Ich muss gestehen dass der Strand auf der Webseite besser aussieht!
Gegen 18.30 eilen wir zum Restaurant. It's Apéro Time. Da machen wir auch mit dem schweizer Besitzer Peter Bekanntschaft. Er ist 75 Jahre alt und mit Julia seit 12 Jahren verheiratet. Sie haben eine gemeinsame Tochter und Julia hat 2 Söhne von ihrem geschiedenen chinesischen Ehemann. Das Jahr durch leben sie in Davos und verbringen jede Sommerferien hier auf Famata. Peter hat seine ganze Karriere als Tierarzt in Kenia und Tanzania Nationalparks ausgeübt. Leider hat er vor einigen Jahren 2 Hirnschläge hintereinander erlitten und hat Probleme mit dem Gedächtnis. Peter ist ein netter Kerl. Er bestellt gleich für uns Zebu Bündner Fleisch und Käse. Miam miam schmeckt lecker.
Dazu trinken wir einen Mojito. Die Lodge ist praktisch leer. Ausser einem anderen Ehepaar sind wir die einzigen Gäste. Wir essen gemeinsam mit Peter und Frau + Heinz ein Freund der Familie. Es gibt eine frische Gemüsesuppe, Zebu Brochettes und Ananas Caramel. Wifi funktionniert im Restaurant auch bestens. Beim Plaudern finden wir heraus dass mein Mann dieselbe Schule in Trogen besucht hat wie Peter. Gegen 22 Uhr verschwinden wir in unser Bungalow.
Preis pro Nacht in B&B: 120 euros
04.08.2019
Gegen 7 Uhr stehen wir auf. Wir haben gut geschlafen. Draussen zieht sich das Wasser langsam zurück.
Das Frühstück erweist sich als mittelmässig. Eier und Jogurth werden extra berechnet.
Als wir zu unserem Bungalow nach dem Frühstück zurückkehren, wurde die Terrasse und der kleine Pool schon gereinigt.
Julia hat uns empfohlen bei der Kirche heute morgen gleich vorbei zu schauen. Es gibt nämlich einen Gottesdienst für die Kinder.
Beim hineintreten fallen wir natürlich gleich auf!
Es ist köstlich zu beobachten wie die Kinder sich verhalten.
Respekt wir hier grossgeschrieben.
Um 09.20 holt uns Léon vor der Kirche ab. Er freut sich wie ein Kind heute Saint Augustin besuchen zu können. Er war noch nie dort. Unweit gibt es die Piscine Naturelle. Da wollen wir unbedingt hin. Die 14 Kilometer ab Famata Lodge bringen uns durch hügelige Landschaft und eine schlechte Piste.
Der schlechteste Teil wurde zum Glück befestigt.
Unterwegs erblicken wir viele Vezo Gräber. Die Schönsten gehören den Reicheren.
Langsam nähern wir uns der Bucht.
Im Dorf erkundigt sich Léon wie man die Piscine Naturelle (Badequelle von Andorahano) am besten erreicht.
Es ist jetzt Ebbe.
Es gibt 2 Möglichkeiten: - zu Fuss. Dauert 1 Stunde und 15 Minuten. Es ist aber schon glühend heiss.... - mit der Piroge den Fluss Onilahy aufwärts.
Wir entscheiden uns für die Piroge und laufen bis zur Stelle wo sie anlegen.
Auf dem Fluss herrscht schon viel einheimischer Verkehr.
Fortsetzung folgt
Teil 4231. Okt. 2019
Fortsetzung
10 Minuten später kommt auch schon eine Piroge um uns mitzunehmen.
Am Ufer geht es lustig zu.
Léon verhandelt den Preis für uns Beide aus. Hin und zurück kostet die Fahrt 20'000 Ariarys. Und schon kann es losgehen.
Auf dem Fluss bekommen wir schnell die Hitze zu spüren.
Die Bootsfahrt führt uns auch durch Mangroven.
Das Wasser wird mit der Zeit immer kristalklarer.
Endlich erreichen wir die Stelle
und steigen aus der Piroge aus. Hier gibt es auch ein Fady!
Unweit finden wir ein kleines Holzgebäude wo wir unsere Sachen unterstellen können. Toni und Léon sind die Ersten im Wasser. Sie finden es einfach genial. Es ist süsswasser. Die Temperatur liegt bestimmt um die 22 Grad. Da drin kann man es echt aushalten.
Gegen 12 Uhr geht es leider schon zurück nach Saint Augustin. Turisten kommen uns entgegen.
Sie dürfen wie uns die Piscine Naturelle allein geniessen. Ab und zu erblicken wir am Ufer Einheimische die fischen.
Eine halbe Stunde später erreichen wir wieder das Dorf.
Nächstes Ziel des Tages: das Arboretum von Antsokay. Da wollen wir auch im Restaurant "La Bonne" Table zu Mittag essen. Wir fahren den ganzen Weg zurück. Langsam kommt die Flut.
Ueberall in der Bucht sieht man Algenzucht.
Fortsetzung folgt
Teil 4303. Nov. 2019
Fortsetzung
Wir passieren wieder die Famata Lodge und es sind genau 7 Kilometer bis zum Arboretum. Wir fahren bis zur RN7 und biegen rechts ab. Später führt eine hundertmeterlange Schotterpiste bis zum Eingang. 1980 kaufte der schweizer Herman Petignat das damals nahezu unbewachsene Land. Als Hobbybotaniker begann er Pflanzen des Südens zu sammeln und zu kultivieren. Schnell entwickelte sich daraus viel mehr als nur eine Freizeitbeschäftigung. Mit dem Botanikprofessor Werner Rauh von der Uni Heidelberg beschrieb er etliche noch völlig unbekannte Pflanzen Madagaskars und konnte sein Projekt erfolgreich ausbauen. In den 90er Jahren wurde diese Sammlung zu einem botanischen Garten der als Arboretum Antsokay der Oeffentlichkeit zugänglich wurde. Nach dem Tod im Jahre 2000 von Herman Petignat übernahm sein Sohn, der selbst auf Madagaskar geboren wurde, das Unternehmen.
