Der Ankeligoa Circuit gehört zu den Kleinen Tingy (Petits Tsingy). Als kleine Tsingy wird der leichter zugängliche Teil des Parks bezeichnet. Er schliesst sich direkt an die Manambolo Schlucht an. Uebrigens das Wort TSINGY beudeutet auf Malagasy wortwörtlich "auf Zehenspitzen laufen". Damit wird auf die messerscharfen Kanten Bezug genommen, die die Kalksteine haben. Feste Schuhe sowie lange Hosen sind für das Terrain ein Muss.
Die verwirrende Topografie der Tsingy bekommt man hier auch gleich zu spüren.
Es macht aber Spass hier zu klettern.
Ohne Guide geht man hier verloren. Durch das Labyrinth der Felsen führt der Weg hinauf über Stufen
Leitern
bis zu den sogenannten Petits Tsingy.
Die Kalkfelsenwelt der Tsingy ist durch Wind und Wasser vor Millionen Jahren so komisch ausgewachsen dass die UNESCO sie zum Weltnaturerbe erklärt hat. Die Formationen entstanden aus riesigen Korallenbänken die aus dem Meer herausgehoben wurden.
Von oben merkt man wie eng es werden kann! Dann heisst es einfach Baucheinziehen.
Man kommt auch an Höhlen vorbei und sieht Fledermäuse.
Anschliessend erreicht man den Wald mit seiner Vielfalt an Vegetation.
Mein Guide ist leider nicht sehr gesprächig....Er guckt mich auch ganz kommisch an. Ich denke er wundert sich dass die alte Tante noch so gute Beine hat. Er war warscheinlich auf das Schlimmste gefasst! 😄
Fortsetzung folgt
Teil 2226. Sept. 2019
Fortsetzung
Wir laufen noch eine Weile durch den Wald in der Hoffnung einige Lemuren zu sichten. Leider werden wir keine sehen.
Und so erreichen wir das Ufer
und das Parkbüro um 11 Uhr. Die ganze Tour ist somit beendet! Für den Ankeligoa Circuit haben wir gerade 2 Stunden benötigt... Ich bin stocksauer und begebe mich zum Schalter. Ich sehe nicht ein warum ich für 3,5 Stunden den Guide 135'000 Ariarys zahlen muss. Für mich gilt es als halber Tag. Am Schalter gibt man mir jetzt eine andere Antwort. Ab 2 verschiedene Aktivitäten (Piroge und Circuit) wird automatisch ein ganzer Tag berechnet. Also Leute ihr wisst jetzt Bescheid. 🙄 Léon ist inzwischen auch angekommen. Ich mache ihm klar dass ich mich verarscht fühle und das ich morgen länger unterwegs sein möchte. Er unterhält sich eine Weile mit dem Guide und wir verabreden uns morgen für 7 Uhr um die "Grands Tsingy" zu erkunden. Léon beichtet mir auch dass der Guide mich unterschätzt hatte. Ich glaube aber auch dass die angegebenen Zeiten für die verschiedene Circuits im Park für sehr unfitte Vazahas sind.... 😎 Léon ist auf einmal ganz happy. Er erklärt mir dass er morgen auch mit uns mitkommt. Er hat die "Grands Tsingy" nie besucht und freut sich sehr.
10 Minuten später erreichen wir den Eingang vom Hotel. Viele Gäste scheinen heute erwartet zu werden.
Toni liest am Schwimmbad. Ich erzähle ihm von meinem Frust. Zum Mittagessen entscheiden wir uns das Nachbarhotel "L'Olympe du Bemahara" zu besuchen.
Es verfügt auch über ein Schwimmbad.
Die Lage ist nicht so optimal wie unser Hotel aber das Olympe besitzt einige Pluspunkte. Das Restaurant finden wir mehr als akzetabel
und es gibt einen richtigen Pizza Ofen.
Wir bestellen uns natürlich eine Pizza. Einfach lecker! Miam miam. Das Personal ist ausserdem sehr freundlich und hilfsbereit. Wir reservieren auch gleich einen Tisch für das Abendessen. Den Nachmittag verbringen wir beim Faulenzen am Pool. Der Sonnenuntergang ist heute Abend echt sehenswert.
Wir geniessen den Abend im L'Olympe du Bemahara in vollen Zügen.
Wir bestellen einen gemischten Salat
und Zebu Rumpsteak. Es schmeckt alles sehr gut. Gegen 22 Uhr geht es ins Bett.
29.07.2019
Um 6 Uhr wird wieder aufgestanden. Der Nebel löst sich wie gestern langsam auf.
Punkt um 7 Uhr holt mich Léon ab und wir fahren zum Parkbüro wo uns der Guide erwartet. Hier noch einmal die Preise vom Tsingy NP.
Fortsetzung folgt
Teil 2327. Sept. 2019
Fortsetzung
Unser Guide erklärt uns am Parkbüro dass wir normalerweise 9 Uhr abwarten müssen. Da wird ein "Convoi" aus Sicherheitsgründen mit Polizei für die Vazaha bis zu den "Grands Tsingy" organisiert. Die meisten Turisten hier bleiben nur 2 Nächte in Bekopaka. Am zweiten Tag fangen sie die Tour mit der Piroge an und um 9 Uhr geht es an zu den Grossen Tsingy. Léon findet es übertrieben. Der Vorteil jetzt gleich loszufahren ist das wir allein für 2 Stunden im Park sein werden. Wir fahren allein los... Für die 20 Kilometer bis zum ANDAMOZAVAKY Circuit benötigen wir über eine Stunde.
Die Piste ist in einem sehr üblen Zustand. African Massage.... 😗 Gegen 08.20 erreichen wir den leeren Parkplatz.
