Reisebericht

5711 km Namibia Abenteuer (große Ersttäter Runde)

von Superfanti · begonnen 15. Apr. 2019 · 39 Teile

Teil 2104. Mai 2019
11. Tag 30.09. Namib Guesthouse
511 km

Letztendlich war das bisher geschriebene immer mein Reiseberichtteil. Eigentlich wollte ich für das Forum unsere Reiseberichte zusammenführen, was aber organisatorisch noch nicht so wirklich geklappt hat. Greg fällt das Schreiben recht leicht, er findet oft die passenden Worte und ich mag seinen Schreibstil. Gerade an diesem Tag driften unsere Berichte emotional sehr auseinander und ich musste echt lachen, seinen und meinen Teil im Vergleich zu lesen. Daher werde ich jetzt einfach zum Vergleich beide Teile hier mal veröffentlichen.


Seine Sichtweise:


Schon mitten in der Nacht musste ich zweimal raus, die Steaks sprachen mit mir.... Ich fühlte mich sehr unwohl. Zum Frühstück nahm ich Cola zu mir, was meine Gefühlslage allerdings nur unzureichend verbesserte.

Wir verließen die Lodge und fuhren durch den Namib-Naukluft-Park Richtung Solitaire, einem Kreuzungspunkt mehrerer Straßen. Solitaire besteht aus einer Lodge und einem Camping-Platz, es gibt eine Tankstelle. Die zahlreichen Autowracks erinnerten an das Canyon-Road-House. In der Bäckerei "McGregory" gönnten wir uns einen selbstgemachten Apfelkuchen. Ich bevorzugte eine weitere Cola.
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Für die weitere Fahrt nach Walvis Bay und die Atlantik-Küste hatten wir einen Umweg eingeplant. Die Pässefahrt über den Spreetshoogte- und den Gamsberg-Paß wurde mehrfach als landschaftlich sehr reizvoll gepriesen. In der Tat boten sich tolle Aussichten. Der Spreetshoogte-Paß erwies sich als wesentlich einfacher zu befahren als erwartet: zu unserer Überraschung war die Auffahrt mit Knochensteinen gepflastert.
Die weitere Fahrt führte uns durch das weite Farmland einer Hochebene. Wir fuhren auf der D 1265, als mich ein seltsames Gefühl beschlich. Ich sah in den Seitenspiegel, etwas flog von unserem Wagen weg. Dann: ein starkes Ruckeln, mehrere schwarze Teile flogen über die Straße, und ich lenkte den Wagen an den linken Straßenrand, wo er zum Stehen kam. Wir stiegen aus und waren entsetzt: aus heiterem Himmel, ohne ersichtlichen Grund, war unser rechter Hinterreifen geplatzt !!!
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Der Anblick war erschreckend: nur noch Reste des Reifens hingen an der Felge. An eine Reparatur war nicht zu denken. Bei der Übernahme hatte man mir gesagt, ich könne Tag und Nacht die Notruf-Nummer kontaktieren. Es klingelte, keiner nahm ab. Auch war nach der nächsten Kurve keine Lodge.
Ich kramte in meinen dürftigen Erinnerungen an die Fahrzeugübernahme und machte mich also an den Reifenwechsel. Das Ersatz-Rad befand sich unter dem Fahrzeug. Es gelang mir nach einiger Zeit, es herunter zu lassen. Ab jetzt wurde es kritisch: jetzt galt es, den Wagenheber anzusetzen. Doch wo genau war der entsprechende Punkt?
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Aus dem Nichts hielten 2 Jeeps, Silke hatte ihnen gewunken. Engelsgleich stiegen 5 junge Leute aus, wie sich schnell herausstellte aus Hessen. Sie hatten Erfahrung mit Reifenwechseln, sie wirkten sehr professionell. Wir waren sehr froh, dass sie uns halfen. Die Unsicherheit blieb, wo nun genau der Wagenheber anzusetzen war. Doch es klappte !! Mit vereinten Kräften gelang der Reifenwechsel, sie hatten sogar einen Druckprüfer dabei. Wir waren sehr erleichtert und sehr dankbar. Nach einem Gruppenfoto setzten wir alle unsere Fahrten fort. Zwischenzeitlich hatte noch ein weiteres Fahrzeug gehalten und Hilfe angeboten. Das alte Rad warfen wir einfach in den Kofferraum.
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Nach kurzer Fahrt passierten wir den "Tropic of Capricorn", den südlichen Wendekreis.
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Nach 30 km zog ich nochmals die Nieten des neuen Reifens fest.
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Wir verließen die Hochebene über den landschaftlich reizvolleren Gamsberg-Paß, der weitere Weg führte uns über schier endlose Schotterpisten nach Walvis Bay.
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Wir erreichten die Küste sehr erleichtert, denn eine weitere Reifenpanne auf der knapp 300 km langen Anfahrt hätte uns wohl vor ernsthafte Schwierigkeiten gestellt.
In Swakopmund erreichten wir nach kurzer Suche das Namib Guesthose, das in einer Wohngegend etwas außerhalb des Stadtzentrums lag und wo uns Wachmann Benny begrüßte. Ein sicheres Gefühl. Von den Franzosen im Nachbarzimmer konnten wir uns einen Adapter ausleihen. Unser Zimmer verließen wir an diesem Abend nicht mehr, und nach so einem aufregenden Tag konnten wir richtig tief schlafen.
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Meine Sichtweise:

