Etosha/Kavango/Caprivi Okt/Nov 2020

11 Antworten · 3'382 Aufrufe · gestartet 16. Nov. 2020 von pollux
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Themenstarter1'678 Beiträge · seit 200716. Nov. 2020 · #1
Ein paar Anmerkungen zu Etosha/Kavango/Caprivi , 15.10. bis 15.11.2020

Unser kurz entschlossener 4 Wochen Corona Urlaub hat sich sehr gelohnt, Namibia ist so leer wie vor fast 30 Jahren. Wir erkennen natürlich an, dass das für das Land und den Tourismus sehr schlecht ist. Die Situation im Land ist sehr entspannt. Wir waren fast immer die einzigen touristischen Besucher in den Camps - viele versuchen, sich mit Unterkunft für lokale Arbeiter über Wasser zu halten, das hat uns aber nie gestört. Nur bei Hakusembe waren zufällig alle vier Campsites belegt. Es war sehr heiß, oft 37 Grad und mehr, bis am Ende die ersten Regen kamen.

Die Unterkünfte von West nach Ost: Halali, Onguma Leadwood (Lage nicht attraktiv im Busch, aber man kann die Lodge-Infrastruktur mitbenutzen), Simanya River Lodge, Hakusembe, Mukuku (Inhabergeführt), Mobola (ist ja im Forum bekannt), Emms Cubango (wir haben dazu separat etwas geschrieben), Nunda (sehr empfehlenswert, gutes Dinner wurde für 4 Gäste gemacht), White Sands, Nambwa, Mukolo (Inhabergeführt), Namushasha, Malyo (rustikal, aber gut), Mudumu Campsite 3 (mit Abstand am schönsten), Nkasa Lupala Lodge (wir haben nach Ankunft den SADC-Preis bekommen), Livingstone Camp, Mutoya Lodge, Zambezi Mubala Camp

Etosha: Die Hauptpisten und auch viele Wasserlochzufahrten sind sauschlecht. Macht echt keinen Spaß. Sie sollen jetzt angeblich erneuert werden. Zu den heftigen Bränden wurde ja schon geschrieben.

Mahango: Das gleiche Übel mit den Pisten. Die Zufahrt von Bagani ist so schlecht, dass rechts und links Parallelpisten entstanden sind. Im Park hat auch der River Loop Wellblech, es ist eine Schande. Einige der Floodplain-Abstecher sind irgendwie geschlossen worden, einer endet als Sackgasse. Im Park sind Jäger unterwegs, es gibt eine Jagdkonzession im Park!

Buffalo: Auch hier wurde gegenüber unserem letzten Besuch 2016 die Verkehrsführung geändert. Man kann nicht mehr durchgängig am Ufer entlang fahren. Das ist schon ein Nachteil.

Nambwa: Tiefsand wie immer, ansonsten unverändert, nur dass niemand da war, die Lodge war vollkommen leer. Der Long Pool ist fast ausgetrocknet.

Mudumu: sehr schön, viele Elefanten, die Aussichtsplattform in der Nähe der Campsite 3 kannten wir noch nicht. Man zahlt jetzt an der Teerstraße beim nördlichen Eingang.

Mamili/Nkasa Lupala: Sehr wenig Wasser, fast nur noch am Linyanti-Hauptkanal. Unter den Zufahrtsbrücken ist alles trocken, kein Anwohner kann sich an so was erinnern. Die Hauptpisten im Park sind relativ gut.

Zambezi: Das Vogelleben am Zambezi ist unvergleichlich. Wir haben noch nie so viele African Skimmer gesehen. Eine Bootsfahrt vom Mubala Camp ist ein Muss, man muss aber für echtes Birding den richtigen Guide haben, wir hatten erst Alex, das war ein Reinfall, und haben dann kostenlos nochmal eine Tour mit Masule bekommen, der war super. Die Kolonie der Scharlachspinte hat ihren Standort verlegt, sie ist jetzt nicht mehr am Ufer, sondern ein Stück weiter Inland bei 17 Grad 32‘ 12“ Süd, 24 Grad 32‘ 47“ Ost.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
16,9k Beiträge · seit 201216. Nov. 2020 · #2
pollux schrieb:
Mahango: ....Im Park sind Jäger unterwegs, es gibt eine Jagdkonzession im Park!
Wer jagt denn da?
Jagdtouristen aus Übersee können es zur Zeit ja eher nicht sein, auf Grund der Reisebeschränkungen.