Um die "Grands Tsingy" zu besuchen muss man unbedingt sportlich und fitt sein. Bei den Touren trägt man ein Klettergeschirr mit dem man sich in die Installierten Führungsseile in den Felsen einhakt. So kann man abgesichert emporklettern.
Unser Weg führt uns zuznächst über eine mit Gras bewachsene Hügelkette. Oben auf der Anhöhe sieht man Wald aber keine Tsingy. Gleich am Anfang im Wald erblicken wir unsere erste Lemuren. Zuerst ein Wieselmaki
dann ein Rotstirnmaki
und zum Schluss von weitem auch Van Der Decken sifakas.
Diese erreichen eine Kopfumlänge von 40 bis 48 Zentimeter. Der Schwanz kann bis zu 60cm lang werden. Sie sind vorwiegend weiss gefärbt, die Oberseite des Kopfes ist braun. Das schwarze Gesicht ist unbehaart.
Der Circuit verläuft dann durch schattige Canyons, kühle Wälder
und Höhlen.
Heute habe ich meine Stirnlampe dabei!
Menschen mit Uebergewicht werden hier Probleme haben um die engen Felsspalten zu passieren. Sie versperren Einem auf einmal den Weg.
Gegen 09.30 erreichen wir auch schon die erste Platform.
Bei dieser atemberaubende Landschaft fühlt man sich einfach auf einem anderen Planet.
Fortsetzung folgt
Teil 2430. Sept. 2019
@Picco: vom letzten Forumstreffen in der Schweiz schätze ich dich auf XXL. Sollte passen! Du kommst noch durch.
@Yvy: bei euch habe ich echt meine Bedenken.....Ich glaube auch nicht dass der Guide euch mitnehmen würde. Das Material und die ganze Felseneinrichtung ist nicht dafür gedacht....
Fortsetzung
Der Kletterpfad wird uns anschliessend zur Hängebrücke bringen. Von weitem erblicken wir sie schon.
Bevor wir sie erreichen müssen wir noch einige Hindernisse meistern.
Langsam wird es auch sehr heiss! Und da ist sie auf einmal.
Einer nach dem Anderen balancieren wir uns über diese wackelige Hängebrücke. Von da aus schaut man in die 70 Meter tiefen Schluchten hinunter.
Anschliessend begeben wir uns zum zweiten Aussichstpunkt.
Kaum zu glauben dass das riesige Labyrinth aus grauen Kalksteinen durch Ablagerungen von Riffen entstanden ist!
Nach dem Sinken des Meeresspiegel wurde es freigelegt und im Laufe der Zeit zu teils in stecknadelspitzen Felsauswachsungen verwandelt.
Wir bewundern eine Weile dieses Schauspiel. Dann geht es wieder steil hinab in eine Schlucht.
Wie schon erwähnt ist es nicht Jederman's Sache.
In der Schlucht finden wir eine Höhle die uns kühle Luft schenkt. Mensch tut das gut.
Es gibt danach noch einige Leiter
bis zum Weg der uns wieder in den Wald zurück führt. Da erblicken wir einen Riesencoua.
Dieser Vogel geht überwiegend auf dem Boden auf Nahrungssuche. Er läuft auf dem Waldboden und scharrt in den Blättern nach Insekten. Er kann eine Grösse von 58 bis 62 Zentimetern erreichen.
Fortsetzung folgt
Teil 2501. Okt. 2019
Fortsetzung
Bevor wir wieder die Hügelkette erreichen, erblicken wir noch einen Rotstirnmakki.
Eine Schaar von Vazahas kommt uns dann entgegen. Es wird Zeit abzuhauen! Der Parkplatz ist auch bumsvoll und Einheimische verkaufen Obst und Wasser. Kinder hoffen auf eine kleine Gabe.
Natürlich steht da ein Polizist. Er befehlt uns auf das nächste Convoi zu warten. Léon redet sich zum Glück daraus. Er behauptet wir hätten noch eine Fähre zu nehmen.....Der Polizist lässt uns weiterfahren. Gegen 13 Uhr sind wir in der Lodge zurück. Danach gönnen wir uns einen Salatteller im L'Olympe du Bemahara.
Dann geht es zurück zum Le Soleil des Tsingy.
Den Rest des Nachmittags verbringen wir beim Faulenzen am Pool. Ab und zu lassen sich da Echsen erblicken.
Der Sonnenuntergang wird auch wieder ein Erlebnis.
Nach dem Abendessen plaudern wir noch eine Weile mit einer deutschen Familie und dann heisst es hop ins Bett!
30.07.2019
Um 6 Uhr stehen wir auf und packen die Koffer. 20 Minuten später frühstücken wir und punkt um 06.45 holt uns Léon ab. Wir fahren gleich zur Fähre. Ein Uebergang pro Wagen kostet 5000 Ariarys.
Auf der anderen Seite wartet auch schon wieder ein Convoi mit Polizist. Wir sollen da eine Stunde warten......
Léon redet sich wieder daraus und wir dürfen mit einem anderen Wagen weiterfahren.
Um 10.30 kommen wir in Belo sur Tsiribihina an. Léon bringt uns direkt zum MAD ZEBU Restaurant.
Es soll überall in Madagaskar für sein gutes Zebufleisch bekannt sein. Ein Tisch erwartet uns. Léon denkt an alles!
Ohne Reservation bekommt man am selben Tag keinen Platz. Das Lokal macht sofort einen sympathischen Eindruck.
Das gebrachte Bier mit dem kleinen Hut finden wir einmalig!
Reden wir nicht vom Toilettenschild! 😄
Wir sind zu früh dran aber wir haben noch einen langen Tag vor uns. Wir bestellen eine hausgemachte Gemüsesuppe und ein Zebufilet.
