Große Runde als Selbstfahrer mit Roadtrip Uganda

Reisebericht 39 Antworten · 8'240 Aufrufe · gestartet 15. März 2020 von Dani O.
Themenstarter91 Beiträge · seit 201918. März 2020 · #21
Hallo Sadie,
ich hab das ganz anders empfunden als deine Freundin. Wir haben ausgesprochen viele Tiere gesehen und zwar in allen Parks, in denen wir waren. Tatsächlich nicht in den Massen, wie z. B. in der Serengeti, dafür hatten wir aber auch nie das Gefühl, wir befinden uns in einem Zoo. Und die allermeisten Tiere hatten wir für uns ganz alleine, es war weit und breit kein anderes Fahrzeug zu sehen. Das war wirklich traumhaft.
Wir waren letztes Jahr das erste Mal im Krüger NP unterwegs und ich war wirklich sehr erschüttert. Ja, wir haben dort auch viele Tiere gesehen, aber unter welchen Bedingungen? Sobald jemand ein "interessantes" Tier entdeckt hat, kann man sicher sein, dass noch weitere 30 Autos angedüst kommen um hinter/vor/neben einem zu stehen, egal, ob man den anderen die Sicht versperrt oder das Tier aufschreckt. Ohne Rücksicht auf Verluste! Es kam bei uns nicht ansatzweise das Gefühl auf, wir seien in der Wildnis - das verhindern ständige Motorengeräusche, Stimmen und Kindergeschrei. Manche Leute haben sogar die Musik aufgedreht oder gepfiffen und gerufen, damit das Tier sich auch ja umdreht. Auch asphaltierte Straßen mit 3 Mio. Straßenschildern lassen nicht gerade Wildnisfeeling aufkommen.
Das hat mich alles sehr an den Serengeti Tierpark in Hodenhagen erinnert (zwischen Hamburg und Hannover). Da kann man auch mit dem Auto durch den Park fahren und Giraffen und viele andere Tiere aus nächster Nähe sehen.

Da nehme ich lieber Schlaglöcher, Schlamm und ein bisschen Abenteuer in Kauf. Wobei in Uganda ja die Chinesen mittlerweile (leider) sehr fleißig beim Asphaltieren sind. Ich hoffe, dass Uganda sich trotzdem noch so lange wie möglich seine Ursprünglichkeit bewahren kann.

Herzliche Grüße,
Dani
Themenstarter91 Beiträge · seit 201918. März 2020 · #22
15.09.17
Morgens ging es dann weiter Richtung Gulu. Die Straßenverhältnisse aus dem Park raus waren aufgrund der Regenfälle etwas anstrengend, stellenweise war es sehr matschig mit Steckenbleib-Gefahr. Zum Glück konnten wir die Räder auf „Lock“ stellen, sonst wäre es dünne geworden.

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Von den schlimmsten Streckenabschnitten haben wir keine Bilder, mussten uns voll aufs Fahren konzentrieren.

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Aufs Navi gehört und erstmal 10 km über einen zugewachsenen Feldweg gefahren. Grundsätzlich war die Navigation mit „maps.me“ aber trotzdem erstaunlich gut. Nur hin und wieder passte es nicht ganz.

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Überall wird gebaut

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Für die 370 km zum Murchison brauchten wir etwa 8-9 Stunden und sind von Gulu aus übers Wanlovar Gate zur Kabalega Wilderness Lodge gefahren. Der Norden vom Murchsion Falls NP hat uns sehr gut gefallen, sehr tierreich (wir haben in der 1. Stunde bestimmt allein 20 Giraffen gesehen + viele weitere Tiere). Auch landschaftlich fanden wir es im Norden wesentlich interessanter als im Süden. Hier haben wir auch so gut wie keine anderen Touristen getroffen. Leider hatte Bernd starke Magenprobleme, daher sind wir relativ zügig durchgefahren und haben kaum Bilder geschossen.

Dann mit der Fähre einmal über den Nil und ab in die Lodge. Bernd hat dann erstmal 16 Stunden durchgeschlafen.

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Hauptgebäude Kabalega Lodge

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Die Lodge besteht aus mehreren festen Zelten, sehr geräumig, aber ziemlich dunkel.
Themenstarter91 Beiträge · seit 201919. März 2020 · #23
Am nächsten Morgen war alles wieder gut und wir sind Richtung Murchison Fälle gefahren.

