Champagner8'724 Beiträge · seit 201004. Nov. 2019 ·
Hallo Michael,
Linyanti fehlt mir noch in meiner "Sammlung", deshalb freue ich mich immer sehr über Fotos von dort - danke schön 🙂
Über deinen Tawny Eagle musste ich lachen - ich hatte nämlich mal so ne Zeit, da hab ich jeden Greif, den ich nicht sofort identifizieren konnte, Raubadler genannt, weil die Chance, damit einen Treffer zu landen, relativ hoch ist 😎 😄 ( Ohne DIR das unterstellen zu wollen, ist mir da nur gerade eingefallen) .
In diesem Fall
tawny Eagle
halte ich allerdings einen Yellow-billed Kite für wahrscheinlicher 😉 .
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201404. Nov. 2019 ·
Liebe Bele.
halte ich allerdings einen Yellow-billed Kite für wahrscheinlicher 😉 .
Das ist ja absolut cool - damit hast du uns eine zusätzliche Erstsichtung beschert 🙂 Nehme ich gerne an und werde es oben korrigieren.
Und eigentlich haben wir uns, jeden Abend während des Urlaubs, sehr viel Mühe gegeben, unsere Sichtungen mittels Buch und der Sasol eBird App auf dem iPad zu verifizieren. Und nach dem Urlaub kritische Fälle zusätzlich mit Internetrecherche. Bei dem waren wir uns vor Ort sicher: braun, Adler ... muss Tawny Eagle sein ... und da haben wir uns dann wohl nicht genug Mühe gegeben.
Auf meinem 2.Bild sieht man noch etwas deutlich den gelben Schnabel - der Tawny Eagle hat wohl nur den Schnabel am Ansatz gelb und der eigentliche Schnabel ist (dunkel)grau.
Viele Grüße, Michael
Champagner8'724 Beiträge · seit 201004. Nov. 2019 ·
Na wie schön - noch eine Erstsichtung!
Übrigens spielt für mich der gelbe Schnabel gar nicht so die zentrale Rolle beim ersten Hinschauen. Bei Milanen ist es eher so, dass ich ziemlich auf die "getrimmt" bin, weil bei uns daheim auch viele herumfliegen und ich mir oft im Sommer einen Spaß daraus mache, sie vom Liegestuhl aus zu fotografieren - daher sind die der typische Fall von "Der kuckt nun mal wie ein Milan, also ist es einer!" 😄 .
Ernsthaft gesagt ist für mich irgendwie diese graue Färbung am Kopf immer sehr bedeutend und generell die Färbung - und natürlich der V-förmige Stoß (ich würd ja einfach Schwanz sagen, aber das gibt dann wieder tadelnde Blicke aus dem Schwarzwald 😛 ). Der Rest "fügt " sich dann irgendwie zum Milan 😊 🤪 (meine Biderfreunde wenden sich jetzt sicher mit Grausen von mir ab...) .
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201404. Nov. 2019 ·
Danke, Bele.
Ja, der Schwanz (sorry, für mich haben auch Vögel den 😮 ) ist ja ein klarer Hinweis. Völlig anders (konvex gewölbt) beim Tawny Eagle.
Kann ich umgekehrt schließen, das der Black-chested Snake Eagle am gleichen Tag (ein paar Bilder weiter oben) den "Foren-Test" bestanden hat?
Viele Grüße, Michael
Champagner8'724 Beiträge · seit 201004. Nov. 2019 ·
MichaelAC schrieb: Kann ich umgekehrt schließen, das der Black-chested Snake Eagle am gleichen Tag (ein paar Bilder weiter oben) den "Foren-Test" bestanden hat?
🙂 Jepp ! Zumindest den Test bei mir - aber dieser Schlangenadler ist sehr eindeutig, wenn man mal weiß, dass es einer ist. Selbst wenn er seine namensgebende Brust nicht so richtig zeigen will 😉 . Kleiner Tipp: Schlangenadler haben nackige Beine, daran kann man sie ganz gut erkennen, bzw. von anderen Adlern unterscheiden (falls du bei ihm an den Martial Eagle oder den African Hawk Eagle gedacht haben solltest, die farblich ja auch ein bisschen in diese Richtung gehen).
