Exkurs 2: Axum, ein afrikanisches Reich der Antike ?
Ab 150 v. Chr. entwickelt sich im Norden Ähiopiens, der heutigen Region Tigray das Reich Axum. Hier werden in der Architektur neben den bisherigen sabäisch-jemenitschen Einflüssen neu auch hellenistische, ägyptische und römische Einflüsse sichtbar. Axum entwickelt sich zu einem großen Reich, das einen festen Platz im Gefüge des spätantiken Mittelmeerraums hatte. Über die Handelshäfen an der Küste des roten Meeres unterhielt das Reich einen regen Handelsaustausch mit den Ländern des Mittelmeeres, aber auch zu den Ländern des Indischen Ozeans bis Indien, wie griechische Quellen des 1. Jahrhunderts n. Chr. belegen. Ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. wurden nach griechischem Vorbild Münzen eingeführt, ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. wurde das Christentum Staatsreligion. Axumitische Gesandte weilten am Hof der römischen Kaiser und später des Papstes, aber auch in Jerusalem. Sprachlich entwickelte sich Ge´es, die axumitische Sprache aus einer Mischung der Sprache der Sabäer und der Sprache der abessinischen Bergvölker der Region. Daneben war im Reich aber auch das Griechische die internationale Handelssprache, die auch am axumitischen Hof zeitweise als Herrschaftssprache diente.
Unser europäischer Blick auf die Antike fiel bisher immer nur auf den Mittelmeerraum und hört in Ägypten auf. Die Archäologen und Historiker erweitern diesen Blick aber in den letzten Jahrzehnten: Das Reich Axum gehörte mit zu den antiken Hochkulturen und war während seiner Hochphase ab 300-600 n. Chr. auch mit dem Mittelmeerraum eng verbunden.
Die äthiopischen Herrscher beziehen sich alle auf König Salomon und die Königin von Saba, die sogenannte salomonische Linie. Der Legende nach reiste die Königin von Saba nach Jerusalem und wurde von König Salomon schwanger. Der Spross wurde als Menelek I. der Stammvater des äthiopischen Herrscherhauses. Auch in dieser Legende spiegeln sich also die Verbindungen zu Arabien und dem Mittelmeerraum wieder.
Ab 150 v. Chr. entwickelt sich im Norden Ähiopiens, der heutigen Region Tigray das Reich Axum. Hier werden in der Architektur neben den bisherigen sabäisch-jemenitschen Einflüssen neu auch hellenistische, ägyptische und römische Einflüsse sichtbar. Axum entwickelt sich zu einem großen Reich, das einen festen Platz im Gefüge des spätantiken Mittelmeerraums hatte. Über die Handelshäfen an der Küste des roten Meeres unterhielt das Reich einen regen Handelsaustausch mit den Ländern des Mittelmeeres, aber auch zu den Ländern des Indischen Ozeans bis Indien, wie griechische Quellen des 1. Jahrhunderts n. Chr. belegen. Ab dem 3. Jahrhundert n. Chr. wurden nach griechischem Vorbild Münzen eingeführt, ab dem 4. Jahrhundert n. Chr. wurde das Christentum Staatsreligion. Axumitische Gesandte weilten am Hof der römischen Kaiser und später des Papstes, aber auch in Jerusalem. Sprachlich entwickelte sich Ge´es, die axumitische Sprache aus einer Mischung der Sprache der Sabäer und der Sprache der abessinischen Bergvölker der Region. Daneben war im Reich aber auch das Griechische die internationale Handelssprache, die auch am axumitischen Hof zeitweise als Herrschaftssprache diente.
Unser europäischer Blick auf die Antike fiel bisher immer nur auf den Mittelmeerraum und hört in Ägypten auf. Die Archäologen und Historiker erweitern diesen Blick aber in den letzten Jahrzehnten: Das Reich Axum gehörte mit zu den antiken Hochkulturen und war während seiner Hochphase ab 300-600 n. Chr. auch mit dem Mittelmeerraum eng verbunden.
Die äthiopischen Herrscher beziehen sich alle auf König Salomon und die Königin von Saba, die sogenannte salomonische Linie. Der Legende nach reiste die Königin von Saba nach Jerusalem und wurde von König Salomon schwanger. Der Spross wurde als Menelek I. der Stammvater des äthiopischen Herrscherhauses. Auch in dieser Legende spiegeln sich also die Verbindungen zu Arabien und dem Mittelmeerraum wieder.



































