Kinotipp: Der vermessene Mensch

3 Antworten · 776 Aufrufe · gestartet 24. März 2023 von Beatnick
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33,1k Beiträge · seit 200624. März 2023 · #2
Ich fand den Film inhaltlich gut, aber man merkt halt, dass es sich um einen deutsche "Billig"produktion handelt. Das lässt das Thema, wie ich finde, nicht angemessen dargestellt. Mit mehr Geld hätte man sicher eine echtere Atmosphäre schaffen können.

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter1'712 Beiträge · seit 201624. März 2023 · #3
travelNAMIBIA schrieb:Ich fand den Film inhaltlich gut, aber man merkt halt, dass es sich um einen deutsche "Billig"produktion handelt. Das lässt das Thema, wie ich finde, nicht angemessen dargestellt. Mit mehr Geld hätte man sicher eine echtere Atmosphäre schaffen können.
Hi Christian,

das stimmt schon sicher auch, es gab im Anschluss eine Diskussion mit dem Regisseur und auch Fragen / Anmerkungen in diese Richtung. Ich konnte seinen Argumenten aber folgen und bei mir und Thomas hat das teilweise ja fast schon kammerspielhafte mit dem Fokus auf den Hauptprotagonisten auch verfangen. Der Film ist in meinen Augen auf jeden Fall sehr emotionalisierend und daher zumindest in dieser Hinsicht auch angemessen.

Liebe Grüße,
Betti
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2'048 Beiträge · seit 200725. März 2023 · #4
Hallo Betti,
ich konnte die Afrikapremiere im Goethe-Institut in Windhuk mit anschließender Diskussion am 1.3.23 besuchen. Der Film ist sicher beeindruckend, aber es ist keine Dokumentation und kann es auch nicht sein.
Die Perspektive des Films aus Sicht eines deutschen Anthropologen in Auseinandersetzung mit der Theorie der (Sozial-)evolution der damaligen Zeit hat mich überrascht und finde ich nicht wirklich gelungen. Die Auseinandersetzung von Dawins Ablehnung der menschlichen Rassen (Decent of Man 1871) und die Rassenideologische Interpretation (nicht nur in Deutschland) steht eigentlich im Mittelpunkt, findet aber nicht wirklich statt. Daher wird auch die Vermessung und das Sammeln von Knochen und Schädeln gar nicht verständlich für heutige Zuschauer.
Ich denke aber, gerade weil es ein low-budget Film ist, kann sich das Ergebnis sehen lassen und kann jedem nur empfehlen sich den Film anzuschauen. Ich fürchte aber, ohne erklärende Diskussion werden ein Großteil der Zuschauer kaum etwas von den Hintergründen verstehen und das trägt nur zu einer allgemeinen Vergangenheitsablehnung bei, wo doch die Auseinandersetzung mit den Gedanken des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jhd. gerade heute sehr wichtig wäre.
Viele Grüße

jaw
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zuletzt bearbeitet 25. März 2023