27.03.2024 Mittwoch, Tag 2 in Stellenbosch / Aaldering
Wir haben gut geschlafen, und die erste Beschäftigung ist ein ausgiebiger Morgenschwumm im herrlichen Infinity-Pool. Dann geht´s runter zum Frühstück, das man im Wine-Tasting-Room des Weingutes einnimmt. Kaum angekommen, wird man schon umsorgt. Kaffee, Tee, Säfte, Obstteller, Wurstteller, Marmelade, Müsli und Eierspeisen, was und wie immer man die Eier mag. 🙂
Stellvertretend für das gesamte breakfast hier nur ein Bild vom Obstteller. Das hat jeder Gast so bekommen:
Wir kommen mit unseren Nachbarn während des Frühstücks ins Gespräch. Zunächst die Schweizer, dann die Engländer. Die Engländer sind eher zurückhaltend, die Schweizer babbeln sofort drauf los. Das gefällt dem bayern schorsch, der ja auch gern ein Babbler ist, 😉 und so entwickelt sich ein sehr interessantes Gespräch, in erster Linie und unter anderem auch über die Lufthansa. Die beiden Schweizer arbeiten nämlich bei Swiss-Air, und für uns war das höchst interessant, was uns das sympathische Paar von deren Arbeit erzählt hat.
Dann kommt die Inhaberin, Jacqueline, und die möchte wissen, wie wir geschlafen haben und wie die Nacht war. Ein richtig liebe Person ist die Jacqueline, und auch was sie uns alles erzählt über das Weingut und über ihre Familie ist für uns total interessant.
„Wie die Nacht war“, das sag ich ihr natürlich nicht, denn darüber spricht man nicht. Was sie uns aber mit auf den Weg gegeben hat, war ein richtig guter Tipp. Nämlich, so sagte sie, machen es viele ihrer Gäste so, dass man mittags in einem schicken Weingut ein schickes Lunch zu sich nimmt, und abends dann auf der Terrasse der Aaldering Lodge den sundowner. Man ist ja eh vom Mittagessen noch gut satt, so dass Käsestangen & Co oder auch ein kleiner Einkauf in einer Bäckerei oder Metzgerei ausreichend sein sollten. Ein wirklich guter Tipp, den wir auch beherzigt haben, und dann geht´s auch schon los
Das Weingut Simonsig steht ganz oben auf unserer Liste, denn das war unser Hochzeitssekt vor 3 Jahren und wir wollen wissen, wie dieses Weingut aussieht.
Also – vom Hocker hat´s uns jetzt nicht grad geschmissen. Der Wein incl. Sekt war gut, das Ambiente ehrlich gesagt nicht aufregend. Das war zwar alles in Ordnung, mehr aber nicht. Nur der Simonsig-Sekt, der hat uns genau so gut geschmeckt wie bei unserer Hochzeit in Namibia. 😘 🙂 😘
Das nächste Weingut: Mountain Wineyard „Thelema“, in herrlichster Landschaft:
und dann kommt wieder das, was wahrscheinlich jeder irgendwann mal mit sich machen lässt. Ein „g´stelltes“ Foto 😠 , weil der Hintergrund doch gar so schön ist. Und dann heißt´s immer, kurz bevor abgedrückt wird – „Bauch einziehen“, und das kommt dann raus dabei:
Thelama hat uns auch nicht zu 100 % überzeugt. Wir hatten zwar eine supernette Bedienung, aber wir wollten auch eine Kleinigkeit essen, so ganz nach dem Tipp unserer Aaldering-Jacqueline, aber das bisserl Käse, was hier als Weinbegleitung angeboten war, war schon etwas mau.
Wir überlegen, wo wir sonst noch hindüsen könnten. „Delaire Graff“, das hört sich doch gut an und hat super Berwertungen, da schauen wir mal auf die Schnelle vorbei. Dort angekommen (es liegt ja auch gleich um die Ecke) stellen wir fest, dass die Parkplätze schon sehr gut belegt sind. Aber wir versuchen es trotzdem und gehen vom oberen Parkplatz runter bis zu den Gebäudlichkeiten, wo man das Restaurant vermuten könnte. Das freundliche Fräulein an der Rezeption schüttelt energisch den Kopf – fully booked, es gibt nicht einen freien Platz, und außerdem sind wir ja schon etwas spät dran. Ja ja, das hat sie ja recht, aber was sollen wir nun tun? Das Fräulein sieht unsere Verzweiflung mit einem Blick und schlägt vor, sie könnte ja mal beim Weingut Takara anfunken, wie´s bei denen aussieht. Und siehe da, wenn wir die nächsten 20 Minuten dort erscheinen, dann …
Also nichts wie weg hier, und weil der Weg bis zum Autoparkplatz ziemlich weit war, haben wir uns vom Hausbuggy zum Parkplatz fahren lassen:
Im Weinestate „Takara“ kaum angekommen, wird uns ein perfekter Platz in der pole-position angeboten, der passt wie für uns gemacht:
Langsam aber sicher geht´s wieder heimwärts in unsere Luxusunterkunft. Und heute machen wir genau das, was uns Jacqueline geraten hat. Wir genießen die Ruhe hier auf dem Weingut, wir gehen ein bisschen schwimmen, wir relaxen und haben nur eine einzige Aufgabe: wir müssen drauf schauen, dass es uns gut geht. Und es geht uns gut, richtig gut!