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201404. Nov. 2019 ·
Bei dem Snake Eagle hatten wir die weiße Brust mit dunklem "Oberteil" gesehen. Insofern war das sofort unser Guess.
Viele Grüße, Michael
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201405. Nov. 2019 ·
11.9. Linyanti ... oder „Kann der 2-Flammenherd auch Stufe 1 und 2 ?“
Wir stehen tatsächlich kurz nach 6 Uhr auf, trinken noch einen Kaffee und fahren kurz vor 7 Uhr los. Ein ruhiger, schöner Game Drive, nur 13 km, nichts Sensationelles (wie Löwen oder Leoparden), aber Idylle und viele „kleine“ Tiere: Kudus, Elefanten, Impalas, Lechwe, Baboons, Reiher, Karins Lieblingsvogel (Little Bee-eater) ...
Little Bee-eater
Lechwe
Lark-like Bunting
Swamp Boubou ("die nicht geölte Schaukel" 😉
Schöne Blicke an und über die Linyanti Flood Plain
Wir sammeln verbotenerweise noch etwas Feuerholz ...
... und frühstücken um halb 11 Uhr gemütlich. Der Rest des Tages wird gechillt.
Und Wäsche gewaschen, aber nicht im Flusswasser, das man in den Waschhäusern hat (auch zum Duschen 🤨 ), sondern mit dem Wasservorrat des Landy. Anschließend wird die Wäsche malerisch auf den Büschen hinter dem Auto drapiert. Als wir das Auto dann weiter um den Baum fahren, ist es dann ein künstlerischer Wäschebusch 😁 .
Wir ziehen nämlich den ganzen Tag gegen den Uhrzeigersinn um den Baum, jeweils nach 1-2 std ist der Schatten weiter gewandert.
Wieder viele Vögel am/im Camp, ein African Fish Eagle sitzt eine ganze Weile direkt über uns:
Am späten Nachmittag noch eine gute Stunde Game Drive, wieder die Runde westlich vom Campground am Ufer entlang. Diesmal fahren wir im Uhrzeigersinn, also erst über den Hauptweg, dann am Ufer entlang zurück Richtung Osten, damit die Abendsonne im Rücken ist. Jede Menge Elefanten, einige Büffel, Giraffen, die üblichen Wardhogs, Fischadler und zum ersten Mal am Linyanti Zebras.
Lechwe kämpfen
Little Egret
Abendessen: Vegetarische Frikos mit Butternut-Zwiebel-Gemüse. Diesmal nur 2-Flammen-Herd, aber nach Bedarf auf Stufe 1 oder 2, ich habe es ja mittlerweile gelernt und kann das auf Kommando 🙂 .
nachdem ich mal kurz den Anschluss verpasst hatte, bin ich nun wieder auf dem neusten Stand und genieße eure Tour.
Bei deinem Black-bellied Bustard lege ich ein Veto ein. Der kommt zwar auch in der Gegend vor, hat aber nicht die V-förmige Markierung, die typisch für die Rotschopftrappe / Red-crested Korhaan ist.
Lieber Michael, soooo schoooooeeen Dein Bericht! Und die Fotos erst. Ja, Lynianti ist schon ein sehr schoenes Fleckchen. Und die Fahrt dorthin sorgt auch fuer den noetigen Kick. 🤩 Es kommt mir so vieles bekannt vor, das Kramen im Auto, die naechtlichen Geraeusche, die Kocherei, das Schattenwandern und und und... Mein Vorsazt "jetzt reicht es vielleicht erst mal mit Afrika" habe ich ja schon, wie Du weist, wieder ueber den Haufen geworfen 😗 Nach dieser tollen Reise wollen eure grossen Kids das naechste Mal doch bestimmt wieder mit. Dann wars das mit der Zweisamkeit 😄 Vielen Dank fuer Deine schoenen Schilderungen, freue mich auf die naechsten Etappen!
Habt Ihr eigentlich auch das Löwengebrüll in der ersten Nacht am Linyanti mitbekommen. Ein Pärchen lief direkt bei uns vorbei auf dem Track, in Eure Richtung, war so um 01:00 Nachts, Ich war gerade draußen und mußte mal. 🤢 Wir hatten ja zunehmenden Mond.
