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Reisebericht · namibia-forum.ch

03/2024 SA + KTP + ein bisschen was drumherum

von bayern schorsch · März 2024 · 23 Tage · Selbstfahrer · 23 Teile

Über diesen Reisebericht

Im März 2024 reisen wir zu zweit als Selbstfahrer durch das südliche Afrika. Von Paarl und Tulbagh mit ihren Weingütern geht es in die Einsamkeit des Tankwa Karoo Nationalparks und des Hantamlands, bevor wir über Upington in den Kgalagadi Transfrontier Park einreisen: neun Nächte verteilt auf Urikaruus, Kieliekrankie und Nossob. Die ersten Tage bleiben die Katzensichtungen aus, dann aber erleben wir bei Urikaruus aus nächster Nähe eine Löwenfamilie samt Jungtieren, auf dem Weg nach Nossob vier Leoparden und einen Geparden, und bei Nossob selbst weitere Löwen. Temperaturen von über 40 Grad, ein geplatzter Reifen mitten im Tankwa und die staubigen, oft schlecht ausgebauten Pisten prägen diesen Teil der Reise ebenso wie die Stille an den einsamen Wasserlöchern.

Nach dem Kgalagadi folgen die Wasserfälle von Augrabies, wo ein Teil der Aussichtsplattformen wegen früherer Hochwasserschäden gesperrt bleibt. Auf der Schaffarm Papkuilsfontein geniessen wir das freistehende Cottage The Rondekraal mit Farmdinner, bevor die letzten Tage in der Luxuslodge Aaldering bei Stellenbosch mit Weinproben in umliegenden Weingütern ausklingen.

Insgesamt überwiegt am Ende die Zufriedenheit: Die Vielfalt der Landschaften, von der Karoo-Einsamkeit bis zu den Weinbergen um Stellenbosch, bleibt als stärkster Eindruck. Für künftige Reisen in den Kgalagadi und in die Karoo würden wir auf ein geländegängigeres Fahrzeug mit robusterer Bereifung setzen.

Teil 113. Apr. 2024

Liebe Forumsfreunde und Bekannte,

eigentlich hatten wir vor, in 2024 ein afrikafreies Jahr einzulegen. Wir haben schon so viel von Afrika gesehen (wenn auch nicht alles) und so dachten wir uns, einfach mal Pause zu machen und zu schauen, wo es uns sonst noch eventuell hinziehen könnte.

So war der Plan, aber dann schaut man zwischendrin ja immer mal wieder ins Namibia-Forum und stolpert über die supertollen Reiseberichte, in diesem Fall bezüglich des KTP´s. Da gibt es nämlich Fomis, denen laufen jeden Tag zig Katzen vor die Linse, und da werden superschöne Bilder ins Forum gestellt, die den bayern schorsch regelrecht erblassen lassen. Und wer ihn kennt, den bayern schorsch, der weiß, dass der sich sowas nicht gern entgehen lässt. Katzen ohne Ende, und das jeden Tag, ja das wär doch gelacht, wenn wir da nicht auch ein bisschen Tiersichtungsglück hätten.

Das Ganze hat nur einen Haken. Und das ist diese elende Bucherei beim KTP, bis man mal eine vernünftige Tour zusammengebastelt hat. Und dazu hatten wir überhaupt keine Lust. Weder den Nerv, noch die Lust, sich stundenlang zu nachtschlafender Zeit vor die Kiste zu setzen und zu versuchen, im KTP Unterkünfte zu ergattern. Also haben wir uns gedacht, wir fragen mal bei einer Reiseagentur nach, ob die nicht bessere Buchungsmöglichkeiten hat. Das war dann der Plan B der für uns so aussah, dass wenn wir im KTP mindestens 8 – 10 Nächte gute Unterkünfte bekommen, dann wird´s halt doch wieder Afrika.

Und siehe da, Bwana Tucke Tucke machts möglich. 3 Nächte Urikaruus, 4 Nächte Kieliekrankie und 2 Nächte Nossob Riverfront, das hört sich doch gut an. Klar, dass der gute Mann einen gewissen Obulus einkassiert, aber das war es uns wert. Und um diese 9 KTP Nächte herum haben wir dann eine schöne und feine Tour ausgearbeitet, die „Dank“ eines erneuten Streikes 😈 der Lufthansa, oder besser gesagt deren Gewerkschaft, sich auf insgesamt 22 Nächte im Ziel ausgeweitet hat.

Das waren unsere Stationen:

1 Na Paarl, Perle du Cap
1 Na Tulbagh, Duikersdrift
3 Nä Tankwa Karoo Nationalpark
2 Nä Hantamland
1 Na Upington, River Place Manor
3 Nä KTP Urikaruus
4 Nä KTP Kieliekrankie
2 Nä KTP Nossob Riverfront
2 Nä Augrabies Falls Nationalpark
1 Na Papkuilsfontein, Rondekraal
2 Nä Stellenbosch, Aaldering luxury Lodge


Und so sieht das Ganze auf der Landkarte von stepmap aus:


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Und damit Ihr wisst, wie die schorschine und der schorsch aus bayern aussehen, leg ich da mal ein Bilder rein:


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Und ein paar wenige Bilder von unserer Reise, die uns halt einfach besonders gut gefallen, gibt´s auch noch. Wobei man wissen muss, dass wir auf die Fotografie als solches nicht unbedingt den größten Wert legen. Wir filmen, und das bekommen wir recht gut hin und damit sind wir auch zufrieden. Die Bilder sind quasi nur so nebenbei, und doch freuen wir uns immer wieder, wenn uns ein einigermaßen guter Schnappschuss gelingt:

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Ach ja, und was ich noch ganz vergessen hab - wir haben natürlich auch ein paar schöne Tiersichtungen gehabt. Aus unserer Sicht "viel zu wenig", und doch waren wir recht zufrieden und haben uns im KTP über jeden Springbock gefreut, besonders dann, wenn er ein paar Meter hoch gesprungen ist:

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Die nächsten Tage geht´s dann los, und wenn jemand den Bericht ohne Kommentare lesen möchte, dann einfach auf die Sonne oben rechts klicken.

Bis bald,
der bayern schorsch

Teil 214. Apr. 2024

Dienstag, 05.März 2024 – die erneute Tragödie mit Lufthansa 😈 😈 😈

Mittwoch, 06.März 2024 – hurra, wir sind in Südafrika 🙂 🙂 🙂

Also, dann möchte ich mal mit unserem Reisebericht beginnen, der natürlich und wie immer mit dem Flug beginnt. Superschlau wie wir sind und weil es tatsächlich mehrere hundert Euro pro Flugticket günstiger war, haben wir uns diesmal für Salzburg als Abflughafen entschieden. Ob wir nun nach München oder nach Salzburg fahren, ist bei uns bald schon relativ „wurscht“, und den Preisvorteil Salzburg wollten wir gerne mitnehmen. Salzburg – Frankfurt – Kapstadt, so also war der Plan. 😕

Nur – man kennt ja mittlerweile die Streikerei der Gewerkschaften & Co, diese unsägliche, erpresserische Methodik, um unglaubliche Lohnforderungen durchzusetzen, die jenseits von Gut und Böse sind. Aber ja, was soll man dazu sagen. Seit Jahren kennen wir das, und kaum ist ein Streik der Piloten ausgesessen, kann man drauf warten, bis dann das Sicherheitspersonal und danach noch das Bodenpersonal die Fahnen schwenkt. Es ist nicht gut, was hier zu Lasten der Passagiere über die Bühne geht. 🙁

Und natürlich war es auch bei diesem Flug wieder so, dass der planmäßige Flug ab Salzburg nicht stattfinden konnte, da am Abflugtag ab 20.00h gestreikt wurde.

Einen, wenn man Glück hat, zwei Tage vorher bekommt man dies per mail mitgeteilt, und dann kann man mal schauen, dass man bei der LH jemand an die Strippe bekommt. Zur Ehrenrettung der Lufthansa muss man aber sagen, dass, wenn man dann das Glück hat, jemand in der Leitung zu haben, einem wirklich weitergeholfen wird. In unserem Fall war das dann ein Tag früherer Abflug (statt drei Tage später !!!) , und zwar im Direktflug von München nach CPT, was für uns logischerweise deutlich besser war. Dass man dann als Individual-Tourist sich auch um die zusätzliche Nacht in Kapstadt und um einen zusätzlichen Tag für den Leihwagen bemühen muss, das nehmen wir sportlich und das haben wir auch hinbekommen.

Irgendwann war ja alles geschafft, und die Weißwürscht am Münchener Flughafen haben wir uns redlich verdient. Dass Weißwürstl am Flughafen nicht unbedingt ein Schnäppchen sind, das war uns schon klar. Gschmeckt haben´s trotzdem, auch wenn der Gesichtsausdruck vom bayern schorsch anderes vermuten lässt.

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Unterm Strich wieder mal eine unsägliche story mit der Lufthansa, aber man gewöhnt sich dran, ganz nach dem Motto – „alle Jahre wieder“. Was uns dann auch noch so richtig geärgert hat, dass man beim Rückflug unsere reservierten und bezahlten Sitzplätze in der Zweierreihe am Fenster einfach vergeben hat. Dafür durften wir in der vorletzten Vierer-Reihe Platz nehmen und können jetzt schauen, dass wir die Kosten für die Sitzplatzreservierung erstattet bekommen. 😈

Ich hab mir das schon sehr wohl überlegt, ob ich die story mit der Lufthansa so wie geschrieben wiedergeben soll. Und ja, ich bin der Meinung, dass auch höchst unangenehme Erlebnisse und Dinge, die nicht so laufen, wie man sich das vorstellt, durchaus einen Platz im Reisebericht haben dürfen.

Auto: über Check24 haben wir einen Hyundai „Grand Creta“ gebucht, bekommen haben wir einen Hyundai Tucson, Automatic, realtiv jungfräulich, grad mal 15.000 km. Das Auto war in einem tadellosen Zustand, wobei wir beim Thema Auto wieder mal dazugelernt haben.

Man braucht für die Strecken, die wir gefahren sind, definitiv keinen 4x4, aber ein 4x4 hat im Regelfall ganz einfach wesentlich robustere Reifen und ein wahrscheinlich deutlich besseres Profil. Fakt ist, dass der Tucson für eine Garden-Route oder von mir aus auch für den Krüger bestimmt ein schickes Auto ist. Etwas höher, man hat gut Platz und die Kiste ist echt in Ordnung, ein "richtig" guter SUV.
Für einen Tankwa Karoo NP oder auch für den KTP hätten wir uns mit einem etwas dickeren Auto, wie z. B. einem Hillux oder einem Fortuner mit entsprechender Bereifung ganz einfach wohler gefühlt. Beim nächsten Mal machen wir das alles besser!

Zum Glück blieb es bei einem einzigen Reifenplatzer, 😠 den wir aber sehr gut gemeistert haben. Das war im Karoo NP, 10 km von der Rezeption und 10 km von unserer Unterkunft entfernt, also im absoluten Nirgendwo, wo wir, hätten wir auf Hilfe gewartet, wahrscheinlich heute noch stehen würden.

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Am nächsten Tag bin ich dann zur Rezeption und ein freundlicher Ranger von San-Parks hat den Reifen geflickt. Zunächst meinte er, not fixable, aber dann haben das die Jungs gut hingebracht. Zumindest hatten wir reifentechnisch in diesem Urlaub keinerlei weiteren Probleme. Der Preis für´s Reifenflicken, und das hat knapp eine Stunde gedauert, 180 Rand.

Übrigens: es war von Deutschland aus nicht möglich, unseren Mietwagenvertrag um einen Tag zu verlängern bzw. vorzuschieben. Vor Ort in Kapstadt bei Europcar war das überhaupt kein Problem und die Leute haben uns sehr nett aus der Patsche geholfen.

Hier noch ein paar Bilder von unserer Luxuskarre:

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Zurück zum Bericht, denn Flug und Auto ist ja nur Geplänkel ringsrum, und sobald man dann in Afrika angekommen ist, sind all die Nicklichkeiten recht schnell auch wieder vergessen. Gott sei Dank!

Nun - wir hatten ja die Aufgabe, uns um eine weitere Überachtungsmöglichkeit zu kümmern. Schorschine ist für diese „last-minute-Buchungen“ zuständig, (mir fehlen mittlerweile dazu die Nerven) und nachdem unsere ursprünglich geplante erste Unterkunft in Tulbagh uns leider keinen weiteren Tag reservieren konnte, sind wir in Paarl fündig geworden. In Kapstadt wollten wir dieses mal nicht bleiben, denn erstens waren wir schon des Öfteren in Capetown, und zweitens erst letztes Jahr, und da für fünf Nächte. Nein, wir wollten sofort raus auf´s Land, die Stadt hinter uns lassen, und bei der Recherche ist meiner Schorschine dann dieses wunderschöne Gästehaus über den Weg gelaufen:

www.perleducap.co.za

Vom Flughafen bis nach Paarl ist es ja nur ein Katzensprung, nämlich grad mal 60 Kilometer, und auf dem Weg zum Gästehaus haben wir dem Weingut Simonsvlei einen Besuch abgestattet. Das Weingut liegt quasi direkt neben der N1, und wir haben eigentlich nahtlos dort angeknüpft, wo wir letztes Jahr beim Urlaub in SA aufgehört haben. Weingüter ist immer gut, wobei das Simonsvlei keinesfalls bei Vergelegen, La Motte & Co mithalten kann. Trotzdem war es für uns gleich mal ein gelungener Auftakt, und der erste Karton Wein ist bei der Gelegenheit schon in unseren Tucson gewandert!

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Irgenwann am Nachmittag sind wir dann im Perle du Cap angekommen und wurden von den Mitarbeitern des Gästehauses herzlichst begrüßt. Oh Mann, war das schön hier! Ein tolles Zimmer, supernette staff´s, ein wunderschöner Infinitypool mit weitem Blick über Paarl, YES – hier fällt das Ankommen leicht.

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Am Abend sind wir auf Empfehlung unserer netten Wirtin, die uns am späteren Nachmittag am Pool besucht hat, in den Cattle Baron gefahren. Ein Chateaubriand vom Allerfeinsten, dazu eine gutes Flascherl Wein, ein perfekter Einstieg in unseren Urlaub. Und – der ganze Ärger mit der LH und all den damit verbundenen Unannehmlichkeiten war zu diesem Zeitpunkt längst vergessen. Wir freuen uns auf die Zeit, die jetzt vor uns liegt und sind super drauf gespannt, was uns alles erwartet.

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Ein schöner Blick über das Lichtermeer von Paarl bietet sich vom Gästehaus Perle du Cap. Dass wir uns auf der netten Terrasse vor unserem Zimmer noch einen Gute-Nacht-Trunk gegönnt haben, lässt sich denken.

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Teil 315. Apr. 2024

Donnerstag, 07.März 2024

Eigentlich beginnt ja unser Urlaub erst heute, aber die eine Nacht mehr, noch dazu in dieser schönen Herberge in Paarl, die haben wir doch gerne mitgenommen.

Das Perle du Cap ist von uns eine klare Empfehlung. Uns hat das dort sehr gut gefallen, das Zimmer war leicht ausreichend groß, der Pool kristallklar und sehr gepflegt, dazu dieser wunderbare Blick über Paarl, ja, das hat uns schon recht gut gefallen. Müssten wir nach dem Schulnotensystem bewerten, da gibt es von uns eine klare 1!

Ein tolles breakfast wird uns serviert, die Gastwirtin, eine Belgierin, kümmert sich mit Ihren zwei Angestellten rührend um uns, und außer uns sind noch zwei weitere Zimmer belegt. Uns passt dieses Ambiente, da wird man mit einem freundlichen Lächeln zum Frühstückstisch auf der Terrasse begleitet, das hat alles Stil und taugt uns zu 100 %, denn es könnte nicht schöner sein.

Nach dem Frühstück gibt´s noch einen kurzen Abstecher zum Pool. Es ist heiß, und eine Abkühlung kann bei den Temperaturen wahrlich nicht schaden:

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Bald danach brechen wir auf. Auch bis Tulbagh ist es nicht all zu weit, es liegen rund 65 km vor uns, und wären da nicht die üblichen Haltestationen (an denen wir einfach nicht vorbeifahren können) dann wären wir ziemlich flott unterwegs gewesen. So aber macht man seine Pausen. Und da kommt einem als Haltestop das Weingut NEDERBURG gerade recht. Zwar noch ziemlich früh am Morgen, was aber noch lange nicht bedeutet, dass wir einer kleinen Weinprobe nicht gewachsen wären.

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Auch hier wandern wieder einige Flaschen vorzüglichsten Rotweins in unser Auto und es steht jetzt schon fest – verdursten werden wir mit Sicherheit nicht. 🙂 😉 🙂
Ein Wort zu den Weingütern in Südafrika: also das, was dort geboten wird, das sucht schon Seinesgleichen. Natürlich gibt es Unterschiede, und die einen Weingüter sind halt von mir aus ein bisschen größer, ein bisschen schicker, und der Wein vielleicht bei dem einen Weingut besser und bei dem anderen Weingut halt vielleicht nicht ganz so gut. Was sie aber alle gleich gut machen, das ist das Ambiente. Dieses ganze „Drumherum“ ist sowas von imposant, das gefällt uns ausgezeichnet. Da kannst Du einen ganzen Nachmittag verbringen (wenn man die Zeit dazu hätte), und es wird Dir nicht langweilig. Die Gärten sind meist von einer unglaublichen Pracht, die angebotenen Köstlichkeiten zu einem Lunch oder auch nur zu einer kleinen Brotzeitplatte sensationell, und die Seele baumelt spätestens bei der zweiten oder dritten Weinprobe von ganz allein. Wir lieben das, und uns geht´s dabei richtig gut!
Bald kommen wir in Tulbagh an, und unser Navi führ uns punktgenau zur nächsten Unterkunft, dem

www.duikersdrift.com

Freundlich werden wir vom jungen Chef des Hauses empfangen, wir werden nach unseren Essenswünschen für das abendliche Dinner gefragt, und was der gute Mann auch gleich wissen möchte, in welcher Form wir die Eier am nächsten Tag zum Frühstück wollen und vor allem ganz wichtig: die Uhrzeit, wann wir gedenken, unser Frühstück einzunehmen. A bisserl komisch, aber der Typ ist trotzdem a ganz a Netter.

Dann zeigt er uns die Unterkunft: ein großes Zimmer, ziemlich rustikal, aber alles recht sauber. Apropos rustikal: der Gastraum mit Restaurant sieht aus wie ein Westernsaloon, total auf „alt“ gemacht, very basic, irgendwie schon nett, aber trotzdem gewöhnungsbedürftig.

Das Zimmer hat einen Whirlpool, der in einer Ecke auf der Terrasse steht, den könnt er uns einheizen und wir verabreden uns auf 20.00h, nach dem Dinner, das wär prima, wenn der Pool dann schon warm ist. (hat er aber nicht eingeheizt 😛 )
Zum Chalet gehört noch eine große Terrasse, die von Weinreben überrankt ist. Dadurch war die Terrasse leider nicht zu benutzen, denn überall lagen fast schon wie hingestreut verfaulte Weintrauben am Boden, übersäht mit Ungeziefer jeglicher Art, da war ein Sitzen im Freien unmöglich. Haben wir aber jetzt nicht für soooo dramatisch empfunden. Ist halt Natur, trotzdem hätt´s nicht geschadet, wenn man hier mal ein bisschen weggekehrt hätte.

