miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202125. Okt. 2021 · #1
Hallo zusammen, Nachdem wir gerade von 4Wochen Namibia zurück gekommen sind und gleich am liebsten nach Botsuana weiter gefahren wären, haben wir jetzt die Planung für den nächsten Trip aufgenommen. Dabei ist eine erste Variante für eine Tour im September entworfen... Gerne bin ich auf eure Inputs gespannt... - Wie schätzt ihr die ca. 10Tage durch Moremi/Savuti ein? Reichen dafür ein 200l Diesel-Tank mit einem Landcruiser 4.5l V8, oder sollten da zusätzliche Reserven mitgenommen werden? (
Ich habe leider überhaupt nie darauf geachtet, wie viele KM wir im Ethosha/Caprivi in einem Tag Game-Drive gemacht haben.) - Ist eine solche Reise noch buchbar für September 2022, oder braucht es da mehr Vorlauf? - Habt ihr Empfehlungen für die Stellplätze auf den angegebenen Camps?
Besten Dank im Voraus, Michael
kalachee1'059 Beiträge · seit 200625. Okt. 2021 · #2
Hallo Michael
miganz81 schrieb: - Wie schätzt ihr die ca. 10Tage durch Moremi/Savuti ein? Reichen dafür ein 200l Diesel-Tank mit einem Landcruiser 4.5l V8, oder sollten da zusätzliche Reserven mitgenommen werden? (
Mit einem solchen Landcruiser habe ich keine Erfahrung und kenne dessen Reichweite nicht, aber für diesen Trip ab Maun bis Kasane würde ich für 10 Tage schon mit mindestens 800 km, eher 1.000 km, rechnen inkl allen Gamedrives und etwas Reserve (nur Strecke alleine ist ganz grob überschlagen etwas mehr als 500 km). Selbst bei 20 l / 100 km solltet ihr mit euren 200 l also grad so knapp durchkommen. 🙂
miganz81 schrieb: - Ist eine solche Reise noch buchbar für September 2022, oder braucht es da mehr Vorlauf?
Würde einfach versuchen, zumindest die Camps im Moremi und Savuti möglichst jetzt schon zu buchen. Der Rest dann drum rum planen, das geht schon.
miganz81 schrieb: - Habt ihr Empfehlungen für die Stellplätze auf den angegebenen Camps?
3rd Bridge waren wir immer auf der Nr. 7, uns gefällt es sehr gut da.
hinsichtlich der Reichweite käme es wohl darauf an, ob ihr durchgehend 10 Tage in Moremi/ Savuti/ Chobe unterwegs seid oder aber, ob die gesamte Reise in Botswana 10 Tage dauern soll, sodass die effektive Zeit in den Parks geringer ist. Das geht jetzt nicht so genau aus Deinem Post hervor.
Persönlich rechne ich bei meinen Planungen immer mit einem Kilometer-Puffer von 50 km zusätzlich pro Tag für die Gamedrives ein. Soweit ihr also volle 10 Tage in den Parks unterwegs seid, wären das 500 km für Gamedrives. Hinzu kämen dann die reinen Fahrtwege von einem Camp zum anderen Camp.
Die Strecke Maun - Kasane durch Moremi/ Savuti beträgt etwa 550 km. Damit würden die Gesamtkilometer inkl. Gamedrivepuffer bei 1.000/ 1.050 km liegen. Da aber auch bereits die Fahrt von einem Camp zum anderen Camp eher "Gamedrive" ist, würde die tatsächliche Strecke wohl darunter liegen. Voraussetzung bei aller Rechnerei natürlich, die Reichweite beträgt tatsächlich 1.000 km.... 😉 Anderenfalls einfach einen 20-L-Kanister zusätzlich nehmen, der macht den Kohl am Ende auch nicht fett und ihr seid definitiv auf der sicheren Seite.
Hinsichtlich von Campsite-Empfehlungen kann ich in Savuti die CV 4 und Paradise nahelegen. Die sind am Rand des Camps, etwas abseits und sehr großzügig. Nachteil: möglich dass die doppelt vergeben werden, was insoweit blöd ist, da nur eine Grillstelle vorhanden ist. Doppelbelegungen sind in der Hochsaison in Savuti nicht ungewöhnlich.
Im Moremi South Gate Camp kann ich die Plätze 7-10 empfehlen. Die sind auch ein wenig abseits und durch Bewuchs auch etwas separiert. Die Plätze 1 bis 6 sind dort eher mitten auf dem Platz vor den Ablutions.
Nicht so ganz schön sind in Xakanaxa die Stellplätze 3 und 4. Die sind direkt vor den alten Ablutions (sofern diese nicht inzwischen abgerissen sind). Hast dann z.B. von Stellplatz 4 zwar einen feinen Blick genau auf die Lagune, hinter Dir dann aber das alte verfallene Toiletten-Haus. Ist jetzt nicht so erhellend....
