SCSchumoThemenstarter18 Beiträge · seit 202026. Mai 2020 · #1
Hallo Zusammen Wir planen für den Mai 2021 eine Rundreise durch Namibia und Botswana. In Namibia waren mein Mann und ich bereits und nun möchten wir unseren Kids die Schönheit Namibias und Botswana zeigen. Ich habe einiges gelesen bezüglich reisen mit Kindern in Botswana. Wir sind abenteuerlustig und keine Angsthasen. Jetzt würde ich aber doch gerne wissen ob von euch jemand Erfahrungen hat mit Camping in Botswana mit Kindern. Ist es tatsächlich zu gefährlich da die Campsides nicht eingezäunt sind? Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Liebe Grüsse Schumo
BikeAfrica7'296 Beiträge · seit 200626. Mai 2020 · #2
Schumo schrieb: und nun möchten wir unseren Kids die Schönheit Namibias und Botswana zeigen.
… das klingt ja so, als würdet ihr das nur wegen der Kinder machen. 😉 Den Kindern dürfte es egal sein, ob sie die Elefanten im Chobe oder im Kruger sehen und für schöne Landschaften haben nur wenige Kinder in dem Alter etwas übrig.
Das Problem der nicht eingezäunten Campingplätze kennt ihr bereits. Letztlich kann euch die Verantwortung für eure Kinder und die Entscheidung niemand abnehmen. Ich persönlich würde es nicht machen, denn ...
"Vier kleine Jägermeister saßen nachts beim Braai einer hat nicht aufgepasst, da waren's nur noch drei."
Gruß Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
BikeAfrica schrieb: "Vier kleine Jägermeister saßen nachts beim Braai einer hat nicht aufgepasst, da waren's nur noch drei."
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Ich kann mich der Meinung Wolfgangs anschliessen. Auch wenn häufig nichts passiert ist doch ein gewisses Risiko auf den Campingplätzen nicht von der Hand zu weisen. Ich hatte Löwen, Hyänen, Leoparden und Wild Dogs schon im Camp. Zudem natürlich Elefanten, Flusspferde, Paviane, Schlangen etc. Alles Zeugs was schön aber eben auch tödlich ist. Da habt Ihr als Eltern sehr viel Verantwortung.
Herzliche Grüsse Chrigu
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LOlottinchen12 Beiträge · seit 201826. Mai 2020 · #4
Was genau willst du denn deinen Kindern zeigen? Die Distanzen in Namibia/Botswana sind riesig bzw. nur mit Offroaderfahrung zu meistern. Wir waren mit unseren Kids (9 und 4) in Südafrika und sie waren begeistert von den Tierbeobachtungen. Meine Reiseberichte findest du im Südafrika-forum.org. Auf der Homepage http://linyanti.de/index.php?nv=1&pg=1410&ln=de&display_mode=print hat eine Familie Botswana mit ihren Kids bereist. Da muss man schon wirklich hartgesotten sein, finde ich. Aber spannend zu lesen!
Hallo Schumo, Südafrikaner kampieren sicherlich öfter (als Ausländer) mit Kindern in diesem Alter oder jünger „ohne Zaun“, viele sind aber selber als Kinder „in der guten alten Zeit“ in so was hinein gewachsen und daher erfahren. Im südafrikanischen 4x4 community Forum wurde das Thema schon öfters diskutiert, hier übrigens auch. Archivsuche, google und Kontaktaufnahme werden dir mehr helfen, als nur in den Wald hineinzurufen, da wird das Echo eher abratend sein. Ist besser mit Leuten zu reden, die das öfters machen. Die Meinungen dazu sind immer kontrovers...und PS: Entscheiden musst du immer selbst. Grüße Habt ihr das schon ein Mal gemacht, oder ist das auch für euch neu? „Angsthase“ zu sein, ist jedenfalls eher ein Asset!!!! Vorsicht und Umsicht ist die Mutter der Porzellankiste, better safe than sorry!!
Größtes Problem war immer die Bespaßung der Kinder während der langen Fahrten. IPad mit Spielen und Filmen war die Lösung. Abends waren Zwillen zum Beschießen der Affen eine klasse Freizeitbeschäftigung.
