FeuerspatzThemenstarter37 Beiträge · seit 201702. Sept. 2019 · #1
Liebe Formis, Endlich darf ich wieder einmal nach Kapstadt 🤩. Dabei würden wir gerne endlich auch mal ins Bokaap gehen, natürlich am Tag. Kleidung etc. ist ohnehin "afrikatauglich" 😉 . Wart ihr kürzlich dort, wie schätzt ihr die Sicherheitslage, aber auch die "Wohlfühllage" als (Individual-)Tourist dort ein? Und gibt es einen Tipp für einen Gewürzladen? Meine herrlichen Currymischungen aus Durban neigen sich leider dem Ende und rufen nach würdigen Nachfolgern. 😁 Wie schätzt ihr sonst die gegenwärtige Sicherheitslage als Fußgängerbtagsüber ein? War schon 2x da, aber man hört so viel Widersprüchliches. Danke Euch für sachdienliche Informationenm Feuerspatz
If we kill off the wild, then we are killing a part of our souls. -Jane Goodall
1x Namibia, 5x Südafrika, 3x Nigeria. Nächstes Ziel Kruger pur 2020 (und träume schon wieder vom KTP)
TUturtle23 Beiträge · seit 201902. Sept. 2019 · #2
Hallo Feuerspatz,
genau zu heute kann ich dir nichts sagen, ich war das letzte Mal im November 2018 dort und wir haben uns im Vorfeld auch überlegt, ob wir alleine ins Bokaap gehen sollen. Schließlich haben wir uns dafür entschieden und ich kann nur sagen, wir haben uns zu keiner Zeit unsicher gefühlt, sind in verschiedene Geschäfte hinein, haben an einem Kiosk leckere Samosas gegessen und sind auch in die nicht so schönen Neben-Gäßchen. Aber das ist natürlich auch immer eine gefühlte Sicherheit. Wir waren sehr überrascht, als wir uns für den Rückweg für ein Taxi entschieden haben und auf einmal Schüsse hörten. Wie wir hinterher per Google erfahren haben, waren das wohl Warnschüsse der Polizei bei einer Demo (gegen die Gentrifizierung). Dennoch würde ich persönlich das Viertel wieder besuchen.
Falls du dich dafür entscheidest, kann ich dir bzgl. Gewürze die Atlas Trading Company, 104 Wale Street, empfehlen. Macht Spaß dort zu bummeln und wir haben ein paar schön spicy Errungenschaften von dort 🙂
Viele Grüße, Claudia
Burschi4'140 Beiträge · seit 200902. Sept. 2019 · #3
Hallo Feuerspatz, falls du dich unsicher fühlst, gibt es folgende Möglichkeit: Der Hopon - Hopoff Bus bietet bei Buchung eines Tickets eine kostenlose Führung am Nachmittag ins Bokaap an. Es gibt dabei viele sehr interessante Informationen. Die Führung dauert ca. 2 1/2 Std. Dabei kommst du auch an einem Gewürzeladen vorbei, der in der Straße liegt, die vom ältesten Haus nach unten ins Tal führt. Außen ist folgendes Schild: Mich würde ja die "mother in law" - Mischung interessieren. Ist die besonders scharf oder kann man sie nur einmal genießen? 🤩 😄 😄 Viele Spaß: Burschi
Hallo Feuerspatz! Welche Geistesgröße muß man besitzen, um die Sicherheitslage in einem "Touristenquartier" zu erfragen, bloß weil einem die Gewürzmischung ausgeht? Dieses Quartier wird nicht sicherer, weil sich "Gewürzkäufer" in ihm rumtreiben . Wenn es dir zu unsicher ist, bleib draußen. Die Anwohner werden es dir danken, nicht zum Sightseeing-Objekt sich fürchtender Deutscher zu werden. Es zeugt von einer gewissen Geisteshaltung wie sich Touristen in Südafrika bewegen. Ob du es glaubst oder nicht, Kapstadt / Südafrika will diese Touristen nicht. Gruß UR
FeuerspatzThemenstarter37 Beiträge · seit 201703. Sept. 2019 · #6
Hallo Zusammen,
Erst mal herzlichen Dank an Turtle und Burschi für Eure konstruktiven informativen Beiträge 🙂
@UR: ob du es glaubst oder nicht, dieses Forum benötigt Deine Belehrungs-Polemik auch nicht und zeugt ebenfalls von einer "gewissen Geisteshaltung". Die einzigartige Kultur der Kapmalayen, die Gentrifizierungsproblematik inkl. Protesten und 5Uhr Demonstrationen muß ich hier aber nicht erfragen, dazu gibt es reichlich Information. Daher resultieren übrigen meine Fragen.