Ansonsten noch einen Stopp zwischen den Parks am Khwai einplanen. Dort gibt es verschiedene Community-Campsites, die Lage am Khwai ist dabei schon sehr schön.
Ob all das noch für September 2022 buchbar ist, sei dahingestellt. Wie Kalachee schon sagte: einfach probieren. Wenn ihr ein wenig flexibel seid, was die Reisezeit angeht, dann könnte das durchaus noch machbar sein. Sprich, ihr seid nicht auf fixe Tage im September festgelegt, sondern könnt variieren zwischen Anfang/ Ende September, ggf. auch Anfang Oktober usw.
das meiste wurde ja schon gesagt. Aber eine kleine Ergänzung von uns.
Das Auto. Wir sind gerade mit so einem Trumm da oben gefahren, weitgehend die Strecke, die Ihr auch vorhabt, wenn auch andersrum 🙂 . Der nimmt auf Asphalt bei "Strecke machen" so bummelich 16L/100km. Im Gelände, besonders im Tiefsand, geht das schnell über 20. Man kann sich dann leicht ausrechnen, wo man da landet.
Savuti: Der ganze Campground ist ziemlich tiefsandig. Wir haben auf Paradise gestanden. Die Lage ist sehr schön, aber auch ziemlich weit weg von den Ablutions. Und man stapft ständig durch tiefen Sand. Xakanaxa: Wie Sam schon schrieb, wir würden wohl auch nächstes Mal versuchen die 1 zu bekommen. Wir hatten die 10! Also ganz hinten. Sehr schön gelegen, von der Lage gibt es nichts zu meckern, aber da ist der Weg zu den Ablutions schon eine kleine Expedition. Die auf denTinkers Maps eingezeichneten Ablutions direkt hinter der 10 gibt es nicht mehr.
TinuHH schrieb:Das Auto. Wir sind gerade mit so einem Trumm da oben gefahren, weitgehend die Strecke, die Ihr auch vorhabt, wenn auch andersrum 🙂 . Der nimmt auf Asphalt bei "Strecke machen" so bummelich 16L/100km. Im Gelände, besonders im Tiefsand, geht das schnell über 20. Man kann sich dann leicht ausrechnen, wo man da landet.
Irgendetwas muss falsch gelaufen sein, wenn Hitech-DIESEL-Kraftpakete genauso unwirtschaftlich sind wie BENZINER vor 25 oder 50 Jahren, von Diesel gar nicht zu reden. Entweder gab es keinen technischen Fortschritt oder er wird nicht richtig eingesetzt oder nur für „fun“ missbraucht. Grüße Ein DURCHSNITTSverbrauch von 20 l/100 km für die ganze Strecke ist mE viel zu hoch gegriffen. Das geht sicher mit deutlich weniger...... wenn nicht, macht man was falsch
loser schrieb: Ein DURCHSNITTSverbrauch von 20 l/100 km für die ganze Strecke ist mE viel zu hoch gegriffen. Das geht sicher mit deutlich weniger...... wenn nicht, macht man was falsch
Von Durchschnittsverbrauch von 20L/100km habe ich nichts geschrieben, die Info habe ich nicht, ich habe nicht über die gesamte Strecke mit-getrackt, aber ein paar überschlägige Rechnungen kann ich auch anstellen. Ich kann Dir nicht widersprechen, ich schreibe nur das, was wir erfahren haben. Und meine Schätzungen liegen noch deutlich unter dem, was der Chef von der Firma, von der wir den Trumm gemietet haben, angegeben hat. Und wir sind mMn eher zurückhaltend gefahren.
Naja, am Ende ist es doch egal. Es dürfte ratsamer sein, mit einem höheren Verbrauch zu rechnen, um sich dann zu freuen, wenn man unterwegs auf der sicheren Seite ist und merkt, das Auto verbraucht weniger, als umgekehrt. 😉 Von daher würde ich jetzt mal eine reine Basis-Rechnung von 20 L/ 100km auf unwegsamer Strecke für die Planung völlig ok finden.
Bushlore gibt beispielsweise für seine Landcruiser einen Verbrauch von 12,7 L/100. Soweit das ein optimaler Wert ohne lange Strecken im Tiefsand ist, liegt der effektive Durchschnitt im Gelände vielleicht 15/16 L /100, sodass man mit einer Grundplanung von 20 L/100 nun nicht sooo verkehrt ist.
