freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201123. Okt. 2023 · #1
Nach dem Zweiteiler in ARTE hier ein weiterer Film über die schlimmste Auswirkung des deutschen Kolonialismus in Namibia.
LG freshy
Liebe Freunde und Unterstützer der EineWelt-Gruppe, am Mittwoch, den 15. November um 19.30 Uhr wird die EineWelt-Gruppe in Kooperation mit dem KULTURWERK WALDENBUCH im Forum der Oskar-Schwenk-Schule, Schulstraße 2 den Film: "Der vermessene Mensch" präsentieren – ein Film zu einem besonders dunklen Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte.
Der Spielfilm markiert den Höhepunkt und gleichzeitig den Abschluss unserer diesjährigen Informationswoche zum Thema "Deutsche Kolonialgeschichte – vergangen und doch gegenwärtig".
Er ist das neueste Werk des Regisseurs Lars Kraume, der bereits mit Historienfilmen wie "Das schweigende Klassenzimmer" und "Der Staat gegen Fritz Bauer" Erfolge feierte. Seine Weltpremiere feierte er als "Special" im Rahmen der diesjährigen Internationalen Filmfestspiele Berlin und erhielt seitdem ein beeindruckendes und breitgefächertes Medienecho.
Der Film beleuchtet das wohl dunkelste Kapitel der deutschen Kolonialgeschichte - die Vertreibung und Vernichtung der Ovaherero und Nama im damaligen "Deutsch-Südwestafrika". Historiker bezeichnen diese Ereignisse als den ersten Völkermord des 20. Jahrhunderts.
Um die Bedeutung des Films und der deutschen Kolonialgeschichte näher zu erläutern, wird Frau Dr. Fiona Siegenthaler, Afrika-Referentin des Linden-Museums Stuttgart, in die Historie des Films einführen und die anschließende Diskussion leiten.
Der Eintritt ist frei, Spenden aber natürlich willkommen.
Wir laden herzlich zu dieser Filmvorführung ein. Viele Grüße Burkhard Wolf, EineWelt-Gruppe Waldenbuch📎 Kinoplakat.pdf
Was soll man damit? Die Realität sieht anders aus als solche Machwerke.
Tinochika1'651 Beiträge · seit 201425. Okt. 2023 · #4
Hajo52 schrieb:Was soll man damit? Die Realität sieht anders aus als solche Machwerke.
Hallo Hajo, könntest Du vielleicht kurz erklären, was Du damit meinst? Danke. Liebe Grüße Tinochika
ONS LEWE BEGIN WAAR DIE TEERPAD EINDIG
Den Wolken zwei Tage voraus, Fiffi zeigt Tinochika Heimat, Rock and Roll mit Tinochika 2016, Tinochika, Waltzing Mathilda KTP 17,Mit Tinochika vom Kaokoveld in Löwenwelt,Tinochika mit dem Rollenkoffer,Tinochika, 32 Tage im KTP, Die Tinochikas! Hier parkste richtig.
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Danke Christian, aber leider ist man in den deutschsprachigen Regionen Europas all zu häufig nicht in der Lage zu differenzieren, oft aufgrund fehlenden Wissens. Es ist auch so schön sich vor dem Fernseher mit allem Müll beim gemütlichen Bierchen berieseln zu lassen. Dann kommen noch dreckschleudernde Filmemacher mit natürlich den "richtigen" ideologischen Voraussetzungen, die viele solcher Machwerke zusammenklittern. Vor allem in Zusammenhängen die sachlich überhaupt weder passen noch für Informierte schlüssig sind. Das was mir in den 60iger Jahren noch lebende alte Damaras und Hereros, unabhängig von den da noch lebenden Schutztrupplern, erzählten, steht häufig detrimental zum Weltbild, das solche Leute im Weltverbesserungswahn des Zeitgeistes produzieren. Weil ihnen niemand widerspricht, da sofort ein Riesengeschrei ihres ideologischen Gefolges einsetzt. Wir haben keine Veranlassung, unsere Vorfahren, die bereits vor der Jahrhundertwende nach DSWA kamen und das Land aufbauten zu dem was es heute ist, mit Niedertracht verunglimpfen zu lassen. Hajo
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
travelNAMIBIA schrieb:Das solche Filme und Dokumentationen zu dem Thema aus deutscher Sicht sehr häufig einseitig sind, zeigte sich ja kürzlich bei der NDR-Doku und der Reaktion darauf (https://www.namibia-forum.ch/forum/17-news/288725-tv-tipp.html)...
