RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202014. Okt. 2022 · #1
Liebe Afrika-Freunde,
Anfang Juni war ich in Nordspanien unterwegs, von den Pyrenäen ging es durch Navarra ins Baskenland und nach Kantabrien und dann am Atlantik zurück nach Bilbao und San Sebastian. Am meisten gefallen hat mir der Abstecher in die Bardenas Reales, eine Halbwüste mit wunderbaren Erosionsformen. Als ich einem Bekannten, seines Zeichens Geograph und Weltreisender, Bilder geschickt habe ohne anzugeben, wo ich sei, hat er mich in Namibia vermutet. 😄 Daher zeige ich euch nach und nach ein paar Bilder von dieser grandiosen Landschaft.
LG, Rik
Gabi-Muc2'191 Beiträge · seit 201614. Okt. 2022 · #2
Hallo Rik,
wie immer grandiose Landschaftsaufnahmen. Du darfst gerne noch mehr zeigen.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
das sieht sehr interessant aus (für mich nach Westen der USA). Würde auch noch ein paar Bilder anschauen 🙂
Klaus
Der Tourist zerstört, was er sucht, indem er es findet.
(Hans Magnus Enzensberger)
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202014. Okt. 2022 · #5
Ein Teil des Gebietes ist militärische Zone; als wir dort waren, war der Zugang für einige Stunden wegen einer Übung gesperrt. Aus der Ferne hörten und sehen wir eine Explosion:
Außerdem werden die Felder zwischen den Erosionsbergen landwirtschaftlich und für Schafhaltung genutzt.
Windräder sind allgewärtig in diesem Teil Spaniens.
Da klinke ich mich auch mit ein. Wir waren im März dort. Allerdings fehlte die Sonne. Die Übungen haben uns auch etwas irritiert. Gesperrt war bei uns nichts und so sahen wir die Flieger Übungsbomben abwerfen. Deshalb soll es auch schon Unfälle gegeben haben. Die Landschaft ist wunderschön. Wir waren quasi mit Namibia in Bardenas. Viele Grüße Mutsel
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202014. Okt. 2022 · #7
Das Gebiet ist von Sandwegen durchzogen, hauptsächlich natürlich für die großen Traktoren und Mähdrescher, die im Juni schon im Einsatz waren. Nur auf wenigen ausgewiesenen Strecken darf man mit dem Auto fahren, auf weitaus mehr kann man radeln oder wandern. Leider halten sich viele nicht an diese Vorschriften; auf der Wanderstrecke sind uns nicht wenige Autos und Campers begegnet...
Clamat1'425 Beiträge · seit 201314. Okt. 2022 · #8
Hi, Wir waren im April dort und falls jemand mit einem Camper dort ist, auf jeden Fall auf dem (kostenlosen) Stellplatz an den Felswohnungen übernachten
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202015. Okt. 2022 · #9
Die Wolken sorgten irgendwie für eine gewisse Dramatik:
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202015. Okt. 2022 · #10
Ich wollte hier eigentlich eine mehrstündige Wanderung starten, doch das Betreten war verboten, weil es Brutgebiet irgendwelcher Vögel ist. Ob man zu einer anderen Jahreszeit hinein darf, oder ob sich die Verfasser der von mir gefunden Wanderrouten bei Outdooraktiv & Co nicht um Betretungsverbote geschert haben, konnte ich nicht herausfinden. So fuhren wir mit dem Auto weiter und bestiegen einen erlaubten Aussichtspunkt.
Plötzlich war die Sonne wieder da. Ich fand die Szenerie am Himmel in Kombination mit dieser Landschaft großartig!
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202016. Okt. 2022 · #11
Hier noch ein paar Bilder.
Ein Fuchs hat die Straße überquert und ist rund ums Auto geschlichen, als ich angehalten habe:
Hier sieht man links oben Gebäude, die zur Militärstation gehören.
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202017. Okt. 2022 · #12
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202021. Okt. 2022 · #13
Nun schließt sich der Kreis, weil wir nach dieser Tagesrunde mit Auto und zu Fuß wieder am Castildetierra ankamen. Die Lichtverhältnisse waren ganz anders als am Tag zuvor, als wir nach der Ankunft in der Region für ein erstes Kennenlernen in den Park gefahren waren. Daher gibt es nochmals ein Bild von diesem Felsen.