LG Mogambo 🙂
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202126. Okt. 2021 · #8
Habe leider gerade bemerkt, dass meine Reiseroute im Anhang gar nicht erscheint... Werde diese heute Abend noch versuchen anzuhängen... war schon erstaunt, weswegen nur Inputs zum Moremi/Savuti erscheinen 😉
Bei 15L Durchschnittsverbrauch sollten gegen 1300km mit einem Tank möglich sein, dh. bei 10Nächten/11d resultieren 120km/d effektive Fahrstrecke... Rechne ich mit 20l/100km ergäben sich immer noch 90km/d die mir zur Verfügung stehen... Wenn sich noch eine Jerrycan sinnvoll unterbringen lässt, beruhigen die 20l Reserve die Nerven sicher ansprechend 😉
Einen sinnvollen Durchschnittsverbrauche werden wir dann sicher aus den vorher liegenden Abschnitten schätzen können (CKGR, Pans), in welchen genügend Tiefsand für Vergleiche vorliegen sollten... So lässt sich dann verhindern, dass uns schon in Khwai der Sprit ausgehen sollte...
TinuHH schrieb: ... Und meine Schätzungen liegen noch deutlich unter dem, was der Chef von der Firma, von der wir den Trumm gemietet haben, angegeben hat.....
Hallo Martin, das hat mich jetzt neugierig gemacht und habe gegxxglt. Teilweise (aber nicht nur) werden horrende Verbrauchszahlen genannt, so wie du oben sagtest. Leute reduzieren sogar die Übersetzung, um Drehzahl herunter und Verbrauch auf ein erträgliches Maß zu kriegen. Drehmoment ist ja ausreichend vorhanden. 😎 Man lernt nie aus 😁 . Ich muss aber trotzdem noch herausfinden, worin denn dann eigentlich Sinn und Vorteil so einer aberwitzigen Motorisierung liegt. 😉 Trotzdem meine ich noch immer, dass man auch mit diesem Schlucker von Maun bis Kasane mit +/- 16 l/100 km auskommen sollte. Grüße, Werner
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202126. Okt. 2021 · #10
So, und nun mit dem restlichen Reiseplan... Bin gespannt auf hilfreiche Inputs zum Routenverlauf und möglichen Optimierungen oder kritischen Abschnitten... rote Zeilen fallen eventuell noch weg um die Länge etwas zu kürzen... Lg, Michael
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201626. Okt. 2021 · #11
Hi Michael,
Piper>Passarge erscheint mir als ambitionierter Plan 😉 Rakops: einkaufen und Fleisch... hm... Fleisch würde ich vorbestellen, sonst gibts Ortsübliches, Einkaufen? Was möchtest du in Rakops kaufen?
Hallo Michael, du weisst schon, dass Chapmans Baobab 2016 umgefallen ist? Aber vielleicht interssiert dich an Tag 10 das, was davon übrig ist.
Kubu Island ist meines Erachtens schon eine Attraktion und eine Übernachtung wert. Erdmännchen in der Ntwetwe selber zu finden ist dagegen mehr als Glückssache. Wenn du sie unbedingt sehen möchtest, gibt es geführte Touren von Planet Baobab aus.
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202126. Okt. 2021 · #14
Dass er umgefallen ist, hab ich mitbekommen... Gemäss Reiseführern soll er auch so noch imposant sein... aber klar, wenn er schon schnell stark verrottet ist, dann ist er den Aufwand nicht mehr Wert... Es ginge uns auch mehr um die Gegend, und dann kann man dort noch vorbei schauen...
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202126. Okt. 2021 · #15
Hoi Gina,
Was könntest du sonst als Route in 4, resp. 5d CKGR empfehlen? Rakops: Esswaren einkaufen, da es auf dem Weg liegt... würdest du denn eher grad in Ghanzi für die 10d CKGR und Pans Essen einkaufen? Aber ja, da hat sich eine Nacht eingeschlichen, die es nicht wirklich braucht (Abreise aus CKGR, ergänzend Einkaufen und bis nach Khumanga fahren)... Wie steht es denn damit Fleisch und generell Esswaren in Windhoek einzukaufen? Grundsätzlich dürfte man doch keine Frischprodukte über die Grenze nach Botsuana einführen?
Gruss, Michael
GinaChris4'984 Beiträge · seit 201627. Okt. 2021 · #16
Hi Michael,
nimm doch eher CKPAS-03, dann sind es zumindest 20km weniger von Piper. In Rakops gibt es wirklich nur absolute "basics" zu kaufen; ich würde mich in Ghanzi eindecken, und zB Brot selber backen. Du darfst weder rohes Fleisch noch die meisten Gemüse- und Obstsorten von NAM nach BOTS mitnehmen.
miganz81 schrieb:Dass er umgefallen ist, hab ich mitbekommen... Gemäss Reiseführern soll er auch so noch imposant sein... aber klar, wenn er schon schnell stark verrottet ist, dann ist er den Aufwand nicht mehr Wert... Es ginge uns auch mehr um die Gegend, und dann kann man dort noch vorbei schauen...