In der zweiten Nacht kam der nächste tolle Sound von einer Hyäne.
Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
wenn ich Deinen Bericht über Linyanti lese, entsteht für mich der Eindruck, als hättet Ihr auch dort einiges an Gamedrives unternommen. Ich kenne dort nur den kurzen und stark verbuschten River Drive. Was habt Ihr den dort noch an weiteren Gamedrivemöglichkeiten gefunden?
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201406. Nov. 2019 ·
Hallo Adolf,
in der ersten Nacht haben wir nichts gehört - waren wohl zu k.o. von der Sandfahrerei und dem Schock mit dem Kühlschrank 😉
Aber die Hyänen in der 2. Nacht - davon sind wir wach geworden und haben lange zugehört.
Viele Grüße, Michael
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201406. Nov. 2019 ·
Hi Thomas.
Genau die kurzen Game Drives haben wir gemacht - 2x Richtung Westen, 1x Richtung Osten. Besonders Richtung Westen fanden wir sehr schön, wir haben oft gehalten, sind ein paar Mal ausgestiegen, träumend gesessen und geschaut, runter an den Marsh gegangen. So vergehen auch schnell ein paar Stunden. Wir fanden das sehr schön, entspannend.
Linyanti war für uns mit zwei Übernachtungen als Erholungsstop geplant, mit Chillen, Schauen, Lesen. Und es war genauso, wie von uns erhofft: Tolle Campsite, wunderbarer Blick, viele kleine schöne Dinge zum Gucken.
Viele Grüße, Michael
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201406. Nov. 2019 ·
12.9. Chobe: Linyanti —> Ihaha ... oder „Der Sand unter der Kardanwelle muss noch weg“
Nachts hören wir Hippos, Elefanten und Hyänen. Die Wildkamera hat wieder nichts drauf - ich werde die bei Amazon reklamieren 😵 . Wir stehen um 6 Uhr auf (okay, der Wecker, wir um 6:15 Uhr) und kommen um 8 Uhr weg. So früh waren wir noch nie.
Die ersten 10 km der Linyanti-Ghoha-Tiefsandpiste gehen gut, immer schön viel Schwung ... aber dann kommt uns ein Militär-LKW entgegen, der die Sandspuren vor uns kaputt gemacht hat. Ich unke schon von weitem "Jetzt ist sie zu breit und zu tief" 😮 .
Und so kommt es dann auch - nach kurzer Zeit bleiben wir stecken, das rechte Rad in der LKW-Spur, das linke im Mittelsandrücken der LKW-Spur. Hinten sitzt der Wagen mit Federn und Hinterachse auf. Wir buddeln 20 min, kommen raus und knapp 5 m weiter sind wir wieder drin, diesmal noch tiefer. Nicht genug gebuddelt ... nicht genug Schwung bekommen.
Noch mal 20 min Schaufeln, ich bestehe darauf, dass auch die Kardanwelle komplett frei wird 😎 . Als wir fertig sind, kommt ein Auto (das erste heute - den LKW zähle ich nicht, der war böse 😈 ) und hält ein Stück hinter uns, der Fahrer schaut noch, aber meint, das müsste jetzt gehen. Es geht 🙂 .
15 min später erwischt es uns dann wieder ... schaufeln, wechselseitiger Anflug von schlechter Laune, weiter schaufeln, es kommt wieder ein Auto (eine deutsche Familie, 7 Leute, alle groß und stark), helfen schieben und wir kommen raus.
Wir nehmen uns vor, ab jetzt den Ratschlag aus dem Bradt Reiseführer zu beherzigen: Wenn man feststeckt, erst mal in Ruhe eine Tasse Tee und ein paar Kekse genießen. Dann sind Stress und evtl. schlechte Laune abgeklungen ... und wahrscheinlich ist ja jemand gekommen und hilft 😎 . Dieser Plan hilft - ab jetzt kommen wir gut durch.
Und: Ab jetzt immer voll Stoff, wenn‘s geht mit 40 km/h durch den Sand. Außerdem haben diese beiden Autos wieder eine Fahrspur gelegt in der richtigen Breite gelegt, die ich gut treffen kann.Alles geht gut, wahrscheinlich hätte ich von Anfang an mit 40 km/h da durch brettern sollen.
