Hallo Wüstenruhe, wir können uns rasch darauf einigen, dass das alles miserabel für „die Wirtschaft“ ist. Jeder ist besorgt und betroffen, ich genauso, sehe es aber bloß nicht so rabenschwarz wie du. Bin aber kein studierter Volkswirt und daher weniger zahlenpessimistisch eingestellt. Denn mE sollte man ja bei aller begründeten Besorgnis berücksichtigen, dass das Geld der Bürger ja nicht plötzlich verschwunden ist, es ist noch da, kurzfristig etwas strenger behütet als zuvor, aber es ist noch viel Fleisch am Knochen. Nicht bei allen, die muss man unterstützen, aber bei vielen eben schon. Man muss es „bloß“ wieder in den Kreislauf kriegen*), was schwer genug ist, weil nicht nur die Konsumkreisläufe unterbrochen wurden, sondern auch die Güterströme für die Produktionsketten. Viele Betriebsschließungen im März entstanden dadurch, auch weil zu viele strategische Güter heute nicht mehr bei uns produziert werden. Das Virus hat das schonungslos offen gelegt, alleine hier ergeben sich viele positive Anreize für die Zukunft. Auf alle Fälle ist die Wiederherstellung der „Gütermobilität“ jetzt fast wichtiger als die der Personen. *) es muss auch nicht immer alles todernst sein, die Aufgabe ist jetzt wie in dem alten Witz aus der Zeit des kalten Krieges, als Ungarn den Ruf hatte, die „lustigste Baracke“ hinter dem Eisernen Vorhang zu sein. Auf die Frage, was denn ihre Geheimnis hinter diesem Wunder sei, lautete: „Wir haben nur hundert Forint, aber die hat jeden Tage ein anderer.“
Nach ein Nachsatz zum „wieder Hochfahren“. Die Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft tun mir dabei leid. Viel mehr, als ich mir selber, weil z. B. mein Sparstrumpf um ¼ eingegangen ist und ich nicht wegfahren kann. 😎 Für den „shutdown“ war die Aussicht miserabel, aber die Entscheidungsgrundlage und die Maßnahmen klar, die Wissenschaft eindeutig dafür, und alles war von einer deutlichen Mehrheit der Bevölkerung mitgetragen. Jetzt ist die Aussicht gut aber das Hochfahren zur Normalität ist dafür ein Himmelfahrtskommando, ein Minenfeld aus potenziellen Fehlentscheidungen, in jeder Beziehung, epidemiologisch, wirtschaftlich und gesellschaftlich. Sie werden nie alles richtig und jedem recht machen können.
loser schrieb:Hallo Wüstenruhe, wir können uns rasch darauf einigen, dass das alles miserabel für „die Wirtschaft“ ist. Jeder ist besorgt und betroffen, ich genauso, sehe es aber bloß nicht so rabenschwarz wie du.
Als Rentner ist das sicherlich auch nicht wirklick obkektiv möglich, ...
Best Regards
Adolf
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mich erstaunt einfach immer wieder wie sensitiv gewisse Firmen (finanziell) aufgebaut sind. Da spreche ich mal nicht von den Kleinbetrieben/Ein-Zwei-Mann (Frau 😉 )-Firmen oder bewährte Familienbetriebe, sondern von den GmbHs/AGs mit mehreren Mitarbeitern. 1-2 Monate u. aus die Maus? Das macht nachdenklich. Nachhaltig können solche Geschäftsmodelle langfristig ja nicht sein. "Survival of the fittest"...in Form von "coronalem Darwinismus"?...die nächsten Monate werden uns zeigen...
marimari schrieb:mich erstaunt einfach immer wieder wie sensitiv gewisse Firmen (finanziell) aufgebaut sind. Da spreche ich mal nicht von den Kleinbetrieben/Ein-Zwei-Mann (Frau 😉 )-Firmen oder bewährte Familienbetriebe, sondern von den GmbHs/AGs mit mehreren Mitarbeitern. 1-2 Monate u. aus die Maus? Das macht nachdenklich. Nachhaltig können solche Geschäftsmodelle langfristig ja nicht sein. "Survival of the fittest"...in Form von "coronalem Darwinismus"?...die nächsten Monate werden uns zeigen...
Gruss M. 😎
Da hast Du vollkommen Recht! Meiner Meinung nach nutzen gerade große Konzerne die Situation schamlos aus und streichen staatliche Gelder ein.
Genau und man vergißt die Kleinen um die Ecke die es womöglich nicht überstehen oder die vielen Selbstständigen Vertreter und kleine Bauern. Für die Meisten ist da eine Wirtschaft auf Sparflamme tödlich.
