Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201506. Juni 2020 ·
Ihr Lieben,
in dieser besonderen Zeit ist vor allem eines wichtig: Seinen Frohsinn und seine Träume nicht zu vergessen! Dieses Forum ist nicht nur dazu da, wichtige Informationen weiterzutragen, sondern bietet uns Afrika-Liebhabern eine Plattform, um sich auszutauschen, Ideen zu sammeln, sich abzulenken und in diesem Fall in Erinnerungen zu schwelgen. Wir sitzen momentan alle im selben Boot. Wünschen uns oft, wir wären dort, wo unsere Gedanken gerade sind. Träumen uns an einen Ort, wo für den Moment alle Sorgen vergessen sind. Wie gerne würde ich jetzt mit Mama Petra (und am liebsten noch zusammen mit Netti & Juppi) und einem kühlen Savanna auf der Elim Düne sitzen und der Sonne beim Untergehen zuschauen.
Viele Gedanken beschäftigen uns seit Wochen. Wie wird die Bevölkerung Afrikas diese Zeit überstehen? Wie geht es insbesondere unserem liebsten Freund Rodney? Wird die (vor allem lokale) Tourismusbranche das alles überstehen? Wann werden wieder Touristen reisen dürfen, die das nötige Geld ins Land bringen?
Ihr fragt euch, warum ich das mit euch teile? Heute wäre unser Flieger gegangen und ein weiteres Mutter-Tochter-Abenteuer läge vor uns. Ich möchte gerne an Konnis alias DaXiang's Idee anknüpfen und eine andere Art Reisebericht mit euch teilen. Jeden Tag wird es tolle und durchweg positive Erinnerungen von 2014 bis 2019 geben, die uns nicht vergessen lassen sollen, wie schön das Leben sein kann - vor allem, wenn man die richtige Reisebegleitung an seiner Seite hat! Diese Reise in die Vergangenheit wird so lange dauern, wie unser diesjähriger Urlaub gedauert hätte.
Ich freue mich wirklich von Herzen, mit euch zusammen diese Erlebnisse aufzuarbeiten! Was eignet sich da als virtuelles Gefährt besser als eine quietschige, holprige Donkeykarre?! Na, dann los, die Eselchen legen sich für uns ins Zeug!
. . . 06.06.2020
Petra hätte heute alles im Griff - oder wäre vor lauter Aufregung total zerstreut. Ich hingegen wäre die Ruhe selbst - abgesehen natürlich von der Vorfreude. Petra würde bis zur Abfahrt zum Flughafen noch ungefähr zehn Mal unsere Koffer wiegen und umpacken und mich etwa drei Mal anrufen, ob sie bei mir noch etwas auspacken könne. (Seit ich die Katzen habe bringe ich mein ganzes Gepäck zu ihr, damit die Fellnasen nichts mitbekommen).
Pünktlich würde uns unsere Freundin abholen, sicher an den Flughafen bringen und unser obligatorisches Abflugbild knipsen. Im Restaurant zur gelben Schwalbe dürfte der Knatschburger nicht fehlen, nachdem wir wie immer unter den Ersten beim Check-In gewartet hätten.
Der Flug wäre diesmal ein wenig anders verlaufen, denn wir entschieden uns erstmals gegen Air Namibia und für Eurowings zu einem unschlagbaren Preis. Funktionierendes Board-Entertainment hätte uns langsam müde gemacht und die Schlaftablette täte ihr Übriges bis uns das grelle Licht symbolisiert hätte, dass wir es bald geschafft hätten.
Wie immer würden Namibias Einreise-Beamtinnen alles geben, um uns ihr freundlichstes -ääähhh- UNfreundlichstes Gesicht zu präsentieren und uns damit Willkommen zu heißen.
Was würde ich jetzt für diesen Anblick geben?
Die ersten Jahre erwartete uns vom Flughafen aus eine lange Etappe von über 500 km nach Farm Robyn, bis wir ab 2018 selbst einen Wagen mieteten. Robyn ist auch genau das Stichwort, denn damit werde ich morgen beginnen. Es lässt sich kaum aufzählen, wie viele tolle Momente uns Jutta auf ihrer Farm geschenkt hat und uns von Anfang an gezeigt hat, wie schön man es sich mitten im Busch machen kann.
Ich freue mich sehr, besondere Erlebnisse noch einmal hervor zu kramen und ein bisschen mit euch gemeinsam gegen die Sehnsucht zu kämpfen. Wer möchte, ist herzlich eingeladen! Da wir dieses Jahr wieder acht Übernachtungen im Etosha gehabt hätten, drehen sich die meisten Erinnerungen wohl auch um dieses Thema. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben, daher wurde die komplette Reise von unserer besten Gabi von NIT Windhoek einfach problemlos um ein Jahr verschoben. Dieses Jahr leider nur gedanklich, nächstes Jahr dann wieder voll dabei!