Schade, dass unser Urlaub langsam aber sicher zu Ende geht. Jetzt, beim Schreiben des Reiseberichtes, da merk ich erst, wie schön das alles war.
Teil 2207. Mai 2024
28.03.2024 Donnerstag, es geht zurück nach Deutschland
Ein letztes Frühstück, ein letztes Schwimmen im Pool, tja, irgendwann geht´s ans Kofferpacken. Das können wir in Windeseile, darin sind wir geübt und es ist schade, dass wir unser Chalet nicht länger bewohnen können, denn nach uns kommen wieder neue Gäste. 🙂
Wir verabschieden uns herzlichst von Jacqueline und ihrer Küchencrew. Die Leute sind wirklich sehr nett und sympathisch und wir sind uns sicher, dass wir in diese Unterkunft, wenn sie dann noch bezahlbar ist 😕 , wiederkommen möchten.
An der Ein- bzw. Ausfahrt des Weingut´s Aaldering hält uns ein Lkw-Fahrer auf. Er möchte wissen, wie er von hier am Besten in die Stadt Stellenbosch kommt, er muss nämlich dort in einer Firma Ware abladen. Und auch in dieser Szene denk ich mir grad im Nachhinein, unglaublich, wie meine Schorschine dieses Thema wieder mal gelöst hat.
Also ich hab dem freundlichen Herrn ja zunächst mal klargemacht, dass ich erstens nicht weiß, wo die Firma, die er sucht, sesshaft ist und zweitens ich ihm ja eh nicht weiterhelfen kann, schließlich bin ich ja „bloß“ ein Touri und kenn mich hier in der Gegend nicht aus. So wäre mein statement ausgefallen. Freundlich, aber letztendlich achselzuckend. 🤨
Und jetzt kommt meine Schorschine ins Spiel und lässt sich vom Fahrer die Wagenpapiere und Frachtbriefe geben, denn da sollte doch irgendwo die Lieferadresse draufstehen, wo er seine Ware abliefern möchte. Ja klar, die steht auch drauf, Schorschine gibt die Adresse ins Handy ein und mit einem Lächeln wird dem Fahrer klargemacht, er soll uns bitte folgen, wir fahren voraus und wir leiten ihn dorthin, wo er eben hin muss. Es waren ja eh nur ein paar Kilometer.
Eigentlich doch alles ganz einfach und wieder mal muss ich erkennen, wie gut es ist, meine Schorschine an meiner Seite zu haben. 😘
Als wir dann nach 10 Minuten bei der Firma ankommen, hat der Mann am Eingangstor dieser Firma zunächst schon etwas verdutzt geschaut, eh wir ihm klarmachten, dass wir gar nichts von ihm wollen, sondern der LKW hinter uns. Er wollte dann noch wissen, wer wir sind und von wo wir kommen, und als wir ihm dann sagten, aus Germany, da hat der Mann sich gar nicht mehr eingekriegt. Der Lkw-Fahrer war mittlerweile auch ausgestiegen, und die Freude und Erleichterung war ihm ins Gesicht geschrieben.
Das war unsere – nein, Schorschines gute Tat des Tages! 🙂
Unser Flieger geht erst abends, also ist Zeit genug, die ein oder andere Aktivität einzulegen. Eine gute Tat haben wir ja schon vollbracht, und mittlerweile war es eh schon um die Mittagszeit. Der Entschluss war schnell gefasst: Weingut Rust en Vrede, da wollen wir unbedingt hin, das möchten wir uns gerne anschauen.
Und das war dann schon nochmal ein besonders schöner Abschluss. Ein Weingut wie aus dem Bilderbuch, alles absolut gediegen und stilvoll, das ist für uns grad nochmal das Rechte.
Wir bestellen uns das Tagesmenü, das war Rinderfilet incl. einem Schoppen Rotwein, und dass der Rotwein gut geschmeckt hat, sieht man auf diesem Bild:
Das Rinderfilet war so was von butterweich, ein Gedicht, das Fleisch ist regelrecht auf der Zunge zergangen
und nach dem feinen Lunch gibt´s für jeden noch ein Schöpperl Chardonnay, Schorschine war begeistert, man sieht es ihr regelrecht an, wie sie mit sich, mit dem Schorsch und der Welt als solches zufrieden ist:
Wir schauen uns im Ausstellungsraum noch ein bisschen um
und bei dieser Flasche Wein wär ich beinah schwach geworden. Ich hab mir nämlich überlegt, ob ich die 27 Liter nicht für das nächste Forumstreffen mit nach Hause nehmen soll
In guter Laune geht´s dann Richtung Flughafen, wo die Autorückgabe völlig problemlos abläuft. Die Coolerbox wird wie immer verschenkt, das ist bald schon Tradition, dann geht´s rüber in die Abflughalle. Dort haben wir noch ein paar Diskussionen mit dem Personal der Lufthansa, denn unsere Sitzplatzreservierung, die wir vor rund einem Jahr gebucht und bezahlt hatten, wurde uns leider nicht bestätigt. Aber da half alles Diskutieren nichts, unsere Sitzplätze hat ein anderer bekommen und die Erstattung unserer Zahlung ist mittlerweile auf unserem Konto eingegangen. Und überhaupt: es war uns eigentlich so was von egal, irgendwie hat uns das nicht mehr gekratzt, ob das nun mit unseren Sitzplätzen geklappt hat oder nicht. Es ist im Endeffekt ja auch nicht wichtig.