Gegen 13 Uhr kommen wir am Arboretum an. Der Parkplatz ist bumsvoll. Zum Arboretum gehören auch das Hotel und das Restaurant "Auberge de la Table". www.auberge-de-la-table-mg.book.direct/de-de Léon muss wird mit den anderen Drivers essen. Wir laufen Richtung Restaurant.
Daneben gibt es auch einen gemütlichen Pool.
Da wir nicht allein im Restaurant sind, warten wir gute 45 Minuten bis unser Gemüsecouscous endlich serviert wird. Er schmeckt wunderbar. Gleich nach dem Mittagessen eilen wir zum Arboretum. Eintritt pro Person: 15'000 Ariarys. Eine Dame wird uns durch den Garten führen.
Leider kann ich mich an den Namen dieser Blumen nicht mehr erinnern. Sie sind ein Geschenk für die Augen.
Wir bewundern sehr viele Pachypodium Bäume auch Madagaskar Palme genannt. Sie gehören zu den Sukkulenten. Während der bedornte, säulenförmige Stamm auf einen Kaktus hinweist, ähneln die Blätter eher denen einer Palme.
Die Alluaudia Procera Pflanze sieht schon eigenartig aus. Sie wächst als baumförmiger, 6 bis 10 Meter, hoher Strauch mit einer schmalen Krone aus senkrechten Trieben. An diesen Trieben stehen viele kegelige Dornen. Die eiförmigen Blätter erscheinen einzeln unterhalb der Dornen. Da drauf möchte ich nicht hinein fallen......
Unterwegs entdecken wir auch den alten Citroen 2CV mit dem Petignat damals den Süden der Insel erforscht hat.
Ab und zu erblicken wir auch Chameleons.
Die Strahlenschildkröte ist auf Madagaskar endemisch. Mit einer Panzerlänge von ungefähr 45 Zentimeter und einem Gewicht von 20 Kilos bei Männchen und 15 Kilos bei Weibchen, ist sie schon gross. Merkmal dieser Schildkrötenart sind die namensgebenden, auf jedem Panzersegment, strahlenförmig nach aussen verlaufenden gelblichen Linien auf dunklen Hintergrund. Männchen unterscheiden sich von den Weibchen durch einen konkav geformten Bauchpanzer und einen längeren und dickeren Schwanz.
Es gibt hier auch gewöhnliche Schildkröten.
Gegen 16 Uhr fahren wir zur Famata Lodge zurück. Wir sind schon mehrmals am Tropique du Capricorne Schild vorbei gekommen. Wir müssen jetzt ein Foto schiessen!
Danach verabschieden wir uns von Léon. Nach dem Duschen treffen wir Peter im Restaurant. Er sieht sehr nostalgisch aus. Wir plaudern eine Weile zusammen. Immer wieder kommen die Worte: wer weiss ob ich nächstes Jahr wieder hierher kommen kann.... Wir versuchen ihn aufzumuntern indem wir Witze erzählen. Es scheint zu wirken. Morgen möchte Peter uns zusammen mit seinem Freund Heinz zu einer Katamaranfahrt zur Insel Nosy Vé mitnehmen. Wir sind sofort begeistert und sagen zu.
Zum Abendessen gibt es Krevetten Cocktail, Zebusteak mit Champignonsauce und Fruchtsalat.
Gegen 22 Uhr gehen wir alle ins Bett.
Teil 4404. Nov. 2019
05.08.2019
Punkt um 8 Uhr wird gefrühstückt. Unser Trimaran wartet schon auf uns.
Gegen 9 Uhr geht es los. Auf dem Boot sind wir zu 6: Peter, Heinz, ich, Toni, der Kapitän und ein Matrose. Es ist ein Genuss zu segeln.
Unterwegs treffen wir viele Fishermen.
Peter freut sich wie ein kleines Kind weil wir schneller sind als die Einheimischen.
Auf einmal springt der Matrose auf und nimmt die eine Angelrute. Ein Fisch hat angebissen schreit er. Mit Mühe zieht er ihn auf die Oberfläche. Mit dem Hacken bringt er ihn auf das Deck. Es ist eine wunderschöne Seebrasse!
Laut Kapitän wiegt sie bestimmt um die 6 Kilos. Der Matrose entfernt sofort alle Innereien
Sie wird morgen den Gästen am Tisch serviert. Die Fahrt kann weitergehen. Da der Wind auf einmal verschwunden ist, benutzt der Kapitän den Motor.
Immer wieder erblicken wir Einheimische beim Fischen.
Gegen 12 Uhr sehen wir das Ziel des Tages: die Insel Nosy Ve
Langsam nähern wir uns dem Ufer. Wir sind nicht die Einzigen.
Es ist schon wahnsinnig mit welchen Materialen eine Segel zusammen gebastelt wird!
Fortsetzung folgt
Teil 4506. Nov. 2019
Fortsetzung
Die kleine Insel Nosy Ve liegt ca 5 Kilometer westlich von Anakao. Heute ist die durch Brände weitestgehend kahle Insel ein wunderbarer Ort zum Entspannen, Tauchen, Schnorcheln und Baden.
Der feine, weisse, mit Muscheln übersäter Sandstrand sowie das kristallklare Wasser machen einen Tagesausflug echt lohnenswert!
