Erlebnis Khwai u. Mababe mit Highlight zum Schluss
von Makalani · 35 Teile
Teil 128. Juli 2024
Hallo liebe Fomis, alle paar Jahre bricht bei mir das Afrikavirus aus, so auch Anfang 2024. Mein Wunsch nach einer Afrikareise wuchs von Tag zu Tag und es sollte eine Reise nach Botswana in der Green Season werden … Jetzt musste ich nur noch Stefan von meiner Idee begeistern und setzte all meine Überredungskünste ein 🙂
Als er endlich zustimmte, suchte ich nach Flügen und siehe da - im März gab es ein passendes Angebot FRA-JNB-MUB mit Condor/Airlink.
Beide hatten wir die Vorstellung von „Weniger ist mehr“ und so entschieden wir uns für zwei Camps am östlichen Rand des Okavango Deltas mit Straßentransfer. Beim Veranstalter für Afrikareisen unseres Vertrauens fragte ich an, ob dies so möglich sei. Als uns das Angebot am nächsten Tag schon vorlag und in unserer Reisebudget passte, ging alles sehr schnell. Am 25. Januar buchte ich die Flüge und unser Veranstalter das gewünschte Landprogramm.
Unser Reiseplan sah dann so aus:
11.03. Flug Frankfurt nach Johannesburg mit Condor 12.03. Weiterflug nach Maun mit Airlink Straßentransfer nach Khwai 4 Übernachtungen im Sango Safari Camp 16.03. Straßentransfer in die Region Mababe 3 Übernachtungen in der Mogotlho Safari Lodge 19.03. Straßentransfer nach Maun und Rückflug über Johannesburg 20.03. Ankunft in Frankfurt
Knapp sechs Wochen später sollte es schon losgehen und die Reise zu einem unvergesslichen Erlebnis werden,..
Vorab schon mal ein paar Eindrücke unserer Safari:
Khwai Consession und Moremi Game Reserve
Mababe Concession
Ich bin keine große Geschichtenschreiberin und freue mich, wenn ich trotzdem euer Interesse an unserer Reise wecken kann 🙂
Viele Grüße, Sabine
Teil 230. Juli 2024
Montag, 11. März 2024
Nachdem der Streik des Bodenpersonals am Frankfurter Flughafen ein paar Tage zuvor beendet war, stand unser Reise nach Botswana nichts mehr im Weg - Juhu 🙂
Gegegn 15 Uhr machten wir uns mit unserem Auto auf den Weg, Stefan hatte das Ziel „Holiday Parking Nord“ schon im Navi eingegeben. Als wir das Parkhaus erreichten, legte er das Parkticket unter den QR-Codeleser. Die Schranke öffnete sich nicht und auch nach einem weiteren Versuch passierte nichts. Was war das?? Unser Ziel gaben wir erneut im Navi ein, doch wieder zeigte es unseren jetzigen Standort „Holiday Parking Süd“ an. Ich wählte die in der Buchung angegebene Telefonnummer: „Sie rufen ausserhalb unserer Servicezeiten an …“ Das fing ja gut an 😐 In einem nahe gelegenen Hotel, fragte ich an der Rezeption, ob jemand wüsste, wo sich unser gebuchtes Parkhaus befindet. Ein netter junger Mann recherchierte im Computer und gab ein Ziel in Google maps auf meinem Handy ein. Ein Trinkgeld für diesen Service lehnten die Hotelmitarbeiter dankend ab. So fuhren wir dann zu „unserem“ Parkhaus mitten in der Baustelle des neuen Terminals 3. Inzwischen ist das Parkhaus bei Google maps gespeichert.
Mit dem Shuttlebus ging es zum Terminal 1 und weiter zum Schalter von Condor. Da wir sicher gehen wollten, dass unser Gepäck in Johannesburg nach Maun weitergeleitet wird, checkten wir hier ein. Die Sicherheits- und Passkontrolle passierten wir problemlos und endlich kamen wir an unserem Abfluggate an.
Unseren von zu Haus mitgebrachten Snack packten wir zum Verzehr aus und waren zufrieden. Ein paar Reisende sprachen uns an, ob wir zu ihrer Reisegruppe gehörten und kamen so mit ihnen ins Gespräch - und froh, individuell zu reisen. Dann war alles für das Boarding bereit.
Im Flugzeug nahmen wir unsere Plätze ein und planmäßig hob der neue Airbus 330 neo in Richtung Johannesburg ab. Nach dem Abendessen fielen mir die Augen zu, wurde aber immer wieder durch starke Turbulenzen geweckt. Stefan, meine Nachteule, schaute noch einen Film, bevor auch er irgendwann einschlief…
Dienstag, 12. März 2024
Gegen Morgen wurde der Flug ruhiger und nach dem Frühstück ging es schon bald in den Sinkflug. Gegen 10 Uhr landeten wir am Tembo Airport im Johannesburg.
Die Pass- und Sicherheitskontrolle für unseren Weiterflug nach Maun dauerte erwas länger als sonst 😄 Im Abflugbereich tranken wir erst einmal gemütlich einen Kaffee, bevor wir uns zum Gate A14 begaben. Dort angekommen, war weit und breit niemand zu sehen, was uns leicht irritierte.
Die Anzeigetafel für Abflüge wies ausgerechnet für unsere Abflugzeit eine Lücke auf. Eine junge Amerikanerin von Wilderness Safaris stieß zu uns und war ebenfalls wegen der geringen Anzahl der Fluggäste verwirrt. Just in dem Moment ertönte eine Lautsprecheransage, dass der Abflug nach Maun am Gate A10 stattfindet. Eine Gruppe Reisender stürmte von hinten an - da waren die anderen Fluggäste nach Maun 🙂
Der Flug mit Airlink war sehr ruhig und Service und Essen um einiges besser als bei Condor.
Unsere Maschine landete ca. 30 Minuten vor der geplanten Ankunftszeit um ca. 13:15 Uhr in Maun. Nach den Einreiseformalitäten und der Passkontrolle waren wir froh, unser Gepäck in Empfang zu nehmen und den Sicherheitsbereich zu verlassen. Da stand auch schon unser Fahrer Two mit unserem Namensschild. Er begrüßte uns herzlich und wir stellten uns kurz vor. Etwas müde folgten wir ihm nach draußen.
Endlich wieder in Afrika!! 🙂
Fortsetzung folgt …
Teil 303. Aug. 2024
Auf dem Weg zum Parkplatz schlug uns die afrikanische Mittagshitze entgegen- 39 Grad. Bevor wir unsere Reisetaschen im Kofferraum verstauten, wechselte ich meine Schuhe in offene Latschen. Welch eine Wohltat! Two hielt kühle Getränke für uns bereit und so stiegen wir ins klimatisierte Auto, Stefan auf dem Beifahrersitz und ich machte es mir auf dem Rücksitz gemütlich. Und los ging’s - ca. 3 Stunden Fahrt (153 km) bis zum Sango Safari Camp in Khwai lagen noch vor uns. Durch das bunte Treiben der Stadt verließen wir Maun in Richtung Norden. Unser Fahrer erwies sich als sehr unterhaltsam und erzählte uns viel über sein Land und Leute.
Die Teerstraße endet in Shorobe, wo Two mit seiner Familie wohnt und eine Farm betreibt. Er berichtete uns von einem Projekt, durch das sein Dorf finanziell unterstützt wurde, das aber mangels Einnahmen und Spenden eingestellt wurde - Schade Two scheint für sein Dorf sehr engagiert zu sein. Es bereitete uns Freude, mit einem jungen und motivierten Botswana unterwegs zu sein 🙂
Weiter auf der Sandpiste, verzweigt sich die Straße und wir nahmen den rechten Weg Richtung Mababe. Der andere Weg führt durch den Moremi Nationalpark auch nach Khwai.
Als wir uns schon in der Mababe Concession befanden, begegneten wir dem „ersten“ Elefanten.
Bald kamen wir an einem idyllischen Pool des Mababe Rivers vorbei: Wasserböcke grasten am anderen Ufer, einige Hippos tümmelten sich im Wasser, verschiedene Vögel hielten sich hier auf und ein Büffel stand alleine im Gras.
Eine ganze Weile standen wir dort und genossen die Szene im Licht der Spätmittagssonne 🙂
Nachdem wir kurz hinter Mababe die Stahlbrücke über den Mababe River (so heißt der Khwai River hier) überquert hatten, waren es noch 37 km bis Khwai.
Irgendwann sahen wir eine einsame Giraffe am Wegesrand. Sie ließ sich bei ihrem Abendessen von uns nicht stören, schaute nur mal kurz zu uns herüber und aß friedlich weiter.