Hier ein paar Eindrücke von Duikersdrift:

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Am Nachmittag waren wir mal wieder die absoluten Helden des Tages. Ganz so, als wären wir das allererste Mal in Afrika. Das war nämlich so: Tulbagh haben wir nicht gekannt, also dachten wir uns am Nachmittag, das kleine Städtchen mal ein bisschen genauer anzuschauen. Schorschine gibt ins Navi ein, „Tulbagh Center“, und los geht die Fahrt. Und bis wir uns versehen, landen wir mitten im Township von Tulbagh. Irgendwann und mitten drin meldet das Navi: „Sie haben das Ziel erreicht“. Oh je – das war dann doch eine ganz üble Sache, und man mag es glauben oder nicht, wir sind in diesem Township, und das ist bestimmt nicht übermäßig groß, mindestens eine viertel Stunde mit unserem Auto herumgeirrt, mal links, mal rechts, oder vielleicht doch gerade aus, es war schon etwas abenteuerlich. Und natürlich haben wir uns da schon Gedanken gemacht, wie dumm wir uns hier angestellt haben. Aber – es war nichts. Und zwar überhaupt nichts. Die Leute haben uns zwar etwas irritiert angeschaut, aber es war in keinster Weise irgendeine Reaktion zu sehen. Weder positiv, noch negativ. Wir wurden einfach nur angeschaut, das war alles.
Froh waren wir, als wir wieder aus dem Häuserwirrwarr herausgefunden haben und vor allem, wir haben schon wieder was dazu gelernt. Trau nie Deinem Navi …


Bei der Gelegenheit ein Wort zur Sicherheit in Südafrika und wie wir das empfunden haben.
Und jetzt auch ganz ehrlich: hätten wir 4 Wochen vor unserer Abreise die Möglichkeit gehabt, von der Reise einen Rückzieher zu machen, ich glaube, wir hätten das getan.
Oder sagen wir mal so: eher ich hätte das getan, Schorschine eher nicht. Irgendwie waren die Meldungen aus SA in puncto Sicherheit ganz einfach schlecht, und da dachten wir schon darüber nach, ob man sich das antun soll, bei dieser doch teilweise extremen Sicherheitslage. Tja, und jetzt sind wir schon bald 15x im südlichen Afrika gewesen, und es war auch auf dieser Reise wieder ein total relaxtes und sicheres Reisen. Die Menschen waren durchwegs freundlich, und es gab nicht eine Situation, in der wir uns bedrängt oder nicht wohl gefühlt hätten. Wenn man mit einem einigermaßen gesunden Menschenverstand an die Sache rangeht (mal abgesehen von unserem Ausflug in Tulbagher township), dann passt das.


Zurück zu Duikersdrift. Also das mit dem Abendessen war so ne Sache. Uns wurde erklärt, dass es heute Abend Buffet gibt, „all you can eat“ auf asiatisch, d.h., du suchst dir dein Fleisch (Rind oder Huhn) mit den dazugehörigen Zutaten (Salat, Zitronengras, Reis, Gemüse …) aus, und das Zeugs wird auf einer großen Grillplatte zubereitet. All you can eat and all you can drink, so wurde uns das angepriesen. All you can eat stimmt, und es hat recht gut geschmeckt. All you can drink traf dummerweise nur auf das erste Getränk zu, alles weitere wurde berechnet. Alles kein Beinbruch, wir sind ja am Beginn des Urlaubs und noch nicht knapp bei Kasse.

Beim Dinner waren wir übrigens nicht alleine. 😈 Ein schon etwas älteres Paar aus Köln hat gefragt, ob sie sich zu uns setzen können. Na ja, wir mögen das ja an sich überhaupt nicht (und Platz genug wär im Westernsaloon schon gewesen), aber die beiden haben sich dann als durchaus gesellige Menschen entpuppt. Zwar sind wir über eine Stunde lang nicht mehr zu Wort gekommen, aber die Story der Beiden war interessant. Zweitwohnsitz in Kapstadt, nämlich in der Seniorenresidenz Bloubergstrand, und da haben wir nun alles erfahren, was man als deutscher Rentner zu beachten hat. Blouberg, nichts anderes. 😁 Uns hat das Thema interessiert und wir haben die Beiden einfach drauf los babbeln lassen. Unterm Strich war´s dann ein netter und informativer Abend.

Was mir grad noch eingefallen ist: dass wir überhaupt auf die Idee, am Nachmittag unsere Irrfahrt ins township zu unternehmen, hat einen Grund. Wir wollten nämlich am schönen Pool des Duikersdrift ein bisschen relaxen und ein feines Mittagsschläfchen machen. Weit gefehlt. Es gibt für die ca. 15 Gäste, die bei unserer Anwesenheit den Pool belagerten, lediglich 6 Liegen. Da stehst du dann ein bisschen blöd rum, keiner macht Anstalten, seine Liege zu räumen (was ja logisch ist) und dann schwimmst Du halt einfach einmal durch den Pool und ziehst Dich vornehm zurück. Man überlässt den anderen Gästen die Szenerie und wir fahren mal auf die Schnelle ins township.

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Insgesamt hat uns das Duikersdrift in Tulbagh nicht besonders gut gefallen, und würden wir in Tulbagh nochmals nächtigen, dann würden wir uns wohl eine andere Bleibe suchen. Das Haus war zwar in Ordnung, mehr aber nicht. Vielleicht haben wir da im Vorfeld der Buchungen ein bisschen zu sehr auf den Geldbeutel geschaut, aber was soll´s. Alles halb so schlimm.

Was aber ganz einmalig ist – die Lodge liegt in einer wunderschönen Landschaft. Wie gemalt, dazu noch ein paar Wölkchen am Himmel, das war schon richtig schön.

Auch hier wieder die Benotung nach dem Schulsystem:
3 – 4, eher aber Tendenz zu 4, also ausreichend. Denn ausreichend war es, gar keine Frage, aber halt nicht mehr.

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Teil 417. Apr. 2024

08.+09.+10.März 2024
Drei Nächte Tankwa Karoo Nationalpark


Wow – darauf haben wir uns richtig gefreut. Tankwa Karoo Nationalpark, drei Nächte in einem superschönen Chalet incl. kleinem Splash-Pool, das hört sich doch gut an. Und das alles in absoluter Einsamkeit. KLASSE!

Aber der Reihe nach. Wir stehen frühzeitig auf, denn heute haben wir einen etwas längeren Fahrtag vor uns. Auch der erste große Einkauf steht auf dem Plan, und dafür haben wir uns CERES ausgesucht, die nächst größere Stadt, die in unserer Richtung nordwärts liegt.

Das Frühstück im Duikersdrift ist in Ordnung, und unsere gestrigen Tischkumpel aus Köln haben auch schon die Eierspeisen auf dem Tisch. Beeindruckend war das schon, was die uns alles erzählt haben. Man könnt´ glatt neidisch werden.

Ceres ist bald erreicht, und bei Pick and Pay bekommen wir mehr oder weniger alles, was auf unserem Einkaufszettel steht. In der Fleischabteilung fragen wir wie immer nach Game, da kann man uns aber leider nicht weiterhelfen. Dafür wird man vom Chef des Hauses per Handschlag begrüsst, der dann den Metzgermeister beauftragt, uns in perfekter Stärke Rinderfilets in Scheiben zu schneiden und zu vakuumieren. Der freundliche Metzgermeister hat sein Sache perfekt gemacht. Wunderbare Rinderfilets in genau der gewünschten Stärke, da haben wir gerne zugeschlagen. Dazu wird Boorewurst gekauft, und am Schluss ist der Einkaufswagen proppenvoll.

Netterweise hat uns dann die Kassiererin eine PnP – Card empfohlen. Ein paar Rand haben wir dadruch gespart, jetzt haben wir außer unserer Checkers-Card auch noch einen Pick and Pay Card im Gepäck!

Schnell ist alles verstaut, und im bottlestore kaufen wir uns noch eine Flasche Gin. Nicht wegen dem Alkohol – da haben wir bereits genügend an Bord – sondern wegen der Malaria-Prophylaxe, ein durchaus schlagkräftiges Argument für Gin-Tonic. 😉 😉 😉

Hinter Ceres düsen wir in Richtung Prince Alfred Hamlet, vorbei am Gydo Pass und nach ca. 30 km auf der R 303 geht dann das Abenteuer Gravel-Road erst richtig los. Dort biegen wir dann in Richtung Kagga Kamma nach rechts ab, und zum Glück ist die Straße in einem äußerst guten Zustand. Da macht Gravel fahren richtig Spaß, und die Landschaft gefällt uns sehr gut.

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Kilometer um Kilometer spulen wir herunter, und die Fahrt ist nicht langweilig. Irgendwann und urplötzlich sehen wir auf der rechten Seite der pad einen Farmstal. Oh was für ein Glück, ein lecker Toast, dazu ein Bierchen, das hat uns supergut in die Karten gespielt, denn wir waren nun doch schon bald 3 Stunden unterwegs, da kann eine kleine Pause nicht schaden. Der Tankwa Padstal ist was ganz was Uriges. Buchstäblich im Nirgendwo, und von den Damen des Hauses werden wir auf lustige Art und Weise bedient. Ein absolut lohnenswerter Stop. Weitere Gäste im Padstal war noch ein junges Paar aus Nürnberg, die zum ersten mal in SA waren. Klar, dass wir Ihnen den ein oder Tipp mit auf den Weg geben konnten. Die Beiden waren vom Land total begeistert und uns freut das immer, dass grad so junge Leute dieses Land lieben.

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Vom Padstal aus sind es dann immer noch knapp 100 Kilometer, wobei ab dem gate des Tankwa Nationalparks die Straße auf den letzten 30 - 40 km in einem extrem schlechten Zustand 😈 war. Über zwei Stunden sind wir dahingezuckelt, und wir waren froh, als wir dann endlich in der San-Parks-Rezeption unsere Schlüssel abholen durften. Die Ladies waren – ganz anders als wir das von San-Parks gewöhnt sind – außerordentlich freundlich und hilfsbereit. Die waren nicht nur very pretty, sondern auch richtig nett, aber sie haben ja auch den ganzen Tag über mehr oder weniger nichts zu tun. Die paar wenigen Gäste machen die Damen mit links, und irgendwie machten sie auch einen total relaxten und zufriedenen Eindruck auf uns. Das war auch gut so, denn zu diesem Zeitpunkt wusste ich noch nicht, dass ich am nächsten Tag bereits wieder in der Rezeption stehen würde.

Die 8 oder 9 Chalets von Elandsberg sind von der Rezeption aus nochmal rund 20 km entfernt, man fährt buchstäblich in die pure Einsamkeit. Und genau mittig, nämlich nach 10 km, flattert unserer hinterer linker Reifen. Kurz geschaut, und schon war der Fall klar. Wir hatten einen platten Reifen, da hilft alles nichts, da muss der Mann ran. Also ich! 🙁 😠

Oh je, wo ich ja nun wirklich zwei linke Hände hab und sowas lieber der Schorschine machen lassen täte. Aber in diesem Fall brauchten wir auf fremde Hilfe nicht zu hoffen und so haben wir uns an die Sache ran gemacht und siehe da, wenn man will und muss, dann ist sogar der Schorsch in der Lage, das locker zu schaffen. Glück war, dass wir die Ersten waren, die den Ersatzreifen überhaupt in den Händen hielten, auch das Werkzeug war funkelnagelneu, und nach einer Stunde (ich weiß, andere können das deutlich schneller 😉 ), hatten wir den Reifen gewechselt.

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Jetzt waren´s noch 10 km bis zu unserem Chalet, und letzten Endes glücklich, aber doch ziemlich fertig, kommen wir an.

Ausgepackt, eingecheckt, Kühlschrank und Gefrierfach befüllt, und als Allererstes genehmigen wir uns mal ein Windhoek Lager und stoßen auf uns an. Das haben wir alles gut hinbekommen, und jetzt wird die Bude in Augenschein genommen. Und wir staunen nicht schlecht …..
Hier ein paar Bilder von außen:

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und hier ein paar Bilder von innen (die ich mir aber im Internet ausgeliehen hab 🤨 )

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Wer hätte das gedacht? Wir wussten ja aus etlichen Erzählungen, dass die Chalets superschön sein sollen, aber so ganz traut man ja den San-Park-Leuten nicht über den Weg. Auch unser hessischer Freund Casimodo war sich sicher – das gefällt dem bayern schorsch und seiner Schorschine richtig gut. Und Recht hat er gehabt! 🙂

Nun gut, wir haben natürlich auch Reiseberichte gelesen, und irgendwo stand geschrieben, dass der sogenannte Pool, wenn man ihn denn so nennen möchte, grad mal eine bessere Vogeltränke sei. Also waren wir vorgewarnt und schon sehr gespannt, als wir die Abdeckplane des Pools abmontierten, wie denn da das Wasser aussieht. Und siehe da, es war kristallklar und zum Glück saukalt, das war bei der Hitze genau das Richtige. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass wir jeden Tag über 40 Grad (!!!) im Schatten hatten?

Ich bin da schon sehr knausrig, was die Wasserqualität dieser kleinen Splash-Pools anbelangt und geh nicht unbedingt wo rein, wenn mir das Wasser nicht gefällt. Hier war´s perfekt, das Wasser war die drei Tage, wo wir dort waren, in einem sehr guten Zustand. Die Umwälzpumpe war entweder kaputt oder aber es wird der Pool ganz einfach bei neuen Gästen frisch eingelassen, was ich mir fast eher denken könnte. Also – Pool perfekt, es könnte nicht besser sein.

Dass wir da gleich mit einem Hecht ins Wasser rein sind, lässt sich denken, und es war eine absolute Wohltat.


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Abends wird gegrillt. Boorewurst, Rinderfilet, Butternuts, dazu einen griechischen Salat und, was besonders gut geschmeckt hat, geröstetes Brot mit Crash-Garlic. Ein Gedicht! Und dazu die Aussicht auf den Park. Es war einfach nur traumhaft schön. Seht selbst ….


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Die drei Tage im Tankwa Karoo NP vergingen wie im Flug. Wir machten ein mal eine kleine Wanderung zum view point, wobei die Betonung auf KLEINE Waderung liegt. Es war ganz einfach zu heiß, da macht man in unserem Alter keine Wanderung. 😮

Wir haben die drei Tage genützt, um in dieser Einsamkeit mal völlig „runterzukommen“. Es war außer uns nur ein weiteres Chalet belegt, von denen wir aber nichts mitbekommen haben. Nicht, weil wir das "runterkommen" unbedingt nötig hätten, aber es hat uns richtig gut getan. Wir haben Buch gelesen, wir haben gebadet, wir haben Zeit für uns gehabt, wir haben toll gegrillt und wir haben zu viel getrunken. Ein paar kleine Ausflüge, u.a. zum Reifenflicken zu Rezeption,

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das war´s dann schon mit Aktivitäten. Von den Tiersichtungen waren wir arg enttäuscht.
Man muss sich mal vorstellen, dass wir von der Terrasse unseres Chalets nicht ein einziges Tier (außer ein paar wenigen Vögeln) gesehen haben. Und das drei Tage lang. Und mit „nicht ein einziges Tier“ mein ich auch kein Einziges. Nicht mal einen Strauss oder einen Schakal oder irgend so was ähnliches wie eine Antilope. Nix, aber auch rein gar nix. Unglaublich, aber wahr.

Beim Game-driven hatten wir dann doch die ein oder andere Tiersichtung, aber unterm Strich war das schon recht mau. Fotografiert haben wir nicht viel. Nicht nur, weil´s auch nicht viel zum Fotografieren gegeben hat, sondern wir waren fotofaul. Jetzt im Nachhinein denk ich mir, es hat doch viele Springböcke gegeben, aber nicht einen davon haben wir fotografiert. Da müssen wir uns bessern ….

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... und wer immer ein gern gesehener Gast ist, der hier nämlich:

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Uns hat das überhaupt nichts ausgemacht, dass wir so wenig Tiere gesehen haben. Auch fast unglaublich, dass einem das nichts ausmacht. Aber unsere Erwartung bezüglich Tiersichtungen war von Haus aus keine, und die paar wenigen Tiere, die wir dann gesehen haben, die haben uns dafür um so mehr gefreut. Und wir haben natürlich viel philosophiert. Über Gott und die Welt, über wichtige und unwichtige Dinge des Lebens, und wenn man so was mag, dass man hier in totaler Einsamkeit die Tage verbringt, dann gibt´s bald nichts Schöneres. Uns hat das richtig gut gefallen.
Unterm Strich und als Fazit zum Tankwa – der Nationalpark bleibt bei uns Dank des wirklich sehr schönen Cottages in bester Erinnerung. Vielleicht lag´s aber auch an unserer Stimmung, denn es ging und geht uns richtig gut.
Das Cottage ist sehr groß und verfügt über einen Wohnraum, wo es für die kühleren Monate einen offenen Kamin gibt. Das Schlafzimmer mit 😘 😘 kingsize-bed (!!!) ist getrennt vom Wohnraum, das Bad ist so groß, dass man bald zu Fünft drin duschen könnte, und die Küche ist super ausgestattet. Da fehlt´s an nichts, es ist alles, was man für´s Kochen und Grillen braucht, vorhanden. Durch die Solaranlage auf dem Dach ist zum Glück das Thema load shedding erledigt, wir hatten jederzeit Strom, aber kein Internet und natürlich auch kein Telefon. Lustigerweise hängt im Wohnraum ein ziemlich großer Fernseher. Den haben wir aber nicht mal ausprobiert, ob er überhaupt läuft.
Das Herzstück und der Mittelpunkt ist die schöne Terrasse direkt am Pool. Größtenteils überdacht, was bei der Hitze ein riesen Vorteil ist, ein toller Grillplatz, ja, es fehlt hier tatsächlich nichts. Nach dem Abendessen brennt das Lagerfeuer in der Grillstation, eine recht romantische Angelegenheit, und wenn man die Liegen ganz nah an den Pool ranrückt, dann hat man über sich einen Sternenhimmel, der zum Greifen nah ist.
Die Benotung für den Tankwa: eine 1 für die Unterkunft, eine 2 für den Park insgesamt, und leider nur eine 4 in Bezug auf Tiersichtungen.

Teil 518. Apr. 2024

11. März 2024, Hantamland

Wir haben im Internet viel gestöbert, wir haben hier im Forum über die Suche geschaut, ob man über Hantamland was lesen kann, und nein, nicht mal die „alt eingesessenen“ Fomis konnten uns viel über Hantamland erzählen. Da waren wir nämlich für 2 Nächte, wir sind von der Einsamkeit des Tankwa´s in die Einsamkeit des Hantamlandes gefahren.

Fangen wir am Anfang an:

Nach einem üppigen und gemütlichem Frühstück, dem anschließendem Abwasch in der Küche und natürlich einer letzten Abfrischung im immer noch kristallklaren Pool, kommen die letzten Utensilien ins Auto. Das Letzte dabei ist wie immer die Coolerbox mit den gefüllten und gefrorenen Wasserflaschen. Diese Technik hat sich im Lauf der Jahre als sehr gut bewährt, denn so hält man nicht nur das Fleisch gekühlt, sondern auch all die anderen Dinge wie Butter, Käse, Wurst usw. Und was auch noch immer Platz hat, das ist ein Flascherl Savanah, das wir irgendwann während der Fahrt dann schön gekühlt zu uns nehmen.

