"Namibia/Botswana geht auch preiswert"

59 Antworten · 8'312 Aufrufe · gestartet 27. Dez. 2019 von Ludo
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Themenstarter6 Beiträge · seit 201827. Dez. 2019 · #1
„Namibia/Botswana geht auch preiswert“ – Ein Erfahrungsbericht
Juli/August 2019

Nachdem wir nun seit einigen Wochen wieder zurück sind, möchte ich einen kleinen Erfahrungsbericht über unsere diesjährige Tour geben.
Wir, das sind Beate und Ludger (64 und 66 Jahre) und Bernd und Christine (58 Jahre).
Nach unserer Ersttätertour letztes Jahr (Erfahrungsbericht erschien auch) haben Beate und Ludger schnell entschlossen, in diesem Jahr noch einmal ins südliche Afrika zu reisen und dabei Botswana zu besuchen. Wir planten wieder selbst eine Tour mit Übernachtung im Dachzelt. Bernd und Christine sind auch afrikaerfahren und schlossen sich später an mit dem Wunsch, überwiegend in Lodges zu übernachten.
Hier also nun unser Erfahrungsbericht (Kein Reisebericht, das können andere Fomis sehr viel besser!).
Anreise und Flug
Die Anreise mit der Bahn von Bocholt nach Frankfurt war mit dem vielen Gepäck und 3mal Umsteigen doch recht mühsam. Der Hinflug mit Condor war sehr unbequem, da der Sitzabstand doch recht eng war. Die Verpflegung war dürftig: es gab keine Menüwahl, nur Nudeln in Tomatensoße und das Glas Wein sollte 6 Euro kosten. Die Stewardessen waren recht schnippisch.
Der Rückflug mit Air Namibia war zwar preiswerter aber dennoch deutlich angenehmer: 3 Auswahlmöglichkeiten beim Menü, besserer Sitzabstand, aber natürlich kein Unterhaltungsprogramm. Zusammen kostete der Hin-und Rückflug 740 Euro p.P.
Auto
Wie beim letzten Mal buchten wir bei Hubert Hester einen alten Toyota Hilux, dieses Mal mit 720.000 km auf dem Tacho. Er hat zwischendurch an 2 Tagen mal gepiept, aber ohne Warnlampe. Leider hatte er 2 Tage vor unserem Rückflug eine Panne: der Anlasser war kaputt. Dank des netten Lodgebesitzers Arthur von Omatozu konnte der Wagen gestartet werden und wir so nach Windhuk zurückkehren.
Übernachtungen
Wir möchten jetzt unsere persönlichen Erfahrungen auf den einzelnen Campingplätzen schildern. Diese können natürlich bei anderen Besuchern ganz anders ausfallen.

1.Nacht :Urban Camp, Windhuk
Für uns wieder der ideale Platz zum Ankommen, freundlicher Empfang, saubere ablutions, zentrale Lage und guter Stellplatz.

2.Nacht: East gate restcamp, Buitepos
Platz direkt vor der Grenze zu Botswana, sehr gut gepflegt, nettes Frühstück.

3.Nacht: Kalahari Arms Hotel, Ghanzi
Vor einem Jahr Reservierung angefragt. Wir bekamen die Info, dass wir so kommen könnten, es sei Platz zum campen da. Vor Ort wurde erklärt, dass die ablutions nicht benutzbar waren und der Pool repariert wurde. Toilette konnten wir bei unseren Mitreisenden mitbenutzen. Trotzdem wurde der volle Preis berechnet! Nie wieder!

4.- 7. Nacht Old Bridge Backpackers, Maun (insgesamt 3 Nächte)
Sehr schöner Platz mitten in der Natur mit Wasserloch (Rest des Thamalakane rivers) mit 11 Krokodilen und 6 Flusspferden. Gemütliche Atmosphäre, freundliche Mitarbeiter und gutes Essen! Wirklich empfehlenswert!

7. Nacht: Planet Baobab, Gweta Große Anlage mit vielen Baobabs, schöne, große Poolanlage, gutes Essen, gut für eine Zwischenübernachtung.

8. Nacht: Nata Hotel, Nata
Großer Platz mit viel Tiefsand, schöne Anlage und gutes Essen.

9.-11. Nacht : Nxabii Cottages, Kazungula/Kasane (insgesamt 3 Nächte)
Schwierig zu finden, dafür aber ganz tolle Anlage in nicht so toller Gegend. Hier hatten wir ein Familycottage. Herzlicher Empfang und supersaubere Unterkunft mit Gemeinschaftsküche in sehr schön angelegtem Garten. Die Vermieterin half bei Buchungen von VIC falls und Pirschfahrt in den Chobe. Gerne immer wieder.

