20.000 Elefanten für Deutschland
Er liebt die gegenwärtige deutsche Amtsverblödung, über die Weltenrettung durch offene Grenzen hat er sich auch gerade ausgelassen. Ein weitsichtiger Afrikaner!
*Wer einen Fehler begeht und ihn nicht korrigiert, begeht einen zweiten! (Konfuzius)
Hallo Chris,
Ich musste auch schmunzeln als ich den Artikel gelesen habe! Gab es eigentlich schon eine Antwort hierauf?
Gruß Markus
Ich musste auch schmunzeln als ich den Artikel gelesen habe! Gab es eigentlich schon eine Antwort hierauf?
Gruß Markus
Botswana droht Deutschland mit 20.000 Elefanten (Beitrag WDR)
lG und bleibt gesund! M@rie
M@rie's on the road again - Namibia-Botswana 2012
"Es kommt nicht darauf an, ob du gewinnst oder verlierst, es kommt nur darauf an nicht aufzugeben!"
~ "It always seems impossible until it is done." Nelson Mandela ~
...und dann stellt sich die Frage, ob es jetzt besser ist, die Elefanten, die tatsächlich zu viel sind einfach zu töten, nur dass sie weg sind, oder ob es dann nicht besser ist, damit noch sehr viel Geld zu verdienen, mit dem viel Gutes getan werden kann...
Was sagen dazu jetzt die Jagdgegner im Allgemeinen und die Trophäenjagdgegner im Speziellen?
LG Marcus
Was sagen dazu jetzt die Jagdgegner im Allgemeinen und die Trophäenjagdgegner im Speziellen?
LG Marcus
Einige Regierungsausagen aus D zum Thema:
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/kommen-die-20-000-botswana-elefanten-jetzt-spricht-das-kanzleramt-87748162.bild.html
https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/kommen-die-20-000-botswana-elefanten-jetzt-spricht-das-kanzleramt-87748162.bild.html
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Maecs schrieb:Das der Stand der Wissenschaft dazu eindeutig ist. Es wird gern so getan, als wenn in Deutschland, den USA, der EU, Großbritannien völlig weltfremde Gutmenschen über etwas entscheiden, von dem sie nicht das Geringste verstehen. Die Leute versuchen sich schlicht an den Stand der Wissenschaft zu halten.
Was sagen dazu jetzt die Jagdgegner im Allgemeinen und die Trophäenjagdgegner im Speziellen?
Der US Fish and Wildlife Service (USFWS) hat gerade vor 3 Tagen den Import von Elefantentrophäen aus Botswana und Sambia verboten. Der USFWS ist dabei maximal unideologisch und hat grundsätzlich nichts gegen Trophäenjagd und erlaubt auch den Import von Elefantentrophäen.
https://www.federalregister.gov/documents/2024/04/01/2024-06417/endangered-and-threatened-wildlife-and-plants-revision-to-the-section-4d-rule-for-the-african
Solche Entscheidungen werden nicht von Gutmenschen ausgewürfelt, sondern der USFWS begründet das auf 34 Seiten ausführlich. Die Trophäenjagdlobby kann so etwas nicht entkräften und verlegt sich dann darauf, auf persönlicher Ebene anzugreifen. Dann wird der Umweltminister eines Landes als Kolonialist und Rassist abgestempelt. Oder man droht 20.000 Elefanten nach Deutschland zu bringen. Was man halt so macht, wenn man keine Argumente in der Sache hat!
In der Theorie kann die Trophäenjagd funktionieren. In der Praxis tut sie das eher nicht. Wieder und wieder werden die ikonischsten Tiere plötzlich und ohne Basis zu Problemtieren erklärt (in Namibia: Voortrecker, Wüstenlöwen, ...), damit man sie abschießen kann. Seit Jahrzehnten ändert sich daran nichts. Die hohen Jagdstandards, die man vorgibt, werden systematisch nicht eingehalten. Trophäenjäger wollen immer die prächtigsten Trophäen und deswegen werden eben regelmäßig nicht alte, klapprige Tiere entnommen, die sich ohnehin nicht mehr fortpflanzen, sondern es werden regelmäßig die besten Gene zerstört. Weil sie die beste Trophäe sind und man damit das meiste Geld macht. Dieser Konflikt ist nicht auflösbar. Und weil gleichzeitig die Korruption in Afrika nicht ausgerottet werden kann, ist die Trophäenjagd zumindest auf bedrohte Arten ein Problem.