Um 08.30h sind wir startklar. 🙂

Wir biegen um die Ecke unseres Chalets nach oben zur Verbindungsstraße und staunen nicht schlecht - es gibt ja hier doch noch Menschen außer uns! Eine freundliche, aber schon leicht verzweifelte Südafrikanerin, die eines der anderen Chalets mit ihrem Mann bewohnte, stand oben an der Wegkreuzung und versuchte, über die SOS-Station mit der Rezeption Kontakt aufzunehmen. Ihr Auto springt nicht mehr an! Dummerweise haben auch wir kein Starterkabel mit dabei und so versprechen wir, dass, sobald wir Handyempfang haben, bei der Rezeption anrufen, um einen Ranger vorbeizuschicken, der ihr helfen kann. Die Rezeption lag nämlich in südlicher Richtung, 20km entfernt, und wir mussten weiter in nördliche Richtung.

Allerdings haben wir bei unserem Versprechen wieder mal falsch gedacht, 🙁 denn wir waren uns sicher, dass wir bald hinter dem Nordausgang des Parkes doch auch sicherlich Handyempfang haben. Von wegen – weit gefehlt! Vom Northgate des Tankwa´s sind es auf gravel bis nach Calvinia knapp 100 km, und wir haben es oft versucht – aber erst kurz vor Calvinia hatten wir Handyempfang. Zum Glück konnte die Rezeptionistin des Nationalparks dann Entwarnung geben. Ein Ranger sei bereits unterwegs, denn die SOS-Station bei den Chalets hat nur kurzfristig seinen Geist aufgegeben. Na ja …..

Auf dem Weg nach Calvinia haben wir Tiere gesehen. Endlich! Und gleich eine ganze Herde davon ….

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In Calvinia, das uns auf den ersten Blick einen recht netten Eindruck macht, tanken wir unseren Tucson voll, er hat die 100 km Gravel perfekt gemeistert. Hinter Calvinia geht´s dann für ca. 20 Kilometer auf die R27, dann zweigt man links ab. Knapp 30 km gravelroad, und schon ist man in Handvol Gruis, das ist sozusagen das Haupthaus der Schaffarm. Von dort sind es dann nochmal 15 Kilometer, und das Ziel ist erreicht.

HANTAMLAND, keiner hat gewusst, wo das „in etwa“ liegt, keiner konnte was darüber berichten.

Wir jetzt schon, und wir haben vom Chalet etliche Bilder mitgebracht

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Das Haus ist absolut perfekt ausgestattet und es fehlt nichts. In der Küche ist jegliches Equipment vorhanden, es gibt etliche Säcke mit Holz sowohl am Außengrill als auch am offenen Kamin im Wohnzimmer. Dass da alle möglichen Zündfix und Streichhölzer herumliegen, ist hier eine Selbstverständlichkeit und in der Tat, Hantamland ist eine sehr luxuriöse Unterkunft. 🙂

Drei Schlafzimmer gibt es hier (vom Platz her könnte man mit 4 – 6 Personen wohnen), lediglich im Hotpot wird´s a bisserl eng. Da hätten so viele Leute keinen Platz. Hier ein Bild von unserem Schlafzimmer (wir hätten aber auch eines der anderen SZ benutzen können) und auch ein Bild vom Hotpot, am Ende der Treppen ist dann der Grillplatz:

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Man ist hier auf Hantamland in beinah noch größerer Einsamkeit als zuvor im Tankwa Karoo NP. Kein Mensch weit und breit, keine Tiere weit und breit, dafür aber nicht sichtbar und hinterm Haus bzw. hinterm Berg versteckt - ein riesiger Funkmasten. 😮 🤨
Der deckt das Netz für Calvinia ab, so wurde uns gesagt, und was das bedeutet, ist für uns gleich klar: wir haben wieder Internetverbindung. Jetzt weiß ich aber nicht so recht, ob das gut oder schlecht ist. Denn was haben wir gemacht, nachdem die Koffer ausgepackt waren? Natürlich rein ins Internet und für mindestens eine Stunde nichts anderes mehr gemacht, als den Lieben zu Hause whats app geschickt, Bilder auf den Status gestellt, schließlich muss ja die halbe Welt erfahren, wir gut es uns geht und wie toll hier alles ist, und nachdem wir die neuesten news gelesen haben, haben wir festgestellt, dass sich auf der Welt in den letzten Tagen nichts verändert hat.

Es ist fast schon ein bisschen bedenklich, wie schnell man wieder in das alte Muster zurückfällt. Dabei war es die drei Tage im Tankwa ohne Internet doch auch ganz nett. Na ja, wir sind auch nicht besser als alle Anderen. 😉

Schorschine beim surfen, und ich gesell mich dannn auch gleich dazu:

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Im Haus liegt ein Gästebuch. Und in diesem Gästebuch ist bei einem Eintrag zu lesen, dass es hier fußläufig und gleich in der Nähe einen ganz tollen sundowner-point gibt. Na, das hört sich doch gut an und wir telefonieren mit unserer Gastwirtin, um uns den Weg erklären zu lassen. Ein supernette Frau, die wir allerdings die beiden Tage nicht zu Gesicht bekommen haben. Sie erklärt uns den Weg und schickt dazu noch ein paar Bilder, so dass wir uns nicht verlaufen können. Wegen Schlangen sollten wir nicht all zu viele Probleme haben, beim letzten Besuch, wo sie selbst mit ihren Kid´s hier oben unterwegs war, waren relativ wenig Snakes zu sehen. 🤩
Aha, jetzt wissen wir also Bescheid. Schau ma mal ....

Für uns war klar – da müssen wir hin, und nachdem wir nachmittags den kleinen Splash-Pool bzw. Hot-pot in Beschlag genommen haben, brechen wir abends zeitig zum sundowner point auf.

Übrigens ist der Hot-pot wirklich nur ein ganz kleiner pot. Zu zweit hat man schier keinen Platz, da sind wir vom Tankwa ganz andere Dimensionen gewöhnt. Aber es tut gut, sich bei über 40 Grad im Schatten einfach mal ins kalte Wasser zu setzen, oder zumindest die Füße reinzuhängen. Das hat schon gepasst, wobei wir der Meinung sind, dass Hantamland ein kleiner Pool (ähnlich wie im Tankwa), und dazu noch 2 oder 3 Liegen gut zu Gesicht stehen würde. Das würde dem Ganzen hier noch einen zusätzlichen Punkt einbringen.

Zurück zum sundowner-point: bewaffnet mit unserer Coolerbox und dem entsprechenden Inhalt, nämlich Gin-Tonic, Zitrone und genügend Eiswürfel, machen wir uns auf dem Weg. Wir sind ungefähr eine halbe Stunde gelaufen, es war also tatsächlich nicht all zu weit, und wenn man mal die Technik der Wegeführung, die die Inhaber an den Tag gelegt haben, versteht, dann kommt man schnell voran. Die Leute haben sich alle Mühe gegeben, den Weg mit Steinen so zu kennzeichnen, dass die Gäste mehr oder weniger von fast allein zum sundowner-point stolpern. Zwischendrin tut man sich dann mal kurzfristig verlaufen, aber das gehört dazu.

Schorschine beim Schleppen der Coolerbox (ich hab die Box dann beim Rückweg getragen, da war´s deutlich leichter)

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und einen Gin-Tonic haben wir uns dann redlich verdient. Wir sind früh dran, so dass wir die Szenerie, die auf uns schon fast magisch wirkt, in aller Ruhe genießen können.

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… und dann schauen wir der Sonne zu, wie sie schön langsam untergeht. Wir sind ganz allein, lediglich die Affen machen ein ziemliches Geschrei. Denen hat das wohl nicht gepasst, dass sie plötzlich nicht mehr allein waren. Gesehen haben wir keinen, aber gehört. Es war fast ein bisschen gespenstisch, denn die Laute waren in der Schlucht sehr gut zu hören, dazu das Echo - ja, das war eine ganz besondere Stimmung. Einfach nur romantisch und durch das Affengeschrei mitten in der Natur ein wunderschönes Erlebnis.

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So war das mit dem ersten Tag auf Hantamland, und morgen berichten wir dann von Tag 2, was wir da alles erlebt haben.

Teil 619. Apr. 2024

12. März 2024, Tag 2 auf Hantamland:

Eigentlich ist´s hier schon fast ein bisschen zu ruhig und zu einsam.

Wir machen Frühstück, wir surfen ein bisschen im Internet, und wissen dann irgendwann nicht so recht, was wir tun sollen. Es ist einfach gar nichts los, und so beschließen wir, die Gegend ein wenig mit dem Auto zu erkunden. Es ist wieder brüllend heiß, eine Wanderung kommt deshalb schon gleich gar nicht in Frage, aber im Auto hat man eine Klimaanlage. 🙂

Wir düsen den Berg hoch zum Funkmasten. Dort oben ist die Welt zu Ende. Der Masten ist mit dicken Stacheldrahtzäunen umgeben, und die Straße hört hier oben einfach auf. Also fahren wir wieder zurück, lassen unser Chalet rechts liegen und fahren in Richtung Haupthaus. Eigentlich, und das wird uns jetzt so richtig bewusst, schlagen wir nur die Zeit tot. Ja, vielleicht war es mittlerweile einfach zu viel Einsamkeit, was wir die letzten Tage erlebt haben, und so kehren wir wieder um zu unserem Häuschen und lassen „den Herrgott an guten Mann“ sein. Wir lesen Buch, wir strecken unsere Füß in den Pool, wir duschen (auf Hantamland gibt´s Dusche und WC in Doppelausfertigung, nämlich einmal innen und einmal außen)

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und wir lassen es uns natürlich trotzdem gut gehen. Der Nachmittag vergeht dann doch recht schnell, man macht noch ein kleines Nachmittagsschläfchen, und bis man sich verschaut, wird´s schon wieder Zeit zum Abendessen. Tisch aufdecken, Kerzchen dazu, Lagerfeuer anzünden, das macht wie immer der Schorsch, und Schorschine ist für Salat & Co zuständig.

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Apropos Lagerfeuer und Holz. Seit wir vor ein paar Jahren auf der private game lodge MUWETI waren, haben wir dazugelernt. Und zwar von einem gewissen Hardus, ein etwas eigenartiger Typ, aber sehr belesen und g´scheit. Und der hat uns damals erzählt, dass wir, wenn wir das Lagerfeuer bzw. Grillfeuer herrichten, immer mit Handschuhen arbeiten sollen. Dachte ich mir zuerst, na ja, der Mann übertreibt doch hoffnungslos, sind Arbeitshandschuhe im Gepäck für mich heute absolute Pflicht. Damit fühl ich mich deutlich sicherer, wenn ich die Holzscheite aus einem Holzstoß ziehe. Ob´s dann wirklich hilft bei einem Schlangenbiss – wer weiß?
Aber ein gewisser Schutz ist es allemal und wenn Du mal einen Reifen wechseln musst, dann sind die Handschuhe absolut von Vorteil. 😉

So weit zu unseren Packgepflogenheiten. Das Feuer brutzelt, und es gibt nochmal Boorewurst und den letzten Fetzen Rinderfilet, dazu einen griechischen Salat und wieder geröstetes Knoblauchbrot. Fein scheckt alles, und wir genießen das abendliche Dinner in vollen Zügen.

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Fazit und Benotung Hantamland

Wären wir nicht vorher drei Tage im Tankwa gewesen, dann hätte es uns wahrscheinlich noch besser gefallen. Beide Unterkünfte hintereinander waren vielleicht a bisserl zu viel des Guten, was die Einsamkeit betrifft, zumal tiertechnisch weder im Tankwa noch auf Hantamland zu viel geboten war. Aber die Unterkunft ist wirklich traumhaft, dafür geben wir gern eine 2.
Man muss sich aber schon im Klaren darüber sein, dass wäre da nicht der sundowner-point, der uns sehr gut gefallen hat, dann wäre hier „tote Hose“ im wahrsten Sinn des Wortes. Wir hatten ja am ersten Abend Glück, denn es war wolkenlos und dadurch konnten wir einen sehr schönen Sonnenuntergang erleben. Am zweiten Abend war es bewölkt, also nicht grad optimal für einen sundowner.

Ob wir nochmal hinfahren würden? Ich glaube, eher nicht, dafür ist es einfach weit ab vom Schuss. Empfehlenswert ist die Unterkunft aber auf alle Fälle, wenn man die Einsamkeit liebt.

Teil 720. Apr. 2024

13.März 2024, Mittwoch, von Hantamland nach Upington:

Heute sind wir froh, dass es wieder weiter geht. Upington, das Tor zum KTP und wieder mal eine ganz andere Welt als ein Tankwa Karoo Nationalpark oder ein Hantamland. Genau das ist es, was wir an Südafrika so lieben. Diese Vielfalt und Abwechslung, wenn man seine Touren fährt. Da beginnst du irgendwo in der Nähe von Kapstadt (in unserem Fall Paarl und Tulbagh), wo du von supertollen Weingütern regelrecht erschlagen wirst, bevor es weitergeht in die Weite der Karoo, in die Einsamkeit des Tankwa´s. Danach noch 2 Tage Hantamland, wo man keiner Menschenseele begegnet, und dann steht wieder eine größere Stadt mit Upington auf dem Plan, immerhin eine Stadt mit gut 60.000 Einwohnern.

Die Strecke ist überschaubar, und doch zieht sich´s ganz schön. Zunächst geht es auf kurzer gravelpad bis runter zur R27, und dann fast schon kerzengerade auf Teer hunderte von Kilometern nordwärts. Insgesamt sind es rund 500 km zu fahren, im Nachhinein bald zu viel des Guten, aber wir haben das gewusst. Wobei auf der Landkarte oder am Computer die 500 km gar nicht so dramatisch ausschauen. Ist man dann aber mal unterwegs, dann ist das schon sehr weit. 🤨

Aber wir kommen gut voran, und ca. 20 oder 25 km vor Upington sticht uns das „Bezalel Wine & Brandy Estate“ ins Auge. Von außen sieht die Bude recht gut aus, das wollen wir uns mal anschauen. Na ja, die Weinprobe hätten wir uns schenken können, denn erstens war das Ambiente bei Weitem nicht so, wie wir das kennen, und zweitens hat uns der Wein nicht besonders gut geschmeckt. Vielleicht hätten wir hier eine etwas längere Pause eingelegt, aber irgendwie hat uns das dort nicht getaugt. 🙁

Also fahren wir weiter, Upington ist nicht mehr weit, und bald sind wir dann auch schon da. Das River Place Manor, direkt am Oranje-River, das ist unser Stützpunkt und Versorgungsort, bevor es morgen in den KTP weiter geht. Und wir wurden nicht enttäuscht. Hier hat alles gepasst, wir waren mehr als zufrieden. Das Zimmer ist locker ausreichend groß, der Blick vom 1. Stock über den schönen Garten bis hin zum Pool und Fluß, das hat schon was.

Beim einchecken wollte man uns Suite 2 unten im EG geben, was der bayern schorsch sofort abgelehnt hat. Nein nein, der Herr möchte gerne in den ersten Stock, dann hat er niemand über sich und außerdem hat er einen besseren Blick. Na ja, das kann schon sein, aber im Nachhinein hätten wir EG nehmen sollen, denn was der gute schorsch nicht bedacht hat – er muss jetzt all das Gerumpel, was am Nachmittag noch gekauft wurde und auch sämtliche anderen Utensilien, in den ersten Stock schleppen. Recht geschieht ihm!!! 😉

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Das sieht sehr schön aus hier im River Place Manor, aber es hält uns nicht lange, denn wir haben einen anständigen Hunger. „Orange River Cellars“, das war die Empfehlung auch hier im Forum, und das möchten wir uns gerne anschauen. Dort machen wir eine kleine Weinprobe, und der gedachte light lunch entpuppt sich als handfestes Mittagessen. Auch nicht schlecht, wir waren schließlich etliche Stunden unterwegs.

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Nach dem light lunch und der Weinprobe fahren wir noch beim checkers vorbei. Der Großeinkauf bei checkers und auch beim Upington Slaghuis steht zwar erst für morgen Vormittag an, aber wir wollen gleich mal schauen, wo sich der Supermarkt und die Fleischerei befindet, nicht, dass wir diese beiden Läden morgen nicht finden.

Gesagt getan, und schon stehen wir beim checkers vor der Tür. Irgendwie kommt uns das aber spanisch vor. Vor dem Geschäft lungern ganz komische Gestalten herum, und jeder will auf unser Auto aufpassen. Na gut, ich such mir einen jungen Mann aus und wir vereinbaren, dass er unser watchman sein soll. 😉

Wir wollten ja eh nicht groß einkaufen, aber hier in diesem Laden vergeht uns die Lust total. Ein paar wenige Dinge wandern in den Einkaufskorb, und draußen werd ich sofort wieder von 3 Männern massiv unter Druck gesetzt. Sie wollen meinen Einkaufswagen schieben und mir beim Verstauen des Einkaufes behilflich sein. Ja hallo Leute, der Schorsch kann so was erstens alleine, und zweitens hab ich doch schon „meinen“ Mann. Der kommt natürlich sofort angerauscht, und es entsteht zwischen den Männern ein heißer Disput. Und ich fühl mich überhaupt nicht wohl. Ja wär ich doch bloß bei meiner Conny geblieben 😮 , die schaut nämlich noch nach Sitzkissen, die wir in den KTP mitnehmen wollen, weil das ein klare Kaufempfehlung war.

Irgendwann hat sich die Menge dann beruhigt, mein watchman legt die eine Tüte vom Einkauf in den Kofferraum, und er bekommt von mir eine Cola. Zum Glück kommt mittlerweile wieder meine Schorschine aus dem Laden, jetzt bin ich nicht mehr allein. Gott sei Dank. 😘 🙂 😘

Weiter geht´s zum Slaghuis, denn dort wollen wir fragen, ob wir tatsächlich alles so wie bestellt, nehmen müssen, oder ob man an der Bestellung noch ein bisschen was verändern kann. Nachdem wir dem superlustigen, riesige Metzgermeister erzählt haben, wie´s uns grad beim checkers ergangen ist, da hat er uns dann erst mal aufgeklärt, dass es einen „richtigen“ und großen checkers draußen in der Kalahari Mall gibt. Ja ja, ist ja alles gut, denn dann ist´s uns wieder eigefallen. Wir haben nämlich ein paar Wochen vor der Reise mit den Casimodos gesprochen. Und die haben uns die Kalahari-Mall genannt, dort sollen wir einkaufen. Und recht ham´s g´habt, die Beiden.

Irgendwann sind wir wieder zurück im River Place Manor. Das Dinner haben wir schon beim einchecken für heute Abend bestellt, und jetzt gibt´s mal noch ne Runde Schlaf auf den bequemen Liegen am Pool und vorher einen Gin-Tonic. Hier kann man´s aushalten. Ein wirklich schönes Platzerl, wo man sich wohlfühlt und im wahrsten Sinn des Wortes die Seele baumeln lassen kann.


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Langsam aber sicher setzt die Abenddämmerung ein. Wieder so ein Tag wo ich mir denke, dass die 24 Stunden einfach nicht ausreichend sind. Der Abschied von Hantamland, die lange Fahrt hierher, dann das Abenteuer beim Stadt-Checkers, und jetzt sitzen wir hier im River Place Manor und es geht uns einfach nur gut. Wenn man diese Stimmung jetzt festhalten könnte, wir würden gar nicht mehr weg wollen.