12.-14. Nacht: Mwandi View, Nähe Ngoma Bridge (insgesamt 3 Nächte)
Leider extrem trocken, zu wenig Freizeitmöglichkeiten. Essen mäßig. Eine Nacht hätte genügt.

15.-16. Nacht Camp Kwando, Kongola (insgesamt 2 Nächte)
Ein Traumcamp, große campsite mit eigenen ablutions, pool in der Gartenanlage, wohl schönste Lodge der ganzen Reise, gutes Essen.

17.-18. Nacht: Kaisosi River Lodge, Rundu (insgesamt 2 Nächte)
Schöne, großzügige Anlage am Fluss, gutes und preiswertes Essen.

19.-20. Nacht: Onguma Tamboti, Etosha (insgesamt 2 Nächte)
Wie im letzten Jahr sehr freundlicher Empfang, tolle campsites mit sauberen ablutions, gutes
Essen und gute location für den östlichen Teil des Parks.

21. Nacht: Okaukuejo
Wie erwartet die schlechteste und teuerste campsite , dafür mit einem Wasserloch, welches uns wegen der Tiersichtungen jedes Mal geflasht hat. Die Tiersichtungen entschädigen für den bescheidenen Platz.

22.-23. Nacht : Etosha safari camp (insgesamt 2 Nächte)
Sehr schöne Anlage unweit des Anderson Gates. Hervorragendes (aber auch teuerstes) Buffet der ganzen Reise. Gute location für den südlichen Teil des Parks.

24.-25.. Nacht: Omatozu, nahe Okahandja (insgesamt 2 Nächte)
Sehr kleines camp, nur 3 feststehend Zelte und 4 campsites. Freundlicher Empfang, gutes Essen, Möglichkeit, die Farm mit dem eigenen Auto zu erkunden, trotz Trockenheit viele Tiere. Sehr hilfsbereiter Besitzer!

26. Nacht: Urban Camp, Windhuk

Besondere Aktivitäten:
- Flug über das Okavangodelta von Maun aus, gebucht über Old Bridge Backpackers, ca. 125 Euro p.P. für 45 min. Sehr empfehlenswert trotz Dürre!
- Ganztägiger Gamedrive in den Moremi, ebenfalls über Old Bridge Backpackers gebucht, ca. 120 Euro p.P. Ca 2 Std. eiskalte Anfahrt, dann unglaublich tierreicher drive mit nettem guide. Mehrere Löwen, riesige Büffelherde (ca. 500! Tiere), einen Leopard beim Anschleichen, Elefanten, Giraffen….
- 6 Std. geführter Gamedrive gebucht über Nxabii cottages in den Chobe von Kasane aus. Sehr guter drive mit sehr vielen Tiersichtungen, u.a. 17 Löwen, einem ruhenden Leoparden …
- Gebuchter Ausflug nach VICfalls ebenfalls über Nxabii cottages gebucht, empfehlenswert
- 6 Std. geführter Gamedrive gebucht über Mwandi View. Wir waren sehr unzufrieden und erhielten Preisreduzierung. Der Teil des Chobe vom Ngoma gate aus scheint nicht so tierreich zu sein.
- Sundownertour auf dem Chobe. Extrem tierreich, wunderschön, absolut empfehlenswert!
- Einstündige Sundownertour von Kaisosi aus, kaum Tiere, sonst ok.
- Kaffeetrinken in der Heinitzburg, Windhuk. Toller Blick auf die Stadt, leckerer Kuchen, etwas teuer.
Einkaufen:
- Lebensmittel: Überall problemlos, oft bei spar. Auffällig: weniger gamefleisch im Angebot als letztes Jahr.
- Souvenirs: auf dem Markt in VIC falls. Schöne Souvenirs zu akzeptablen Preisen (handeln!)
Geld:
- Bargeldversorgung problemlos mit der DKB visa card an ATM
- Häufig mit mastercard in Geschäften und lodges
Malariaprophylaxe:
Alle nahmen 18 Tage Malarone. 3 von uns hatten keine Probleme, eine litt fast bis zum Schluss unter Bauchschmerzen, die sofort nach Beendigung abklangen.

Fazit:
Es war eine superschöne, spannende Reise mit tollen Tiersichtungen und vielen Erlebnissen. Wir kommen sicherlich wieder, da es noch vieles zu sehen gibt.
Namibia/Botswana sind mehr als eine Reise wert!!!

So, jetzt habe ich euch lange genug zugequatscht! Wer noch Fragen hat kann sie sehr gern stellen!
Vielleicht kann dieser Bericht dem einen oder anderen Infos geben, wir haben jedenfalls schon viele wertvolle Tipps aus dem Forum bekommen und möchten hiermit etwas zurückgeben.

