden?
Roy fuhr durch ein Waldstück und alle hielten gespannt Augen und Ohren weit geöffnet. So cruisten wir eine Weile umher und plötzlich kam der Leopard aus dem Busch und lief direkt vor unseren Jeep 🙂
Da man in der Mababe Concession die Hauptwege verlassen kann, folgten wir dem Leo, der sein Revier markierte.
So fuhren wir rund eine halbe Stunde hinter dem Leoparden her und waren glücklich, dass weit und breit keine weiteren Fahrzeuge zu sehen waren.
Wow - was für ein schönes Erlebnis am Morgen 🙂
Teil 2506. Sept. 2024
Weiter ging die Fahrt durch den Busch …
Jedesmal wenn wir einen einzelnen Büffel sahen, hielt Roy nur kurz an und hatte diesen fest im Blick. Er meinte, dass man nie wüßte, wie ein Büffel reagiert und so war er immer startbereit für die Weiterfahrt.
… und immer wieder kamen wir am Mababe River vorbei, der in vielen Windungen durch die Region fließt.
Roy erzählte uns von seiner Anfangszeit in der Mababe Concession vor sieben Jahren, als er noch Schwierigkeiten mit der Orientierung aufgrund des geschlängelten Flusslaufes hatte. Mehr als einmal stand er im Busch und wusste nicht weiter 🤩 Inzwischen ist er ein professioneller Guide der Region Mababe und hat 2021 in der African Bush Academy auch einen Lehrgang für Fußsafaris absolviert.
Wir gelangten in die Nähe von Mababe, fuhren ein Stück über die Transit Road Richtung Khwai und bogen direkt wieder links in den Busch ab. Dieser Part gehörte zum Randgebiet des Chobe Nationalparks.
Roy lenkte den Jeep zielstrebig an einem großen Wasserloch mit Elefanten vorbei.
Es war Zeit für eine Kaffeepause 🙂
Plötzlich lief einige Meter von uns entfernt ein Schakal vorbei, er würdigte uns keines Blickes.
Nach dem Kaffee beobachteten wir einen Elefant am Wasserloch, das Schlammbad schien ihm gut zu gefallen.
Am anderen Ufer war eine Hyäne unterwegs.
Dann machten wir uns auf den weiten Weg zurück in Richtung Lodge.
Teil 2606. Sept. 2024
Da wir noch etwas Zeit hatten, suchte Roy den Löwen, den wir in der Nacht gehört hatten. Und tatsächlich: Da lag er faul im Schatten eines Baumes.
Roy fuhr um den Löwen herum, dem immer wieder müde die Augen zufielen …
Schließlich machten wir uns auf den Weg zum Camp und hörten den lauten Hubschrauber mit neuen Gästen der Mogotlho Safari Lodge. Ich weiß nicht, was ich von der „neuen“ Art des Transfers von Camp zu Camp in Botswana halten soll 🤩
Nochmal über die Brücke und dann erreichten wir das Camp.
Beim Bruch saßen alle Gäste an verschiedenen Tischen und auch unser Guide Roy aß nicht mit uns zu Mittag, was wir sehr schade fanden. Nach dem Essen begrüßten wir eine Familie aus Kanada, deren Sohn Hubschrauberpilot in Maun ist. Er selbst hatte den Hubschrauber zum Camp geflogen. An einem anderen Tisch saßen Rob und Grace, die an ihrem Laptop saß und arbeitete. Beide sind Inhaber einer Reiseagentur in São Paulo/Brasilien und waren unterwegs, um eine Reiseroute für eine Gruppe von Selbstfahrern mit Jeeps auszuarbeiten. Auf Anhieb waren wir uns sympathisch und unterhielten uns angeregt eine ganze Zeit lang.
Danach liefen den weiten Weg zu unserem Zelt und hielten Siesta.
Teil 2721. Sept. 2024
Als wir nach der langen Mittagspause im Jeep Platz genommen hatten, stellte ich Roy eine Frage, die mir auf der Seele brannte: Wie sollten wir uns verhalten, wenn wir einem Löwen oder Leoparden auf dem relativ weiten Weg zu unserem Zelt oder zur Main Area begegneten? Roy meinte trocken, wir sollten stehen bleiben, den Tieren fest in die Augen schauen und ihnen signalisieren, dass wir die Bosse sind. Okay - Nichts leichter als das 🤩 Und so hofften wir, dass wir nie in die Verlegenheit kamen unsere „Stärke“ unter Beweis stellen zu müssen.