Pause nach 30 km
Nach 71 km Sand, Tiefsand, Rüttelei erreichen wir kurz vor 12 Uhr Kachikau, 3:50 std inklusive 1 std Schaufelei, gar nicht so schlecht für die 70 km. Insgesamt haben wir nur 3 Wagen gesehen - den blöden Militär-LKW und die beiden Entgegenkommer.
Die Strecke kennt wahrscheinlich jeder - eine Ancient Sand Dune nach der anderen:
Kurz vor Kachikau: große Baobabs
Hier in Kachikau beginnt wieder der Asphalt, es gibt einen Craft and Bottle Shop. Karin holt Nachschub, ch pumpe die Reifen auf - und nach der Elektrikerfortbildung vorgestern finde ich den losen Stecker am Kompressor sofort 😛 .
An der Puma Tankstelle in Muchenje gibt es Diesel, 73 l gehen nur rein, obwohl die Tankanzeige nur knapp über 1/4 steht. Ist das wirklich ein 130 l Tank? (Nachtrag: Ja, ist es. Aber die Tankanzeige spinnt.)
Der geplante Mittagsstop - es ist mittlerweile 13:15 Uhr - in Muchenje Camp & Cottages entpuppt sich als Reinfall. Wir fragen, ob wir einen Light Lunch haben können (ich hatte hier im Forum gelesen, dass es ein idealer Stop zu Mittag oder Kaffee&Kuchen sein soll), werden zu einem Tisch am Pool geführt, von einem Restaurant oder einer Bar ist nichts zu sehen. Als nach 20 min immer noch keiner kommt, fahren wir wieder. Schade, keine erholsame Mittagspause, evtl. wäre Muchenje Safari Lodge richtig gewesen.
Insgesamt sind es 50 km Asphalt, dann sind wir am Ngoma Gate und fahren an die Chobe River Front. Es ist wunderschön, hunderte Tiere (vielleicht auch tausende): Giraffen, Zebras, Elefanten, Gnus, Büffel, Impala, Kudus, Wardhogs, Waterbucks, Geier, Reiher, Störche, Enten, neue Vögel - am genauen Namen muss Karin noch arbeiten 😄 ).
Blue Waxbill
Wahlberg's striped Skink
White-backed Vulture
White-browed Robin-Chat
Aber wir sind mittlerweile k.o., haben keine Lust mehr zu fahren. Darum verlassen wir die Riverfront und nehmen den direkten Weg nach Ihaha, wo wir gegen 16 Uhr ankommen. 8 std unterwegs, unser längster Tag.
Die Campsite 4 gefällt uns zunächst gar nicht, kein Schatten, der Grill verbaut die Sicht auf die Chobe Flood Plain. Die Nachbarsite #5 ist schöner, vor 4 Jahren die #1 auch. Außerdem sind wir kaputt und nicht bester Laune. Wenn wir noch mal kommen, müssen wir die Etappen so organisieren, dass die Chobe Riverfront nicht nach einer anstrengenden Fahretappe dran ist. Die vielen Tiere und der Blick sind zu schön.
Ausruhen, Bier & Savanna, ich dusche und wasche T-Shirt und Hose. (Um genau zu sein: zweimal - denn auf dem Rückweg vom Waschhaus fällt alles in den Sand 😮 ) Wir lassen es geruhsam ausklingen, kein Game Drive heute mehr.
Der Sonnenuntergang ist aber schön, wir sehen viele Elefanten mit Kleinen, lustig, wie die in einer Reihe dem Fluss durchqueren. Die ganz Kleinen haben an manchen Stellen nur noch den Rüssel rausgucken.
Abendessen ist spät, es gibt Nudeln mit Tomatensoße. Dazu die restlichen Bratlinge von gestern und Spiegelei.
