DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200631. Jan. 2007 · #1
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200631. Jan. 2007 · #2Danke, ist recht interessant, Gruss VA
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DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200613. Feb. 2007 · #3mal ein paar aktuelle Infos:
In den Überschwemmungsgebieten des
südostafrikanischen Landes Mosambik geben die Behörden trotz der
vorübergehenden Umsiedlung von knapp 70 000 Menschen weiter keine
Entwarnung. Angesichts andauernder Regenfälle drohe sich die
Situation weiter zu verschärfen. Der Krisenstab der Regierung sprach
nach Angaben des südafrikanischen Rundfunks von der schlimmsten Flut
der vergangenen sechs Jahre. Nach der Zentralregion des Landes mit
dem angeschwollenen Sambesi-Strom und seinen Nebenflüssen drohe nun
auch dem Norden eine Überschwemmung. An den Evakuierungen in den
Überschwemmungsgebieten ist auch das Militär beteiligt.
Die aus dem zum Bersten gefüllten Cahora-Bassa-Damm abgelassenen
Wassermassen verschärfen die Situation weiter. Durch die Flut kamen
bisher mindestens 30 Menschen ums Leben, mehr als 4600 Häuser wurden zerstört. Von den heftigen Regenfällen im Süden Afrikas betroffen sind auch Teile der Staaten Sambia, Malawi und Angola, wo durch verunreinigtes Wasser eine Cholera-Epidemie ausgebrochen ist.
Derzeitige Maßnahmen (Regierung + UN):
Evakuierungen (bis zu weitere 280.000 Menschen)
Errichtung weiterer Camps (ca. 30.000 bereits in Camps untergebracht)
Seit 13.02.07 verteilt WFP (UN) Notrationen an rund 6.000 Betroffene
Es besteht Bedarf an:
Lebensmitteln
Trinkwasser (Aufbereitungsanlagen, Tanks, Kanister etc.)
Zelte
Planen
Die Regierung von Mosambik prüft derzeit ein internationales Hilfeersuchen zu stellen.
DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200613. Feb. 2007 · #4Es gibt auch erste Cholera Fälle in Namibia entlang der Grenze zu Angola!
DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200614. Feb. 2007 · #5Hallo zusammen,
hier wieder ein kleines Update für interessierte, ich hoffe ich nerve damit nicht!
Lage Mosambik und weitere Länder im zentralen/südlichen Afrika:
In Mosambik ist weiterhin hauptsächlich die Zentralregion betroffen. Die Lage verschärft sich zunehmend durch Wassermassen, die der nach wie vor zum Bersten gefüllte Cahora Bassa-Damm ablässt. Wegen des Drucks mussten weitere Schleusen geöffnet werden. Um die Ausmaße evtl. zu verdeutlichen: Derzeit fließen ca. 9000 Kubikmeter Wasser pro Sekunde ab.
Der Wasserstand ist auf 7 Meter gestiegen, damit hat er den gleichen Pegelstand wie bei der schweren Flut 2001 erreicht.
Ursache für die Flut im Mosambikanischen Flussdelta sind schwere Niederschläge im Gebiet des Sambesi, der in Angola entspringt und durch Simbabwe und Sambia fließt. Auch dort sind Menschen akut gefährdet.
Viele Menschen sind im Flussdelta auf Landinseln gefangen. Die Strömung ist zu stark um diese mit einfachen Booten zu verlassen. Kein Witz: Selbst Krokodile und Nilpferde flüchten wegen der starken Strömung auf diese Inseln und stellen eine erhebliche Gefahr dar.
Wegen des verunreinigten Wassers ist in mehreren Ländern eine Cholera-Epedemie ausgebrochen, die auch Teile Nord-Namibias erfasst hat.
Infolge der Flut kamen in Angola, Mosambik, Malawi und Sambia bislang mehr als 100 Menschen ums Leben.
Wir erwarten evtl. noch zum Ende dieser Woche ein internationales Hilfeersuchen an die EU!
Gruß,
Carsten
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200614. Feb. 2007 · #6Hab's heute im Fernseher gesehen, stimmt nachdenklich!
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c.porosus140 Beiträge · seit 200615. Feb. 2007 · #7Hallo, ist etwas Genaueres bekannt? Da ich am 26.02.07 nach NAM reise,und in Abhängigkeit vom Wetter auch den Norden als Ziel habe, wäre es für mich interessant, welche Teile im Norden betroffen sind.
Ich bin für jede Info dankbar.
LG Matthias
DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200616. Feb. 2007 · #8Hier mal ein link zur AZ:
http://www.az.com.na/index.php?page=news/news.php&identifier=1079863842&id=18502und hier ein Link zum Reliefweb der UN. Hier findet Ihr alle updates, situation reports und Karten zum entsprechenden Ereignis:
http://www.reliefweb.int/rw/dbc.nsf/doc108?OpenForm&rc=1&emid=FL-2007-000011-ZMBund noch ein Link zu einer hervorragenden Seite unserer ungarischen Kollegen:
http://hisz.rsoe.hu/alertmap/woalert_read.php?id=9576&lang=engWenn Ihr da unter dem Text "DESCRIPTION" auf Situation update open klickt bekommt Ihr noch weitere Infos.
Wer sich generell für Informationen über Schadensereignisse weltweit interessiert dem sei die Karte nahegelegt, die Ihr über den Link "back to alertmap" erreicht, ganz oben links.
