Anfang Juni war ich in Nordspanien unterwegs, von den Pyrenäen ging es durch Navarra ins Baskenland und nach Kantabrien und dann am Atlantik zurück nach Bilbao und San Sebastian. Am meisten gefallen hat mir der Abstecher in die Bardenas Reales, eine Halbwüste mit wunderbaren Erosionsformen. Als ich einem Bekannten, seines Zeichens Geograph und Weltreisender, Bilder geschickt habe ohne anzugeben, wo ich sei, hat er mich in Namibia vermutet. 😄 Daher zeige ich euch nach und nach ein paar Bilder von dieser grandiosen Landschaft.
LG, Rik
Teil 214. Okt. 2022
Ein Teil des Gebietes ist militärische Zone; als wir dort waren, war der Zugang für einige Stunden wegen einer Übung gesperrt. Aus der Ferne hörten und sehen wir eine Explosion:
Außerdem werden die Felder zwischen den Erosionsbergen landwirtschaftlich und für Schafhaltung genutzt.
Windräder sind allgewärtig in diesem Teil Spaniens.
Teil 314. Okt. 2022
Das Gebiet ist von Sandwegen durchzogen, hauptsächlich natürlich für die großen Traktoren und Mähdrescher, die im Juni schon im Einsatz waren. Nur auf wenigen ausgewiesenen Strecken darf man mit dem Auto fahren, auf weitaus mehr kann man radeln oder wandern. Leider halten sich viele nicht an diese Vorschriften; auf der Wanderstrecke sind uns nicht wenige Autos und Campers begegnet...
Teil 415. Okt. 2022
Die Wolken sorgten irgendwie für eine gewisse Dramatik:
Teil 515. Okt. 2022
Ich wollte hier eigentlich eine mehrstündige Wanderung starten, doch das Betreten war verboten, weil es Brutgebiet irgendwelcher Vögel ist. Ob man zu einer anderen Jahreszeit hinein darf, oder ob sich die Verfasser der von mir gefunden Wanderrouten bei Outdooraktiv & Co nicht um Betretungsverbote geschert haben, konnte ich nicht herausfinden. So fuhren wir mit dem Auto weiter und bestiegen einen erlaubten Aussichtspunkt.
Plötzlich war die Sonne wieder da. Ich fand die Szenerie am Himmel in Kombination mit dieser Landschaft großartig!
Teil 616. Okt. 2022
Hier noch ein paar Bilder.
Ein Fuchs hat die Straße überquert und ist rund ums Auto geschlichen, als ich angehalten habe:
Hier sieht man links oben Gebäude, die zur Militärstation gehören.
Teil 717. Okt. 2022
Teil 821. Okt. 2022
Nun schließt sich der Kreis, weil wir nach dieser Tagesrunde mit Auto und zu Fuß wieder am Castildetierra ankamen. Die Lichtverhältnisse waren ganz anders als am Tag zuvor, als wir nach der Ankunft in der Region für ein erstes Kennenlernen in den Park gefahren waren. Daher gibt es nochmals ein Bild von diesem Felsen.
Und damit bin ich mit dem kleinen Bilderbericht auch schon wieder am Ende. Übernachtet haben wir ein kleines Stückchen entfernt, nämlich in Villafranca in der Hospedería de Alesves. Es ging am nächsten Tag nun Richtung baskische Küste hinein ins Grün - und in den Nebel; meine Begeisterung dafür hielt und hält sich in Grenzen. Zuvor leisteten wir uns aber noch eine Autowäsche und den Staubsauger, weil das Mietauto außen wie innen total eingestaubt war. So fühlte ich mich in den Bardenas Reales nicht nur durch die Temperaturen (annähernd 40 Grad) und die Landschaft, sondern auch den Staub an die Wüste erinnert. 😛