Wir standen um 6:30 Uhr auf. Greg lag mein Steak ziemlich im Magen und ihm war unwohl. Er litt die ganze Nacht unter Montezumas Rache. Ich ging voraus zum Frühstück- Greg kam nach, aß eine trockene Scheibe Toast und trank 2 Colas dazu.

Wir hatten ja eigentlich einen langen Fahrtag nach Swakopmund vor uns und wollten ursprünglich Umwege fahren. Greg wollte diesen Ritt trotzdem durchziehen und so fuhren wir erstmal Richtung Büllsport. Immer wieder sahen wir auf dem Weg Affen, die so schnell wegrannten, dass ich immer zu langsam mit dem Fotografieren war. Die Landschaft war recht grün und auf den Strommasten sahen wir riesige Webervogelnester.
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Wir kehrten in Solitaire ein, um in Gregs Bakery den Apfelkuchen to drive mitzunehmen. Diesen wollte ich später an der Passhöhe vom Spreetshoogte verspeisen. Greg war nicht nach Kuchen, da er immer noch gegen die Übelkeit kämpfte. Für ihn gab es Cola. Ich streunerte noch ein bisschen umher und begab mich auf die Pirsch nach Erdmännchen Die Suche blieb recht erfolglos- nur ein Erdhörnchen verschwand sofort in einem Loch Also durfte mich Greg mit den Autowracks fotografieren;-)
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Wir näherten uns der schönsten Bergpiste Namibias, nämlich der Panoramaroute über den Spreetshoogte Pass (1.780m) und den Gambsberg (2.334m). Greg liebt als Rennradfahrer Pässe und so war dieser Umweg Pflichtprogramm. Er freute sich auf die ersten Pässe Afrikas. Der Spreetshoogte ist der zweithöchste Pass Namibias und führt aus der Namib hinauf ins Hochland. Teils hat er Steigungen bis 23 Prozent und von unten sieht man schön, wie sich die gut geteerte Passstrasse in Serpentinen hochzieht. Der Pass war insgesamt gut zu befahren. An der Passhöhe waren Einheimische mit Reifenpanne und wir befürchteten, dass er fingiert war und fuhren vorsichtshalber weiter. Hätten wir diesen blöden Lüderitz- Überfall nicht erlebt, wären wir auch hier viel entspannter gewesen. Nach der Passhöhe änderte sich der Fahrbelag auf Gravel.