Genauswenig muss ich nicht zu meinen simplen Fragen als Rechtfertigung erklären, was ich sonst noch Alles entdecken möchte, Vieles wird sich ohnehin vor Ortergeben. Gefürchtet habe ich mich auf all meinen Afrikareisen übrigens nur selten, und dann nur bei ungewollten Nahtier- oder (in Nigeria) Nah-Militärbegegnungen. Mir geht es hier einfach um etwas Informationssammlung. Zum Thema Gewürze: Essen verbindet Menschen seit jeher, Esskultur ist ein wesentlicher Faktor von kultureller Identität. Und Ernährungssoziologie ein spannendes Thema. 😉 Ob jemand sein Geld bei den Kapmalayen für Gewürzmischungen (und wenn es sich ergibt auch mehr) lassen möchte oder wie Du in gehobenen Restaurants (mit sicher immer fair bezahltem Personal, egal ob aus den Townships oder aus Zimbabwe 😉 ), kannst du ruhig jedem selbst überlassen. Gruß zurück, Feuerspatz
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WOwojnar170 Beiträge · seit 201803. Sept. 2019 · #8
Ich liebe die mother in law Mischung. Würzig ja, aber nicht wirklich scharf..... Meine Tochter war schon zweimal dort, hat aber letztes Mal vergessen, wieder eine mitzubringen. Also falls du das wirklich machen würdest, Logi. ..... Wir würden uns freuen
Wer sich als Deutscher in "afrika-tauglicher" Kleidung im Bokaap bewegt ist schon fast einheimisch. Wer "simple" Fragen stellt, ist vielleicht auch simpel. Wem die Gewürzmischung aus Durban ausgeht, findet sicherlich im Ur-Quartier Kapstadts das Salz in der Suppe für seine exotische Zunge. Mein Tip: keine simplen Frage stellen und sich einefach mal über cape talk, cape times, iol informieren wie die Lage vor Ort ist. Wer wie du keine Tier-und Kriegsangst verspürt, dem rate ich zu einem gemeinsamen Kocherlebnis mit Einheimischen im Bokaap. Da erfährt man Originäres. Angebote kann man recherchieren. Was meine Essgewohnheiten und die Personen, die damit zu tun haben, so mach dir mal keine Gedanken über die Herkunft und den Mindestlohn. Du wirst es nicht erfahren, wenn du verängstigt durchs Bokaap läufst und später in D'land rumprotzen kannst, welchen Lebensbedrohungen ausgesetzt warst für diesen Einkauf. Mein nochmaliger Apell: Bleib zu Hause. Kapstadt und SA braucht keine "simplen" Touristen in "afrlka-tauglicher" Kleidung. Es laufen eh schon zu viele mit vergleichbarer Geisteshaltung. Es ist zum Fremdschämen. U&R
FeuerspatzThemenstarter37 Beiträge · seit 201703. Sept. 2019 · #10
@ Maputo, genauso solche Meldungen haben meine Frage veranlasst.
@ UR, danke für den Informationspart und deine oder eure unnachahmlich charmante Art, Anderen die (Eure) Welt zu erklären und abstruse Schlußfolgerungen zu ziehen. Schäme dich gerne fremd, vielleicht bringst du dann wenigstens außerhalb des eigenen Kulturkreises ein Minimum an Respekt und Anstand in deiner Kommunikation auf. Vielleicht hilft eine Prise "Father in Law" Mischung 😈
@ Alle: hat jemand noch aktuelle, eigene Erfahrungen oder Tipps?
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Feuerspatz schrieb: hat jemand noch aktuelle, eigene Erfahrungen oder Tipps?
Man kann dazu nicht wirklich etwas mit Substanz sagen, das dir so weiterhilft, wie du es dir erwartest. Wenigen passiert was, das ist Faktum, Hunderttausenden nicht, das ist auch Faktum. Ich war Ende April wenige Tage vor den o.a. Vorfällen dort*) und mir ist nichts passiert. Aber welche Schlüsse ziehst du daraus für dein eigenes Risiko?
*)Bei der Moschee bin ich gleich umgekehrt, weil zufällig Freitagsgebetszeit, woran ich vorher nicht gedacht hatte. Grüße Außerdem bin ich seit langem der Meinung, dass die touristische Attraktivität überschätzt wird. Ich bin nur mehr hingegangen, weil ein Mitreisender wollte.
WAwazza12 Beiträge · seit 201903. Sept. 2019 · #12
Feuerspatz schrieb:
@ Alle: hat jemand noch aktuelle, eigene Erfahrungen oder Tipps?
Ich war mit meiner Freundin Ende Mai zum ersten Mal in Kapstadt. Wir haben uns überall absolut sicher gefühlt, außer am Bo-Kaap. Und das auch noch trotz dessen, dass wir dort mit der Free Walking Tour unterwegs waren. Ziemlich am Ende der Tour standen paar Männer im näheren Umkreis der Gruppe, welche uns auch in einer Art beobachteten, als hätten sie nicht gerade das Beste im Sinn. Als der Guide uns dann verabschiedete, kamen noch paar Männer aus anderen Gassen hinzu und sie liefen auf Leute unserer mittlerweil getrennten Gruppe zu. Wir gingen in schnellerem Tritt die Wale Street runter zur Hauptstraße, die etwas mehr belebt war und ich bestellte währenddem einen Uber. Unten angekommen stellten wir uns vor den Eingang des Hilton Hotels, wo gleich der Page uns sagte, wir sollten lieber kurz reingehen, da zwei Typen hinter uns her wären.. Der Uber war dann auch gleich da, wir schnell dahin und die beiden Typen kamen sofort zum Auto gelaufen, welches dann glücklicherweise schnell davonfuhr.
