Hallo wir, also ich und ein befreundetes Ehepaar (im jungen Rentenalter) bereisen vom 01.05. bis 28.05.2022 den Nord-Westen von Namibia, das Kaokoland. Wir reisen mit 2 4x4 Camper-Fahrzeugen und würden uns über eine 4. Reisebegleitung, in etwa unserem Alter, freuen. Angedachten Route: Windhoek - Swakopmund - Kaokoland (Hartmann-Valley / Marienfluss) - Epupa Falls - Etosha - Waterberg - Windhoek. Übernachtung im 4x4 Camper oder auch ab und zu in Lodges. Bedingungen: Führerschein um auch aktiv Fahrtstrecken zu übernehmen. Freude an der Natur, der Einsamkeit und dem Kontakt mit fremden Kulturen. Ich stelle mir eine unkomplizierte, kultivierte Person vor. Budget: sFr. 4000 - 5000. Ich freue mich auf deinen Kontakt Werner📎 MöglichesRoutingNamibia2022.pdf
Chrigu7'272 Beiträge · seit 200613. Juni 2021 · #2
Hallo Werner
Herzlich Willkommen im Namibia-Forum. Ich wünsche Euch, dass ihr mit dem Aufruf jemand geeignetes findet. Ich habe mir die Tour mal angeschaut. Grundsätzlich ist wenig dagegen zu sagen. Ausser, dass Epupa in der Reihenfolge zwischen Marienflusstal und Opuwo nicht hineinpasst. Für mich macht es aber den Eindruck, dass wer auch immer dieses "mögliche Routing" zusammengestellt hat. Keine Ahnung von der Tour hat. Wirklich tolle Gebiete an der Route werden mit keinem Wort erwähnt. In Gebieten die nicht ohne sind steht dann etwas wie "offenbar schöne «wilde» Campingplätze". Ich hoffe dass ihr euch noch richtig gut informiert oder vom Reiseanbieter zumindest eine sehr gut ausgearbeitete Tour erhaltet.
Herzliche Grüsse Chrigu
zebra.reisen: Individuelle und Begleitete Selbstfahrerreisen, Kleingruppenreisen und Reiseberatung
Satellitentelefon: Satellitentelefon für die weltweite Nutzung
Reiseplanung / Reiseberatung: Besprechung per Videokonferenz
Der Zebra Shop: Karten, Bücher und Infos für das südliche Afrika
Erlebnisse: Einige unserer Reiseerlebnisse aus Namibia, Botswana und Sambia
zu Reiseagentur Brandner: ich habe mal auf die Seite geschaut und festgestellt, dass die so ziemlich alles anbieten, also keineswegs Spezialist für das südliche Afrika sind. Die Informationen zu Reisen in Namibia zu Coronazeiten zum Beispiel sind schlicht falsch oder zumindest seit vielen Wochen veraltet.
Zur Tour selber hat Chrigu schon was geschrieben. Zudem halte ich "anspruchsvolle 4WD Tracks" mit den angezeigten Autos für schwierig, zum Beispiel den Pass hinter dem Marble Camp ins Marienflusstal (Red Drum Pass) würde ich mit so einem Auto keinesfalls fahren wollen. Der Van Zyl´s Pass wird von fast allen Autovermietern sowieso nicht erlaubt, könnte also eh nicht zur Debatte stehen. Die angedachte Zeit von gut drei Wochen incl. Flug lässt ja nur ca. 20-22 Tage vor Ort übrig, da ist die angedachte Tour eine Hetze. Mal eben von Purros ins Marienflusstal zum Beispiel ist nicht an einem Tag gefahren. Und wenn man immer nur abends ankommt und morgens wieder weiterfährt, kann man die "schönen wilden Plätze" kaum geniessen.
Vielleicht schreibt Ihr ein wenig mehr zu Euch, das Alter grenze ich mal auf irgendwie zwischen 60 und 70 ein. Mich würde als potentielle Mitfahrerin interessieren, wieviel Offroaderfahrung vorhanden ist, wie gut Ihr mit einfacher Campingküche und Vorratshaltung vertraut seid (Im Kaokoveld gibt es keine Möglichkeit, die Vorräte aufzustocken), wie gut Ihr Namibia oder unliegende Länder schon kennt... Und ist das angegebene Budget incl. Flug oder ohne?
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
Zur Tour selbst wurde eh schon geschrieben das man sich da noch ein paar Gedanken machen sollte.