Wir haben eine Tour von Planet Baobab gemacht. Zum damals noch stehenden Chapman’s, weiter bis zu deren Übernachtungsplatz in der Pfanne, dann am Ufer entlang nach Westen, unter großräumiger Umfahrung von Jack’s Camp, denn die wollen das normale Volk nicht sehen. Dann entlang der Parkgrenze (=cutline ) und die Teerstraße zurück. Die Chefin hat uns höchstpersönlich gefahren und vieles an Fauna und Flora gezeigt und erklärt, was wir sonst nicht gemerkt oder gefunden hätten. War eine schöne Tagestour und es ist auch schön sich mal fahren zu lassen, der Fahrer sieht dann mehr. Kann man wohl auch selber machen, wenn man den Lodgen nicht zu nahe kommt. Irgendwo habe ich gelesen, dass diese Selbstfahrer von der cutline fernhalten wollen, aus welch immer Gründen Grüße
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202127. Okt. 2021 · #18
Hört sich doch gut an... ich habe die Lodge mal angefragt, wie ein solcher Tagesausflug bei Ihnen aussieht, dass es mit den anschliessenden Fahrten aufgeht...
kalachee1'059 Beiträge · seit 200627. Okt. 2021 · #19
Hallo Michael
Ah, durch deinen nachgereichten Routenplan ergibt die Anfrage jetzt schon auch noch mehr Sinn. 😄
Folgende spontanen Überlegungen:
Tag 8: ich würde nicht in Rakops selber übernachten, sondern dafür 2 Nächte Khumaga (Boteti River Camp zum Beispiel) einsetzen. Soweit ich verstanden habe, kann man in Rakops nur eher das Nötigste einkaufen. Das müsstet ihr also vorher in Ghanzi erledigen und danach in Maun wieder.
Tag 18 - 21: allenfalls eine weitere Nacht im Moremi selber, dafür eine weniger im Khwai
Tag 33 - 35: vielleicht eine oder zwei Nächte weniger in der Kwando Core Area (ihr seid ja vorher ausgiebig dort unterwegs mit Dan), dafür dann noch eine oder zwei bei Divundu/Bagani (Ngepi Camp z.B.), so dass ihr dort auch noch den wunderbaren Mahango NP / Buffalo Core Area besuchen könnt. Von dort kann man dann gut durchfahren auf dem Weg zurück nach Windhoek bis Grootfontein oder gar noch etwas weiter.
miganz81Themenstarter139 Beiträge · seit 202128. Okt. 2021 · #20
kalachee schrieb:Hallo Michael Tag 8: ich würde nicht in Rakops selber übernachten, sondern dafür 2 Nächte Khumaga (Boteti River Camp zum Beispiel) einsetzen. Soweit ich verstanden habe, kann man in Rakops nur eher das Nötigste einkaufen. Das müsstet ihr also vorher in Ghanzi erledigen und danach in Maun wieder.
Der Tag ist mir auch gerade noch aufgefallen und habe ihn aus dem Plan gestrichen. Gerade auch wenn wir 5d im CKGR bleiben, können wir am letzten Tag früh los und sollten gut bis Khumaga kommen...
kalachee schrieb: Tag 18 - 21: allenfalls eine weitere Nacht im Moremi selber, dafür eine weniger im Khwai
Khwai North Camp müsste doch IM Park selber sein, oder würdest du dort sowieso eine Nacht auf der Nordseite des Flusses (ausserhalb) einplanen? Die rote Zeile im Magotho ist aktuell eher auf der Streichliste und würde sonst noch einen 11ten Tag bedeuten (Sprit-Knappheit).
kalachee schrieb: Tag 33 - 35: vielleicht eine oder zwei Nächte weniger in der Kwando Core Area (ihr seid ja vorher ausgiebig dort unterwegs mit Dan), dafür dann noch eine oder zwei bei Divundu/Bagani (Ngepi Camp z.B.), so dass ihr dort auch noch den wunderbaren Mahango NP / Buffalo Core Area besuchen könnt. Von dort kann man dann gut durchfahren auf dem Weg zurück nach Windhoek bis Grootfontein oder gar noch etwas weiter.
Der Kwando Core hat uns zusätzlich zu Dan dieses Jahr sehr gut gefallen, weswegen wir dort nochmals 2 Nächte eingesetzt haben. Im Mahango und Buffalo war dagegen sehr wenig los, weswegen wir da eher verzichtet hätten... Aber ja: 1N Kwando Core und 1N Mahango verteilt die nachfolgende Fahrstrecke etwas besser...