Weiter auf der staubigen Transit Road schoss plötzlich eine Herde Büffel aus dem Busch, überquerte die Straße und verschwand wieder genau so schnell, wie sie aufgetaucht war.
Kurz vor Khwai hielten wir auf einer Brücke und beobachteten eine Gruppe Klaffschnäbel am Ufer des Flusses.
Teil 403. Aug. 2024
Gegen 16:30 Uhr erreichten wir das Sango Safari Camp, wo wir von den beiden Campmanagern Brooklyn und Mahindi herzlich begrüßt wurden. Von unserem sehr sympathischen Fahrer Two verabschiedeten wir uns und bedankten uns für die sichere und kurzweilige Fahrt zum Camp, die mehr schon wie ein erster Gamedrive war 🙂
Wie sich herausstellte, wurde der Transfer vom Flughafen Maun zum Sango Safari Camp von Bushways Safaris organisiert und Two sprang manchmal für solche Fahrten neben seinem Farmleben ein. Two verschwand nur kurz in der Küche, um die anderen Campmitarbeiter zu begrüßen. Er musste ja nochmal den Weg zurück nach Shorobe. Mir schien im nachhinein der Reise, dass sich sehr viele Leute zwischen Maun und Khwai kennen.
Dann betraten wir die Main Area des Camps, die eine warme Atmosphäre ausstrahlte und wir fühlten uns sofort wohl. Alles sah gemütlich aus und der Tisch für das Abendessen war auch schon gerichtet.
Mahindi erklärte uns die wesentlichen Abläufe des Camps und fragte, ob wir noch einen kleinen Gamedrive machen wollten. Da wir seit weit mehr als 24 Stunden schon unterwegs waren und es immer noch sehr heiß war, sehnten wir und nach einer erfrischenden Dusche und etwas Entspannung bis zum Dinner. So wurden wir zu unserem Zelt Nr. 4, direkt neben dem Hauptbereich geführt. Das Sango Safari Camp hat sechs Zelte im Meru-Stiel, die zweckmäßig und geschmackvoll eingerichtet sind und jeweils ein eigenes Bad mit Aussendusche haben, alles war sehr sauber. Über den Standventilator und die Lademöglichkeiten für Handy und Kamera im Zimmer freuten wir uns sehr.
Während Stefan duschte, genoss ich auf unserer Terrasse den weiten Ausblick auf den am anderen Ufer des Khwai Rivers gelegenen Moremi Nationalpark und ließ die Abendstimmung auf mich wirken.
Um 19:00 Uhr gab es ein leckeres Abendessen vom Buffet. Wie in vielen Camps in Botswana üblich, saßen wir am langen Tisch mit Gary & Carry und Andy & Nicky aus England, die beiden Frauen waren Schwestern. Auch sie waren erst an dem Tag angereist und wir sollten die nächsten 3 Tage miteinander im Camp verbringen. Das gesamte Personal des Camps war sehr freundlich und hilfsbereit. Sehr schön fand ich auch, dass abwechselnd bei jeder Mahlzeit zwei Campmitglieder aus Management und Guides teilnahmen. So führten wir sehr viele interessante und lustige Gespräche:)
Nach dem Abendessen wurden wir zu unserem Zelt gebracht und machten uns fertig fürs Bett. Nachts wurde ich kurz von den Geräuschen eines grasfressenden Hippos direkt neben unserem Zelt wach, schlief dann glücklich und zufrieden bis zum Morgen weiter.
Fortsetzung folgt …
Teil 508. Aug. 2024
Mittwoch, 13. März 2024
Schon früh um 5:00 Uhr wurden wir geweckt und eine halbe Stunde später gab es Frühstück in der Boma. Toast und Kaffee wurden über dem Feuer zubereitet und ich trank eine Tasse Kaffee unter dem afrikanischen Sternenhimmel. Welch ein Genuss! 🙂
Am Horizont kam langsam die Sonne zum Vorschein und es wurde Zeit für den ersten Gamedrive. Jacks unser Guide wartete bereits im Jeep auf uns und hatte unsere Trinkflaschen aus Glas schon mit aufbereitetem und gefiltertem Grundwasser aus Khwai gefüllt. Zuerst waren wir skeptisch, entschieden uns dann doch für dieses nachhaltige Projekt. So kletterten wir über eine kleine Leiter in den Jeep und machten uns mit dem netten, aber noch zurückhaltenden Jacks bekannt. Die beiden englischen Ehepaare fuhren kurz vor uns in einem anderen Jeep mit July ab. Für uns war es das erste mal, dass wir ganz alleine mit einem Guide zum Gamedrive aufbrachen.
Kurz nachdem wir das Khwai Guesthouse passiert hatten, entdeckte Jacks Löwenspuren auf der Straße, die noch recht frisch waren.
Weiter auf der Transit Road Richtung Mababe bogen wir irgendwann rechts in den Busch ab. Den Morgen sollten wir in der Khwai Concession verbringen - in Mogotho, wie die Guides dieses Teilgebiet nannten. Die Spannung war riesig, welchen Tieren würden wir heute früh begegnen?
Da waren schon die ersten: Zwei Klunkerkraniche liefen vergnügt im Gras umher.
An einem kleinen Wasserloch trug ein Graureiher sein Frühstück im Schnabel. Der Frosch zappelte noch, als der Graureiher einen passenden Platz zum Fressen suchte. Auch ein Silberreiher stand in Warteposition auf einen Fang im Wasser.
Ein Riedbock stand einsam am Khwai River.
Ellipsen Wasserböcke
Schreiseeadler
Eine Funkdurchsage erreichte Jacks: ein Leopard wurde gesichtet. Wir fuhren sofort in das genannte Gebiet und stellten uns in Position. Dann kam der Leopard aus dem Busch und verschwand nach kurzer Zeit wieder im Dickicht.
Wir konnten es kaum fassen, im ersten Gamedrive in Khwai schon einen Leo gesehen zu haben 🙂
Teil 609. Aug. 2024
Bei der Fahrt entlang des Khwai Rivers entdeckten wir einen Schlangenadler, sein Nest war in der Baumkrone eines anderen Baumes. Jacks erklärte uns den Nestbau des Schlangenadlers , das Nest hat einen Durchmesser von bis zu 60 cm.
Vorbei an einer Gruppe Impalas
Nun wurde es Zeit für eine Kaffeepause - wir hielten an einem kleinen See, im dem einige Hippos zu sehen waren. Jacks stellte alles liebevoll am Jeep bereit und das Beste waren die selbst gebackenen Muffins aus dem Camp. Der Jeep der Engländer parkte direkt neben uns und sie unterhielten sich angeregt mit ihrem Guide July. So hatten wir die Gelegenheit Jacks etwas näher kennenzulernen und es stellte sich heraus, dass er ein Cousin unseres Fahrers Two vom Tag zuvor war. Auch er war gebürtig aus Shorobe.
Wir packten alles zusammen und weiter ging es wieder zum Khwai River.
Dort entdeckten wir eine Elefantenfamilie im Fluss und beobachten sie eine ganze Zeit lang.
Nach und nach verließen die Elefanten das Wasser. Nur einer hatte es nicht so eilig, er war noch dabei Wasserlilien zu fressen.
Jacks erzählte uns, dass auch manche Einwohner Botswanas Wasserlilien essen.
Wieder kam eine Funkdurchsage und Jacks fuhr los. Was gab es zu sehen? Dann erreichten wir sie: ein vierköpfiges Rudel Wildhunde lief am anderen Ufer und suchte eine passende Stelle zum Überqueren des Flusses.
Teil 709. Aug. 2024
Wir begleiteten die Wildhunde auf unserer Seite, bis es soweit war. Einer lief vor und dann folgten die anderen ihm durch das Wasser.
Auf unserer Seite angekommen, liefen die Wildhunde ihres Weges weiter.
Wow, das war ein tolles Erlebnis 🙂
Inzwischen wurde es immer heißer und die Tiere suchten bereits den Schatten.
Wir verließen das Gebiet und über die Transit Road ging es zurück nach Khwai.
Im Sango Safari Camp angekommen, tauschten wir uns beim Brunch mit den Engländern und Campmitarbeitern über die Erlebnisse des Morgens aus. Nach dem Essen verzogen sich alle und ich trank noch einen Kaffee in der Main Area, sortierte Fotos und schrieb noch ein paar Whatsapp Nachrichten.
Dann folgte auch ich in unser Zelt und hielt Siesta!