Erste - wieder eine coole Idee. Muss gestehen, dass ich mich ein wenig zurückgezogen habe und einige Reiseberichte vernachlässigt habe. Gelobe Besserung und sitze schon still und heimlich auf der Elim Düne. Juppi wandert noch herum, kommt später hinzu 😉
Bin gespannt, was ihr in euren Träumen erleben werdet. Aaaaaaber die nächste Reise kommt bestimmt. 😉 LG von der Netti
jetzt ist mir gerade eingefallen, dass ich gar kein Ticket habe - aber zum Glück hat Scotty mich schnell nach Windhoek gebeamt. Nun sitze ich am Flughafen bei einem Gin Tonic und warte auf dich und Petra, damit wir gemeinsam zur Farm Robyn fahren können.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201507. Juni 2020 ·
Ein wenig gerädert vom Flug hätten wir uns zuerst ein ausgiebiges Frühstück schmecken lassen, ehe wir unsere erste Unterkunft Düsternbrook angesteuert hätten.
07.06.2020 Farm Robyn
Die Fahrt vom Flughafen dorthin zieht sich. Und zieht sich. Und zieht sich. Immerhin lernten wir beim ersten Besuch direkt die Funktion der namibischen Baustellenampel!
Aber wenn man Kamanjab hinter sich lässt, beginnt so gesehen schon ein kleiner Gamedrive. Beim ersten Besuch standen direkt die Giraffen, meine Lieblinge dort, Spalier und einige andere zeigten sich ebenfalls. Unbeschreiblich, wie spannend das alles in diesem Moment war und unsere Begeisterung für die Tierwelt Namibias stieg und stieg.
Die Qualität der Bilder entspricht teilweise der damaligen Ausrüstung und Unwissenheit 😉
Vier Jahre lang war unsere erste Unterkunft stets die Farm Robyn bei Kamanjab. Da die Farm genau am Grenzzaun Etosha verläuft, verirrten sich bis 2017 regelmäßig auch Löwen und Elefanten auf das Land. Damit ist aber seitdem Schluss, denn ein Starkstromzaun wurde gezogen. Ansonsten bietet Robyn alles, was das Safari-Herz begehrt!
Links der Rinderzaun der Farm und rechts der kaputte Etosha-Zaun
Unsere Freundin und dortige Pächterin Jutta liebt es, ihre Tiere um sich zu haben und auch für uns als Gäste war dies immer eine große Freude! Leider wurden nach und nach alle Rinder aufgrund der schlimmen Dürre abgeschafft und von den Vierbeinern ist auch bloß noch Paul übrig. Im Laufe der Jahre fanden hier Hunde, Katzen, Rinder, zwei Pferde, Gänse, Hühner, Puten, Pfauen und rundherum die Ziegen der Angestellten ihr Zuhause.
Mit Robyn verbinden uns viele schöne, lustige und sogar ein gefährliches Erlebnis. 2014 erlebten wir einen wunderschönen Sundowner auf dem höchsten Berg der Farm, den Jutta gebührend mit Musik unterlegen musste - diese kam aus der Autobatterie. Auf dem Heimweg machte das Auto auf halbem Weg plötzlich keinen Mucks mehr. Da standen wir nun. In der absoluten Dunkelheit. Vielleicht sogar mit Löwen oder Elefanten in der Nähe. Funkgerät ausgefallen. Kein Handyempfang auf Juttas Handy. Für den Fall fuhr Jutta stets bewaffnet in den Busch, aber an Heimlaufen war irgendwie nicht zu denken. Petra und ich schauten auf unsere Handys und auf die Telekom war tatsächlich Verlass! Also riefen wir mit dem deutschen Handy auf der Farm an, um den Angestellten Bescheid zu geben, die uns nach einer Weile überbrücken konnte. Puh! 😮
Ein klasse Erlebnis war auch 2016 als Fußball-EM war und wir im Fernsehraum der Lokasie mit allen zusammen Fußball geschaut haben! Enginie, Juttas Angestellte, ist sehr Fußball begeistert und kannte sogar die Namen der deutschen Spieler. Es war eine Gaudi!
Einmal sind wir in den Busch gefahren zum Dosenschießen, noch so eine bekloppte Idee von Madame Jutta 😄
Auf dem Weg dorthin retteten wir noch ein Kälbchen, das durch den Zaun gerollt war.
2015 gab es den lang ersehnten Pfauennachwuchs auf der Farm, wessen Taufe wir gebührend feierten. (Keine Angst Mama, die peinlichen Pfauenfotos mit dir bleiben geheim) 😄
2018 lernten wir "Lilly" kennen, das unerschrockene Dik Dik, das auf dem Sundownerberg lebt. Sie kennt Juttas Auto und kam an diesem Abend bis auf wenige Meter an uns heran. Als wir oben auf der Plattform waren, beschnüffelte sie neugierig das Auto. 2019 bangte Jutta aufgrund der Dürre und eines großen Pythons um sie, aber als Petra und ich alleine oben waren, zeigte sie sich tatsächlich mit ihrem Nachwuchs.
Überhaupt erlebten wir die schönsten Momente oben auf dem Berg, der einem das Gefühl gibt, die Weite Namibias von ihrer schönsten Seite zu zeigen.
Seit Namibia sind wir bekennende Sundowner und üben diese Religion nicht nur dort mit großer Freude aus! ...trotzdem schmeckt das Savanna in Namibia einfach besser als hier in Deutschland!
Zu guter Letzt findet man wohl kaum jemanden, der mitten im Busch ein Abendessen zu einem solchen Dinner in Szene setzt wie Jutta. Keine Ahnung, wie oft wir gestaunt haben über die üppige Tafel!
Morgen geht es weiter mit unseren Lieblingsunterkünften.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201508. Juni 2020 ·
Heute hätten wir den ganzen Tag auf Düsternbrook entspannt.