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Adolf
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@Marimari et al: Dass gerade ein Grosskonzern nach relativ kurzer Zeit am Ende ist wundert mich gar nicht, denn:
Nehmen wir mal einen typischen Konzern mit, sagen wir mal 100 Milliarden Umsatz und 5 Milliarden Gewinn pro Jahr. Wenn wir jetzt mal Steuer usw. als unnötige und nicht zur Sache beitragende Komplikation aussen vor lassen, dann wird die Firma 100 Milliarden einnehmen und, bei einem Gewinn von 5 Milliarden, Kosten von 95 Milliarden haben! Vom Gewinn wird der Konzern vielleicht 1 Milliarde in die Rücklagen stecken und ein Grossteil des Restes an den Aktionären ausschütten. Dieses Geld wird Jahr für Jahr ausgeschüttet und ist für den Konzern unerreichbar weg! Kommt jetzt eine Krise wie die heutige, wo z.B. der Umsatz um 50% weg bricht, so gehen die wirklich variablen Kosten (oftmals deutlich weniger als 50% der Kosten) um 50% zurück. Die Fixkosten (z.B. Personal, Energie-, Dienstleistungs und Mietverträge) bleiben jedoch nahezu konstant, d.h. der Konzern hat nun Kosten von vielleicht 70-80 Milliarden bei Einnahmen von 50 Milliarden, also einen Verlust von 20-30 Milliarden.....also absolut kein Wunder, dass auch, oder vielleicht sogar gerade, grosse Konzerne so schnell am Ende sind!
Liebe Grüsse, busko
Der Übergang vom Affen zum Menschen sind wir! - Konrad Lorenz
@busko, nicht als Widerspruch, nur ergänzend, bevor uns für die armen Großen die Tränen kommen. Es gibt Solches und Solches, z. B. VW hat, auf die Schnelle aus dem Bauch geschätzt, für den „Dieselskandal“ alleine in USA in den letzten 5 Jahren zwischen 25 bis 30 Milliarden € für Strafen, Vergleiche und Entschädigungen hingeblättert und es kommt laufend dazu und das wird noch so weitergehen. Das kann man fortsetzen…..UBS, DB…. Es gibt sie alle noch. Wie schaffen die das?
WÜWüstenruhe78 Beiträge · seit 201725. Apr. 2020 ·
@loser VW solltest du nicht als Beispiel heranziehen. VW nimmt eine Sonderrolle ein. VW ist eine mafiaähnliche Verbrecherorganisation mit großer krimineller Energie, die von einem korrupten politischen System getragen wird, das von VW lebt. Das nennt man dann "systemrelevant" und bedeutet in der Praxis, dass man denen alles durchgehen lässt, weil z.B. das Land Niedersachsen mit VW den Bach hinunter ginge, würde VW für die ganzen Schweinereien zur Rechenschaft gezogen, für die der Konzern rein rechtlich zur Rechenschaft gezogen werden müsste. VW hat tausende Kunden nach Strich und Faden beschissen, Steuerbetrug gegenüber dem Staat in Milliardenhöhe begangen und eine gigantische Umweltverschmutzung angerichtet, und die Schuldigen sind nahezu straffrei ausgegangen. Das dreht jedem ehrlich arbeitendem Unternehmen und seinen Vorständen den Magen herum.
WÜWüstenruhe78 Beiträge · seit 201725. Apr. 2020 ·
Da wird jeder Unfug angekündigt bis hin zum wahnsinnigen Kostenaufwand von 20 Rand pro Passagier, aber das, worauf es einzig und allein ankommt, darauf wird in letzter Konsequenz dann doch verzichtet: auf Distanz.
@social distancing im Flieger Bisher hießen special offers: Take two, pay one Jetzt soll es heißen: Take one, pay two Einfach nur mehr bizarr Aber egal, irgendwann wird das Fliegen ja wieder los gehen, mit längeren check-in Zeiten sollte man rechnen, „distancing“ braucht Platz und Zeit. Aber es wird sowieso noch dauern. @die Billionenverluste der „Konzerne“ Ich bleibe bei meiner Meinung: Es ist viel zu früh, um den (wirtschaftlichen) Weltuntergang auszurufen. Weil….z. B. haben Konzerne mit den zitierten Umsätzen zigzig Standorte auf der ganzen Welt, die nicht GLEICHZEITIG betroffen sind….bis: die Einschränkungen betreffen ja nicht einmal jetzt, im radikalen shutdown, alle Betrieb; viele arbeiten weiter oder fangen gerade jetzt wieder an….insbesondere dort, wo Maschinen und Roboter (und nicht Menschen) arbeiten, und das sind gar nicht so wenige, die enorm zu unserem BIP beitragen…usw. Aber die „Konzerne“ werden die Stimmungsmache der Paniker für Milliardensubventionen sicherlich dankend entgegennehmen. Und einfach die UMSATZausfälle entlang komplexer Fertigungsketten zu addieren, kann natürlich leicht zur Zahlenpanik führen...aber sie sagt und bringt gar nichts. Und betreffend die „Kleinen“, die hier wirklich gebeutelt werden, reden wir in ein paar Wochen weiter. Jederfrau/Mann kann dann selber sehen, wer von seinen Dienstleistern in seiner Umgebung noch im Geschäft ist oder nicht. „Meine“ sind es alle. Außerdem kann Jederfrau/Mann auch dazu beitragen, dass potenziell ruinöse Verluste rasch wieder ausgeglichen und der Fortbestand gesichert werden, wenn man so viel Sorge und Mitgefühl hat. Das Geld dafür wurde ja jetzt ein paar Wochen lang angespart.
loser schrieb:... reden wir in ein paar Wochen weiter.