Da ich derzeit auf "Karnevalsurlaub" bin, und daher nicht am Arbeitsplatz, komme ich an die Insiderinfos nicht (so gut) ran. Hoffe obige Links helfen erstmal. Falls ich von meinen Kollegen updates erhalte, werde ich sie hier posten.
Gruß,
Carsten<br><br>Post geändert von: derfreed, am: 16/02/2007 09:31
c.porosus140 Beiträge · seit 200618. Feb. 2007 · #9Aufgrund der momentanen Situation im Norden Namibias, ergibt sich für mich die Frage:😃 Muß ich auf die Victoria Falls verzichten?
😈
Matthias
DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200623. Feb. 2007 · #10
Crazy Zebra3'766 Beiträge · seit 200623. Feb. 2007 · #11Hallo Derfreed,
danke für die Info
ist halt schon verrückt - Wasser - Fluch und Segen zugleich!
Gruss VA
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Bazi2'721 Beiträge · seit 200623. Feb. 2007 · #12DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200623. Feb. 2007 · #13Der Zyklon "Favio", der gestern auf die Küste Mosambiks augelaufen ist, hat sich zwar zu einer "tropischen Depression" abgeschwächt, nimmt aber laut den aktuellen Computermodellen direkten Kurs auf die überfluteten Gebiete im Bereich Mosambik, Zambia und Zimbabwe. Dabei bringt er zu den ohnehin schon schweren Regenfällen noch weitere Wassermassen mit sich. Von dort könnte er ggf. auch weiter nach Angola ziehen und auch die jetzt ebenfalls bereits betroffen Caprivi Region weiter überfluten. Diese Computermodelle sind aber nur sehr vage Rechnungen und man kann den Zug der Depression nur bis auf ca. 1 Tag vorhersagen.
Vom indischen Ozean kommt derzeit ein weiterer schwerer Zyklon auf die Westküste Madagaskars zu, der falls er vorher nicht abdreht, auch das afrikanisch Festland treffen kann. Natürlich auch hier wieder direkt auf Mosambik. Derzeit ist es ein Zyklon der Stufe 3, er wird aber bis morgen die Stufe 4 erreicht haben. Auch dieser bringt wieder enorme Wassermassen und zerstörerische Kraft mit sich.
Die komplette Region steht wohl erst am Anfang der Katastrophe und wenn man sich die Niederschlagsprognosen kombiniert mit den Zyklonen anschaut, wird es wohl noch heftiger werden. Welche Auswirkungen, auch weil die Frage aufkam, diese Situation auf die Viktoria Falls hat, kann man nicht sagen, da der Zambezi ja Richtung Ostküste fliest und dort erst die große Überschwemmung anfängt. Da aber auch jetzt in der Caprivi Region Überschwemmungen auftreten, ist dies für die Region um die Vic Falls nicht ausgeschlossen.
Hoffen wir mal das Beste!
Gruß,
Carsten
Post geändert von: derfreed, am: 23/02/2007 13:35<br><br>Post geändert von: derfreed, am: 26/02/2007 11:49
c.porosus140 Beiträge · seit 200623. Feb. 2007 · #14In der heutigen Ausgabe der AZ steht auch ein interessanter Artikel zur gegenwärtigen Hochwassersituation im Norden NAM.
Es sieht nicht so gut aus.Hoffen wir mal, daß es nicht so schlimm wird.
Für meine geplante, am Montag beginnende Reise, bedeutet das, der Etoscha NP wird das nördlichste Ziel . Schade!!!
Matthias
DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200623. Feb. 2007 · #15DEderfreedThemenstarter726 Beiträge · seit 200626. Feb. 2007 · #16Aktuelle Info zu Namibia:
The current floods are affecting four constituencies, Kabbe, Katima Rural, Linyanti and Kongola. Some families have already been displaced by the floods especially those residing close to the river banks and the nearby flood plains such as Lisikili, Isize and Kabbe. The displaced communities lack basic necessities such as shelter, clean water and sanitation. The roads in the flood plain will be impassable in a few days. The government has identified temporary relocation sites at Lusese, Schuckmansburg, Kabbe and Impalila, but all of them are not yet cleared. No proper assessment has been done and the situation is worsened by lack of transport facilities such as vehicles and boats. Most of the fields in these villages are underwater and crops that are far from maturing are completely submerged. A total of 1,569 students from 11 schools in the Kabbe and Katima rural constituencies will be relocated to higher ground as their schools are already surrounded by flood water. The schools in upper land need assistance in the form of shelter and food for students and teachers. The villages located in low lying areas have also been put on alert for evacuation if the river continues rising and posing more threat of floods. Floods come against a background of high levels of poverty, worsened by one of the highest rates of HIV and AIDS prevalence region in the country.
pacific95 Beiträge · seit 200726. Feb. 2007 · #17Hallo,
als Namibia-Neuling versuche ich gerade, diese Infos regional zu sortieren.
Hier habe ich schonmal die Bezirke gefunden. Alle betroffenen Gebiete liegen im östlichen Caprivi. Damit fällt der für Mitte März angedachte Abstecher dorthin wohl aus? 🙁
Im Gegensatz dazu scheint Etosha eher weniger Wasser abbekommen zu haben...
Viele Grüsse,
Gerd
MSmschwirkGast19. März 2007 · #18Hallo zusammen,
ich finde leider keine Infos, wie sich die Hochwassersituation entwickelt hat. Weiß jemand etwas näheres auch zur Situation in Chobe, Savuti und Moremi?
Viele Grüße
Martina