DIE CHINESEN IN KENIA

6 Antworten · 2'666 Aufrufe · gestartet 12. Aug. 2019 von Mzeekenya
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Themenstarter527 Beiträge · seit 201312. Aug. 2019 · #1
Interessanter Artikel auf der Homepage des Schweizer Fernsehens:

In Kenia fährt der Zug nach Nirgendwo

China sperrt den Geldhahn nach Kenia; das ostafrikanische Land ist sehr hoch verschuldet. Es ist nicht mehr in der Lage, die von den Chinesen gebaute Eisenbahnlinie Mombasa - Nairobi an die Grenze zu Uganda zu bauen. Im schlimmsten Fall fällt der Hafen von Mombasa als Faustpfand an die Chinesen...
Mzeekenia

https://www.srf.ch/news/international/seidenstrasse-in-ostafrika-in-kenia-faehrt-der-zug-nach-nirgendwo
zuletzt bearbeitet 12. Aug. 2019
275 Beiträge · seit 201312. Aug. 2019 · #2
Ich hoffe, die Verantwortlichen hier in Namibia schauen sich das ganz genau an, damit sie wissen, wohin sie das Land bringen mit dem Ausverkauf an die Chinesen. Aber ich fürchte, diese Hoffnung ist umsonst 😠 Danke für die info!
33,1k Beiträge · seit 200613. Aug. 2019 · #3
Hi chrisanna8,
Ich hoffe, die Verantwortlichen hier in Namibia schauen sich das ganz genau an, damit sie wissen, wohin sie das Land bringen mit dem Ausverkauf an die Chinesen. Aber ich fürchte, diese Hoffnung ist umsonst 😠 Danke für die info!
die Chinesen kaufen und machen überall, Afrika, Europa, Südamerika, Asien...
Man muss auch differenziert sehen. Es gibt chinesische Kredite und wenn man die nicht mehr bedienen kann (wie bei allen Krediten) hat man ein Problem. Dann gibt es chinesische Unternehmen die in anderen Staaten was machen (hier in Nam z. B. viel im Bausektor) und dann gibt es lokale Unternehmen in chinesischem Besitz (z. B. Rössing, Swakop Uranium).

Irgendein britischer (meine ich) Finanzanalyst hatte mal gesagt: "Wenn die Chinesen einem Land keine Kredite mehr geben wollen, dann weiß man, dass das Land wirklich am Ende ist". So liest sich das in diesem Artikel zu Kenia und bei News24 war vergangene Woche auch einer zu Südafrika, dass den Chinesen zu unsicher bei der Rückzahlung von Krediten geworden ist.

Aber generell ist es sicherlich nicht begrüßenswert wenn ein Staat zu viel "Macht" in einem anderen hat. Egal ob die Chinesen irgendwo in Afrika, die US-Amerikaner in Jamaika oder wer auch immer wo auch immer. Aber in einer freien Marktwirtschaft ist das kaum zu verhindern.

Viele Grüße
Christian
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6'369 Beiträge · seit 201113. Aug. 2019 · #4
Hoi Mzee

Danke für den Hinweis, das schau ich mir heute Abend gerne an!
Wobei schon seit Jahren genau davor gewarnt wird dass China den neuen Hafen übernehmen wird wenn Kenya die Schulden nicht begleichen kann.

Gehts Dir gut?
Gruss, Picco B) Meine Reiseberichte: Nord- und Süd-Tansania, Kenya, Ruanda, Uganda, Botsuana/Sambia, DR Congo, und als ausserafrikanische Gebiete: Costa Rica und Mt. Everest BC (klick hier)
Themenstarter527 Beiträge · seit 201313. Aug. 2019 · #5
Hoi Picco, obwohl ich stramm gegen die 100 zugehe, geht es mir (noch) immer sehr gut. Afrika/Kenia liegt zwar bis jetzt nicht hinter mir - aber ich habe die Aufenthalte eingeschränkt und verkürzt. So lange ich noch einen LandCruiser in Nanyuki habe, werde ich nach Kenia fliegen - vorzugsweise in den Wintermonaten. Durch die langen Aufenthalte in Ostafrika habe ich hinter die Kulissen gesehen (und sehe noch immer) - und die Entwicklung der vergangenen Jahre stimmt mich nicht gerade optimistisch. Zur weit verbreiteten Korruption, Kriminalität und dem Bescheissen der Wazungus kommen nun auch noch die Chinesen dazu. Und das ist alles andere als lustig...
Themenstarter527 Beiträge · seit 201313. Aug. 2019 · #6
travelNAMIBIA schrieb:
Aber generell ist es sicherlich nicht begrüßenswert wenn ein Staat zu viel "Macht" in einem anderen hat. Egal ob die Chinesen irgendwo in Afrika, die US-Amerikaner in Jamaika oder wer auch immer wo auch immer. Aber in einer freien Marktwirtschaft ist das kaum zu verhindern.
Christian
Wo gibt's eine freie Marktwirtschaft? Für die Chinesen ist das eine Einbahnstrasse und der grosse Führer ennet (auf der anderen Seite) des Atlantiks ist mit seinen zahllosen Erpressungen (sprich Zöllen) auch nicht gerade ein leuchtendes Vorbild. Freie Marktwirtschaft - dass ich nicht lache!
M.
Gast13. Aug. 2019 · #7
ein paar Lesetipps, vielleicht interessiert es Jemanden
1) Petra Navara: Was macht Herr Lin in Afrika?
2) Howard French: China’s Second Continent.
3) Mohan, Giles; Lampert, Ben; Tan-Mullins, May and Chang, Daphne: Chinese Migrants and Africa's Development: New Imperialists or Agents of Change?
Sind alle im www auffind- und bestellbar.
1 und 2 sind Reportagen, 1) über Uganda, 2) ist aufwändiger und für mehrere afrikanische Staaten.
3) ist eine sozialwissenschaftlich/empirische Aufarbeitung der vielen Aspekte „der Chinesen“ in Afrika, vom Straßenhändler bis CEO, Kleingewerbe bis große Unternehmungen, ihrer Netzwerke und Lebensumstände und geschichtlichen Entwicklung seit den 1960er Jahren
Grüße
zuletzt bearbeitet 13. Aug. 2019