Blick vom Hubdach
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In diesem Teil des Parks gab es extrem viele Tse-Tse-Fliegen, die uns auch bei jedem Halt überfallen haben. So schnell haben wir noch nie die Fenster hochgekurbelt 🙂

An den Fällen angekommen, hatten wir einen Platten. Aus dem Nichts kamen 2 Fahrerguides, die uns (ohne, dass wir gefragt hätten) beim Radwechsel geholfen haben.

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Die Fälle sind aus der Nähe tatsächlich beeindruckend. Wir haben im Anschluss einen Bootstrip gemacht und die Fälle aus der anderen Perspektive gesehen. Die Bootsfahrt war ganz nett, man kam allerdings nicht sehr nah an die Fälle heran.

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Dafür haben wir während der Fahrt viele Vögel, Elefanten, Nilpferde und Krokodile gesehen.

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Fazit Murchison Falls NP: absolut sehenswert!
Themenstarter91 Beiträge · seit 201921. März 2020 · #24
17.09.17
Am nächsten Morgen hieß es dann Weiterfahren Richtung Lake Albert, etwa 250 km, für die wir 6 Stunden brauchten. Die ersten 4 Stunden ging über Holperpisten und plötzlich kam allerfeinster Asphalt, von den Chinesen aufgrund des Ölvorkommens gebaut.

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Zwischendurch braute sich langsam ein Gewitter zusammen.

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Hauptgebäude Lake Albert Lodge

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Cottage

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Blick von der Lodge auf den Lake Albert

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Patrick

Die Lodge war schön, das Cottage süß eingerichtet, das Personal sehr freundlich. Den Lake Albert muss man nicht unbedingt gesehen haben. Uns war nur die Strecke bis zum Kibale an einem Tag zu weit.
549 Beiträge · seit 201622. März 2020 · #25
Dani O. schrieb:

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Das sieht aus als wäe es ein Elefanten Kindergarten 🙂

viele Grüße
Elke
Menschen, mit denen man lachen und weinen kann, sind die Menschen, die das Leben ausmachen.
Themenstarter91 Beiträge · seit 201922. März 2020 · #26
@ Elke: ja, ganz genau! Die Eli-Kita 😁
Themenstarter91 Beiträge · seit 201922. März 2020 · #27
Am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Kibale – 300 km, etwa 8 Stunden.

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Nach dem Stück Asphalt kommt stundenlang wieder rote Straße 🙂

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Zwischendurch ein paar Steinchen

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Und eine Baustelle nach der anderen

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Kurzer Abstecher zum Mpanga Market bei Fort Portal

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Das letzte Stück vor dem Kibale NP gab es wieder Asphalt und viel Grün
Themenstarter91 Beiträge · seit 201922. März 2020 · #28
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Kurz vorm NP belagert ein frecher Affe einen Jeep

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Die Lodge liegt mitten im Wald, überall tummeln sich Colubus-Affen

Nach einem guten Abendessen in der sehr angenehmen Lodge geht’s mit viel Affengebrüll ins Bett.
Am nächsten Morgen dann ein paar Meter die Zufahrtsstraße runter (vlt. 200 m zu Fuß) und schon ist man am Treffpunkt zum Chimpanzee-Trekking. Wir haben uns für die ganztägige Habituation Experience entschieden. Auf ging es dann mit einem bewaffneten Guide (zur Abschreckung für die wohl aggressiven Waldelefanten). Nach etwa 30 Minuten haben wir bereits die ersten Schimpansen erreicht.

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Hier wird alles kontrolliert 🙂

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Wir liefen insgesamt etwa 7-8 Stunden mit einer Gruppe aus etwa 8 Personen durch den Wald, über Stock und Stein, oft im Schweinsgalopp immer den Schimpansen hinterher. Teilweise kamen wir sehr nah bzw. die Schimpansen sehr nah an uns. Ist schon beeindruckend, wenn ein ausgewachsenes Männchen 10 cm an einem vorbeigeht, aber so tut, als wäre man nicht da und dann plötzlich schreiend davon peest und die Familie ebenso laut hinterher.

Wieder zurück in der Lodge, waren wir echt platt und haben erst mal was Kaltes getrunken und die Füße hochgelegt. Für Fußlahme würde ich wohl eher das „normale“ Schimpansentrekking (ca. 1-2 Std.) empfehlen. Außerdem aufgrund der vielen fiesen Waldameisen die Hose in die langen Socken stecken und ggfs. Gamaschen anziehen. Es gab KEINE Stelle, in die wir nicht gebissen wurden. Und Baby: it really burns 🙂
Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #29
20.09.17
Nach einer regenreichen Nacht ging es am nächsten Morgen dann weiter in Richtung Queen Elizabeth NP.
Haben uns doch glatt wieder verfahren und mussten dann durch eine ziemlich schlammige Ortschaft.