So aber machen wir uns für´s Abendessen hübsch (soweit das bei mir überhaupt noch einen Wert hat) und das Dinner ist ausgezeichnet. Conny isst „fish of the day“ bei mir gibt´s Calamari vom Grill, dazu Gemüse und butternuts, was für ein Gedicht.

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Das River Place Manor bekommt von uns eine glatte 1. Es geht nicht besser!

Teil 821. Apr. 2024

14.03.2024, Donnerstag, von Upingtion in den KTP

Hurra, endlich ist es so weit! Der KTP wartet auf uns. 🙂 🙂 🙂

Wie das mit der Reserviererei ist, das hab ich ja schon zu Beginn des Reiseberichtes geschrieben. 3 Nächte Uri, 4 Nä Kielie, 2 Nä Nossob Riverfront, das gibt´s nichts zu meckern und würden wir mal wieder in den KTP fahren, dann würden wir genau so wieder über einen Reiseveranstalter buchen, nur die Reihenfolge der Unterkünfte war von uns nicht ganz glücklich gewählt.

Heute geht´s aber mal als Allererstes nach Urikaruus. Dort waren wir schon mal vor etlichen Jahren, damals hat´s uns gut gefallen, der Ranger hieß Eric. Zuerst aber haben wir wieder eine lange aber sehr kurzweilige Fahrt vor uns. Von Upington bis nach Twee Revieren sind es rund 250 km auf bester Tar-road, danach nochmal 70 km bis ins erste wilderness-camp, Urikaruus.

Aber - man sollte immer am Beginn des Tages anfangen. Wir müssen zunächst noch unseren Einkauf erledigen, denn gestern im „Stadt-Checkers“ hatten wir gar keine rechte Lust, unsere Einkäufe so zu erledigen, wie sich das gehört. Slaghuis ist unsere erste Station, der freundliche Metzgermeister bedient uns persönlich, und wir haben uns gegen Rind und für Game entschieden. Nun ja, das war jetzt nicht grad so gut, aber das wussten wir erst im Nachhinein. Denn – egal ob Springbok, Kudu oder Eland, das Zeugs hat alles ungefähr gleich geschmeckt, und das nicht besonders lecker. Sicherlich war´s ein Fehler, „nur“ game zu kaufen, aber wir dachten halt ….

Und wir dachten halt da schon wieder mal falsch. 😄 Falsch war aber nicht, dass wir den Rat unserer Freundin Esmeralda Kerstin befolgt haben und die dünne Boorewurst zusäztlich gekauft haben. Die war nämlich in der Tat spitzenmäßig, und im Nachhinein wären wir wohl besser dran gewesen, nicht nur game, sondern auch Rinderfilet mitzunehmen. Und auch noch a bisserl mehr von der vorzüglichen Boorewurst.

Egal – alles halb so tragisch, denn das Fleisch war ja nicht schlecht. Aber das Rind die Tage vorher war um Welten besser. Und dass das nicht falsch verstanden wird – wir würden immer wieder im Slaghuis einkaufen. Nur eben ein bisschen anders verteilt, was die Fleischauswahl anbelangt. Neben game und Boorewurst haben wir übrigens auch Salami gekauft. Einfach nur Spitze!

Nach dem Slaghuis kommt die Kalahari Mall dran, denn dort gibt´s den „richtigen“ Checkers.
Und da sind wir doch sehr überrascht. Das sieht ja alles aus wie in einer Großstadt. Ein riesen Einkaufszentrum, und es ist alles vertreten. Von Supermärkten (Checkers, Spar, PnP usw.) über Klamotten, Technikläden, Restaurants, Safariläden, Campingausstatter und was weiß ich noch alles, das ist schier unglaublich. Alles total aufgestylt, das muss man mal gesehen haben.

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Schnell werden wir beim Checkers fündig und wir bekommen alles, was das Herz begehrt. Uns macht das großen Spaß, in diesen Supermärkten einzukaufen. Das Angebot ist schier unglaublich, da könnte sich manch Supermarkt bei uns in Deutschland eine Scheibe davon abschneiden.

Der Platz wird schön langsam aber sicher immer weniger in unserem Tucson, doch wir bringen unsere Sachen ganz gut unter. Obendrauf liegen noch die beiden Sitzkissen, auch das war ein guter Tipp unserer Freundin Kerstin 😘 . Schorsch – nimm dir für deinen Hintern ein Sitzkissen mit, du wirst es nicht bereuen, so war der Tipp, und den haben wir beherzigt. 120 Rand für ein Kissen, das ist es uns wert, und wir waren tatsächlich froh, für die harten Plastikstühle ein bequemeres Sitzkissen dabei zu haben. 🙂

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Und dann geht es endlich weiter. Hinter Upington dann ein Schild, das man nur zu gerne sieht, denn jetzt kann´s losgehen.

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Man meint, die Strecke von Upington hoch zum KTP könnte langweilig werden, schließlich fährt man fast zu 100 % auf Teer. Das stimmt aber nicht. Wir haben die Strecke für sehr kurzweilig empfunden, die Kunstwerke an Vogelnestern entland der Strecke, dazu die roten Kalaharidünen, das ist Balsam für´s Auge, und die Fahrt vergeht im Flug.

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Und dann sind wir auch schon da. Twee Revieren, das Eingangstor zum Katzenglück, wenn man denn Glück hat. Die Formalitäten sind sehr schnell erledigt, und die nette und freundliche Frau an der Rezeption gratuliert uns. Etwas irritiert frag ich mich schon, ob ich einen Geburtstag vergessen hab, aber die gute Frau wollte nur gratulieren, weil wir so schöne Unterkünfte gebucht haben. Lustig, oder? 🤩

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Es geht weiter zur Tanke und da lass ich mal die Tankwarte ran. Denn ich wüsste ja gar nicht, welcher Reifendruck hier der richtige Reifendruck wäre. Heute weiß ich es: normalerweise 2.2, im KTP 1.6, das ist die Zauberformel. 😉

70 Kilometer haben wir jetzt noch vor uns, und wir rechnen mit zwei Stunden Fahrtzeit. Die ein oder andere Tiersichtung läuft uns über den Weg, aber wir haben es eilig. Schließlich sind wir seit etlichen Stunden unterwegs, und das Fleisch in der Coolerbox hält nicht ewig. Also wird nichts fotografiert (für Katzen hätten wir natürlich schon gehalten) und schauen, dass wir bald nach Urikaruus kommen.

Freudestrahlend begrüßen wir Eric, der sich dann aber als Jacques entpuppt. Egal, Jacques ist genau so ein netter und lieber Kerl, wie wir Eric in Erinnerung hatten, nur wie der Eric aussieht, das hatten wir nicht mehr so recht auf dem Schirm. Wir bekommen die Nummer 1 und beeilen uns, als Allererstes unsere Coolerbox mit dem ganzen Fleischvorrat in den Kühlschrank bzw. in das Gefrierfach zu deponieren. Das geht alles Ratz-Fatz, wir sind in diesen Dingen mittlerweile richtig geübt.

Hätten wir zum damaligen Zeitpunkt die story von Tinochitas neuer Freundin, der Puffotter gewusst, dann hätte unsere Auspackerei sicherlich länger gedauert. Wenn ich dran denke, wie unvorsichtig wir das alles gemacht haben, kann ich im Nachhinein nur den Kopf schütteln. Wie gut, dass die Tinochitas uns Alle hier im Forum wieder mal ein bisschen wachgerüttelt haben.


Also – wir installieren uns und dann machen wir die ersten Fotos, damit man zu Hause zeigen kann, wo bzw. wie wir gewohnt haben. Wir freuen uns sehr – drei Nächte hier in Urikaruus, da haben wir großes Glück gehabt, diese schöne Unterkunft bekommen zu haben. 🙂 🙂 🙂

So sieht das in Urikaruus außen aus:

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Und so siehts innen aus, wenn man die Betten zusammengeschoben hat:

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... und das ist das Herzstück, dort hält man sich am Allermeisten auf:

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Und schon treibt´s uns wieder weiter. Wir wollen unbedingt noch einen game-drive absolvieren, denn abends hat man doch die besten Chancen auf gute Tiersichtungen. Kaum aus dem Chalet draußen und bevor wir ins Auto steigen, wär ich beinah über eine Giraffe gestolpert. Ja Mensch, das gibt´s doch nicht – was für ein Glück. Die Giraffe war grad mal ein paar Meter von unserem Auto entfernt und hat genüsslich an den Bäumen gefressen. Was für ein Schauspiel, und das in aboluter Nähe.

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Nach kurzer Zeit dreht die Giraffe ab und marschiert Richtung Wasserloch. Also wir wieder rauf auf unsere Terrasse und haben das Glück, dass noch drei weitere Giraffen am Wasserloch ihren Durst stillen. So schön! Und das in den ersten Minuten, wo wir in Urikaruus sind.

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Dann geht´s aber los zum game-drive. Beim Wegfahren vom Camp können wir noch ein paar Gnu´s sehen, die rund ums Wasserloch ihren Blödsinn machen ….

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… und dann sind wir schon on the road.

Die üblichen Verdächtigen, aber von Katzen keine Spur. 😐 🙁

Dafür haben wir ein paar Vögelchen im Visier. Ein wahrer Birder wird dafür natürlich nur ein müdes Lächeln 😉 übrig haben, aber immerhin. Ein paar Exemplare waren dabei, und zum ersten mal hab ich jetzt auch versucht, die Vögelchen zu „bestimmen“. Dafür hab ich mir die Kgalagadi ID Checkliste gekauft.

Allerdings ist das mit dem Bestimmen gar nicht so einfach, macht aber trotzdem Spaß. Falls ich völlig falsch liege, dann bitte ich um Richtigstellung. (ich bin auch nicht beleidigt, wenn man meine ersten Birder-Bestimmungsversuche verbessert !) 😁
Glanzstar:
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Steppenfalke: Lannerfalke "junior":
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Siedelweber: Mahaliweber
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Bald schon sind wir wieder zurück in unserem Chalet Nummer 1. Wir bereiten das abendliche Braai vor. Es gibt Springbok und Boorewurst, dazu Salat, Butternuts und wie immer das geröstete Knoblauchbrot. Bis es aber so weit ist, bekommen wir am Wasserloch noch Besuch.

Ein paar Gnu´s treiben sich herum, und wir freuen uns daran. Klar wären uns mal ein paar Katzen lieber, aber wir nehmen das gelassen. Schließlich sind wir heute die erste von neun Nächten hier im KTP und wir sind voller Vorfreude, was uns die kommenden Tage alles an Tiersichtungen bringen wird. Und würden wir auch gar nichts zu Gesicht bekommen, dann ist es trotzdem einfach nur Klasse hier. Wir sitzen noch lange draußen am Feuer und genießen diese unglaublich Stille und Stimmung.

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Teil 923. Apr. 2024

15.März 2024, Tag 2 in Urikaruus

Punkt 06.30h darf man aus dem Camp, und Punkt 06.30h stehen wir bei Jacques an seinem Häuserl und bekommen unseren Laufzettel mit auf den Weg. Man tauscht sich kurz aus, ob jemand irgendwas gesehen oder gehört hat, und nach einem kurzen small-talk geht´s los.

Heute versuchen wir unser Glück in Richtung Kalahari Tented Camp, wir wollen in jedem Fall bis zum Boorgat 12 und 13 fahren, denn dort soll immer was los sein. Schau ma mal ….

Die Landschaft ist wie immer grandios, und die Devil´s Thorn, zu deutsch Teufelsdorn, gibt dem Ganzen einen kleinen Farbtupfer.

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Als Nächstes können wir einen Lannerfalken beobachten, wie er genüsslich seine Beute verzehrt

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und über die Schakalsichtungen freuen wir uns sehr.

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Außer den üblichen Verdächtigen gibt´s noch ein paar tote Tiere zu sehen, hier vermutlich ein Eland

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Und etwas weiter nochmal ein Skelett, der Rest von einem Oryx.

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Auf einem Baum können wir noch eine Lerche sehen (falls die Bestimmung nicht richtig ist, bitte unbedingt korrigieren - Danke ! 🙂 )

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und somit läuft der komplette game-drive unterm Strich ziemlich ereignislos ab. 🙁

Na ja, irgendwann fahren wir nach Urikaruus zurück, denn wir haben heute ein date!
Und zwar ein date mit zwei jungen Damen aus dem Forum, da freuen wir uns schon sehr drauf und möchten auf keinen Fall zu spät zum vereinbarten Treffpunkt kommen. 13.00h am Picknickplatz in Auchterlonie, so haben wir mit Silke und Konni, bestens bekannt hier im Forum als die Daxiang und Paiguai – Ladies, ausgemacht.

Aber zuerst geht es „nach Hause“, wo wir wie jeden Tag unser „late breakfast“ 🙂 zu uns nehmen. Am Morgen gibt´s nämlich im Auto lediglich ein Tässchen Kaffee, das wir in der Thermoskanne mit dabei haben, aber spätestens um 10.00h meldet sich bei uns der Hunger.

In Urikaruus angekommen stellt das Toasten des Brotes wie immer eine kleine Herausforderung dar. Die Technik dieses Gerätes muss man beherrschen …

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und während wir gemütlich beim Frühstück sitzen, bekommen wir Besuch von einer stattlichen Ansammlung von Gnu´s, die auf dem Weg zu unserem Wasserloch sind.

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So macht das Frühstücken gleich noch mehr Spaß, und die drei Erdhörnchen vor unserem Chalet ziehen ihre Show ab.

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Für uns ist das ein perfekter Anblick. Da sitzt Du auf Deiner Terrasse, genießt das Frühstück mit Kaffee, Saft, Toastbrot, Butter, Marmelade, Spiegeleier, Salami usw. usw., und hast dazu die Gnuherde vor Deinen Augen. Was für ein Glück, wenn man so was erleben darf.

Um 11.30h brechen wir auf. In unsere Coolerbox wandern 4 Gläser, dazu ein paar Eiswürfel und eine Flasche Prosecco, schließlich möchte der bayern schorsch sich bei den Damen im besten Licht präsentieren. Also geht´s los, und schön langsam zuckeln wir vor zum Picknickplatz. Unterwegs keine nennenswerten Sichtungen, und wir freuen uns sehr auf das Zusammentreffen mit Silke und Konni. Das haben wir schon lange vor unseren Urlauben miteinander ausgemacht, ein Zufall, dass das terminlich so prima geklappt hat.

Ein paar Minuten vor 13.00h sind wir dann da. Auchterlonie ist ein Museum, wo man die Geschichte der Erbauung dieser Häuschen im ersten Weltkrieg nachlesen kann. Damals wurden Wasserlöcher entlang des Auobtales gebohrt, um die Truppen auf dem Weg nach Nordwesten mit Wasser zu versorgen. Ein schmaler und steiler Weg führt vom Wasserloch Auchterlonie hinauf zum Picknickplatz, von wo man einen wunderschönen Blick über die Weiten des Auobtals genießen kann.

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Und dort oben warteten sie schon auf uns. Die beiden Forums-Damen Silke und Konni, und die Freude war auf beiden Seiten groß:

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Nett war das, dieses kleine „Forumstreffen“, wir haben viel gelacht, wir haben viel Afrika-Latein ausgetauscht, und wir haben von Silke und Konni viel über deren Tiersichtungen gehört. Leoparden, Löwen, Geparden – halt das komplette Katzenprogramm, das wir auch gerne gesehen hätten. Und während die Damen Ihre Katzensichtungen der Reihe nach aufzählten, wurden unsere Gesichter immer länger und länger.
Wir wurden regelrecht blass vor lauter Neid, 🤢 🤢 🤢 denn wie kann das sein, das den Beiden mehr oder weniger alles vor die Linse läuft, und wir haben außer Springbock, Gnu & Co immer noch nichts „Nennenswertes“ gesehen.

Aber das Rätsel ist schnell gelöst! Für die Ladies ist klar, die Schorschens haben eindeutig zu wenig Sichtungswilli gehabt, und weil sie das schon ahnten, haben sie uns eine volle Flasche besten Willibrandy mitgebracht. Also – da haben wir uns wirklich sehr gefreut, das war ja ein total nettes Mitbringsel und wir haben uns jeden Abend „a Stamperl“ gegönnt. Ob der Bestechungswilli letztendlich für uns was in Bezug auf Tiersichtungen was gebracht hat, wird sich noch zeigen ….

Jeder geht seines Weges, Konni und Silke düsen zurück Richtung Twee Revieren, dort haben sie Ihre Unterkunft. Und wir kehren langsam wieder zurück nach Urikaruus und halten Ausschau. Ausschau nach allem, was sich bewegt. Überall, wo ein Schwanz wedelt, schauen wir genau hin und sehen
Springböcke

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Griaffe

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Secretary Bird (den kennt sogar der bayern schorsch !!!)

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und als Höhepunkt des Tages gibt es noch ein paar Oryx. Geht doch!

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Zurück in Uri machen wir noch in der Küche sauber,

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bevor es ans allabendliche Grillen geht. Während wir den Tisch decken, den Salat schnippeln und das Fleisch zubereiten, genehmigen wir uns (noch vor dem Essen !!!) einen Willi. Man weiß ja nie, vielleicht hilft´s, dass heute noch irgendwas Spektakuläres am Wasserloch geboten ist.

Und während wir mit unserem Willi (das Gläschen war für uns BEIDE !!!) auf die Forumsdamen anstoßen,

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kommt eine WhatsApp.

Silke und Konni – ah, schön, dass die uns schreiben. Die haben aber gar nix geschrieben, sondern nur Bilder gepostet. Und was haben Sie gepostet? Löwen, Löwen, Löwen.
Ich fass es nicht, diese zwei Glückspilze. Na ja, ich hab dann einen Oryx zurückgeschickt, der war ja schließlich auch ganz nett. 😉

Teil 1025. Apr. 2024

16. März 2024, Urikaruus Tag 3

Wir brechen wieder sehr zeitig auf, und um 06.30h verlassen wir das Camp. Sollen wir rechts Richtung Twee Revieren fahren, oder ist die linke Seite vielleicht doch die bessere Seite? 😕
Wir entscheiden uns für rechts, schließlich erzählt uns jedermann, dass wir gute Chancen haben, am Wasserloch Houmoed auf Leoparden zu treffen.

Ein herrlicher Sonnenaufgang, so empfängt uns dieser Tag von seiner schönsten Seite:

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Aber wir kommen nicht weit. Heute ist nämlich Tag der Erdmännchen, und da müssen wir einen Stop einlegen, noch dazu, wo dieses nette Pärchen einen ganz kleinen Nachwuchs im Schlepptau hat.

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Sorry, ich weiß, dass das schon ein bisschen viele Bilder auf einmal sind, aber die kleinen Erdmännchen waren einfach zu knuffelig. Ganz süße Dinger. 🙂 Und mit was Besserem kann ich dummerweise nicht dienen.
Ein paar Meter dann noch eine etwas größere Ansammlung, wir hatten große Freude an dieser Sichtung:

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Weiter geht´s durch prächtige Landschaft,

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Wir scannen regelrecht die komplette Gegend ab, fahren von Wasserloch zu Wasserloch, ohne dabei auch nur im Entferntesten eine Kätzchen zu sehen.