Miam, miam, das Fleisch zergeht unter der Zunge. La crème de la Crème. Léon isst mit den anderen Drivers und scheint auch mehr als zufrieden zu sein.
Fortsetzung folgt
Teil 2602. Okt. 2019
Fortsetzung
Gegen 11.30 fahren wir zur Fähre die uns nach Tsimafana bringen wird. Die Fahrt kostet 50'000 Ariarys pro Wagen.
Es handelt sich um 2 Boote mit einem Deck aus Brettern auf dem wir den Wagen parken.
Die Fähren werden durch zwei einzylindrige unabhängig voneinander bediente Dieselmotoren angetrieben und gesteuert.
Einige modernere Ferrys entdecken wir auch unterwegs!
45 Minuten später erreichen wir das Ufer von Tsimafana. Die Einheimischen gucken die Vazahas genauer an.
Man bereitet die Ausfahrt vor.
Wir steigen dann aus und Léon kommt mit dem Wagen nach.
Auf dem Weg nach Morondava fahren wir dann an viele Sakalava Gräber vorbei.
Manche wurden mit netten Malereien geschmückt.
Bald erreichen wir unser erstes Ziel: Le Baobab Sacré, der Heilige Affenbrotbaum. Um sich ihm zu nähern muss man die Schuhe ausziehen.
Wie das Oekosystem rund um einen Affenbrotbaum eigentlich aussieht sehen wir hier. Er steht nicht frei sondern ist von vielen anderen Bäumen umgeben. Der Baumriese ist von einem Zaun abgetrennt.
Der Stamm hat einen Umfang von 26 Metern. Die Kinder im Dorf begrüssen uns wie immer.
Fortsetzung folgt
Teil 2703. Okt. 2019
Fortsetzung
Wir bleiben nicht sehr lange beim Baobab sacré denn wir haben noch Einiges vor. Uebrigens, die RN8 Piste ist heute besonders tiefsandig.
10 Kilometer südlicher gibt es eine Abzweigung von der RN8 nach rechts. Nach einigen staubigen Kilometern mit wasserreiche Buschlandschaft
erreicht man LES BAOBABS AMOUREUX. Es handelt sich um 2 Liebende ineinander verschlungenen Stämme.
Die Einheimischen versuchen natürlich von diesem Naturwunder zu profitieren!
Toni kauft einen kleinen Baobab aus Palissandre Holz. 12 Kilometer vor Morondava sehen wir auf einmal am Strassenrand die bekannte ALLEE DES BAOBABS. Sie besteht aus über einem Dutzend fast gleichaltriger Affenbrotbäume beiderseits der Piste.
Alles Resten eines einstmals gewaltigen Waldes.
Ab 17 Uhr kommen da etliche Taxis und Pick ups um den Sonnenuntergang da zu bewundern. Am Office wurde auch eine Bar für die Vazahas eingerichtet.
Ich kann mir schon vorstellen dass man beim Sunset super gute Bilder schiessen kann. Die Einheimischen die da ihre Souvenirs verkaufen kommen schon langsam an.
Die ersten Taxis lassen sich auch blicken.
Wir entscheiden den Sonnenuntergang nicht abzuwarten. Der ganze Rummel würde uns nerven. Und so fahren wir weiter und kommen an grünen Reisfeldern vorbei.
Nach einigen Kilometer gelangt die RN8 auf die Asphaltstrasse der RN35. Wir biegen rechts ab Richtung Morondava. Links geht es nach Ambositra. Gegen 16.15 erreichen wir unsere heutige Unterkunft in Morondava: DAS SELECT HOTEL
An der Rezeption werden wir auch freundlich empfangen. Léon verabschiedet sich von uns. Er übernachtet bei seinem Bruder in der Stadt. Er holt uns morgen um 9 Uhr wieder ab. Wir bekommen den Schlüssel zu Zimmer 109. Es liegt im ersten Stock und es gibt keinen Aufzug. Im Flur sieht es wie in einem Spital aus.
Fortsetzung folgt
Teil 2807. Okt. 2019
Fortsetzung
Das geräumige Zimmer sieht nicht schlecht aus. Es besteht aus einem King Size Bett
Klimaanlage, Ventilator, Wifi
und Fernseher.
Das Badezimmer ist zweckmässig eingerichtet und sauber.
Das Zimmer kostet 27 euros, da kann man echt nicht meckern! 😎
Im Hof gibt es sogar ein Schwimmbad.
Morondava Stadt ist einfach aufgebaut. Das Zentrum erstreckt sich entlang der Rue principale die zum Meer führt. Am Ende biegt nach links die Route de La Plage ab. An deren Ende knickt die Rue de l'Indépendance ab. Diese ist die Hauptachse zur Halbinsel Nosy Kelly auf der nette Resorts und Restaurants stehen.
Gegen 19 Uhr nehmen wir ein Tuk Tuk der uns zur Halbinsel bringt. Wir haben da einen Tisch bei LE CAPANNINA reservieren lassen. Das Restaurant macht einen guten Eindruck.
Unser Mojito lässt sich wie Limonade trinken! 😛
Wir bestellen Avocado/Crevettes. Schmeckt sehr gut.
Die Tuna Médaillons sind uns leider ein wenig zu fettig angemacht.
Gegen 21.30 kehren wir zum Hotel zurück.
31.07.2019
Wir haben sehr gut durchgeschlafen. Gegen 07.30 gehen wir zum Frühstücksraum.
Das Frühstück besteht aus Spiegeleier, frische Früchte, Baguette Brot, Butter, Marmelade, Saft und starken Café.