Viel Spass bei Euren Planungen
Beate
7'263 Beiträge · seit 200627. Dez. 2019 · #2
Hallo Beate

Vielen Dank für Deinen Bericht. Habt Ihr auch mal ausgerechnet was Ihr im Schnitt für die Reise bezahlt habt? Ich denke das würde einige interessieren.

Wir machen es übrigens mittlerweile so, dass wir bei Namibia Reisen (hauptsächlich Camping) von etwa 1000 Euro pro Woche und Person ausgehen (inkl. Flug und Fahrzeug). Die minimale Dauer sind zwei Wochen. Wobei bei längeren Touren die Kosten pro Woche etwas sinken. Das ist natürlich nur ein Richtwert und hängt von vielen Dingen ab.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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105 Beiträge · seit 201827. Dez. 2019 · #3
Hey zusammen,
chrigu schrieb:Hallo Beate
Wir machen es übrigens mittlerweile so, dass wir bei Namibia Reisen (hauptsächlich Camping) von etwa 1000 Euro pro Woche und Person ausgehen (inkl. Flug und Fahrzeug). Die minimale Dauer sind zwei Wochen. Wobei bei längeren Touren die Kosten pro Woche etwas sinken. Das ist natürlich nur ein Richtwert und hängt von vielen Dingen ab.
Herzliche Grüsse
Chrigu
Also dein Kostenansatz mit 1.000 € pro Woche klaptt ja m.E. wohl nur, wenn
1) Camping
2) mehrere Personen reisen - also sich die Fahrzeugkosten verteilen
3) relativ einfaches Fahrzeug - kein 4x4
gewählt wird.

Als Lodgehopper und Single-Reisender siehts da leider ganz anders aus. Mit 1` € pro Woche käme ich z.B. nicht sehr weit. Auch ist es m.E. generell stark davon abhängig, welche Aktivitäten man sich gönnt. Ein paar Flüge, Gamedrives, Bootcruises und schon sind die nächsten 100ter Weg 😄

Aber gut, wer so sparsam seinen Urlaub verbringen kann.

LG
Schoggi
Gast27. Dez. 2019 · #4
OT
Manchmal wünscht man sich emoji für Kotzen
zuletzt bearbeitet 27. Dez. 2019
390 Beiträge · seit 201727. Dez. 2019 · #5
Schoggi schrieb:Hey zusammen,
chrigu schrieb:Hallo Beate
Wir machen es übrigens mittlerweile so, dass wir bei Namibia Reisen (hauptsächlich Camping) von etwa 1000 Euro pro Woche und Person ausgehen (inkl. Flug und Fahrzeug). Die minimale Dauer sind zwei Wochen. Wobei bei längeren Touren die Kosten pro Woche etwas sinken. Das ist natürlich nur ein Richtwert und hängt von vielen Dingen ab.
Herzliche Grüsse
Chrigu
Also dein Kostenansatz mit 1.000 € pro Woche klaptt ja m.E. wohl nur, wenn
1) Camping
2) mehrere Personen reisen - also sich die Fahrzeugkosten verteilen
3) relativ einfaches Fahrzeug - kein 4x4
gewählt wird.

Als Lodgehopper und Single-Reisender siehts da leider ganz anders aus. Mit 1` € pro Woche käme ich z.B. nicht sehr weit. Auch ist es m.E. generell stark davon abhängig, welche Aktivitäten man sich gönnt. Ein paar Flüge, Gamedrives, Bootcruises und schon sind die nächsten 100ter Weg 😄

Aber gut, wer so sparsam seinen Urlaub verbringen kann.

LG
Schoggi
Nö, das geht auch mit einem 4x4 Fahrzeug, Campen und min. zu Zweit muss allerdings sein, sonst wird es nichts. Wir haben jetzt 2 x im Oktober (also 2018 und 2019) insgesamt ca. 2500 pro Person bezahlt, allerdings nur in Namibia. Und da hatten wir beide Male einen 4x4 Camper.
1'543 Beiträge · seit 201327. Dez. 2019 · #6
Hallo Werner,
kannst du mir bitte erklären, warum du dich übergeben möchtest 😕 , denn das verstehe ich gerade nicht. Normalerweise sind deine Beiträge sehr klar formuliert in ihren Aussagen.