Mich würde eher interessieren ob es tatsächlich realistisch ist als 4ter im Bunde mit drei Freunden mitzufahren. Ich wollte 2019 ans Nordkap fahren (bin 56) und fand den Gedanken lustig sich mit jemand wildfremden zusammen zutun und in meinem Mini gemeinsam zu fahren. Aus verschiedenen Gründen, hab ich das dann alleine durchgezogen und das war gut so. Ich denke da an die "wear and tear" Situationen die sich zwangsweise bei längeren Roadtrips ergeben. Müdigkeit, Erschöpfung, viele Erlebnisse (positive), overload an Eindrücken, Stress Situationen, irgendwann kommt es zwangsweise zu Spannungen, besonders als 4ter im Bunde. Dann noch im selben Auto schlafen also auf engstem Raum, oder in der Lodge im selben Zimmer. Es gibt keine Möglichkeit in einer Spannungssituation Abstand zu bekommen. Seht Ihr das so viel entspannter? Klar mit 20 wäre mir das auch egal gewesen.
die Vorteile kann ich Dir schnell nennen: bei Deiner Rechnung 2000 Franken Preisunterschied und niemand, der Dich am Steuer ablösen kann, falls Du doch mal schlecht drauf bist oder lieber gucken als fahren willst.
Die Nachteile, die Du genannt hast, sind aber natürlich nicht von der Hand zu weisen. Ich war 2019 mir einer Frau, die ich durch das Forum gefunden habe, in Namibia mit einem Bushcamper unterwegs. Das hat toll geklappt, Glück gehabt. Aber wir hatten auch beide die gleichen Voraussetzungen, jeder hatte nur den anderen und keine weiteren Freunde "aus dem eigenen Lager" dabei.
Viele Grüße Karin
Würde sollte niemals ein Konjunktiv sein.
Namibia 2016: Infos zu Auto+Camps+die "Jahrhundertsichtung"
Namibia 2015: Namibia - Mein Seelenland
Namibia und Botswana 2014: Überraschungstour Namibia und Botswana mit Guide
Namibia 2013: Drei Heidjer in Namibia - Guck mal, Elefanten!
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Juni 2021 · #6
Bluesbrother928 schrieb: Mich würde eher interessieren ob es tatsächlich realistisch ist als 4ter im Bunde mit drei Freunden mitzufahren.
Dein Einwand ist natürlich berechtigt, aber bis zur Reisezeit ist ja noch 'ne Weile hin. Da könnte man sich vorher mal für 'ne Tour über ein verlängertes Wochenende treffen und zumindest einen Eindruck voneinander bekommen.
Und eine Reise zu dritt in zwei Fahrzeugen ist in der Tat auch nicht so toll, wenn die Fahrzeugbesatzung nicht jeden Tag rotiert. Die Reisepartnersuche ist also durchaus nachvollziehbar.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Ich bin halt noch unter dem frischen Eindruck unserer Kaokoveld Tour und traue mich zu behaupten, das man schon ein gutes Team sein sollte um das gemeinsam zu machen. Ich meine nur wenn man die Reise (besonders Kaokoveld) bei einem Veranstalter bucht, hat man möglicherweise einen etwas falschen Eindruck davon, und das verleitet dann auch dazu, die Kosten durch mehr Köpfe teilen zu wollen. Sich beim Fahren abzuwechseln ist sicher für manche ein Argument - für mich nicht. Wie machst Du das beim biken mit dem abwechseln? Tandem? 😄 Aber es ist eh jedermanns Sache was man sich zumutet. Die Kosten aus meinem vorigen Post habe ich wieder entfernt, weil das finanzielle da nichts verloren hat. Rechnen muss eh jeder selber können 🙂
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200613. Juni 2021 · #8
Bluesbrother928 schrieb: Sich beim Fahren abzuwechseln ist sicher für manche ein Argument - für mich nicht. Wie machst Du das beim biken mit dem abwechseln? Tandem? 😄
… ich habe beim Rotieren der Fahrzeugbesatzung nicht an die Abwechslung beim Fahren gedacht. Drei Personen sind die kritischste Zahl einer Reisegruppe. Schnell passiert es, dass bei Diskussionen über eine Strecke, Übernachtung (oder was auch immer) immer die gleichen zwei gegen einen stimmen. Die Gefahr wird umso höher, wenn diese zwei zuvor den ganzen Tag zusammen im Auto sitzen und sich quasi bereits tagsüber einigen. Diskutiert man am Abend über den nächsten Tag und kommt zu verschiedenen Ideen, dann kommt bei einer Abstimmung immer das gleiche 2:1 raus. Dies war der Gedanke hinter der Rotation bei der Fahrzeugbesatzung und nicht das Fahren.
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...