Am späten Vormittag geht´s wieder zurück in unser Chalet Nummer 1, das Frühstück wartet, und wir haben Hunger. Ein kleines Mittagsschläfchen, und nachmittags sind wir wieder on the road, diesmal geht´s rüber auf die linke Seite, Richtung Boorgat 12 und 13, wobei uns das 13er Wasserloch am Besten gefällt. Dort kann man herrlich unter Bäumen das Wasserloch beobachten, das macht richtig Spaß.

Auf der pad schauen wir auf die Temperaturanzeige. 46 Grad, das ist unser persönlicher Rekord, heißer war´s noch nie ….

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Wir sehen viele kleine Lerchen (ich hoffe, dass ich mit der Bestimmung richtig liege), die dankbare Beute für die Greifvögel sind:

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Hier wartet schon der twany eagle / Raubadler

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und der Lannerfalke ist auch schon einsatzbereit:

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Eine Schildkröte kreuzt unseren Weg

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und eine Oryx-Sichtung nehmen wir gerne mit:

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Am boorgat 13 bleiben wir für längere Zeit stehen. Es sind viele Springböcke unterwegs, und wir machen hier am Besten gleich unseren sundowner. Gin Tonic geht um diese Zeit immer, und wir haben Zeit. Bestimmt eine Stunde lang schauen wir dem Treiben am Wasserloch zu, ein stetiges Kommen und Gehen.

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Irgendwann geht´s dann wieder zurück nach Uri.

Wir grillen wie die Tage zuvor, heute gibt es Eland und Boorewurst, dazu die üblichen Zutaten.

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Unsere Stimmung ist schlecht !
Denn irgendwann ist bei dem guten Schorsch „Schluss mit lustig“. Der wird nämlich schön langsam grantig, und zwar richtig grantig. Jetzt sind wir drei volle Tage hier in Urikaruus, und wir haben nicht einen Löwen, geschweige denn einen Leoparden gesehen. Waren unsere Erwartungen vielleicht zu hoch?

Ich mein, wir sind ja nun nicht völlige Neulinge im Bereich „Safari“, und die Schorschine ist gar eine Expertin im Spuren lesen. Ihr kommt keine Pfote aus, wenn sie denn sichtbar im Sand sind. Pfoten haben wir genug gesehen, nur nicht das, was dazu gehört. Und wir sind auch nicht zu schnell unterwegs. Immer schön langsam, jedes Wasserloch wird genau abgescannt, und zwar nicht nur direkt am Wasserloch, sondern auch der gesamte Umkreis. Nichts, einfach nichts. 😈 😈 😈
Und da darf man dann ruhig zugeben, dass man schon ein bisschen frustriert ist, auch wenn´s wohl Schlimmeres gibt.
Wir genehmigen uns einen weiteren Sichtungswilli. Der muss einfach helfen, denn so kann´s nicht weitergehen. Da kann ich ja gleich Urlaub in Südtirol machen ….- wobei das ja auch nicht grad die schlechteste Variante ist. 😉 🤨

Teil 1126. Apr. 2024

17. März 2024, Sonntag, es geht nach Kieliekrankie

Geschlafen haben wir gut, denn trotz der enormen Hitze untertags kühlt es meist in der Nacht gut ab. Dazu der Propeller über uns, da passt das recht gut.

Um 06.00h läutet der Wecker, wir müssen noch Kaffee kochen, denn um 06.30h dürfen wir unseren Laufzettel bei Jacques abholen. Wir ziehen unsere Klamotten an und da denke ich mir, was ist bloß mit unserem Nachbarn los, denn laufend leuchtet er auf unsere Terrasse, schaltet das Licht ein, dann wieder aus, bald schon, als ob er ein SOS Signal rüberschicken möchte. Ein kurzer Blick durch unser Schlafzimmerfenster Richtung Wasserloch – und wir trauen unseren Augen kaum. Ein Löwe, 🤩 , ein prächtiger Bursche! Was für ein Glück, und das zum Morgenauftakt. Einfach super! Dem Nachbarn sei gedankt, denn er wollte uns nur auf den Löwen aufmerksam machen, und das haben wir ihm später dann auch gesagt. 🙂

Jetzt haben wir´s eilig, und Ratz-Fatz sind wir unten in der Küche, schnappen uns die Kameras, aber exakt in dem Augenblick, als wir das erste Foto machen wollen, verschwindet der Löwe in der Morgendämmerung. 😈 Es war ja grad erst 06.15h, das Wasserloch ist beleuchtet, aber nicht das, was drumherum ist.

Ehrlich – ich hätte am liebsten meine Kamera beim Fenster hinausgeschmissen, denn das kann doch gar nicht sein, dass wir derartig vom Pech verfolgt sind. Zwei Minuten, ach was, eine Minute früher, und wir hätten bestimmt ein paar vernünftige Fotos machen können, so aber können wir nur zuschauen, wie der Löwe in der Dämmerung verschwindet – wir konnten nicht mal ein „Beweisfoto“ schießen. 🙁

So geht´s uns, was das Tiersichtungsglück anbelangt, gefühlt immer, nur diesmal war´s echt krass. Aber – wir haben gesehen, in welche Richtung der Löwe das Wasserloch verlassen hat. Richtung Auobtal – da waren wir jetzt mit der Kaffeezubereitung noch schneller fertig als sonst und schon ein paar Minuten vor 06.30h verlassen wir das Camp Richtung Auobtal.

Wer sich mit den örtlichen Gegebenheiten auskennt weiß, dass es eigentlich klar ist, wo der Löwe unter normalen Umständen rauskommen muss. Und YES – diesmal läuft er unsere Richtung was bedeutet, Löwenpremiere im KTP, und das am vierten Tag. Na also, geht doch …

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Die Freude dauert nicht lang, denn der Löwe verschwindet so schnell, wie er gekommen ist. Glücklicherweise hat Schorschine derweil deutlich Spuren von Löwenpfoten an der pad ausmachen können. Und das ist nicht nur ein Löwe, sondern das müssen mehrere Löwen sein. Wie schön, denn der heutige Morgen beschert uns eine einzigartige und wunderbare Begegnung nur ganz wenige Kilometer von Uri entfernt und wir sind für über eine Stunde mit den Löwen ganz allein, denn all unsere Nachbarn von Urikaruus sind entweder noch im Bett, oder sie sind in die andere Richtung gefahren, und alle anderen Parkbesucher brauchen, egal aus welcher Richtung sie kommen, doch eine gewisse Zeit bis hierher nach Urikaruus. Was für ein Schauspiel:
Hier mal zunächst die Mama:

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Dann der Papa:

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Dann die Kleinen:

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Auch den Rückspiegel sollte man nicht ganz außer Acht lassen. Der Löwenpapa scheint zwar zu schlafen, aber man weiß ja nie …

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Mittlerweile kommt dann ein besonderer „Held“ aus der anderen Richtung:

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… und schon bald haben wir wieder die Pole-Position:

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Am Schönsten ist es natürlich, als sich die kleine family in Bewegung setzt, leider sind wir dann nicht mehr ganz allein mit den Löwen, aber der Andrang an anderen Autos hält sich trotzdem in Grenzen:

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Zum Abschluss noch ein Portraitbild, das meiner Schorschine besonders gut gefällt

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Und wie man das ja auch mit Kleinkindern ganz gern macht, nämlich "Augenzwinkern und Augen zu" , so hat auch hier der kleine Löwennachwuchs sofort bei meinen Grimassen mitgespielt:

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Was für ein tolle Sichtung! Wir sind überglücklich und freuen uns unglaublich. Und dann hatten wir die Sichtung noch einen ganze Stunde für uns exclusiv, was für schöne Momente.

Keine 3 km von unserer Unterkunft in Urikaruus entfernt, das muss man sich mal vorstellen. Und zum Glück ist es so nah, denn jetzt müssen wir uns sputen, schließlich siedeln wir heute um nach Kielliekrankie. Zwar hat uns Jacques gesagt, es wär nicht all zu eilig, aber wir wollen die Gutmütigkeit dieses netten Menschen nicht über Gebühr strapazieren.

Also schnell nach Hause, wir genießen unser Frühstück in vollen Zügen und sind einfach nur zufrieden. Sehr zufrieden, denn diese Sichtung war für uns was einmalig Schönes!

Von Jacques verabschieden wir uns herzlich. Was für ein netter Mensch, und er erzählt uns, dass er schon in Kieliekrankie angefunkt hat. Dem William, der dortige Campranger, dem hat er nämlich von zwei "very friendly German´s" erzählt, und er soll doch bitte das uns zugedachte Chalet gleich mal als Erstes vorbereiten, damit es fertig ist, wenn die German´s kommen, also einen „early check in“. Was sag ich dazu? So ein toller Service! 🙂

Ja und dann hat er uns noch erzählt, dass er übermorgen sowieso nachkommt, denn dann hat er Dienst in Kieliekrankie. Nett, einfach nur nett, wir freuen uns sehr über diesen wirklich sympathischen Burschen.

Auf dem Weg nach Kielliekrankie läuft uns noch das ein oder andere über den Weg:

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Die Landschaft ist wunderschön ...

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und um die späte Mittagszeit sind wir in unserer zweiten wilderness Unterkunft, in Kieliekrankie, angekommen.

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Chef in Kieliekrankie ist ein gewisser William, in unseren Augen nicht unbedingt ein Sympathieträger. 🙁
Zwar war unser Chalet tatsächlich schon sauber und einzugsbereit, aber mit dem guten William sind wir nicht so recht warm geworden. Die erste Frage von ihm war gleich mal, ob er in den 4 Tagen, wo wir hier sind, die Bude putzen soll. Das hat auf uns schon etwas arg befremdlich gewirkt, wir haben ihm aber trotzdem gesagt, dass er nicht „unbedingt“ putzen muss. Es wird auch 4 Tage mal so gehen. Was uns aber dann schon sehr gestört hat, dass er nicht mal die Asche vom Grill weggeräumt hat. 😈

Egal, es gibt Schlimmeres und wir wussten ja, dass Jacques bald von Urikaruus nachkommt.

Dann inspizieren wir die Bude und wir sind sofort begeistert. Eine große Küche, ein ordentliches Schlafzimmer (wenn man wieder die Betten zusammengeschoben hat 😘 ), vor allem aber die Terrasse, die ist unschlagbar.
Was für ein Blick – sensationell und wirklich überragend! Da freuen wir uns jetzt schon auf das heutige Braai.
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Beim Blick auf das Wasserloch sind wir aber enttäuscht. Das ist nämlich schon arg weit weg und wir brauchen schon bald den Ferngucker, um dort unten was zu sehen. Wobei – den Ferngucker hätten wir uns sparen können, denn am Wasserloch war es nicht nur ruhig, sondern es war alles wie ausgestorben. Und das blieb auch die kompletten 4 Tage so. 😈
Es soll zwar immer mal wieder eine braune Hyäne vorbeikommen, so hat uns William erzählt, gesehen haben wir aber keine. Unterm Strich, und ohne Übertreibung – wir haben am Wasserloch absolut nichts gesehen, lediglich der Sekretär kam jeden Tag, um seinen Durst zu stillen.

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Und während ich da so sitz und den Blick in die Weite bzw. Ferne genieße, kommt ein Vogerl geflogen. Setzt sich aber nicht nieder auf meim Fuß, sondern nimmt Platz auf der Terrassenbrüstung mit grad mal zwei Meter Abstand: 🙂
Gabar Goshawk / Habicht

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Wir trinken noch ein schnelles Tässchen Kaffee, bevor wir zu einem kleinen game-drive aufbrechen. William, den wir natürlich fragen, wie´s mit Tiersichtungen aussieht und was seine Gäste so erzählen gibt uns den Tipp, wir sollen wieder zurück Richtung Auchterlonie, dort und dann noch etwas weiter bis zum beim nächsten Wasserloch, dort treibt sich seit Tagen ein Leopard herum. Aha, schon wieder ein Leo, und wir glauben ihm einfach. Ganz so nach dem Motto, er wird das schon wissen, und schon wir unterwegs.

Wir sehen auch das ein oder andere Tierchen, hier ein
Kori Bustard / Riesentrappe

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dann Red Hartebeest / Kuhantilope

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und nicht zu vergessen natürlich diese wunderschöne Landschaft, wo es immer was zu entdecken gibt:
Gemsbok Cucumber / Spießbockgurke

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und schon sind wir am besagten Wasserloch. Wie immer – gähnende Leere, was aber nicht bedeutet, dass es uns dort nicht gefallen würde. Schließlich sind wir heute Morgen vom Sichtungsglück so reichlich bedient worden, da darf man mehr als zufrieden sein.

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Nachdem wir längere Zeit am Wasserloch stehen, denken wir uns, es wird langsam Zeit, wieder zurück nach Kieliekrankie zu fahren. Vorher aber gibt´s noch einen sundowner drink in Auchterlonie

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Zu diesem Zweck fahren wir die steile und enge Auffahrt hoch zum Picknickplatz, fahren dann wieder die Auffahrt ein Stück herunter und bleiben dort mittig des Berges stehen. Die Aussicht ist perfekt, und wir sind völlig alleine. Was für ein erhabenes Gefühl. 🙂
Gin Tonic ist für diese Szenerie genau das richtige „i-Tüpfelchen". 🙂
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Ein paar Springböcke in der Ferne, ein paar Gnu´s, wir sind von zu Hause und sämtlichen Problemen der Welt meilenweit entfernt. Die Stimmung ist einfach nur schön und wir genießen das aus vollem Herzen. Später fahren wir, damit wir wieder pünktlich in unserer Unterkunft zurück sind, nach Hause. Es gibt einen leckeren Braai, und wir genehmigen uns "a Flascherl Rot".

Was für ein Tag! Schade, dass man jetzt nicht die Zeit stoppen kann - und so geht es uns in diesem Urlaub nicht zum ersten mal.

Teil 1228. Apr. 2024

18. März 2024, Montag, Tag 2 in Kieliekrankie:

Ein perfekter Sonnenaufgang, so beginnt heute der Tag, es ist morgens ziemlich exakt 06.00h. Wir bereiten unseren Kaffee, den wir wie immer mit auf Morgenpirsch nehmen, und um 06.30h verlassen wir das Camp.

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Durch herrliche Landschaft geht´s heute mal wieder in Richtung Urikaruus rüber, denn erst am Nachmittag nach unserer täglichen Pause wollen wir in die andere Richtung, nach Kij Kij.

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Unterwegs läuft uns noch eine Cape Cobra über den Weg, die wir aus sicherer Position aus dem Auto heraus natürlich gerne „mitnehmen“:

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Das war´s dann schon am Vormittag, und wir fahren zurück nach Kielie, der Morgenhunger meldet sich wie immer pünktlich um 10.00h.

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Auf dem nächsten Bild sieht man recht gut, wie weit das Wasserloch entfernt ist

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und am Nachmittag geht´s dann weiter zu einer etwas größeren Fahrt. Twee Revieren steht auf dem Programm, wir müssen unser Auto tanken und Willem, dem wir von unserem Vorhaben, nach TR zu fahren, erzählten, hat gleich einen Auftrag für uns. Wir sollen ihm Zigaretten mitbringen, die Ladies im shop wissen Bescheid. Dass wir das gerne tun, ist eine Selbstverständlichkeit, und schon geht´s los auf pad.

Die Landschaft ist toll, noch toller sind die Nester der sociablen weaver / Siedelweber, das sind regelrechte Kunstwerke:

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Am Wasserloch Kij Kij machen wir einen längeren stop und freuen uns über den Schakal, der einträchtig mit einem black headed heron / Schwarzhalsreiher, ein erfrischendes Bad zu sich nimmt:

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Über Leeuwdril, wo leider gähnende Leere vorherrscht, sind wir bald in Twee Revieren, wo wir im shop die Zigaretten für Willem abholen.

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Die Rückfahrt geht über die Wasserlöchter Houmoed, Munro und Auchterlonie zurück nach Kieliekrankie. Auch hier halten sich die Sichtungen in Grenzen, aber auf Oryx, Gnu, Springbok & Co ist Verlass:

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Und hier noch ein recht schönes Bild, die Landschaft ist einfach nur ein Traum:

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Willem bekommt seine Zigaretten. Aber nur unter der Voraussetzung, dass er morgen zumindest den Grill sauber macht (was er dann auch tat, er hat sogar notdürftig rausgewischt), und wir genießen unser tägliches Braai. Dort oben zu sitzen, das ist in der Tat superschön und da freut man sich schon untertags.

Was unsere Tiersichtungen anbelangt sind wir heute ganz und gar nicht zufrieden. Man muss sich das mal vorstellen, welche Strecke wir heute gefahren sind. (und das ja nur ab nachmittags bis abends):
Kielie / Kij Kij / Leeuwdril / Twee Revieren / Houmoed / Munro / Auchterlonie / Kielie, das sind in der Summe sage und schreibe 120 km, und gesehen haben wir so gut als nichts, 😈 wenn wir mal von den üblichen Verdächtigen absehen.

Aber so ist es halt. Es ist kein Zoo, das wissen wir, aber wir müssen uns schon gut zureden, damit uns der KTP nach wie vor im positivem Licht erscheint. 🙁

Wären da nicht die vielen anderen kleinen Dinge, die uns hier so supergut gefallen, dann wären wir sehr enttäuscht. Aber die Mischung macht´s, und gestern waren es die Löwen, heute war es Nichts, und morgen werden wir sehen, was der Tag bringt. Auf alle Fälle, das wird schon mal verraten, deutlich mehr als Heute.

Teil 1329. Apr. 2024

19. März 2024, Dienstag, Tag 3 in Kieliekrankie:

Der Tag empfängt uns mit einem dramatischen Sonnenaufgang

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und kurz nach der Ausfahrt sehen wir einen Fork-tailed Drongo (Trauerdrongo), den ich allerdings "gut" nachbearbeitet hab, sonst wär es vor lauter Trauer nicht nur dunkel, sondern ganz schwarz ausgefallen:

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Der Lannerfalke hält Ausschau nach Beute, man sieht´s ihm regelrecht an:

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und bei Auchterlonie

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sehen wir vor uns einen Bus von Kiboko-Tours. Wenn wir uns das Gedränge im Bus so anschauen, dann denken wir schon, wie gut wir´s haben. Wir können unser eigenes Tempo bestimmen und „tun und lassen“, wozu uns grad ist. Ein unschlagbarer Vorteil.

Die Leute schauen und fotografieren alle in eine Richtung, also muss da was zu sehen sein.

