PhabooThemenstarter4 Beiträge · seit 202223. Mai 2022 · #1
Hallo an alle im Forum, ich bin neu hier, habe mich dem Forum bisher nur lesend angeschlossen. Im August geht's aber für 3 Wochen nach Botswana. Wir fahren von Johannesburg aus nach Norden, über Kubu Island nach Kasane an die Chobe Riverfront, dann über Moremi und Maun wieder nach Süden zurück nach Johannesburg. Die Tour ist an sich geplant. Um von Kasane ins Moremi GR zu gelangen, gibt es aber ja grundsätzlich zwei Richtungen: 1. Die leichte über Nata und Maun. Die wäre eigentlich nicht die gewünschte Option.
2. Die schwierige über die A33, Kachikau und dann runter in den Süden. Tracks4Africa zeigt mir bis Kachikau ein schnelles und problemloses Durchkommen. Ab Kachikau bekomme ich eine Mischung aus "Gravel" und "Sand". Kennt jemand die Pistenverhältnisse und evtl. Wasserverhältnisse (insb. im August)? Wie lange würdet ihr für diesen Streckenabschnitt einplanen?
Herzlich Willkommen im Forum. Da du die Tracks4Africa Karte erwähnt hast, macht es Sinn wirklich auf diese Werte zu gehen. Am zuverlässigsten sind die Mittelwerte auf der Papierkarte. Siehe auch: https://map.tracks4africa.de/?ll=-20.6272,24.8253&z=6&map=bot
Wenn du das Zusammenrechnest kommst du auf ca. 4 Stunden von Kasane bis Savuti. Natürlich ohne Zwischenstopps und Tiersichtungen. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass ich immer zwischen fünf und sechs Stunden (inkl. Stopps und Sichtungen) gebraucht habe. Die Strecke ist in der Trockenzeit recht gut zu befahren. Es ist etwas sandig aber Wasser oder Schlamm ist in der Regel im August kein Problem.
Herzliche Grüsse Chrigu
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PhabooThemenstarter4 Beiträge · seit 202223. Mai 2022 · #3
Hallo Chrigu, wow, das war ja eine superschnelle Antwort. Vielen lieben Dank! Wir sind mit einem 4WD TX Toyota Single Cab Trax unterwegs. Es hört sich so an, als wäre die Piste gut und gerne mit diesem Fahrzeug bewältigter, oder? Viele Grüße Phaboo
Ich bin nicht sicher ob ich vorhin nicht richtig gelesen habe oder einfach noch andere Dinge im Kopf hatte. Ich bin gedanklich nur bis Savuti gefahren. Willst du an einem Tag von Kasane bis zum North Gate oder habt ihr eine Zwischenübernachtung? Mit der Zwischenübernachtung ist es machbar. Wenn ihr das ohne Zwischenübernachtung geplant habt, dann ist es nach meiner Ansicht zu weit.
Im Bereich von Khwai kann es ausserdem im August noch gut Wasser haben. Das würde ich persönlich mit dem Trax nicht fahren wollen. Ich vermute auch, dass es vom Fahrzeugverleiher verboten ist durch zu tiefes Wasser (über Kniehöhe) zu fahren. Das kann aber im August und der Region tatsächlich nötig sein.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Hallo Phaboo, ich bin auch neu hier und habe mich mit Infos aus dem Forum bestens auf eine dreiwöchige Selbstfahrer-Tour Namibia-Botswana-Simbabwe vorbereiten können. Wir sind im letzten April die Strecke von der Ngoma Bridge über Savuti zum North Gate (ca. 180 Kilometer) gefahren und haben dafür im Hilux Automatik mit zwei Fahrern, ohne Pannen und nahezu ohne Pausen acht Stunden gebraucht. Bis Kachikau gab es überhaupt keine Probleme, danach war zwar viel Sand, aber die recht trockenen Wege waren gut zu befahren. Ernsthafte Herausforderungen oder schwierige Wasserdurchfahrten mussten wir nicht bewältigen. Es war dennoch anstrengend. Wenn ich die Strecke noch einmal befahren würde, dann mit einen Zwischenstopp in Savuti. Dann wäre es vielleicht eher eine Genussfahrt. Zur Orientierung haben wir Tracks4Africa in der Handy-App-Version genutzt, die offline gute Dienste geleistet hat. Vom North Gate bis Camp Moremi haben wir dann noch für 46 km nach einem heftigen Gewitter und viel Wasser (aber nicht tief) gut drei Stunden gebraucht. Zu den Verhältnissen im August kann ich nichts sagen. Viele Grüße Arnie
PhabooThemenstarter4 Beiträge · seit 202224. Mai 2022 · #6
Hallo an alle, ich hätte nicht gedacht, dass ich auf so kurze Zeit schon so viele tolle Hinweise und Infos bekomme. @Chrigu und @Arnie: Herzlichen Dank!!! Bei den Zwischenstopps sind wir noch flexibel. Ich hatte in der Tat nicht gedacht, die gesamte Route von Käse zum North Gate an einem Tag zu fahren. Zwischenstopp in Kachikau oder Savuti wäre gut möglich. Mir geht's insbesondere um die Befahrbarkeit der Strecke
im August
mit einem Toyota Trax.
