Lieber Swakop,
Deiner Einlassung widerspreche ich zu 100% und in allen Punkten.
VG
Deiner Einlassung widerspreche ich zu 100% und in allen Punkten.
VG
In Deinem Falle würde ich von Einzelfall sprechen.Ich auch. Das private Gesundheitssystem steht z. B. dem deutschen in nichts nach. Das zeigen ja auch unabhängige Studien. Derzeit können 98 Prozent der bekannten Erkrankungen und Fälle in Namibia behandelt werden, dazu eben auch Herz-OPs usw. Diese Quote erfüllen in Afrika meinem Kenntnisstand nach noch Südafrika und Ägypten. Alle anderen Fälle (es ist eine zweistellige pro Jahr; vor 15 Jahren waren es noch tausende pro Jahr) werden weiterhin nach Südafrika transferiert. Wenn man die richtige Versicherung hat oder genügend Geld, ist man im privaten Gesundheitssektor hier meiner Erfahrung nach genauso gut aufgehoben wie z. B. in D. Das einzige was anders ist, ist, dass man eben nicht 100 Fachärzte einer Richtung zur Auswahl hat, sondern eben auf wenige zurückgreifen kann. Für einige Monate gibt es aber immer mal wieder auch Engpässe bei sehr spezialisieren Fachärzten wie Neurochirurgen usw (davon gibt es aber mittlerweile wieder drei in Windhoek).
Nimm Deine Rentenversicherungsnummer und kontaktiere die deutsche Rentenversicherung in Berlin, oder suche einen Rentenberater auf..Zu dem Thema könne als erste Information auch dies helfen: https://windhuk.diplo.de/na-de/service/-/2172870?openAccordionId=item-2172874-6-panel
Warthog2023 schrieb:2. Wer sich von der deutschen Steuer abmeldet, verliert ca. 50% seiner Rente wegen angeblich günstiger Lebensführung und 25%Wenn Du Dich als Rentner in einem EU-Land oder in einem Land niederlässt, mit dem Deutschland ein Sozialversicherungsabkommen hat, dann bekommst Du die volle Rente. In allen anderen Ländern KANN es Abzüge geben. Das muss Du für deinen individuellen Fall abklären.
Steuern ab dem ersten Euro (Finanzamt Neubrandenburg). Man wird genötigt, sich weiterhin lebenslang der deutschen Steuer zu
unterwerfen, auch wenn man im Ausland wohnhaft ist, und obwohl dieses ein Gesetzesverstoß sein kann am neuen Wohnsitz.
Magst du das bitte näher erklären, das habe ich so noch nie gehört.
Swakop52 schrieb:Wir haben uns eine andere Möglichkeit überlegt:Das ist sicher viel besser als nichts, aber für mehrere große Operationen, eine Krebsbehandlung, eine Transplantation oder Dialyse reicht das eher nicht. Da muss dann viel hoffen dabei sein, dass einen bestimmte Erkrankungen nicht treffen.
Man lege € 50.000 = N$ 1 Mio als Festgeldkonto an und halte es als Versicherung für den Notfall, und spart die Zinsen auch an.
Swakop52 schrieb:In Deinem Falle würde ich von Einzelfall sprechen.Ich stimme dem auch zu. So wie es klingt, war der genannte Fall ja tatsaechlich etwas sehr Seltenes, somit wuerde so etwas dem Grossteil niemals passieren. Ich habe mich hier bei noch jedem Krankenhausaufenthalt absolut gut aufgehoben und wohl gefuehlt (den Umstaenden entsprechend). Was ich von den wenigen KH Aufenthalten in D nicht sagen kann, wobei ich selber Krankenschwester bin und weiss, wie das hinter den Kulissen ausschaut.
R51 schrieb:Hallo,"Über Fehlentwicklungen zu schweigen ist das Schlimmste, denn man beraubt die Menschen der Möglichkeit, etwas zu korrigieren".
Ich sehe hier keinen Grund, den Menschen die in Namibia leben ihren Glauben an das Gute abzusprechen. Deswegen schildere ich die erlebten Zustände nicht, ich habe meine Konsequenzen aus der Erfahrung von beiden Gesundheitssystemen, hier in Deutschland und in Namibia, gezogen.