08.06.2020 Unsere schönsten Unterkünfte
Für sechs Jahre Namibia haben wir tatsächlich noch nicht so viel gesehen wie manch anderer. Trotzdem aber waren ein paar Lodges und Camps dabei, die wir definitiv nochmal besuchen würden.
Etosha Safari Lodge Hier haben wir 2015 unseren lieben Freund und Glücksbringer Rodney kennengelernt! Zwar bevorzugen wir jederzeit die Übernachtungen im Park aufgrund der Lage, aber die Aussichtsterrasse hier ist einfach nur unschlagbar.
Desert Breeze in Swakopmund Wenn man die Dünen so sehr liebt wie wir, ist diese Lodge ein absolutes Muss! Der Ausblick ist der Wahnsinn und die Chalets traumhaft. Der Panoramablick aus dem Bett und der Balkon mit Sitzgelegenheiten runden das Ganze ab. Voraussetzung ist natürlich, es ist nicht allzu nebelig. Wir hatten das Glück, in drei Tagen drei Jahreszeiten zu erleben und waren abends froh um den kleinen Ofen, den man anzünden kann. Das Frühstück hier war auch eines der Besten!
Bagatelle Ich denke in kaum einer anderen Unterkunft wurden wir derart überschwänglich von allen begrüßt! Die Angestellten waren alle so freundlich und fragten sogar nach mir, als Petra allein zum Essen ging, weil ich krank im Zimmer blieb. Hier hätte ich definitiv länger bleiben können. Die Dune Chalets wurden ein oder zwei Jahre zuvor renoviert und wir waren doch recht erstaunt über die üppige Einrichtung. Aber die große eigene Terrasse mit einem Blick auf die roten Dünen war unser Highlight. Am ersten Tag saß ich hier zwei Stunden und habe einfach nur in die Ferne geträumt. Ein weiteres Highlight waren die goldige Erdmännchen, für die ich mein Frühstück kalt werden ließ. Einziges Manko sind hier die eingekauften Tiere, die absolut nicht in den Lebensraum in die Kalahari passen.
Desert Camp Sesriem Fest eingeplant für 2022. Wir hatten das Glück, das hinterste Chalet zu bekommen und genossen zwei wundervolle ruhige Tage dort. Das Braaien war für uns ein großer Spaß, den wir jeder Luxuslodge vorziehen würden. Auf den üppigen Frühstückskorb freuten wir uns schon seit wir Nettis Reisebericht damals gelesen haben und wir wurden nicht enttäuscht.
Madisa Camp Große Erwartungen hatten wir zunächst nicht, aber der kultige und urige Stil hat uns sofort gepackt! Die Zelte waren leider nicht mehr ganz so gut in Schuss, aber sauber und das "Badezimmer" war ein Erlebnis für sich. Die Verpflegung war sehr einfach, aber dafür auch sehr sehr gut. Das wundervolle Damaraland drumherum bewunderten wir bei einem Besuch der Wüstenelefanten. Dieses Camp blieb vor allem Petra sehr besonders im Kopf, außerdem lernten wir hier 2019 unsere Freunde Birgit und Andreas kennen, mit denen wir noch immer Kontakt haben.
Filmhaus Kamanjab Die wohl skurrielste Unterkunft unserer Liste bleibt das Filmhaus. 2017 überraschte uns Jutta hier mit einer Übernachtung und wir verbrachten eine tolle Zeit hier. 2006 wurde dieses Haus errichtet, um für eine FIlmkullisse zu dienen und die Besitzer bauten es zur Lodge aus. Hier ist alles sehr originell und bestimmt nicht jedermanns Sache. Für uns bleibt es eine tolle Erinnerung!
Omatozu fehlt heute, kommt aber am Ende der "Reise" dran - nämlich an dem Tag, an dem wir eigentlich wieder dort gewesen wären.
Auf die Lieblingsunterkünfte folgen morgen unsere Lieblingsorte 🙂
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201509. Juni 2020 ·
Heute wären wir über Otjiwarongo zum Waterberg gefahren. Otjiwarongo ist auch ein gutes Stichwort….
09.06.2020 ….für unsere Lieblingsorte!
In Otjiwarongo gibt es den Kameldorngarten mit dem besten Salat, den wir kennen, nämlich dem Hubertussalat!
Kamanjab dürfte den Reisenden bekannt sein, die auf Ihrer Rundreise über Palmwag kommen oder beim Galton Gate in oder aus dem Etosha fahren. Ein kleines Dorf mit einer tollen Kneipe/Restaurant/Bar/Bistro - wie auch immer man es nennen will: Oppi Koppi! So urig und speziell, so nett sind auch die Angestellten! In einem kleinen Hof sitzt man gemütlich und kann viele bunte Vögel an der Futterstation beobachten.
Wenn wir durch Outjo fahren, steht das Farmhouse auf dem Pflichtprogramm! Erst 11 Uhr morgens? Egal, ein gutes Springbock- oder Zebrasteak vom Farmhouse muss sein! Dazu natürlich Malawi Shandys und mit Blick auf die gegenüberliegende Bakkery, wo oft Touri-Busse Halt machen und die Nüsschen-Mafia sich auf die Lauer legt. Geht ein Reisender drauf ein, scharen sich unzählige Straßenverkäufer um ihn herum wollen ihre Waren an den Mann bringen. Langweilig wird es dort nicht 😉 Wer es aber etwas ruhiger und schattiger mag, kann sich in den schönen „Biergarten“ setzen, denn das Auto auf dem dazugehörigen Parkplatz ist durch den hiesigen Parkwächter bestens beschützt. Wir haben immer einen Apfel oder auch mal Halstabletten für ihn in petto.