Unsere schönsten Gebiete (ohne Reihenfolge): - Black Pools mit der tollen Mittagspause am Picnic Platz und Giraffen, Elefanten. - Makerekwa: Lagune(n) mit Unmenge von Tieren, Leopard, Picknick mit Elefanten. - Xakanaka: Schöner Blick, schöne Campsite, viele Vögel - Paradise Pools: Total andere Landschaft, irgendwie verwunschen (findet M) - Dombo Hippo Pool: Hippos, Krokodile, Antilopen, Pelikane und viele andere Wasservögel. - Sexugu und Khwai Plain: Marsh Landschaft am Khwai River mit vielen Tieren ... toller Picknickplatz mit Blick auf die Ebene. - Interessant und sehenswert: die leere weite Ebene auf den ersten 40 km der Marsh Road von Mababe nach Savuti. - Hills of Savuti: Baobab Gallery, Rock Paintings. - Linyanti: Fluss, „abundance of animals“, schöne Campsite, vor allem die Game Drives an der Waterfront. - Und natürlich die Chobe Waterfront.
vielen Dank für die Info. Den River Drive im Osten kannte ich noch nicht.
MichaelAC schrieb:Alles geht gut, wahrscheinlich hätte ich von Anfang an mit 40 km/h da durch brettern sollen.
Das ist meiner Ansicht nach nur die zweitbeste Lösung. Fahrzeug und Inhalt leiden darunter doch recht stark. Gerade, wenn sich in den Spuren gegenläufige Wellen gebildet haben, was auf der Strecke häufig vorkommt. Für mich stellt sich die Frage, ob der Luftdruck niedrig genug war? Mit ausreichend reduzierten Luftdruck zieht ein LC auch bei niedriger Geschwindigkeit problemlos durch den Tiefsand.
Bei der starken Präsenz von Armee-LKW's auf den Strecken rund um Linyanti gehören zu breite Fahrspuren dort leider inzwischen zum Alltag.
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201406. Nov. 2019 ·
Hi Thomas.
Luftdruck war 1.5 bar. Hatte ich für diese Strecke extra noch mal gesenkt. Vorher und nachher alles mit 1.8 bar. Nein - da ging gar nichts langsam - die Spur war so breit, dass man - wenn es zusätzlich noch tief war - mit der Achse hinten im Mittelstreifen versank. Sobald die beiden Entgegenkommer wieder eine "PKW-Spur" gelegt hatten, war alles in Ordnung.
Ansonsten, und auf allen anderen Strecken, gebe ich dir recht: Der Landy baggerte sich ruhig und langsam überall durch.
Viele Grüße, Michael
Didi on Tour87 Beiträge · seit 201606. Nov. 2019 ·
Hi Michael,
wie passend, da ich mich gerade mit einigen Details zur Planung Muchenje oder Ihaha beschäftige. Die tiefen Sandpassagen waren aber auf der Strecke zwischen bis Kachikau - wir kommen ja an dem Tag geplant von Namibia (Nkasa Lupala) und würden erst einmal via Ngoma nach Botsuana einreisen und dann entweder in Muchenje oder Ihaha übernachten. Wie sind die Sandpisten von dort aus?
LG
Didi
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201406. Nov. 2019 ·
Hi Didi.
Tiefsand ist nur direkt hinter dem Ngoma Gate runter zur River Front. Aber i.W. bergab, Luftdruck absenken, geht. Kein Vergleich mit Linyanti-Ghoha oder Savuti-Linyanti. An der Riverfront ist kein Tiefsand mehr.
Viele Grüße, Michael
MichaelACThemenstarter350 Beiträge · seit 201408. Nov. 2019 ·
13.9. Ihaha —> Katima Mulilo ... oder „Geradeaus geht es nach Katima Mulilo“
Heute Nacht habe ich eine lustigen Traum. Wir hatten vorgestern beim Linyanti Morning Drive einige Baboons gesehen, die einen schmalen Wasserkanal überquerten. Alle waren sehr wasserscheu, zögerten, nahmen mehrmals Anlauf, und wenn sie doch ins Wasser platschten (max. knietief) war ihnen das überhaupt nicht recht und sie sprangen blitzschnell weiter.
Zur Erinnerung: die wasserscheuen Baboons am Linyanti
Nun der Traum: Wir stehen und beobachten diese Szene. Da fällt ein Baby-Baboon der Mutter vom Rücken ins Wasser. Große Panik, der Kleine kann nicht schwimmen, aber kein Baboon traut sich, ins Wasser zu gehen. Da renne ich zum Wasser, packe das Baboonbaby und setze es an Land. Die Baboons hören mit dem Zähnefletschen auf, schnappen sich den Kleinen und sind weg. Später kommen ein paar Baboons zu unserem Camp, und ein Baboon (die Mutter?) legt uns eine Frucht hin. Dann verschwinden sie alle schnell!