Dann ging es los zum nächsten Gamedrive in Richtung Mababe River. Dort angekommen, begegneten wir zwei durstigen Kudus.
Anders als in der Khwai Concession ist der Mababe River nicht mit einem Schilfgürtel umgeben und man hat freien Blick auf den Fluss, was mir hier besonders gut gefiel.
Wir überquerten den River über die Brücke und Roy lenkte den Jeep zu der Stelle, wo wir am Morgen den Löwen antrafen.
Jetzt lag er ausgestreckt am Boden und döste vor sich hin.
Als der Löwe auch nach einer längeren Zeit keine Anstalten machte, sich zu bewegen, setzten wir unsere Fahrt fort.
An diesem Nachmittag war es ungewöhnlich ruhig, was Tiersichtungen betraf. Und so witzelten wir mit Roy, ob der Hubschrauber am Morgen vielleicht die Tiere verscheucht hat. Wer weiß… 😐
Teil 2821. Sept. 2024
So fuhren wir durch die Gegend und trafen doch noch auf eine Gruppe Perlhühner und eine kleine Herde Zebras im späten Nachmittagslicht.
Eine Weile beobachteten wir die Zebras und dann war es auch schon Zeit für unseren Sundowner. Roy suchte eine idyllische und übersichtliche Stelle am Fluss und baute Getränke und Kekse auf.
Sundowner unter dem Himmel Afrikas liebe ich und kam in der Mababe Concession voll auf meine Kosten 😘
Als wir im Camp ankamen, machte Bebedi für Stefan und mich einen Amarula auf Eis. Das Feuer der Boma brannte und so setzten wir uns auf einen der Stühle darum und genossen unseren Drink.
Auch die anderen Gäste kamen vom Gamedrive zurück und am Feuer tauschten wir unsere wenigen Erlebnisse des Nachmittags aus. Sie waren beim Löwe, als dieser laut auf der Suche nach einer potentiellen Partnerin brüllte. Grace spielte uns die aufgenommene Szene vor und wir stauten darüber, was wir verpasst hatten.
Auch beim Dinner saßen alle Gäste an getrennten Tischen und ich sehnte mich zurück in die familiäre Atmosphäre des Sango Safari Camps. 😕
Nach dem Abendessen brachte uns Roy mit dem Landcruiser zu unserem Zelt und wir schliefen schnell ein. In der Nacht hörten wir lachende Hyänen in der Nähe während wir von Afrika träumten …
Teil 2922. Sept. 2024
Montag, 18. März 2024
Bereits früh am Morgen wachte ich auf und lauschte den Stimmen aus dem Busch. Als Stefan später die Augen aufschlug, ahnten wir nicht, dass dieser Tag ein besonderes Erlebnis für uns bereit hielt 😄
Nach dem Frühstück verließ Roy mit uns das Camp zur Abwechslung mal über den Haupteingang in Richtung Mababe.
Auf der Hauptroute angekommen, wurden wir von einer einzelnen Giraffe begrüßt.
Im Morgenlicht fuhren wir durch die Mababe Depression und bald darauf passierten wir einen Pool mit Hippos, die vergnügt im Wasser umher schwammen.
Auch ein African Jacana (Jesusbird) war auf dem Weg zum Wasser.
Wir genossen die morgendliche Atmosphäre, um dann die Fahrt durch die Landschaft fortzusetzen.
Ein Hippo watete am gegenüberliegenden Ufer durch den Fluss.
Auf einmal rief Roy ganz erfreut: „ It has a baby with it.“ Und da sahen auch wir das kleine Hippo ganz dicht bei der Mutter, die ihm Schutz bot 🙂
Teil 3022. Sept. 2024
In Mababe war so früh weit und breit noch kein Mensch zu sehen.
Nachdem wir das Dorf und die Brücke Richtung Khwai hinter uns gelassen hatten, bogen wir wieder links in den Busch ab.
Roy hatte in der Nacht auch die Hyänen gehört und am Morgen Löwen aus der Gegend, in der wir uns befanden. Er wollte sich mit uns auf die Suche nach ihnen machen. Lange cruisten wir durchs Gebüsch und Äste schlugen uns entgegen. Stefan und ich hatten längst die Orientierung verloren 😐 , während Roy den Jeep selbstsicher und entspannt durchs Gestrüpp lenkte. Es war eine spannende Pirschfahrt, aber ausser Löwenspuren fanden wir nur noch den Schädel eines toten Elefanten.