Der Film hat sicherlich Schwächen und Fehler. Aber die Intention, auf die Verbrechen während der Kolonialzeit hinzuweisen, ist aller Ehren wert. Das hätte man natürlich besser machen können.
Aber die Aussage
Hajo52 schrieb: Wir haben keine Veranlassung, unsere Vorfahren, die bereits vor der Jahrhundertwende nach DSWA kamen und das Land aufbauten zu dem was es heute ist, mit Niedertracht verunglimpfen zu lassen. Hajo
ist angesichts der unstreitigen Verbrechen deutscher Kolonialisten, ob man sie nun als "Völkermord" bezeichnen will oder nicht, mehr als gewagt und sollte hier nicht unwidersprochen bleiben.
Gruß Ralf
freshyThemenstarter3'883 Beiträge · seit 201125. Okt. 2023 · #9
Hajo52 schrieb:Was soll man damit? Die Realität sieht anders aus als solche Machwerke.
Hallo Hajo, hast du diesen Film gesehen? Falls ja, beschreibe bitte konkret, wieso du ihn für ein "Machwerk" hältst.
Du schreibst: "Dann kommen noch dreckschleudernde Filmemacher mit natürlich den "richtigen" ideologischen Voraussetzungen, die viele solcher Machwerke zusammenklittern." Falls du den Film nicht gesehen hast, wäre das aus meiner Sicht eine unsachliche, ja, bösartige Unterstellung.
In der Ankündigung heißt es: Um die Bedeutung des Films und der deutschen Kolonialgeschichte näher zu erläutern, wird Frau Dr. Fiona Siegenthaler, Afrika-Referentin des Linden-Museums Stuttgart, in die Historie des Films einführen und die anschließende Diskussion leiten.
Schade, dass du so weit weg wohnst, denn du hättest bei dieser Veranstaltung die Möglichkeit, deine Sicht der Vorkommnisse vorzutragen. Ich bin jedenfalls sehr gespannt auf den Film und die anschließende Diskussion.
Kolonialisierung zu Zeiten der Kolonialzeit hatte etwas zu tun mit Erweiterung des Lebensraums, Entdeckertum, Heldentum, Wirtschaftswachstum, Welt-Machtzuwachs, Selbstvergewisserung der "Höherwertigkeit"
Kolonialisierung in der Nachschau ist verbunden mit Landwegnahme, Vertreibung, Unterdrückung, Entrechtung, Versklavung, Vergewaltigung, Mord (teilweise Völkermord), Rassismus, Ausbeutung
Hajo52 schrieb: Wir haben keine Veranlassung, unsere Vorfahren, die bereits vor der Jahrhundertwende nach DSWA kamen und das Land aufbauten zu dem was es heute ist, mit Niedertracht verunglimpfen zu lassen. Hajo
Deine Sichtweise erscheint mir in die aktive Kolonialzeit zu gehören. Vielleicht hilft es, wenn Du Dir mal vorstellen würdest, wie es ist wenn eine fremde Macht Dir persönlich Deine Lebensgrundlage entreisst, Deine Angehörigen verschleppt und Dich mit dem Tode bedroht und Dich jahrelang erniedrigt. Eventuell hättest Du hinterher eine andere Auffassung von Kolonialisierung. Da helfen dann auch keine abweichenden Einzelmeinungen, die den technologischen Fortschritt loben, die die Kolonialherren mitbrachten.