Pro Trophäenjäger erzielt man zwar hohe Umsätze, aber die Trophäenjagd schafft kaum Arbeitsplätze und macht meistens nur 3-5% der Tourismusumsätze eines Landes aus. Es ist absurd, wenn behauptet wird, dass das die Tierbestände in den Ländern sichert.
Das immer wieder gebrachte Argument, dass sich einige Gegenden nicht für Fototourismus eignen und deswegen dauerhaft für Trophäenjagd verwendet werden müssen, ist auch nicht haltbar. Man muss einfach das machen, was jede Lodge auch macht: Ein Wasserloch anlegen und schon ist jede Gegend für Fototourismus geeignet. Das ist keine Raketenwissenschaft.
Zutreffend ist allerdings auch: Unabhängig von der Diskussion, ob eine Gegend für Fototourismus geeignet ist (JA!), bleibt der Fakt, dass viele Gegenden heute noch keinen Fototourismus haben. Wenn die Wildtiere keinen Umsatz generieren, besteht keine Toleranz für diese bei lokalen Anwohnern. Sozusagen als Überbrückungsmaßnahme kann Trophäenjagd das kleinere Übel sein und deshalb ist ein Verbot jeglicher Trophäenjagd aktuell auch noch nicht optimal.
Die ganze Problematik ist ähnlich wie die endlose Diskussion um das Waffenrecht in den USA oder den Klimawandel. Der Stand der Wissenschaft ist eindeutig. Aber es gibt eine mächtige Waffenlobby. Es gibt eine noch mächtigere Öl- und Gaslobby. Und deswegen bekommt man seit Jahrzehnten das Sinnvolle nicht umgesetzt. Und es gibt eine mächtige Lobby für die Trophäenjagd.
Grüße
Das der Stand der Wissenschaft dazu eindeutig ist. Es wird gern so getan, als wenn in Deutschland, den USA, der EU, Großbritannien völlig weltfremde Gutmenschen über etwas entscheiden, von dem sie nicht das Geringste verstehen. Die Leute versuchen sich schlicht an den Stand der Wissenschaft zu halten.Na ja, die Länder tun ja auch so, als habe Afrika keine Ahnung wie man Wildtiere schützt. Alle nutzen die gleichen mehr oder weniger wissenschaftlichen Studien... sie legen sie nur unterschiedlich aus. Habe gerade dazu folgendes gefunden (von der Namibia Nature Foundation, einer unabhängigen Naturschutzeinrichtung): https://www.nnf.org.na/images/Publications/Magazines/trophy-hunting-in-namibia.pdf
Natürlich wird sich medial an den Symboltierarten wie Elefant und Nashorn orientiert (sowohl von westlicher als auch in diesem Fall botswanischer Seite). Das zieht natürlich! Es geht aber ja beim Trophäeneinfuhrverbot um viel mehr.
Aber dieses widerkehrende Thema wird auch in diesem Thread keinen Konsens erbringen. Muss es ja auch nicht 🙂
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIA schrieb:Habe gerade dazu folgendes gefunden (von der Namibia Nature Foundation, einer unabhängigen Naturschutzeinrichtung): https://www.nnf.org.na/images/Publications/Magazines/trophy-hunting-in-namibia.pdfDer Chef der "Namibia Nature Foundation", Angus Middleton, war zuvor Generalsekretär der "European Federation of Associations for Hunting and Conservation", also des europäischen Dachverbandes der Jagdverbände in Europa. Als solcher war er der Cheflobbyist der Jagdbranche auf EU-Ebene in Brüssel. Das heißt nicht, dass man sich nicht mit deren Sachen nicht auseinandersetzen soll, aber eine unabhängige Stimme ist das ganz gewiss nicht, sondern eher ein Lobbyverein pro Trophäenjagd.