Bin ganz Deiner Meinung und das betrifft nicht nur die Kleinen. 😛
Best Regards
Adolf
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Bei den Kommentaren hier fröstelt mich ein wenig: anscheinend meinen einige hier ein Großkonzern erwirtschaftet seine Umsätze alleine und seine Kosten sind Umsatz-Gewinn. Und wer beim Großkonzern arbeitet ist fein raus. Information zu einem Autokonzern: 1 Auto besteht aus 75 % Zulieferteile (also nicht Konzern) diese 75 % werden nochmal unterteilt in sogenannte OEM-Lieferanten und Lieferanten: OEM’s sind manchmal auch Konzerne die wiederum Teile nicht selbst herstellen. Wenn also der Autokonzern nicht mehr richtig arbeitet, dann gehen die kleinen Lieferanten (oft 200-1000 MA) zuerst Pleite, und bei den Zulieferern arbeiten mehr Arbeitnehmern als bei den Konzernen. Nicht zu vergessen die Dienstleister (Anlagenbauer, Maschinenbauer) Weiteres Beispiel: Weiße Ware (Kühlschrank …) Großkonzerne: Whirlpool, Bosch, Electrolux. wenn einer von den hustet, dann haben die Zulieferer Lungenentzündung. Umsatz, Rücklagen lest mal Bilanzen, was meint ihr wieviel Geld in die Entwicklung geht. Lest mal über die „Abwrackprämie“ nach, ökologisch ein Desaster, Weiterentwicklung ebenso. Aber für den Wirtschaftsstandort Deutschland war es von größter Bedeutung (BIP und Arbeitslosenzahl). Die Großkonzerne schreien am Meisten, das ist richtig, aber viele Zulieferer und Arbeitnehmer hoffen darauf, dass der Großkonzern von dem sie abhängig sind, erfolgreich ist. Ein Zulieferer oder Anlagenbauer hat keine Lobby, aber er braucht den Konzern. Worüber man auch nachdenken muss: jeder Arbeitslose mehr, heißt weniger Konsum, weniger Dienstleistung und so beginnt eine Abwartsspirale. Kapitalismus funktioniert nun mal so. Ohne den geht auch Reisen nicht. Ein Arbeitsloser oder auch Kurzarbeiter geht nicht ins Restaurant, er hat Angst, was ist in 4 Wochen. Und die Rentner die das nicht betrifft, die konsumieren zu wenig. Grüße Wolfgang
Die Fertigungskette in der KFZ-und Zulieferindustrie (Hippie) kenne ich, weil ich jahrzehntelang Dienstleister dorthin war. Ich kann mich auch noch gut an den durch die „Finanzkrise“ verursachten Shutdown bei diesen Kunden erinnern. Der war bei einigen total, Null ging mehr nach außen….aber es wurde verkraftet, der Schaden war nicht irreparabel. Darum ging es mir, weil jetzt ständig prophezeit wird, als wäre das so. Wir werden nicht ins Bodenlose fallen, weil viel Substanz da ist, aber ich will niemanden dran hindern sich zu Tode zu fürchten. Wenn der Staat mau ist, müssen es nicht auch die Staatsbürger sein .…. das Finanzvermögen der privaten Haushalte in Österreicher beträgt z. B. das 1,8-fache des BIP, wahrscheinlich 70 bis 80 % davon in Geld, die Österreicher sind keine Aktienkäufer. Das private Nettogeldvermögen kann die Staatsschulden mindestens 1 ½ mal abdecken….usw. Es ist mE keine Frage, dass wir das überstehen, sondern eher wie, und ganz wichtig, wie wir mit denen umgehen, die nicht so einen Polster haben wie o.a. Aber für alle wird es sich nicht ausgehen. Das war aber immer schon so. Ich brauche mir nur das Kommen und Gehen von Kleinbetrieben in Gastgewerbe und Handel und diversen Dienstleistungen in meinen Umgebungen anschauen. Ihr Scheitern war vorhersehbar, diese BPe konnten nie aufgehen.
Best Regards
Adolf
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Weil die Forscher der Oxford-Universität zuvor bei ähnlich gebauten Impfstoffen bewiesen haben, dass diese keine schweren Nebenwirkungen haben, durften die Oxford-Forscher die erste der üblicherweise 3 Testphasen der klinischen Erprobung überspringen. Bis Ende Mai werden nun schon satte 6.000 Menschen mit dem Impfstoff-Kandidaten geimpft. Dann geht es vor allem darum, die Wirksamkeit des Impfstoffes zu belegen.
Und hoffentlich haben die nichts mit der Gates Foundation zu tun. Sorry, konnte das jetzt nicht quer recherieren. Soviel auf dem Netz.
Best Regards
Adolf
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