Planungshilfe: Etosha Ost - und dann?

8 Antworten · 1’495 Aufrufe · gestartet 23. Nov. 2023 von madmaddin
Antworten
Themenstarter153 Beiträge · seit 201123. Nov. 2023 ·
Liebe Fomis und erfahrenen NAM Experten,

wir planen im Mai/Juni 2025 unsere Tour mit 2 Kindern (dann 3,5 und 5,5 Jahre) nach Namibia.
Angedacht ist s ca. 3 Wochen (eher PLUS / weniger MINUS 2 Tage) mit Dachzelten (ggf. ergänzt mit Bodenzelten) unterwegs zu sein.

Grundsätzlich steht unsere Route gedanklich und von den Unterkünften her auch schon.
Am ein oder anderen Spot sind wir uns noch nicht ganz schlüssig, ob wir einen Tag länger dranhängen, aber das sind für uns erstmal noch Details, die wir im Laufe der weiteren Planung anpassen werden.

Was uns nun gerade ein wenig ins Stocken geraten lässt, ist der Part unseres derzeit letzten Stopps nach ca. 12 Tagen am östlichen Ausgang von Etosha (Onguma).

Unsere Unterkünfte bis dahin (in Klammern Übernachtungsanzahl und Art):
-- Windhoek (1) (FEST)
-- Bagatelle Kalahari (2) (CAMP)
-- Little Sossus Campsite (1) (CAMP) (Ausflug > Sossusvlei nach Übernachtung)
-- Camp Gecko (1) (CAMP)
-- Sophia Dale (2-3) (FEST) (u.a. Little5)
-- Spitzkoppe Campsites (CAMP) (1-2)
-- Vreugde Guestfarm (2-3) (FEST) (inkl. 1x Tagesausflug Etosha)
-- Onguma Camp (1-2) (CAMP)
[…]

Prinzipiell hatten wir ursprünglich die Idee danach durch den Caprivi Streifen bis zu den Victoria Fällen (Traum meiner Frau!) 😎 zu fahren und den Wagen „oneway“ dort abzugeben und mit einem Gabelflug zurückzufliegen.
Gerade sind wir aber echt verunsichert, ob die restliche Zeit von gut einer Woche nicht zu zu viel langweiliger Fahrerei mit langen Etappen (mehr als 3 Std. reine Fahrzeit) führt. 😐
Auch das zusätzliche Malaria Risiko verunsichert uns vor allem mit Blick auf unsere Kids. Darüber hinaus haben uns die bis jetzt gefundenen Unterkünfte nicht überzeugen können. Gerade im Malaria Gebiet würden wir tendenziell eher zu festen Unterkünften anstatt zum Dachzelt neigen. Zu hohe Preise und fehlende Familienunterkünfte verkomplizieren das aber zusätzlich.
Nichtsdestotrotz würde uns ein Abstecher in eine grünere Vegetation bzw. „ans Wasser“ (Hippos / Krokodile) schon reizen.
Grundsätzlich ist es für uns übrigens kein Thema mal einen Tag für eine längere Strecke im Auto zu verbringen….wir haben aber in unserer Planung bis zum Ende Etosha versucht möglichst die 3 Std. reiner Fahrzeit zwischen Standortwechseln nicht sonderlich zu überbieten. Derzeit ist da bei uns nur eine lange Fahrt (Spitzkoppe > Richtung Etosha) als Ausreißer dabei.
Unsere Kids sind in der Regel sehr umgängliche „Beifahrer“. 😎

So jetzt kommt Ihr endlich ins Spiel.
Wir sind uns klar, dass jeder seine ganz eigenen Vorstellungen hat und die Geschmäcker und Vorlieben verschieden und individuell sind…und das ist auch gut so!
Von daher werden wir Ratschläge, Vorschläge, Kritikpunkte auch in keinster Weise weder persönlich nehmen noch kritisieren.
Wir möchten uns schlichtweg inspirieren lassen und Eure Meinungen in unserer weitere Planung berücksichtigen. 😘

Unsere Fragen:
a) Würdet Ihr Euch den Weg bis zu den Vic Falls bei einem Zeitpolster von rund 7 Tagen antun?
b) Falls ja, was wären Eure Unterkunftsempfehlungen?
c) Einschätzung: Ist man mit Blick auf Malaria in geschlossenen Unterkünften überhaupt besser geschützt als im Dachzelt?
d) Wohin würdet Ihr (ab Etosha Ost) einen Abstecher an den Kavango machen um eine andere, grünere Vegetation und idealerweise Hippos / Krokodile zu sehen?
e) Gesponnen: Gibt es eigentlich eine Möglichkeit mit einem kleinen Flieger von Etosha zu den Vic Falls zu kommen (Tagesausflug oder mit einer ÜN)? Ich habe leider nichts dazu gefunden.