Das was Du dazu gerade gefunden hast, ist 7 Jahre alt und die Zahlen sprechen für sich. Man will sich damit brüsten, dass Trophäenjagd in den Conservancies 2014 N$31,5 Millionen generiert hat (Der Gegenwert des Fleisches der erlegten Tiere ist dabei schon eingerechnet). Zum damaligen Wechselkurs entspricht das im Durchschnitt ca. 76 Cent pro Monat und Einwohner in den Conservancies. Wie gesagt: Durchschnitt. In einzelnen Conservancies kann das höher und durchaus ein relevanter Beitrag sein, aber im Durchschnitt es das sicherlich kein Erfolgsmodell und vor allem kein Modell, mit dem sich generell der Bestand der Conservancies und Akzeptanz für die Wildtiere finanzieren lässt.
Grüße
Ach, die "Namibia Nature Foundation". Der Chef der "Namibia Nature Foundation", Angus Middleton, war zuvor Generalsekretär der "European Federation of Associations for Hunting and Conservation", also des europäischen Dachverbandes der Jagdverbände in Europa. Als solcher war er der Cheflobbyist der Jagdbranche auf EU-Ebene in Brüssel. Das heißt nicht, dass man sich nicht mit deren Sachen nicht auseinandersetzen soll, aber eine unabhängige Stimme ist das ganz gewiss nicht, sondern ein reiner Lobbyverein pro Trophäenjagd.Ja, Angus war GS des europäischen Jagdverbandes. Deshalb die NNF, die größte Naturschutzorganisation des Landes die aktuell 50+ nationale und internationale Projekte durchführt, als "Lobbyverein pro Trophäenjagd" zu bezeichnen, ist aber sehr weit hergeholt.
Bzgl. "Fotojagd" vs "Trophäenjagd" hier noch ein konkretes Beispiel:
Farmer mit Lodge im Süden des Landes. Hat auf seinen 30.000 Hektar gut 5.000 Springböcke, die natürlich auch Nahrungskonkurrenten für Nutzvieh sind. Die Fototouristen freuen sich über die Tiere. Ob es 500 oder 5000 sind, ist ihnen egal. Also schießt der Farmer 4500 Tiere, denn sie haben keinen weiteren Wert (ganz im Gegenteil, sie mindern den Wert des Nutzviehs). Er könnte aber auch vielleicht 5 Prozent von diesen 4500 als Trophäentiere verkaufen, die ihm, den Arbeitern, dem Staat etc mehr Geld einbringen. Dieses Geschäft fällt aber dann weg, wenn man die Einfuhr von Trophäen in z. B. das Vereinigte Königreich verbietet. Wo genau ist der Gewinn für den Natur- oder Wildtierschutz?
Zum damaligen Wechselkurs entspricht das im Durchschnitt ca. 76 Cent pro Monat und Einwohner in den Conservancies. Wie gesagt: Durchschnitt. Im Einzelfall kann das höher und durchaus ein relevanter Beitrag sein, aber im Durchschnitt es das sicherlich kein Erfolgsmodell und vor allem kein Modell, mit dem sich generell der Bestand der Conservancies und Akzeptanz für die Wildtiere finanzieren lässt.Der Argumentation kann ich nicht folgen. Was ist Dein konkreter Vorschlag? Lieber keine 76 Cent pro Monat/Einwohner als nur 76 Cent pro Monat/Einwohner? Das man den Betrag vielleicht auf 1, 5 oder gar 100 Namibia Dollar je Einwohner und Monat steigern kann, ist klar. Das der Staat dafür was tun muss, ist auch klar. Aber weil dieses alles nicht geschieht, ist das ganze Konzept "unwissenschaftlich"?
So, nun aber genug nochmal zu dem Thema von mir. Ich habe fertig 😉
Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Zitat: Außerdem sei Jagd ein Mittel, den "Bestand" zu steuern. Das Land leide nach jahrzehntelangem Artenschutz unter einer „Überpopulation“ an Elefanten. "Menschen" würden von ihnen totgetrampelt, Dörfer verwüstet, Ernten zerstört.
Der Bestand der Weltbevölkerung wird laut Wissenschaft bis 2050 auf ca. 10,5 Mrd. anwachsen. Die Frage ist, wer war zuerst, Henne od. Ei.