Teil 811. Aug. 2024
Nach dem Afternoon Tea ging es wieder los, wir stiegen in unseren Jeep und waren überrascht, dass Brooklyn, der Campmamager mitfuhr. Es ist wohl üblich, dass die Manager ab und zu mit den Guides auf Gamedrive gehen. Als wir auf die Hauptstraße in Khwai gelangten, bogen wir links ab. Wir kamen an der neuen Vorschule vorbei und Brooklyn berichtete uns vom Bushways Foundation, die den Bau der Schule unterstützten. Falls wir noch einmal nach Khwai kommen sollten, werde ich einen Besuch der Schule einplanen. Kurz vor Ortsende stand ein ehemaliges Geschäft leer und Brooklyn meinte, ich könnte es wieder eröffnen - Sabine und ein Geschäft in Khwai 😄
Wir überquerten den Khwai River über die Brücke und erreichten das North Gate zum Moremi Gamereserve. Jacks meldete uns kurz im Office an und so waren wir im Moremi, auf den wir sehr gespannt waren.
An der ersten Gabelung nahmen wir die linke Abzweigung und fuhren durch den Busch und Graslandschaften mit weniger spektakulären Sichtungen.
Unerwartet lag ein Kiefer eines toten Elefanten auf der Piste, vom Rest war nichts mehr zu sehen. Jacks erzählte uns, dass Elefanten 60 bis 70 Jahre alt werden und einen ähnlichen Lebenszyklus wie wir Menschen haben. Plötzlich tauchte ein einzelner Elefant aus dem Busch auf. Er lief geradewegs zu dem Kiefer, berührte und beschnüffelte ihn. Diese Situation war sehr emotionsgeladen, dass ich es gar nicht in Worte fassen kann. Danach trottete der Elefant davon. Jacks meinte, dass der tote Elefant vermutlich ein Verwandter des anderen Elefanten war.
Immernoch von diesem Erlebnis beeindruckt, setzten wir den Gamedrive durch dem Moremi Nationalpark fort.
Wasserbock
Teil 912. Aug. 2024
Wir kamen an einem kleinen Teich mit einem Schmalschnabellöffler und Krokodil vorbei
Bienenfresser
Auf einmal stank es unausstehlich und je weiter wir fuhren, desto intensiver wurde der Geruch. Wo kam dieser Gestank nur her?
Dann entdeckten wir den toten Elefanten im Gras. Und da waren auch wieder July und die Engländer mit ihrem Jeep 🙂
Geier saßen auf dem Kadaver und pickten daran, aber in der dicken Haut gab es noch keine Öffnung zum Fressen.
Auf einmal flogen alle Geier in die Luft.
Dann sahen wir den Grund dafür - ein junger Löwe näherte sich dem Kadaver.
Wahrscheinlich war es ihm noch zu heiß für ein Abendessen und so lief er zurück Richtung Busch.
Der Löwe schaute kurz in unsere Richtung und verschwand.
Der Elefantenkadaver blieb alleine zurück, aber wahrscheinlich nicht mehr lange …
Teil 1012. Aug. 2024
Für uns wurde es Zeit für einen Sundower und suchten ein geeignetes Plätzchen dafür. Als wir gerade fündig wurden, erhielten wir eine Funkduchsage von July: Der Löwe kam nochmal aus dem Busch. Wir entschieden gemeinsam, auf den Sundowner zu verzichten und den Weg zurückzufahren.
Als wir ankamen, lag der Löwe im Licht der untergehenden Sonne faul im Gras.
So standen standen eine ganze Zeit lang und genossen diesen Sundowner der ganz besonderen Art 😄
Jacks startete den Jeep und raste los, wir hatten nur noch 20 Minuten bis das Gate schloss. Der warme Abendwind blies uns ins Gesicht, während Jacks angespannt den Rückweg suchte.
Stefan und ich fühlten uns mit Jacks jederzeit sicher, er ist ein erfahrener und professioneller Guide.
Wir hatten es geschafft: Kurz vor 18:00 Uhr erreichten wir den Ausgang des Moremi Gamereserve und überquerten die Brücke nach Khwai im Abendlicht.
Kurz vor Ortseingang hielt Jacks an und wir holten den Sundowner im Jeep nach.
Das Dinner fand in fröhlicher Runde mit den Engländern und den beiden Guides Jacks und July statt. Ohne uns vorher abzustimmen, änderte sich die Sitzordnung bei jeder Mahlzeit. So lernten wir uns alle besser kennen und die Atmosphäre im Camp war sehr entspannt und familiär. Die Köche und Servicemitarbeiter stellten die geschmackvollen Gerichte und guten Weine abends vor und boten einen herzlichen und exzellenten Service.
Nach dem Essen fielen wir in unsere bequemen Betten, schliefen schnell ein und träumten von diesem wunderbaren Tag in Botswana 🙂
Teil 1115. Aug. 2024
Donnerstag, 14. Marz 2024
Nach dem Frühstück unter dem Himmel Afrikas brachen wir mit Sonnenaufgang nochmal zu einem Gamedrive ins Moremi Gamereserve auf. Es war ein wunderbarer Morgen, wolkenlos und warm.
Im Nationalpark angekommen, begegneten wir einer Riesentrappe, die alleine im Gras umherlief.
Jacks, der ein gutes Fachwissen über Tiere und Natur hat, ließ uns daran teilhaben. Die Riesentrappe ist der größte flugfähige Vogel der Welt, bewohnt offene Graslandschaften und ernährt sich hauptsächlich von Samen und Beeren, aber auch von Insekten und kleinen Tieren. Die Riesentrappe ist eine vom Aussterben bedrohte Art und so freuten wir uns, eine davon an diesem Morgen zu sehen 🙂
Eine Zebraherde weidete im saftigen grünen Gras.
Da war er wieder: Der erste Funkspruch und Jacks fuhr los. Was gab es an diesem schönen Morgen zu sehen?
Der junge Löwe vom Tag zuvor wurde in Begleitung eines Gefährten im hohen Gras gesichtet. Jacks brachte den Jeep in Stellung und wir waren gespannt, was passieren würde.
Da kamen sie nacheinander aus dem Gebüsch.
Die Löwen hatten eine Herde Lechwe Antilopen im Visier, die in der weiten Graslandschaft zu sehen war. Langsam näherten sie sich der Herde, die natürlich auf die Raubtiere aufmerksam wurde.
Die Lechwe Antilopen schauten nach den Löwen, liefen aber nicht sofort weg. Warum wohl?
Jacks gab uns die Antwort darauf: Sie wussten, dass sie von zwei jungen Löwen nichts zu Befürchten hatten 😄 Unsere Spannung auf eine Angriffsszene der Löwen löste sich und etwas enttäuscht setzten wir den Weg fort.
Teil 1215. Aug. 2024
Nach der Kaffeepause an einem idyllischen Plätzchen und leckerem Kuchen gemeinsam mit July und den Engländern, kamen wir in ein Waldgebiet. Inzwischen war es sehr heiß, die Luft stand förmlich. Aus dem Busch waren kaum Geräusche zu hören, trotzdem entdeckten wir hier und da ein Tier.
Auf einmal hielt Jacks an und stoppte den Motor. Was hatte er gesehen oder gehört? Da sahen wir es auch: Ein Elefant kam langsam aus dem Wald heraus. Er stellte sich hinter einen Busch und sah uns prüfend an. Dann überquerte er die Straße direkt vor unserer Nase, auch dabei schaute er wieder nach uns.
Puh, das war nah! Jacks hat ein besonderes Gespür für Elefanten, vielleicht weil er viele Jahre im Chobe Nationalpark bei Kasane als Guide tätig war.
Nach diesem besonderen Erlebnis wurde es Zeit für den Rückweg ins Camp, wir hatten uns mehrere Kilometer vom North Gate entfernt.
Als wir die Brücke nach Khwai passiert hatten, entdeckte Jacks mit seinen guten Augen einen Eisvogel im Baum. Er hielt an und erzählte uns alles über diesen hübschen Vogel, während wir diesen betrachteten.
Nach dem Brunch trank ich noch meinen Kaffee und entdeckte zwei Zebramangusten, die in der Mittagshitze den Schatten im Camp suchten.
Es war der heißeste Tag unserer Reise - 40 Grad
Teil 1318. Aug. 2024
Am Nachmittag sollten wir unsere erste Mokorotour machen. Auf unseren zwei früheren Botswanareisen hatte sich die Gelegenheit dafür nie ergeben und so freuten wir uns auf das bevorstehende Erlebnis 🙂 Bei unserer Abreise in Deutschland war noch Winter, unsere Haut hatte schon lange keine Sonne mehr gesehen. Um keinen Sonnenbrand zu riskieren, zogen wir lange Hosen und langärmlige Oberteile an. Natürlich kamen auch eine Kappe für Stefan und ein Sonnenhut für mich mit.