Und damit bin ich mit dem kleinen Bilderbericht auch schon wieder am Ende. Übernachtet haben wir ein kleines Stückchen entfernt, nämlich in Villafranca in der Hospedería de Alesves. Es ging am nächsten Tag nun Richtung baskische Küste hinein ins Grün - und in den Nebel; meine Begeisterung dafür hielt und hält sich in Grenzen. Zuvor leisteten wir uns aber noch eine Autowäsche und den Staubsauger, weil das Mietauto außen wie innen total eingestaubt war. So fühlte ich mich in den Bardenas Reales nicht nur durch die Temperaturen (annähernd 40 Grad) und die Landschaft, sondern auch den Staub an die Wüste erinnert. 😛
Sabine261'394 Beiträge · seit 200921. Okt. 2022 · #14
Hallo rik m.,
ganz lieben Dank für den tollen Fotobericht. Deine Bilder sind ohnehin - wie immer - super!
Ich habe von dieser Gegend vor einigen Monaten das erste Mal überhaupt gehört und war da schon total geflasht. Nun kommst Du und zeigst diese tollen Bilder. Da bekomme ich richtig Lust, dort einmal hinzufahren
Möglicherweise habe ich es überlesen, aber wieviele Tage seid Ihr dort in der Gegend gewesen und wie weit ist es bis Villafranca?
Wo habt Ihr den Mietwagen gebucht? Ich frage nach, weil ich an einem Mietwagenverleiher interessiert wäre, der auch Fahren auf ungeteerten Straßen versichert und erlaubt.
Noch einmal vielen Dank und viele Grüße
Sabine
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202021. Okt. 2022 · #15
Wir sind nach Toulouse geflogen, haben dort bei Sixt für teures Geld (1300 Euro für 2 Wochen) ein Auto mit mehr Bodenfreiheit (es wurde ein Opel Grandland) gemietet und sind dann in die spanischen Pyrenäen gefahren. Dort sind wir 2 Tage gewandert
und dann nach Navarra gekurvt durch sehr, sehr schöne Landschaft: das Getreide war reif, goldene Felder so weit das Auge schauen konnte. Ich fühlte mich auch hier an Namibia erinnert, wo ich im Herbst durch goldgelbes Gras gewandert war...
Am frühen Abend sind wir bei den Bardenas Reales angekommen und haben einen ersten kurzen Abstecher zum Castildetierra gemacht und das Infozentrum besucht; dort bekamen wir die Auskunft, dass am nächsten Vormittag eine Militärübung stattfindet und man erst ab 11Uhr ins Herz das Park dürfe; die äußeren Zonen seien befahrbar. Danach sind wir noch die ca. 20km nach Villafranca gefahren. Ich habe den Ort wegen der Unterkunft gewählt, weil ich über das Hotel gute Bewertungen gelesen hatte, die sich für uns auch bewahrtet haben: Nettes Personal, gutes Essen. Der nächste Tag war dann der Ausflug durch die Bardenas Reales. Das war es dann leider schon mit meinem Wüstenfeeling, am nächsten Tag sind wir weitergefahren.
Hallo, schön, das Ganze bei schönem Wetter zu sehen. Es ist immer eine Reise wert, wenn man in der Gegend ist. Bei uns war es in diesem Fall "leider" sehr sehr grün. Grüße Mutsel
RMrik m.Themenstarter608 Beiträge · seit 202021. Okt. 2022 · #17
Ja, das liegt halt an der Jahreszeit: bei Dir im März war das Getreide noch nicht reif. Mir ging es ja im Februar in Namibia so: Es war sooo unglaublich grün, dass alle aus dem Häuschen waren; ich hätte es lieber trocken gelb gehabt. 🙂
Mich haben die vielen Besucher erstaunt - und verärgert hat mich, dass sich einige einfach nicht an die Regeln halten können und mit dem Auto auf den Wanderwegen unterwegs waren.