Ölbohrung Okavango-Ökosystem NAM/BOT

336 Antworten · 47,1k Aufrufe · gestartet 16. Sept. 2020 von travelNAMIBIA
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Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200618. Sept. 2020 · #2
📎 MediaReleaseReconPEL73_September2020(002).pdf
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200620. Sept. 2020 · #3
📎 Article.pdf
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
16,9k Beiträge · seit 201221. Sept. 2020 · #4
Heute dazu in der AZ

Rohölsuche südlich vom Okavango-Fluss https://www.az.com.na/nachrichten/rohlsuche-sdlich-vom-okavango-fluss2020-09-21/
Bergbauministerium: Suche findet nicht im umweltempfindlichen Gebiet statt

Ein kanadisches Unternehmen, das die Erlaubnis bekommen hat, im Nordosten Namibias die Suche nach Rohöl bzw. Erdgas zu beginnen, wird weder die als kontrovers bezeichnete Fracking-Methode anwenden, noch wird das Unternehmen Bohrungen in einem umweltempfindlichen Gebiet ausführen....


LG
Logi
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200608. Okt. 2020 · #5
Petition dazu: https://secure.avaaz.org/community_petitions/en/the_collective_governments_of_namibia_and_botswana_lets_protect_the_okavango_basin_from_the_harmful_effects_of_fracking_and_oil_drilling
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
zuletzt bearbeitet 08. Okt. 2020
10 Beiträge · seit 201231. Okt. 2020 · #6
https://www.nationalgeographic.com/animals/2020/10/oil-drilling-fracking-planned-okavango-wilderness/?fbclid=IwAR1CGmldLn-cGbdUnPAaqCBxilV84967cU7kbeIxV3IyEiimTaDGFYbkclw

Auf beigefügter Seite des National Geographic steht es anders. Fracking ist sehr wohl eine Option und der Einfluss auf die empfindlichen Ökosysteme wird gewaltig sein. Die Behörden versuchen scheinbar, das zu verschleiern...
Es geht wie immer um Geld und Gier!
Viele Grüße
Christine
Gast31. Okt. 2020 · #7
In den letzten Jahren gab es schon einige Berichte zu diesem Thema, betr. Botswana hier
https://www.namibia-forum.ch/forum/34-diverses/288087-fracking-in-botswana-ktp.html?start=0
eine aktuellere Karte als diese hier aus 2012 betr. Explorationslizenzen
https://photos.state.gov/libraries/botswana/19452/pdfs/Areas%20With%20Prospecting%20Licenses%20and%20Mining%20Lease.pdf
kann ich nicht finden. Falls jemand kennt, bitte hier posten oder verlinken
Danke und Grüße
4'984 Beiträge · seit 201631. Okt. 2020 · #9
Werner,
hier > https://www.oilmap.xyz/
nach Aufruf links oben auf "Exploration" und in der Karte auf die gewünschte Region zoomen.
Gruß Gina
Gast31. Okt. 2020 · #10
Danke Gina, aus BW wurden mehrere „gas to power“ Projekte in Planung und Entwicklung berichtet. Ein kleines für 2 MW ist schon fortgeschritten, die Probesonden als tauglich bestätigt und bereit für Produktion. So kleine Anlagen mit Kolbenmotoren könnten dann rasch realisiert werden.
Größere mit +/- 50 MW (Turbinen, Orapa und andere Standorte) sind geplant, …. nach meiner Erinnerung.
25 Beiträge · seit 201405. Nov. 2020 · #11
Hallo, es sind wohl schon Bulldozer südlich von Rundu unterwegs. Diverse Infos mit Karten, in denen die Lizenzen von ReconAfrica (www.reconafrica.com) eingezeichnet sind anbei. Tourismussektor ist wohl in Aufruhr, es sickert aber leider erst seit Kurzem durch, was da passiert bzw. passieren soll. Die NAM Regierung hat das offensichtlich während Lockdown und Notstand durch das Parlament gejagt, in der Hoffnung, dass das Volk genug mit Pandemiebekämpfung beschäftigt ist, um etwas mitzubekommen. In Botswana wird es nicht anders sein. Komisch, dass auf Anfragen keine Umweltbehörde antwortet.
10 Beiträge · seit 201205. Nov. 2020 · #13
Danke für die Info. Was für ein Wahnsinn! Damit ist sie gesamte Natur dort gefährdet. Wie reagieren die Communities, haben die keine Landrechte? Wer hat die Lizenzen vergeben?
Das wird einige Politikertaschen gefüllt haben...
Was für Widerstand gibt es und gäbe es Erfolgsaussichten?
25 Beiträge · seit 201405. Nov. 2020 · #14
Hallo sanssouci,
Es ist erst kürzlich alles durchgesickert. Deine Fragen kann ich leider noch nicht beantworten. Wir haben Freunde in Windhoek, die berichten, dass Gespräche geführt werden. Die Beamten aber völlig unzugänglich sind. Es beginnt alles erst, sich zu formieren. Im Tourismus-Sektor gibt es definitiv Aufruhr. Ich erfahre demnächst mehr. Habe heute mit Fridays for Future telefoniert (ist egal, was man auch immer man von denen hält). Aber die basteln an einer größeren Kampagne. Von Greenpeace und WWF erwarte ich noch eine Antwort. Habe aber im Netz schon eine Nachricht von Greenpeace darüber gelesen. Hoffe, dass die sich da engagieren. Die "normale" Bevölkerung weiß NICHTS davon. Die sind überrascht, was die Bulldozer auf ihren Feldern machen. Das ist total durch die Hintertür eingefädelt worden. Die Existenz des kompletten Okavango-Deltas steht auf dem Spiel - mit allen begleitenden humanitären und ökologischen Katastrophen.
Bitte, verbreitet diese schlimmen Nachrichten, wo Ihr nur könnt. Das kann man nur durch viele Stimmen zusammen stoppen. Wenn ich weiteres erfahre, melde ich mich hier wieder.
25 Beiträge · seit 201405. Nov. 2020 · #15
.... die Region, in der Lizenzen für ReconAfrica vergeben wurden, sind so groß wie Belgien. Es gibt einen Artikel in der AZ, dass keine Conservancy betroffen ist und auch Fracking nicht angewendet wird. Was für eine Lüge und Hohn! Siehe meinen Anhang von vorhin mit der Karte der ausgewiesenen fracking-zone von Recon. Auf botswanischer Seite ist z.B. Tsodilo Hills mit eingeschlossen. Und das ALLES geht am Fluss vorbei.
10 Beiträge · seit 201205. Nov. 2020 · #16
Hallo Gelie,