So beschloss Roy das Gebiet für unsere Kaffeepause zu verlassen. Am Wasserloch vom Vortag unterhielten wir uns beim Kaffee angeregt mit unserem Guide und ich lenkte das Gespräch zu dem Thema „Gemeinsames Essen mit allen Gästen und Guides in der Lodge“ und Roy erzählte uns, dass dies bis zum Wechsel des Managements auch so wie in vielen anderen Lodges gehandhabt wurde. Nach der Pause überquerten wir die nahe Transit Road und fuhren in Richtung Mababe Gate. Ein Straußenpaar lief uns über den Weg und verschwand sehr schnell im Busch. Roy fuhr weiter, um dann auf einem Parallelweg zurückzufahren. Und da waren sie plötzlich wieder:
Es war faszinierend, welch gutes Gespür Roy für Tiere hat 🙂
Quer durch die Mababe Concession fuhren wir zurück Richtung Camp und beim Überqueren des Mababe Rivers beobachteten wir einen Klaffschnabel beim Fressen.
Nach dem leckeren Brunch und einem Kaffee in der Main Area begaben Stefan und ich uns gemeinsam zu unserem Zelt.
Teil 3129. Sept. 2024
Während der Siesta machten wir es uns auf unserer Holzterrasse gemütlich und schauten Busch-TV. Zwei Elefanten vergnügten sich im River, fraßen frisches Grün und genossen die Abkühlung im Wasser.
Dann kamen zwei Paviane dazu und plötzlich begann ein lautes Spektakel. Die Affen schrien wir verrückt und rannen aufgeregt hin und her. Was war da los? 🤩
Stefan nahm das Fernglas, doch ausser einer Gruppe Impalas am gegenüberliegenden Ufer konnten wir nichts sehen.
Das Geschrei der Paviane hielt an, es war spannend wir ein Krimi … Da die Affen bis zur Main Area zu hören waren, kam der Managementassistent Moss vorbei, um zu schauen, ob bei uns alles in Ordnung war. Auch er konnte nichts sehen und meinte, es könnte ein Leopard sein. Moss fuhr wieder davon und wir behielten den Busch bis zum HighTea im Auge. Ein Leo ganz in der Nähe bereitete uns auf dem Weg zur Main Area ein etwas mulmiges Gefühl. Dort sicher angekommen, hörten wir wie Moss die Campmitarbeiter über die Verhaltensweisen beim Zusammentreffen mit einem Leoparden aufklärte. Im gesamten Camp herrschte Aufregung und auch die kanadische Familie und das brasilianische Paar hatten das Geschrei der Affen mitbekommen. Roy hatte uns am vorigen Tag erzählt, dass erst kürzlich ein Leopard im Camp ein Impala gerissen hatte und alles voll Blut war.
So kletterten wir zu Roy in den Jeep und erzählten ihm von unseren Beobachtungen während der Siesta. Gelassen startete er das Fahrzeug und fuhr ausserhalb des Camps direkt an der Fluss vor unser Zelt.
Stefan zeigte Roy den Baum, unter dem die Impalas standen. Inzwischen waren sie und auch die Paviane verschwunden und der Busch lag ruhig vor uns. Roys Leidenschaft als professioneller Guide war geweckt und los ging es …
Als wir an einem Kameldornbaum vorbeigefahren waren, bat ich Roy nochmal kurz zurückzufahren. Ich erkannte einen Impala im Stamm und Roy meinte, dass er schon so oft vorbei gefahren sei, dies aber noch nie sah und freute sich über meine Entdeckung 😄
Über die Holzbrücke ging es zum anderen Ufer und dann in die Richtung, in der das Spektakel stattfand. Eine Herde Gnus kreuzte unseren Weg und wir hielten kurz an. Roy meinte, Gnus seien die hässlichsten Tiere überhaupt.
Wir setzten die Fahrt fort und verließen kurz darauf den Hauptweg in ein Gebiet mit dichtem Buschwerk und ein paar Bäumen. Roy warnte uns jedesmal, bevor uns Äste entgegen schlugen. Das war eine Pirschfahrt, wir Stefan und ich sie mögen - spannend und abenteuerlich 🤩
Schließlich konnten wir unser Zelt aus einer neuen Perspektive sehen. Für uns war es erneut ein Rätsel, wie Roy den Weg hierhin fand.