Es kostet 15'000 Ariarys pro Person. Da treffen wir auch Vazahas die im Le Soleil des Tsingy übernachtet haben. Man begrüsst sich. Danach packen wir unsere Sachen. Die Aussicht von unserem Zimmer aus ist nicht gerade romantisch....
Anschliessend spazieren wir noch ein wenig auf der Hauptstrasse herum.
Die Stadt zählt ca 40'000 Einwohner. Sie bietet keine besondere Sehenswürdigkeiten. Der Verkehr nimmt rasch zu.
Fortsetzung folgt
Teil 2908. Okt. 2019
Fortsetzung
Punkt um 9 Uhr erscheint Léon. Unser Gepäck wird vom Zimmer herunter gebracht und wir verabschieden uns vom freundlichen Personal. Eine gute Adresse! 🙂
Zuerst halten wir bei der ersten Tankstelle in der Stadt an. Das Auto wird vollgetankt sowie die 2 Kanister Reserven.
Zwischen Morondava und Tulear gibt es meistens keinen Sprit! Wir sind nicht die Einzigen beim Tanken.
Bald verlassen wir die RN35 und somit die Asphaltstrasse. Die Piste wird schnell tiefsandig.
Es gibt auch mehrere kleine Flüsse zum überqueren. Die Einheimischen haben hier Stöcke im Wasser befestigt um den Drivers die genaue Passage zu zeigen.
Und gleich danach kommt auch schon die erste Strassensperre. Die Dorfeinwohner wollen natürlich Geld. Léon verhandelt. Nach 5 Minuten können wir weiterfahren. Die Strassensperren sind illegal aber die Menschen sind so arm. Jede Masche ist OK um sich Geld zu beschaffen. Die Polizei kommt ab und zu vorbei und beseitigt sie. Sie werden aber gleich danach wieder aufgebaut! 😣
Immer wieder erblicken wir unterwegs einzelne Baobabs.
Einige Kilometer weiter gibt es die zweite Strassensperre. Da wird auch wieder gepalabert.
Insgesamt sind es heute 4 Strassensperren und wir werden 20'000 Ariarys los.... 😎
Langsam sehen wir von weitem die Küste. Die Piste bringt uns wieder durch tiefsand Passagen.
Auf einmal erblicken wir eine Gruppe von Einheimischen. Ein Wagen zieht auch einen Anderen. Männer schieben das beschädigte Fahrzeug im Sand.
This is Africa aber auch Madagaskar.
Bevor wir unser nächstes Ziel erreichen, die Salinen von Belo sur Mer, gibt es noch eine tiefe Pfütze zu durchquerren. Léon meistert sie ohne Problem. Ich kann mir schon vorstellen wie es hier bei Regensaison ausschaut....
Fortsetzung folgt
Teil 3009. Okt. 2019
@Mari: du schreibst von der Copa aus: Meinst du Copacabana? Oder was meinst du damit?
Fortsetzung
Bald erreichen wir auch die Salinen. Belo sur Mer ist für seine Ausbreitungen von Salzgruben soweit das Auge reicht sehr bekannt. Dieses Können wird auch von Generation zu Generation weitergegeben.
Die Familien reinigen den Sand um daraus Salzklumpen herauszunehmen und es wird auch gleich weiter verschifft.
Das Befahren dieser Gegend ist nicht ungefährlich wegen des oft weichen Bodens erklärt Léon. Man muss genau wissen welche Spuren man da folgt. Anschliessend beim Verlassen der Salinen fährt Léon deshalb auf einer kleineren Piste einen 1,5 km längeren Umweg am Rand entlang und nicht auf der Hauptpiste mitten durch diese Fläche.
Gegen 13 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft für die nächsten 2 Nächte: HOTEL ENTREMER www.beloentremer.com
Es besteht aus 6 Bungalows und macht sofort einen guten Eindruck. Wir werden auch gleich von Laurence, die Besitzerin, empfangen. Ihre Freundlichkeit und Gelassenheit machen dass wir uns gleich wie Zuhause fühlen. Wir werden sofort zum Mittagessen gebeten. Genial denn wir sind hungrig.
Die Aussicht vom Restaurant ist ein Geschenk für die Augen.
Reden wir nicht vom Essen. Der frische Fisch mit den verschiedene Salaten ist ein Geschenk Gottes! 😛 Anschliessend werden wir von Laurence zu unserem Bungalow 5 Agate gebracht.
Unser Gepäck erwartet uns im Zimmer. Es besteht aus einem Grand-Lit
einem Zusatzbett
Schrank und Schreibtisch
Das Badezimmer ist zweckmässig eingerichtet.
Fortsetzung folgt
Teil 3111. Okt. 2019
Fortsetzung
Im Badezimmer gibt es kein warmes Wasser. Wenn man warm duschen möchte gibt es draussen in der prallenden Sonne eine grosse Kiste mit vollen Wasserflaschen. Am Abend erreicht die Temperatur in den Flaschen 60 Grad. Man vermischt das Wasser von den Wasserflaschen in einen Eimer und tut kaltes Wasser dazu. Und schon kann man sich warm waschen! 😛
Anschliessend treffen wir Stephane. Er kümmert sich um die verschiedene Aktivitäten hier im Hotel. Und so organisiert er uns den Besuch von Belo sur Mer Dorf. Normalerweise kann man dort direkt hinlaufen aber es ist Flut und wir benötigen die Hotelpiroge.
Auf der anderen Seite erblicken wir schon Algen beim Trocknen. Die Insel Madagaskar ist auch für die Algenzucht bekannt. Werde später noich darüber berichten.
Wir gehen den Strand entlang
und finden die Passage die uns ins Dorfzentrum führt.
Da erkundigen wir uns wo wir Dorote finden können. Belo sur Mer ist nämlich ein Zentrum des Schiffbaus und Dorote, laut Stephane, wird uns alles darüber erklären.