Herzliche Grüße
Beate
Reiseberichte: Patagonien 2020: Zwischen Anden, Pampa und Eis: https://namibia-forum.ch/forum/weiterelaender/299353-patagonien-2020-zwischen-anden-pampa-und-eis.html Das schönste Ende der Welt-Südafrika März 2017 https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/292402-das-schoenste-ende-der-welt-suedafrika-maerz-2017.html Südafrika 2018-Ohne Braai gibt es keine Katzen https://namibia-forum.ch/forum/30-reiseberichte/296432-suedafrika-2018-ohne-braai-gibt-es-keine-katzen.html
Themenstarter6 Beiträge · seit 201828. Dez. 2019 · #7
Hallo Chrigu,
Ich finde Deine Kalkulation mit 1000 Euro p.P. pro Woche durchaus realistisch.
Wir haben zu zweit bei 27 Tagen ca 6000 Euro ausgegeben. Dabei hatten wir:
1. sehr günstige Flüge
2. einen sehr günstigen Hilux mit Dachzelt
3. als begeisterte Camper nur 3 Ü in einem Cottage.
Inklusiv war auch der Flug von Maun über das Delta, diverse Ganz-/Halbtagsgame drives , boat cruises, Tagestour nach VICfalls, diverse Mahlzeiten in Restaurants/Lodges...
Unsere beiden Begleiter haben genau den von Dir kalkulierten Betrag ausgegeben, da sie leider wegen späterer Buchung ungünstigere Konditionen und überwiegend Lodgeübernachtungen hatten.
Noch zur Info: Wir haben alle Bauseine der Reise selbst geplant und gebucht.

Herzliche Grüße
Beate


zu Schoggi:

Wenn Du meinen Beitrag und meine Antwort zu Chrigu gelesen hast, bemerkst du sicherlich, dass "Sparen" nicht das Kriterium bei unserem Urlaub war. Denn : Es geht auch biliger!
Gast28. Dez. 2019 · #8
Hallo Beate/Old Woman, zur OT-Aufklärung zu deiner OT-Frage, und natürlich hätte ich statt dem K…Wort auch ein weniger drastisches verwenden können, z. B. bizarr, denn Folgendes finde ich tatsächlich bizarr.
Das NF ist in seinem Selbstverständnis ja/zwar ein Reiseforum, tatsächlich richtet sich aber ein Großteil der Empfehlungen an Menschen im oberen bis obersten Segment der Einkommensskala, weil von Zugehörigen dieser Gruppe verfasst. Das heißt aber natürlich gleichzeitig auch, dass der Großteil der Empfehlungen für den Großteil der Reisenden nichts wert ist, aus deren Interessenlage also reine Themenverfehlung ist, weil sie sich das nicht leisten wollen oder können. Mit dieser Einschätzung sehe ich mich z. B. durch den Zuspruch zum Thema „Broschüre über Campingplätze in Namibia“ von Wasserfloh bestätigt. Geschätzte 150 NEUanmeldungen nur für diese Informationsquelle sagen deutlich, wo Bedarf vorliegt. Und die meisten werden sich hier auch (warum?) nie wieder melden, wohl und hoffentlich aber beim Autor dieser Broschüre.
Wenn man auf die Nichtbeachtung der schweigenden Mehrheit der Reisenden hinweist, kriegt man mehr oder weniger freundlich gesagt, dass man auf diese eigentlich keinen Wert legt, Namibia soll eben eher exklusiv und teuer bleiben. Billiger und leistbar soll nicht sein, Reisepöbel ist unerwünscht. Exklusivität ist zwar absolut legitim und Jederfrau‘s/Mann‘s gutes Recht, für ein Reiseforum aber irgendwo schon bizarr, für mich jedenfalls schon.

Und jetzt berichtet Jemand (Ludo) endlich ein Mal, dass und wie es auch billiger geht und der Betreiber und Mod. des Forums hakt dankenswerterweise gleich ein mit einem konkreten und moderaten Betrag für ein Wochenbudget und Aufforderung zur Rückkoppelung, und sofort kommt wieder die gleiche Leier, was Reisen dort „eben kostet“.
Also Beate, ich hoffe mich erklärt zu haben
Grüße und Alles Gute für das Neue Jahr
Werner
Habe übrigens heuer 4 Wochen lang RSA mit Wochenbudget von 750 € pP bereist (Nebensaison), feste Unterkünfte bzw. kein Camping, ca. 50 % Selbstversorger, alles eingerechnet, vom Taxi am Wohnort bis „Extras und Souvenirs“ und es ginge auch für weniger.
105 Beiträge · seit 201828. Dez. 2019 · #9
Hallo alle,
chrigu schrieb:Hallo Beate
.... bei Namibia Reisen (hauptsächlich Camping) von etwa 1000 Euro pro Woche und Person ausgehen (inkl. Flug und Fahrzeug).
Herzliche Grüsse
Chrigu
Ludo
Hallo Chrigu,
Ich finde Deine Kalkulation mit 1000 Euro p.P. pro Woche durchaus realistisch.
Wir haben zu zweit bei 27 Tagen ca 6000 Euro ausgegeben. Dabei hatten wir:
1. sehr günstige Flüge
2. einen sehr günstigen Hilux mit Dachzelt
3. als begeisterte Camper nur 3 Ü in einem Cottage.
Inklusiv war auch der Flug von Maun über das Delta, diverse Ganz-/Halbtagsgame drives , boat cruises, Tagestour nach VICfalls, diverse Mahlzeiten in Restaurants/Lodges...