Beim Brunch unterhielten wir uns angeregt mit den englischen Ehepaaren, die schon länger im südlichen Afrika unterwegs waren. Gary, der eine Woche später seinen 70. Geburtstag feierte, blieb am Morgen im Camp. Wir hatten ihn gar nicht so alt geschätzt, er war noch sehr agil. Das frühe Aufstehen und die Hitze machten ihm sehr zu schaffen, doch die Mokorofahrt wollte er sich nicht entgehen lassen. Gemeinsam besprachen wir mit unseren Guides, die Mokorotour aufgrund der Hitze etwas zu kürzen und zuerst noch einen kleinen Gamedrive um Khwai herum zu machen. Und los ging es …
Als wir an einem Skelett vorbei kamen, sah Jacks sofort welches Tier es war. Er sprang aus dem Auto und baute den Schädel für uns zusammen. Da erkannten auch wir, dass es ein Nilpferd war 🙂
Ansonsten waren weit und breit keine Tiere zu sehen
Am Flussufer angekommen, entdeckten wir doch noch einen Elefanten, der genüsslich am Ufer fraß.
Wir gelangten an die Anlegestelle der Mokoros, unsere drei Boote und die Poler standen schon bereit. Auch der Jeep der Engländer stieß dazu und so wurden wir von den Polern freundlich begrüßt. In der Zwischenzeit verstauten July und Jacks eine große Kühlbox mit unserer Verpflegung für die Tour in einem der Boote.
Gut gelaunt stiegen wir in die Mokoros und als alle bereit für die Abfahrt waren, machte Jacks mit meiner Kamera ein tolles Gruppenfoto. Wir legten ab und ich dachte, dass ich nicht richtig sehe 🤩 Wir fuhren direkt im Richtung einer Gruppe Hippos - mein Herz pochte vor Aufregung…
Teil 1418. Aug. 2024
Erleichterung machte sich breit, als unser Poler das Mokoro wendete. So glitten wir langsam und entspannt durch das Wasser. Es war herrlich und überall blühten die Seerosen.
Unser Poler erzählte uns, dass er im Okavango Delta aufgewachsen ist und in seinem Dorf das Mokoro als Transport- und Fortbewegungsmittel dient. Seit 10 Jahren fuhr er schon Touristen im Mokoro und schien sehr erfahren zu sein. Unerwartet fuhr er in Richtung Ufer ins Gras hinein, er hatte eine wunderschöne lilafarbene Waterlily entdeckt 🙂
Auch einen Riedfrosch sahen wir, leider ist das Foto nichts geworden. Und weiter ging die ruhige Fahrt im Mokoro.
Unser Poler wiederholte Jacks Aussage, dass die Leute im seinem Heimatdorf die Wurzeln der Seerosen kochen und essen. Interessiert lauschten wir, als er eine Seerose aus dem Wasser holte und uns die Zubereitung der Wurzeln erklärte. Es machte ihm sichtlich Spaß, darüber zu erzählen.
Da die anderen Poler ihre Mokoros geradewegs durchs Wasser fuhren, erreichten sie das Ufer vor uns und hatten die Kühlbox schon auf einem umgedrehten Mokoro platziert. Die Getränke und gebackenen Leckereien aus dem Camp stellten sie für uns bereit.
Diese Pause in der Wildnis genossen wir mit kühlen Getränken und Gebäck, bevor es im Sonnenuntergang zurück zur Anlegestelle ging.
Jacks und July erwarteten uns schon am Ufer. Wir bedankten uns bei den Polern und verabschiedeten uns, bevor wir in die Jeeps kletterten. Auf dem Weg zum Camp bog Jacks kurz vor Khwai zum Hippo Pool ab und wir ließen die tolle Abendstimmung dort noch auf uns wirken.
Dann kehrten wir zurück ins Camp, wo uns das Abendessen erwartete. Es war der letzte Abend in dieser gemütlichen Runde, July und Jacks erzählten uns, wie sie die Coronazeit in Botswana erlebt hatten. Sie waren froh darüber, dass sie jetzt wieder als Guides arbeiten konnten.
Nach dem Essen brachen wir noch zu einer Nachtfahrt rund um Khwai auf und wie schon am Nachmittag waren auch in der Nacht wenige Tiere zu sehen. Beeindruckend war eine große Eule, die auf einem Ast direkt über der Piste saß. Ansonsten trafen wir noch auf eine Hyäne, die sich im Gebüsch versteckte. Wieder zurück im Camp, fielen alle müde vom langen Tag und der Hitze in die Betten. Es war ein wunderschöner Tag gewesen …
Teil 1522. Aug. 2024
Freitag, 15. März 2024
Nach dem Frühstück gab es einen herzlichen Abschied von Andy & Nicky und Gary & Cary, mit denen wir drei schöne Tage im Camp verbracht hatten. Bis zu ihrem Abflug ins nächste Camp sollten sie mit July noch eine kleine Tour rund um Khwai machen. Auch wir starteten mit Jacks zum Gamedrive ins Magotho Gebiet und winkten ihnen ein letztes Mal zu. Ab jetzt waren wir die einzigen Gäste im Sango Safari Camp 🙂
Die Brücke Richtung Mababe überquerten wir im frühen Morgenlicht.
Einige Zeit später stoppte Jacks den Jeep, da eine Elefantenfamilie im Busch auftauchte. Die Elefantenkuh behielt uns fest im Auge, während die Kleinen die Straßenseite wechselten.
Jacks hatte alles gut im Blick, als die Elefantenkuh auf uns zukam …
Sie merkte, dass wir friedlich waren und fing direkt neben uns an zu fressen und dann verschwand auch sie im Dickicht.
Wir setzten die Fahrt fort und kurz bevor wir rechts abbiegen wollten, überquerte eine Herde Büffel die Straße. Wir warteten bis es alle geschafft hatten.
Wie am ersten Tag kamen wir an dem kleinen Wasserloch vorbei, dieses Mal blieben wir nur kurz stehen.
Sattelstorch und Reiher
Eine einsame Giraffe
Jacks hatte gehört, dass sich in Nähe der Campsite ein Löwe aufhielt. Lange Zeit suchten wir in dem Gebiet nach ihm, leider ohne Erfolg. Jacks gab auf und wir fuhren wieder runter zum Khwai River, wo wir der Piste nach Osten folgten.
Eine Herde Zebras stand im hohen Gras des Flussufers. Jacks fuhr ein Stück vor, bevor er das Auto wendete. So hatten wir freie Sicht auf die Zebras, die sich zwischenzeitlich am Rand der Piste versammelt hatten
Plötzlich rannten sie unter lautem Wiehern los . ..
Wow -ein schönes Erlebnis 🙂
Danach ging es weiter entlang des Flusses, wo drei Elefanten ihren Durst löschten.
Teil 1622. Aug. 2024
Schwarzmilan
Für die Kaffeepause wählten wir wieder den Platz mit Aussicht auf den Hippopool.
Schließlich fuhren wir langsam entlang des Khwai Rivers zurück und wieder sahen wir …
Elefanten 🙂
Als wir an der Abzweigung zum Magotho Camp waren, wollte Jacks dort eine kleine Runde drehen, in der Hoffnung den Löwen zu sehen. Er bog also rechts ab und da lag er in voller Pracht unter einem Busch. Jacks stoppte das Auto. Ein Selfdriver war uns gefolgt und als er um die Ecke schoss, suchte der Löwe schnell das Weite - Schade Als Jacks um die Büsche herum fuhr, entdeckten wir den Löwen in seinem neuen Versteck.
Wir kehrten zum Hauptweg zurück und sahen …
Elefanten
Teil 1722. Aug. 2024
Dann ging es zurück nach Khwai
Auf der Brücke vor dem Ortseingang trafen wir auf einen Jeep mit Mitarbeitern unseres Camps und Jacks hielt an. In der Zeit,in der er sich unterhielt, schauten wir einem Elefanten im Wasser zu.
Obwohl außer uns keine weiteren Gäste im Camp verweilten, war das Mittagsbuffet wie gewohnt aufgebaut. Mahindi und Rose leisteten uns beim Essen Gesellschaft. Danach gingen wir zu unserem Zelt und erblickten einen Elefanten direkt vor dem Camp. Während Stefan sich aufs Bett legte, setzte ich mich gemütlich auf einen Stuhl auf unserer Holzterrasse und beobachtete ihn.
Dieser Morgen war sehr von Elefanten geprägt 🙂
Teil 1828. Aug. 2024
Nach dem HighTea kletterten wir in „unseren“ Landcruiser und Jacks fragte uns, ob wir nochmal in den Moremi Nationalpark wollten,um nach dem Elefantenkadaver zu schauen, den wir zwei Tage vorher dort sahen. Da stimmten wir natürlich zu und los ging es …
Auf der Brücke zum North Gate sonnte sich ein Spornkuckuck auf dem Holzgeländer und überblickte die Gegend. Dann passierten wir das Gate und bogen wieder direkt links in den Nationalpark ab.