Uebrigens sind wir hier im Land der VEZO. Sie kamen ursprünglich aus Ostafrika und leben heute als halbnomadische Fischer im Süden Madagaskars, in der Gegend zwischen Tuléar, Morondava und Majunga. Mit ihren schmalen, selbstgebauten Pirogen aus Mangrovenholz wagen sie sich auch bei hohem Wellengang ins Meer. um Fisch und Meeresfrüchte für ihren Lebensunterhalt zu beschaffen.
Dorote scheint hier im Ort sehr bekannt zu sein. Man zeigt uns die Richtung. Immer wieder sehen wir im Dorf Algen.
Endlich erreichen wir die Bleibe von Dorote.
Er vermietet auch kleine Bungalows aber echt "very basic". Dorote begrüsst uns recht herzlich und bringt uns gleich zu seinem zukünftigen Boot.
Es ist schon wahnsinnig mit welch rudimentären Mitteln da seetüchtige Dhows gezimmert werden!
Die Schrauben werden aus Holz erzeugt sonst verrosten sie.
Hier biegt man ein Holzbrett bis zur gewünschten Wölbung.
Es handelt sich um Eisenholz. Es geht im Wasser unter und gilt als Besonderheit. Eisenholz ist also dichter als Wasser! Nach einer Stunde verbaschieden wir uns mit einem Trinkgeld von Dorote. Er freut sich riesig.
Dann erkunden wir noch ein wenig das Dorf.
Fortsetzung folgt
Teil 3218. Okt. 2019
@Marie: alles Gute in Brasilien! 🙂
@picco: und ich dachte Niemand würde es merken wenn ich für einige Zeit nicht weiterschreibe......Momentan bin ich unter Druck. Viel Arbeit und auch noch ein Exam Ende Monat. In meinem Alter..... 😗 Hier geht es langsam weiter! 😛
Fortsetzung
Im Dorf kann man den Alltag verfolgen.
Schiffe erblickt man immer wieder.
Gegen 17.15 nehmen wir die Piroge zurück ins Hotel. Wir probieren gleich die originelle Dusche aus. Das Wasser in den Flaschen ist glühend heiss. Danach setzen wir uns auf die Bungalow Terrasse. Die Sonne geht langsam unter. Mensch diese tolle Farben!
Wir eilen zum Strand um der Sonne noch besser folgen zu können.
Die Stimmung ist einfach himmlisch.
Diesen Augenblick möchte man am liebsten anhalten.
Gegen 19 Uhr begeben wir uns zum Restaurant. Da treffen wir die anderen Gäste. Das Hotel ist ausgebucht. Bei einem Gin Tonic unterhalten wir uns mit französischen Expats. Da erfahren wir auch Vieles über die Insel. Eine halbe Stunde später werden wir zum Tisch gebeten. Die Flaschen hinter uns sind alle Rhum Arrangé!
Das Abendessen erweist sich wieder sehr kulinarisch. Es gibt Lentil Salad, Calamars à la Provençale, Tuna Fisch....usw
Ein Geschenk Gottes! 😛 Wir verbringen danach noch eine Weile mit Laurence. Sie hat viel mitgemacht und verlor ihren Mann vor 2 Jahren. Ihr Vater ist zu Besuch und sie hat ihre Mutter vor einem Monat verloren. Der Vater steht jetzt da allein mit seinen 94 Jahren.
Gegen 22 Uhr verschwinden alle ins Bett.
Preis für das Bungalow für 2 Personen: 40 euros Halbpension pro Person: 17 euros Vollpension pro Person: 27 euros
Wir haben natürlich Vollpension genommen! miam miam. 😄
01.08.2019
Beim Sonnenaufgang werden wir von einem Automotor geweckt.
Ich schaue kurz heraus. Es handelt sich um den Wagen der Expats. Sie sollten schon Richtung Morombe fort sein.
Eine halbe Stunde später stehen wir auf. In diesem Augenblick fahren die Expats weg. Das Frühstück ist einfach aber sehr fein. Die tolle Aussicht vom Restaurant bringt gute Laune.
Léon schaut auch vorbei und erklärt uns dass der Fahrer von den Expats gestern Abend Fiesta gefeiert hat statt sein Auto zu kontrollieren. Heute morgen gab es Oelprobleme....
Heute morgen haben wir eine Piroge mit Segel reserviert. Sie wartet schon auf uns am Strand.
Sie kostet 70'000 Ariarys und wird uns zum Dorf Menaky bringen. Punkt um 07.30 geht das Abenteuer los.
Wir brauchen eine Stunde bis wir das Ufer vom Dorf erreichen.
Die Sonne kommt langsam heraus
Fortsetzung folgt
Teil 3319. Okt. 2019
@Reinhard: es ist nicht Jedermann's Sache mit einem Driver unterwegs zu sein........Und so kommt Madagaskar nitcht für Jeden in Frage... 😎 Und so besteht auch weniger Interesse über diese Insel..... 🙂
@Gabi: Im Januar bin ich auch wieder ohne Mann unterwegs...... 😎 Danke für deinen Lob! 🙂
Fortsetzung
Die Dorfbewohner von Menaky haben seit 2012 mit Hilfe von Blue Venture damit begonnen Rotalgen zu züchten. Die Rotalge "Kappaphycus Alvarezii", die in Asien heimisch ist, gedeiht in dieser warmen Meeresregion optimal und vermehrt sich fast ausschliesslich vegetativ. Im Wasser ist sie zuerst gelb
und wenn sie getrocknet ist schaut sie rötlich aus.
Die Einheimischen kommen uns auch gleich entgegen.