Und, wenn die Zwerge klein sind, nie alleine auch nur 5m laufen lassen.
LG Stephan
TOtoumtoum319 Beiträge · seit 201227. Mai 2020 · #7
Ich kann loser und Dr. We nur zustimmen. Aber es ist auch abhängig davon, was ihr für eine Einstellung und auch Erfahrung habt. Die Entscheidung müsst ihr selber treffen. Mit 7 und 9 Jahren wird auf jeden Fall viel hängen bleiben, aber auch da hängt es etwas vom Reisestil ab, Ich war 2012 mir meiner Familie (damals 6 jähriger Sohn) unterwegs. Wir sind in 4 1/2 Wochen von Kapstadt - Panoramaroute - Krüger NP; Zimbabawe - Matobo NP- Hwange NP - Victoria Falls; Botswana - Chobe Riverfront; Namibia - Caparivi (mit Babwata NP) - Etosha NP - Twyfelfountain - Skeleton coast - Namib desert (Mirabib) - Sossusvlei - nach Windhoek gefahren. Nette Tour mit vielen Höhepunkten. Aber dazwischen sind schon auch etwas längere Fahrstrecken. Dabei war nur die Strecke Pi mal Daumen geplant, nichts vorgebucht und wurde eigentlich jeden Tag wieder neu geplant - manche Ecken sind dann eben doch nicht so toll, da kürzt man und andere Ecken sind wieder richtig toll (manchmal auch nur zu diesem Augenblick), da verlängert man. Mir ging es bei der Reise auch darum, daß unser Sohn sieht, wie afrikanische Kinder leben, welches Spielzeug sie haben etc. Die "ferngesteuerten Drahtautos haben ihn total fasziniert. Auch viele Landschaften sind ihm im Gedächtnis geblieben. Die Wildheit und die riesigen Wellen vom Skeleton Coast NP sind immer noch präsent. Von den Victoriafällen und den Helikopterflug darüber (war sein Geburtstagsgeschenk) schwärmt er noch heute, aber auch von den Menschen, mit denen wir uns unterhalten haben. Tiere hat er auch Unmengen gesehen. An der Chobe-Wasserfront aber auch in Zimbabwe sind die Zeltplätze nicht abgegrenzt. Sehe ich jetzt nicht so als das Problem. Egal ob Kind oder Erwachsener in der späten Dämmerung und nachts hast du nichts im Busch verloren. Ist dann aber auch die Zeit, wo die Kinder eh im Bett sein sollten. Im Kwandocamp sind auch Elefanten in 10m Nähe an uns vorbeigelaufen. Allerdings wusste er, daß man sich ruhig verhalten muß etc. Wie Dr. We schon erwähnt hat - für südafrikanische Kinder alles normal.
Allerdings sollte man sich schon die Frage stellen, kann man seinen Kindern vertrauen und sich auf sie verlassen, Ich versuche meinen Sohn, egal wo, immer auf mögliche Gefahren hinzuweisen und er ist auch schon in der 2. Klasse allein mit dem Rad durch die Gegend gefahren, ohne daß ich Angst hatte.
Ist eben eine Abwägung, welche ihr allein treffen müsst - wir kennen auch nicht euere Kinder - wie verläßlich sie sind und wieviel Vertrauen man in sie setzen kann. Mein Sohn hat mich z.B. schon mit 11 Jahren allein beim Klettern gesichert.
Nachdem es doch ein paar positive Meinungen dazu gab, will ich auch meinen Kren draufgeben. Der wird den Schumos aber die Entscheidung nicht leichter machen oder abnehmen.
Vor einigen Jahren hätte ich auf Schumos Frage geantwortet: Na klar, unbedingt, genießt es!! Weil ich früher xxxmal mit meinen Kindern vom Babyalter weg kampiert habe, auch viel „wild“ und ohne Zaun. Für die Kinder war es immer schön, von Langeweile keine Rede. Kinder profitieren unbedingt davon, erleben etwas, was in der überbehüteten und überzivilisierten Heimatwelt unschätzbaren Wert hat. Heute noch mehr als vor Jahren, wo die Reisenden noch weniger verwöhnt waren.
