VÖVönixThemenstarter7 Beiträge · seit 202324. Mai 2023 · #1Hallo zusammen,
wir sind zwei Pärchen Ende 40 und planen für Ende November unsere erste Selbstfahrer-Tour durch Namibia.
Im Etosha wollen wir vermutlich 5 Nächte verbringen, davon 1 im Westen, 2 im Süden (MItte), 2 im Osten.
Wer kann Tips speziell zu Lodges im Westteil des Etosha geben? Ich finde da nicht viel.
Wir mögen am liebsten Tented Camps, ist aber kein Muss. Luxus muss nicht sein, aber klassisches Camping kommt auch nicht in Frage - eigenes Bad und Toilette sind Pflicht. Gute Lage für Tiersichtungen und gerne ein bißchen Adventure-Feeling (also keine Festung) wären prima.
Ich bin für jeden Tip dankbar, durchaus auch bzgl. der übrigen Etosha-Regionen, aber halt besonders bzgl. Westen. 🙂
Viele Grüße
Oli
Sangwali311 Beiträge · seit 201724. Mai 2023 · #2Hallo Oli,
wenn Du nicht allzuweit fahren möchtest, bieten sich für den Westteil des Etosha eigentlich nur das Dolomite Camp
im Park (Tented Camp) oder die Hobatere Lodge außerhalb vor dem Galton Gate an. Zum Dolomite gibt es unterschiedliche Meinungen, da vom NWR betrieben. Wir waren 2018 dort und haben uns sehr wohl gefühlt.
Eine (nicht vollständige) Übersicht über Lodges / Camps in und rund um Etosha (ach südlich und östlich) findest Du u. a. auch hier:
https://www.info-namibia.com/de/regionen/etoschaViel Spaß beim Planen
Robert
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201624. Mai 2023 · #3Hallo,
ich würde den Westen weglassen. Wir waren 1 x dort, kaum Tiersichtungen und die Horbatere Lodge hat uns jetzt nicht vom Hocker gerissen. Ich würde dann lieber eine Nacht Ost verlängern. Oder alternativ noch eine Nacht Nord in der King Nehale Lodge verbringen.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
ALM2'319 Beiträge · seit 201125. Mai 2023 · #4Guten Morgen,
ich kann mich da Gabi-Muc so gar nicht anschließen.
Wir sind jetzt erst Mitte April von West nach Ost quer durch den Etosha NP gefahren.
Die meisten Tiersichtungen hatten wir im West- und Zentralteil; im östlichen Teil fast nix.
Jedoch sahen wir in drei Tagen nur einen einzelnen Elefanten in der Ferne, wohingegen andere Reisende uns von Massen an Elefanten berichtet hatten. So kann es einem ereilen.
Bezüglich fester Unterkünfte bleiben im NP nur jene des NWRs - leider.
Gruß vom Alm
SESeyko1'096 Beiträge · seit 200925. Mai 2023 · #5Mein Senf:
Dolomite hat uns im Mai 21 sehr gut gefallen. Das einzige Camp, wo wir bereits früher als üblich aufbrechen konnten. Das Wasserloch war sehr ergiebig: 4 Löwenbrüder und mehrfach grosse Elefantenherden. Auf dem Weg nach Okaukuejo haben wir im Westteil noch 2 x Löwen gesehen.
Liebe Grüsse
Guido
VÖVönixThemenstarter7 Beiträge · seit 202325. Mai 2023 · #6Hmm, ich sehe schon, wird eine schwierige Entscheidung... Westen weglassen oder mitnehmen.
5 Nächte im Etosha auf drei Unterkünfte aufteilen hieße auf jeden Fall, daß in einer davon nur 1 Nacht verbracht wird, was ich eigentlich eh nicht sooo mag.
Und bislang dachte ich, daß der Osten am "schönsten" sein könnte, mit Fisher's Pan und ggf. Onguma als Unterkunft. Aber jetzt lese ich, daß mancher im Osten kaum Tiersichtungen hatte. Naja, ist halt kein Zoo.
Vielleicht noch irgendjemand mit Erfahrungen zum Zeitraum November/Dezember im Etosha?
Bin ansonsten weiterhin für jede Meinung dankbar. 🙂
konrad171016 Beiträge · seit 202125. Mai 2023 · #7Hi Oli!
Ich würde auf den Westteil verzichten.
Meine Erfahrungen aus den letzten 5 Jahren im Oktober/November sprechen für den Osten um Namutoni. Dort findest Du auf kleiner Fläche viele gute Wasserlöcher (Klein Namutoni, Klein- und Groot-Okevi, Chudop, Tsumcor u.A.). Sollte es schon geregnet haben, sieht man auf den weiten Flächen sehr viel Wild.