Wir werden gleich 10'000 Ariarys pro Person los um das Dorf zu besuchen. Machen wir gerne denn die Leute gefallen uns auf Anhieb. Man erklärt uns Näheres über die Algenzucht. Algensetzlinge die man an Schnüren angebunden im Wasser schwebend zieht, vermehren sich rasant.
Sie verdoppeln ihre Biomasse innerhalb 15 Tagen. So kommen die Bewohner von Menaky auf ca. 9 Algenernten à 200 Kilogramm Nassgewicht jährlich. Für die Frauen hier eine relativ leichte und wenig zeitaufwendige Arbeit die sie gut mit ihrem Alltag vereinbaren können.
Die getrockneten Algen verkaufen die Dorfeinwohner an einen Zwischenhändler für 600 Ariarys pro Kilo. Also knapp 20 cents.
Ist nicht viel Geld, verdoppelt aber ein durchschnittliches Einkommen aus der Fischerei!
Der geleerartiger Rohstoff Carrageen von den Rotalgen wird in der Lebensmittel und Kosmetikindustrie verwendet. Alles geht nach Asien. Den Damen zuzuhören ist echt interessant.
Die Umgebung besitzt auch viel Charme.
Die Kinder bleiben eine Freude.
Wir lassen die Damen weiter arbeiten
und laufen wieder Richtung Dorfzentrum.
Fortsetzung folgt
Teil 3421. Okt. 2019
@Moose: schön dass ihr noch dabei seid! Wo ward ihr in Afrika? 🙂
Fortsetzung
Die Frauen hier im Dorf tragen oft eine Gesichtsmaske auf um die Haut vor der Sonne zu schützen.
Die Maske wird aus Tamarindenrinde hergestellt. Man reibt sie auf diesem flachen Behälter und vermischt sie mit etwas Wasser.
Und schon ist der Sonnenschutz bereit zum auftragen.
Und so sieht es am Schluss aus!
Die Kinder schauen dabei zu.
Ich bekomme natürlich auch Eine verabreicht!
Die Haut fängt sehr schnell an zu ziehen. Langsam wird es leider Zeit uns vom Dorf zu verabschieden.
Manche Gesichter werde ich so schnell nicht vergessen.
Wir laufen langsam Richtung Boot zurück.
Inzwischen ist Ebbe. Das Wasser hat sich zurückgezogen.
Wir schieben das Boot bis zum Meer und hop geht es schon weiter.
Fortsetzung folgt
Teil 3522. Okt. 2019
Fortsetzung
Wir verlassen Menaky
und erreichen innerhalb 5 Minuten wieder das offene Meer.
Mit günstigem Wind kommen wir 50 Minuten später am Ufer vom Entremer an. Da ist natürlich auch Ebbe.
Wir müssen vom Boot aussteigen und die restlichen 50 Meter laufen.
Die Gegend hier besitzt echt viel Charme.
Zum Mittagessen gibt es verschiedene Salate und Tuna Fisch à la plancha. Miam miam welch ein Genuss! 😛
Den Nachmittag verbringen wir zwischen Strand und Bungalowterrasse. Take it easy denn morgen früh fahren wir schon um 6 Uhr los. Der Sonnenuntergang zeigt sich wieder von seiner schönsten Seite.
Das Abendessen habe ich bis heute noch in Erinnerung. Vorpeise: Krabbensalat, dann Tuna Brochettes, Sole à la plancha, Weisskohlgratin, Couscous, Banane flambées....... 😄
Morgen wird es echt schwer diesen Traumort zu verlassen. Wir plaudern noch eine Weile mit Laurence und begleichen die Rechnung. Dann werden die Koffer gepackt und alles für den nächsten Morgen vorbereitet.
FAZIT ENTREMER HOTEL
La Crème de la Crème! Und Belo sur Mer ist so ein nettes Fleckchen Erde wo man sich ohne Problem die Seele bäumeln lassen kann. In diesem Hotel unbedingt eine Woche planen. Hier stimmt einfach alles und man ruiniert sich nicht. Aber Achtung auf das Zunehmen.... 😗
02.08.2019
Um 05.30 erwartet uns ein Frühstück. Laurence hat uns auch ein nettes Pique Nique zusammengestellt. Merveilleuse Laurence, wir werden dich vermissen! 😎 Punkt um 6 Uhr fahren wir Richtung Morombe los. Es wird auch höchste Zeit denn die Flut kommt uns entgegen.
Wer später abreist muss später einen langen Bogen fahren um der Flut zu entkommen. Nach einigen Kilometern sorgt ein kaputter Traktor auf der Hauptpiste für ein grosses Problem.
Léon schaut ob wir ihn umfahren können. Ist leider unmöglich.
Zum Glück kommt uns ein Opa entgegen. Er erklärt uns dass wir eine Umleitung fahren können. Wir müssen aber ein Stück wieder zurückfahren. Léon kennt sich aber in der Gegend nicht besonders gut aus. Er packt den lieben Mann ins Auto und er führt uns via sein Dorf wieder auf die Hauptpiste. Das Ganze dauert 20 Minuten. Mit 1000 Ariarys werden wir den Mann wieder los. Wir sind erleichtert. Aber nicht für sehr lange. Bald erblicken wir schon die erste Strassensperre des Tages.
Da verlieren wir 5 Minuten beim Palabern.... 5 Minuten später kommt schon die Zweite und die Kinder wollen auch noch Bonbons.
Dann die Dritte...
Bei manchen Strassensperren kann man nicht verhandeln. Da steht schon der gewünschte Preis!!!
Fortsetzung folgt
Teil 3623. Okt. 2019
Fortsetzung
Von Belo sur Mer nach Manja sind es 100 Kilometer und 19 Strassensperren! Meistens wollen die Dorfbewohner jedesmal 5000 Ariarys. Léon hat es geschafft nur 35'000 Ariarys für die Strecke auszugeben.