Den Cactus Garden in Uis habe ich durch Zufall auf Facebook entdeckt und man traut diesem kleinen Örtchen eine so schöne Cactus Oase gar nicht zu! Ruhig, mit viel Liebe zum Detail und knackiger Salat!
Das Village Cafe in Swakopmund muss man auch erlebt haben! Von außen erstmal wenig einladend, aber wenn man den Hinterhof betritt, wird es bunt und kultig! Genauso sind auch die Angestellten drauf und ihr Lachen und ihre Art sind gänzlich ansteckend. Petra traute sich an das Maisbrot mit der Warnung "Not for Sissies", das kommt hin 😄
In Swakopmund lieben wir es außerdem, die raue Seeluft einzuatmen während wir auf einer Bank sitzen und den Sonnenuntergang hinter der Jetty zu beobachten.
Leider kein Bild gibt es von unserem Lieblingssouvenirgeschäft zwischen Windhoek und Flughafen, nämlich Trophäendienste. Klar steht dort die Trophäenjagd im Vordergrund und man darf nicht zimperlich sein, wenn es auf dem Hof mal etwas nach Verwesung riecht. Aber im riesigen Souvenierladen vergisst man dies schnell wieder. Letztes Jahr habe ich mein absolutes Lieblingsstück hier gefunden!
Natürlich fehlen hier Orte wie das Moringa Wasserloch oder die Elim Düne, aber das kommt alles noch 😉
Liebe Laura, was für eine schöne Idee, da bin ich gerne dabei. Ich finde die thematisch orientierte Retrospektive bisher sehr unterhaltsam und informativ. Das lädt ein eigene Erinnerungen hervorzukramen und den ein oder anderen Ort auf den Notizzettel für zukünftige Reisen zu setzen.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201510. Juni 2020 ·
Heute hätten wir einen vollen Tag am Waterberg verbracht, evtl. den CCF besucht und einen tollen Sundownerdrive durch die schöne Region erlebt.
10.06.2020 Tolle Bekanntschaften
Als allererster muss hier unser Freund und Glücksbringer Rodney erwähnt werden! Rodney ist Guide auf der Etosha Safari Lodge, auf der wir 2015-2017 jedes Jahr eine Nacht verbrachten. 2016 und 2017 hätten wir mit Juttas geliehenem Auto locker selbst von dort aus einen ersten Abstecher in den Etosha machen können, allerdings verbrachten wir den Nachmittag lieber mit unserem lieben Rodney. Die Angestellten waren ganz aufgeregt, als wir explizit nach ihm fragten und so hatten wir auch das Glück, nicht mit den lauten Bustouristen bei seinem Kollegen mitfahren zu müssen, sondern alleine und einmal mit einem netten Pärchen. Ich kenne kaum jemanden, der in seinem Beruf so aufgeht wie Rodney! Er liebt die Tiere und hat Spaß, den Leuten das alles zu zeigen. Er freut sich mit den Reisenden, wenn es eine tolle Sichtung gibt und mehr als einmal haben wir gewitzelt, dass er und ich ein unschlagbares Team im Spotten wären 😄 Wir schenkten ihm einen Schlüsselanhänger mit "Best Guide Rodney", den er stolz bei sich trägt. Als wir mal mit einem seiner Kollegen sprachen und erwähnten, dass wir ihm den Anhänger geschenkt haben, wusste er sofort von was wir sprechen.
2018 und 2019 hatten wir das Glück, ihn in Okaukuejo zu treffen. Besonders letztes Jahr war es ein sehr emotionales Wiedersehen und wir drückten uns nicht nur einmal. Leider trafen wir ihn da aber nur an einem Tag. Aber was passierte kurz darauf? Wir entdeckten einen Caracal! Vor zwei Jahren folgten auf das Treffen jedes Mal Löwen. Daher ist er nicht nur unser Freund, sondern auch unser Glücksbringer!
Enginie & Immanuel sind die beiden Angestellten auf der Farm Robyn. Ich werde nie vergessen, wie wir sie zufällig in Kamanjab beim Sentra trafen und Enginie mich beim Einkaufen entdeckte als ich auf sie zu lief. Da flog alles aus den Händen und es wurde sich erstmal feste gedrückt. Die beiden hatten natürlich auch immer Grund zur Freude, denn Mitbringsel aus Deutschland sind immer etwas Tolles. Letztes Jahr war es dank der Gepäckbestimmungen von Air Namibia ein ganzer Koffer voll mit Klamotten. Für Immanuel sprang leider als Mann nicht so viel bei raus, aber von einer Freundin haben wir eine ungetragene rote Winterjacke mitgenommen, die ihm perfekt passte und er strahlte übers ganze Gesicht!