Teil 3229. Sept. 2024
Mit seinen geschulten Augen suchte Roy die Gegend ab und plötzlich lenkte er den Jeep an eine Böschung Richtung Flussufer. Roy hatte die Ursache für das Geschrei der Paviane gefunden 🙂
Eine große Python umschlang ein Impala und hatte den Kopf bereits im Maul.
Dies war für uns das absolute Highlight und übertraf alles, was wir bisher in Afrika gesehen hatten 😄
Auch für Roy war die Szene neu, obwohl er schon so viele Jahre als Guide tätig war und hielt sie als Foto mit seinem Handy fest. Eine ganze Weile standen wir mit dem Jeep im Hang, in der Hoffnung, die Schlange würde sich bewegen. Aber sie schien wie erstarrt … In der Zwischenzeit hatte Roy die Sichtung und unsere Position seinem Kollegen per Funk durchgegeben.
Also verließen wir die Gegend wieder und begegneten einer Pavianfamilie.
Roy suchte einen geeigneten Platz für unseren „letzten“ Sundowner.
Wir hielten an einem idyllischen Platz direkt am Mababe River, wo Stefan und ich die tolle Atmosphäre im Licht der untergehenden Sonne genossen.
Dann wurden wir durch ständigen Funk gestört, Roys Kollege konnte die Python nicht finden. Und so fragte uns Roy, ob es für uns ok wäre, wenn wir ihm bei der Suche helfen. Da wir den Kanadiern und Brasilianern die Sichtung der Schlange gönnten, stimmten wir zu. Wir packten alles schnell zusammen und kurz nachdem wir losfuhren, kam die Durchsage, dass die Python gefunden wurde 🙂
Also konnten wir direkt zurück zur Lodge - eine letzte Fahrt entlang der idyllischen Galeriewälder am Mababe River.
Teil 3329. Sept. 2024
Im Camp begrüßte uns Bebedi mit einem kühlen Amarula und bis zum Eintreffen der anderen Gäste sogen wir die schöne Abendstimmung auf.
Nachdem alle da waren, versammelten wir uns um das Feuer der Boma und unterhielten uns angeregt über die Ereignisse des Tages. Die Stimmung war locker und entspannt und so wurden wir gefragt, ob wir gemeinsam zu Abend essen wollten. Das war eine prima Idee 🙂
Die angenehme Atmosphäre übertrug sich auf das Servicepersonal und die Mitarbeiter boten uns vor dem Essen spontan eine kleine Gesangs- und Tanzeinlage.
An der langen Tafel schmeckte das Essen und ein Glas Rotwein noch besser. Mit den anderen Gästen führten wir sehr interessante und auch lustige Gespräche. Und so wurde der Tag und auch der Abend zum perfekten Abschluss unserer Reise 🙂
Roy brachte uns zu unserem Zelt und wir verabschiedeten uns von ihm und bedankten uns von Herzen für sein professionelles Guiding in der Mababe Concession. Er hatte am nächsten Morgen einen Termin im Maun und musste das Camp schon sehr früh verlassen. Ein letztes Mal schliefen wir mit den Stimmen des Afrikanischen Busches ein …
Teil 3404. Okt. 2024
Dienstag, 19. März 2024
An diesem Morgen konnten wir eine Stunde länger schlafen, doch das wunderschöne Konzert der Vögel draußen weckte mich früh auf. In der Morgendämmerung trat ich auf unsere Terrasse und blickte wieder zuerst in die Baumkrone über unserem Zelt - ein perfekter Rückzugsort für Leoparden. Am Horizont kam langsam die Sonne zum Vorschein und ich atmete die frische Luft tief ein.
Dann ging ich ins Bad und nahm eine erfrischende Dusche. In der Zwischenzeit war auch Stefan aufgestanden und ging ebenfalls ins Bad, bevor wir unsere Sachen für die Heimreise packten. Gegen 7:00 Uhr holte uns ein Angestellter des Camps ab, lud unser Gepäck in den offenen Jeep und brachte uns zur Main Area. Dort trafen wir auf die kanadische Familie und das brasilianische Paar, die vor ihrer Weiterreise gegen Mittag noch einen kleinen Gamedrive unternehmen sollten. Es war ein herzlicher Abschied von diesen sympathischen Gästen.
Nach unserem Frühstück suchte ich ein letztes Mal die tolle Buschtoilette auf 🙂 , bevor wir uns von den Angestellten und Managern der „Mogotlho Safari Lodge“ verabschiedeten. Dann kletterten wir in den Jeep und zwei junge Frauen des Camps gesellten sich dazu. Sie wollten mit nach Maun zum Einkaufen. Wir winkten dem Camppersonal zu und schon starteten wir.