In Manja übernachten viele Touristen weil die Drivers nicht zu lange fahren wollen. Es gibt da nur ein Hotel ohne Charme und sehr sehr basic....Wir werden hier keine Zeit verschwenden und vermeiden das Zentrum. Gegen 12 Uhr genehmigen wir uns eine Pause am Strassenrand. Da essen wir auch unser Pique Nique auf.
Da kommt uns die Polizei entgegen. Ein Officer informiert Léon dass die nächsten Strassensperren Richtung Morombe beseitigt worden sind. Sie würden jetzt bis Belo sur Mer weiterfahren um da oben auch alles zu "reinigen". Danach geht es weiter. Die Landschaft wird grüner
und lebendiger.
Gegen 13.30 erreichen wir die grosse Ueberraschung des Tages: die Ueberquerrung vom Fluss Mangoky. Was sehen wir da? Eine einfache Fähre die von Männern gezogen wird.
Die stadtliche moderne Fähre liegt auf der anderen Seite und funktionniert seit einer Woche nicht mehr wegen Spritmangel.... 😗
Die Vazahas die aus Morombe kommen steigen gleich aus
und wir können Platz auf der Fähre nehmen.
Für die Einheimischen ohne Verkehrsmittel gibt es auch einfachere Möglichkeiten auf die andere Seite zu gelangen.
Und schon geht es für uns los. Die Männer fangen an zu ziehen.
Immer wieder gibt es ein Hin und Her mit den kleineren Fähren die nur Menschen transportieren.
Der Fluss wird auch tiefer
und das Ziehen mühsamer.
Kurz vor dem anderen Ufer müssen die Männer sogar beim Leinehalten schwimmen.
Glücklich sind wir alle als wir das andere Ufer erreichen.
Das Verlassen der Fähre erfolgt über 2 Rampenbleche. Der Sand hier wird echt tief. Bereits vor dem Sandfeld werden die Personen, die im Notfall (es tritt meistens immer ein), das Fahrzeug schieben müssen, gebucht. Wir werden tatsächlich davon Gebrauch machen.
Fortsetzung folgt
Teil 3724. Okt. 2019
Fortsetzung
Von Manja bis zur Bevoay Kreuzung gibt es 9 Strassensperren. Die 3 Ersten existieren nicht mehr. Bei den 3 Nächsten wird gerade alles wieder aufgebaut. Die Letzten 3 sind wieder einsatzbereit und wir werden 6000 Ariarys ärmer.... Es sind noch 78 Kilometer bis nach Morombe. Die Strasse ist in einem sehr üblen Zustand....Ab und zu erblickt man sehr schöne Baobabs.
In Ambihikily kaufen wir uns etwas zum trinken.
Gegen 16 Uhr erreichen wir endlich Morombe und das Guesthouse "Chez Katia". Wir werden gleich von der sehr netten Besitzerin begrüsst und zu unserem Zimmer gebracht. Es befindet sich im Haupthaus gleich nach dem Restaurant.
Um das Haupthaus gibt es noch einige Bungalows mit kleineren Zimmern. Unser Zimmer ist für eine Familie gedacht. Es verfügt über ein King Size Bett
2 kleinere Betten
und eine Couch.
Das Badezimmer ist einfach, zweckmässig eingerichtet und alles funktionniert!
Es gibt hier sogar ein sehr gutes Wifi! 😎 Anschliessend laufen wir zum Strand. Da ist etwas los!
Bis 1970 war Morombe für die Franzosen ein beliebter Badeort. Nach dem Abbruch der Beziehungen zu Frankreich blieben die Touristen aus. Da der schleichende Verfall der Transportwege auch die zweite Haupteinnahmequelle (Export von Limabohnen) langsam versiegen liess, wanderte die Population verstärkt ab. Heute leben nur noch ca. 10'000 Einwohner im einstigen Strandparadies. Die Stadt strahlt aber eine bemerkenswerte Lebensfreude aus. Das bekommt man am Strand auch gleich zu spüren.
Später setzen wir uns auf der tollen Terrasse von Chez Katia um Apéro und Sonnenuntergang zu geniessen. Katia bringt uns sofort ein kühles Bier.
Da machen wir auch mit einer Deutschen die mit ihrem Sohn unterwegs ist Bekanntschaft. Das Ambiante hier ist einfach der Hammer! 🙂
Fortsetzung folgt
Teil 3825. Okt. 2019
Fortsetzung
Die deutsche Dame scheint aber gar nicht glücklich zu sein. Sie erzählt uns sie sei mit einem Driver und einem deutsch sprechenden Guide unterwegs. Der Driver soll sehr nett sein aber der Guide absolut nicht. Der Guide macht einfach was ihm passt ohne Rücksicht auf die Kunden zu nehmen.... Sie fahren morgen früh nach Manja und den Tag darauf nach Belo sur Mer. Ich frage sie warum sie in Manja übernachten wollen. Möchten sie auf keinen Fall aber der Guide habe Ihnen erklärt die Strecke nach Belo sur Mer wäre in einem Tag nicht möglich. Ich bestätige ihr das Gegenteil. Wir reden eine Weile zusammen und sie erzählt mir so Einiges über den Guide. Ich empfehle ihr die Reiseagentur anzurufen und einen Guidewechsel zu verlangen. Macht sie auch gleich. Zum Glück sorgt die Stimmung auf dem Strand für ein bisschen Euphorie.
Die Sonne geht langsam unter.