Auch Elefanten tummeln sich hier in der Regenzeit v. a. um Tsumcor und Stinkwater.
Ich übernachte immer im Park und finde die NWR-Camps völlig in Ordnung.
Die Anfahrt von Mushara, Onguma usw. braucht Zeit, vor allem am Gate.
Morgens ist das schönste Licht dann fast schon vorbei.
Viele Grüße
Ralf
medienmax42 Beiträge · seit 202025. Mai 2023 · #8Vönix schrieb:
Vielleicht noch irgendjemand mit Erfahrungen zum Zeitraum November/Dezember im Etosha?
Hallo, wir hatten zu dem Zeitpunkt sowohl im Osten als auch im Westen eigentlich gute Sichtungen. Nur im zentraleren Teil war bei uns eher wenig. Wir hatten v.a. auf dem Weg von Okaukujeo nach Olifantsrus viele Elefanten.
Olifantsrus: Mir hat's da eigentlich gefallen, waren aber auch nur eine Nacht per Dachzelt dort.
LG Max
VÖVönixThemenstarter7 Beiträge · seit 202305. Dez. 2023 · #9Hallo zusammen,
ich wollte nur kurz Rückmeldung geben - vielleicht hilft es auch Neulingen.
Wir sind vorgestern aus Namibia zurückgekommen, nach 14 Tagen Rundreise. Im Etosha haben wir 6 Nächte gemacht: erst 2 im Westen (Dolomite), dann 2 in der Mitte (Okaukuejo) und schleßlich 2 im Osten (Namutoni). Dafür, daß "Safari" nicht wirklich im Mittelpunkt dieser Rundreise stehen sollte, war das natürlich recht lange, aber ich konnte mich als Namibia-Ersttäter einfach nicht entscheiden, irgendwas vom Etosha wegzulassen oder abzukürzen.
Das Dolomite-Camp im Westen war insgesamt das schönste dieser drei NWR-Unterkünfte, und wir hatten auch (mit einer Einschränkung) das beste Zimmer mit genialer Aussicht und Privatpool. Die Einschränkung: Bei starkem Regen war das Dach undicht, und es tropfte ausgerechnet ins Bett... Tiersichtungen zu dieser Jahreszeit im Westen nicht besonders viel, aber für den Einstieg völlig ok; einmal besonderes Glück mit drei großen Löwen direkt am Auto und außer uns niemand da. 😎
Okaukuejo im Zentrum lebt ganz klar allein vom Ruf seines Wasserlochs. Zimmer bestenfalls ok (immerhin regendicht), aber definitiv nicht schön; Klimaanlage alt und laut. Essen gerade so ok (wir mußten nicht hungern). Service von "eindeutig ahnungslos und überfordert" bis "ok". Poolbereich hässlich. Jede Menge Gäste, die ich woanders als "Pauschal-Urlauber" bezeichnen würde. Am berühmten Wasserloch an einem Abend 1 Nashorn, am nächsten Abend 5 Nashörner, am nächsten Abend zum Sonnenuntergang 6 Giraffen, alles tolle Erlebnisse und Motive (bei den Nashörnern aber schon sehr dunkel weil nach Sonnenuntergang). Tankstelle hatte am letzten Abend und auch dem kommenden Morgen kein Diesel. Recht gut sortierter Touri-Shop. Andere Wasserlöcher in der Umgebung zu 90% leer, aber unterwegs einige gute Tiersichtungen.
Namutoni im Osten äußerlich ähnlich hässlich (wenn nicht noch hässlicher, besonders der Poolbereich) als wie 😉 Okaukuejo, allerdings deutlich kleiner (angenehmer), und Zimmer (Bush Chalet) offenbar relativ frisch renoviert, insofern eigentlich recht gut; super Klimaanlage; riesiges Bad, aber teilweise bereits wieder in Auflösung (Kacheln lösen sich; in Waschbecken und Wanne fehlen schon die Stöpsel; sinnlose Halter für irgendwas fehlendes (Zahnputzbecher?) neben den Waschbecken; einige Steckdosen ohne Funktion; Kühlschrank fehlt bereis ein Fuß). Dennoch vom Zimmer insgesamt positiv überrascht. Essen ok - gut. Service ok - gut. Recht gut sortierter Touri-Shop. Eigenes Wasserloch kaum frequentiert, dafür sehr gute Wasserlöcher in der unmittelbaren Nähe. Sehr viele tolle Tiersichtungen auf dem Weg von Okaukuejo in den Osten und vor allem im Osten selbst.