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Und siehe da, wir können einem Cheetah für längere Zeit folgen, wie er durch das Auobtal marschiert. Was für ein schönes Tier, nur leider ist er ein Stück weit entfernt:

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Interessant, man sieht auf dem nächsten Bild die Giraffe, die ein wachsames Auge auf den Geparden im Hintergrund wirft:

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Zwischendrin setzt sich der Cheetah zu einer kleinen Verschnaufpause:

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Als nächstes sehen wir Erdmännchen, auch so putzige Kameraden:

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und das nächste Bild ist unser absoluter Favorit des KTP´s, der es schaffen wird, in unseren 4 Wänden als Poster an die Wand zu kommen 🙂

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sieht der nicht goldig aus ?!? 🙂

Neben der Straße gibt´s nicht nur Erdmännchen, sondern auch Erdhörnchen:

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Und schon geht´s wieder heim zum „late breakfast“

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Ein paar Bilder von Kieliekrankie möchte ich Euch nicht vorenthalten, den Eingang, die Häuschen, den Parkplatz:

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Am späten Nachmittag brechen wir nochmals auf. Richtung Auchterlonie, mal schauen, was wir vor die Linse bekommen:
Das erste Vögelchen, ein Three-banded Plover (Dreibandregenpfeifer): falsch! Richtg ist Crowned Lapwing., Danke an Bele! 😘

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Die Vogelnester sind immer wieder ein Foto wert:

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Und unseren Gin Tonic genießen wir zusammen mit einer wunderschönen Giraffe:

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Vorbei geht´s an Auchterlonie, das sich in der Abenddämmerung zeigt

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bevor wir dann noch einen Northern Black Korhaan (Weißflügeltrappe)

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und zum Abschluss das sehen, was wir schon lange vermisst haben, einen Grader, der allerdings und leider noch am selbigen Abend seinen Geist aufgab:

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Abends wird wieder gegrillt, am Wasserloch herrscht die gewohnte Stille, und bald geht´s heute ab in´s Bett, denn irgendwie schlaucht einen auch dieses Nichtstun. 😉


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Wir sind wieder viel gefahren, wir haben wieder viel gesehen, und wir sind müde.
Also dann – bis morgen! 🙂

Teil 1430. Apr. 2024

20. März 2024, Mittwoch, Tag 4 in Kieliekrankie:

Und wieder haben wir einen tollen Sonnenaufgang. Gut, dass wir (zumindest in Afrika) mit der Sonne aufstehen, das zahlt sich aus:

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und schon bald hat der Beifahrer wieder eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Er hat Kettendienst:

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Die Landschaft ist prächtig - und wenn man die beiden Bilder vergleicht, dann gefällt mir das Erste deutlich besser. Das ist mit dem Handy fotografiert, das zweite mit einer Lumix Bridge.

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Bald bremsen wir scharf ab, denn vor uns schlängelt sich eine Puffotter über die Straße:

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Später sehen wir noch Red Hartebeest (Kuhantilope)

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einen Lannerfalken:

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Giraffe, Oryx:

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Und ein martial eagle (Kampfadler) presentiert sich äußerst fotogen:

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Das war heute so ein Tag, der uns wahrlich nicht vom Hocker reißt, und für uns wird´s morgen Zeit, dass es weitergeht. Wir freuen uns auf Nossob, unsere nächste Station, wo wir zwei Nächte gebucht haben.

Kieliekrankie war sehr schön, die Lage dort oben, wo man eine wirklich perfekte Fernsicht hat, das sucht schon seinesgleichen, und doch sind wir unterm Strich von Kielie ein bisschen enttäuscht. Uns waren hier die Tiersichtungen eindeutig zu wenig, die Zufahrt sowohl vom Nossobtal als auch vom Auobtal sind ziemlich holprig, und wenn man Kielie mit Uri vergleicht, dann würden wir Urikaruus ganz klar bevorzugen. Dort ist am Wasserloch oft was geboten, was man nun von Kieliekrankie überhaupt nicht behaupten kann. Hier gab´s keinerlei Sichtungen, das war schade, und falls dann doch etwas am Wasserloch gewesen wäre, dann wäre es viel zu weit entfernt.

Na, dem bayern schorsch mach´s mal einer recht! 😈

Teil 1501. Mai 2024

21. März 2024, Donnerstag, von Kielie nach Nossob

Es geht los wie immer – Sonnenaufgang, und der wieder von seiner schönsten Seite:


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Übrigens find ich auch bei diesen Bildern wieder interessant, welche Qualtität die Bilder haben. Die ersten beiden pics sind mit dem Handy gemacht, Bild 3, 4 und 5 mit einer Lumix Bridge. Ich mein, dass die Handybilder bald noch schöner als die Lumixbilder sind. 😕

Kurz bevor wir Kieliekrankie verlassen, bekommen wir noch Besuch. Ein kleines Steinböckchen verirrt sich doch tatsächlich in das Gelände um Kielie, und das ist damit (außer dem Sekretär) das einzige Tier, das sich hier im bzw. am Camp blicken lässt. Oder besser gesagt, das wir gesehen haben, die Tiere haben sich nur gut vor uns versteckt.

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Wir verabschieden uns herzlich von Jacques und fragen ihn, ob er uns denn nach Nossob nachkommt. Da grinst er sich einen ab – Nossob is out oft he world, da will er nicht hin, und zwar auf keinen Fall. Ein netter Kerl und wir würden uns freuen, ihn vielleicht irgendwann mal wieder zu sehen. 🙂

Eine wie immer holprige Pad erinnert uns sehr schnell daran, dass wir „nur“ einen Hyundai Tucson haben und wir bedauern wieder mal, kein größeres Auto und damit verbunden eine robustere Bereifung zu haben.

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Angekommen am Wasserloch Kij Kij erwartet uns eine tolle Überraschung. Sechs Hyänen belagern dort das Wasserloch und sämtliche Schattenplätze, die sich rund um die Wasserstelle befinden. Ein tolles Schauspiel, das die Hyänen uns liefern:

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sorry - sind vielleicht ein paar Bilder zu viel, aber ich konnte mich von keinem "trennen" 😉

Nicht weit davon entfernt, aber immer noch in sicherer Entfernung – eine kleine Ansammlung von Springböcken:

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und an einem weiteren Wasserloch auf dem Weg nach Nossob sehen wir 3 Löwen, die faul und schläfrig ein Schlammbad zu sich nehmen:

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Dort stehen wir und beobachten eine zeitlang die Löwen, und irgendwann kommt ein Auto von der anderen Seite, besetzt mit einem südafrikanischen Paar. Der gute Mann ist begeistert von den Löwen und erzählt uns, dass nicht weit von hier unter einem Baum 4 (in Worten VIER) Leoparden liegen. 🤩 Zwar etwas weit weg von der Straße, aber trotzdem in guter Sicht. Wer mich kennt der weiß, dass der bayern schorsch solchen Geschichtserzählern nicht unbedingt Glauben schenkt. Also wird nicht einmal, sondern zwei- vielleicht sogar dreimal nachgefragt, ob es sich tatsächlich um 4 Leoparden handelt.
Yes, you can be sure, 4 Leo´s, not very fare from here.

Na gut, dann glauben wir halt das auch noch und legen unseren Schnellgang ein. 4 Leoparden, das kann eigentlich gar nicht sein und wir sind uns sicher, der Mann wollte bei den Löwen nur die pole-position ergattern. Schorschine hat aber dann die Idee, dass es sich ja um eine Leo-Mama mit drei Kid´s handeln könnte, und so geben wir Gas, ohne dem Singlelöwen, der sich an einem weiteren Wasserloch zum Mittagsschlaf hingelegen hat, all zu viel Beachtung zu schenken.

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Und schon sind wir da!
4 waschechte Leoparden, very close, so sieht das also aus:

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Oh je, da hat uns der Mann aus SA einen Bären aufgebunden. Aber wir nehmen natürlich auch die Cheetah´s dankbar mit, wobei die wirklich sehr weit entfernt waren. Von wegen very close …..

Eine andere „Beobachterin“ erzählte uns, sie wartet nun schon seit 2 Stunden, und die Cheetah´s bewegen sich so gut wie gar nicht.

Na gut, wir fahren weiter, schließlich wartet Nossob auf uns. Dort haben wir uns eins der Riverfrontchalets ausgesucht, mal schauen, wie uns das gefällt.

Kurz vor Nossob kommt dann noch das Wasserloch Rooikop, wo wir auf eine stattliche Ansammlung von Gnu´s treffen

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Wir checken ein, das geht bei uns mittlerweile sehr flott, und wir bekommen natürlich nicht unser Wunschchalet Nummer 11, sondern die Nummer 15. Chalet 11 hat nämlich gegenüber den anderen einen direkten Blick zum Wasserloch, unsere Nummer 15 nur eingeschränkt und bei Weitem nicht so, wie man sich das wünscht. Eigentlich sieht man, wenn man von Nummer 15 Richtung Wasserstelle schaut, mehr oder weniger nicht viel, die dahinter liegenden Bungalows mehr oder weniger gar nichts. 😛

Die Bungalows gefallen uns recht gut. Man hat einen schönen und freien Blick auf das weitläufige Gelände, hier tummeln sich Kudus, Gnu´s, Springböcke und Co, da könnt es sein, dass es nicht langweilig wird.

Das Chalet selbst ist so eingerichtet, wie man es von San-Parks gewöhnt ist. Es ist das Meiste da, das man braucht, um abends ein schönes Braai zu veranstalten, die zwei Einzelbetten brauchen wie überall zuerst mal zusammenstellen, dann wird das schon. Draußen auf der Terrasse befindet sich eine tolle Grillstation, ein Tisch und vier Hartplastikstühle dazu – gut, dass wir uns Sitzkissen gekauft haben.

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Und komischerweise haben wir von der Terrasse keine Bilder gemacht, im Netz hab ich auch nichts rechtes gefunden ….

So weit wir wissen, sollen die Riverfront-Chalets in Nossob relativ junges Baudatum haben. Wenn dem so ist, dann können wir beim besten Willen nicht so recht verstehen, wieso es San-Parks zulässt, dass die Chalets mehr oder weniger vor sich hingammeln. Warum ist hier niemand bereit, solche Schäden, wo immer die auch herkommen mögen, zu richten. Unbegreiflich, aber wahr.

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Jetzt hör ich mit dem "negativ-Gebabbel" lieber auf, denn sonst schreib ich mich nur in Rage. DENN:
die Chalets gefallen uns trotzdem recht gut, und wir werden uns mit Sicherheit die beiden Nächte hier sehr wohlfühlen. Über die hässlichen Flecken in den Schränken schauen wir einfach mal drüber weg. 😄

Am Nachmittag fahren wir nochmal raus, diesmal am Northgate, und am Wasserloch Kwang sehen wir diesen schönen tawny eagle (hoffentlich stimmt die Bezeichnung)

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Auf dem Nachhauseweg haben wir nochmal schöne Wolkenstimmungen, und in verschiedenen Teilen des KTP´s gehen Regengüsse runter – die Natur wird sich freuen.

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Teil 1603. Mai 2024

22. März 2024, Freitag, Tag 2 in Nossob:

In der Nacht hat es geregnet. Wir haben zum Glück davon nichts bekommen, denn unsere Träume von Leoparden, Löwen, Cheetah´s & Co haben unseren Schlaf bestimmt. 😉

Dementsprechende Wolkenbildung erwartet uns frühmorgens

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und der Gashawk / Habicht präsentiert sich in keinem guten Licht.

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Überhaupt – die Gashawk´s haben sich in diesem KTP Urlaub ziemlich zurückgehalten. Ich kann mich an unseren ersten KTP Urlaub erinnern – damals hatten wir massenweise superschöne Bilder im Gepäck.

Man darf ja auch hier Punkt 06.30h das Camp verlassen, wir sind pünktlich an der Rezeption, aber vor uns sind schon etliche Frühaufsteher noch früher als wir unterwegs. Das sind a paar ganz G´sunde, und unter anderem steht auch unser Nachbar von Kieliekrankie in der Schlange. Und der freundliche Mann hat uns gleich mit vielen Tipps versorgt, wo wir hinfahren müssen, welche Wasserlöcher die besten Wasserlöcher sind usw. usw., und schnell war klar, „Northgate“, das ist das Tor zum Glück, da müssen wir durch.

All zu weit sind wir aber nicht gekommen, denn teilweise standen die pads ziemlich unter Wasser, und wenn wir auch im Allgemeinen nicht unbedingt Angsthasen sind, so haben wir vor Wasserdurchfahrten durchaus Respekt. Haben wir die ersten Pfützen noch bravourös gemeistert, so war spätestens auf Höhe Wasserloch Bedinkt unsere Reise zu Ende. Lieber nicht, so hieß das Motto, und lieber nicht und schon gleich gar nicht mit dem Tucson. Ja hätten wir doch bloß ….. – aber da brauch´ ma jetzt auch nicht mehr drüber reden.

Wir fahren zurück und haben bei Cubitje Quap eine schöne Gnusichtung mit einer sehr relaxten Schorschine:

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Die Sichtung nehmen wir natürlich gerne mit. So weit sind wir mittlerweile, dass wir Gnu´s unsere ganze Aufmerksamkeit schenken. Mit etwas gutem Willen schauen die Gnu´s doch recht freundlich drein, oder? 😉

Beinah hätten wir vor lauter Gnu´s die Schildkröte übersehen,

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ebenso wie die hübschen Namaqua und Burchell´s Sandgrouse / Flughühner

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und wie das bei uns so ist, wir haben Hunger und höchste Zeit, dass wir in unserem 15er Chalet das Frühstück herrichten.

Schön ist es dort auf der Terrasse, das hat richtig Flair, und bei diesem schönen Blick in die Weite schmeckt das breakfast gleich nochmal so gut:

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Was wir von unserer Terrasse aus auch sehen, das ist ein Löwe unter einem Baum. Allerdings schon arg weit weg, aber immerhin:

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Um unseren Bungalow herum tummeln sich etliche Mangusten, es ist immer wieder putzig, diesen kleinen Lebewesen zuzuschauen

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Schorschine hält derweil ein kleines Mittagsschläfchen, und bei mir läuft das Kopfkino auf Hochtouren. Mensch, so denk ich mir, der Löwe kommt bestimmt zum Wasserloch. Da gibt´s nämlich in Nossob einen Beobachtungsstand, wo man einen guten Blick auf´s Wasserloch hat, und der Löwe – vielleicht hab ich ja auch mal Glück, kommt zum Wasserloch. Das wär doch was.

Im Beobachtungsstand sieht das dann so aus:

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Und hier ist wichtig: du darfst auf gar keinen Fall auch nur einen Muckser machen. Husten ist absolut untersagt, denn da wird man sofort schief angeschaut, und atmen soll man nur dann, wenn´s absolut nötig ist. Der bayern schorsch weiß das natürlich und bewegt sich auf leisen Sohlen. Leiser geht gar nicht, und exakt in dem Moment, in dem ich mich setze und mal schauen möchte, wie weit denn nun der Löwe tatsächlich entfernt ist und ob es überhaupt Sinn macht, ein Foto zu machen, springt der Löwe hoch (was mich gewundert hat, denn meistens liegen´s ja nur faul herum) und man konnte gar nicht so schnell schauen, schon war er weg. 🤩

Wenn ich das zu Hause erzähl, dann glaubt mir das ja eh Keiner. Meine Schorschine hat´s mir auch nicht geglaubt, aber es war tatsächlich so. Der bayern schorsch betritt die Bühne, und der Löwe läuft davon. 🙁

Egal, ich schau mir noch den Swimmingpool an, denn es ist trotz des nächtichen Gewitters drückend heiß und schwül, da könnte so eine Abkühlung gar nicht schaden. Tja, was soll ich sagen, viele Leute haben dort den Pool belagert, dazu noch zwei handvoll Kinder, das hab ich mir anders vorgestellt.

Macht aber nichts, denn beim Blick in die trübe und verchlorte Brühe wär ich in das Wasser eh nicht reingegangen. Ist ja auch nicht so wichtig. 😉

Ich weck meine Schorschine, schließlich sind wir hier im KTP nicht zum poofen und auch nicht zum baden, es ruft der Busch. Da müssen wir raus, und zwar jetzt durch das Southgate.

Weit sind wir nicht gefahren, und wir haben diese wunderschöne Sichtung mit Springböcken:

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So viele Springböcke auf einem Haufen, das haben wir noch nie gesehen. Das war für uns wirklich super!
Wir biegen um die Ecke und sehen – LÖWEN !!!

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Die Löwen, es waren bestimmt um die 5 oder 6 Löwen, die waren alle ziemlich gut „versteckt“ hinter mächtigen Bäumen, so dass man sie kaum gesehen hat. Was uns aber aufgefallen ist: wenn einer „musste“, dann hat sich derjenige von der Gruppe entfernt und ca. 50 Meter entfernt sein „Geschäft“ verrichtet. Glück für uns, denn so haben sie sich beim Toilettengang entsprechend bewegt und wir hatten ein kleines Löwenkino

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Nicht weit entfernt von den Löwen sehen wir eine größere Ansammlung von Strauße, die anscheinend so eine Art von Brautwerbung (?) oder ähnliches unternehmen. Haben wir auch zuvor noch nie gesehen, vor allem nicht in dieser Anzahl:

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So war das mit unserem Nachmittagsdrive.

Was wir am Abend (noch vor dem abendlichen Grillen) gemacht haben – wir haben eine geführte Nachtsafari mit San-Parks unternommen. Das war eine superinteressante Sache und wir können das ehrlich empfehlen. Zwar kommt man nicht weit und die Rangerin hat sehr viel geredet, aber unter anderem haben wir auch gelernt, was es mit den barking geckos auf sich hat. Dachten wir bisher doch nur, dass es so eine Art Zikaden wären.

Das Foto ist schlecht, aber zumindest als Beweis passt´s dann schon:

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Nach dem Braai machen wir noch den Abwasch, wir müssen morgen sehr zeitig dran sein, denn wir haben einen extrem langen Fahrtag vor uns. Dazu aber dann morgen mehr.

Gute Nacht! 🙂

Teil 1705. Mai 2024

23. März 2024, Samstag, Umzug von Nossob nach Augrabies:

Ich glaub, ich hab das schon mal irgendwo in meinem Reisebericht erwähnt. Zu Hause, wenn man am Laptop die Tagesstrecken plant, dann sieht das alles recht locker aus und 500 km fühlen sich da nicht so an, als wären sie nicht zu schaffen.

So ging es uns bei der heutigen Etappe. Nossob bis Twee Revieren, das sind schon mal 160 km, danach weiter nach Upington mit 250 km und als Schlußspurt noch nach Augrabies mit rund 120 km, in der Summe = 530 Kilometer (!!!)

Nun, in der Theorie ist das alles machbar, aber wenn du dann mal im Auto sitzt und Kilometer um Kilometer herunterspulst, dann ist das vom Grundsatz her völliger Irrsinn. 😈

Aber der Reihe nach:

Unsere Frühstücksstullen haben wir schon am Vortag geschmiert, die Koffer und alles andere Zeugs ist bereits im Auto, wir müssen nur noch die Coolerbox reintun und eine Kanne Kaffee machen. Das klappt bei uns hervorragend, darin sind wir geübt. 20 Minuten nach 06.00h stehen wir an der Rezeption, und siehe da, wir sind um diese nachtschlafende Zeit nicht die Ersten, die hier unterwegs sind. Nummer 4, das sind wir, und so wird es schon bald 06.45h, bis wir beim Southgate rausfahren können. Zum Glück für uns sind die drei anderen Frühaufsteher alle beim Northgate rausgefahren, was für uns bedeutet – freie Fahrt! 🙂

Und wir düsen los. Schnell, aber auch nicht zu schnell, nicht, dass wir an einem der Wasserlöcher, die auf der Strecke liegen, irgendetwas verpassen. Ich mach´s kurz – gesehen haben wir nichts, gefahren sind wir viel, und die Kaffeepause, wo wir dann unseren Frühstückstoast verdrücken, kommt uns wie gerufen

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Ein Glanzstar bettelt um Futter. Wir geben ihm natürlich nichts, denn er wird heute noch viel genug von den ganz
„G´scheiten“ bekommen, da sind wir uns sicher

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Etwas weiter sehen wir, dass es hier in der Nacht anscheinend recht stark geregnet hat. Die Oryx brauchen erst gar nicht zum Wasserloch laufen, denn Wasser gibt´s grad genügend:

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und dieser Vogel hier, den ich einen Pygmy Falcon / Zwergfalke nennen würde (der Zwergfalke 😄 war falsch, es ist ein Lanner Falke)

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nimmt grad ein Morgenbad.

