Bevor der Bericht zum nächsten Tag folgt, hier noch ein Bilder unseres Hotels Altiplánico in San Pedro de Atacama:





Tag 19 – San Pedro de Atacama – Codpa Valley
In Geduld üben an der gesperrten Panamericana ... vor dem großen Rennen
Ein langer Fahrtag liegt vor uns. Unser heutiges Ziel heißt Codpa Valley. Um dorthin zu gelangen, müssen wir 675 Kilometer zurücklegen, zumeist auf der Panamericana. Dies ist zwar alles Neuland für uns in Chile, da wir bisher nie nördlicher als Calama gekommen sind, trotzdem ist dieser Streckenabschnitt der Ruta 5 erwartungsgemäß nicht besonders spannend. Über Stichstraßen sind einige Petroglyphen zu besichtigen und die Reserva Nacional Pampa del Tamarugal entlang des Abschnitt kurz vor dem Abzweig nach Iquique wirkt auf uns jetzt auch nicht sonderlich spannend. Weitere Besichtigungspunkte werden wir uns für die Rückfahrt aufsparen.
großes Gerät unterhalb der Kupfermine Chuquicamata
Zu allem Überfluss stellen wir in der Nähe von Cuyo fest, dass mal eben für Bauarbeiten und Sprengungen die Panamericana für mehrere Stunden gesperrt ist. So reihen wir uns in die immer länger werdende Schlange von Wartenden ein. Wir sind genervt, weil uns niemand, den wir fragen, sagen kann, wann die Panamericana wieder geöffnet wird. Umfahren geht hier auf mehreren Hundert Kilometern nicht, also bleibt uns nichts anderes übrig, als uns in Geduld zu üben. Nach über zwei Stunden, es ist mittlerweile schon kurz nach 17:00 Uhr, wird die Strecke wieder freigegeben. Die Chilenen fahren nicht gemäß ihrer Position in der Schlange los, sondern jeder rennt so schnell es geht zu seinem Wagen, springt rein und alle liefern sich ein Rennen, bei dem es scheinbar um jeden einzelnen Platz geht, irgendwann kommt dann natürlich auch der Gegenverkehr von der anderen Seite. Wir hoffen nur, dass wir bei diesem irrsinnigen Fahrstil hier wieder heil herauskommen, was uns dann zum Glück auch gelingt.
Da war das Rennen um die vermeintlich besseren Plätze bereits größtenteils vorbei:
Nach einiger Zeit erreichen wir dann den Abzweig zum Codpa Valley. Wir begegnen nur noch ganz wenigen Autos. Die Landschaft wird jedoch wesentlich abwechslungsreicher, immer wieder entlang der Strecke sehen wir weitläufige Areale mit Apachetas (Steinhäufchen). Zudem wird die Strecke flankiert von kleinen, rot leuchtenden Canyons und Felsen in Wellenform. Die Apachetas wurden von den hier lebenden Menschen errichtet. Sie dienten als Altare zu Ehren der Mutter Erde (Pachamama), aber auch als Wegweiser. Da jetzt alles in ein sehr schönes Nachmittagslicht gehüllt ist, strahlt diese Landschaft etwas Mystisches aus.


Wir erreichen den Ort Codpa und mit ihm das Ende der Asphaltstraße. Codpa liegt wirklich in einem Valley, ringsum ragen steile Felswände empor. Hier auf ca. 1.850 Metern Höhe leben weniger als 200 Menschen, aber es gibt eine Unterkunft mit 16 Gästezimmern, die Codpa Valley Lodge. Alles wirkt ziemlich verlassen, aber nicht verfallen. Auch als wir den Rezeptionsbereich betreten, dauert es einen Moment, bis wir empfangen werden. Ein paar Brocken Spanisch sind jetzt äußerst hilfreich, denn wir bestellen gleich unser Abendessen im Restaurant. Ein Blick ins Registrierungsbuch zeigt uns, dass wir neben einem weiteren Paar, das heute eingecheckt hat, seit längerer Zeit die einzigen Gäste sind. Die Zimmer sind zwar einfach, aber sauber und auch das Badezimmer ist in Ordnung. Jedoch gibt es nur wenige Stunden am Tag warmes Wasser und Strom.
Während wir auf der Terrasse auf unser Abendessen warten, spricht uns das andere Paar auf Deutsch an und fragt uns, ob sie sich zu uns setzen könnten. So verbringen wir ganz unerwartet bei einem guten und sehr reichhaltigen Abendessen noch einen wirklich schönen Abend mit den beiden einzigen anderen, sehr netten Gästen.







In Geduld üben an der gesperrten Panamericana ... vor dem großen Rennen
Ein langer Fahrtag liegt vor uns. Unser heutiges Ziel heißt Codpa Valley. Um dorthin zu gelangen, müssen wir 675 Kilometer zurücklegen, zumeist auf der Panamericana. Dies ist zwar alles Neuland für uns in Chile, da wir bisher nie nördlicher als Calama gekommen sind, trotzdem ist dieser Streckenabschnitt der Ruta 5 erwartungsgemäß nicht besonders spannend. Über Stichstraßen sind einige Petroglyphen zu besichtigen und die Reserva Nacional Pampa del Tamarugal entlang des Abschnitt kurz vor dem Abzweig nach Iquique wirkt auf uns jetzt auch nicht sonderlich spannend. Weitere Besichtigungspunkte werden wir uns für die Rückfahrt aufsparen.
großes Gerät unterhalb der Kupfermine Chuquicamata


Da war das Rennen um die vermeintlich besseren Plätze bereits größtenteils vorbei:





Während wir auf der Terrasse auf unser Abendessen warten, spricht uns das andere Paar auf Deutsch an und fragt uns, ob sie sich zu uns setzen könnten. So verbringen wir ganz unerwartet bei einem guten und sehr reichhaltigen Abendessen noch einen wirklich schönen Abend mit den beiden einzigen anderen, sehr netten Gästen.



































