Sollte uns nach Eurem Input der ganze Aufwand für die Fahrt in den Norden zu viel sein, wird es wohl zum Ende hin Waterberg, Okonjima,… oder so werden. Aber mal sehen…

Schon jetzt bedanken wir uns im Voraus für Eure Hilfe, Eure Infos, Eure Ideen und Eure Kommentare.

Viele Grüße aus dem Ruhrgebiet
Martin + 3
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
33,2k Beiträge · seit 200623. Nov. 2023 ·
Hallo Martin + 3,
a) Würdet Ihr Euch den Weg bis zu den Vic Falls bei einem Zeitpolster von rund 7 Tagen antun?
One-Way ist das kein Problem, wobei ich den Wagen in Katima Mulilo oder Kasane abgeben würde um mir die lästige Mietwagenüberfahrt nach Simbabwe zu ersparen. Von Katima oder Kasane gibt es Shuttles oder Touren zu den Vicfalls (1 Tag, 2 tage etc).
b) Falls ja, was wären Eure Unterkunftsempfehlungen?
Beispielsweise bieten alle Unterkünfte der Gondwana Collection auch Familienzimmer für bis zu 4 Personen an, d. h. dort oben Hakusembe, Namushasha, Zambezi Mubala und Chobe River Camp. Aber eigentlich macht ihr mit keiner Lodge da oben so richtig was falsch, die meisten haben ihren Reiz und sind gut und sehr viele bieten Familienzimmer.
c) Einschätzung: Ist man mit Blick auf Malaria in geschlossenen Unterkünften überhaupt besser geschützt als im Dachzelt?
Nö, warum? Die Moskitos (es sind eh immer sehr wenige) sollten ja nicht im Zimmer/Zelt sein. Entweder gut schützen (Peaceful Sleep etc) odr Prophylaxe nehmen.
d) Wohin würdet Ihr (ab Etosha Ost) einen Abstecher an den Kavango machen um eine andere, grünere Vegetation und idealerweise Hippos / Krokodile zu sehen?
Shametu, Riverdance etc.
e) Gesponnen: Gibt es eigentlich eine Möglichkeit mit einem kleinen Flieger von Etosha zu den Vic Falls zu kommen (Tagesausflug oder mit einer ÜN)? Ich habe leider nichts dazu gefunden.
Ja, ist nur sau teuer. Rechne mal mit 5000 NAD die Flugstunde und der Flieger ist von Windhoek nach Etosha nach Vicfalls und das ganze zurück sicher einige Zeit unterwegs. Ihr könntet aber von Ost-Etosha schnell nach Windhoek zurück und dann von dort nach Vicfalls fliegen. Ab Anfang APril gibt es täglich einen Flug.

Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
171 Beiträge · seit 202024. Nov. 2023 ·
a) Würdet Ihr Euch den Weg bis zu den Vic Falls bei einem Zeitpolster von rund 7 Tagen antun?
One Way: Ja!

b) Falls ja, was wären Eure Unterkunftsempfehlungen?
Ndhvou Safari Lodge
Namushasa Camping2go
Chobe River Camp

d) Wohin würdet Ihr (ab Etosha Ost) einen Abstecher an den Kavango machen um eine andere, grünere Vegetation und idealerweise Hippos / Krokodile zu sehen?
Ich würde die lange Fahrt nur machen, wenn das Ziel die Victoria Fälle sind
Themenstarter153 Beiträge · seit 201110. Jan. 2024 ·
Zunächst einmal vielen Dank für Eure Rückmeldungen Hella und Christian.

Vorab: Wir werden die Vic Falls Tour wohl von den Flugpreisen und den zusätzlichen Kosten für die One-Way Miete abhängig machen.

Jetzt gerade sind wir allerdings noch mal bzgl. der Reisezeit etwas unschlüssig.
Da wäre ein wenig Input von Euch noch mal hilfreich.