[b]Motoradsilke:[/b]
Nö, das geht auch mit einem 4x4 Fahrzeug, Campen und min. zu Zweit muss allerdings sein, sonst wird es nichts. Wir haben jetzt 2 x im Oktober (also 2018 und 2019) insgesamt ca. 2500 pro Person bezahlt, allerdings nur in Namibia. Und da hatten wir beide Male einen 4x4 Camper. 




[b]Looser:[/b]
OT
Manchmal wünscht man sich emoji für Kotzen 

Diesen Beitrag finde ich mehr als befremdlich, wohl dem, der Erziehung genossen hat!
Werner
Habe übrigens heuer 4 Wochen lang RSA mit Wochenbudget von 750 € pP bereist (Nebensaison), feste Unterkünfte bzw. kein Camping, ca. 50 % Selbstversorger, alles eingerechnet, vom Taxi am Wohnort bis „Extras und Souvenirs“ und es ginge auch für weniger.
-> Wird jetzt derjenige Champion, der am preiswertesten verreisen kann. Dem Sparfuchs wird die Krone aufgesetzt.

Wie ich eingangs erwähnte, und auch mehrfach bestätigt wurde, ist die MIndestvoraussetzung:
- Reise mit mind. 2 Personen - für einen Single, wie von mir erwähnt, sind 1000 € p.W. nicht darstellbar, zumal wenn
- Lodgehopper und keine Selbstversorgung.


Für meine Julireise als Single im kommenden Jahr - 24 Tage - veranschlage ich realistische 6.000 € ohne Inlandsflüge für sightseeing.
Werner/Looser -> sag mir bitte wo ich sparen soll? Lieber doch nicht, das wird sonst nicht mein Urlaub!


LG
Schoggi
2'779 Beiträge · seit 200728. Dez. 2019 · #10
@Ludo: danke für den kompakten und informativen Erfahrungsbericht. Immer gerne so.
Euer Reisebudget scheint unserem sehr ähnlich zu sein. Für unsere geplante Südnamibia Tour im August/September 2020 sind bereits die Flüge, Hilux, und fast alle Selbstversorgerunterkünfte gebucht zu total 4600 CHF für zwei Personen, 3 Wochen. Die Auslagen für Lebensmittel und sonstige Essen rechne ich nie ein, denn zuhause würden wir ja auch einkaufen und essen. Treibstoff kommt dann noch dazu und allenfalls vor Ort gebuchte Ausflüge. Somit wären wir bei maximal CHF 1000 pro Person und Woche, durchwegs in festen Unterkünften. Es geht auch preiswert.
Gruss Leona
425 Beiträge · seit 201828. Dez. 2019 · #11
Guten Tag zusammen,
interessant was hier zu lesen ist. Nach dem Motto Geiz ist geil ist bestimmt noch hier zu lesen das mindestens Einer zu Beginn seiner Reise durch das südliche Afrika ein Taschengeld ausgezahlt bekommen hat.
Ich habe einmal bei einer unserer Reisen auf Tsondab Valley eine längere Unterhaltung eines Paares um die 40 anhören müssen, es war recht laut, wobei es um das Wechseln von Euro in ND ging. Ergebnis war, wenn nach einer bestimmten Art gewechselt wird gewinnt man 5Cent pro 100 Euro. Wenn ich so rechnen muss, bleibe ich lieber mit meinem Allerwertesten zu Hause.
Gruß Georg
708 Beiträge · seit 201528. Dez. 2019 · #12
Für mich ging es in diesem Thread ursprünglich weder um "Namibia lässt sich mit Geiz ist geil bereisen" noch "Hochpreisreisen ist das einzig lebenswerte". 🤨

Ludo zeigte auf, und andere bestätigten es: Mit dem Glück eines preiswerten Fluges (*), mit der Bereitschaft eines uralten und/oder einfachen Autos, mit dem Willen zu Campen und/oder in Selbstversorgungsunterkünften und/oder einfachen Unterkünften zu nächtigen, lässt sich Namibia mit einem für viele machbaren Preis bereisen.

Den ersten Beitrag von Schoggi relativierte das dahingehend, dass dies als einzelreisende Person deutlich schwieriger wird, da die Autokosten nicht geteilt werden können und man tendentiell eher feste Unterkünfte wählt. Der Preis eines EZ ist häufig nur wenig tiefer als der Preis eines DZ.