Trotzdem würde ich das jetzt mehr qualifizieren als früher. Nicht weil ich alt bin, sondern weil sich nämlich durch den Massentourismus Wesentliches verändert hat. Wildtiere haben dadurch ihre Scheu vor Menschen verloren, sehr auch durch Zutun der sogenannten Naturliebhaber, die nicht nah genug dran sein können, vom Anfüttern udgl. gar nicht zu reden. Einzelne Tiere sind an Menschen gewohnt, beanspruchen z. B. offensiv „ihren“ Platz, dadurch entstand eine potenziell gefährliche Nähe, die manchmal, aber seeeehr selten, schief geht. Die in Foren besungene „Natürlichkeit“ ist oft das Gegenteil davon.
Also Schumo, ich denke, dass ich es auch jetzt noch machen würde und es wird ja auch von vielen Familien praktiziert. Es ist aber sicherlich Umsicht, Vorsicht, Wissen und Erfahrung nötig. Das musst du selber einschätzen können. „Angsthase“ zu sein, ist dabei eher ein Asset!!!! Alles hängt auch davon ab, ob die Kinder die nötige Selbstdisziplin aufbringen können /wollen und Einschränkungen bei der Bewegungsfreiheit akzeptieren. Nach Einbruch der Dunkelheit dürfen/sollten sich Kinder in diesem Alter z.B. nicht mehr frei bewegen, nach dem Abfüttern gehören sie ins Zelt. Kleine sind gefährdeter als Große. Auch die Risiken „am Boden“ müssen ihnen klar gemacht werden. Auf einen „Schutz“ durch Lagerfeuer oder Beleuchtung, wie so oft geraten, sollte man sich keinesfalls verlassen, dieses ist wegen der eingeschränkten Übersicht eher nachteilig. Es ist i. A. keineswegs so, dass dich Wildtiere i. A. offensiv angehen werden, sowas ist extrem selten, das Gefahrenpotenzial liegt eher darin, dass in einer unvorhergesehenen oder unerkannten Situation bzw. Konfrontation falsch reagiert wird. Das kann natürlich immer, auch ohne Kinder, passieren. Meine 2 c, gestandene Buschcamper, wie der Cruiser, könnten sicherlich bessere Ratschläge geben. Und falls Kampieren für euch überhaupt neu ist, wäre ein „weicher“ Einstieg, also NPs mit eingezäunten Camps, auch ein schöner Anfang Grüße.
Hallo an die Schumos, aus Prinzip und Interesse, die Frage: Was macht ihr jetzt aus diesen Meinungen und Meldungen? Abwägen....Diskutieren.... Verarbeiten.......Ignorieren....und wozu war das alles gut? Was wird's, Morimex und Tschobbe oder Gaaaardaaasee? Vielleicht erfährt man es ja ein Mal 😉
Cruiser2'530 Beiträge · seit 201129. Mai 2020 · #11
Nicht jeder hat die gleiche Zeit der Welt.
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
SCSchumoThemenstarter18 Beiträge · seit 202002. Juni 2020 · #12
Entschuldigt mein Laptop hat es nicht gut gemeint mit mir und ich konnte irgendwie nicht mehr auf diese Seite zugreifen. Jetzt aber läuft alles wieder. Vielen Dank für eure Rückmeldungen. Ich freue mich sehen es nicht alle so negativ sondern gibs auch positive Ansichten betreffend Botswanareisen mit Kindern. Es war und ist schon seit ewigkeiten ein Traum von mir sowie von meinem Mann Botswana zu bereisen. Also werden wir dies nächsten Frühling auch tun sofern dies dan möglich ist. Es wird also nicht der Krüger oder Gardasee sondern wie geplant und geträumt Namibia Botswana. Ganz liebe Grüsse an euch alle
Hallo Schumo, es liegt alleine in euren ermessen mit Kleinen Kindern nach Botswana zu Reisen. Ich habe selbst 3 Kinder (mittlerweile Erwachsen) und kann euch sagen das ihr bei den meisten Logden und Campsite nicht sehr willkommen sein werdet. A aus gründen der Sicherheit B aus gründen der Klientel
Und der unterschied zwischen 9 jährigen afrikanischen Kind und europäischen ist nicht primär der Bildungsstand sondern die „ Lebenserfahrung“
Nichts für ungut bleibt lieber in Namibia der Südafrika da ist die Infrastruktur einfach besser.
