durbandirkThemenstarter61 Beiträge · seit 201721. Juli 2019 · #1Hallo Zusammen,
meine Frau und ich (62 / 58) planen nun nach 4 Südafrikareisen das 1. Mal Namibia für ein paar Tage, bevor es dann weiter nach Südafrika geht.
Unsere Vorlieben sind Tiere, Landschaft schauen (wandern eher weniger) und gutes Essen. 🙂
Wir werden kein Self-Catering machen, sondern lassen uns lieber verwöhnen.
Folgende Tour in Namibia habe ich mal grob geplant und bitte dazu die Namibia-Erfahrenen um eure Einschätzung und Tipps.
Anreise über Windhoek - Landung früh morgens (hier gleich die Frage, welche Fluggesellschaft ist empfehlenswert?)
Weiterfahrt mit dem Mietwagen nach Etosha (Okaukuejo, Halali, Fort Namutoni?) - Google sagt ca. 4,5 Std. Passt das?
3N Etosha
Fahrt von Etosha nach Swakopmund oder Walfischbucht - ca. 520km ist das machbar?
2N Swakopmund oder Walfischbucht
Fahrt von Swakopmund / Walfischbucht nach Sesriem/Sossusvlei
2N Sesriem/Sossusvlei
Fahrt von Sesriem/Sossusvlei nach Windhoek
1N Windhoek
Am nächsten Morgen Flug nach Durban
Noch eine Frage: brauche ich für diese Tour zwingend einen 4x4, oder reicht auch ein 2x4 SUV?
Vielen Dank für eure Einschätzungen!
LG
Dirk
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200621. Juli 2019 · #2Hallo Dirk,
also was gutes Essen angeht ist Namibia (leider) nicht im Südafirka zu vergleichen.
Wegen einer Route schau Dir mal
https://namibia-forum.ch/forum/7-routen/289845-ersttaetertouren-so-sehen-sie-aus.html (Deine Tour entspricht dem sozusagen, wobei in aller Regel mit dem Uhrzeigersinn gefahren wird) an. Beachte da auch den Link zum "weit fahren am Ankunftstag". Du brauchst für die Standardtouren definitiv keinen 4x4 (außer die letzten paar Kilometer ins Sossusvlei, aber da gibt es einen (teuren) Shuttle oder man läuft. PKW reicht, SUV ist bequemer.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
durbandirkThemenstarter61 Beiträge · seit 201721. Juli 2019 · #3Hallo Christian,
vielen Dank für deine Tipps.
Ist ja fast unsere Route, die du verlinkt hast. 🙂
Und mit dem "weit fahren am Ankunftstag" ist schon etwas dran, aber das kennen wir von unseren Südafrikatouren und macht uns nichts aus. Deswegen lassen wir die 1. Übernachtung in Windhoek aus, da wir nur eine begrenzte Zeit für Namibia haben, um rechtzeitig an meinem 60. Geburtstag in meiner Geburtsstadt Durban zu sein und mit unseren Freunden zu feiern. 🙂
LG
Dirk
Logi16,9k Beiträge · seit 201221. Juli 2019 · #4durbandirk schrieb:
Hallo Dirk!
Folgende Tour in Namibia habe ich mal grob geplant und bitte dazu die Namibia-Erfahrenen um eure Einschätzung und Tipps.
Anreise über Windhoek - Landung früh morgens (hier gleich die Frage, welche Fluggesellschaft ist empfehlenswert?)
zur Zeit keine!
Weiterfahrt mit dem Mietwagen nach Etosha (Okaukuejo, Halali, Fort Namutoni?) - Google sagt ca. 4,5 Std. Passt das?
5 Stunden zzgl. Pausen, Öffnungszeiten an den Gates beachten
Fahrt von Etosha nach Swakopmund oder Walfischbucht - ca. 520km ist das machbar?
von Namutoni, wie von Dir geplant, bis nach Swakop sind es 660 Kilometer. Das macht demnacht 7 Stunden Fahrzeit zzgl. Pausen
Fahrt von Swakopmund / Walfischbucht nach Sesriem/Sossusvlei
Fahrzeit 5 Stunden zzgl . Pausen
Fahrt von Sesriem/Sossusvlei nach Windhoek
5 Stunden zzgl Pausen
Vielen Dank für eure Einschätzungen!
viel Spaß beim durchs Land rasen!
LG
Logi NONOGRILA1'794 Beiträge · seit 201321. Juli 2019 · #5Hallo Dirk, Logi hat es ja ziemlich treffend auf den Punkt gebracht... 😉 !
Ich bin ganz ehrlich zu euch und sage auch...lasst es 😗 !
Ihr habt für Namibia insgesamt 4 volle Tage, der Rest besteht aus Fahren... 😮 !
Da würde ich persönlich ganz auf das Land verzichten... 😎 !
… Oder ihr schaut ob euch der "Norden" oder der "Westen" lieber ist und baut noch eine Gästefarm bzw. Waterberg mit ein!
LG NOGRILA
durbandirkThemenstarter61 Beiträge · seit 201722. Juli 2019 · #6Danke für eure Einschätzung.
