Camp Kwando

10 Antworten · 4'230 Aufrufe · gestartet 29. Mai 2019 von nera
Antworten
Themenstarter32 Beiträge · seit 201829. Mai 2019 · #1
Liebe Forumsmitglieder,
nachdem, wie ihr richtig vorausgesagt habt, auch wir vom Afrika Fieber befallen wurden, sitzen wir über der Planung für 2020, die dank der vielen hilfreichen Tipps schon sehr weit fortgeschritten ist.
Wir verbinden diesmal Damaraland und Caprivi.
Eine Station ist Camp Kwando, dazu ein paar Fragen:
Ist es sinnvoll von dort selbst zum „Horseshoe“ zu fahren, ich meine wie weit und anspruchsvoll ist die Strecke, habe dazu noch nichts wirklich Hilfreiches gefunden.....
Wie sind eurer Erfahrung nach die Game Drives, die von der Lodge angeboten werden, was kann man dort gut selber machen? (4mal4 vorhanden)
Wie sind eure Erfahrungen allgemein im Camp Kwando?
Liebe Grüße und herzlichen Dank für die vielen interessanten Berichte!
Nera
221 Beiträge · seit 201829. Mai 2019 · #2
Hallo Nera

Vom Camp zum Horseshoe wuerde ich mal 2.5h rechnen, die strecke dorthind führt zuerst ueber die hauptstrasse und dann vom Parkeingang ist es zuerst etwas Steinig und danach Sandig, aber zum fahren geht es ziemlich gut. Ich würde selber hin fahren.
Zu den Game Drives des Camps kann ich nichts sagen wir waren im Mashi River Camp etwas nördlich vom Kwando, was sehr zu empfehlen ist.

Gruesse
Luca
Bereiste Länder: Namibia 3x, Botswana 2x, Zimbabwe 1x, Uganda1x, Kenia 2x, Südafrika 1x, Costa Rica 2x, Panama, Peru, Kolumbien, Chile, Bolivien, Argentinien, Paraguay, Uruguay, Brasilien 6x, Kanada, USA, Thailand 13x, Australien, Malaysien, Singapore, Israel 2x, Libanon, Iceland, Färö Inseln, Sri Lanka, Mexiko
4'140 Beiträge · seit 200929. Mai 2019 · #3
Hallo Nera,
die Beschreibung von Luca ist richtig, aber ich würde nicht selbst dort hinfahren. Es gibt in dem Park dort etliche Wege, die sehr sandig sind und überhaupt nicht beschildert. Und es gibt ja noch andere Stellen, auch Wasserlöcher, die man aufsuchen könnte. Die Guides wissen das. Ich habe zu deinem gewünschten Ziel schon Gamedrives von der Kwando Lodge und von Namushasha aus gemacht. Bei letzterem fährst du erst ein Stück mit dem Boot, hast also noch einmal einen etwas anderen Aspekt. Sicherheit, was zu sehen, hast du nie. Wir haben am horseshoe schon mal 50 und mal gar keine Elefanten gesehen.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
106 Beiträge · seit 201829. Mai 2019 · #4
Hallo Nera, wir haben genau das im letzten November gemacht.

Zum Horseshoe selber fahren: Ist natürlich ein Stückchen und für uns war es auch ein Stückchen "wieder zurück fahren", aber für uns hat es sich total gelohnt. Wir hatten am Tag vorher in der Mahango Core Area unsere ersten Erfahrungen mit Sand gemacht, im Vergleich fanden wir Kwando Core Area leichter zu befahren. Allerdings waren wir zwischenzeitlich etwas nervös, weil eine große Elefantenherde den Weg blockiert hat. Wir haben eine ganze Weile gewartet, kamen aber nicht durch. Dann haben wir irgendwann festgestellt, dass es noch einen anderen Weg (weiter entfernt vom Fluss) gibt und sind den dann gefahren. Hatten aber immer ein bisschen Angst, dass wir auf dem Rückweg blockiert werden. Als wir dann am Horseshoe waren, war tatsächlich eine riesige Herde da, ich würde sagen, dass es mindestens 300 Tiere gewesen sein müssen, allerdings noch ein Stück weg von der Beobachtungsplattform. Das war sehr beeindruckend. Ein Teil der Herde geriet irgendwann in Panik und rannte weg – ein Jeep stand genau im Weg. Da hätten wir nicht gern drin gesessen. Also was ich sagen will: Lohnt sich, kann man auch als Anfänger machen, aber vorsichtig mit den Elefanten 😄 Und ihr solltet dann unbedingt ein Smartphone mit der App Maps.Me und gedownloadetem Kartenmaterial haben, damit ihr die Wege auch findet. Sonst wird es, wie Burschi sagt, evtl. schwierig.