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Juni 2020 · #14
Das mag für Lodges durchaus so zutreffen, nicht aber für die Campsites in Botswana. Da gibt es keinerlei Alterslimitierungen und es interessiert sich auch niemand dafür. Die werden regelmäßig von südafrikanischen Familien mit Kindern besucht.
SCSchumoThemenstarter18 Beiträge · seit 202003. Juni 2020 · #15
Danke Topobär... ich habe nämlich gelesen das Kinder eigentlich sehr willkommen sind. Das gewisse Lodge keine Kinder wollen ist mir bekannt. Aber gilt das für alle oder hauptsächlich für die Luxuslodges welche wir aus finanzieller Sicht sowieso nicht besuchen?
Reisemaus1'003 Beiträge · seit 200803. Juni 2020 · #16
Hallo Schumo,
Jetzt muss ich mich auch mal einklinken. Das ist glaube ich Ansichtssache. Wir waren mit unserem Sohn im südlichen Afrika unterwegs seit er 6 Jahre ist, jetzt ist er 19. 🙂 Wir waren immer vorsichtig, Nachts nicht raus, Kinder im Auge behalten, bei Tierbegegnungen ins Auto sitzen und es ist nie etwas passiert. Im Gegenteil, wir hatten tolle Familienerlebnisse und oftmals auch spannende Abenteuerurlaube. Es ist nicht so, dass in jedem Camp der Löwe durchs Camp läuft, auch wenn sie nicht eingezäunt sind. Das ist unserer Erfahrung nach eher selten, Elefanten gibt es öfters mal, in bestimmten Camps. Wir haben immer abgewechselt, nach ein paar Tagen Wildnis auch mal wieder Zivilisation. Es gibt auch eingezäunte bezahlbare Campingplätze in Botswana, oft bei einer Lodge z.bsp in der Chobe Safari Lodge (sogar mit Pool und Möglichkeit zur Bootstour) oder Senyati Safari Camp ( mit der Möglichkeit Elefanten am Wasserloch zu beobachten), oder auch in Maun und übrigens auch in Namibia im Caprivi. Dann kann man die Kinder auch mal springen lassen. Auch in (bezahlbaren) Lodges hatten wir keine Probleme, aber einige Lodges nehmen Kinder erst ab 12 Jahren, , meiner Erfahrung nach oft die Teuren, wahrscheinlich aus den oben genannten Gründen. Dann finde ich noch wichtig, wie Eure Kinder drauf sind. Hören sie, wenn man ihnen erklärt warum sie sich z.B. nicht frei bewegen dürfen, können sie auch mal leise sein und Tiere beobachten oder stundenlang im Auto sitzen, da man nicht aussteigen darf? Das müsst nur ihr entscheiden. Hört einfach auf Euer Bauchgefühl und bucht ein Satelitentelefon dazu, das beruhigt unglaublich in den Gegenden ohne Handyempfang. Viel Spaß bei der weiteren Planung Viele Grüße Doro
SCSchumoThemenstarter18 Beiträge · seit 202004. Juni 2020 · #17
Liebe Doro So schön das du dich auch noch einklinkst 🙂 Genau dass was du schreibst hatte ich auch im Gefühl. Die Lodges und Camps sorgfälltig aussuchen und für Abwechslung sorgen. Unsere Kinder gehören wirklich zur ruhigen und einsichtigen Sorte. Daher sehe ich kein Problem. Und wie du schreibst auch immerwieder mal Lodges oder Camps um doch rumzuspringen. Wenn du noch Geheimtipps oder sonst nützliche Inputs für mich hast wäre ich dir natürlich sehr dankbar. Aber auch so danke ich dir vielmals. Liebe Grüsse