Denn im schlimmsten Fall umkehren zu müssen und über Kasane, Nata bis Maun wäre dann sehr, sehr lang 😕. Meine Recherchen haben mich bislang zum Ergebnis gebracht, dass der Sand wohl nicht so tief ist, dass man Bedenken haben muss. Wären noch die Wasserdurchfahrten. Wäre noch interessant, auf welchen Abschnitten man mit Durchquerungen im August zu rechnen hätte?! Ich danke euch allen für die wirklich tolle Unterstützung. Schönen Abend Phaboo
Ich denke nicht dass ihr umkehren müsst. Ihr kommt relativ problemlos von Kasane über Savuti bis zum Mababe Gate vom Chobe NP. Da fahrt ihr dann Richtung Moremi und habt im August unter Umständen Wasser. Wasser in dieser Region kommt immer von den Regenfällen aus Angola und Sambia die dann über diverse Flüsse in den Okavango und somit ins Okavango Delta fliessen. Das dauert nach den Regenfällen ca. ein halbes Jahr. Wenn viel Wasser im Okavango Delta ist, füllen sich die Flüsse wie Khwai, Mogogelo und Mababe. Dann sind Wasserdurchfahrten durchaus ein Thema. Das kann grob gerechnet zwischen Juni und Oktober der Fall sein.
Wenn ihr aber wegen Wasser nicht in Richtung Moremi kommt, habt ihr immer noch die Möglichkeit Richtung Maun zu fahren und den Moremi halt bleiben zu lassen. Vom Mababe Gate Richtung Maun ist deutlich unproblematischer wegen Brücken und guten Wegen als Richtung Moremi. Ihr habt dann auch die Möglichkeit vom South Gate her in den Moremi zu fahren und zumindest einen Teil vom Moremi zu machen.
Gute Infos und Karten zum Thema Chobe und Moremi gibt es von Tinkers.
Herzliche Grüsse Chrigu
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Nach dem Bau der Gravel Piste nördlich des Khwai war die einzige kritische Stelle zwischen Mababe Gate und North Gate die Flussquerung nordöstlich der Khwai River Lodge. Bin da schon länger nicht mehr gefahren, vielleicht kann jemand was aktuelles dazu sagen? (GE hat leider nichts neueres als 2014 !!!)
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Hallo pollux, auf der Route gab es im April keine Flussdurchfahrten. Dank verhältnismäßig neuer Brücken war die Strecke ohne Abstecher ins Wasser problemlos zu absolvieren. Viele Grüße Arnie
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200624. Mai 2022 · #10
Arnie schrieb:auf der Route gab es im April keine Flussdurchfahrten. Dank verhältnismäßig neuer Brücken war die Strecke ohne Abstecher ins Wasser problemlos zu absolvieren.
Naja, im April gab es auch noch nie Probleme mit Wasser aus dem Delta. Spannend ist diese Aussage von Leuten die z.B. im letzten Juli oder August vor Ort waren.
Herzliche Grüsse Chrigu
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pollux1'678 Beiträge · seit 200724. Mai 2022 · #11
Arnie schrieb:Hallo pollux, auf der Route gab es im April keine Flussdurchfahrten. Dank verhältnismäßig neuer Brücken war die Strecke ohne Abstecher ins Wasser problemlos zu absolvieren. Viele Grüße Arnie
Das wäre eben die Frage: gibt es neue Brücken? Bis vor ein paar Jahren gab es auf der Transit Gravel Road nur die Brücke bei Mababe Village, und eine Brücke 1.5 km nördlich der besagten Furt. Wurde diese Furt nun überbaut?