An diesem Nachmittag sichteten wir nur wenige Tiere und waren gefühlt alleine im Park unterwegs, da wir keinem anderen Fahrzeug begegneten. Es war eine ruhige und entspannte Pirschfahrt 🙂
Als wir schon eine Weile unterwegs waren, erblickten wir Elefanten im Busch. Jacks hielt an und mit großem Interesse beobachteten wir die Aktivitäten der Elis.
Später begegnete uns ein Sattelstorch, der vergnügt im hohen Gras umherlief.
Schließlich gelangten wir zu dem toten Elefant, dem bereits Schwanz, Teile des Rüssels und der Beine fehlten. Die Geier waren nach wie vor intensiv mit dem Kadaver beschäftigt.
Teil 1928. Aug. 2024
Doch was sahen wir da noch? Eine Hyäne stand im Schatten des Kadavers und eine zweite Hyäne näherte sich dem Geschehen. Doch die legte sich ins Gras und machte sich kurz darauf wieder auf den Weg Richtung Busch. Wahrscheinlich war es ihr doch noch zu heiß für einen Snack.
Auch wir setzten unsere Fahrt fort und kamen an dem kleinen idyllischen Pool vorbei, wo gerade drei Krokodile nacheinander ins Wasser glitten.
Nachdem wir ein Schattenplätzchen für unsere Kaffeepause gefunden und die kühlen Getränke getrunken hatten, wollte ich gerne noch ein paar Fotos mit unserem Guide Jacks machen. Zu Anfang war er noch etwas zurückhaltend, doch von Tag zu Tag wurden wir miteinander vertraut und die Gamedrives mit ihm wurden zu einem besonderen Erlebnis 🙂
Auf trockenen und staubigen Pisten begaben wir uns langsam auf den langen Rückweg zum Camp.
Schreiseeadler
In der Nähe des Elefantenkadavers erblickten wir eine der Hyänen und blieben kurz stehen.
Richtung Ausgang des Moremi Nationalparks genossen wir den warmen Fahrtwind im Licht der untergehenden Sonne.
Später als wir auf der North Gate Bridge waren, bewegten sich Hippos auf uns zu. Jacks stoppte den Jeep und wir lauschten den Geräuschen und beobachteten die Hippos, die unter uns durchschwammen …
Im Camp angekommen erfreuten wir uns gemeinsam mit Mahindi und Jacks über das leckere Abendessen. Die Gesprächsrunde verlegten wir mit einem Glas Rotwein in der Hand ans Feuer in der Boma. Es war herrlich unter dem Afrikanischen Sternenhimmel Mahindis Geschichten „ How my father killed a python“ und die der Entstehung der Flagge Botswanas zuzuhören. So ging unser letzter Tag im Sango Safari Camp romantisch zu Ende …
Teil 2001. Sept. 2024
Samstag, 16. März 2024
Wie schon die Tage zuvor wachte ich gegen 04:30 Uhr auf und sprang unter die Dusche. In der Green Season sind die morgendlichen Temperaturen schon angenehm und die Haare trocknen schnell in der warmen Luft. Auch Stefan genoss die Aussendusche noch vor dem Frühstück. Heute hieß es Abschied nehmen vom Sango Safari Camp und so packte ich meine paar Sachen schon in die Reisetasche.
Ein letztes Frühstück am Feuer der Boma und los ging es mit Jacks zum Gamedrive rund um Khwai. Ein herrlicher Morgen mit ein paar Wolken am Himmel erwartete uns.
Zebras löschten ihren Durst an einem Wasserloch. Im frühen Morgenlicht beobachteten wir sie eine Weile.
Dann cruisten wir weiter durch den Busch …
Hammerkopf
Nach wie vor waren die Sichtungen in der Nähe von Khwai rar und so erklärte uns Jacks das Leben und den Hügelbau der Termiten.
Auf dem Rückweg hielt Jacks kurz vor Khwai an und wir ließen unsere Erlebnisse der letzten vier Tage Revue passieren. Wir bedankten uns bei ihm für diese wunderbare Zeit und dass er sein tolles Fachwissen über Natur und Tiere mit uns geteilt hatte 🙂 Wir setzen unsere Fahrt fort und bogen noch einmal zum Sango Safari Camp ab.
Weiterhin waren wir die einzigen Gäste beim Brunch. Brooklyn, der Campmanager kam schon zum Verabschieden , da er einen wichtigen Termin hatte. Nach dem Essen sagte auch Jacks „Goodbye“ und Stefan ging in unser Zelt, da er seine Tasche zu packen hatte. Für mich blieb noch etwas Zeit für einen Kaffee in der Main Area, bevor wir um 12:00 Uhr von einem Fahrer der Mogotlho Safari Lodge abgeholt werden sollten. Den Kaffee holte ich mir am Buffet, das gerade von einem jungen Koch und einer Servicemitarbeiterin abgebaut wurde. Auch ihnen dankte ich nochmal für das leckere Essen und den sehr guten Service. Gerade als der Koch mir erzählte, dass sein Bruder in der Mogotlho Lodge als Guide arbeitet, fuhr draußen ein Jeep vor. Wieder wurde ich in der Annahme, dass sich viele Leute zwischen Maun und Khwai kennen bzw. miteinander verwandt sind, bestätigt 🙂 Es war Roy, unser „neuer“ Guide für die nächsten drei Tage. Freundlich begrüßten wir ihn und ich stellte mich kurz vor. Da er etwa eine halbe Stunde vor der eigentlichen Abholzeit da war, fiel meine kleine Kaffeepause leider aus. Während ich zum Zelt lief, um Stefan und das Gepäck zu holen, hielt Roy ein Schwätzchen mit den beiden Angestellten. Roy verstaute unsere Reisetaschen im Jeep und wir sagten Rose, die als einzige Vertretung des Camps bei unserer Abreise anwesend war „Auf Wiedersehen“. Wo war eigentlich Mahindi, unser Geschichtenerzähler? Seit dem Frühstück hatten wir ihn nicht mehr gesehen. Etwas wehmütig verließen wir das gemütliche und familiäre Sango Safari Camp.
Teil 2101. Sept. 2024
Auf der Fahrt über die sandige Piste in Richtung Mababe begegneten wir einer Herde Gnus, die in der Mittagshitze unterwegs war.
Plötzlich kam uns ein Fahrzeug mit Lichthupe entgegen und Roy hatte verstanden, dass er anhalten sollte. Da war er wieder: Mahindi Er kletterte auf unseren Jeep und es gab eine herzliche Verabschiedung 🙂
Nach etwa einer Stunde Fahrt erreichten wir Mababe und von dort waren es noch ca. 8 km bis zur Mogotlho Safari Lodge.
Wir waren schon ganz gespannt, was uns erwarten würde …
Mogotlho = Kameldornbaum
An der Lodge angekommen, wurden wir freundlich mit feuchten Erfrischungstüchern empfangen.
Als wir die Main Area betraten, war ich über die Größe verblüfft, von außen wirkte sie viel kleiner. Im offenen Gebäude mit Dach aus vertäfeltem Holz stand eine moderne Einrichtung mit verschiedenen Tischgruppen und Loungeecken.
Bededi führte uns herum und zeigte uns die Bar, den Pool und die Toiletten. So etwas hatten wir noch nicht gesehen: Die beiden Toilettenräume hatten eine direkte Aussicht in den Busch.
Die Boma der Lodge befindet sich auf einer Holzveranda mit idylischem Blick auf den Mababe River.
Wir unterhielten uns mit dem sympathischen Bededi und dachten er sei einer der Manager. Doch er war der Barkeeper und übernahm an dem Tag die Vertretung, da die Manager nicht im Haus waren. Er kam seiner Aufgabe sehr professionell und kundenorientiert nach und ich denke und hoffe, er wird es bis ins Management eines Camps schaffen. Er erzählte uns, dass wir für eine Nacht die einzigen Gäste wären und fragte, ob wir zu Mittag essen wollten. Doch wir waren noch vom Brunch des Sango Safari Camps satt. Außerdem waren wir neugierig auf unser Zelt und Roy fuhr uns mit dem Jeep hin. Wir bekamen Tent No. 1 am südlichen Ende der Lodge.
Um Privatsphäre zu gewährleisten, liegen die dreizehn Zelte rund 50 Meter auseinander. Unser großes Zelt war modern eingerichtet und hatte ein großes Badezimmer mit Dusche.