Die persönlichen Vorlieben für Komfort bis Luxus ist dann allen überlassen, die es sich leisten können. Das Verhalten von vermeintlichen Sparfüchsen, wie es Georg beschreibt, hätte ich auch als sehr peinlich empfunden. Vor allem, wenn man auf Tsondab Valley sitzt ... was nicht gerade die preiswerteste Unterkunft ist (wohl aber am schönsten Ort, den ich auf Erden kenne).

Weiterhin frohes Reisen - ein jeder in seinen, eine jede in ihren Möglichkeiten und Vorlieben 😎

Cheerio
trsi

(*) Das ist für mich persönlich der einzig störende Faktor, weil ich der Meinung bin, dass das Fliegen deutlich teurer sein sollte.
Meine Afrikaerfahrungen: 2003 Tunesien und Libyen (2 Wochen) ¦ 2009 Namibia & Botswana (3 Wochen) ¦ 2011 Nambia, Sambia & Botswana (7 Wochen) ¦ 2016 Namibia & Botswana (4 Wochen) ¦ 2018 Kamerun (12 Tage) ¦ Namibia & KTP (5 Wochen) ¦ 2019 Uganda & Tansania (5 Wochen) ¦ 2020 Namibia (3 Wochen) ¦ 2021 Tansania (2 Wochen) ¦ Namibia (6 Wochen) ¦ 2022 Sabbatical in Namibia und Kapstadt (6.5 Monate) ¦ 2023 Namibia (2x 3 Wochen) ¦ 2024 Namibia (3 Wochen) ¦ 2025 Namibia & KTP (6 Wochen) ¦ 2026 Namibia (3 Wochen)
170 Beiträge · seit 201828. Dez. 2019 · #13
Diskussionen wie die 5cent sparen fallen wohl eher unter aktuelles Hobby, da wird halt von manchen sehr genau gerechnet.
Ansonsten schön, wenn man nicht nachdenken muss übers Geld und im Zweifelsfall eher Zuhause bleibt.
Mit den genannten 6000€ war meine Tochter übrigens 6 Monate alleine im südlichen Afrika unterwegs. Anders als sehr sparsam sein wäre als junge Studentin auch gar nicht möglich gewesen.
Ansonsten...jeder wie er mag, aber natürlich ist vieles, das hier als Standard selbstverständlich erachtet wird, eigentlich Luxus ....
7'263 Beiträge · seit 200628. Dez. 2019 · #14
Ludo schrieb:Hallo Chrigu,
Ich finde Deine Kalkulation mit 1000 Euro p.P. pro Woche durchaus realistisch.
Wir haben zu zweit bei 27 Tagen ca 6000 Euro ausgegeben. Dabei hatten wir:
Hallo Beate

Danke für die Info. Das finde ich für Botswana durchaus günstig. Ich werde anhand Deiner Angaben nach wie vor bei einem Preisrahmen von ca. 1000 Euro / Woche bleiben. Ich denke das ist nach wie vor eine Zahl die den Rahmen etwas absteckt.
Schoggi schrieb:Als Lodgehopper und Single-Reisender siehts da leider ganz anders aus. Mit 1` € pro Woche käme ich z.B. nicht sehr weit. Auch ist es m.E. generell stark davon abhängig, welche Aktivitäten man sich gönnt. Ein paar Flüge, Gamedrives, Bootcruises und schon sind die nächsten 100ter Weg 😄
Ja, Du hast Recht. Ich bin von zwei Personen ausgegangen. Alle anderen Parameter wie hauptsächlich Camping habe ich geschrieben. Bei dem Preis ist ein typisches 4x4 Camping Fahrzeug (Hilux) mit Dachzelt, und Equipment dabei.
Dass Du als Alleinreisender Lodgehopper mehr ausgibst ist klar. War aber auch nie die Frage. Gönne Dir doch eine schöne Reise zu dem Preis.

Herzliche Grüsse
Chrigu
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zuletzt bearbeitet 28. Dez. 2019
33 Beiträge · seit 201828. Dez. 2019 · #15
Hallo Drechselschorsch,

kann es sein, dass du in deinem Beispiel sparsam mit kleinkariert verwechselst. Ich versuche mit meinem Mann auch immer ein gewisses Budget nicht zu überschreiten, aber das heißt z.B. nicht, dass wir uns nichts gönnen. Auch, wenn wir essen gehen, gehört ein ordentliches Trinkgeld immer dazu. Dein Beispiel mit den paar Cent ist schon krass, hat aber null damit zu tun, wenn jemand die Kosten im Auge behalten will oder muss.