Der Bevölkerungsdruck aufgrund wachsender Menschenanzahl auf die Tierwelt wird immer größer werden und weiter anwachsen. Die Entnahme von Tieren durch den Menschen, auch durch Trophäenjagd, ist ethisch undiskutabel.
Man stelle sich nur mal vor Elefanten wären den Menschen übergeordnet bzw. überlegen und betrieben gegen diesen Trophäenjagd oder würden diesen wegen "Überpopulation jagen. Der Mensch erhebt sich über alles und glaubt er sei stets im Recht.
Neulich ein Bericht zu Papageitaucher ( Puffi ) in Island. Dieser wird mit Stangen und Netzen gefangen, danach wird ihm ganz einfach der Hals umgedreht. Später wird der Vogel in Restaurants verspeist. Wer diese Bilder gesehen hat... es ist entsetzlich. Als ob Island so etwas nötig hätte. Überall gibt es Nutztierhaltung ( bin persönlich nicht dagegen ) dann sollte man wildlebende Tiere die für unsere Diversität und unsere Welt wichtig sind schützen.
Seit Jahren bin ich persönlich dafür, die Menge der Menschen auf unserem Planeten zu verringern. Das würde viele Probleme aller Art, z.B. Klima, Jagd nach Mineralien usw. verringern. Tiere könnten wieder in ihren angestammten Gebieten leben.
Bitte, bitte... keine abfälligen Kommentare zu meinen Gedanken, jeder soll denken können wie und was er will, danke...!
Gruß
Der Bestand der Weltbevölkerung wird laut Wissenschaft bis 2050 auf ca. 10,5 Mrd. anwachsen. Die Frage ist, wer war zuerst, Henne od. Ei.
Der Bevölkerungsdruck aufgrund wachsender Menschenanzahl auf die Tierwelt wird immer größer werden und weiter anwachsen. Die Entnahme von Tieren durch den Menschen, auch durch Trophäenjagd, ist ethisch undiskutabel.
Man stelle sich nur mal vor Elefanten wären den Menschen übergeordnet bzw. überlegen und betrieben gegen diesen Trophäenjagd oder würden diesen wegen "Überpopulation jagen. Der Mensch erhebt sich über alles und glaubt er sei stets im Recht.
Neulich ein Bericht zu Papageitaucher ( Puffi ) in Island. Dieser wird mit Stangen und Netzen gefangen, danach wird ihm ganz einfach der Hals umgedreht. Später wird der Vogel in Restaurants verspeist. Wer diese Bilder gesehen hat... es ist entsetzlich. Als ob Island so etwas nötig hätte. Überall gibt es Nutztierhaltung ( bin persönlich nicht dagegen ) dann sollte man wildlebende Tiere die für unsere Diversität und unsere Welt wichtig sind schützen.
Seit Jahren bin ich persönlich dafür, die Menge der Menschen auf unserem Planeten zu verringern. Das würde viele Probleme aller Art, z.B. Klima, Jagd nach Mineralien usw. verringern. Tiere könnten wieder in ihren angestammten Gebieten leben.
Bitte, bitte... keine abfälligen Kommentare zu meinen Gedanken, jeder soll denken können wie und was er will, danke...!
Gruß
"Das der Stand der Wissenschaft dazu eindeutig ist. Es wird gern so getan, als wenn in Deutschland, den USA, der EU, Großbritannien völlig weltfremde Gutmenschen über etwas entscheiden, von dem sie nicht das Geringste verstehen. Die Leute versuchen sich schlicht an den Stand der Wissenschaft zu halten."
Die neue Regelung des Fish and Wildlife Service vom 04.01.2024 für gefährdete und bedrohte Tier- und Pflanzenarten; hier "Überarbeitung der Section 4(d)-Regel für den Afrikanischen Elefanten" stellt , nach kurzem Überfliegen, keinen Stand der "Wissenschaft" zur Frage der Überpopulation dar, sondern die aktuelle Sach- und Rechtsansicht der Behörde (insbesondere zur Einfuhr von lebenden Elefanten in die USA).