PS: Hab grade gesehen, dass Du in Swakobmund lebst. Du wirst sicherlich mehr über die Deutsch-Namibische Geschichte Bescheid wissen als ich. Das macht es mE trotzdem nicht besser. Ich habe den Film nicht gesehen, sondern kommentiere hier nur isoliert den oben zitierten Satz im Lichte der deutschen Kolonialisierung.
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201625. Okt. 2023 · #11
Nicht wenige Länder, darunter u.a. Afrika, Australien und der Amerikanische Kontinent wurden erst durch Einwanderer zu dem, was sie heute sind. Die Ureinwohner sind allerdings über Jahrtausende ohne die Einwanderer, die ihnen einen Status irgendwo zwischen Ungeziefer und nicht ganz menschlich und damit wahlweise zu vertreiben, zu versklaven oder schlicht umzubringen, zugewiesen haben, auch ganz gut zurechtgekommen. In North Sentinel Island wurde erfreulicherweise bislang darauf verzichtet, die doch recht wehrhaften Einwohner zu "zivilisieren" und ihnen den angestammten Lebensraum kurzerhand abzuknöpfen und ein Luxusresort, eine Kokosplantage oder was auch immer draus zu machen. Andere indigene Völker hatten nicht so viel Glück.
Lieber JP K, ich werde mal versuchen Deine klugen Worte mir zu Herzen zu nehmen und in wenigen Sätzen umfassend zu antworten. Man lebt halt in zwei Welten, und erlebt in D´land die einmalig aufregende Transformationsphase vom Bösmenschen zum Gutmenschen und Weltenretter. Nun kommt nach der vermeintlichen Coronarettung der CO2 Schwindel hinzu.
Über substanzlose Phrasen und Thesen über die Kolonialphase vor mehr als 100 Jahren kann man in dieser Situation eigentlich nur noch ein müdes Lächeln zustande bringen, u.a. besonders über den Zeitgeist-Begriff "Vergewaltigung". WO bitte hat die Schutztruppe vergewaltigt? Ganz einfach: Bitte bringe Beweise! Das können nicht einmal die Pseudohistoriker mit dicken fetten deutschen Professorentiteln. Das sind ausschließlich Behauptungen. Nun mal zu Logik und Realität (die meisten Menschen sind unfähig, sich in die damalige Zeit hinein zu denken): Bitte schaue Dir doch erst einmal die erotischen Bilder zur Wende des vorigen Jahrhunderts an. Mehr brauche ich nicht zu sagen, die alten Schutztruppler hatten dazu ihre ganz eigene Meinung.
Aber schon die Überschrift sagt alles aus zur wahrlich kreativen linken Blase und seiner ebensolchen Märchenwelt. Dazwischen liegt eine Strafanzeige vom Sohn eines iranischen Asylbewerbers aus dem Bundestag. Es war genau diese linke Blase nichtdeutscher Herkunft die gewisse Herero- und Namakreise in NAM aufgewiegelt hat zu Genozidforderungen und Verunglimpfungen. Jemand, der die Hand beißt die ihn gefüttert hat. Per Zufall bin ich im Besitz der Weißbücher des Hereroaufstandes und des Namaaufstandes. Die genau das widerlegen was angebliche Historiker der linken Blase, u.a. an der Uni Freiburg, an oberschlauen Thesen von sich geben.
In Karibib, wo ich aufwuchs, hatten wir in den 1960iger Jahren einen damals alten Mann vom Stamme der Damaras. Es war unser alter Schuster Hans. Hans war einer der Damaras, den die deutsche Schutztruppe aus der Versklavung durch die Herero befreit hatte. Einer der Schutztruppler hatte ihn hinterher aufgenommen und das Schusterhandwerk beigebracht. Er hatte seine armselige Werkstatt in einer Zelle des damals leerstehenden Gefängnisses aus deutscher Zeit. Sprach tadelloses Deutsch. Uns Kindern erzählte er immer aus der alten Zeit. Er konnte genau sagen, welcher Hererofamilie er als Sklave gehörte, statt eines Brandzeichens hatten sie ihm die Hälfte des linken kleinen Fingers abgehackt. Er pries die deutschen Schutztruppler in höchsten Tönen, die ihm die Freiheit gebracht hatten. Und den Damaras auch, die sich überall zum Schutz in die Berge zurück gezogen hatten aufgrund des Terrors durch Nama und Hereros (die Damara haben selbst ihre eigene Sprache verloren). Es sind genau diese Dinge, und das Verbot des Terrors gegen die Damara durch die Kolonialverwaltung, die tatsächlich zum Hereroaufstand führten.