Im Endeffekt nichts passiert, aber wir waren schon froh, als wir dann dort weg waren 🙂
Topobär5'479 Beiträge · seit 200903. Sept. 2019 · #13
Da scheint sich in den letzten Jahren ja bedauerlicherweise einiges im Bookaap zum Schlechten geändert zu haben. Vor 5 Jahren sind wir noch ganz sorglos (zu sorglos?) durch das Quartier gelaufen. Niemand hatte da groß von uns Notiz genommen und wir haben uns sehr sicher gefühlt.
OLolibr161 Beiträge · seit 201504. Sept. 2019 · #14
Ich war im Januar 2018 in Kapstadt. Bin auch durch Bokaap gelaufen , und habe mich dort überhaupt nicht unsicher gefühlt. Mir ging es genauso , habe mich sehr sicher gefühlt und Niemand hat groß Notiz von mir genommen. Abends und Nachts wäre ich dort aber nicht durchgelaufen. Nachts wäre ich auch nicht durch die Long Street gelaufen ,
Unser Sohn war 2016/2017 als Gastschüler am Parklands College in Cape Town und wurde am Rand von Bokaap Richtung CBD überfallen. An einem Wochentag gegen 17:00 bei einsetzender Dämmerung. Zwei Jungs, ca. 14-16 Jahre alt hielten ihm ein rostiges Kampfmesser an den Hals und durchsuchten seine Hosentaschen. Sie gerieten dann plötzlich in Panik, als sich andere Passanten näherten. Die Beute und das Messer schleuderten sie weg und rannten Richtung BoKaap davon. Seine Gastfamilie (in Table View) flippte aus, da unser Sohn, damals 17 Jahre alt, gleich gegen drei auferlegte Regeln verstossen hatte: 1.Allein unterwegs 2.Außerhalb Downtown oder Waterfront 3.Bei Sonnenuntergang Nach wie vor ein Thema, das unseren Sohn und uns verfolgt. Es bleiben die Vorstellungen, wie es hätte enden können.
Eine Anzeige bei der Polizei wäre nach Auffassung der Gasteltern reine Zeitverschwendung und daher haben wir/er darauf verzichtet.
An diesem Wochenende wurde der neue Bo-Kaap-Markt eröffnet:
New Bo-Kaap Market opens! Nach einer Verzögerung bei der Eröffnung im letzten Jahr konnte der neue Markt an diesem Wochenende feierlich eröffnet werden. Wochenenden in Kapstadt sind perfekt für einen kleinen Marktbummel, und an diesem Wochenende wurde der Bo-Kaap-Markt im oberen Teil des berühmten Viertels am Rande des Stadtzentrums eröffnet.
Mit Live-Auftritten und einer Vielfalt an lokalen Produkten will die Stadt Kapstadt mit diesem Projekt die positiven Auswirkungen des Tourismus auf eine der ältesten noch bestehenden Kulturgemeinschaften der Stadt ausweiten. ...
About Bo-Kaap Food and Craft Market Wer traditionelle Küche und farbenfrohes Kunsthandwerk genießen möchte, ist auf dem Bo-Kaap-Markt für Essen und Kunsthandwerk im Schotschekloof Civic Centre in der Upper Wale Street genau richtig. Der Eintritt ist frei. Die Organisatoren betonen, dass dieser monatliche Markttag eine gute Gelegenheit bietet, mit den Bewohnern dieses historischen Stadtviertels in Kontakt zu treten und ein bereicherndes kulturelles Erlebnis zu genießen. Neben traditionellem Kunsthandwerk werden hier auch typische Gerichte der Kapmalaiischen Küche angeboten. ... Die Veranstaltung wird regelmäßig vom Bo-Kaap Cultural and Heritage Gateway ausgerichtet, einer Frauenförderungsgruppe, die sich zum Ziel gesetzt hat, die Gemeinschaft durch die Entwicklung von Selbsthilfekompetenzen und die Schaffung von Arbeitsplätzen mithilfe lokaler Talente zu stärken. ... Dieses Selbsthilfeprojekt ist der Traum einer dynamischen Frauengruppe, die in Bo-Kaap eine Plattform für die Selbstständigkeit durch Heimarbeit, Dorfmärkte, traditionelle kulinarische Erlebnisse und kulturelle Veranstaltungen schaffen und so insbesondere Frauen und arbeitslose Jugendliche stärken möchte. ...