Inzwischen kommt der Guide von den Deutschen zu uns am Tisch. Sie erklären ihm auch gleich dass sie morgen nicht in Manja übernachten wollen. Es sei möglich die Strecke nach Belo sur Mer in einem Rutsch zu fahren. Der Guide scheint gar nicht damit einverstanden zu sein. Er erscheint uns als ein wiederlicher Typ. Zum Glück schleppen wir nicht so einen Kerl in unserem Wagen mit sonst hätte ich ihm schon lange meine Meinung gesagt...... Gegen 19 Uhr gibt es das Abendessen. Das Guesthouse ist ausgebucht. Die Deutschen setzen sich zu uns mit dem Guide. Dieser spricht kein Wort den ganzen Abend und schenkt mir ab und zu einen bösen Blick.... Er verschwindet auch sehr schnell. Das Essen erweist sich als lecker. Es gibt eine frischhausgemachte Gemüsesuppe, Tuna à la Plancha mit grünen Bohnen und Reis, frischer Fruchsalat. Miam miam. Die deutschen bekommen inzwischen auch einen Anruf von ihrer Reiseagentur. Morgen geht es gleich nach Belo sur Mer und in Morondava bekommen sie später einen anderen Guide. Ich freue mich echt für sie. Gegen 21 Uhr gehen alle Gäste schlafen. Morgen wird ein langer Tag!
Preis für das Zimmer pro Nacht: 100'000 Ariarys Frühstück: 9'000 Ariarys pro Person Abendessen: 25'000 Ariarys pro Person
Echt nicht teuer! 🙂
Hier würden wir bestimmt noch eine Nacht verkraften. Man fühlt sich echt wie bei der Familie.
03.08.2019
Gegen 6 Uhr hören wir die Deutschen wegfahren. Wir frühstücken gegen 06.30.
Die Fischer am Strand gehen langsam ihr tägliches Brot verdienen.
Wir verlassen Morombe um 7 Uhr. In der Stadt erblickt man auch noch so manche alte Gebäude aus der Kolonialzeit.
Vor uns haben wir einen Bus der bis nach Tulear fahren wird.
Auf dem Weg zur Bevoay Kreuzung zurück nehmen wir uns heute mehr Zeit um die tolle Landschaft zu beobachten.
Auf den Feldern wird hart gearbeitet.
Es gibt auch tolle Baobabexemplare.
Fortsetzung folgt
Teil 3928. Okt. 2019
Fortsetzung
Wir passieren ein paar Dörfer und erblicken einige kleine Märkte.
Unweit von der Bevoay Kreuzung bemerkt man auch dass die Chinesen hier überall sind.
Mit Schmiergeldern, laut Léon, kaufen sie Land, Fischquoten. Sie ergattern auch lukrative Bauverträge. Hier ein Kanal der Richtung Morombe führen soll.
Man nimmt leider keine Rücksicht auf die schönen Baobabwälder.
Zum Glück kann man aber noch die authentische Insel geniessen.
Unterwegs durchfahren wir ein Vezo Dorf wo gerade die Beschneidung männlicher Kinder zelebriert wird. Sie findet alle 7 Jahren statt (wie bei den Sakalava). Man veranstaltet ein grosses Fest.
Léon erklärt uns dass die Vezo schon ein kommisches Volk sind. Wird bei ihnen ein Kind geboren, so wird die dazugehörende Plazenta in eine Flasche gesteckt und im Meer versenkt. Erst dann ist das Kind selbst ein Vezo. Igitigit.... In der ganzen Gegend hier bleiben die Zebus das beste Verkehrsmittel.
Ein Chameleon sorgt auf der Piste auch für unsere Aufmerksamkeit.
Toni bekommt unterdessen Kohldampf. Es ist schon 14 Uhr als wir endlich eine Mittagspause im Hotel Bellevue in Mangily einlegen. www.hotelbellevue.mg
Die Aussicht von der Restaurantterrasse ist einfach klasse!
Hier werden ebenfalls Algen gezüchtet.
Wir bestellen einen Salat und ein kühles Bier dazu.
Fortsetzung folgt
Teil 4029. Okt. 2019
Fortsetzung
Die Blumen um das Hotel sind ein Geschenk für die Augen.
Auf dem Wasser läuft die Show!
Die Vezo kommen langsam vom Fischen zurück.
Gegen 15 Uhr fahren wir weiter und eine Stunde später erreichen wir unser heutiges Ziel für 3 Nächte: Die Famata Lodge www.famatalodge-tulear.com/index.php/de/Willkommen.html
Léon fährt in die Anlage hinein. Da werden wir von einem kommischen Monsieur, ein Halbchinese comme ci comme ça empfangen... Bis wir einchecken können vergehen 20 Minuten. Der Halbchinese läuft hin und her. Léon scheint gar nicht glücklich zu sein. Er weiss nicht ob er hier heute Abend schlafen kann...Zum Glück hat er in Tuléar Freunde. Er entscheidet gleich dort zu übernachten. Wir verabreden uns mit Léon für den nächsten Morgen um 9 Uhr. Endlich kommt eine Dame zur Rezeption. Es ist die Besitzerin Julia die mit einem Schweizer verheiratet ist. Sie spricht sogar Schwytzer Dütsch. Wir folgen ihr Richtung Bungalow. Wir kommen zuerst am Swimmingpool vorbei
dann überqueren wir eine kleine Brücke
und laufen bis zu unserem GONDWANA Bungalow.
Es macht von draussen keinen schlechten Eindruck. Die Terrasse ist riesig.
Das Zimmer ist auch der Hammer.
Von der Mezzanine aus bekommt man einen besseren Ueberblick.
Da oben stehen 2 Kleinbetten für Kinder. Ist aber etwas mudelig. Da bemerken wir auch das dass Moskitogitter total zerissen ist. Das Badezimmer ist grosszügig eingerichtet aber nicht gerade heimelig......