Wir können gerne diskutieren. Auf Augenhöhe. Aber dazu müssen manche Leute noch ganz schön wachsen. Aber lassen wir es dabei. Dieses ist ein Reiseforum. Gruß, Hajo
Hajo52 schrieb: einen damals alten Mann vom Stamme der Damaras.
Das war ja nicht nur bei Euch so. Um ein etwas bekannteres Beispiel zu nennen: die Swakopmund Tannery. Dort waren ebenfalls ausschließlich nur Damara angestellt - und das hatte auch einen unschönen geschichtlichen Hintergrund. Es wäre auch gar nicht möglich gewesen, die zusammen mit den Herero arbeiten zu lassen.
@Hajo, ich forsche nicht über namibischen Geschichte, da bin ich kein kompetenter Gesprächspartner. Ich gehe davon aus, dass Du und andere Namibier, die geschichtlich relevante Quellen besitzen, diese Dokumente den Historikern zur Verfügung gestellt habt, so dass alle die gleiche Informationsausgangslage haben. Diese Historiker schreiben Bücher und veröffentlichen im Internet, dies ist mir zugänglich. Wenn die Historiker und auch die deutsche Bundesregierung zu anderen Schlussfolgerungen kommen als Du, dann hast Du für mich ein Glaubwürdigkeitsproblem. Dass deutsche Kolonisten nichts als Gutes nach Namibia gebracht und die Afrikaner vor sich selbst geschützt haben sollen (so liest sich Deine Replik jedenfalls), widerspräche jeder historischen Schlussfolgerung über Kolonialisierung in den Geschichtsbüchern.
JP K schrieb:@Hajo, ich forsche nicht über namibischen Geschichte, da bin ich kein kompetenter Gesprächspartner. Ich gehe davon aus, dass Du und andere Namibier, die geschichtlich relevante Quellen besitzen, diese Dokumente den Historikern zur Verfügung gestellt habt, so dass alle die gleiche Informationsausgangslage haben. Diese Historiker schreiben Bücher und veröffentlichen im Internet, dies ist mir zugänglich. Wenn die Historiker und auch die deutsche Bundesregierung zu anderen Schlussfolgerungen kommen als Du, dann hast Du für mich ein Glaubwürdigkeitsproblem. Dass deutsche Kolonisten nichts als Gutes nach Namibia gebracht und die Afrikaner vor sich selbst geschützt haben sollen (so liest sich Deine Replik jedenfalls), widerspräche jeder historischen Schlussfolgerung über Kolonialisierung in den Geschichtsbüchern.
@JP K Ich möchte Dir Deinen Weltblick und Dein Anhängen am Zeitgeist, wie man ihn auch immer betrachten mag, nicht streitig machen, wenn Dich dieser beglückt. Ideologisierenden Narren unter Pseudohistorikern, mit und ohne Professorentitel, deren Intelligenz schon mit dem Lesen, geschweige Interpretieren, alter Archivdokumente überfordert ist, stellt man kein Material zur Verfügung, sondern man läßt sie eines Tages als solche sterben. Denn es wäre wie Perlen vor die Säue zu werfen. Glaube mir, auch die deutsche Geschichte geschrieben durch die Sieger, wird eines Tages neu geschrieben werden von anderen Generationen.
Der rheinische Missionar, Dr. Heinrich Vedder, hat die Geschichte der Völker Südwestafrikas damals erforscht und aufgeschrieben. Es gab 50 Jahre Krieg bevor die Deutschen kamen. Und die großen Verlierer waren die Damara, die sich zum Überleben in die Berge zurück zogen. Von den Nama wurden sie deshalb als Klipkaffern bezeichnet, ein Begriff den es bis heute gibt.