Die Fahrzeiten sind also zu lang. OK, verstanden!
Dann werde ich die Route anders planen und hier nochmal vorstellen.
travelNAMIBIA33,1k Beiträge · seit 200622. Juli 2019 · #7Hi Dirk,
ich gebe Dir nochmal eine Idee anhand der Ersttätertouren:
- Windhoek (1 Nacht)
- Sesriem (2 Nächte)
- Swakopmund (2 Nächte)
- Etosha (3 Nächte)
- bei Windhoek (1 Nacht) - fliegt ihr mit Air Namibia, d.h. früh morgens?
Ihr fahrt dann, außer von Windhoek nach Sesriem und Sesriem nach Swakopmund nur auf asphaltierten Straßen.
Viele Grüße aus Windhoek
Christian
Vom 23. August bis 6. September, 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
durbandirkThemenstarter61 Beiträge · seit 201722. Juli 2019 · #8Danke Christian!
Ja, wir würden wahrscheinlich mit Air Namibia frühmorgens nach Durban fliegen.
Ist ja erst mal eine grobe Planung und wir haben ja noch Zeit (Nov 2020).
LG
Dirk
WOWolfgang195635 Beiträge · seit 201922. Juli 2019 · #9Hallo Dirk,
ich kann als Fluggesellschaft KLM empfehlen. Man fliegt von Amsterdam mit Zwischenlandung in Luanda nach Windhoek. Der Stop in Luanda dient nur dazu, Fluggäste aussteigen zu lassen, die nach Angola wollen. Man selbst bleibt im Flugzeug sitzen. KLM bietet Zubringerflüge von praktisch allen Europäischen Flughäfen an. Ich buche immer direkt bei KLM. Es gibt da auch die Möglichkeit, für relativ kleines Geld (50- 100 EUR je Strecke) einen Platz mit mehr Beinfreiheit dazu zu buchen. Übergepäck kann man auch, wie ich meine günstig, dazubuchen. KLM hat genügend Flugzeuge und das Brodentertainment funktioniert auch auf allen Plätzen. Das Essen ist allerdings auch Airline-Essen....
Viele Grüße
Wolfgang
Logi16,9k Beiträge · seit 201222. Juli 2019 · #10travelNAMIBIA schrieb:ich gebe Dir nochmal eine Idee anhand der Ersttätertouren:
Hi Chrisitian,
ich stelle gerade fest, die Diskussion über die "ambitionierten" Fahrzeiten hatten wir mit
Durbandirk bereits 2017 😉 :
https://namibia-forum.ch/forum/132-reiseziele-tipps/292954-suedafrika-namibia-im-mai-2018.html?start=0LG
Logi
Randfontein568 Beiträge · seit 201422. Juli 2019 · #11Hi durbandirk.
Ich meine deine Intention zu verstehen, auch wenn’s den „hardcore-Namibia-fan“ gruselt.
Selbst „Aushilfs-Südafrikaner“, aber mit einer Frau verheiratet, die Namibia bevorzugt,
weil durch die vielen „gravelpads“ die Natur unmittelbarer zu erleben ist, erst mal ein kurzes Grundsatz-statement:
Wir kennen ja beide noch die Zeit vor der Unabhängigkeit Namibias.
Als die Schmalspurdamplok der Klasse 15NR nach SA transferiert wurden und fortan als „Kalaharis“ bezeichnet, in Natal und am Westkap dampften, obwohl sie die Kalahari nie gesehen hatten...
Ich erinnere mich auch noch gut an die Kommentare der „Namibier“ darüber, dass man in Südafrika „keine Ahnung“ hatte, wie’s in Southwest zugeht.
Man war eben „Anhängsel“, und das ist es ja auch für eure Reise nach Durban.
Ich sage das bewusst wertfrei, denn es ist nun mal eure Planungsgrundlage und als solche vollkommen in Ordnung. Warnung allerdings: geht es dir wie meiner Frau und du findest „dein“ Südafrika inzwischen zu asphaltiert, könnte auch ein kurzes Anfüttern zu Begehrlichkeiten der Vertiefung des Namibia-Erlebnisses führen...
Ihr wollt die Tour „andersrum“ fahren, als die meisten, Etosha zuerst.
Davon rate ich jedem „Europäer“ aus Gründen des Spannungsbogens ab.
Ein „Natal-Boy“, der iSimangaliso, Hluhluwe-iMfolozi etc. „vor der Haustür“ hat, ist da was Anderes.
In deinem Fall ist wohl eher die Namib das Spannungsbogen-Highlight.
Machbar ist deine Tour absolut. In Etosha kannst du auch von einem Standquartier hin- und herfahren.
Als Durbaner bist du ja nicht so km-empfindlich, oder?
Ü dann in Swakopmund, da schöner als Walvis Bay und nur eine halbe Autostunde auseinander.
Also auch kein Thema.
Fahrzeug der Wahl wäre wohl ein SUV, 4x4 brauchst du nicht, aber die erhöhte Sitzposition macht viel aus.
Ein RAV4 oder so würde passen.