Im Übrigen ist der "Stand der Wissenschaft" immer nur der aktuelle Stand des Irrtums und morgen überholt. Zudem stellt sich oft genug bei den "Wissenschaftlern" oder "neuesten Studien" heraus, dass sie "bezahlt" sind. Ich betrachte Argumentation mit derartigen Studien seit langem als unglaubwürdig und verlasse mich lieber auf meinen eigenen gesunden Menschenverstand.
M.E unstreitig ist, dass im Bereich Botswana und Anrainer eine massive Überpopulation von Elefanten besteht. Man muss nicht Forstwirtschaft studiert haben, um die immensen Schäden der Elefanten an der dortigen Pflanzenwelt zu erkennen. Das erkenne ich (als Waldbesitzer) so. Dabei lasse ich nicht außer Acht, dass Elefanten dort bereits schon immer den Pflanzenbewuchs geprägt haben und Elefanten für den Erhalt der dortigen Vegetation notwendig sind. Für den Erhalt, nicht die Zerstörung.
Was ich unseren Gutmenschen und "Wissenschaftlern" vorwerfe: Geht mal da hin und versucht dort zu leben. Dann klären sich ganz schnell die europäischen und US-amerikanischen grünen Schreibtisch-illusionen.
Aus der Vollkasko- und Vollpensionssituation hier lässt sich ganz schnell ein Trophäenhandelsverbot moralisierend rechtfertigen. Den Menschen dort ist nicht geholfen. Damit in Konsequenz auch nicht den Tieren.
Lg Dr. We
Die neue Regelung des Fish and Wildlife Service vom 04.01.2024 für gefährdete und bedrohte Tier- und Pflanzenarten; hier "Überarbeitung der Section 4(d)-Regel für den Afrikanischen Elefanten" stellt , nach kurzem Überfliegen, keinen Stand der "Wissenschaft" zur Frage der Überpopulation dar, sondern die aktuelle Sach- und Rechtsansicht der Behörde (insbesondere zur Einfuhr von lebenden Elefanten in die USA).
Im Übrigen ist der "Stand der Wissenschaft" immer nur der aktuelle Stand des Irrtums und morgen überholt. Zudem stellt sich oft genug bei den "Wissenschaftlern" oder "neuesten Studien" heraus, dass sie "bezahlt" sind. Ich betrachte Argumentation mit derartigen Studien seit langem als unglaubwürdig und verlasse mich lieber auf meinen eigenen gesunden Menschenverstand.
M.E unstreitig ist, dass im Bereich Botswana und Anrainer eine massive Überpopulation von Elefanten besteht. Man muss nicht Forstwirtschaft studiert haben, um die immensen Schäden der Elefanten an der dortigen Pflanzenwelt zu erkennen. Das erkenne ich (als Waldbesitzer) so. Dabei lasse ich nicht außer Acht, dass Elefanten dort bereits schon immer den Pflanzenbewuchs geprägt haben und Elefanten für den Erhalt der dortigen Vegetation notwendig sind. Für den Erhalt, nicht die Zerstörung.
Was ich unseren Gutmenschen und "Wissenschaftlern" vorwerfe: Geht mal da hin und versucht dort zu leben. Dann klären sich ganz schnell die europäischen und US-amerikanischen grünen Schreibtisch-illusionen.
Aus der Vollkasko- und Vollpensionssituation hier lässt sich ganz schnell ein Trophäenhandelsverbot moralisierend rechtfertigen. Den Menschen dort ist nicht geholfen. Damit in Konsequenz auch nicht den Tieren.
Lg Dr. We
Jede Farm ist ein Wirtschaftsunternehmen. Kein Farmer hält Wildtiere zum Spaß, weil sie so hübsch anzuschauen sind oder Tierschutzgründen, erst recht nicht in einem so ariden Gebiet, wo jeder Grashalm zählt. Wenn mit Wildtieren kein Geld mehr zu verdienen ist, werden Nutztiere diesen Platz einnehmen und das Game landet auf dem Grill.
Auch diese "Tierschutzfarmen", die sich so prima selbst vermarkten, halten keine "geretteten" Wildtiere zum Spaß. Wenn die zahlungskräftigen Volontäre ausbleiben und kein Geld mehr damit zu verdienen ist, überlässt man schon Mal alles sich selbst, zieht sich diskret zurück und macht möglicherweise lieber in Immobilien. 😉 Da ist´s dann mit der Tierliebe, die man vorher medienwirksam zelebriert hat, ruckizucki vorbei.