Von der Holzveranda blickte man auf den Fluss und in den weiten Busch. Obwohl die Khwai Consession und die Mababe Concession Luftlinie nur ca. 20 km auseinander liegen, war die Vegetation hier nicht so dicht und trockener. Die ersten Besucher kamen auch schon vorbei, um uns zu begrüßen.
In dieser abgeschiedenen Lage unseres Zeltes und den vielen Geräuschen der Natur kam richtiges Buschfeeling auf 🙂
Teil 2202. Sept. 2024
Kurz vor 15:00 Uhr stapften wir in der Hitze durch tiefen Sand die ca. 250 m zur Main Area und kamen verschwitzt an. Zum HighTea bekamen wir einen Teller mit einem Glas Bananenkakao, einem kleinen Canapé und einem Stück Kuchen. Alles schmeckte vorzüglich und war auf hohem Niveau zubereitet. In der Mogotlho Safari Lodge wurden wir überall bedient und es dauerte etwas, bis wir uns darauf eingestellt hatten.
Nach einer halben Stunde stiegen wir in den Jeep, der schon startklar vor dem Eingang stand und fuhren gemeinsam mit Roy zum ersten Gamedrive in die Mababe Concession.
Das Camp ist mit einem Elektrozaun eingezäunt, der vor allem Elefanten aus dem Camp fernhalten soll. Früher suchten diese an den Zelten nach Wasser und trampelten dabei auch Solarpanele nieder. Alle anderen Tiere können problemlos durchs Camp streifen. So musste Roy jedesmal beim Verlassen des Camps und bei Rückkehr ins Camp das Gate öffnen und wieder schließen.
Wir fuhren runter zum Mababe River und blieben für die Nachmittagspirschfahrt auf dieser Seite des Flusses. Mir gefiel die Landschaft sehr gut und war so gechillt, dass ich vergaß Fotos davon zu machen 🙂 Nur ein Fahrzeug von Letsatsi Safaris begegnete uns. Roy tauschte sich kurz mit dem Fahrer aus und berichtete uns, dass die deutsche Gruppe an einer Mobilen Safari teilnahm.
Eine Zeit lang folgten wir dem Flusslauf nach Süden.
Hagedasch, ein Vogel aus der Familie der Ibisse und Löffler
Dann ging es wieder ein Stück durch den Busch.
Teil 2302. Sept. 2024
Schließlich fuhren wir wieder zum Mababe River und passierten einen HippoPool.
Höhlenweihe
Roy suchte ein geeignetes Plätzchen für den Sundowner und so genossen wir die idyllische Atmosphäre im Licht der untergehenden Sonne.
Zurück im Camp setzten wir uns noch an die Bar und ich trank einen kühlen Amarula, bevor uns ein leckeres Abendessen serviert wurde. Beim Dinner drang lautes Brüllen eines Löwen aus dem Busch ins Camp.
Schließlich brachte uns Roy mit dem Jeep zu unserem Zelt und wir schliefen zufrieden mit den vielen Stimmen des afrikanischen Buschs ein …
Teil 2406. Sept. 2024
Sonntag, 17. März 2024
In der Nacht war es sehr warm, obwohl alle Fenster des großen Zeltes offen waren. Neben dem brüllenden Löwen hörten wir viele verschiedene Tiere und am Morgen wurden wir von einem wundervollen Vogelkonzert geweckt. Roy holte uns pünktlich um 6:00 Uhr ab und erzählte uns, dass er in der Früh einen Leoparden gehört hatte.
Nach dem Frühstück ging es dann los… Als Roy das Gate zum Busch schloss, sah er Spuren eines Elefanten am Zaun. Da erinnerten wir uns an das „Toröö“ des Elefanten, der in der Nacht in den Elektrozaun lief.
Wir genossen die morgendliche Fahrt durch den Busch 🙂
Den Mababe River überquerten wir über die neue Holzbrücke.
Am anderen Ufer angelangt, zeigte Roy in die Richtung ,aus der er den Leoparden gehört hatte. Würden wir den Leo finden?
Roy fuhr durch ein Waldstück und alle hielten gespannt Augen und Ohren weit geöffnet. So cruisten wir eine Weile umher und plötzlich kam der Leopard aus dem Busch und lief direkt vor unseren Jeep 🙂
Da man in der Mababe Concession die Hauptwege verlassen kann, folgten wir dem Leo, der sein Revier markierte.
So fuhren wir rund eine halbe Stunde hinter dem Leoparden her und waren glücklich, dass weit und breit keine weiteren Fahrzeuge zu sehen waren.
Wow - was für ein schönes Erlebnis am Morgen 🙂
Teil 2506. Sept. 2024
Weiter ging die Fahrt durch den Busch …
Jedesmal wenn wir einen einzelnen Büffel sahen, hielt Roy nur kurz an und hatte diesen fest im Blick. Er meinte, dass man nie wüßte, wie ein Büffel reagiert und so war er immer startbereit für die Weiterfahrt.
… und immer wieder kamen wir am Mababe River vorbei, der in vielen Windungen durch die Region fließt.
Roy erzählte uns von seiner Anfangszeit in der Mababe Concession vor sieben Jahren, als er noch Schwierigkeiten mit der Orientierung aufgrund des geschlängelten Flusslaufes hatte. Mehr als einmal stand er im Busch und wusste nicht weiter 🤩 Inzwischen ist er ein professioneller Guide der Region Mababe und hat 2021 in der African Bush Academy auch einen Lehrgang für Fußsafaris absolviert.
Wir gelangten in die Nähe von Mababe, fuhren ein Stück über die Transit Road Richtung Khwai und bogen direkt wieder links in den Busch ab. Dieser Part gehörte zum Randgebiet des Chobe Nationalparks.
Roy lenkte den Jeep zielstrebig an einem großen Wasserloch mit Elefanten vorbei.
Es war Zeit für eine Kaffeepause 🙂
Plötzlich lief einige Meter von uns entfernt ein Schakal vorbei, er würdigte uns keines Blickes.
Nach dem Kaffee beobachteten wir einen Elefant am Wasserloch, das Schlammbad schien ihm gut zu gefallen.
Am anderen Ufer war eine Hyäne unterwegs.
Dann machten wir uns auf den weiten Weg zurück in Richtung Lodge.
Teil 2606. Sept. 2024
Da wir noch etwas Zeit hatten, suchte Roy den Löwen, den wir in der Nacht gehört hatten. Und tatsächlich: Da lag er faul im Schatten eines Baumes.
Roy fuhr um den Löwen herum, dem immer wieder müde die Augen zufielen …
Schließlich machten wir uns auf den Weg zum Camp und hörten den lauten Hubschrauber mit neuen Gästen der Mogotlho Safari Lodge. Ich weiß nicht, was ich von der „neuen“ Art des Transfers von Camp zu Camp in Botswana halten soll 🤩
Nochmal über die Brücke und dann erreichten wir das Camp.
Beim Bruch saßen alle Gäste an verschiedenen Tischen und auch unser Guide Roy aß nicht mit uns zu Mittag, was wir sehr schade fanden. Nach dem Essen begrüßten wir eine Familie aus Kanada, deren Sohn Hubschrauberpilot in Maun ist. Er selbst hatte den Hubschrauber zum Camp geflogen. An einem anderen Tisch saßen Rob und Grace, die an ihrem Laptop saß und arbeitete. Beide sind Inhaber einer Reiseagentur in São Paulo/Brasilien und waren unterwegs, um eine Reiseroute für eine Gruppe von Selbstfahrern mit Jeeps auszuarbeiten. Auf Anhieb waren wir uns sympathisch und unterhielten uns angeregt eine ganze Zeit lang.
Danach liefen den weiten Weg zu unserem Zelt und hielten Siesta.
Teil 2721. Sept. 2024
Als wir nach der langen Mittagspause im Jeep Platz genommen hatten, stellte ich Roy eine Frage, die mir auf der Seele brannte: Wie sollten wir uns verhalten, wenn wir einem Löwen oder Leoparden auf dem relativ weiten Weg zu unserem Zelt oder zur Main Area begegneten? Roy meinte trocken, wir sollten stehen bleiben, den Tieren fest in die Augen schauen und ihnen signalisieren, dass wir die Bosse sind. Okay - Nichts leichter als das 🤩 Und so hofften wir, dass wir nie in die Verlegenheit kamen unsere „Stärke“ unter Beweis stellen zu müssen.
Dann ging es los zum nächsten Gamedrive in Richtung Mababe River. Dort angekommen, begegneten wir zwei durstigen Kudus.
Anders als in der Khwai Concession ist der Mababe River nicht mit einem Schilfgürtel umgeben und man hat freien Blick auf den Fluss, was mir hier besonders gut gefiel.