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Genau die von pollux im Foto angezeigte Furt hatte mir bei meiner Routenplanung die meisten Sorgen bereitet. Jetzt führt da eine Brücke hinüber. Ob sie im Juli oder August überflutet ist, kann ich natürlich nicht beurteilen.
pollux1'678 Beiträge · seit 200724. Mai 2022 · #13
Arnie, Dein Text passt aber irgendwie nicht zu Deinem Bild. Die "Bridge" oben im Bild ist alt. Ist bei dem "River Crossing" darunter jetzt tatsächlich eine Brücke?
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Die blaue Linie auf dem ersten Bild zeigte nur meine Route an. Die besagte Furt mit Brücke ist jetzt blau eingekreist.
pollux1'678 Beiträge · seit 200724. Mai 2022 · #15
Super, dass es diese Brücke jetzt gibt. Solange sich nicht neue Flüsse bilden (was dort in den letzten 20 Jahren aber immer wieder passiert ist), sollte die Transit Road ganzjährig ohne größere Probleme befahrbar bleiben.
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PhabooThemenstarter4 Beiträge · seit 202231. Mai 2022 · #16
Hallo an alle, ich bin schon jetzt nach kurzer Zeit (erstmaliger Einstellung einer Frage) vom Forum begeistert und danke allen für die zahlreichen Antworten und Anregungen. Vielen lieben Dank! Ihr habt mir bzw. uns insofern sehr weitergeholfen, dass wir uns entschieden haben, nicht den eher langweiligen Weg von Kasane über Nata und Maun Richtung Moremi zu nehmen, sondern die Transit Road evtl. sogar über die Chobe Riverfront. Wenn alles gutgeht, bleiben wir eine Nacht in der Nähe von Kachikau und dann geht's weiter Richtung Moremi. Vielen Dank schon mal im Voraus und ich bin mir sicher, ich werde mich nochmals mit weiteren Fragen melden (müssen 🙂 ). Viele Grüße Phaboo
Hallo Phaboo, willkommen hier im Forum! Ich bin die Strecke (siehe mein Reisebericht "100 Tage....") im letzten Oktober von der Mogothlo Safari Lodge aus (liegt etwas südlich des Dorfes Mababe) gefahren und wir haben das ohne Probleme mit ein paar Fotostopps und einer kurzen Pause in Savuti in rund 8 Stunden geschafft. Wir sind mit einem guten Landcruiser gefahren und relativ versiert im Pistenfahren... es gibt einige sehr tiefsandige Passagen, du hast aber das "Glück" von der Nordseite her zu fahren, da gibt es weniger Anstiege im Sand. Dennoch musst du sehr aufpassen, denn wenn ihr euch eingrabt, dann dauert das... Im Juli oder August sind zudem die Tage kürzer... Wenn du noch nie im Sand gefahren bist, dann würde ich einen Stopp in Savuti definitiv vorziehen... Bis Kachikau ist Asphalt, da gibt's keine Probleme, dann müsst ihr aber Luft ablassen, auch das dauert ein Weilchen Beste Grüße, Peter
Hallo Phaboo, ich bin die Strecke Kasane - Maun gerade im Juni gefahren, sogar mit Abstecher nach Linyanti. Alles war mit unserem Hilux 2.4 gut machbar, wenn man die üblichen Massnahmen für Tiefsand beachtet (Luftdruck, Momentum etc.). Wir haben von Savuti aus die Marshroute genommen weil wir (erfolglos) gehofft hatten dort mehr zu sehen. Der Abschnitt ist SEHR holperig, weil der sonst schlammige Untergrund mit allen Spurrillen steinhart getrocknet ist. Dafür konnte man spritsparend im 2x4 Modus die ganze Strecke bewältigen. Lediglich hinter Mababe gab es zwei Flussdurchfahrten, die aber leicht umfahren werden konnten. Die Fahrspuren sind nicht zu übersehen. Das ist wahrscheinlich die von dir eingezeichnete Stelle auf der Karte. Ich würde die Strecke auf jeden Fall wieder fahren (vielleicht dann mit der Sandridge Road) und im August sollte dort eher noch weniger Wasser sein. Der Abschnitt von Mababe bis Shorobe gehörte allerdings zu den schlechtesten Strecken, die wir in Botswana gefahren sind. Alle Anwohner, die die Strecke häufiger nutzen, warten sehnsüchtig auf den Grader, damit die Strasse wieder besser befahrbar wird. Viel Spass und beste Grüße NASA