Aufstehen um 6 Uhr - wir sind ja mittlerweile dran gewöhnt. Von 8:25-11:30 Uhr machen wir einen wunderschönen Game Drive 🙂 , erst Richtung Osten bis zum Kabulabula Viewpoint, dann wieder nach Westen bis zur Route 17, die direkt nach Süden zur Teerstraße führt. Wie schön ist doch die Chobe Riverfront, wenn man nicht k.o. ist. Wir sehen viele Tiere, natürlich auch neue Vögel.
Yellow-billed Stork
Spur-winged Goose (eine riesige Gans, 1 m groß)
White-faced (Whistling) Duck
Red-winged Teal
Common Quail Crested Francolin (danke Konni/Daxiang)
Carmine Bee-eater
Lilac-brested Roller
Die Vierfüßler-Herden sind riesig, hunderte Zebras, Impalaherde >100 Tiere (sonst immer nur 10-20). Giraffen, Büffel, Roan Antilope (zum ersten Mal) etc. pp.
An der Grenze nach Namibia brauchen wir nur ca. 30 min, auch der Schreck, dass wir vom Autovermieter kein „Customs Boarder Form“ bekommen haben, geht vorbei - keiner fragt uns danach. Wobei natürlich nur ich den Schreck hatte 😄 .
Gegen 14 Uhr sind wir in Katima Mulilo, und verfahren uns als erstes. Denn wie sagte einer der Reiseteilnehmer: „Navi brauchen wir hier nicht, wir waren vor 4 Jahren ja schon hier. An der Tankstelle, wo wir damals getankt und noch etwas eingekauft haben, fahren wir statt links ab geradeaus, da ist der Ort“. Wir landen an der Grenze zu Sambia und kehren um. Mit Navi zeigt sich dann, dass der Ort westlich, nicht nordöstlich der Straße liegt 😗 .
Karin schlägt vor, dass wir, statt wie geplant ein Café für den Lunch zu suchen, direkt zur Caprivi Houseboat Safari Lodge fahren, wo wir um 14:30 Uhr ankommen. Sehr gut! Die Lodge ist wunderbar, sehr schön und originell eingerichtet, unser Tent mit Blick auf den Sambesi super. Denn - nach 8 Tagen "Wildnis" gönnen wir uns hier 2 Nächte mit Bett. Lunch gibt es hier leider nicht - aber kein Problem, wir sind ja Camper und haben alles dabei. So machen wir uns Salat und ein paar Brote und genießen das Essen auf unserer Terrasse mit Blick auf den Sambesi.
Hier gibt es 5 Hunde und 7 Katzen. Wieder einige Vögel-Erstsichtungen: Yellow-bellied Greenbul und Terrestrial Brownbul.
Yellow-bellied Greenbul
Nach Essen, Kaffee, Duschen geht es uns besser, wir machen eine kleine Wanderung zur Hippo Bar nebenan, die aber zu hat. Hier ist auch der Badestrand - wenn die Zeit passt, gehen wir morgen dahin 🙂 .
Schön auch, dass der Bootsausflug morgen doch klappt, denn schon Wochen vorher waren alle Touren ausgebucht und die Lady vom Empfang versuchte, einen befreundeten Skipper zu organisieren: Es soll zu den Carmine Bee-Eaters Kolonien gehen, Karins neue Lieblingsvögel.
Das Abendessen ist reichlich und okay, Hauptgericht Game Steak mit Bandnudeln, Gemüse und Rotweinsoße, als Nachtisch (zu) süßen Pfannkuchen mit Eis.
Ein schöner Tag, wir genießen es. Als wir ins Tent zurückkommen, liegt eine der kleinen weißroten Katzen im Bett, haut aber fluchtartig ab.
Morgen planen wir zusätzlich zur Bootstour eine Mischung aus Chillen, Baden, evtl. Kayak. Zum Lunch wollen wir in den Ort fahren.