Die Landschaft ist wie immer grandios

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Dass es wirklich viel geregnet hat, sieht man beim nächsten Bild

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und dem Tawny Eagle („TONI IGEL“) scheint das auch recht gut zu gefallen:

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Heute im Nachhinein weiß ich nicht mehr, wie lange wir für diese 160 km im Park gebraucht haben, aber es hat sich ganz schön hingezogen. Ich denke, mit 3 oder 3 ½ Stunden waren wir flott unterwegs und können fast schon von Glück reden, keine supertollen Sichtungen gehabt zu haben.

In Twee Revieren tanken wir unseren Tucson voll, die Reifen bekommen die nötige Luft, und schon können wir auschecken. Das geht hier alles „ratz-fatz“:

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Von Twee Revieren bis nach Upington sind es schlappe 250 km, hier kann unser Tucson zeigen, was er kann, und auf Teer ist der Wagen wirklich mehr als in Ordnung. Wir fahren mitten durch Uptington durch und überlegen noch, ob wir irgendwelche Vorräte nachkaufen müssen, sind uns aber schnell einig - wir brauchen nichts, denn wir haben in Augrabies nur noch 2 Nächte in self catering, da sollte das Zeugs incl. Weinvorräte locker ausreichen.

Also geht´s weiter Richtung Augrabies, aber wir haben Hunger. Vielleicht hätten wir doch in Upington irgendwo eine Kleinigkeit essen sollen, aber das hätte uns nur aufgehalten. Also fahren wir weiter, und kurz hinter dem Country Hotel Kakamas treffen wir auf einen Padstal. „Die Pienk Padstal“, der kommt uns ja wie gerufen. Schnell ordern wir eine Tasse Kaffee, dazu so eine Art Tortilla, gefüllt mit Hühnchenfleisch und Ananas, serviert das Ganze mit einer Ladung Pommes, das hat zu 100 % gepasst und war richtig lecker.

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Ein lohnenswerter Stop, hier würden wir immer wieder eine Pause machen.

Und dann sind wir bald da – Augrabies Nationalpark, hier haben wir uns für 2 Nächte eingebucht:

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Wir wollten da immer schon mal hin, aber irgendwie hat´s bisher nie so recht gepasst. Eigentlich hätten wir hier gerne das Gorge-Chalet gebucht, das um die 10 km von der Hauptlodge entfernt als Honeymooner-Chalet 😘 😘 😘 hochgelobt wird. Leider war es zu unserer Zeit fully booked (und wir haben die Unterkünfte schon bald ein Jahr im Voraus gebucht), also haben wir einen der Bungalows in der Hauptlodge genommen. Typische San-Parks Bungis, aber unterm Strich so, dass man sich wohlfühlen kann. (zumindest so einigermaßen) 🤨 😕

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Wir räumen unsere Sachen notdürftig ein, füllen den Kühlschrank und dann schauen wir gleich mal zu den Fällen runter, die vom Restcamp über kurze Wanderwege, teilweise über Holzstege, zu erreichen sind.
Es sind schier unglaubliche Wassermassen, die hier über den Hauptwasserfall, der eine Höhe von knapp 60 Metern hat, herunterschießen. Ein wirkliches Spektakel, das man sich nicht entgehen lassen darf, wenn man hier in dieser Gegend unterwegs ist. Wir waren beeindruckt und es hat uns ausgezeichnet gefallen.

Was uns nicht so gut gefallen hat – es waren unserer Schätzung nach 60 % der Plattformen, von wo aus man den schönsten Blick auf die Fälle hätte, gesperrt. Man hatte hier vor etlichen Jahren massive Schäden durch Überschwemmung und Hochwasser, und wie das halt bei SAN-Parks so ist, es wird schon gerichtet, aber das dauert. Wir haben das schon für sehr schade empfunden, haben aber einfach das Beste draus gemacht.

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Absolut beeindruckend, das muss man auch im Film festhalten

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und die Dassies lassen sich durch die Touristen kaum stören

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Zurück in unserem Bungalow bereiten wir das Braai vor. Dummerweise geht ein derartiger Wind, so dass wir keine Chance haben, ein vernünftiges Feuer hinzubekommen. Also wird kurzerhand in der Küche gebrutzelt. Das bekommen wir auch einigermaßen hin, aber ist natürlich alles nicht so prickelnd. Gegessen wird draußen, die Baboons sind allgegenwärtig, so dass wir uns nach dem Abendessen nicht mehr lange halten wollen. Es ist arg windig, und innen wartet ein waschechtes Kuschelbett, was ja für San-Parks-Verhältnisse schon ein gewisses highlight darstellt.

Wir sind eh sehr müde, denn der Tag mit der langen Anreise war anstrengend, und obwohl im Häuserl nicht nur ein penetranter Geruch nach Putzmitteln sondern auch ein fürchterlicher Muffelgestank war, haben wir recht gut geschlafen. 🤩

Um einigermaßen frische Luft zu bekommen, haben wir die Türen einfach aufgelassen in der Hoffnung, dass Baboons in der Nacht ebenso ihren Schlaf brauchen. 😉

Teil 1806. Mai 2024

24. März 2024, Sonntag, Tag 2 im Augrabies Nationalpark:

Noch ein Wort zur Lodge und den Einrichtungen. Die Rezeption war mit freundlichen Damen besetzt, und wir hatten eine „Beschwerde“, oder sagen wir mal besser eine Nachfrage resp. Anregung.
Und zwar wollten wir nachfragen, ob man denn nicht in die großen Plastikabfalltonnen, die bei uns in der Küche stehen, eine Plastiktüte reintun könnte. Ja, sagt mir das nette Fräulein, sie schaut dann gleich, muss aber vorher noch andere Gäste abfertigen mit check out usw.

Gut, also warten wir, und wir warten bestimmt 20 Minuten. Zwischendrin gehen wir in den shop, der hier sehr gut sortiert ist. Wirklich sehr gut, wir finden sogar, dass der Shop in Augrabies der beste Shop überhaupt von San-Parks ist. Übrigens haben wir hier am Nachmittag die „Mitbringsel“ für unsere Enkelkinder gekauft. Safari T-Shirts, mit vielen Löwen drauf, die haben sich gefreut!

Dann schauen wir wieder bei meiner Freundin vorbei. Sie ist immer noch schwer beschäftigt mit check-out, und dann denk ich mir, die soll mich gern haben, dann halt ohne Plastiktüte.

Kopfschüttelnd verlassen wir die Rezeption, wir wollen nämlich heute im Park einen game-drive machen. Unser Kamerazeugs liegt noch im Bungalow, außerdem müssen wir noch den Abwasch vom Frühstücksgeschirr machen. Alles halb so schlimm, und in die Abfalltonne legen wir halt dann unsere eigenen, wenn auch deutlich zu kleinen Müllbeutel rein, damit unser Abfall nicht lose und unappetitlich im Eimer liegt.

Und dann geht´s los. Den Plan, den wir an der Rezeption bekommen haben, den nehmen wir mit, und so wissen wir, wo und wie wir den Park erkunden können. Als Allererstes steuern wir mal das Gorge Chalet an. Und ja, das hätte uns schon sehr gut gefallen, die Aussicht in die Schlucht ist grandios:

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Klippspringer beobachten uns sehr genau, wohin wir laufen. Denen kommt nichts aus:

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Unterwegs kommen wir an einem kleinen, aufgestauten See vorbei. Der Oranje hat mehr Wasser, als wir uns gedacht haben:

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Von der Schönheit der Landschaft sind wir richtig positiv überrascht, irgendwie war die Vorstellung eine ganz Andere:


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Dazwischen sieht man auch das ein oder andere Tier:

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und dann sind wir auch schon wieder zu Hause in unserem Chalet. Zuvor schauen wir noch im shop vorbei und kaufen T-Shirts für unsere Kleinen. Der Shop ist richtig gut sortiert, und in der Gefriertruhe lacht uns eine Boorewurst vom Upingtoner slaghuis an. Die würden wir gerne kaufen, aber Fleisch ist noch genügend da, das wird heute Abend gegrillt und ist noch so viel, dass es leicht ausreichend ist, wenn nicht sogar zu viel.

Im Chalet angekommen stellen wir fest, dass unsere Plastikbeutel, die wir vormittags noch schön im Abfalleimer drapiert haben, von unserer Putzfrau allesamt entsorgt wurden. Also haben wir wieder einen Abfalleimer ohne Inlet. Irgendwie nicht ganz einleuchtend, aber was solls.

Zum Glück ist der Wind heute Abend nicht gar so stürmisch wie gestern, so dass wir unsere letzten Fleischvorräte verputzen können. Kudu und Eland, dazu griechischen Salat, Buternuts und unser mittlerweile schon zur Gewohnheit gewordenes geröstetes Koblauchbrot.

Wie immer genießen wir unser Dinner, denn es ist einfach nur schön, hier in freier Natur sein Abendessen einzunehmen.

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Fazit zu Augrabies:

Sofort wieder! 🙂 🙂 🙂
Der Nationalpark ist wirklich außerordentlich schön, und das nicht nur wegen der Wasserfälle. Klar sind die Fälle die Hauptattraktion, aber auch der Park, wo wir heute einen game-drive unternommen haben, ist mehr als sehenswert.
Die Rezeption nebst Shop und Restaurant war in Ordnung, der shop sogar „sehr in Ordnung“. Das Restaurant haben wir nicht genutzt, hat aber auch recht gut ausgeschaut. Die Affen sind eine Plage, da sollte sich die Parkverwaltung etwas einfallen lassen.

Unser Bungalow war so richtig typisch San-Parks. Da ging keine Schublade „wie geschmiert“, und es war auch geputzt, aber wie halt. Und insgesamt hat uns das hier im Restcamp doch einen eher heruntergekommenen Eindruck vermittelt. In den Häuschen ist eine schlechte Luft, und das nicht nur wegen dem Gestank nach Putzmitteln. Es war einfach muffelig, was man aber auch verstehen kann ob der Überflutungen, denen die Häuser anscheinend alle paar Jahre ausgesetzt sind.

Trotzdem würden wir nach Augrabies gern nochmal herkommen. Die Fälle und der Park sind super, aber wir würden auch nur dann wiederkommen, wenn wir das Gorge-Chalet buchen könnten. Denn ich geb´s ja zu – für uns sind die Unterkünfte schon sehr wichtig. Das Gorge muss ein Traum sein, die Unterkünfte im Restcamp sind „na ja“.

Teil 1906. Mai 2024

25. März 2024, Montag, von Augrabies nach Papkuilsfontein:

Es geht heimwärts, und auch heute steht uns ein langer Fahrtag bevor.
Wir packen unser Zeugs zusammen und vergessen natürlich nicht, auch unsere Sitzkissen mitzunehmen. Wie gut, dass die Kissen Befestigungsschnüre haben, denn sonst hätten die Baboons sich mit unseren Kissen wohl ein Schlaflager gebaut.

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Wir haben Papkuilsfontein als Zwischenstation auf dem Weg runter nach Stellenbosch und dann nach Kapstadt gewählt, so dass wir heute rund 400 km Strecke vor uns haben. Von Augrabies nach Kakamas sind es nur wenige Kilometer, und dort haben wir drei Möglichkeiten:

1. Über die R27 runter nach Calvini und dann westwärts bis nach Papkuilsfontein
2. Über die N 14 bis nach Pofadder und dann weiter über die R 358
3. Auf dem direktem Weg laut Navi, alles über Nebenstrassen (die kürzeste Strecke)

Wir entscheiden uns zunächst bei Kakamas so zu fahren, wie uns das bereits zu Hause vorinstallierte Navi vorschlägt. Nämlich über den direkten Weg, alles nur gravel road, alles nur Nebenstraßen. Nach 10 km übelster Road denk ich mir, das kann doch gar nicht stimmen, dass wir hier in einer Gegend rumgurken, die uns unmgöglich zum Ziel führen kann.

Also schauen wir in der Karte nach und entscheiden uns so, wie der bayern schorsch das für richtig erachtet. Über Pofadder, und dann runter über die R358, die ist dick und fett in der Karte eingezeichnet, die ist mit Sicherheit geteert. 😕
Von wegen – wir sind, seit wir im südlichen Afrika unterwegs sind, noch nie eine derart schlechte Rumpelpiste gefahren. Die R358 war nämlich in einem sehr schlechten Zustand, gespickt mit mehr als faustgroßen Felsbrocken, es war regelrecht eine Slalomfahrt, und das über immerhin rund 300 Kilometer. Wie sagte uns doch die Wirtin bei Ankunft in Papkuilsfontein: „oh – I´ve never driven this road in my life“. 😈

So weit, so schlecht, irgendwann haben wir´s ja geschafft und arg ärgerlich war für mich, dass meine Schorschine absolut dagegen war, über Pofadder und die R 358 zu düsen. Hätte ich nur auf sie gehört, aber nein, der Herr wollte ja seinen Sturkopf unbedingt durchsetzen. Ein Fehler!

Um 07.30h morgens sind wir losgefahren, um 15.00h waren wir in Papkuilsfontein, und Pausen haben wir zwei mal gemacht. Einmal, um in Pofadder unseren Tucson vollzutanken, und das zweite Mal, um diesen schönen Geier zu fotografieren

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Nach 7 ½ Stunden Fahrt sind wir dann da. Papkuilsfontein, welch ein Idyll, und wir haben uns für das Häuschen „The Rondekraal“ entschieden. Hier gleich mal ein paar Bilder von außen, damit man sich eine Vorstellung machen kann:

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Der Innenbereich vom ehemaligen Schafstall lässt keine Wünsche offen. Es ist alles, aber auch wirklich alles vorhanden, was man für ein self-catering-Vergnügen braucht, die Bude ist in einem ganz hervorragenden Zustand, und das Ganze wird noch durch ein herrlich bequemes Kuschelbett getopt:

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Für das Abendessen haben wir uns aufgehübscht. 😘
Klar, es hätt´auch die kurze Short und die Wanderklamotten ausgereicht, aber in diesem Rahmen, in diesem Ambiente – da haben wir uns am offenen Kaminfeuer bei einem Gläschen Rotwein in die richtige Stimmung gebracht:

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Derweil haben wir den Eindruck, als würde sich draußen ein Gewitter zusammenbrauen: 😐

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Wir haben uns nämlich im „The Rondekraal“, nachdem wir uns in diesem Urlaub bereits 16 x (!!!) selbst versorgt haben, dafür entschieden, dass uns das Abendessen vom Farmhaus geliefert wird. Und logischerweise gibt’s auf einer Schaffarm Lamm. Und ohne zu übertreiben, es war das beste Lamm „ever“, so gut haben wir Lammfleisch noch nie gegessen, und schon allein das Anrichten des Dinners, das von der Köchin des Farmhauses erledigt wurde, sucht seinesgleichen.

Was für ein Ambiente, was für eine supertolle Stimmung. 🙂 🙂 🙂


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Übrigens: hier auf der Schaffarm Papkuilsfontein gibt es 3 oder 4 Chalets, alle weit voneinander entfernt, so dass man vom Nachbarn nichts mitbekommt. Hier ist man völlig ungestört, und wir haben uns für das „The Rondekraal“ entschieden, Dank einer wie immer super Empfehlung von unserer lieben Freundin Kerstin Esmeralda, die ja für derartig ausgefallene Unterkünfte ein sehr glückliches und gutes Händchen hat. Kerstin, lieben Dank nochmal an dieser Stelle für diesen tollen Tipp!
das ist von Conny .... 😘
das ist von mir ..... 😘

Es sind hier auf Papkuilsfontein allerlei Aktivitäten geboten:

Mountainbiking (Fahrräder gibt´s im 2 km entfernten Haupthaus), Wanderwege, Schwimmen im Canyon und am Wasserfall, Schwimmen im Rockpool, Farmrundfahrten und für uns das highlight der Aktivitäten ist ein Ausflug zum sundowner point am Canyon. Da kann man entweder selbst mit dem Auto hinfahren, oder man fährt mit dem Bike. Absolut lohnenswert. Wir haben das untertags gemacht, es muss aber abends ein ganz besonderes Schmankerl sein.

Hier ein paar Bilder von unserem Ausflug zum Canyon, der aber erst am nächsten Tag stattgefunden hat:


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„The Rondekraal“ – in der Morgensonne erscheint das Häuserl gleich noch hübscher:

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Eine letzte Abkühlung im herrlichen kleinen Splashpool,

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Und dann heißt es Abschied nehmen von einem Fleckchen Erde, wo wir unbedingt nochmal hinkommen möchten, dann aber vielleicht zur Blumenblüte und vor allem aber nicht nur eine Nacht, sondern länger.

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Fazit Papkuilsfontein / The Rondekraal:
Ein wunderschöner Ort, den wir gerne nochmal besuchen möchten. Müssten wir eine ranking-Liste über unsere Unterkünfte erstellen, die wir in den letzten 15 Jahren hier im südlichen Afrika besucht haben, dann wäre The Rondekraal ganz weit oben, wahrscheinlich sogar unter den Top 3.
Schorschine und ich haben uns regelrecht in diesen Ort verliebt. 😘

Teil 2007. Mai 2024

26. März 2024 Dienstag, von Papkuilsfontein nach Stellenbosch

So war das auf der Schaffarm Papkuilsfontein, und heute nach unserem Kurzausflug zum Canyon (über den wir aber gestern schon im Vorhinein berichtet haben), geht´s vor zum Haupthaus – Schlüssel abgeben.

Schade, dass unsere Wirtin nicht da war. Eine unglaublich charmante Frau, dazu mit einer Ausstrahlung, die seinesgleichen sucht. Drei Jungs hat sie zur Welt gebracht, der Älteste ist beim studieren, die beiden Jüngeren gehen noch zur Schule und helfen auf der Farm. Was die Familie dort in dritter oder vierter Generation geschaffen hat, das ist schon unglaublich. Der junge Mann, ich mein er hieß Konrad, macht uns die Rechnung fertig und dann sind wir auch schon „on the road again“.

Unsere heutige Strecke ist nicht all zu weit, und wir haben uns für die letzten beiden Nächte dieses Urlaubs lange überlegt, wo wir hinfahren sollen. Es sollte nochmal ein richtiger Kracher und ein ganz besonderer Abschluss dieser tollen Reise sein. 🙂

Letztendlich haben wir uns dann für die 5 Sterne accomodation

🙂 🙂 🙂 Aaldering Vineyards and Wines Luxury Lodge in Stellenbosch 🙂 🙂 🙂
www.aaldering.co.za

entschieden. Und das war nun tatsächlich nochmal ein Knaller der Extraklasse.

Zuvor aber nochmal zurück zur heutigen Fahrt. Über Clanwilliam, Citrusdal und Porterville sind es rund 350 km, google maps gibt uns 4 Stunden Fahrt vor, was auch ungefähr stimmt, wären da nicht die vielen kilometerlangen Baustellen, die es tatsächlich in sich haben. So waren es dann letztendlich in der Summe rund 5 Stunden, die wir unterwegs waren, und die Fahrt war kurzweilig und landschaftlich sehr schön.