Wenn dir Durban inzwischen „über den Kopf gewachsen“ sein sollte:
In Umdloti geht’s noch einigermaßen relaxed zu (im Gegensatz zu Umhlanga Rocks),
auch wenn dort gerade riesige Wohnflächen erschlossen werden.
Ein Kumpel von mir ist an einigen Restaurants in Umdloti beteiligt, also nimm bitte meine Aussage nicht als „wertfrei“, obwohl ich es so meine.
Viel Spaß in Namibia und in Durban!
Grüßle
Randfontein
durbandirkThemenstarter61 Beiträge · seit 201722. Juli 2019 · #12Hallo Randfontein,
danke für deinen Input. 🙂
Nee, als Durbaner bin ich wirklich nicht kilometerempfindlich.
Ich weiß das auch aus dem Südafrika-Forum, dass über lange Fahrzeiten immer diskutiert wird.
Uns macht das wirklich nichts aus, gebe aber zu, dass ich die Straßen Namibias nicht kenne und deswegen ja hier auch Meinungen einhole.
Es ist eine völlig offene Grobplanung und daher finde ich die Anmerkungen und auch Kritiken spannend.
Die Tour werde ich euren Tipps nach auch andersherum planen. 🙂
Und das mit Umdloti schaue ich mir mal an. 🙂
Randfontein568 Beiträge · seit 201422. Juli 2019 · #13Hi Dirk,
als Ergänzung zu den Straßen:
das Wildleben neben der Straße ist in Namibia in der Regel spannender als in SA.
Gerade auf den gravelpads in der Namib oder im Damaraland rennen immer wieder Qryxe, Strauße, Paviane,
Steinböckchen, Zebras etc. neben der Straße rum, was das Fahren und gelegentliches Anhalten spannend macht.
Wie schnell fährt man auf den Pisten?
Ganz, ganz schwierige Frage. Kommt auch aufs Auto an. Mit dem Toyota-Hilux gilt für mich die Regel eines Foristen:
"dem Auto man die Sporen gibt, bis es übers Wellblech fliegt".
Das Dumme ist: oft hast du die Wahl zwischen min. 80 km/h und max. 40 km/h.
Dazwischen zerlegt's dir Fahrwerk und Wirbelsäule... 😈
Mit Tierbeobachtungen wird das Ganze noch schwieriger:
mein Auge wurde von einem Kumpel geschult, der auf einer Farm bei Upington unter Schwarzen aufgewachsen war.
Zwar werde ich nie seinen Adlerblick erreichen, aber ein wenig scheint's geholfen zu haben.
Gelegentliche Vollbremsungen inclusive.
Gut, dass Gegenverkehr (ausser auf den - asphaltierten- B1 und B2) in Namibia eher die Ausnahme ist.
In SA hatte ich das letzte Mal so wenig Verkehr auf einer Rüttelpiste bei Phutadhidjhaba und in zwischen
Mkuhzi und Sibonokuhle, aber das ist eher landwirtschaftliches Gebiet.
Ich würde von Etosha nach Swakopmund deshalb lieber durch das Damaraland fahren als die "Autobahn".
Wobei diese Strecke (über Uis und am Brandberg vorbei) v.a. allem in umgekehrter Richtung spannend ist,
(die du ja in Erwägung ziehst): vonSwakop über Henties Bay durch eine Landschaft, in der der liebe Gott vergessen hat,
Landschaft einzubauen und dann tauchen Hügel und Berge auf, hat definitiv was originär namibisches...
Mindestens was ganz Anderes, als was meine Cousine von ihren in Durban aufgewachsenen Jungen erzählt hat:
"die send meischtens an Beach nag'hockt", das ist an der Atlantikküste fast nur für Angler attraktiv... 😗
Grüßle
Randfontein
RORockshandy281 Beiträge · seit 201822. Juli 2019 · #14Hallo Dirk,
es ist natürlich viel Strecke für kurze Zeit, aber ich denke, du kannst nach den SA -Aufenthalten einschätzen, ob es für euch Sinn macht.
Wenn ihr also die erstgenannte Route durchziehen wollt : event. macht es Sinn, die erste Nacht auf einer der zahlreichen Lodges südlich vor dem Etosha zu bleiben - zum einen habt ihr dann nicht die Gate-Schliesszeiten im Nacken, zum zweiten wollt ihr euch verpflegungstechnisch ja eher verwöhnen lassen und dass wird in den staatl. Etosha-Camps schwierig ( der Standard ist so in etwa vergleichbar mit den Tindlovu-Restaurants im Kruger).
Und dann würde ich die 3. Etosha-Nacht im Dolomite-Camp verbringen. Die Gegend dort ist schon noch mal anders als im Mittel- und Ost-Etosha und ihr könnt morgens den Park recht schnell durch das Galton-Gate Richtung Swakopmund verlassen. Wir hatten auf der gleichen Strecke noch eine Zwischenübernachtung gemacht; haben aber im Nachhinein gedacht, dass das nicht hätte sein müssen.
LG und viel Spass bei der weiteren Planung
Rockshandy