LG
Logi
Auch diese "Tierschutzfarmen", die sich so prima selbst vermarkten, halten keine "geretteten" Wildtiere zum Spaß. Wenn die zahlungskräftigen Volontäre ausbleiben und kein Geld mehr damit zu verdienen ist, überlässt man schon Mal alles sich selbst, zieht sich diskret zurück und macht möglicherweise lieber in Immobilien. 😉 Da ist´s dann mit der Tierliebe, die man vorher medienwirksam zelebriert hat, ruckizucki vorbei.
LG
Logi
"Jede Farm ist ein Wirtschaftsunternehmen. Kein Farmer hält Wildtiere zum Spaß ..."
Eben, deswegen ist es auch voll verständlich, dass die Kalahari Game Lodge die Löwen abgeschafft hat, falls sie für diese tatsächlich lebende Antilopen etc. eingekauft haben (und keine geschlachteten Esel), und diese zu teuer geworden sind.
Eben, deswegen ist es auch voll verständlich, dass die Kalahari Game Lodge die Löwen abgeschafft hat, falls sie für diese tatsächlich lebende Antilopen etc. eingekauft haben (und keine geschlachteten Esel), und diese zu teuer geworden sind.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
Ich bin sehr sicher, wie sich die Ethik der Menschheit hinsichtlich Trophäenjagd langfristig entwickeln wird. Aber diese ideologische Diskussion will ich hier nicht führen.
Abseits der Ethik sehe ich auf privatem Farmland kein großes Problem mit der Trophäenjagd. In aller Regel werden dort keine bedrohten Arten wie Löwen oder Nashörner gejagt. Es ist auch zu unterstellen, dass der Jagdfarmbetreiber kein Interesse hat, in kurzfristiger Gier Bestände komplett auszurotten, weil dann hat er ja kein Geschäft mehr. Weil es da genug Angebot gibt und es ist nicht um so hohe Beträge wie bei ikonischen Tierarten geht, spielt Korruption da auch keine große Rolle. UWenn der Farmbetreiber also davon leben will, Steinböcke, Gnus, Wasserböcke, Steppenzebras usw. zu bejagen, dann soll er das halt machen. Pragmatisch betrachtet, würde da ein Verbot im Moment nicht viel zum Besseren bewirken.
76 Cent im Monat sind sicher besser als keine 76 Cent. Es wird von der Jagdlobby ja nur immer so getan, als wenn die Trophäenjagd riesige Summen für die lokalen Anwohner generiert und es in Sachen Conservation keine bessere Maßnahme als Trophäenjagd gibt. Vor wenigen Wochen hat das jemand hier im Forum auch explizit so behauptet. Was die Trophäenjagd an Geldern für die lokalen Anwohner generiert und generell der Anteil an Jagdtourismus an den Gesamteinnahmen durch den Tourismus in einem Land ist lächerlich gering. Trophäenjagd ist eindeutig nicht die zu präferierende Maßnahme für den Wildtierschutz in Afrika. Lokal begrenzt kann es aber eben (noch) die einzige Maßnahme sein, um überhaupt Einnahmen mit Wildtieren zu generieren.
Grüße
Abseits der Ethik sehe ich auf privatem Farmland kein großes Problem mit der Trophäenjagd. In aller Regel werden dort keine bedrohten Arten wie Löwen oder Nashörner gejagt. Es ist auch zu unterstellen, dass der Jagdfarmbetreiber kein Interesse hat, in kurzfristiger Gier Bestände komplett auszurotten, weil dann hat er ja kein Geschäft mehr. Weil es da genug Angebot gibt und es ist nicht um so hohe Beträge wie bei ikonischen Tierarten geht, spielt Korruption da auch keine große Rolle. UWenn der Farmbetreiber also davon leben will, Steinböcke, Gnus, Wasserböcke, Steppenzebras usw. zu bejagen, dann soll er das halt machen. Pragmatisch betrachtet, würde da ein Verbot im Moment nicht viel zum Besseren bewirken.