LG und einen guten Rutsch
Bea
105 Beiträge · seit 201828. Dez. 2019 · #16
wojnar schrieb:
Mit den genannten 6000€ war meine Tochter übrigens 6 Monate alleine im südlichen Afrika unterwegs. Anders als sehr sparsam sein wäre als junge Studentin auch gar nicht möglich gewesen.
-> Bekanntlich hingt fast jeder Vergleich. Junge Stundentin ggü. Rentner (in den letzten Jahren 🙂 😉 😛 )
Wenn ich noch einmal die Möglichkeit hätte 6 Monate zu verreisen, würde/müsste ich mir das Geld auch anders einteilen.
Ja, Du hast Recht. Ich bin von zwei Personen ausgegangen. Alle anderen Parameter wie hauptsächlich Camping habe ich geschrieben. Bei dem Preis ist ein typisches 4x4 Camping Fahrzeug (Hilux) mit Dachzelt, und Equipment dabei.
Dass Du als Alleinreisender Lodgehopper mehr ausgibst ist klar. War aber auch nie die Frage.
Nein, war es nicht, aber es sollte der Hinweis sein, dass es m.E. als Single zummal als Lodgehopper nicht mit 1` € p.W. geht ohne auf vieles zu verzichten!
Gönne Dir doch eine schöne Reise zu dem Preis. -> Ich hätte es auch gerne preiswerter, aber wenn der Parnter abspringt, und nahezu alle Unterkünfte gebucht sind .. und Ausweichalternativen nicht mehr möglich sind ...
Herzliche Grüsse
Chrigu
Trsi:
Den ersten Beitrag von Schoggi relativierte das dahingehend, dass dies als einzelreisende Person deutlich schwieriger wird, da die Autokosten nicht geteilt werden können und man tendentiell eher feste Unterkünfte wählt. Der Preis eines EZ ist häufig nur wenig tiefer als der Preis eines DZ.
-> Danke! 🙂

Und warum sollte ich mit 67 Jahren auf den Pfennig scheißen, es könnte schließlich die letzte Reise sein!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
57 Beiträge · seit 201728. Dez. 2019 · #17
Jetzt möchte ich auch mal was (als vermeindlicher "Sparfuchs") dazu schreiben.
Ich vertrete hier die Meinung von loser

Es geht doch garnicht darum, überall zu sparen bzw. sogar zu geizen wo es nur geht.
Es soll nur aufgezeigt werden, dass so ein Urlaub auch möglich ist, ohne dass man 10.000€ in 3 Wochen auf den Kopf haut. Das kann sich vermutlich eher ein geringer Teil der Bevölkerung leisten, jedoch, wie es loser schon geschrieben hat, hier oft als "Standard" beschrieben wird.

Vor 2 Jahren waren meine Freundin und ich im August/September für fast 4 Wochen in Namibia und Botswana unterwegs.
Am Ende kamen wir pro Person auf ca. 2900€ FÜR ALLES (Flug, Auto, Ausflüge, Verpflegung, Unterkünfte,Souvenirs, etc.)

Dazu sei gesagt, dass wir für gewöhnlich mit dem Rucksack, teilweise mit kleinem Mietwagen reisen.
Dies haben wir schon in verschiedenen Ländern und Kontinenten gemacht. (Malaysia, Thailand, Indonesien, Guatemala, Mexiko, Belize, Irland, Schottland, usw. und eben auch Namibia und Botswana)
Unsere Erfahrung ist, dass man so gut wie überall auf der Welt kostengünstig reisen kann und trotzdem auch die bekannten "Highlights" sieht.
Natürlich lässt sich nicht alles 1:1 miteinander vergleichen. Das Preisniveau in z.B. vielen asiatischen Ländern ist insgesamt niedriger, also z.B. Botswana.

Was ich aber hier ausdrücklich betonen möchte ist, dass wir keine Sparfüchse sind, da wir zum Glück nicht jeden Euro doppelt umdrehen müssen, wenn wir nicht wollen.
Vielmehr ist es eine persönliche Einstellung, was man sich von so einem Urlaub erwartet bzw. worauf man Wert legt.
Wir legen z.B. keinen großen Wert auf luxuriöse Unterkünfte oder jeden Abend ein 3-Gänge Menü mit gutem Wein etc.
Wir genießen es sogar, wenn es einfach gehalten ist. So wird einem erst mal wieder bewusst, was man zuhause eigentlich alles hat.
Ob da jetzt ein paar Schlitze im Boden der Holzhütte sind, auch mal ein paar Nächte im Bodenzelt oder ein offener Unterstand ohne Wände im Dschungel, wo nur das Moskitonetz schützt, das stört uns alles nicht. Es gefällt uns sogar.