Schade Ich hoffte auf eine Apfelkuchenpause an der nächsten Passhöhe. Wir fuhren entspannt Richtung Gambsberg, genossen die Landschaft und die Aussichten bis… ja bis bei km 215 unser Auto mitten im Nirgendwo eierte und zum Stillstand kam. Greg versuchte sogleich, das Auto zu starten, ich war schon ausgestiegen. Mist- wir hatten hier mitten im Nirwana eine Reifenpanne. Der Reifen war zerrissen und auf dem Boden zog sich eine schwarze Spur entlang.
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Wir müssen wohl den Reifen wechseln. Wir hatten ein wenig Angst, denn ich hatte wenige Tage zuvor im Forum von schweren Raubüberfällen auf Touristen gelesen. Hier wären wir die perfekten Opfer, völlig schutzlos ausgeliefert. Hier kamen wir so schnell nicht weg und hier könnte uns auch keiner bei einem Raubüberfall helfen, da wir seit Ewigkeiten schon kein Auto mehr gesehen haben. Sollte ich vorsichtshalber mal die Fotokarten, Kreditkarten und Ausweise in Sicherheit bringen? Greg rief mit meinem Handy die Autovermietung an. Ich fragte ihn nach dem Grund, da es doch klar sei, dass wir den Reifen wechseln müssten. Er erwiderte, dass in den Unterlagen vermerkt war, dass in Emergencies die Agentur sofort angerufen werden sollte. Hm. Es war sonntags und somit ging auch in Afrika niemand ans Telefon. Ehrlich gesagt bin ich kein Autofahrer und habe von Reifenwechsel keine Ahnung. So versuchte ich mich in dieser Situation nützlich zu machen und lief die Strasse bis zur Kuppe hinauf in der Hoffnung, ein Wohnhaus oder eine Lodge zu entdecken Nichts.
Es half ja nichts- wir mussten ran. Das Reserverad war unter dem Auto angebracht. Ich erinnerte mich an die Unterweisung des Autovermieters, wie der Reifen runtergeht und Greg führte diese erfolgreich um. Greg fragte mich, ob ich eine Decke oder so hätte. Ich bot ihm ein Handtuch an, unwissend für was er es braucht. Zudem hatte er das gleiche in seinem Koffer. Im Nachhinein können wir sehr darüber lachen. Der Banker, der sich nicht dreckig machen will und erstmal eine Decke braucht, auf die er sich legen kann. Ich hoffte darauf, dass wir das schon irgendwie gemeinsam schaffen. Nach ca 15 Minuten entdeckte ich zwei herankommende Dachzeltautos und das erste hielt glücklicherweise auf mein Heranwinken sogar. Ich hatte so gehofft, dass jemand vorbeifährt und mir war fast klar, dass Touris landschaftlich schöne Routen fahren. Sie hatten verständlicherweise beim Heranfahren auch erstmal die Lage gecheckt, ob das eine Fake- Panne ist und beschlossen, dass ich zu vertrauenserweckend und touristisch wirke. Somit fuhren sie langsamer und hielten. Gott, war ich dankbar. Ich fragte sie, ob sie Deutsche seien. Es wurde bejaht. Ich fragte sie, ob sie einen Reifen wechseln können. Er schaute aufs Auto und meinte trocken: „Ihr habt ein richtiges Problem“. Ja, er kann. Die 2 Autos waren gemeinsam unterwegs- 5 Hessen- 2 Mädels, 3 Jungs - 2 Jungs mit Ahnung, ein Fotograf;-). Greg ließ geschickt das Handtuch verschwinden- es war ihm dann doch offensichtlich peinlich und der Fahrer legte sich ohne zu zögern unters Auto. Die anderen holten Wagenheber und Kompressor und drehten erstmal die Musik auf. Ich war diesen rettenden Engeln so dankbar, und die Musik beruhigte bei all der Aufregung immens. Der kaputte Reifen wurde abgemacht. Greg schaute zu und versuchte sich das fürs nächste Mal zu merken, wo man den Wagenheber ansetzt etc. Der neue Reifen wurde in einer Bestzeit drauf gemacht und der Reifendruck aller Reifen wurde fachmännisch überprüft. Der dritte Mann im Bunde machte Beweisfotos. Ein weißer Namibier hielt an und fragte, ob wir Hilfe brauchen, aber da war schon alles geregelt.
Wir bedankten uns recht herzlich und wollten sie auch noch auf einen Drink in Swakopmund einladen, was sie aber dankend ablehnten. Und Wein oder so hatten wir leider zum Verschenken auch keinen im Auto. Falls das einer von euch liest. Vielen lieben Dank- ihr habt echt noch ein Freibier auf der Berger offen. Aus Datenschutzgründen poste ich jetzt das Beweisfoto unserer Engel mal nicht. Wir räumten unsere Koffer auf die Rückbank und packten den alten Reifen in den Kofferraum. Alles in allem hatte uns die Panne eine Stunde gekostet.