Nosy Ve ist auch Heimat einer Brutkolonie von Rotschwanz-Tropikvögeln. Es sind monogame Vögel.
Beide Elternvögel brüten und versorgen den Jungvogel. Die Brutzeit beträgt 41 bis 48 Tage. Das Küken ist beim Schlupf bereits mit grauen oder weissen Daunen bedeckt. Es ist zuerst blind, die Augen öffnen sie am zweiten oder dritten Lebenstag. Juvenile tragen auf der Oberseite ein Muster von schwarzen Querstreifen. Ihnen fehlen noch die beiden langen Schwanzfedern und der Schnabel ist schwarz. Mit zunehmendem Alter verfärbt er sich gelb oder rot.
Auf der Insel marschieren einige Vazahas.
Es gibt auch "Fadi" die man unbedingt respektieren muss.
Eintritt pro Person: 10'000 Ariarys Hat uns der Kapitän im voraus besorgt.
Bevor sich das Meer total zurückzieht gehen wir eine Runde schwimmen.
Ein echter Genuss!
Langsam kommt die Ebbe. Die Einheimische müssen jetzt ihr Boot ins tiefere Wasser ziehen
bevor sie einsteigen und losfahren können.
Unser Trimaran steht auf einmal auf dem Beach.
Fortsetzung folgt
Teil 4608. Nov. 2019
Fortsetzung
Da wir für ein paar Stunden hier stecken bleiben werden unternehme ich einen Fussmarsch um die Insel.
Die Herren machen lieber ein Nickerchen. Vom Ufer aus erblickt man immer wieder Fischerboote.
Für einige Minuten beobachte ich auch am Ufer eine Gelbfussmöwe.
Die Gelbfussmöwe wird 53 bis 58 cm gross und nach 3 Jahren ist sie ausgewachsen. Ab dem zweiten Jahr sieht man ein schwarzes Band auf dem Schwanz vor. Der Rücken und die Flügel sind schieferfarben und schwarz befiedert. Beine und Füsse werden nach dem ersten Winter gelb.
Nach 16 Uhr können wir auch wieder die Insel verlassen. Die Flut kommt. Zuerst benutzen wir den Motor denn der Wind lässt auf sich warten.
Eine halbe Stunde später sieht es zum Glück ganz anders aus. Wir aktivieren sogar den Spinaker.
Die Sonne fühlt sich auch nicht mehr so glühend an. Am Ufer bekommen die Dörfer tolle Farben.
Mit diesem Ambiente sind wir alle mehr als happy. Jetzt fehlt nur noch ein Mojito......
Es ist schon dunkel als wir die Famata Lodge erreichen. Julia wartet ungedultig auf uns. Danach wird geduscht. Um 19.30 gibt es Abendessen: Meeresfrüchtesalat, Kapitänfilet und Eis mit Früchte. Danach begleichen wir unsere Rechnung. Scheint alles in Ordnung zu sein. Wir erzählen noch einige Witze mit Peter und Heintz und gehen anschliessend schlafen.
06.08.2019
Nach dem Kofferpacken gehen wir frühstücken. Das Meer zieht sich schon langsam zurück.
Punkt um 8 Uhr holt uns Léon ab. Wir verabschieden uns von Peter, Heintz und Julia.
FAZIT FAMATA LODGE
Man merkt leider dass die Lodge nicht mehr so gut wie früher geführt wird. Peter hat durch seine Gesundheitsprobleme den Ueberblick verloren. Er ist es sich bewusst. Die ganze Familie von Julia (sie ist gross) lebt um die Lodge. Tagsüber ist es nicht gerade ruhig. Sehr viele schreiende Kinder. Uns hat es nicht gestört da wir meistens unterwegs waren. Der Sohn von Julia ist auch nicht gerade für Kundschaft sehr geeignet......Schade.
Sehr bald erreichen wir die RN7. Sie ist nicht immer in einem guten Zustand. Es gibt viele Schlaglöcher. Die Landschaft ändert sich mit den Kilometern.
Nach 2 1/2 Stunden erblicken wir auch schon die ersten Hütten der armseligen Arbeiter die in Ilakaka (Stadt der Saphire) in der "Minen Zone" schuften.
Die Strasse führt jetzt schnurgerade bis Ilakaka.
Da wollen wir uns unbedingt auch eine Mine anschauen. Léon ist nicht gerade darüber begeistert......
Teil 4712. Nov. 2019
Fortsetzung
Ab und zu erblicken wir Gesichter die uns prägen.
Kurz vor Ilakaka entdecken wir von weitem eine Mine. Léon hält am Strassenrand an. Zu Fuss laufen wir die 400 Meter bis zur Mine.
Seit Ende der 80er Jahre wurden überall auf Madagaskar Edelsteinvorkommen entdeckt. Der ein oder andere Edelsteinrausch lockte die Menschen mal hierhin, mal dorthin. Im Mai 1998 änderte sich die Situation als eine Ader mit hochwertigen Saphiren in der Nähe von Ilakaka gefunden wurde. Sehr schnell wurde das kleine Dorf zum Eldorado Madagaskars. Innerhalb von 2 Jahren stieg die Einwohnzahl auf 10'000 Menschen. Heute wird sie inklusive der Umgebung auf über 120'000 geschätzt. Man muss auch wissen das Ilakaka zur Zeit das grösste Saphir-Abbaugebiet der Welt ist. Die Neuankömmlinge in Ilakaka sind meistens bitterarm und werden angelockt von der Hoffnung auf schnellen Reichtum. Aus Palmen, Lehm und Abfall bauen sie sich kleine Hütten. Steinhäuser sind selten und meist Eigentum der reicheren Shopbesitzer entlang der Route Nationale.