Ich verbreite es auf jeden Fall! Danke für die Infos, bitte halte mich auf dem laufenden.
Lg
Christine
25 Beiträge · seit 201405. Nov. 2020 · #17
Das mache ich auf jeden Fall! Es soll wohl auch eine Petition folgen.
Danke und LG Gaby
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200606. Nov. 2020 · #18
Hi Sansoucci,
Wie reagieren die Communities, haben die keine Landrechte? Wer hat die Lizenzen vergeben?
Bergbaurechte liegen grundsätzlich immer erstmal beim Staat, egal ob in Kommunalland, privatem Farmland etc.
Was für Widerstand gibt es und gäbe es Erfolgsaussichten?
also hier im Land mehrt man nichts von Wiederstand. Es war in der lokalen Presse Anfang Oktober mal kurz Thema, aber seitdem "interessiert" es niemanden mehr. Der gesamte Prozess zur Genehmigung der Probebohrungen ist den normalen, öffentlich nachvollziehbaren Genehmigungsweg gelaufen. Übrigens sind bei einem "Environmental Impact Assessment" auch die Kommunen, Experten von Naturschutzorganisationen etc involviert.

Hi Gelie,
Was für eine Lüge und Hohn! Siehe meinen Anhang von vorhin mit der Karte der ausgewiesenen fracking-zone von Recon.
Was ein Privatunternehmen ausweist und was legal erlaubt ist (Fracking ist generell in Namibia verboten) sind ja zwei paar Schuhe. Wünsche kann man viele haben, nur erfüllt werden sie sehr häufig nicht 😉
Es scheint aber, dass Du in dem Fall mehr weißt als alle Anderen?

Grundsätzlich ist Bergbau immer eine große Abwägung zwischen Natur/Umwelt und Profit. Aufschreie beim Uranabbau IN einem Nationalpark, den Probebohrungen für den Phosphatabbau vor der Küste Namibias (ich denke wir alle wissen was Phosphatabbau für Auswirkungen haben kann), Erdöl- und Erdgasprobebohrungen vor der Küste (IM Meeresschutzgebiet) blieben aber irgendwie aus. Man muss auch beachten, dass es meist Jahre dauert, bis Explorationsbohrungen durchgeführt werden, und dann weitere Jahre bis vielleicht wirklich kommerziell gebohrt wird. Bis dahin kann noch vieles, auch im Sinne des Naturschutzes positives passieren.

Viele Grüße
Christian
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25 Beiträge · seit 201406. Nov. 2020 · #19
Das Thema poppt seit Jahren immer mal wieder auf. Jetzt scheint man Fakten zu schaffen.
Ich möchte hierzu erst mal nicht weiter ausführen. Wir erfahren halt aus von Betroffenen u.a., dass die Bulldozer schon vor Ort sind
Grüße G.
Themenstarter33,1k Beiträge · seit 200606. Nov. 2020 · #20
Wir erfahren halt aus von Betroffenen u.a., dass die Bulldozer schon vor Ort sind
Vielleicht könntest Du davon Fotos einstellen? Ich glaube die Gemüter kochen zu früh etwas hoch. ReconAfrica hat die Explorationslizenz für ein gebiet von 250 km² seit mehreren Jahren. Sie wurde im Dezember 2019 für 2 weitere Jahre verlängert. In dieser Zeit sollen, wenn alles super läuft, zwei (!) Probebohrungen durchgeführt werden. Bis Ende 2024 hat ReconAfrica Zeit ein kommerzielles Vorkommen nachzuweisen. Wenn es ein solches gibt, können sie eine 25-jährige Abbaulizenz beantragen

Viele Grüße
Christian
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zuletzt bearbeitet 06. Nov. 2020