76 Cent im Monat sind sicher besser als keine 76 Cent. Es wird von der Jagdlobby ja nur immer so getan, als wenn die Trophäenjagd riesige Summen für die lokalen Anwohner generiert und es in Sachen Conservation keine bessere Maßnahme als Trophäenjagd gibt. Vor wenigen Wochen hat das jemand hier im Forum auch explizit so behauptet. Was die Trophäenjagd an Geldern für die lokalen Anwohner generiert und generell der Anteil an Jagdtourismus an den Gesamteinnahmen durch den Tourismus in einem Land ist lächerlich gering. Trophäenjagd ist eindeutig nicht die zu präferierende Maßnahme für den Wildtierschutz in Afrika. Lokal begrenzt kann es aber eben (noch) die einzige Maßnahme sein, um überhaupt Einnahmen mit Wildtieren zu generieren.
Grüße
pollux schrieb:"Jede Farm ist ein Wirtschaftsunternehmen. Kein Farmer hält Wildtiere zum Spaß ..."Die Kalahari Game Lodge war früher, bevor man plötzlich die Liebe zu den Löwen entdeckte, eine Jagdfarm. 😉
Eben, deswegen ist es auch voll verständlich, dass die Kalahari Game Lodge die Löwen abgeschafft hat, falls sie für diese tatsächlich lebende Antilopen etc. eingekauft haben (und keine geschlachteten Esel), und diese zu teuer geworden sind.
Ich bin jetzt bekanntlich kein Hellseher, habe aber dennoch eine wage Vorstellung davon, wohin die Reise gehen könnte ...
Und das ist nicht das einzige Tierschutzprojekt, wo man sich umbesinnt und die Tiere auf ein Mal gar nicht mehr so schützenswert sind.
LG
Logi
Dr. We schrieb:Im Übrigen ist der "Stand der Wissenschaft" immer nur der aktuelle Stand des Irrtums und morgen überholt. Zudem stellt sich oft genug bei den "Wissenschaftlern" oder "neuesten Studien" heraus, dass sie "bezahlt" sind.Ja ist klar. Der Klimawandel wird sich morgen als von den Grünen bezahlter Hoax zur Zerstörung der deutschen Industrie herausstellen. Möglichst viele Waffen im Privatbesitz machen ein Land total sicher und reduzieren Morde. Und morgen wird sich als Irrtum herausstellen, dass die Erde eine Kugel ist. Tatsächlich ist sie eine Scheibe. Und Eliten wie Du wissen das schon heute. 😎
Wenn ich den Stand der Wissenschaft in 2 Sätzen mit eigenen Worten zusammenfassen darf: Die Wissenschaft bestätigt, dass sich mit Trophäenjagd Gelder generieren lassen, die sich für Conservation im weitesten Sinne verwenden lassen. Aber die Summen, die da zusammen kommen, sind recht klein und afrikanische Institutionen sind zu schwach und Korruption ist zu verbreitet, als dass Trophäenjagd als Maßnahme zum Erhalt besonders bedrohter Arten besonders geeignet ist.
Auch da gilt aber: Die Realität ist kompliziert. Pauschalisierungen sind schwierig. Wirklich beurteilen kann man immer nur einen konkreten Einzelfall.
Grüße
Botswanas Präsident war kürzlich auf Staatsbesuch in der Schweiz......
Im Kanton Appenzell besuchte er die Landsgemeinde (einmal im Jahr stimmen die Stimmbürger über alle
politischen Geschäfte auf dem Hauptplatz im Hauptort per Handerheben ab , das Mehr wird meist per Blick in die
Runde der Anwesenden geschätzt und das nennen wir DIREKTE DEMOKRATIE ) und er zeigte sich tief beeindruckt........
Für mich ist klar dass er das Elefantenstatement nicht ohne Hintergrund publik machte.... 🙂 🙂 🙂 🙂
.......ein weiser Mann...... 🙂 🙂 🙂
lg.........................BMW
Im Kanton Appenzell besuchte er die Landsgemeinde (einmal im Jahr stimmen die Stimmbürger über alle
politischen Geschäfte auf dem Hauptplatz im Hauptort per Handerheben ab , das Mehr wird meist per Blick in die
Runde der Anwesenden geschätzt und das nennen wir DIREKTE DEMOKRATIE ) und er zeigte sich tief beeindruckt........