Nach der ersten großen Schlammdurchfahrt gab es erst mal High Five (ich war sicher, wir bleiben stecken), um dann festzustellen, dass uns wenige hundert Meter weiter eine viel matschigere Weiterfahrt bevorstand. Wir haben dann erstmal zu Fuß die Lage gecheckt und in der Zwischenzeit kamen wie aus dem Nichts ein paar Familien aus ihren Häuschen geströmt, die mit uns die Lage checken und uns navigieren wollten.

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Bernd klärt mit den Einheimischen die Lage ab, da vorne ist eine fiese „Pfütze“.
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Ok, wir probierens mit 4WD, Räder „locken“ und sanftem, aber energischer Fahrweise und
tataaaa...

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Wir bleiben stecken!

Die Dorfgemeinschaft buddelt und schiebt und wir bleiben trotzdem immer wieder stecken.
Ich sitze im Auto und fotografiere die neugierigen, sensationslüsternen Kleinen.

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Und drucke ein paar Fotos mittels Smartphonedrucker aus, über welche sich die Kinder und die Mutter sehr freuen.

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Nach einer halben Ewigkeit schaffen wir es dank der zahlreichen Unterstützung dann doch noch raus und fahren Richtung Äquator.

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Es geht weiter zur Marafiki Safari Lodge im Ishasha Sektor. Für die 80 km haben wir etwa 5 Stunden gebraucht (inkl. ca. 1 – 1,5 Stunden Steckenbleiben).
Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #30
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Zelt in der Marafiki Safari Lodge

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Tolles Auto, aber leider mit kaputten bzw. nicht vorhandenen Gummidichtungen, daher jeden Tag die Koffer erstmal über gefühlte 12 kg roten Staub hieven.

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Crater Drive: sehr schön, aber Tse-Tse-Angriff.
Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #31
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Fahrt durchs Dörfchen



Wir haben dann noch eine tolle Bootsfahrt über den Kazinga-Channel unternommen.
Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #32
Manchmal klappt es nicht so richtig mit dem Einstellen der Bilder 😈

Ist jetzt mein 3. Versuch. Mal funzt es einwandfrei und manchmal übernimmt er die Bilder einfach nicht und man kann wieder von vorne anfangen.

Ich probiere es gleich nochmal.
Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #33
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Fahrt durchs Dörfchen

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Noch eine tolle Bootsfahrt über den Kazinga-Channel unternommen.

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Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #34
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Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #35
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7'297 Beiträge · seit 200624. März 2020 · #36
Ich habe Dir das eine Bild mal senkrecht gedreht.

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Gruß
Wolfgang
Mit dem Fahrrad unterwegs in Namibia, Zambia, Zimbabwe, Malawi, Tanzania, Kenya, Uganda, Kamerun, Ghana, Guinea-Bissau, Senegal, Gambia, Sierra Leone, Rwanda, Südafrika, Eswatini (Swaziland), Jordanien, Thailand, Surinam, Französisch-Guyana, Alaska, Canada, Neuseeland, Europa ...
Themenstarter91 Beiträge · seit 201924. März 2020 · #37
22.09.17
Heute ging es ca. 100 km weiter zum Ishasha-Sektor. Wir sind langsam gefahren, da die Landschaft wieder so traumhaft schön war und wir viele Tiere gesehen haben.

Am Gate zum Queen Elizabeth NP trafen wir einen Guide, der uns während der Fahrt zurief: "mir nach". Wir sind dann hinterher gedüst. Als er weder bei Elefanten noch bei diversen anderen Tieren anhielt, haben wir schon gehofft, dass er seine Gäste zu den Baumlöwen führen könnte. Und tatsächlich!

Niemals hätten wir in diesem Baum Löwen vermutet und ohne Hilfe entdeckt 🙂

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Nachdem wir die Löwen ca. 10 Minuten von allen Seiten fotografieren konnten, haben sie sich dann so langsam aus dem Staub gemacht.

Im Park haben wir dann noch zahlreiche andere Tiere gesehen...