Nun konkret zu unserer Afrikarundreise:
Wir sind in einem Nissan Single Cab mit Pritschenaufbau von Pegasus Car Hire gereist. Man konnte hinten im Auto schlafen
(Habe ich auch schon öfters in anderen Beiträgen empfohlen, gibt es aber leider scheinbar nicht mehr)
Es war kein 4x4, aber dennoch keine "alte Schüssel". Wir haben oft im Auto geschlafen, haben uns aber durchaus auch z.B. mal feste Unterkünfte geleistet. Das waren Hostels in Windhoek und Swakopmund, aber auch eine Lodge in Kasane für 3 Nächte.
Außerdem haben wir auch die Camps direkt im Etosha bezahlt, auch wenn es evtl. außerhalb etwas günstiger gewesen wäre. Für uns hat aber der Vorteil überwogen, 3 Tage direkt im Park zu sein.
Die Campsites fanden wir entgegen vieler Bewertungen hier im Forum nicht so schlimm. Man ist meist ja sowieso nur Abends zum Grillen bzw. Schlafen dort. Zumindest ist das bei uns so, da wir tagsüber unterwegs sind.

Ausflüge haben wir auch einige gebucht, unter anderem:
- Wüstentour in Swakopmund
- Sundowner Bootsfahrt im Camp Kwando
- Morning Gamedrive und Sundowner Bootsfahrt im Chobe NP
- Tagesausflug zu den Viktoriafällen
- Ausflug in die Makgadikgadi Pan inkl. Übernachtung unter freiem Himmel (von Gweta Lodge)
- Rundflug von Maun aus übers Delta (sogar in eigener Maschine zu zweit)
- Mokorotour inkl. Übernachtung im Delta (Old Bridge Backpackers)

Somit auch eine ganze Liste mit nicht ganz günstigen Ausflügen.

Wie kann man also trotzdem "sparen"?

- keine Non-Stop Flüge; wir haben einen für ca. 600€ gefunden (Qatar Airways über Doha), was natürlich auch ein bisschen Glück braucht
- Das Auto war relativ günstig ( um die 1500€ für die knapp 4 Wochen)
- oft selbst gekocht auf dem Campingplatz
- einheimisch/lokal essen, auch mal an Straßenständen
- einfach ganz normal Leben, ohne immer europäischen Standard zu erwarten

Wir haben auf jedenfall einen wunderschönen Urlaub genossen, den wir so sofort wieder wiederholen würden und hoffentlich irgendwann auch werden. Wir schauen uns aber gerne auch andere Teile der Welt an. Mal sehen was sich nächstes Jahr ergibt.

Ich gebe in diesem Forum auch weiterhin gerne Tipps, wenn ich kann, da ich es insgesamt super finde. Es ist bis jetzt das einzige Reiseforum, in dem ich auch über 2 Jahre nach dem Urlaub noch aktiv bin.
Aber ich hoffe, dass ich auch mal einen anderen Blickwinkel auf das ganze Reisen in dieser Gegend aufzeigen konnte, da hier im Forum schon sehr oft ein teurer, exklusiver Standard als normal angesehen wird. Dies finde ich auch garnicht schlimm, denn wenn man sich das leisten kann und will, sei es jedem gegönnt.
Jedoch sollte man auch die andere Seite akzeptieren. Es ist doch außerdem interessant, wenn es solche unterschiedlichen Vergleiche und Meinungen gibt.
Luxus ist für jeden anders definiert.
Allein sich einen solchen Urlaub überhaupt leisten zu können, ist meiner Ansicht nach Luxus, bedenkt man, dass allein der Preis für 1-2 Nächte in manchen Lodges das Jahreseinkommen vieler Einheimischer überschreitet.

So und jetzt einen schönen Abend

Gruß
Gasse
232 Beiträge · seit 201928. Dez. 2019 · #18
Also ich bin immer so um die zwei Monate unterwegs in den unterschiedlichsten Ländern des südlichen Afrika. Aber eure Kalkulationen sind eher abgehoben.......
8 Wochen für 16000 €? Da macht ihr aber viel falsch..... Aber wenn ich hier daheim das Konsumverhalten betrachte dann wundert mich das auch nicht. Und wenn ich höre sparsam gleich Geiz ist geil wird mir gleich schlecht, um nun nicht losers Wort zu benutzen.
Aber toll wenn Leuten das Geld aus der Tasche wächst. Nur das als Verallgemeinerung darzustellen ist nicht korrekt.
904 Beiträge · seit 201029. Dez. 2019 · #19
Ich freue mich sehr für die Länder, wenn die Leute dort ordentlich Geld ausgeben. Ich kalkuliere das für uns aber anders als viele Menschen offenbar. Ich rechne nur das, was wir mehr brauchen als in der gleichen Zeit daheim. Und schon sind die Kosten niedriger. 😛