LG
Logi
33,1k Beiträge · seit 200616. Nov. 2020 · #3
Jagdtouristen aus Übersee können es zur Zeit ja eher nicht sein, auf Grund der Reisebeschränkungen.
es sind aktuell relatiuv viele Trophäenjäger im Land, vor allem auf Großwild, da häufig die sauteuren Lizenzen am Jahresende ablaufen und der Anbieter dann zigtausende US-Dollar verliert. Vorgestern waren zahlreiche in der Gegend der Ndhovu Lodge.
Die Kolonie der Scharlachspinte hat ihren Standort verlegt, sie ist jetzt nicht mehr am Ufer, sondern ein Stück weiter Inland bei 17 Grad 32‘ 12“ Süd, 24 Grad 32‘ 47“ Ost.
krass wie schnell sich das ändert, denn als ich Mitte Oktober dort war, war die Kolonie weiterhin direkt am Ufer, etwa 30 Gehminuten westlich der Zambezi Mubala Lodge zu finden. Ider meinst Du eine andere Kolonie als ich...?!

Viele Grüße
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 16. Nov. 2020
Themenstarter1'678 Beiträge · seit 200716. Nov. 2020 · #4
@Christian: Die eingezäunte Kolonie mit dem Turm war leer (Stand 5.11.20). Uns wurde erzählt, dass evtl. Warane zu viele Eier geraubt haben, und die Kolonie darauf reagiert hat. Wir haben an dem alten Platz auch einen Waran gesehen. Die Kolonie ist etwas 1/2 km weiter im Inland.
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33,1k Beiträge · seit 200616. Nov. 2020 · #5
Hi Pollux,

dann meine ich eine ganz andere. Bei uns war eine direkt am Sambesi etwa bei -17.537271, 24.552740 zu finden.

Viele Grüße
Christian
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Themenstarter1'678 Beiträge · seit 200716. Nov. 2020 · #6
@Christian: Du meinst schon "die Kolonie". Sie war bei -17.536480, 24.551089. Der Turm ist bei -17.535831, 24.551218.
Die neue Kolonie ist bei -17.536518, 24.546376
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33,1k Beiträge · seit 200616. Nov. 2020 · #7
Du meinst schon "die Kolonie". Sie war bei -17.536480, 24.551089. Der Turm ist bei -17.535831, 24.551218.
ok cool. Also Mitte Oktober waren noch hunderte Vögel direkt am Ufer. Einen Turm habe ich nicht gesehen, war aber auch nur zu Wasser und nicht Land unterwegs.

Viele Grüße
Christian
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96 Beiträge · seit 201316. Nov. 2020 · #8
Hallo Pollux,

Ich plane die Reise fast genau so für die nächste Woche, ist ja ein Ding. 😁
Das mit den Jägern verschlägt mir aber die Sprache, Mist.

Hast Du denn ein paar Tiere ( auch Katzen ) vor die Kamera bekommen ?
Da ich mit einem Camper auf Tour bin, habe ich noch nichts reserviert. Geht das mit den Unterkünften vor Ort kurzfristig ? Ich hatte zwar Simanya River Lodge und Mukuku angeschrieben aber keine Rückmeldung erhalten aber dann haben sie wohl geöffnet.

Warst du auch im Livingston Camp. Das hätte ich auch noch auf meiner Liste.

Danke für Deine Rückmeldung.

Stefan
Themenstarter1'678 Beiträge · seit 200717. Nov. 2020 · #9
@Stefan: Also Katzen nur im Etosha, obwohl es im Buffalo Löwen gibt. Die normalen Tiere gibt es überall.

Mahango: relativ wenig Tiere, keine Elefanten. Die Piste zum Inland-Wasserloch, die kurz nach dem Eingang rechts abgeht ist gut zu befahren. Dort war eine Herde Rappenantilopen.

Buffalo: die üblichen Floodplain Tiere und Vögel, auch keine Elefanten. Im Hinterland Kudus und Rappen.