Als wir 2016 in Okaukuejo eincheckten, scherzte die junge Dame an der Rezeption, wo wir unsere Männer gelassen hätten. Wir antworteten irgendwas mit "Only Ladies, that's better" und sogar die Kassiererin an der Eintrittskasse lachte herzlich mit (dieses Thema scheint generell bei gestandenen namibischen Ladies ein amüsanter Punkt zu sein). Am nächsten Tag begrüßte sie uns mit den Worten "Ohh the ladies with the hats!". 2017 betraten wir die Rezeption und vernahmen ein leises "I know you two.". Meriam erinnerte sich tatsächlich nach einem Jahr noch an uns, wo täglich hunderte Menschen ein- und ausgehen! Dank ihr bekamen wir sogar unser Wunsch-Chalet weiter hinten und schenkten ihr und ihrer Kollegin dafür Savannas für den Sundowner - die Freude war sehr groß. 2018 erkannte sie uns natürlich auch wieder und wir schossen endlich mal ein Erinnerungsfoto, das Silke (SuperFanti) hier aus dem Forum ihr kurz darauf mitbrachte. 2019 waren wir uns zuerst unsicher, ob es Meriam war an der Rezeption (andere Frisur), aber schnell hörten wir "ooohh look, who's coming there!". Die Freude war wieder groß und genau solche Momente behält man gerne in Erinnerung.
2019 lernten wir im Madisa Camp Desmond, kurz Des, kennen, mit dem wir eine Tour zu den Wüstenelefanten unternahmen. Natürlich waren wir bei der kleinen Herde nicht alleine und ein paar andere Wagen von anderen Lodges waren mit dabei. Diese fuhren teilweise so dicht an die Tiere ran, dass ein Bulle sogar kurz trompetete. Des stellte den Wagen entspannt in respektvollem Abstand ab und irgendwann kamen die Tiere von selbst näher ohne sich bedrängt zu fühlen. Diese Herangehensweise erlebt man leider von den wenigsten Guides, da viele auf ein höheres Trinkgeld hoffen, wenn sie den Touristen etwas bieten. Genau das machte ihn so sympathisch. Zurück im Camp wirkte er abends nicht ganz so gesprächig, aber als wir ihn zu einem Absacker einluden, blühte er auf und wir führten tolle Gespräche im fast dunklen Camp unterm Sternenhimmel. Am nächsten Morgen musste er mit den nächsten Reisenden früh los zu den Elefanten und wir schossen noch ein Erinnerungsfoto mit ihm. Von mir verabschiedete er sich mit den Worten, man würde sich bestimmt mal irgendwo im Busch treffen.
Als wir 2017 in der Pension Steiner in Windhoek abends noch kurz draußen saßen, kamen wir mit Marc McDonald ins Gespräch. Ein Wildhüter und Founder der Organisation ICORP https://icorprotection.org/ , die größtenteils in Mozambique gegen Wilderei kämpft. Es war hochinteressant, seine Geschichten zu hören und er zeigte uns erschreckende Bilder. Heute würde er wahrscheinlich gar nicht schlafen können, meinte er, denn normalerweise arbeite er vorwiegend nachts. Auch am nächsten Morgen trafen wir ihn nochmal und er schenkte uns ein Cappi seiner Organisation. Auch hier mussten wir ein Erinnerungsfoto schießen.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201512. Juni 2020 ·
Heute wären wir durch das Andersson Gate gefahren und wären wieder voll in unserem Element...
12.06.2020 Das erste Mal Etosha!
Unser erster Besuch im Etosha war noch nicht mal so intensiv, wenn ich daran zurück denke. Wir fuhren von Ost nach West durch und waren glaube ich viel zu sehr geflasht von all den wundervollen Eindrücken. Mit den nächsten Besuchen nahmen wir die Umgebung und die Tiere ganz anders wahr. Was aber unvergessen bleibt: Die Elefanten-Parade am Okaukuejo Wasserloch, die uns über sechs Stunden unheimlich faszinierte und in ihren Bann zog. In diesen Stunden sind einige hundert Bilder entstanden, weil wir so aus dem Häuschen waren - der ein oder andere dürfte das kennen. Aber von Anfang an...
Von Onguma aus fuhren wir durch das Lindequist Gate und schauten uns zuerst Namutoni an. Damals schlief man glaube ich noch im Fort und das Restaurant befand sich dort.
Für den Fall, wir würden keine echten Elefanten sehen 😄
Los geht's!!! Huch, die Tiere sind ja gar nicht so scheu wie auf Juttas Farm 🙂
Mit dem heutigen Wissen würde es uns nicht mehr wundern, aber ebenso freuen, den Gentle Giants zwischen Namutoni und Halali zu begegnen. Unsere ersten Elefanten 🤩 🤩 🤩
Also das ist die berühmte Etosha Pfanne! (Ich kann mich absolut nicht mehr erinnern, ob das wirklich Wasser war oder eine Fata Morgana... Juni 2014)
Plötzlich ein paar Autos am Wegesrand - da muss doch was im Busch sein... Tatsächlich! Zwei NHer! Leider nur die Kehrseite..
Sooo viele Zebras! Und dann auch noch ein richtiger "Zebrastreifen" 🤩
Stau 😄
Damals noch ohne Wasserwaage in der Kamera 😊
Plötzlich helle Aufregung! Löwen! 🤩
Diese feine Dame ließ sich gaanz viel Zeit und posierte so toll für uns!