Noch einmal zur Erinnerung:
2 Erw., 2 Kinder (*07-2021 und *09-2019), Dachzelte (65% Dachzelt / 35% feste Unterkünfte)

Die grobe Tour:
WDH
Kalahari
Sossusvlei
Swakopmund
Spitzkoppe
Etosha
an den Cubango
ab da dann entweder
"Variante 1" mit ca. 7 Tagen bis zu den Vic Falls (one way) oder
"Variante 2" mit ca. 7 Tagen am Okanvango Delta entlang bzw. durch Moremi über Botswana zurück nach WDH

a) Mai/Juni 2025 haben wir mit Blick auf die Temperaturen in der Nacht fast schon wieder verworfen. Oder seht Ihr das anders?
b) März 2025 haben wir aktuell noch im Hinterkopf, da nach den Winterferien und vor den Osterferien
c) aktuell spielt meine Frau mit den Gedanken schon in diesem Jahr, konkret im November 2024 (auf jeden Fall vor den Winterferien) zu fliegen

Wo seht Ihr Vor- / Nachteile oder gar Probleme bei den 6 möglichen Kombinationen:
Wir sind vor allem bzgl. Temperaturen im Zelt und bzgl. der Wasser- / Überflutungssituation im Norden unsicher,
V1a, V1b, V1c
bzw.
V2a, V2b, V2c

Wir bedanken uns im Voraus ganz lieb bei allen, die uns helfen.

Liebe Grüße
Martin + 3 🙂
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 10. Jan. 2024
Themenstarter153 Beiträge · seit 201116. Jan. 2024 ·
Eine kurze Info an alle, die mitlesen:
Wir haben uns dazu entschlossen den Norden wegzulassen und stattdessen hier und da eine Nacht einzubauen.
Nach Onguma werden wir uns langsam Richtung WDH machen.

Im Erongo Gebiet wollen wir aber noch einen Zwischenstopp für 2-3 Nächte einlegen.
Falls es noch gute Tipps für Locations mit Kids für ein paar Tage südlich Etosha gibt, dann gern her damit. 🙂

Zeitraum wird wohl Ende Feb/Mar 2025 werden.

Danke nochmal an alle für die Rückmeldungen.

Unsere finale Tour werden wir dann zeitnah hier einstellen. :-*
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
16,9k Beiträge · seit 201216. Jan. 2024 ·
Heute schon die Suchfunktion genutzt? 🤩
zuletzt bearbeitet 14. Juni 2026
670 Beiträge · seit 202316. Jan. 2024 ·
Ich kann noch nicht aus Erfahrung sprechen, dir aber sagen, wie unser Plan nach Etosha Ost für dieses Jahr ist:

Wir bleiben erst noch eine Nacht auf Aloegrove, wollen dann am nächsten Tag zum CCF und bleiben dann noch 2 Tage auf der Otjisazu Guestfarm. Unsere Kinder sind dann 9 und 12 und ich hoffe, dass wir damit einen schönen Urlaubsausklang für alle haben werden.

LG und viel Spaß beim Planen
Themenstarter153 Beiträge · seit 201116. Jan. 2024 ·
Hallo Logi, Hallo Melanie,

Danke für die Vorschläge.
Da wir uns Nahe Waterberg aufhalten wollen, könnte Aloegrove zumindest von der Verortung dort ganz gut passen. Ich muss mir das mal genauer ansehen. Danke Melanie!

Falls noch jemand einen Tipp in der Ecke hat, freuen wir uns sehr.

@Logi: Wir mögen es auch authentisch. Von daher sind wir für solche "Geheimtipps" immer sehr offen.
Hast Du ggf. noch mehr solcher Tipps entlang unserer Route oder drumherum? 😗

Prinzipiell wollen wir Dachzeltübernachtungen und feste Unterkünfte möglichst abwechselnd einplanen.

LG
Martin +3
https://www.namibia-forum.ch/forum/10-reiseberichte/305899-nam-mit-zwei-kleinkindern-im-dachzelt-maerz-2025.html
zuletzt bearbeitet 16. Jan. 2024
1’821 Beiträge · seit 200816. Jan. 2024 ·
Hallo Martin,
Ich kenne beide von Melanie genannten Unterkünfte und kann sie bestens empfehlen. Sind allerdings keine klassischen Gästefarmen, wo die Eignet mit den Gästen essen. Aber trotzdem sehr persönlich!
Ich würde, wenn ich aus Etosha komme, allerdings 2 Nächte in Aloegrove verbringen, die Anfahrt ist recht mühselig und lang, und nur 1 Nacht in Otjisazu. Von da kann man, wenn man will, auch „hintenrum“ zum HKIA fahren. Das lohnt natürlich nur, wenn man das Auto am Flughafen oder bei SCR abgibt.
Haasenhof kenne ich auch, da hat es mir nicht so besonders gefallen . Ich denke, dass das daran lag, dass etliche Bekannte der Farmer aus Deutschland zu Besuch waren und ich als einziger „Fremder“. Ich kam mir ein wenig wie das 5.Rad am Wagen vor.
Am Waterberg kenne ich noch die Waterberg Guest Farm, die hier neulich aber als unpersönlich beschrieben wurde. Mein Besuch liegt 9 Jahre zurück.

VG und viel Spaß beim Planen
Boris