Der Saphir-Abbau selbst erfolgt in selbst gegrabenen Gruben und Schächten.
Wir nähern uns einigen Arbeitern.
Da wird geschuftet.
Für die Kerle haben wir einige kühle Colaflaschen mitgebracht. Die freuen sich wie kleine Kinder. Es ist sehr heiss heute.
Leider bleibt nicht viel Zeit mit ihnen zu diskutieren.
Langsam entfernen wir uns von der Mine
und verabschieden uns von den Arbeitern.
Léon ist erleichtert als er uns wieder sieht. Er erklärt uns es sei nicht ungefährlich hier herum zu spazieren. Jetzt fahren wir in die Stadt Ilakaka.
Da ist etwas los!
Wir erblicken viele Edelsteingeschäfte.
Peter von der Famata Lodge hat uns unbedingt empfohlen den Showroom von Colorline Gemmes zu besuchen. Wird von einem Schweizer geführt. Er ist leider in den Ferien. www.colorlinegems.com
Wer sein Geld loswerden will, ist hier bestens aufgehoben! 😛
Danach geht es weiter Richtung Isalo NP. Am Fluss werden Autos gewaschen
und natürlich auch die Funde des Tages.
Die kommende Landschaft erinnert mich ein wenig an die Staaten.
Fortsetzung folgt
Teil 4813. Nov. 2019
@Birgit: da hast du Recht! 🙂
Fortsetzung
Langsam nähern wir uns dem Isalo NP.
Seit 1962 eingerichtet, gilt ISALO mit seinen 82'000ha vielen als der Number One Nationalpark von Madagaskar. Der Park besteht aus unzähligen klaren und grossen Tafelbergen, die aus horizontal geschichteten, mehrfarbigen Gesteinschichten zusammengesetzt sind.
Wie kaum eine andere Region auf Madagaskar ist ISALO wie geschaffen zum Wandern. Man kann bis zu sechstägige Touren in Ranohira (Hauptquartier) buchen. Gegen 12.30 erreichen wir "LA FENETRE", das Fenster.
Die Top Attraktion Isalos befindet sich 12 Kilometer südlich von Ranohira, etwas abseits der RN7. Von dieser besonderen Felsformation
bekommt man einen tollen Ueberblick über den Park.
Während des Sonnenuntergangs ist "das Fenster", laut Léon, Treffpunkt ganzer Busladungen fotowürdiger Vazahas. Ein Bild, wie die Sonne durch das Fenster untergeht, muss echt einmalig sein. Léon behauptet aber es sei praktisch unmöglich denn die Touristen würden sich gegenseitig behindern..... 🙄 Gleich darauf fahren wir zu unserer Unterkunft für 2 Nächte: LE JARDIN DU ROY Schon bei Ankunft sind wir von der Anlage begeistert. Die Eingangshalle mit Bar ist grosszügig.
Die Angestellte an der Rezeption begrüssen uns gleich mit einem Welcome Drink. Es gibt sogar Einen für Léon. Er ist im siebten Himmel. Jetzt verstehe ich auch warum er dieses Hotel so liebt! Er wird hier wie ein Vazaha behandelt. Wir verabreden uns mit Léon um 19 Uhr in der Bar und begeben uns zu unserem Zimmer.
Es besteht aus einem Queen Size Bett.
Das Badezimmer ist "la classe".
Das Klo befindet sich separat.
Eine Treppe führt zu einer Mezzanine.
Oben gibt es ein Einzelbett mit Klo.
Hier das Zimmer von der Mezzanine aus.
Nach dem Auspacken laufen wir direkt Richtung Restaurant denn wir sind hungrig.
Fortsetzung folgt
Teil 4914. Nov. 2019
Fortsetzung
Um das Restaurant zu erreichen, passieren wir zuerst das Schwimmbad.
Es sieht echt einladend aus!
Gerade aus geht es dann die Treppe hinauf zur Rezeption und links in die Bar.
Rechts befindet sich das Restaurant mit der Terrasse.
Wir bestellen Quiche mit Salat. Schmeckt fabelhaft.
Dazu einen malagasy Weisswein.
Das Ganze wird sehr gediegen serviert. Der malagasy Wein erweist sich leider als untrinkbar für uns. Er fühlt sich wie Essig an..... 😣 Anschliessend beginnen wir unseren Rundgang um die ganze Anlage. Unweit vom Pool werden 2 sehr alte Pousse Pousse ausgestellt.
Hier sieht man unser Zimmer im Erdgeschoss mit der Terrasse.
Gleich danach kommt eine Weide mit Pferden.
Das Hotel bietet auch einen Reithof und Reitausflüge an.
Zum Hotel gehört auch noch eine andere Unterkunft: LE RELAIS DE LA REINE Es handelt sich um dieselben Betreiber. Da wollen wir jetzt vorbeischauen. Auf dem Weg dorthin besuchen wir zuerst den Jardin Potager (Gemüsegarten). Da wächst allerhand.
¨ Die Wäsche wird hier auf natürlicher Weise getrocknet!
Die ganze Umgebung klingt einfach wie ein traum.
Le Relais de la Reine hat sein eigenes Schwimmbad.
Wir gönnen uns da ein kleines Apéro auf der wunderschönen Terrasse. Mensch ist die Welt schön!
Fortsetzung folgt
Teil 5015. Nov. 2019
Fortsetzung
Kurz vor 17 Uhr laufen wir den Weg zurück zum Jardin du Roy.
Ab und zu erblicken wir da Madagascar Hoopoes. Es sind wunderschöne Vögel.
Die Sonne geht langsam unter.