Fun Fact, dieses Bild gehört zu meinem Namibia Tattoo
Ankunft in Okaukuejo 🙂 die üblichen Verdächtigen kommen und gehen, während wir unser Waterhole Chalet beziehen. Plötzlich platzt es aus Petra heraus: "Da kommt ein Elefant!" - sofort alles stehen und liegen gelassen und mit Kamera und Fernglas auf einer der Bänke Platz genommen. "Da kommt noch einer", kam dann von mir. Als sich dann am Horizont auch noch die Bäume komisch bewegten... Ach nee, da kommt ne ganze Herde an 🤩 Einer der glücklichsten Tage, die wir bis dahin erlebt hatten!
Am nächsten Tag startete ein SN mit uns in den Tag und es ging weiter nach Dolomite
Unser erster Dickpens - gruuuuselig!!!
So sah es beim Galton Gate damals noch aus - eine große Baustelle. Wenn man bedenkt, wie schlimm und kaputt letztes Jahr, also nach nur 5 Jahren die sanitären Einrichtungen aussahen, ohje....
Und zurück nach Kamanjab und Farm Robyn 🙂
...natürlich mit nettem Begrüßungskomitee
So viele Eindrücke... Natürlich stand zu dem Zeitpunkt noch nicht fest, ob wir sicher wieder kommen würden, daher versuchten wir alles so sehr zu verinnerlichen, wie es nur ging. Zu diesem Zeitpunkt dachten wir uns einfach nur "Schön war's - mehr als schön!".
Liebe Laura, vielen Dank für diesen etwas anderen Reisebericht. Diesen Tag mit hunderten Elefanten in Okaukuejo hatten wir 2017. Eine Familie nach der anderen kam und ging. Es wurde sich bei Ankunft begrüßt und auch wieder verabschiedet. Einfach wunderschön zu beobachten. Ich bin so traurig, daß wir sowas dieses Jahr nicht erleben werden. Hatte ich doch kurz wieder Hoffnung, daß es noch klappt, da EW am 30 wieder fliegen wollte.
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201513. Juni 2020 ·
Liebe Sasa,
ich denke, so geht es vielen, die das erste Mal in Afrika unterwegs sind und noch keine Elefanten gesehen haben! Wenn man den Tourismus um sich herum ausblendet, ist dies ein wundervoller und besonderer Ort und hat mich absolut kein Zoofeeling.
Ja, das ist wirklich so schade für euch, vor allem wenn man auch die Hintergründe kennt.
Ganz liebe Grüße an dich und deine Familie zurück Laura
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201513. Juni 2020 ·
13.06.2020 Lieblingsbilder Etosha
Mit der Zeit hat sich da ganz schön was angesammelt 🤩
Mein liebstes Fotomotiv sind tatsächlich Gnus. Es geht doch nichts über eine Herde Gnus in der weiten Grassavanne oder vor allem im goldenen Licht vom Sonnenaufgang!
Zebras sind immer auf der Hut, aber wenn sie für einen kurzen Moment still halten, sind auch sie äußerst fotogen. Das Bild der beiden hochträchtigen Stuten entstand 2015 und bringt mich noch heute zum Schmunzeln 🙂
Halali 🙂 auch dieses Bild ist von 2015 und wirklich eins meiner Lieblingsbilder, wenn auch unspektakulär. Aber ich kann mich genau daran erinnern, wie ich glücklich wir dort auf unserer Bank saßen und nur die Geräusche der vielen Elefanten wahrnahmen, die immer wieder kamen und gingen.
Und was wäre Halali ohne seine berühmte Hörnchen-Mafia, die unter den vielen Chalets dicht vernetzt ist und per Buschfunk direkt neu anreisende Gäste meldet.
Hyänen 🤩 Wir lieben Hyänen!!! Niemals werden wir die Begegnung mit dieser jungen Hyäne vergessen, die uns teils ängstlich, aber viel mehr neugierig nicht mehr aus den Augen lassen konnte.
Diese hier blieb einfach liegen als wir ganz vorsichtig heranfuhren. Sie wollte wohl noch die letzten Sonnenstrahlen genießen nach ihrem ausgiebigen Mittagsschlaf in einem der Tunnel unter der Pad.
Die anderen üblichen Verdächtigen lassen sich manchmal so wundervoll ablichten, wenn man genug Geduld und Zoom parat hat 🙂
Etosha ist bekannt für seine vielen SNer, über deren Anwesenheit außerhalb der Camps und bei Tageslicht wir uns immer riesig freuen. Meine Lieblingsbilder sind definitiv am Rand der Pfanne entstanden, wo sich SNer normalerweise so ganz ohne Schutz nicht oft aufhalten.
Elefanten - die sanften Riesen von Etosha! Sie zu beobachten verschafft einem innere Ruhe und eine Art Zufriedenheit, die sich kaum erklären lässt. Vor allem wenn die alten Bullen gemächlich zum Wasserloch von Okaukuejo wandern und sich alle Zeit der Welt lassen, ausgiebig ihren Durst zu stillen. Erscheint eine Herde, wird sich begrüßt und mit auf die kleinsten aufgepasst, indem auch die Bullen "Schmiere stehen" und wachsam sind.
Wir hatten in all den Jahren großes Löwenglück im Etosha! Neben unserem geliebten Okondeka-Rudel, das ein eigenes Kapitel bekommt, durften wir schon viele der Großkatzen beobachten. Besonders dieses Bild einer wunderschönen Löwin hat es mir angetan. Plötzlich war sie einfach da, stolzierte die Pad entlang als wüsste sie, wie schön sie ist.