So ohne weiteres Reserverad fuhr es sich aber schon bissel komisch auf der schlechten Gravelroad- jetzt durfte bloß keiner mehr kaputtgehen. Nach so einer Panne fallen einem plötzlich viel mehr die kaputten, achtlos weggeworfenen Reifen an der Fahrstrecke auf. Wir fuhren den Gambsberg wieder hinunter Richtung Wüste- diesen fand ich landschaftlich sogar noch spektakulärer. Greg war nach all der Aufregung verständlicherweise schon fast bissel genervt, als ich trotz allem noch in Fotografierlaune war und immer wieder halten wollte- aber es war halt auch sooo schön.
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Als wir auf die Strasse stießen, die nach Walvisbay (von Sesriem kommend) führt, verschlechterte sich der Straßenzustand erheblich- das Wellblech wurde noch viel schlimmer- es rumpelte gewaltig und wir bangten echt um den nächsten Reifen. Jetzt soll bitte nichts mehr passieren- naja, zumindestens waren wir halbwegs wieder in der Zivilisation, so dass uns irgendjemand im Notfall helfen könnte. Ich dachte nach und schaute in meine Handygalerie- ich hatte es doch richtig in Erinnerung- unsere Autovermietung hatte diese Strecke zu den gefährlichsten Unfallstrassen Namibias erklärt- diese Erkenntnis war nicht gerade beruhigend. Die Strecke durch den Naukluft Park wurde landschaftlich wieder schöner und die Sichten auf die Naukluft Wüste waren echt atemberaubend. Ab Walvisbay atmeten wir dank der guten Asphaltstrasse endlich auf- rechts und links sahen wir Dünen und vor uns das Nebelloch Swakopmund, was seinem Namen alle Ehre machte.
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Wir waren erleichtert, als wir um 19 Uhr endlich bei der Unterkunft ankamen- 296 km mussten wir noch nach der Reifenpanne hinter uns bringen! Was für ein Megaritt. Das Wachpersonal war erstaunt beim Anblick unseres zerfetzten Reifens und gab uns den Schlüssel fürs Zimmer.

Wir waren beide müde und fertig und beschlossen, das Abendessen ausfallen zu lassen. Irgendwie liegt ein Fluch auf den Städten;-) In Lüderitz aßen wir in der ersten Nacht nichts wegen des Überfalls und hier wegen der Reifenpanne. Wir fanden keine europäische Steckdose und hatten keinen namibianischen Stecker. Ich sprach unsere französischen Nachbarn an, die gerade beim Ausgehen waren und diese liehen uns bis zu ihrer Rückkehr spontan ihren Adapter. Ich wartete zunächst auf sie, war dann aber zu müde. Ich legte den Adapter vor ihre Tür mit einer französischen Kurznachricht und ging schlafen. Als ich sie kurz danach heimkommen hörte, stand ich doch noch auf und bedankte mich persönlich.

Fazit:
Trotz riesigen Umwegs und Reifenpanne fanden wir die heutige Mammutstrecke traumhaft und würden diesen Umweg jederzeit wieder fahren!

