RORornaThemenstarter6 Beiträge · seit 202313. Jan. 2023 · #1Hallo,
wie schon in einem anderen Beitrag geschrieben: heuer geht's nach Namibia!
Kennt jemand in Windhoek ein Offroad bzw. Auto Aussstattungsgeschäft, bei dem man:
- eine Notfallwindschutzscheibe (diese "Plastik"rollen) kaufen kann.
- ein Abschleppseil (zum Zur-Not-aus-dem-Sand-ziehen) kaufen kann.
- Sandbleche ausborgen kann.
Danke für alle Hinweise 🙂
Hajo52409 Beiträge · seit 202213. Jan. 2023 · #2Gut sortierte Ladengeschäfte wären CYMOT oder BUSHWACKERS.
Ausrüstung mieten kann man u.a. bei CAMPING HIRE.
Ich habe noch nie in Jahrzehnten Sandbleche benutzt.
Sorge lieber dafür daß Du einen guten Kompressor dabei hast, und lasse Reifendruck ab wenn es schwersandig wird. Frühzeitig.
Das macht mehr Sinn.
Und ganz wichtig:
Lasse Dir vom Autovermieter eine richtige Schaufel mitgeben. Die Mietfahrzeuge haben meistens nur einen Kinderspaten für den Sandkasten dabei. Gibt es auch bei den Campinggeschäften zu kaufen. Den Unterschied merkst Du ganz schnell wenn Du Dich mal richtig fest gefahren hast.
RORornaThemenstarter6 Beiträge · seit 202313. Jan. 2023 · #3Danke für die FIrmentipps - Schaufel ist tatsächlich wichtig, werde ich "urgieren".
Compressor habe ich dabei. Die Bedeutung von Sandblechen habe ich bereits in der Sahara kennengelernt... 😉
Grüße,
R
adkstr155 Beiträge · seit 200714. Jan. 2023 · #4Ich kann mich nur den Tipps von Hajo52 anschließen.
Im Sand ist der Reifendruck das A&O, meine Sandbleche habe ich noch nie benutzt und halte diese heute nach 30 Jahren südliches Afrika für überflüssig. Viel wichtiger ist zum Ausgraben eine anständige Schaufel, kein Spaten. Der Wagen soll ja nicht vergraben werden.
Beim Abschleppseil würde ich die Betonung nicht auf "Seil" legen. Bei den hohen Fahrzeuggewichten (3to bei einem beladenen Hilux oder Landcruiser) bei schwierigem Untergrund ziehen sich die Knoten viel zu schnell unlösbar zusammen. Zudem können auch stabile Seile mit hoher Bruchlast leicht reissen und das Seil schießt wie ein Gummiband durch die Luft. Ich benutze lieber einen stabilen Bergegurt. Hilfreich sind zum Befestigen dabei stabile Schäkel und Bolzen.
Bevor ich aber Geld für derartige Ausrüstung ausgeben würde, würde ich mir Rat von jemandem einholen, der die Anforderungen in Namibia realistisch einschätzen und qualifizierte Kenntnisse anbieten kann.
Eine gute Anlaufstelle ist dabei
Christian Heydenreich
Off-Road Centre Windhoek
14 DIEHL STREET, Windhoek
Tel:+264 61 237 532
info@offroad-centre.com
ADVENTURE BEFORE DEMENTIA - noch etwas erleben im Leben
Sawadi59 Beiträge · seit 202214. Jan. 2023 · #5Hallo,
Ich kann die Empfehlung für Christian Heydenreich und das Off-road Centre nur bestätigen. Supergute Beratung und da wird man dir nur zu dem raten, wovon man selber überzeugt ist.
Gruß,
Holger
SESeyko1'096 Beiträge · seit 200914. Jan. 2023 · #6+1 für das Offroad Centre.
Ich arbeite mit Christian und Marcel seit 2018 und sie sind für mich DER Vorzeigebetrieb.
Sie haben bis heute immer (also zu 100%) ihr Wort gehalten und Top Arbeit abgeliefert. Schade dass sie "nur" Fitment machen. Derartige Kaliber wären auch in anderen Sparten hochwillkommen.
Genug der Lobhudelei 🙂
Liebe Grüsse
Guido
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201614. Jan. 2023 · #7Bei Männern und ihrem Spielzeug soll Frau sich ja bekanntlich raushalten 😗
Aber ich frage mich doch, was um Himmels Willen Du in Namibia vorhast, wenn schweres Gerät zum Einsatz kommen soll?