Püntklich hebt der Flieger ab, und pünktlich landen wir in München.
Weshalb es jetzt mit dem Reisebericht so schnell weitergegangen ist, hat natürlich einen Grund. Der nächste Urlaub steht an, die Koffer sind schon gepackt, und diesmal geht es nicht in den Süden, sondern diesmal ist der Norden dran. Oder besser gesagt der Osten. Wir machen Urlaub auf unserem Hausboot an der Ostsee, da können wir wahrscheinlich von den 46 Grad im KTP nur träumen.
Ein Fazit zu unserer schönen Zeit in Südafrika möchte ich gerne noch schreiben, das wird aber defintiv erst nach dem Urlaub sein.
Bis dahin liebe Grüße an Alle!
Teil 2322. Mai 2024
Fazit zu unserer Südafrika Tour mit KTP 2024:
Tja, was soll man schreiben?
Ich sag mal so – Schorschine hat zum Ende des Urlaubs hin öfter mal die Bemerkung gemacht, dass dies ihr schönster Afrikaurlaub der letzten Jahre war, wenn man mal unsere Hochzeit in Namibia ausklammert, die ja auf einem ganz anderen Stern stand. 😘
Ich hab ihr da nicht uneingeschränkt beigepflichtet (was die Hochzeit anbelangt schon), aber dieser Südafrikaurlaub war für mich in puncto Tiersichtungen im Tankwa Karoo Nationalpark und speziell dann auch im KTP anfänglich doch ein bisschen enttäuschend. Wenn ich mir jetzt aber im Nachhinein die Bilder anschaue, die ich hier für den Reisebericht hochgeladen habe, dann denke ich, dass wir, was Tiere anbelangt, durchaus zufrieden sein konnten. 🙂
Und Tiere, das ist ja nicht alles. Was uns an dieser Reise wirklich richtig gut gefallen hat, das war diese Vielfältigkeit, die wir erleben durften. Das quirlige Paarl, dann das ländliche Tulbagh, die Einsamkeit im Tankwa und anschließend auf Hantamland, dann wieder eine völlig andere Welt im River-Place-Manor in Upington, das war schon klasse. Dann kamen neun Nächte KTP mit den Wildernes-Camps Uri und Kielie, dann Nossob. Die ersten Tage haben wir im KTP so gut als „nichts“ gesehen, und dann wurde es immer besser. Danach folgt Augrabies mit diesen tollen Wasserfällen, anschließend die Traumunterkunft schlechthin in Papkuilsfontein, und ganz zum Schluss noch der Luxusknüller Aaldering. Wir hatten diesen Urlaub tatsächlich mit vielen highlights gespickt, und hätten wir genügend Geld und genügend Zeit, dann würden wir die Tour fast genauso, mit ein paar wenigen Änderungen, gleich morgen nochmal fahren wollen. So aber werden wir ein bisschen warten müssen. (zuerst kommen ja auch noch ein paar andere Länder dran) 😉
Die Unterkünfte hab ich ja alle schon im Reisebericht „benotet“, da brauch ich jetzt nichts mehr dazu schreiben. Was wir gelernt haben – und man lernt ja zum Glück nie aus – dass man nicht am falschen Fleck sparen sollte. Und das ist das Auto. Wir hatten mit dem Tucson ein schönes Auto, das aber m.M. nach einfach nicht tauglich ist für einen KTP. Und für einen Tankwa schon gleich gar nicht. Da muss speziell ich erkennen, dass das Auto, grad wenn man so viele Kilometer runterrattert, ein wichtiges Teil des Gesamtpaketes ist.
Was die Lufthansa anbelangt – auch da steht unser Entschluss. Wenn es irgendwie preislich machbar ist und sich die Flugzeiten in einem einigermaßen erträglichen Rahmen bewegen, dann werden wir diese Gesellschaft meiden. Das, was sich LH die letzten Jahre über erlaubt hat, ist für unsere Begriffe einfach zu viel des Guten. Nur schade, dass man ohne LH auch nicht immer weiterkommt. 😈
So nähere mich zum Ende hin doch mehr und mehr Schorschine`s Meinung. Es war ein Traumurlaub, der seinesgleichen sucht, und wir sind wirklich froh und dankbar, solch schöne Urlaube auch zu genießen. Das tun wir aus vollem Herzen und hoffen, dass das lange noch so bleibt.