Für mich ist klar dass er das Elefantenstatement nicht ohne Hintergrund publik machte.... 🙂 🙂 🙂 🙂
.......ein weiser Mann...... 🙂 🙂 🙂
lg.........................BMW
@mitglied19210: "Follow the science" hat sich spätestens seit Corona als sehr fragwürdig erwiesen. Mehr sage ich nicht dazu. Und zur Trophäenjagd schon gar nicht.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
generell der Anteil an Jagdtourismus an den Gesamteinnahmen durch den Tourismus in einem Land ist lächerlich gering. Trophäenjagd ist eindeutig nicht die zu präferierende Maßnahme für den Wildtierschutz in Afrika.Wir kommen etwas vom Elefanten-Botswana-Deutschland-Thema ab, aber nun gut. Für Namibia gesprochen sind etwa 0,3 % der Touristen Trophäenjäger, die etwa 3 Prozent der touristische Einnahmen generieren. Also rein finanziell gesehen ist ein Trophäenjäger im Durchschnitt 10x wertvoller als ein normaler Tourist . Daraus kann man rein finanziell durchaus dafür plädieren (neben der Tatsache, dass natürlich weniger Reisende insgesamt weniger Druck auf die Natur, die Infrastruktur usw ausüben), dass es dringend geboten ist die Trophäenjagd massiv auszubauen (wobei der Markt der Trophäenjäger doch ziemlich endlich scheint und meiner Erfahrung nach nicht viel weiter ausgebaut werden kann, es sei denn dass z. B. die Chinesen oder Inder die Trophäenjagd für sich entdecken)
Lokal begrenzt kann es aber eben (noch) die einzige Maßnahme sein, um überhaupt Einnahmen mit Wildtieren zu generieren.Das "noch" ist vielerorts, gerade in Conservancies, wohl nicht zu ändern. Es ist ein bleibender Zustand. Wie willst Du dem Elefanten im Kaokoveld mehr Wert durch normale Touristen geben? Dann müsste die entlegenen Regionen, die ja gerade von ihrer Einsamkeit leben, dem Druck von zigtausend mehr Fototouristen pro Jahr ausgesetzt werden können. Das halte ich für praktisch unmöglich (es sei denn der Staat kommt auf die Idee alles Straßen dort zu asphaltieren, überall Strom hinzulegen, alle Gebiete mit Wasser zu versorgen) und auch nicht zielführend. Die Trophäenjagd ist insgesamt ein wichtiger Teil des namibischen Tourismus, in bestimmten Gebieten, aber auch eben der entscheidende Teil. Wenn man den klassischen Kaokoveld-Reisenden (Camper) mal als Beispiel nimmt, müssten pro Trophäenjäger vor Ort 35 Camper extra kommen um die gleichen Einnahmen zu generieren (Grundlage: €100 pro Camper pro 5 Tage vs. normaler Trophäenjäger (kein Großwildjäger) mit €300 pro Tag zzgl. Trophäengebühren von durchschnittlich 4 Trophäen in 5 Tagen á durchschnittlich € 500 = €3500). Ich möchte weder das eine noch das andere Extrem, also halte ich insgesamt den aktuellen Mittelwert für wirtschaftlich (!) und naturschutztechnisch ziemlich sinnvoll. Ich sehe nicht, wie man kurz- bis mittelfristig, insbesondere in solchen Gebieten, ohne die bezahlte Jagd den Wildtierschutz verbessern kann. Zumal wir, also z. B. das von der Elefanten-Überpopulation bedrohte Botswana, nicht vor der Frage stehen ob man die Jäger auch durch Fotoreisende ersetzen kann, sondern es schlichtweg darum geht, dass es tausende Elefanten zu viel für die Natur sind und man diese loswerden muss. Das kann wie früher durch Culling für Fleisch geschehen oder eben (zu kleinen Teilen) durch regulierten Jagdtourismus (dafür muss dann aber auch die Trophäeneinfuhr erlaubt bleiben) oder eben dadurch, dass man 20.000 Elefanten nach Deutschland schickt 😉
Besten Gruß
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!