Gegen 19 Uhr treffen wir Léon an der Rezeption. Er holt mich morgen früh um 7 Uhr ab und hat einen Guide organisiert. Eine halbe Stunde später begeben wir uns in den Speiseraum. Dieser wird schnell bumsvoll.
Das Menu zu 65'000 Ariarys pro Person schmeckt hervorragend. Es besteht aus: Croustade au poulet et champignons Zebus Médaillons mit Gemüse Fruchsalat mit Eis
Der südafrikanische Wein dazu passt auch sehr gut. Das Ganze in einer gediegenen Atmosphäre. Gegen 22 Uhr verschwinden die meisten Gäste in ihre Zimmer.
07.08.2019
Um 6 Uhr stehe ich auf. Eine halbe Stunde später nehme ich ein Petit Déjeuner Continental im Restaurant. Kostet 22'000 Ariarys. Es besteht aus frischausgepressten Früchte, frische Früchte, Baguette, Croissants, Konfitüre, Butter, Café....miam miam! 😛 Toni bleibt lieber heute im Hotel. Er hat keine Lust zum Wandern. Punkt um 7 Uhr fahre ich mich Léon zum Isalo Parkbüro. Es liegt in der kleinen Stadt Ranohira, 15 Kilometer vom Hotel entfernt. Viele Vazahas wollen heute einen Trail unternehmen. Im Büro herrscht ein reger Betrieb. Dieser Park gehört zu den Teuersten auf Madagaskar. Eintritt pro Person: 65'000 Ariarys Gemeinde Taxe: 5000 Ariarys pro Person Guide: 120'000 Ariarys bis zu 4 Personen
Mit dem Guide fährt uns Léon zu der Stelle wo die Wanderung beginnt. Wir wollen zuerst bis zur Piscine Naturelle laufen und anschliessend Le Canyon du Maki erforschen. Léon holt uns am Schluss wieder ab. Jean, der Guide, gefällt mir auf Anhieb. Beim ersten Kilometer geht es steil aufwärts.
Unter diesen Steinen befindet sich laut Jean eine Bara Leiche.
Stirbt ein Bara, so wird er in natürlichen Höhlen begraben.
Die Hinterbliebenden schneiden sich das Haar, um ihrer Trauer Ausdruck zu verleihen und den verstorbenen zu gedenken. Die Toten Bara werden zweimal begraben. Zuerst in einem einfachen Sarg den man mit Steinen überdeckt. Nach 4 bis 5 Jahren öffnet man den Sarg wieder, säubert die Knochenresten und reibt sie mit Cocoöl ein. Dann bekommen sie einen schöneren Sarg aus Metal. Dieser Sarg wird anschliessend meistens in eine Berghöhle untergestellt.
Die Natur hier klingt einfach wie ein Traum.
Jean macht mich auf eine Gespenntschrecke aufmerksam. Er hat echt ein gutes Auge!
Auf dem Plateau bekommt man einen tollen Ueberblick auf den Park.
Blumen gibt es auch.
Isalo ist auch sehr gut beschildert.
Dieser Park ist echt ein Geschenk für die Augen.
Jean zeigt mir auch einen leeren Bara Sarg aus Metal.
Desto mehr Münzen ihn schmücken, desto reicher ist die Familie.
Fortsetzung folgt
Teil 5118. Nov. 2019
Fortsetzung
Obwohl die Berge trocken und kahl aussehen,
entpuppen sie sich bei genauerem Hinschauen als sehr wasserreiche Orte. Langsam geht es wieder bergrunter Richtung Piscine Naturelle. Es wird auch gleich grüner.
Der Weg führt jetzt in eine steinige Schlucht hinab
an deren Ende man einem kleinen Flüsschen folgt
das sich über viele Stufen und Windungen in das kreisrunde kristallklare und blau schimmernde Becken der Piscine Naturelle ergiesst.
Der Pool ist leider so früh am morgen nicht gerade geeignet. Das Wasser ist mir zu kalt. Ich verzichte auf ein Bad! 😎
Anschliessend laufen wir zum Plateau zurück.
Unterwegs gibt es immer verschiedene Pflanzen zu bestaunen.
Es ist auch echt angenehm dem kleinen Fluss zu folgen.
Bald erblicken wir die Kreuzung Canyon des Makis/Namaza.
Wir passieren danach tolle Pachymodium Exemplare.
Die Natur zeigt sich von seiner besten Seite.
Bald erreichen wir den Weg der uns steilabwärts in den Canyon führen wird.
Von der Schönheit kann man hier nicht satt werden.
Fortsetzung folgt
Teil 5219. Nov. 2019
Fortsetzung
Den Abstieg bis zum Canyon des Maki
schaffen wir in einer halben Stunde. Unten ist auch ein Parkeingang wo die Permits von einem Beamten geprüft werden. Im Wäldchen, unweit vom Eingang, beobachten wir sehr schnell Katta Lemuren.
Das besondere Merkmal der Kattas ist ihr schwarz-weiss gestreifter Schwanz
und ihr Gesicht, das mit dunkel umrandeten, gelben Augen und weissen Fellzeichnungen einem Geist ähnlich sieht.
Bei den Kattas sowie bei den meisten anderen Lemuren-Arten haben die Weibchen das Sagen! Männchen und Weibchen unterscheiden sich kaum voneinander. Gut ein Drittels des Tages bewegen sich die Kattas auf allen Vieren am Boden fort.
Das ist sehr ungewöhnlich für eine Lemurenart, denn die meisten lemuren vermeiden jeden Bodenkontakt. Ueber Katta-Kommunikation wurde auch viel geforscht. Man kennt mehr als 25 verschiedene Laute. Sie schnurren wie Katzen wenn ihnen etwas gefällt. Sie bellen wie Hunde wenn sie jemandem drohen wollen.