Wir überquerten den River über die Brücke und Roy lenkte den Jeep zu der Stelle, wo wir am Morgen den Löwen antrafen.
Jetzt lag er ausgestreckt am Boden und döste vor sich hin.
Als der Löwe auch nach einer längeren Zeit keine Anstalten machte, sich zu bewegen, setzten wir unsere Fahrt fort.
An diesem Nachmittag war es ungewöhnlich ruhig, was Tiersichtungen betraf. Und so witzelten wir mit Roy, ob der Hubschrauber am Morgen vielleicht die Tiere verscheucht hat. Wer weiß… 😐
Teil 2821. Sept. 2024
So fuhren wir durch die Gegend und trafen doch noch auf eine Gruppe Perlhühner und eine kleine Herde Zebras im späten Nachmittagslicht.
Eine Weile beobachteten wir die Zebras und dann war es auch schon Zeit für unseren Sundowner. Roy suchte eine idyllische und übersichtliche Stelle am Fluss und baute Getränke und Kekse auf.
Sundowner unter dem Himmel Afrikas liebe ich und kam in der Mababe Concession voll auf meine Kosten 😘
Als wir im Camp ankamen, machte Bebedi für Stefan und mich einen Amarula auf Eis. Das Feuer der Boma brannte und so setzten wir uns auf einen der Stühle darum und genossen unseren Drink.
Auch die anderen Gäste kamen vom Gamedrive zurück und am Feuer tauschten wir unsere wenigen Erlebnisse des Nachmittags aus. Sie waren beim Löwe, als dieser laut auf der Suche nach einer potentiellen Partnerin brüllte. Grace spielte uns die aufgenommene Szene vor und wir stauten darüber, was wir verpasst hatten.
Auch beim Dinner saßen alle Gäste an getrennten Tischen und ich sehnte mich zurück in die familiäre Atmosphäre des Sango Safari Camps. 😕
Nach dem Abendessen brachte uns Roy mit dem Landcruiser zu unserem Zelt und wir schliefen schnell ein. In der Nacht hörten wir lachende Hyänen in der Nähe während wir von Afrika träumten …
Teil 2922. Sept. 2024
Montag, 18. März 2024
Bereits früh am Morgen wachte ich auf und lauschte den Stimmen aus dem Busch. Als Stefan später die Augen aufschlug, ahnten wir nicht, dass dieser Tag ein besonderes Erlebnis für uns bereit hielt 😄
Nach dem Frühstück verließ Roy mit uns das Camp zur Abwechslung mal über den Haupteingang in Richtung Mababe.
Auf der Hauptroute angekommen, wurden wir von einer einzelnen Giraffe begrüßt.
Im Morgenlicht fuhren wir durch die Mababe Depression und bald darauf passierten wir einen Pool mit Hippos, die vergnügt im Wasser umher schwammen.
Auch ein African Jacana (Jesusbird) war auf dem Weg zum Wasser.
Wir genossen die morgendliche Atmosphäre, um dann die Fahrt durch die Landschaft fortzusetzen.
Ein Hippo watete am gegenüberliegenden Ufer durch den Fluss.
Auf einmal rief Roy ganz erfreut: „ It has a baby with it.“ Und da sahen auch wir das kleine Hippo ganz dicht bei der Mutter, die ihm Schutz bot 🙂
Teil 3022. Sept. 2024
In Mababe war so früh weit und breit noch kein Mensch zu sehen.
Nachdem wir das Dorf und die Brücke Richtung Khwai hinter uns gelassen hatten, bogen wir wieder links in den Busch ab.
Roy hatte in der Nacht auch die Hyänen gehört und am Morgen Löwen aus der Gegend, in der wir uns befanden. Er wollte sich mit uns auf die Suche nach ihnen machen. Lange cruisten wir durchs Gebüsch und Äste schlugen uns entgegen. Stefan und ich hatten längst die Orientierung verloren 😐 , während Roy den Jeep selbstsicher und entspannt durchs Gestrüpp lenkte. Es war eine spannende Pirschfahrt, aber ausser Löwenspuren fanden wir nur noch den Schädel eines toten Elefanten.
So beschloss Roy das Gebiet für unsere Kaffeepause zu verlassen. Am Wasserloch vom Vortag unterhielten wir uns beim Kaffee angeregt mit unserem Guide und ich lenkte das Gespräch zu dem Thema „Gemeinsames Essen mit allen Gästen und Guides in der Lodge“ und Roy erzählte uns, dass dies bis zum Wechsel des Managements auch so wie in vielen anderen Lodges gehandhabt wurde. Nach der Pause überquerten wir die nahe Transit Road und fuhren in Richtung Mababe Gate. Ein Straußenpaar lief uns über den Weg und verschwand sehr schnell im Busch. Roy fuhr weiter, um dann auf einem Parallelweg zurückzufahren. Und da waren sie plötzlich wieder:
Es war faszinierend, welch gutes Gespür Roy für Tiere hat 🙂
Quer durch die Mababe Concession fuhren wir zurück Richtung Camp und beim Überqueren des Mababe Rivers beobachteten wir einen Klaffschnabel beim Fressen.
Nach dem leckeren Brunch und einem Kaffee in der Main Area begaben Stefan und ich uns gemeinsam zu unserem Zelt.
Teil 3129. Sept. 2024
Während der Siesta machten wir es uns auf unserer Holzterrasse gemütlich und schauten Busch-TV. Zwei Elefanten vergnügten sich im River, fraßen frisches Grün und genossen die Abkühlung im Wasser.
Dann kamen zwei Paviane dazu und plötzlich begann ein lautes Spektakel. Die Affen schrien wir verrückt und rannen aufgeregt hin und her. Was war da los? 🤩
Stefan nahm das Fernglas, doch ausser einer Gruppe Impalas am gegenüberliegenden Ufer konnten wir nichts sehen.
Das Geschrei der Paviane hielt an, es war spannend wir ein Krimi … Da die Affen bis zur Main Area zu hören waren, kam der Managementassistent Moss vorbei, um zu schauen, ob bei uns alles in Ordnung war. Auch er konnte nichts sehen und meinte, es könnte ein Leopard sein. Moss fuhr wieder davon und wir behielten den Busch bis zum HighTea im Auge. Ein Leo ganz in der Nähe bereitete uns auf dem Weg zur Main Area ein etwas mulmiges Gefühl. Dort sicher angekommen, hörten wir wie Moss die Campmitarbeiter über die Verhaltensweisen beim Zusammentreffen mit einem Leoparden aufklärte. Im gesamten Camp herrschte Aufregung und auch die kanadische Familie und das brasilianische Paar hatten das Geschrei der Affen mitbekommen. Roy hatte uns am vorigen Tag erzählt, dass erst kürzlich ein Leopard im Camp ein Impala gerissen hatte und alles voll Blut war.
So kletterten wir zu Roy in den Jeep und erzählten ihm von unseren Beobachtungen während der Siesta. Gelassen startete er das Fahrzeug und fuhr ausserhalb des Camps direkt an der Fluss vor unser Zelt.
Stefan zeigte Roy den Baum, unter dem die Impalas standen. Inzwischen waren sie und auch die Paviane verschwunden und der Busch lag ruhig vor uns. Roys Leidenschaft als professioneller Guide war geweckt und los ging es …
Als wir an einem Kameldornbaum vorbeigefahren waren, bat ich Roy nochmal kurz zurückzufahren. Ich erkannte einen Impala im Stamm und Roy meinte, dass er schon so oft vorbei gefahren sei, dies aber noch nie sah und freute sich über meine Entdeckung 😄
Über die Holzbrücke ging es zum anderen Ufer und dann in die Richtung, in der das Spektakel stattfand. Eine Herde Gnus kreuzte unseren Weg und wir hielten kurz an. Roy meinte, Gnus seien die hässlichsten Tiere überhaupt.
Wir setzten die Fahrt fort und verließen kurz darauf den Hauptweg in ein Gebiet mit dichtem Buschwerk und ein paar Bäumen. Roy warnte uns jedesmal, bevor uns Äste entgegen schlugen. Das war eine Pirschfahrt, wir Stefan und ich sie mögen - spannend und abenteuerlich 🤩
Schließlich konnten wir unser Zelt aus einer neuen Perspektive sehen. Für uns war es erneut ein Rätsel, wie Roy den Weg hierhin fand.
Teil 3229. Sept. 2024
Mit seinen geschulten Augen suchte Roy die Gegend ab und plötzlich lenkte er den Jeep an eine Böschung Richtung Flussufer. Roy hatte die Ursache für das Geschrei der Paviane gefunden 🙂
Eine große Python umschlang ein Impala und hatte den Kopf bereits im Maul.
