Masai Mara - Nairobi, 20.9.20Wir hatten noch Zeit, gemütlich zu frühstücken, bevor es zum Keekorok-Flugfeld losging.
Jo eröffnete uns, dass John uns alleine fahren würde, da Philipp, der 2. Guide des Camps, von einer enormen Ansammlung von Gnus und Zebras berichtet hatte, und er wollte sich das mögliche Crossing nicht entgehen lassen. (Wie John uns später berichtete, gab es tatsächlich ein spektakuläres Crossing, dass über 2 Stunden gedauert haben soll! 😈 Wenn er wollte, dass wir unseren Abschied bedauern, das hat er erreicht.)
Die gesamte Crew hat uns sehr herzlich verabschiedet, und dann ging es auch schon los.
Wenn diese beiden uns verabschieden wollten, dann haben sie es verschlafen:
Außer großen Herden sahen wir kurz vor dem Flugfeld noch diese Löwin bei ihrem Riss:
Obwohl vollgefressen, versuchte sie immer noch die Geier von dem Kadaver zu vertreiben:
Irgendwann hatte sie von den Spielchen aber die Nase voll und kehrte dem Ganzen den Rücken zu
und querte direkt hinter unserem Auto die Straße:
Noch ein letzter Blick zurück
dann durften die Geier übernehmen:
Wir warteten dann mit John zusammen auf unser Flugzeug (er hat es sich nicht nehmen lassen, uns noch zuzuwinken). Der Flug war wieder sehr angenehm, nur dass wir diesmal direkt hinter den Piloten saßen. Véro fand es etwas beunruhigend, dass der Pilot die ganze Zeit mit seinem Handy zugange war, ich hatte den Eindruck, dass er dem Copiloten vermitteln wollte, dass er ungetrübtes Vertrauen in ihn hätte. 😗
Durch die Vorverlegung des Inlandsflugs hatten wir nun viel Zeit in Nairobi. John hatte organisiert, dass unser Abholer uns in ein Gartenrestaurant (den Namen haben wir leider vergessen) bringt und uns nach ein paar Stunden wieder abholt. Abgesehen davon, dass es etwas kühl und bedeckt war, hat es uns gefallen: das Essen war lecker, wir konnten in Ruhe lesen und einige Vögel fotografieren:
Diesen mir unbekannten (wer kann helfen? Natürlich Elvira): White-eyed slaty Flycatcher
und die
Olive Thrush (seit 2010) Abyssinian Thrush (Danke, Elvira!):
Der Rückflug war nicht so angenehm wie der Hinflug (trotz BC haben wir nur wenig geschlafen). In HH haben wir dann das Testcenter für Reiserückkehrer am Flughafen gesucht und unseren Test gemacht. Im Nachhinein gesehen hätten wir lieber wieder zu Centogene gehen sollen. Erstens war die Prozedur dort nicht so unangenehm - nur Rachenabstrich und nicht in der Nase. (Véro meinte hinterher, nächstes mal geht sie lieber 2 Wochen in Quarantäne. 😄 ) Und zweitens hatte ich mein negatives Ergebnis nach 30 Stunden, Véro erst nach über 3 Tagen auf Nachfrage: "Ach, haben wir Ihnen das nicht geschickt? Tut uns leid." So musste ich 3 Tage lang alle Einkäufe erledigen! 😈 😎 😄
Ein Fazit des Malaika-Camps kann ich mir wohl sparen, unsere Begeisterung dürfte auch so rübergekommen sein.
Und die Reise insgesamt? Für Véro war es die schönste Afrikareise überhaupt (allerdings auch, weil wir fast die ganze Zeit allein waren), für mich war es die Reise mit den spektakulärsten Sichtungen in unglaublich dichter Abfolge. Allerdings ziehe ich immer noch Selbstfahrerreisen
im mit Zelt vor. Leider habe ich den Eindruck, dass ich langsam zu alt dafür bin.