Es macht echt Spass ihnen zuzusehen. Ihre Nahrung besteht aus Früchten, Blüten, Blättern, Gräsern, Kräutern und Rinde.
Ich würde am liebsten hierbleiben.
Jean verspricht mir dass wir später noch einmal da vorbeikommen werden. Jetzt wollen wir zuerst einen Abstecher zum Schwarzen und zum Blauen Pool machen. Wir folgen an der Weggabelung oberhalb des Flusses dem Pfad rechts.
Der Pfad verläuft an den steilen Wänden der immer enger werdenden Schucht entlang.
Ueber Felsen und Sandbänke überquert man den Fluss.
Sauber in den fels gehauenen Stufen erleichtern den Marsch der nun stetig aufwärts führt, immer am Wasser entlang.
Zum Schluss weitet sich die Schlucht ein wenig und auf einmal schiesst das Wasser in das klare, im Licht der Sonne blau schimmernde Bassin des Blauen Pools.
100 Meter entfernt liegt der Schwarze Pool, teilweise im Schatten eines dunklen Felsüberhanges. Da baden meistens die Vazaha.
Fortsetzung folgt
Teil 5320. Nov. 2019
Fortsetzung
Danach laufen wir den Weg zurück Richtung Parkeingang. Jean zeigt mir auf einmal einen winzigen grünen Frosch. Soll hier endemisch sein.
Bald erblicken wir auch wieder die Katta Lemuren. Einer beobachtet die Umgebung.
Ein Anderer ist am Blätter fressen.
Er ist wirklich putzig!
Es kommen auch immer mehrere Kattas dazu.
Sie sind nicht so scheu.
Unweit, am Fluss, beim Campingplatz kochen gerade einige Guides. Die Vazaha können da ihren Lunch einnehmen wenn sie es im voraus bestellt haben. Die Kattas wissen natürlich dass sie davon profitieren werden! 🙂
Langsam wird es für uns Zeit den Park zu verlassen. Ich wäre am liebsten noch geblieben......aber Toni wartet im Hotel.
Nach dem Parkeingang laufen wir zum Parkplatz wo Léon auf uns wartet. Von da aus bekommt man einen tollen Blick auf die Reisfelder.
Und schon geht es Richtung Jardin du Roy zurück.
Fortsetzung folgt
Teil 5421. Nov. 2019
Fortsetzung
Den Guide Jean lassen wir in Ranohira. Gegen 12.30 erreichen wir wieder das Hotel. Die Strasse die da hinführt ist echt der Hammer.
Toni wartet sehnsüchtig auf mich bei der Rezeption. Er hat einen Bärenhunger. Im Restaurant bestellen wir Zebu Carpaccio mit Olivenöl
und einen Salat. Miam miam, ein Genuss!
Den Nachmittag machen wir es uns am Pool gemütlich. Da bekommen wir auch einen direkten Blick auf die Pferde.
Den letzten Abend geniessen wir in vollen Zügen. Zum Apéro gönnen wir uns einen Mojito. Zum Abendessen gibt es: Quiche aux Crevettes Poulet aux 3 Poivres Omelette Norvégienne
Miam miam! 😄
Anschliessend kehren wir in unser Zimmer zurück und packen schon einmal das Wichtigste.
08.08.2019
Gegen 7 Uhr zwitschern schon die Vögel im Garten.
Hier hätte ich es ohne Problem noch einige Tage ausgehalten. Nach dem reichhaltigen Frühstück begleichen wir unsere Rechnung.
FAZIT: Jardin Du Roy La Crème de La Crème in jeder Hinsicht. Da stimmt wirklich alles. Und für 98 euros das Zimmer pro Nacht kann man nicht meckern. Schade dass ich keine Zeit gehabt habe zu reiten....
Um 9 Uhr holt uns Léon ab und wir fahren Richtung Andringita. Langsam lassen wir die Isalo Berge hinter uns.
Unterwegs wird überall die Kultur der Brandrodung praktiziert....
Nach Ihosy erblicken wir wieder eine Berglandschaft.
Die Frauen waschen ihre Klamotten am Fluss.
Da werden sie auch gleich getrocknet.
Die Fahrt kommt uns echt nicht langweilig vor.
Oefters wird am Strassenrand Obst und Gemüse verkauft.
Auf einmal sehen wir vor uns auf der Strasse sehr viele Zebus.
Laut Léon kommen sie alle von Ambalavao wo gestern der renomierte Viehmarkt stattfand.
Es ist nicht einfach sich einen Weg da durch zu machen.
Fortsetzung folgt
Teil 5522. Nov. 2019
Fortsetzung
Wir brauchen 3 Stunden und 20 Minuten bis wir die Abzweigung Andringitra NP erreichen. Wir verlassen die Teerstrasse und erblicken sehr schnell eine Schranke. Da begleichen wir 4000 Ariarys Gemeindesteuer. Auf einmal hat man das Gefühl in eine andere Welt angekommen zu sein. Es sieht so bukolisch aus.
Im Dorf gibt es sogar ein altes Karussel für Kinder.
Danach wird die Gravel Road immer schlechter. Für die letzten 15 Kilometer brauchen wir praktisch eine Stunde. Es gibt auch noch eine zweite Schranke. Da werden wir 10'000 Ariarys los, die Taxe für die Tsaranoro Gemeinde.