Dies war für uns das absolute Highlight und übertraf alles, was wir bisher in Afrika gesehen hatten 😄
Auch für Roy war die Szene neu, obwohl er schon so viele Jahre als Guide tätig war und hielt sie als Foto mit seinem Handy fest. Eine ganze Weile standen wir mit dem Jeep im Hang, in der Hoffnung, die Schlange würde sich bewegen. Aber sie schien wie erstarrt … In der Zwischenzeit hatte Roy die Sichtung und unsere Position seinem Kollegen per Funk durchgegeben.
Also verließen wir die Gegend wieder und begegneten einer Pavianfamilie.
Roy suchte einen geeigneten Platz für unseren „letzten“ Sundowner.
Wir hielten an einem idyllischen Platz direkt am Mababe River, wo Stefan und ich die tolle Atmosphäre im Licht der untergehenden Sonne genossen.
Dann wurden wir durch ständigen Funk gestört, Roys Kollege konnte die Python nicht finden. Und so fragte uns Roy, ob es für uns ok wäre, wenn wir ihm bei der Suche helfen. Da wir den Kanadiern und Brasilianern die Sichtung der Schlange gönnten, stimmten wir zu. Wir packten alles schnell zusammen und kurz nachdem wir losfuhren, kam die Durchsage, dass die Python gefunden wurde 🙂
Also konnten wir direkt zurück zur Lodge - eine letzte Fahrt entlang der idyllischen Galeriewälder am Mababe River.
Teil 3329. Sept. 2024
Im Camp begrüßte uns Bebedi mit einem kühlen Amarula und bis zum Eintreffen der anderen Gäste sogen wir die schöne Abendstimmung auf.
Nachdem alle da waren, versammelten wir uns um das Feuer der Boma und unterhielten uns angeregt über die Ereignisse des Tages. Die Stimmung war locker und entspannt und so wurden wir gefragt, ob wir gemeinsam zu Abend essen wollten. Das war eine prima Idee 🙂
Die angenehme Atmosphäre übertrug sich auf das Servicepersonal und die Mitarbeiter boten uns vor dem Essen spontan eine kleine Gesangs- und Tanzeinlage.
An der langen Tafel schmeckte das Essen und ein Glas Rotwein noch besser. Mit den anderen Gästen führten wir sehr interessante und auch lustige Gespräche. Und so wurde der Tag und auch der Abend zum perfekten Abschluss unserer Reise 🙂
Roy brachte uns zu unserem Zelt und wir verabschiedeten uns von ihm und bedankten uns von Herzen für sein professionelles Guiding in der Mababe Concession. Er hatte am nächsten Morgen einen Termin im Maun und musste das Camp schon sehr früh verlassen. Ein letztes Mal schliefen wir mit den Stimmen des Afrikanischen Busches ein …
Teil 3404. Okt. 2024
Dienstag, 19. März 2024
An diesem Morgen konnten wir eine Stunde länger schlafen, doch das wunderschöne Konzert der Vögel draußen weckte mich früh auf. In der Morgendämmerung trat ich auf unsere Terrasse und blickte wieder zuerst in die Baumkrone über unserem Zelt - ein perfekter Rückzugsort für Leoparden. Am Horizont kam langsam die Sonne zum Vorschein und ich atmete die frische Luft tief ein.
Dann ging ich ins Bad und nahm eine erfrischende Dusche. In der Zwischenzeit war auch Stefan aufgestanden und ging ebenfalls ins Bad, bevor wir unsere Sachen für die Heimreise packten. Gegen 7:00 Uhr holte uns ein Angestellter des Camps ab, lud unser Gepäck in den offenen Jeep und brachte uns zur Main Area. Dort trafen wir auf die kanadische Familie und das brasilianische Paar, die vor ihrer Weiterreise gegen Mittag noch einen kleinen Gamedrive unternehmen sollten. Es war ein herzlicher Abschied von diesen sympathischen Gästen.
Nach unserem Frühstück suchte ich ein letztes Mal die tolle Buschtoilette auf 🙂 , bevor wir uns von den Angestellten und Managern der „Mogotlho Safari Lodge“ verabschiedeten. Dann kletterten wir in den Jeep und zwei junge Frauen des Camps gesellten sich dazu. Sie wollten mit nach Maun zum Einkaufen. Wir winkten dem Camppersonal zu und schon starteten wir.
Als unser Fahrer nicht den Weg in Richtung Haupteingang des Camps, sondern den in den Busch nahm, waren wir etwas irritiert. Wo wollte er hin? 🤩 Er meinte, das sei der kürzeste Weg und als wir die Hauptstraße Richtung Maun erreichten, waren wir erleichtert. In beide Richtungen herrschte reger Verkehr und so wurde viel Sand aufgewirbelt. Im offenen Jeep setzten Stefan und ich zum Schutz der Augen die Sonnenbrille auf und ich band mir noch ein Tuch um den Kopf.
Am FMD Disifection Point stiegen wir aus, um mit den Schuhen durch das Desinfektionsmittel zu laufen. Eine ältere Dame kam aus ihrem Häuschen und spritzte das Fahrzeug ab.
Nach dem Prozedere ging die Fahrt auf der Sandpiste weiter, bis wir in Shorobe die Teerstrasse erreichten.
Planmäßig kamen wir gegen 12:00 Uhr am Flughafen in Maun an.
Teil 3504. Okt. 2024
Als wir unser Gepäck am Airlink-Schalter aufgaben, baten wir das Gepäck bis Frankfurt/Main durchzuchecken. Bis zum Abflug um 14:30 Uhr hatten wir noch genügend Zeit die Lunchbox der Mogotlho Lodge auszupacken und Sandwiches, gekochte Eier etc. zu essen. Der Flug Maun-Johannesburg mit Airlink verlief problemlos und zum Snack gönnten wir uns einen Südafrikanischen Rotwein 🙂 Der Weiterflug mit Condor nach Frankfurt startete gegen 21:05 Uhr und war zum Glück ruhiger als der Hinflug.
Am Mittwochmorgen, 20. März 2024 landeten wir bei kühlem Frühlingswetter in Frankfurt am Main.
Als wir unser Gepäck auf dem Band entdeckten, fiel uns ein Stein vom Herzen. Am Condor-Schalter in Johannesburg, wo wir unsere Bordkarten für den Weiterflug abholten, wurde uns gesagt, dass unser Gepäck nicht mit nach Johannesburg gekommen sei 🤩 Zufrieden verließen Terminal 1 und fuhren mit dem Shuttlebus zum Parkhaus. Dort luden wir unsere Reisetaschen ins Auto und nach rund einer Stunde Fahrzeit waren wir wieder zu Hause 🙂
Fazit unserer Reise „Erlebnis Khwai und Mababe“
Zuerst einmal ein herzliches Dankeschön an alle, die uns auf dieser Tour begleitet haben und besonders an die, die den „Danke“-Button betätigt haben. Denn das hat mich motiviert, den Reisebericht zu Ende zu schreiben 🙂
Es war eine kurze, aber sehr erlebnisreiche Safari und von Anfang an hat alles gepasst. Die beiden Unterkünfte „Sango Safari Camp“ (klein und familiär) und „Mogotlho Safari Lodge“ (weitläufig und für unsere Verhältnisse luxuriös) waren sehr unterschiedlich und wir fanden jedes Camp auf seine Weise schön. Auf unseren Gamedrives in der Khwai Concession, dem Moremi Narionalpark und in der Mababe Concession sahen wir die „Big Five“ (ohne Nashorn) und viele andere Tiere und Vögel. Wir mögen die Green Season, wenn nur wenige Touristen unterwegs sind, die Preise der Lodges moderat sind und das Grün der Natur einen tollen Kontrast zu den Tieren bildet. Das Wetter war für März ungewöhnlich heiß und trocken. Mit Jacks und Roy hatten wir professionelle Guides an unserer Seite, die uns viele spannende und unvergessliche Momente bescherten. Wir hatten auch das Glück, mit ihnen immer alleine unterwegs zu sein, was für uns eine neue Erfahrung war. Auch die Mokoro-Tour in Khwai erwies sich als ein besonderes Erlebnis. Und nicht zu vergessen sind die interessanten Begegnungen und Gespräche mit vielen lieben Menschen: Two unser Fahrer ins Sango Safari Camp, die Mitarbeiter und Guides der Camps, unser Poler der MokoroTour und die Gäste aus verschiedenen Ländern der Erde. Wir haben sehr viel über Tiere, Land und Leute in Botswana (und andere Länder) erfahren und unseren Horizont wieder ein Stück erweitert 🙂