Off Topic: Man sollte nichts von Autopannen schreiben. Greg wartet gerade im Regen auf den ADAC, da das Auto streikt. Ist uns hier noch nie passiert;-(
Teil 2205. Mai 2019
12. Tag 1.10.2018 Namib Guesthaus, Swakopmund

Der Wecker klingelte mal wieder früh und bereits um 7 Uhr trafen wir unseren französischen Nachbarn aus Aix beim Frühstück, der völlig entzückt über meine französische Nachricht und meine Marseille au-pair Vergangenheit war. Er wollte uns das Tug empfehlen, wo sie gestern mit Wartezeit noch einen Platz bekommen hatten und war erstaunt über meine deutsche Planung, dass ich dort bereits vor Monaten für heute Abend einen Platz reserviert habe. Wir lachten viel und es war echt nett, sich auf französisch zu unterhalten- schade, dass sie schon abreisten. Greg freute sich über die deutsche Leberwurst am Büffet, das kaum Wünsche offen ließ.

Wir fuhren in die zweitgrößte Stadt Namibias, nämlich nach Walvis Bay mit 60.000 Einwohnern. Die Stadt wirkt nicht besonders einladend und ist sehr industriell geprägt. Dort hatte ich über Levo Tours den Delfin und Robben Bootsausflug zum Pelicanpoint gebucht. Greg hatte ein wenig Bammel vor einer erneuten Bootstour und der damit verbundenen Übelkeit und ich versprach ihm, dass es evt. unsere schönste Bootstour sein könnte. Ich schätze an Greg, dass er sich immer wieder auf etwas einlässt, auch wenn es nicht unbedingt seines ist. Levo Tours legt am Industriehafen ab und ich wählte diesen Anbieter, da dort wohl eher Individualreisende buchen. Aber es kommt ja immer anders als man denkt und so waren wir letztendlich die zwei einzigen Individualtouristen zusammen mit einer lauten Berge und Meer Bustouriladung.

Billy war unser Kapitän und begrüßte uns mit den Worten: „vor 70 Jahren war ich Billy the Kid, heute nur noch Billy.“ Greg war ahnungslos und umso erfreuter, als gleich nach den Start die Robbe an Bord sprang und sich von Billy mit Fisch füttern ließ;-). Es wird ja sehr kontrovers diskutiert und teils als Zirkus bezeichnet. Dies empfand ich nicht so, da die Robben zwar schon auf den Fisch hoffen, aber ja nicht dazu gezwungen werden, an Bord zu springen. Ich fand es ein tolles Erlebnis, der Robbe so nah zu sein und die Öhrchen aus nächster Nähe betrachten zu können. Sooo süß.
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Billy servierte uns sogleich einen Welcome Aperitiv. Auf der Fahrt war es echt neblig und unangenehm kalt. Am Pelican Point lagen tausende Robben faul im Sand und röhrten, was das Zeug hielt. Schakale streunten umher, zeitweise begleiteten uns freudig springende Delfine. Billy ließ uns angenehm viel Zeit zur Beobachtung. Wir sahen auch Kayakfahrer, die sogar noch näher am Geschehen waren.
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Wir fuhren an einer beeindruckend großen Öl- Plattform vorbei und die Arbeiter winkten uns zu.
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Windgeschützt wurde im Schatten angolanischer Schlepper das Essen ausgebreitet. Greg aß eine Auster, die er bißfest fand und ihm besser als die französische mundete - ich blieb bei Chicken, Brötchen und Samosas und trank dazu Sekt. Amüsiert beobachtete ich das Geschehen an Bord- Die Männer aßen beherzt die Austern, die Busdamen jedoch fanden die Austern eher zäh und ihr Gesichtsausdruck verhieß nichts Gutes- eine spukte aus, eine andere wagte nur einen Happen, wiederum eine andere zerlegte die Auster gegen Billys Willen in Kleinstteile. Er fand das frevelhaft- man solle sie in einem Rutsch essen Auf dem Nebenboot saß ein Pelikan an Deck, der leider nicht zu uns flog.
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Nach der Pause stritten die Busfahrer um die Decken- sie wollten dieselben haben, wie sie bereits vor der Pause hatten. Und eine Mitreisende zischte energisch- „Das ist doch scheißegal, die sind doch alle gleich!“ So eine Busreise kann auf Dauer echt anstrengend sein;-). Auf der Heimfahrt wurde nicht Greg, sondern erstaunlicherweise Billy seekrank.
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Trotz Bustouris war für uns diese Tour ein Highlight und wir werden diese wohl auch 2020 gerne wiederholen- evt. bei einem anderen Anbieter.