Die Landschaft Etoshas ist, besonders in den Monaten, wo keine Wolken am Himmel sind, oft schwer einzufangen. Alles ist flach und die Pfanne an sich gibt kaum Kontrast her. Wenn man aber selbst vor dieser weiten Pfanne steht und die Stille förmlich hören kann, ist das ein sehr beeindruckender Moment.
Natürlich darf hier nicht unser Lieblingsbaum, der 8 km-Baum fehlen. Dieser liegt auf dem Weg nach Okondeka und steht im Juni perfekt im Sonnenaufgang!
Zuletzt noch ein paar Lieblings-Schnappschüsse, die mehr wegen dem schönen Moment definitiv zu den Lieblingsbildern gehören! Auch wenn wir das Dolomite Camp nie wieder buchen würden, war das Aufwachen dort schon etwas ganz Besonderes!
Liebe Ladys mit Hut, ach, diese Erinnerungen …. einfach sooo schööööön. 🤩 Auch für uns hat das Wasserloch in Okaukuejo keinen Zoocharakter, wir lieben es dort zu sitzen. Tolle Freundschaften haben sich gebildet, tolle Erinnerungen die ihr mit uns teilt. Baia Dankie dafür 😘 Die Stimmung beim 8km Baum durften wir im August leider nicht genießen, umso mehr genieße ich die Bilder. Hach - einmal tief einatmen .....
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201514. Juni 2020 ·
Heute hätten wir uns mit zwei lieben Mädels in Okaukuejo zum Sundowner getroffen...
14.06.2020 Birding
Zugegebenermaßen sind wir nicht die größten Vogelfans, wie man anderer hier im Forum. Aber mittlerweile und dank gutem Zoom macht es uns Spaß, das schöne Federvieh zu fotografieren. Wir werden zwar nie verstehen, wie manch einer einfach jeden kleinen Vogel entdeckt, aber wir geben uns größte Mühe 😁
Meine ersten Birderversuche sprechen für sich..... 😊
Aber hey, immerhin der ganz Große ist gut getroffen 😄
Mit neuer Ausrüstung, nämlich der Sony Kamera packte mich der Ehrgeiz und plötzlich entdeckten wir doch mehr Vögel als wir gedacht hätten 🙂
Riesentrappe
Sekretär
Perlhühner (der wie wir sie nennen: Landfrauen)
Graulärmvogel (wobei ich die englische Bezeichnung "Grey go away bird" ja lustiger finde!)
Meine ersten schönen Bilder einer Gabelracke
Junger Singhabicht
Ausgewachsener Singhabicht
Gelbschnabeltoko (oder wie man ein Guide sie nennt: Flying Banana) 😄
Glanzstar
Ein Uhu, den Petra während dem Fahren tatsächlich entdeckte 😮
Schildraben
Ohrengeier
Kronenkiebitze
Gackeltrappe
Gleitaar
Unser bisheriges Highlight: Ein seltener Schlangensperber (oderauch Höhlenweihe) - auch von Petra im Baum entdeckt!
Ein tolles Erlebnis mit einem Steppenfalken, der gerade ein Nagetier verspeiste und zum Glück auf seinem Stein sitzen blieb.
2019 machte es bei mir "Klick" und ich konnte mit meiner Sony unter manuellen Einstellungen fotografieren. Das machte sogar nocht mehr Spaß, allerdings begegneten uns aufgrund der schlimmen Dürre kaum Vögel.
Na gut, Strauße sind wirklich nicht zu übersehen und trotzen der Dürre!
Geldbschnabletoko
Trauerdrongo
Ein winzig kleiner Rußnektarvogel 🤩
Junger Singhabicht
Und natürlich auch ein ausgewachsener Singhabicht
Ein gaaanz seltenes zweiköpfiges Rotschnabelfrankolin 😄
Herr und Frau Gackeltrappe
Eine wunderschöne Gabelracke - und leider unsere einzige...
Schildraben
Raubadler
Masken Büllbüll
Falken
Rotkappenlerche
Ohrengeier
Einige Vogelarten stehen noch auf unserer Liste, sind aber leider auch im Juni schwieriger zu finden wie z. B. in der Regenzeit. Mama Petra hat mittlerweile auch ein gutes Auge dafür und bremst schon für Vögel, ohne dass ich Stop rufen muss 🙂
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201515. Juni 2020 ·
15.06.2020 Besondere Begegnungen Part 1
Etosha hat uns schon so viele besondere Momente beschert, da weiß man kaum, wo man anfangen soll undhat keine Ahnung, was davon das größte Highlight darstellte.
Eine der wohl seltensten Begegnungen im Park dürften wir unserem Glücksbringer Rodney verdanken, den wir kurz davor noch ganz doll gedrückt haben. Ein paar Autos, ich glaube zwei oder drei, standen am Wegesrand und ein netter junger Mann machte uns tatsächlich auf einen Caracal in den Büschen aufmerksam. Zwar entdecken wir ihn sofort, aber keine Ahnung, ob der uns beim Vorbeifahren aufgefallen wäre, zumal er an der Hauptverkehrsstraße in der Nähe von Nebrownii ruhte. Für etwa 10 Minuten durften wir ihn bestaunen, bis ein offener Safariwagen mit lauten deutschen Touris angetuckert kam. Die Kommentare dazu spare ich mir a dieser Stelle, jedenfalls suchte er schnell das Weite. Trotzdem eine einmalige Sichtung!