Nambwa: am Horseshoe auch keine Elis. Mit Elis hatten wir irgendwie Pech, außer im Mudumu.

Alle Camps sind so leer, da braucht es keine Reservierung. Wir haben immer 1-2 Tage vorher angerufen, damit sie Bescheid wissen und planen können. Livingstone war offen.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
96 Beiträge · seit 201317. Nov. 2020 · #10
pollux schrieb:@Stefan: Also Katzen nur im Etosha, obwohl es im Buffalo Löwen gibt. Die normalen Tiere gibt es überall.

Mahango: relativ wenig Tiere, keine Elefanten. Die Piste zum Inland-Wasserloch, die kurz nach dem Eingang rechts abgeht ist gut zu befahren. Dort war eine Herde Rappenantilopen.

Buffalo: die üblichen Floodplain Tiere und Vögel, auch keine Elefanten. Im Hinterland Kudus und Rappen.

Nambwa: am Horseshoe auch keine Elis. Mit Elis hatten wir irgendwie Pech, außer im Mudumu.

Alle Camps sind so leer, da braucht es keine Reservierung. Wir haben immer 1-2 Tage vorher angerufen, damit sie Bescheid wissen und planen können. Livingstone war offen.
Oh, da bin ich mal gespannt was mich so erwartet. Wenn es mir garnicht gefällt fahre ich zurück in den Etosha 😐
Ich hoffe es gibt Kingfisher ( Malachite und Pygmy ) sowie viele Bienenfresser.

Dass das Wild abhaut kann ich Verstehen, wenn Jäger unterwegs sind.

Danke für Deine Antwort. Weitere Tipps nehme ich natürlich gerne an.

Gruß Stefan
96 Beiträge · seit 201315. Dez. 2020 · #11
Da bin ich wieder 😄

Auch wenn die Tiersichtungen im Etosha einfach super waren bin ich doch im Caprivi geblieben. Mir hat es dort sehr gut gefallen.

Geregnet hat es nicht sehr oft aber wenn doch recht kräftig für circa 30 Minuten.

Danke für Eure Tipps !

Meine Highlights in der Region waren Nambwa Campsite und die Shametu River Lodge.

Gruß Stefan
96 Beiträge · seit 201315. Dez. 2020 · #12
pollux schrieb:@Stefan: Also Katzen nur im Etosha, obwohl es im Buffalo Löwen gibt. Die normalen Tiere gibt es überall.

Mahango: relativ wenig Tiere, keine Elefanten. Die Piste zum Inland-Wasserloch, die kurz nach dem Eingang rechts abgeht ist gut zu befahren. Dort war eine Herde Rappenantilopen.

Buffalo: die üblichen Floodplain Tiere und Vögel, auch keine Elefanten. Im Hinterland Kudus und Rappen.

Nambwa: am Horseshoe auch keine Elis. Mit Elis hatten wir irgendwie Pech, außer im Mudumu.

Alle Camps sind so leer, da braucht es keine Reservierung. Wir haben immer 1-2 Tage vorher angerufen, damit sie Bescheid wissen und planen können. Livingstone war offen.
Kurze Rückmeldung:

Mahango: Viele Antilopen und Giraffen. Zum Abschluss eine Herde mit sicher 200+ Elefanten. Das habe ich noch nie gesehen.
Buffalo: Morgens Löwen an der alten Militärstation ( auch mit Cubs )

Nambwa: Erst am Ende der Reise kamen die Elefanten zurück ( sind wohl zwischen Nov und Feb eigentlich in Botswana oder Angola ). Es waren so 40 Tiere in einer Herde. Wildhunde gab es am River Loop.

Nkasa: Wenig Tiere nur einige große Büffel Herden.

Mudumu: Sehr wenig Wild. Einen Elefanten und der Bereich zwischen der Lodge und den Campsites war sehr schwer zu befahren. Ich habe, aufgrund der vielen doch sehr matschigen Passagen, die Fahrt aufgegeben und bin zurück zur Hauptstrasse. Das war auch nicht einfach aber machbar. Da keine weiteren Touristen im Park waren, wollte ich mich auf keinen Fall festfahren. Das Mobilfunknetz war oft nicht verfügbar.

Gruß Stefan