Danach mussten wir dringend unser Reifenproblem lösen und fuhren zu Avis, die uns beim Anblick des irreparablen Reifens gleich zum Reifenhändler „Best Drive“ weiterschickte. Ratz fatz war alles geregelt und wir erhielten unseren neuen Ersatzreifen. Wir mussten diesen bezahlen, bekamen diesen aber wieder von der Versicherung erstattet.

Erleichtert fuhren wir gleich mit einem besseren Gefühl in die Lagune von Walvis Bay und beobachteten tausende Flamingos. Wir hatten Spaß daran, entlang der Promenade zu rennen und die Flamingos in die andere Richtung schnell wegtippeln zu sehen. Es soll ca 20.000 Flamingos in der Lagune geben. Auch hier hatte es in letzter Zeit einige Autoaufbrüche und Überfälle gegeben- also sollte man prinzipiell vorsichtig sein.

@ Netti: Extra für Dich;-)
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Sicherheitshalber besichtigten wir Swakopmund, das „südlichste Nordseebad der Welt oder Deutschlands“ ohne große Kamera. Bei unserem 10 minütigen Fußmarsch zum Meer bemerkten wir, dass tagsüber die Straßen außerhalb der Hauptstraße seltsamerweise recht menschenleer waren. Wahrscheinlich nutzt man wohl eher das Auto. Wir liefen zum Wahrzeichen der Stadt- dem hundertjährigen Jetty und wurden direkt von den Nussschnitzern belagert.
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Dann ging es an der Hauptstraße entlang, am Woermann Haus vorbei. Wir sahen einige vergitterte Läden, deren Eingang per Kamera geschützt war und in die man nur mit Klingeln gelangte.
Im cool eingerichteten Village Cafe, das auch bei Einheimischen beliebt ist, kehrten wir zu Kaffee und Kuchen ein. Uns hat es dort super gefallen.
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Wir schlenderten durch die Fußgängerzone, zum ehemaligen Bahnhof (heute Luxushotel), dem 21 m hohen rot-weißen Leuchtturm und dem Perlhuhn Park. In Swakopmund gibt es viele Lokalitäten mit deutschen Namen und wers braucht kann Schwarzwälder Kirsch und Haxen essen.
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In Antons Cafe trafen wir ein deutsches Paar mit ihren 2 Kleinkindern wieder, die wir zuvor in der Bagatelle, Keetmanshoop, Fish River Canyon, Kolmanskuppe und dem Bahnhof Aus gesehen hatten. Ich fragte das Kindergartenkind, was ihr in diesem Urlaub bisher am Besten gefiel. Ihre Antwort: „Das ich hier am Tablet immer lange Kindersendungen schauen darf!“ Ups…. Der Vater meinte etwas bedröpelt und entschuldigend, dass man den Kindern ja auch etwas Gutes tun müsste, damit sie ihren Spaß hätten. Nun denn…ohne Worte

Es wurde recht schnell kalt. Wir zogen uns daheim geschwind um, nahmen unsere Jacken mit und fuhren mit dem Auto zum Tug, das in einem alten Schiffsrumpf untergebracht ist. Wir hatten einen super Nischenplatz mit Aussicht auf den Sonnenuntergang am Meer und saßen auch etwas geschützt vom Lärm der anderen Restaurantbesucher. Ich aß Kingklip und für Greg gabs Austern. Sehr lecker und empfehlenswert. Wir kommen wieder!
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Zufrieden schliefen wir nach dem rundum gelungenen Tag ein.
Teil 2309. Mai 2019
13. Tag/ 02.10.2018 Namib Guesthouse Swakopmund
123 km

Wir standen um 7:10 Uhr auf und wurden nach dem Frühstück von der Fahrerein Laetiti abgeholt, die zum Team der Living Desert Tours gehört. Alle Gäste wurden zur Kamelfarm gebracht, die gerade einige Jungtiere hatte.