Der Andringitra National Park ist vor allem für Bergwanderer ein fantastisches Ziel. Dabei hält sich aber die Schwierigkeit des Geländes in Grenzen. Lediglich wird es an einigen Stellen sehr anstrengend. Die Lokalen Touren bieten auch weniger fitten Besuchern die Möglichkeit, die Schönheit Andringitras kennenzulernen. Für den Park gibt es 2 Zugänge: - Der Namoly Eingang oberhalb des Ortes Antanifotsy - Der Morarano Eingang, einige Kilometer östlich und auf 800 Meter Höhe, im Tsaranoro Tal
Wir fahren Richtung Morarano Eingang um unser heutiges Ziel zu erreichen nämlich die TSARASOA LODGE.
Dieser Zugang ist für Paraglider und Freeclimber The Must to do. Von weitem sehen wir das Camp Catta und Tsara Camp. Die Piste geht dann steil bergauf bis zur Lodge. Beim Aussteigen begebe ich mich gleich zur Toilette. Die ist echt klasse! Beim Pinkeln kann man sogar die schöne Aussicht geniessen! 😛
Die Umgebung hier ist einfach grandios. Man muss es mit seinen Augen gesehen haben.
Die Lodge wird von dem franzosen Gilles Gauthier geführt. Ihm gehört auch die Agence Madamax. Sie bietet Packages für Adrenalyn suchende Vazaha. Er empfängt uns ganz herzlich. Ein Angestellter führt uns gleich zu unserem Bungalow TITANIC.
Im Erdgeschoss finden wir 2 Betten
dann das Badezimmer.
Hier gibt es kein Chichi tralala!
Alles einfach aber sauber.
Eine steile Treppe führt zu einer Mezzanine.
Da oben steht noch ein Doppelbett.
Die 2 Stühle finden wir aber nicht sehr bequem.
Vom Balkon aus
geniesst man Natur pur.
Natürlich ist diese Lodge sehr "basic" wenn man sie mit dem Jardin du Roy vergleicht. Aber in diesem Ort fühlt man sich auf Anhieb wohl, wie neugeboren.... 😄
Fortsetzung folgt
Teil 5624. Nov. 2019
Fortsetzung
Gleich danach begeben wir uns zum Restaurant denn wir sind sehr hungrig.
Kein Wunder es ist schon 13 Uhr 40. Zum Mittagessen gibt es nur ein Menü. Wir nehmen draussen auf der Terrasse Platz.
Wir bekommen schnell Gesellschaft. Ein spanisches Paar setzt sich zu uns. Das Mittagessen ist sehr einfach. Es gibt frischer Nudelsalat und Obst.
Anschliessend beschliessen wir die Umgebung zu erkunden. Hier zu laufen ist ein echter Genuss für die Augen.
Die Einheimischen leben in kleine Hütten.
Hier wächst praktisch alles. Gilles hat einen kleinen Gemüsegarten unweit der Lodge.
Man sieht hier die Einfahrt zur Lodge.
In der gemütlichen Bar verdurstet man nicht. Es gibt viele verschiedene Rhum Arrangés.
Man braucht keinen Guide um in der Nähe der Lodge herumzuspazieren.
Von der Lodge Terrasse bekommt man einen direkten Blick auf die famöse Tsaranoro Wand!
Sie ist vor ein paar Jahren durch die Tour "Tough Enough" in die Presse gekommen. Sie hat den Ruf eine der schwersten Mehrseillängetouren auf dem Globus zu sein.
Bald wird es auch dunkel. Nach dem Duschen begeben wir uns in die Bar. Da ist was los! Lauter junge sportliche Touristen erzählen ihre Erlebnisse des Tages. Wir hören gespannt zu. Zum Abendessen sind wir 35 Vazahas. Die Lodge ist gut belegt.
Es gibt Rüblisalat, Spaghettis Bolognaise und Ananas. Ist nicht gerade der Brüller aber ganz OK. Da oben wird es auch sehr schnell kalt..
Wir plaudern eine Weile mit französischen Expats und gegen 21.30 gehen alle schlafen.
Preis für die Unterkunft in Halbpension: 72 euros
Teil 5725. Nov. 2019
09.08.2019
Um 06.30 sind wir schon am frühstücken und eine halbe Stunde später verabschieden wir uns von der Tsarasoa Lodge.
FAZIT TSARASOA LODGE Sehr einfache Unterkunft mit einfachem Essen. Die Lage ist aber traumhaft sowie die Aktivitäten. Ich wäre gerne noch eine Nacht geblieben um den Pic Boby (2658m) zu besteigen, der zweitgrösste Berg von Madagaskar.
Wir fahren denselben Weg wieder zurück. Dieses Mal nehme ich mir mehr Zeit um das Karussel zu fotografieren.
Ich finde es einfach einmalig!
Als wir die RN7 wieder erreichen biegen wir rechts ab Richtung Ambalavao. Das Panorama unterwegs ist echt besonders.
Manchmal erinnert es mich ein wenig an Aethiopien.
Unser erster heutiger Stop befindet sich 12 Kilometer vor Ambalavao. Es handelt sich um die ANJA COMMUNITY RESERVE.
1996 beschloss eine Gruppe junger Menschen nahe Ambalavao ihr Schicksal in die Hand zu nehmen. Sie sorgten mit Hilfe der madagassischen Regierung und der finanziellen Unterstützung verschiedener ausländischer Organisationen (WWF, EAZA) dafür Kulturlandschaften nur auf bestimmten Flächen einzusetzen, den Wald aufzuforsten und die Bevölkerung über Oekotourismus aufzuklären.
1999 wurde als Antwort auf die fortschreitende Zerstörung der madagassischen Natur die Anja Miray Association gegründet. Bis dahin war bereits die Hälfte des ursprünglichen Waldes der Region flächendeckender Brandrodung zum Opfer gefallen. Durch die mangelnde Bewaldung kam es zu gewaltigen Erosionen und Wassernot in der Bevölkerung.