2016, als wir noch mit Juttas Bakkie unterwegs waren, entdeckten wir kurz nach Halali ein Löwenpärchen beim Honeymoon. Die Sonne brannte extrem, aber wir hatten die Hoffnung, die beiden würden sich irgendwann in unsere Richtung bewegen. Wir fingen an, das Auto mit allen möglichen Klamotten abzuhängen und schwitzten uns einen ab, bis wir nach über einer Stunde resignierten.
Auf den weiten Graslandschaften der Hauptpad entlang kann man NHer kaum übersehen. So auch 2017 bei dieser Sichtung. Je näher das SN kam, desto komischer wirkte es, bis wir schließlich erkannten: Ihm fehlte tatsächlich das vordere H.! Dadurch, dass das zweite aber so groß war, wurde es nicht sauber entfernt, sondern muss abgebrochen sein, da der Stumpf auch nicht wirklich sauber gerade war. Das selbe Tier sah der liebe H.Badger etwa ein Jahr später.
Langsam wird es uns schon unangenehm, wenn wir sagen, wir haben schon wieder einen Erdwolf gesehen. Bis auf ein Jahr trafen wir seit 2014 jedes Mal einen und 2018 sogar im Etosha und vor allem bei Tageslicht! Kurz dachte ich, es handele sich um noch einen Löffelhund, von denen wir an diesem Nachmittag 18 Stück entdeckten, aber als wir die Breitseite sahen, war es sicher!
2018 war ohnehin das Jahr der besonderen Begegnungen. Ein Teil des Okondeka Rudels hatte in der Nacht einen Riss gemacht, etwa 500 Meter vom Wasserloch entfernt. Als bei ihnen langsam Ruhe einkehrte, wollten wir schauen, ob sich der Rest des Rudels irgendwo aufhielt. Stattdessen fanden wir am Wasserloch aber eine Wildkatze! Ein kurzer Auftritt, der aber für große Freude sorgte.
Ein großer Wunsch von mir waren BNHer. Ich hatte große Hoffnung, da wir letztes Jahr endlich mehr Zeit im östlichen Teil verbrachten. Aber schon am ersten Tag auf dem Weg dorthin von Halali aus wurde der Wunsch erfüllt - und das sechsfach! Vier der Tiere zogen relativ schnell ins dichtere hohe Gras, aber zwei von ihnen ließen sich eine ganze Weile lang beobachten. Wunderschöne Tiere!
Und das entzückendste Erlebnis zu guter Letzt: Die drei kleinen Strolche. Das Rudel wurde schon zwei Tage lang um Gemsbokvlakte herum beobachtet und es hatte sich natürlich herumgesprochen. Als wir dort vorbeifuhren, standen schon einige Autos um die großen Büsche in der Nähe des Wasserlochs. Dort hatten es sich schätzungeweise 12 Löwen gemütlich gemacht und man sah ab und zu mal einen Kopf, mehr aber nicht. Da dieses Wasserloch einfach von JEDEM angefahren wird, kamen immer mehr Fahrzeuge und wir wollten gerade den Motor starten und weiterfahren, da schauten mich plötzlich ganz kleine Augen durch das hohe Gras an. Nein, hier können wir nicht weg. Die Kleinen würden bestimmt nicht lange ruhen wollen. Nach etwa 30 Minuten kam Bewegung in die Sache, aber wir wollten auf die Löwin mit den Jungen warten. Blöd nur, dass sie als Erste Richtung Wasserloch trottete und alle Autos dicht gedrängt an ihr dran waren. Nein, sowas ist nicht unser Ding. Wir entdeckten ein Auto der Etosha Safari Lodge mit einem Kollegen von Rodney und taten es ihm gleich, indem wir direkt ans Wasserloch fuhren und abwarteten. Es war ein tolles Schauspiel, wie das halbe Rudel die Mutter bewachte und in der Umgebung Stellung bezog, ohne selbst ans Wasser zu gehen. Die kleinen waren etwa sechs Wochen alt und wirklich das Süßeste, was wir je erlebt hatten!
etwas spät bin ich noch auf Deinen Safariwagen aufgesprungen. Ohne Corona wären wir gestern erst aus Namibia zurückgekehrt und wir wären parallel dort gewesen. Allerdings wäre unsere Tour in den Caprivi gegangen. Ich bin auch total sentimental, dass wir statt dessen bei mäßigen Wetter am Bodensee waren. Eine so richtige Alternative war das nicht. 😕
Umso mehr freue ich mich auf spannende Geschichten aus Namibia.
LG
Gabi
10.2023 Gardenroute // 03.2023 Namibia // 03.2022 Swakop, Etosha und Damaraland // 08:2021 Uganda // 01.2021: Caprivi // 10.2020: Etosha pur // 04.2019: KTP, Tok Tokkie Trail und Sossusvlei // 06.2018: Swakopmund und Etosha // 08.2017: Kalahari, KTP, Fish River, Soussusvlei, Swakopmund // 04.2016: Gardenroute
Flash2010Themenstarter1’425 Beiträge · seit 201516. Juni 2020 ·
Danke liebe Gabi,
ich hoffe doch, bei euch lautet das Motto auch "aufgeschoben ist nicht aufgehoben" und ihr könnt diese Reise zu einem späteren Zeitpunkt genießen und euch drauf freuen!