Übrigens, diese Baustellen, wo man unter Umständen durchaus gezwungen ist, mal 20 oder 30 Minuten warten zu müssen, können recht interessant sein, wenn man denn die Augen aufmacht. Da gibt es Autofahrer, die vertreten sich die Beine und ziehen aus der Hosentasche irgendeinen Schokoriegel. Die Verpackung des Riegels wandert von der linken in die rechte Hand, von dort wieder zurück in die linke Hand und nach einigen Momenten liegt das Papierl dann auf dem Boden. Der nächste Wind nimmt´s mit, und schon ist das Papier entsorgt. Ich mein, es steht uns ja wirklich nicht zu, in einem fremden Land die Leute anzusprechen, dass sie etwas „verloren“ haben, aber es ist eine Schande, wie sich die Einheimischen ihr eigenes Land mehr oder weniger kaputtmüllen. Ein Irrsinn, der seinesgleichen sucht. 😈

Noch so ein Irrsinn fällt uns dann spätestens an der Ampel der Baustelle auf. Die Ampel ist auf „grün“, der Verkehr läuft flüssig durch, aber doch steht neben der Ampel eine meist weibliche Person, die wildfuchtelnd ihre rote Fahne schwenkt. Wir fragen uns, wieso sie das tut, und trotz scharfer Überlegung kommen wir nicht dahinter. Na ja ….

Zurück zu Aaldering, das ist ja nun wirklich ein highlight, hier mal ein paar Bilder dazu:

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und hier ein paar Bilder vom Innenbereich:

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Die Aaldering Luxury Lodge liegt etwas außerhalb von Stellenbosch im malerischen Devon Valley, inmitten von Weinbergen, kleinen Seen und ganz viel „Grün“. Hier ist der richtige Ort, um – wie bei uns – von einer langen Südafrika-Reise einfach mal „runterzukommen“. Wir wurden hier verwöhnt, dass es besser ganz einfach nicht geht. Die Lodge verfügt über drei Chalets, die sich nebeneinander hinter einem bald 30 Meter langen Infinitypool befinden. Von der Terrasse aus hat man auf den Pool, die Seen und das Weingut einen perfekten Blick, und die Besitzerin Jacqueline kümmert sich mit ihrer Crew um das Wohl der Gäste. Die Chalets sind sehr schön ausgestattet, es fehlt nicht mal ein offener Kamin, den wir natürlich abends, wenn es etwas kühler wurde, gerne genutzt haben.

Ein netter „Gag“ waren die gehissten Fahnen neben dem Pool. 🙂
Hier weiß man gleich, mit welchen Landsleuten man es hier auf Aaldering zu tun hat. In unserem Fall waren unsere Nachbarn ein Paar aus der Schweiz und ein Paar aus England.

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und auch über die drei Weinproben haben wir uns sehr gefreut. Ein Rotwein „Lady M“, ein Rose Pinotage und ein Chardonnay, dazu werden dem Gast noch ausreichend Käsestangen und Kekse bereitgestellt, man verhungert und verdurstet also auch hier nicht:

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Den Chardonnay haben wir sofort geköpft, ein ganz vorzüglicher Weißwein. Die beiden anderen Flaschen, nämlich der Lady M und der Pinotage zieren zu Hause unsere Afrika-Ecke. Schau ma mal, wie lange sie dort überleben, ich befürchte aber, nicht all zu lange!

Zum Abendessen wollen wir eigentlich gar nicht mehr weg, aber Käsestangen und Kekse reichen uns halt doch nicht, und so sind wir gleich hier beim Aaldering um die Ecke in ein Restaurant gefahren. Nichts Besonderes, wir wissen heute nicht mal mehr den Namen des Lokals.

Wir sind hundemüde. Die Fahrerei, die Eindrücke hier auf dem Weingut, wir sind regelrecht „erschlagen“. Es sind so viele Erlebnisse, die den ganzen Tag über auf uns einströmen, und da wird man müde dabei. Wir schwimmen nochmal im herrlichen Pool, der aber fast a bisserl kalt ist, und fallen darauf ins Bett zu einer wirklich guten Nacht.
Morgen geht´s weiter, der vorletzte Tag in Südafrika, wir werden noch einige Weingüter besuchen und träumen davon schon in der Nacht.

Teil 2107. Mai 2024

27.03.2024 Mittwoch, Tag 2 in Stellenbosch / Aaldering

Wir haben gut geschlafen, und die erste Beschäftigung ist ein ausgiebiger Morgenschwumm im herrlichen Infinity-Pool. Dann geht´s runter zum Frühstück, das man im Wine-Tasting-Room des Weingutes einnimmt. Kaum angekommen, wird man schon umsorgt. Kaffee, Tee, Säfte, Obstteller, Wurstteller, Marmelade, Müsli und Eierspeisen, was und wie immer man die Eier mag. 🙂

Stellvertretend für das gesamte breakfast hier nur ein Bild vom Obstteller. Das hat jeder Gast so bekommen:

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Wir kommen mit unseren Nachbarn während des Frühstücks ins Gespräch. Zunächst die Schweizer, dann die Engländer. Die Engländer sind eher zurückhaltend, die Schweizer babbeln sofort drauf los. Das gefällt dem bayern schorsch, der ja auch gern ein Babbler ist, 😉 und so entwickelt sich ein sehr interessantes Gespräch, in erster Linie und unter anderem auch über die Lufthansa. Die beiden Schweizer arbeiten nämlich bei Swiss-Air, und für uns war das höchst interessant, was uns das sympathische Paar von deren Arbeit erzählt hat.

Dann kommt die Inhaberin, Jacqueline, und die möchte wissen, wie wir geschlafen haben und wie die Nacht war. Ein richtig liebe Person ist die Jacqueline, und auch was sie uns alles erzählt über das Weingut und über ihre Familie ist für uns total interessant.

„Wie die Nacht war“, das sag ich ihr natürlich nicht, denn darüber spricht man nicht. Was sie uns aber mit auf den Weg gegeben hat, war ein richtig guter Tipp. Nämlich, so sagte sie, machen es viele ihrer Gäste so, dass man mittags in einem schicken Weingut ein schickes Lunch zu sich nimmt, und abends dann auf der Terrasse der Aaldering Lodge den sundowner. Man ist ja eh vom Mittagessen noch gut satt, so dass Käsestangen & Co oder auch ein kleiner Einkauf in einer Bäckerei oder Metzgerei ausreichend sein sollten. Ein wirklich guter Tipp, den wir auch beherzigt haben, und dann geht´s auch schon los

Das Weingut Simonsig steht ganz oben auf unserer Liste, denn das war unser Hochzeitssekt vor 3 Jahren und wir wollen wissen, wie dieses Weingut aussieht.

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Also – vom Hocker hat´s uns jetzt nicht grad geschmissen. Der Wein incl. Sekt war gut, das Ambiente ehrlich gesagt nicht aufregend. Das war zwar alles in Ordnung, mehr aber nicht. Nur der Simonsig-Sekt, der hat uns genau so gut geschmeckt wie bei unserer Hochzeit in Namibia. 😘 🙂 😘

Das nächste Weingut: Mountain Wineyard „Thelema“, in herrlichster Landschaft:

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und dann kommt wieder das, was wahrscheinlich jeder irgendwann mal mit sich machen lässt. Ein „g´stelltes“ Foto 😠 , weil der Hintergrund doch gar so schön ist. Und dann heißt´s immer, kurz bevor abgedrückt wird – „Bauch einziehen“, und das kommt dann raus dabei:

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Thelama hat uns auch nicht zu 100 % überzeugt. Wir hatten zwar eine supernette Bedienung, aber wir wollten auch eine Kleinigkeit essen, so ganz nach dem Tipp unserer Aaldering-Jacqueline, aber das bisserl Käse, was hier als Weinbegleitung angeboten war, war schon etwas mau.

Wir überlegen, wo wir sonst noch hindüsen könnten. „Delaire Graff“, das hört sich doch gut an und hat super Berwertungen, da schauen wir mal auf die Schnelle vorbei. Dort angekommen (es liegt ja auch gleich um die Ecke) stellen wir fest, dass die Parkplätze schon sehr gut belegt sind. Aber wir versuchen es trotzdem und gehen vom oberen Parkplatz runter bis zu den Gebäudlichkeiten, wo man das Restaurant vermuten könnte. Das freundliche Fräulein an der Rezeption schüttelt energisch den Kopf – fully booked, es gibt nicht einen freien Platz, und außerdem sind wir ja schon etwas spät dran.
Ja ja, das hat sie ja recht, aber was sollen wir nun tun? Das Fräulein sieht unsere Verzweiflung mit einem Blick und schlägt vor, sie könnte ja mal beim Weingut Takara anfunken, wie´s bei denen aussieht. Und siehe da, wenn wir die nächsten 20 Minuten dort erscheinen, dann …

Also nichts wie weg hier, und weil der Weg bis zum Autoparkplatz ziemlich weit war, haben wir uns vom Hausbuggy zum Parkplatz fahren lassen:

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Im Weinestate „Takara“ kaum angekommen, wird uns ein perfekter Platz in der pole-position angeboten, der passt wie für uns gemacht:

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Langsam aber sicher geht´s wieder heimwärts in unsere Luxusunterkunft. Und heute machen wir genau das, was uns Jacqueline geraten hat. Wir genießen die Ruhe hier auf dem Weingut, wir gehen ein bisschen schwimmen, wir relaxen und haben nur eine einzige Aufgabe:
wir müssen drauf schauen, dass es uns gut geht. Und es geht uns gut, richtig gut!


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Schade, dass unser Urlaub langsam aber sicher zu Ende geht. Jetzt, beim Schreiben des Reiseberichtes, da merk ich erst, wie schön das alles war.

Teil 2207. Mai 2024

28.03.2024 Donnerstag, es geht zurück nach Deutschland

Ein letztes Frühstück, ein letztes Schwimmen im Pool, tja, irgendwann geht´s ans Kofferpacken. Das können wir in Windeseile, darin sind wir geübt und es ist schade, dass wir unser Chalet nicht länger bewohnen können, denn nach uns kommen wieder neue Gäste. 🙂

Wir verabschieden uns herzlichst von Jacqueline und ihrer Küchencrew. Die Leute sind wirklich sehr nett und sympathisch und wir sind uns sicher, dass wir in diese Unterkunft, wenn sie dann noch bezahlbar ist 😕 , wiederkommen möchten.

An der Ein- bzw. Ausfahrt des Weingut´s Aaldering hält uns ein Lkw-Fahrer auf. Er möchte wissen, wie er von hier am Besten in die Stadt Stellenbosch kommt, er muss nämlich dort in einer Firma Ware abladen. Und auch in dieser Szene denk ich mir grad im Nachhinein, unglaublich, wie meine Schorschine dieses Thema wieder mal gelöst hat.

Also ich hab dem freundlichen Herrn ja zunächst mal klargemacht, dass ich erstens nicht weiß, wo die Firma, die er sucht, sesshaft ist und zweitens ich ihm ja eh nicht weiterhelfen kann, schließlich bin ich ja „bloß“ ein Touri und kenn mich hier in der Gegend nicht aus. So wäre mein statement ausgefallen. Freundlich, aber letztendlich achselzuckend. 🤨

Und jetzt kommt meine Schorschine ins Spiel und lässt sich vom Fahrer die Wagenpapiere und Frachtbriefe geben, denn da sollte doch irgendwo die Lieferadresse draufstehen, wo er seine Ware abliefern möchte.
Ja klar, die steht auch drauf, Schorschine gibt die Adresse ins Handy ein und mit einem Lächeln wird dem Fahrer klargemacht, er soll uns bitte folgen, wir fahren voraus und wir leiten ihn dorthin, wo er eben hin muss. Es waren ja eh nur ein paar Kilometer.

Eigentlich doch alles ganz einfach und wieder mal muss ich erkennen, wie gut es ist, meine Schorschine an meiner Seite zu haben. 😘

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Als wir dann nach 10 Minuten bei der Firma ankommen, hat der Mann am Eingangstor dieser Firma zunächst schon etwas verdutzt geschaut, eh wir ihm klarmachten, dass wir gar nichts von ihm wollen, sondern der LKW hinter uns. Er wollte dann noch wissen, wer wir sind und von wo wir kommen, und als wir ihm dann sagten, aus Germany, da hat der Mann sich gar nicht mehr eingekriegt. Der Lkw-Fahrer war mittlerweile auch ausgestiegen, und die Freude und Erleichterung war ihm ins Gesicht geschrieben.

Das war unsere – nein, Schorschines gute Tat des Tages! 🙂

Unser Flieger geht erst abends, also ist Zeit genug, die ein oder andere Aktivität einzulegen. Eine gute Tat haben wir ja schon vollbracht, und mittlerweile war es eh schon um die Mittagszeit. Der Entschluss war schnell gefasst:
Weingut Rust en Vrede, da wollen wir unbedingt hin, das möchten wir uns gerne anschauen.

Und das war dann schon nochmal ein besonders schöner Abschluss. Ein Weingut wie aus dem Bilderbuch, alles absolut gediegen und stilvoll, das ist für uns grad nochmal das Rechte.


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Wir bestellen uns das Tagesmenü, das war Rinderfilet incl. einem Schoppen Rotwein, und dass der Rotwein gut geschmeckt hat, sieht man auf diesem Bild:

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Das Rinderfilet war so was von butterweich, ein Gedicht, das Fleisch ist regelrecht auf der Zunge zergangen

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und nach dem feinen Lunch gibt´s für jeden noch ein Schöpperl Chardonnay, Schorschine war begeistert, man sieht es ihr regelrecht an, wie sie mit sich, mit dem Schorsch und der Welt als solches zufrieden ist:

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Wir schauen uns im Ausstellungsraum noch ein bisschen um

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und bei dieser Flasche Wein wär ich beinah schwach geworden. Ich hab mir nämlich überlegt, ob ich die 27 Liter nicht für das nächste Forumstreffen mit nach Hause nehmen soll

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In guter Laune geht´s dann Richtung Flughafen, wo die Autorückgabe völlig problemlos abläuft. Die Coolerbox wird wie immer verschenkt, das ist bald schon Tradition, dann geht´s rüber in die Abflughalle. Dort haben wir noch ein paar Diskussionen mit dem Personal der Lufthansa, denn unsere Sitzplatzreservierung, die wir vor rund einem Jahr gebucht und bezahlt hatten, wurde uns leider nicht bestätigt. Aber da half alles Diskutieren nichts, unsere Sitzplätze hat ein anderer bekommen und die Erstattung unserer Zahlung ist mittlerweile auf unserem Konto eingegangen. Und überhaupt: es war uns eigentlich so was von egal, irgendwie hat uns das nicht mehr gekratzt, ob das nun mit unseren Sitzplätzen geklappt hat oder nicht. Es ist im Endeffekt ja auch nicht wichtig.

Püntklich hebt der Flieger ab, und pünktlich landen wir in München.

Weshalb es jetzt mit dem Reisebericht so schnell weitergegangen ist, hat natürlich einen Grund. Der nächste Urlaub steht an, die Koffer sind schon gepackt, und diesmal geht es nicht in den Süden, sondern diesmal ist der Norden dran. Oder besser gesagt der Osten. Wir machen Urlaub auf unserem Hausboot an der Ostsee, da können wir wahrscheinlich von den 46 Grad im KTP nur träumen.

Ein Fazit zu unserer schönen Zeit in Südafrika möchte ich gerne noch schreiben, das wird aber defintiv erst nach dem Urlaub sein.

Bis dahin liebe Grüße an Alle!

Teil 2322. Mai 2024

Fazit zu unserer Südafrika Tour mit KTP 2024:

Tja, was soll man schreiben?

Ich sag mal so – Schorschine hat zum Ende des Urlaubs hin öfter mal die Bemerkung gemacht, dass dies ihr schönster Afrikaurlaub der letzten Jahre war, wenn man mal unsere Hochzeit in Namibia ausklammert, die ja auf einem ganz anderen Stern stand. 😘

Ich hab ihr da nicht uneingeschränkt beigepflichtet (was die Hochzeit anbelangt schon), aber dieser Südafrikaurlaub war für mich in puncto Tiersichtungen im Tankwa Karoo Nationalpark und speziell dann auch im KTP anfänglich doch ein bisschen enttäuschend. Wenn ich mir jetzt aber im Nachhinein die Bilder anschaue, die ich hier für den Reisebericht hochgeladen habe, dann denke ich, dass wir, was Tiere anbelangt, durchaus zufrieden sein konnten. 🙂

Und Tiere, das ist ja nicht alles. Was uns an dieser Reise wirklich richtig gut gefallen hat, das war diese Vielfältigkeit, die wir erleben durften. Das quirlige Paarl, dann das ländliche Tulbagh, die Einsamkeit im Tankwa und anschließend auf Hantamland, dann wieder eine völlig andere Welt im River-Place-Manor in Upington, das war schon klasse.
Dann kamen neun Nächte KTP mit den Wildernes-Camps Uri und Kielie, dann Nossob. Die ersten Tage haben wir im KTP so gut als „nichts“ gesehen, und dann wurde es immer besser. Danach folgt Augrabies mit diesen tollen Wasserfällen, anschließend die Traumunterkunft schlechthin in Papkuilsfontein, und ganz zum Schluss noch der Luxusknüller Aaldering. Wir hatten diesen Urlaub tatsächlich mit vielen highlights gespickt, und hätten wir genügend Geld und genügend Zeit, dann würden wir die Tour fast genauso, mit ein paar wenigen Änderungen, gleich morgen nochmal fahren wollen. So aber werden wir ein bisschen warten müssen. (zuerst kommen ja auch noch ein paar andere Länder dran) 😉

Die Unterkünfte hab ich ja alle schon im Reisebericht „benotet“, da brauch ich jetzt nichts mehr dazu schreiben. Was wir gelernt haben – und man lernt ja zum Glück nie aus – dass man nicht am falschen Fleck sparen sollte. Und das ist das Auto. Wir hatten mit dem Tucson ein schönes Auto, das aber m.M. nach einfach nicht tauglich ist für einen KTP. Und für einen Tankwa schon gleich gar nicht. Da muss speziell ich erkennen, dass das Auto, grad wenn man so viele Kilometer runterrattert, ein wichtiges Teil des Gesamtpaketes ist.

Was die Lufthansa anbelangt – auch da steht unser Entschluss. Wenn es irgendwie preislich machbar ist und sich die Flugzeiten in einem einigermaßen erträglichen Rahmen bewegen, dann werden wir diese Gesellschaft meiden. Das, was sich LH die letzten Jahre über erlaubt hat, ist für unsere Begriffe einfach zu viel des Guten. Nur schade, dass man ohne LH auch nicht immer weiterkommt. 😈

So nähere mich zum Ende hin doch mehr und mehr Schorschine`s Meinung. Es war ein Traumurlaub, der seinesgleichen sucht, und wir sind wirklich froh und dankbar, solch schöne Urlaube auch zu genießen. Das tun wir aus vollem Herzen und hoffen, dass das lange noch so bleibt.

03/2024 SA + KTP + ein bisschen was drumherum von bayern schorsch

Quelle: www.namibia-forum.ch/forum/thema/304736-03-2024-sa-ktp-ein-bisschen-was-drumherum

Stand: letzter Berichtsteil vom 22. Mai 2024

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