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Themenstarter91 Beiträge · seit 201929. März 2020 · #38
23.09.17
Weiter geht es in Richtung Bwindi NP, ca. 150 km, wir brauchen etwa 5-6 Stunden. Es gibt sehr schöne Ausblicke auf Teefelder und saftig grüne Hügel. Das letzte steile Stück bis zur Chameleon Hill Lodge ist ziemlich abenteuerlich – spätestens hier ist es ohne Allrad definitiv nicht möglich.
Dort erwartete uns aber ein sehr herzlicher Empfang durch Doris und ihr Team mit wahnsinnig tollem Ausblick auf den Lake Mutanda. Hie merkt man das Herzblut, mit dem die Lodge geführt wird. Alle sind ausgesprochen gastfreundlich und hilfsbereit, es hat uns hier sehr gut gefallen. Auch die Chalets sind supersüß eingerichtet, sehr sauber und mit einem tollen Blick auf den See.

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Themenstarter91 Beiträge · seit 201929. März 2020 · #39
Am nächsten Morgen war es dann soweit: Gorillas suchen!

Hierfür fuhren wir ca. 30 Minuten bis zur UWA Ranger Station Rushaga.
Es gab ein ca. 20-minütiges Briefing und dann wurde man in Gruppen von max. 8 Personen eingeteilt.

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Unsere Truppe bestand aus 6 Touris, 2 Guides und mehreren Trägern. Auch wenn es nicht unbedingt nötig ist, dass man den Rucksack hinterher getragen bekommt, ist es für die Dorfbewohner eine der wenigen Möglichkeiten, 20 Dollar zu verdienen. Daher haben wir jeweils einen hilfsbereiten Träger engagiert. Wirklich eine große Hilfe, insbesondere bei besonders rutschigen und sehr unwegsamen Passagen hat man immer eine helfende Hand gehabt.

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Trotz voran geschickter Tracker, welche die Spuren der letzten Nacht orten, hat sich unsere Gorilla-Familie sehr gut vor uns versteckt. Nach ca. 2 Stunden (da war ich schon fix und alle), machte unser Guide uns große Hoffnungen und sagte, hinter der nächsten Kurve wären die Gorillas. Leider nicht! Sie waren schon wieder weiter gezogen. Nach einer weiteren Stunden hieß es wieder: gleich sehen wir sie. Aber wieder nicht. Sie liefen immer wieder vor uns davon. Es fing irgendwann an zu regnen, so dass es auch noch sehr rutschig und schlammig wurde. Nach weiteren 1,5 Stunden haben wir sie endlich gefunden. Ich kann gar nicht sagen, wie lange wir uns dort aufgehalten haben, ca. 30-45 Minuten, da verschwanden die Gorillas immer tiefer in den Wald. Da hieß es für uns dann: wir machen uns auf den Rückweg. Wir waren alles in allem ca. 7,5 Stunden zu Fuß unterwegs, über teilweise sehr dichten und sehr steilen Wald, hoch und runter bei knappen 30 Grad und sehr hoher Luftfeuchtigkeit. Oft war der Einsatz einer Machete nötig, um den Weg frei zu schlagen. Ich muss sagen, dass es eine der anstrengendsten Wanderungen war, die ich jemals gemacht habe. Wir waren alle fix und fertig (außer natürlich die Einheimischen, für sie sah es aus wie ein Spaziergang in Gummistiefeln 😉! Von anderen Reisenden, die am gleichen Tag bei einer anderen Gruppe unterwegs war, haben wir gehört, dass diese großes Glück hatten und deren Gorilla-Familie bereits nach ca. 30 Minuten gefunden haben.

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Man bekommt am Schluss noch ein Gorilla-Zertifikat ausgehändigt 🙂

Abends hieß es dann: Wunden lecken und ein bisschen jammern 🙂 Ich hab dann noch für den Rest der Reise eine schöne Schleimbeutelentzündung in der Schulter bekommen – herrlich bei den Rumpelpisten 🙂
Themenstarter91 Beiträge · seit 201929. März 2020 · #40
25.09.17
Heute haben wir einen Bootsausflug auf dem Lake Mutanda unternommen, diesen mussten wir allerdings irgendwann abbrechen, weil es wie aus Kübeln geregnet hat. Den Rest des Tages haben wir uns einfach mal ausgeruht.

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Am nächsten Morgen hieß es Abschied nehmen von der wirklich tollen Lodge und es ging weiter in Richtung Lake Mburo. Doris hat sich hier ihren Traum verwirklicht und diese süße Unterkunft errichtet.

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Nach 260 km und ca. 6 Stunden später kamen wir im Lake Mburo NP an.

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