Zum Camp Kwando: Wir mochten es, fanden es eine absolute Wohltat genau an diesem Punkt unserer Reise in einem richtigen Bett zu schlafen, auch alles hübsch gemacht und das Konzept, dass sie alles möglichst ökologisch machen und nur Einheimische aus der Gegend dort arbeiten war auch gut. Das Angebot an Aktivitäten war allerdings eher mau. Lag vielleicht auch an der Nebensaison. Den Game Drive haben sie erst ab 4, oder 6, Personen angeboten, den hatte aber keiner sonst gebucht, und der wäre glaube ich auch eher in den Mudumu Park gegangen. Wir haben dann die Bootstour gemacht. War auch ein netter Typ, und so Bootstouren sind ja immer eher entspannt, aber kurz war ein Nilpferd bisschen böse auf uns, das hätte auch schief gehen können... aber egal... insgesamt waren wir zufrieden mit Camp Kwando, aber je nach Saison kann es gut darauf hinauslaufen, dass ihr ohnehin selbst zum Horseshoe fahren werdet. Oder ihr entscheidet euch für Namushasha, ist aber nochmal ne ganze Ecke teurer meine ich.

Liebe Grüße,
Offbeat
Südmarokko März 2012 | Südafrika & Swasiland September 2014 | Namibia & Botswana November 2018
Themenstarter32 Beiträge · seit 201806. Juni 2019 · #5
Mit einiger Verspätung: HERZLICHEN DANK FÜR DIE ANTWORTEN!
Wir werden wahrscheinlich erst vor Ort entscheiden wie wir es letztendlich machen, aber die vielen Informationen sind schon sehr hilfreich.
Camp Kwando klingt für uns sehr gut, wir sind zwar Lodge Reisende, haben es aber gerne etwas kleiner und individueller.
Maps. me ist auch schon vorinstalliert, jetzt heißt‘s halt noch ganz lange warten! 😉
Liebe Grüße
Nera
1'816 Beiträge · seit 200822. Aug. 2025 · #7
Hallo an alle,
ich hole mal diesen alten Thread vor.
Hat denn jemand aktuelle Infos bezüglich der Game drives der Lodge? Selbst fahren können/wollen wir nicht.
Auf der HP steht der Mudumu ( haben wir vor etlichen Jahren mal von der Lodge aus gemacht) und auf Anfrage eine Tagestour zum Bwabwata. Das ist ein weites Feld. Wo fahren die hin? Ich nehme mal an Kwando Core/ Horseshoe?
Irgendwo hab ich gelesen, dass sie Drives nur ab 4 Personen machen. Ist das immer noch so?
Und kommt man evtl. auch in den Nkasa Rupara?
Ich fremdle ein wenig mit der Lupala Lodge und überlege deshalb- abweichend von der ersten Planung- eher länger im Camp Kwando zu bleiben anstatt zu splitten.

Vielen Dank für eure Hilfe
Boris
1'675 Beiträge · seit 200722. Aug. 2025 · #8
Wir hatten während Corona eine Buchung zum SADAC-Preis bei der Lodge. Der war noch ok. Von da her haben wir die Lodge einfach mitgenommen. Allerdings hatte der Fahrer des Game Drive echt Angst vor Elefanten! Den International Preis würde ich nicht bezahlen. Wer dort sonst organisiert reinfährt weiß ich nicht. Selbstfahren wäre kein Problem, aber das wollt Ihr wohl nicht.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
1'816 Beiträge · seit 200822. Aug. 2025 · #9
Hallo Pollux,
danke für die Antwort.
Meinst du Camp Kwando oder Nkasa Lupala?
Camp Kwando hat m.E. noch vernünftige Preise, deshalb fragte ich nach den Game Drives von dort aus.
Wir werden keinen 4x4 mieten, weil wir ( 2 elderly ladies) nicht so richtig damit umgehen können und uns das deshalb nicht trauen.

Liebe Grüße Boris
1'675 Beiträge · seit 200723. Aug. 2025 · #10
Ich meinte Nkasa Lupala.
Südliches Afrika seit 1992: 49 Reisen, 1.369 Tage, 174.380 km, 493 Vogelarten
4 Beiträge · seit 202525. Sept. 2025 · #11
Selbst zum Horseshoe fahren geht, aber holprig und Sandpisten, lieber 4x4 und Zeit einplanen. Lodge-Guided Game Drives super, Ranger kennen die Spots, selber fahren geht auch, aber easy und langsam. Camp generell entspannt, gutes Essen, Tiere direkt vor der Tür. Einfach beides mixen – selbst fahren + Guides, dann hast das volle Erlebnis.