Als unser Fahrer nicht den Weg in Richtung Haupteingang des Camps, sondern den in den Busch nahm, waren wir etwas irritiert. Wo wollte er hin? 🤩 Er meinte, das sei der kürzeste Weg und als wir die Hauptstraße Richtung Maun erreichten, waren wir erleichtert. In beide Richtungen herrschte reger Verkehr und so wurde viel Sand aufgewirbelt. Im offenen Jeep setzten Stefan und ich zum Schutz der Augen die Sonnenbrille auf und ich band mir noch ein Tuch um den Kopf.
Am FMD Disifection Point stiegen wir aus, um mit den Schuhen durch das Desinfektionsmittel zu laufen. Eine ältere Dame kam aus ihrem Häuschen und spritzte das Fahrzeug ab.
Nach dem Prozedere ging die Fahrt auf der Sandpiste weiter, bis wir in Shorobe die Teerstrasse erreichten.
Planmäßig kamen wir gegen 12:00 Uhr am Flughafen in Maun an.
Teil 3504. Okt. 2024
Als wir unser Gepäck am Airlink-Schalter aufgaben, baten wir das Gepäck bis Frankfurt/Main durchzuchecken. Bis zum Abflug um 14:30 Uhr hatten wir noch genügend Zeit die Lunchbox der Mogotlho Lodge auszupacken und Sandwiches, gekochte Eier etc. zu essen. Der Flug Maun-Johannesburg mit Airlink verlief problemlos und zum Snack gönnten wir uns einen Südafrikanischen Rotwein 🙂 Der Weiterflug mit Condor nach Frankfurt startete gegen 21:05 Uhr und war zum Glück ruhiger als der Hinflug.
Am Mittwochmorgen, 20. März 2024 landeten wir bei kühlem Frühlingswetter in Frankfurt am Main.
Als wir unser Gepäck auf dem Band entdeckten, fiel uns ein Stein vom Herzen. Am Condor-Schalter in Johannesburg, wo wir unsere Bordkarten für den Weiterflug abholten, wurde uns gesagt, dass unser Gepäck nicht mit nach Johannesburg gekommen sei 🤩 Zufrieden verließen Terminal 1 und fuhren mit dem Shuttlebus zum Parkhaus. Dort luden wir unsere Reisetaschen ins Auto und nach rund einer Stunde Fahrzeit waren wir wieder zu Hause 🙂
Fazit unserer Reise „Erlebnis Khwai und Mababe“
Zuerst einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die uns auf dieser Tour begleitet haben und besonders an die, die den „Danke“-Button betätigt haben. Denn das hat mich motiviert, den Reisebericht zu Ende zu schreiben 🙂
Es war eine kurze, aber sehr erlebnisreiche Safari und von Anfang an hat alles gepasst. Die beiden Unterkünfte „Sango Safari Camp“ (klein und familiär) und „Mogotlho Safari Lodge“ (weitläufig und für unsere Verhältnisse luxuriös) waren sehr unterschiedlich und wir fanden jedes Camp auf seine Weise schön. Auf unseren Gamedrives in der Khwai Concession, dem Moremi Narionalpark und in der Mababe Concession sahen wir die „Big Five“ (ohne Nashorn) und viele andere Tiere und Vögel. Wir mögen die Green Season, wenn nur wenige Touristen unterwegs sind, die Preise der Lodges moderat sind und das Grün der Natur einen tollen Kontrast zu den Tieren bildet. Das Wetter war für März ungewöhnlich heiß und trocken. Mit Jacks und Roy hatten wir professionelle Guides an unserer Seite, die uns viele spannende und unvergessliche Momente bescherten. Wir hatten auch das Glück, mit ihnen immer alleine unterwegs zu sein, was für uns eine neue Erfahrung war. Auch die Mokoro-Tour in Khwai erwies sich als ein besonderes Erlebnis. Und nicht zu vergessen sind die interessanten Begegnungen und Gespräche mit vielen lieben Menschen: Two unser Fahrer ins Sango Safari Camp, die Mitarbeiter und Guides der Camps, unser Poler der MokoroTour und die Gäste aus verschiedenen Ländern der Erde. Wir haben sehr viel über Tiere, Land und Leute in Botswana (und andere Länder) erfahren und unseren Horizont wieder ein Stück erweitert 🙂