Ich wollte es lediglich erwähnen, sich auch damit bei seiner Auswanderung, gerade als Rentner, zu beschäftigen.
Der vermeintliche Einzelfall könnte jeder selber sein, wo Notruf, Rettungsdienst, Besetzung Notaufnahme, Weiterbehandlung in Fachabteilung ganz wichtig werden können.
Mein Fazit ist eben entäuschend. Und in diese Richtung sollte jeder Neunamibier seine Akzeptanzschwelle prüfen.
Ich kenne Namibia seit nun mehr 25 Jahren und hatte da scheinbar andere Erwartungen.
VG
mitglied19210 schrieb:....Das ist sicher viel besser als nichts, aber für mehrere große Operationen, eine Krebsbehandlung, eine Transplantation oder Dialyse reicht das eher nicht. Da muss dann viel hoffen dabei sein, dass einen bestimmte Erkrankungen nicht treffen.... Grüßeund auch von R51 betr. Obergrenzen gesagt. Dass man bei „(budget) depleted“ einfach auf das nächste Jahr verschiebt (makis), geht bei lebensbedrohlichen Krankheiten eben nicht.
tacitus schrieb:Sehe das auch so wieDas ist richtig. Dann muss man eben einen Notgroschen haben wie von Hajo erwaehnt. Oder man gibt im Monat sehr viel mehr aus, dann ist man auch besser abgesichert - unser Tarif momentan ist eine Stufe ueber Hospital Plan, also wirklich low level. Fuer 200 Euro im Monat (2 Personen um die 60 Jahre) kann man da halt keine Rundumversorgung erwarten.
Dass man bei „(budget) depleted“ einfach auf das nächste Jahr verschiebt (makis), geht bei lebensbedrohlichen Krankheiten eben nicht.
Swakop52 schrieb:... Die Allgemeinärzte aus südafrikanischer Ausbildung sind erheblich besser ausgebildet als deutsche Allgemeinärzte....Das war im Vergleich zu einigen europäischen Ländern immer schon so, weil durch die geringe Niederlassungsdichte die Ärzte in RSA sehr viel mehr von „Allem“ können müssen, als im hochspezialisierten Europa. Das ist ähnlich wie bei uns vor Jahrzehnten die Praxissituation von Landärzten, die direkt am Bauernhof entbunden, Knochenbrüche gerichtet und eingegipst, Fleischwunden genäht usw. haben.
R51 schrieb:Es tut mir leid, was Euch da unter gekommen ist.
....In Andenken an Schwester Augusta vom katholischen Krankenhaus sage ich, ohne diese Schwester wäre vieles noch schlechter gewesen. Trotz ihrer 82 Jahre zu dem Zeitpunkt war sie immer für uns da, Tag und Nacht, und hat organisiert, getan, gemacht, um das es uns wenigstens seelisch besser ging. Vielen Dank, leider sind wir für einen Dankeschön Besuch zu spät gekommen.
Das Verhalten von Immigration wegen Visaverlängerung im medizinischen Notfalll lasse ich hier gleich ganz weg....da bekomme ich selbst nach 2 Jahren Blutdruck von 200.
VG

Swakop52 schrieb:Als Beispiel nenne ich hier mal die Gold Card der Commerzbank.Tja, wenn es denn eine Möglichkeit zur "Überwinterung" ohne PRP gäbe. 90 Tage und Ende. Daueraufenthalt kommt nicht in Frage, mir würde einfach zu viel fehlen (Wald, Berge, Ski, Kultur, Sport, etc.) und es ist manchmal auch einfach viel zu heiß im Feb/März. Davon abgesehen, dass ich nicht irgendwo investiere, bevor ich Sicherheit habe eine Genehmigung zu erhalten. Das Winterhalbjahr in D. ist aber unerträglich auzuhalten, ohne eine längere Auszeit.
Bei denen sind alle Auslandsreisen bis zu einer Dauer von 62 Tagen/ Reise eingedeckt, ungeachtet der Häufigkeit.
Man kann jedoch die jeweilige Dauer um bis zu 90 Tagen verlängern, das ergibt eine max. Reisedauer bis 152 Tage.
Die Kosten für über-70-Jährige in Namibia betragen somit € 7,77/ Tag ab dem 63. Tag.
Für die typischen Überwinterer wäre das hier eine Alternative. Gruss H.