Wir haben, von einigen ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, nicht mal den Allradantrieb benutzt.
Yanjep
SESeyko1'096 Beiträge · seit 200914. Jan. 2023 · #8Naja, da braucht es ja nun nicht soooo viel Fantasie. Alleine die ausgetretenen Normalpfade zu verlassen und sich im Damaraland und/oder Kaokoland herumzutreiben, bedarf schon eines Kompressors und dann sollte doch eine gute Schaufel und gute Bleche als „Minimum-Recovery“-Ausstattung an Bord sein. Das ist nun noch kein Harakiri oder extremes offroad fahren und eigentlich als Übergang sehr fliessend.
Liebe Grüsse
Guido
RORornaThemenstarter6 Beiträge · seit 202314. Jan. 2023 · #9Danke für den Namen.
PS: Ich kenne mich in den arabischen Wüsten aus und habe dort Erfahrung, aber die Gegend ist neu für mich.
RORornaThemenstarter6 Beiträge · seit 202314. Jan. 2023 · #10Schweres Gerät nicht unbedingt, aber ich bin hier immer lieber ausstattungsmäßig auf der sicheren Seite (hat bisher nicht geschadet). 🙂
YAyanjep1'014 Beiträge · seit 201614. Jan. 2023 · #11Meine Bemerkung war eher als Beruhigung gedacht, denn bei einer ersten Reise nach Namibia bin ich davon ausgegangen, dass die üblichen Ziele angefahren werden und nicht durchs Kaokofeld gerumpelt wird. Da wird Zusatzausrüstung eigentlich nicht gebraucht und ein Kompressor gehört in aller Regel zur Ausstattung.
Yanjep
UGUGI7 Beiträge · seit 201715. Jan. 2023 · #12Hallo,
jetzt muss ich doch noch eine Lanze für Sandbleche bzw. bretter brechen. Im Prinzip haben ja alle Vorredner recht, aber es hängt meiner Meinung nach davon ab, wo ich unterwegs bin. Im Süden unten, in den Dünen, in der Kalahari, wenn ich weiß, dass ich viele Kilometer in tiefen Sand fahre, lasse ich natürlich Luft ab.....hilft, ist aber auch keine 100% Garantie dass ich mich festfahre.
Bin ich aber im Kaokoveld, bei vorwiegend steinigen und felsigen Terrain, fahre ich doch lieber mit normalen, wenn nicht sogar leicht erhöhten Luftdruck. Dann müsste ich aber bei jedem Trockenfluss, und davon gibt es ja nicht wenige Luft ablassen, und danach wieder aufpumpen. Denn eine Erfahrung habe ich auch schon gemacht, wenn ich mich mal festgefahren habe, hilft es auch nicht mehr, im Nachhinein Luft abzulassen. Da hilft nur noch schaufeln, schieben.....oder eben etwas unterlegen. Wie oft sieht man im Trockenfluss, ein tiefes Loch, garniert mit Steinen und abgebrochenen Ästen. Da saß mal einer drin, und hat gekämpft.
Also ich bin ganz froh, daß ich meist welche dabei habe, oft nicht gebraucht, aber wenn, dann ist man froh darum.
Grüße
P.S. In der Regenzeit bei Matsch haben sie mich auch schon gerettet.
MImitglied19210Gast15. Jan. 2023 · #13Möchte mich UGI anschließen. Völlig richtig: Mit rechtzeitigem Luft ablassen und kritische Passagen vorab ablaufen, kann man die meisten Kniffligkeiten entschärfen. Aber es weiß auch jeder, dass Alkohol und Rauchen schädlich sind, aber in der Praxis funktioniert das beim Homo sapiens mit der reinen Lehre dann doch nicht so gut. Wenn man nicht zu den absoluten Offroadhelden gehört, die niemals Fehler machen und sich niemals festfahren, dann bleibt man mal im Sand stecken. Und wenn nicht im Sand dann im Matsch. Hartmannstal, die weniger befahrenen Trockenflüsse im Kaokoveld und Damaraland, Khaudum und Caprivi bieten dafür teilweise exzellente Gelegenheiten 😎
Wenn man sich denn mal festgefahren hat, ersparen einem Sandbleche viel Arbeit und Zeit. Alternativ Steine oder Äste heran zu schaffen oder die dreifache Menge Sand wegzuschaufen, dauert dann länger und funktioniert weniger gut.
Auf einer Standardroute durch Namibia braucht man aber sicher keine Sandbleche - auch nicht für die 5km zum Sossusvlei.
Grüße, Torsten