Die Fläche des Anja Community Reservats beträgt nur 30ha. Die felsige Landschaft besteht aus Granit
und liegt zu Füssen der drei Schwestern, einer fast 500m hohen Felsformation. Die vielen Schluchten und Höhlen wurden schon früher von der Volksgruppe Betsileo als Zufluchtort genutzt, bis in die 1930er Jahre auch für Gräber hoher Persönlichkeiten. Neben dem Oekotourismus kümmert sich das Anja Community Reserve um den Bau von Grundschulen und Gesundheitszentren in den umliegenden Dörfern, sorgt für Malariavorsorge in der Bevölkerung. Rund 25'000 Menschen können heutzutage von den Einnahmen der verschiedene Projekte ernährt werden.
Wir bezahlen 20'000 Ariarys Pro Person für den Eintritt. Dazu kommen noch 36'000 Ariarys für den obligatorischen Guide (Andranomena - Ambalabe Circuit). Ein Tracker kommt auch noch dazu in der Hoffnung ein kleines Trinkgeld zu bekommen.
Es sind aber die Katta Lemuren, die den Anja Park so besonders machen. Die Population ist inzwischen so stark angewachsen dass neue Flächen am Rande des Parks mit Bäumen aufgeforstet werden, um Futterbeeren für die Tiere zu liefern. Sehr schnell erblicken wir auch die ersten Kattas.
Die Lemuren bieten einen unvergesslichen Anblick. Sie sitzen meist im Geäst und geniessen die Sonne.
Sie dösen auch im Schatten der Bäume oder schleichen umher.
Wir laufen danach durch Plantagen.
Fortsetzung folgt
Teil 5827. Nov. 2019
Fortsetzung
Bald erreichen wir ein wunderschönes Fleckchen.
Da kommen auch die Kattas um ihren Durst zu löschen.
Unweit befinden sich lauter Plantagen. Die Lemuren bedienen sich einfach. Es scheint zu schmecken!
Ich kann mir schon vorstellen dass die Community viel mehr Geldeinahmen mit den Kattas macht statt mit Gemüse und Obst.... Da drückt man schon die Augen zu wenn sie sich da vollfressen.
Wir schauen eine Weile zu. Die Kattas sind echt putzig.
Die Tour führt uns danach in den Wald. Da gibt es auch genügend Futter für die Lemuren.
Dieser scheint es besonders zu geniessen.
Fortsetzung folgt
Teil 5928. Nov. 2019
Fortsetzung
Ich könnte den Kattas stundenlang zuschauen.
Sie sind so drolig
und irgendwie auch menschlich.
Ich würde auch gerne manchmal erfahren was sie gerade denken.
Sie sind nich scheu.
Kann man auch gut verstehen. Dieses Reservat wird von so vielen Touristen besucht. Man spaziert hier nie allein herum. Gönne ich der Bevölkerung. Im Wald erblicken wir noch mehr Lemuren.
Ich finde dass sie aber meistens ein trauriges Gesicht haben.
Leider wird es Zeit das Reservat zu verlassen.
Wir geben dem Guide und dem Tracker ein kleines Trinkgeld. Sie freuen sich. Jetzt geht es nach Ambalavao. Die Stadt ist ein grosses Zentrum des Viehhandels. Jeden Mittwoch findet da der berühmte Zebumarkt statt. Haben wir leider verfehlt. Sogar aus der Gegend um Fort Dauphin kommen die Hirten mit ihren Tieren. 2 bis 3 Wochen sind für einen Viehtreck über die Berge keine Seltenheit. Erster Stop in der Stadt: das Gelände des Hotels "Aux Bougainvillers". Da befindet sich die berühmte Antaimoro Blumenpapier Fabrik.
Hier wachsen auch allerhand Blumen!
Eigentlich lebt die Volksgruppe Antemoro im Südosten von Madagaskar, in der Gegend von Manakara und Farafangana. In Ambalavao gibt es aber diese kleine Manufaktur die die Herstellung des Antaimoro genannten, handgeschöpften Papiers noch zeigt, das einst die traditionnelle Antemoro typisch war und noch heute ist. Ursprünglich stammen die Antemoro von Arabern ab, die das Wissen um die Papierherstellung samt des Korans mit über den Ozean brachten. Als das mitgebrachte Papier am Ende war, begann die Papierherstellung auf Madagaskar.
Das Antaimoro Papier wird aus der Rinde des Avohas, eines Baumes aus dem Süden von Madagaskar, hergestellt.
Fortsetzung folgt
Teil 6029. Nov. 2019
Fortsetzung
In der Werkstatt kann man den gesamten Verarbeitungsprozess angucken. Die klein geschnittene Rinde werden eingeweiht und gekocht.
Die daraus entstehende Massen werden dann platt geklopft und zu Kugeln geformt, die wiederum eingeweiht werden.
Das Ganze wird auch noch gewogen.
Anschliessend werden die Massen auf grossen Rahmen verteilt
mit frisch gepflückten Blumen verziehrt
und in der Sonne getrocknet.
Ein aufwendiger Prozess, bei dem ein schönes, festes Papier entsteht. Die Postkarten und Fotoalben die dort zum Verkauf angeboten werden sind beliebte Souvenirs. Anschliessend besuchen wir noch eine Seidenweberei.
Da bekommen wir einen Einblick in die Verarbeitung der Seidenraupenkokons,
die aus verschiedenen Regionen der Insel nach Ambalavao gebracht werden. Zahlreiche Frauen sind da beschäftigt.
Es macht Spass ihnen zuzuschauen.
Kurz vor 11 Uhr fahren wir weiter Richtung Fianarantsoa wo wir heute Abend übernachten werden. Die RN7 führt uns langsam in das Land der Betsileo