Der namibische Präsident Geingob, selbst ein Damara, weiß ganz genau daß die Deutschen den Ausrottungsfeldzug gegen seine Vorfahren beendet haben. Nur sitzt er heute im Kreuzfeuer zwischen Weltenrettern, Gutmenschen, den Herero/ Nama, und einer grünideologischen geldspeienden Bundesregierung, deren Steuerzahler-Euro er für sich und sein Land gewinnen kann. Was glaubst Du wohl weshalb tut er sich so schwer, sich für diesen Mist vor den Karren spannen zu lassen, worüber sich die geldgeilen Herero und Nama beschweren, alle jene, die sich bereits heute als Euro-Millionäre wähnen?
Vermutlich beruht das Glaubwürdigkeitsproblem bei uns beiden auf Gegenseitigkeit. Ich glaube, man hat den Höhepunkt im Leben erreicht, wenn es einem egal ist was andere über einen denken. Mir geht es jedenfalls so. Gruß Hajo
TAtacitus1'127 Beiträge · seit 202226. Okt. 2023 · #20
Hajo52, deine gerade wieder Diskussionen befeuernden Texte sind derartige Rundumschläge, dass man ganz schwindlig wird. Da werden so viele Themen angerissen, die auch gar nicht kausal zusammenhängen und mit so radikaler Sprache, dass du wohl nicht wirklich argumentierte Antworten erwartest, oder? Ein Unrecht durch ein anderes zu legitimieren funktioniert nicht. Auch nicht der Anspruch auf Inhaberschaft absoluter Wahrheit. Eine Auswahl, mit meinem Senf dazu.
Geschichtsklitterung (sic)? Klar gibt es das. Aber aus allen Ecken des weltanschaulichen Spektrums. Schlampig/einäugig blinder Journalismus? Gibt es (siehe NDR-Reportage oben), aber es gut auch seriösen. Uninformierte oder desinteressierte Leserschaft? Ja, gibt es, aber GsD auch das Gegenteil. Ist der Film, der dich (ohne ihn gesehen zu haben) so in Rage bringt schlecht? Vielleicht. Aber interessierte Menschen bilden sich ihre Meinungen selber. Die kolonialen Eroberungen und deren Verwaltung ein zivilisatorisches Projekt? Sicher nicht. Wurden die Kolonien „entwickelt“? Viele ja, im wirtschaftlichen Sinn, manche mehr aber manche auch gar nicht. Wer hatte mehr davon, die Kolonisierten oder die Kolonialisten? Ist evident. PS17:20 Haben die "Entkolonisierten" des Beste draus gemacht? Leider vielfach nicht, wirtschaftlich und gesellschaftlich, aber viele haben wenigstens ihre Menschenwürde wiedergewonnen. Die Benennungen damaliger Verbrechen (heute) eine „Verunglimpfung“ MANCHER (nicht unserer) Vorfahren? Keineswegs, die Nichtbenennung wäre unredlich. mM und Grüße
Die Phantomschmerzen bei zeitverzögerter Wahrnehmung und Aufarbeitung unserer neueren Geschichte, kommen mir ziemlich bekannt vor. „Unser“ Waterberg, Haifisch Insel usw. sind viel jüngeren Datums und unvergleichlich größerer Dimension. Und wie und wie rasch wurde das alles unter den Tisch gekehrt. Von ein paar exemplarischen Prozessen mal abgesehen, wobei D viel mehr getan hat als A. Schwerst belastete Täter nahmen ihr ziviles Leben bald wieder auf, so als wäre nix passiert. „Man soll doch diese alten Geschichten endlich (!) ruhen lassen“ hieß es und die Aufdecker wurden als Nestbeschmutz denunziert usw., usw. Das alles sind Aufgaben für Generationen und es geht erst, wenn überhaupt, NACH Generationen. Also passt das schon, jetzt Filme darüber zu drehen, Bücher darüber zu schrieben usw. wobei wir uns beide sicher nur seriös recherchierte wünschen.