Unser Guide hieß Douglas, sprach deutsch und führte eine recht große Gruppe von 3 Geländebussen an. Uns fiel ein Vater- Sohn Gespann auf, das wir auch in den Folgetagen immer wieder trafen.
Der Sohnemann hatte eine Megakamera, mit der er perfekt die Tiere ranzoomen konnte und mich echt neidisch machte. Sein Vater war gehbehindert und konnte leider nicht immer aussteigen, da ihn das Laufen im Sand anstrengte. Einerseits war Namibia bestimmt eine Tortur für ihn, andererseits bewunderte ich, dass er diese Strapazen trotz allem auf sich nimmt und sich Afrika stellt. Douglas versuchte dann netterweise manche Dinge direkt am Auto zu erklären und der Sohnemann zeigte seinem Vater die Aufnahmen der ausgegrabenen Kleintiere.

Douglas und sein Team gingen sehr umsichtig beim Ausgraben vor. Sie erkannten genau, wo sie graben und stochern mussten, um uns die kleinen Wüstenbewohner zu zeigen.
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So fand Douglas recht schnell die Blindschleiche, die Zwergpuffotter, aber auch den meeeggggaaaasüßen, sehenswerten, farbigen Palmato-Gecko mit seinen Kulleraugen und Schwimmfüsschen.
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Wir beobachteten ein Chameleon, das gemächlich auf uns zuwackelte und deren klebrige Zunge blitzschnell nach einem Köder- Mehlwurm schnappte.
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Es wurde auch die Dancing white Lady ausgegraben, die mit 44 Umdrehungen pro Sekunde die Düne runterrollt. Es wurde immer darauf geachtet, dass ihr Schatten gespendet wurde. Andere Anbieter verzichten auf das Ausgraben, denn dadurch wird ihr 1m lange Wohntunnel, der mit Seide kunstvoll stabilisiert ist, völlig zerstört. Sie benötigt 2 volle Tage für den Neubau, da sie etwa 10 l Sand bewegen muss und in dieser Zeit schutzlos ist. Darüber bin ich etwas zwiegespalten, ob das wahre Tierliebe ist.
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Auch ein Skorpion, der in einem Swakopmunder Haus gefunden wurde, wurde wieder in die Freiheit der Wüste entlassen. Skorpionstiche können ja tödlich enden und so war ich frph, dass mir einer gezeigt wurde, da ich mich nicht mehr ad hoc an das Aussehen erinnerte.
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Douglas erzählte einiges über die Tiere, die Entstehung von Dünen und demonstrierte uns die Magnethaftigkeit des Dünensands. Krönender Abschluss der Tour ist eine Fahrt durch eine herrlich bunte Dünenlandschaft, immer mit Bedacht darauf, dass man in den bereits existierenden Fahrtrinnen fährt, um keine weiteren Menschenspuren zu hinterlassen. Es erinnerte mich an eine Achterbahnfahrt- Dünen hoch, steile Dünen rasant wieder runter, Schräglage. Nach einem Pipistup- Frauen rechts, Männer links hinter die Dünen- folgte der obligatorische Dünen Fotostop, wo Mitfahrer die Sendung mit der Maus Tiere- Elefant und die Maus- in Szene setzten;-). Die Tour endete pünktlich um 13 Uhr.
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Fazit der Tour:

Ohne unsere erfahrenen Führer hätten wir diese Kleinen nie zu Gesicht bekommen. Gerade der Gecko und das Chameleon hatten es mir total angetan. Alles in allem ein Ausflug, der informativ und kurzweilig war und man einmal erlebt haben sollte.

Wir kauften beim NWR Office den Permit für den Welwitschia Drive, da wir die 2000 Jahren alten Welwitschias und die Mondlandschaft sehen wollten. Greg schloss mich im Auto ein, während er den Permit kaufte. Ich bewegte mich im Auto und die Alarmanlage dröhnte los- da saß ich peinlich berührt im Wagen und konnte nichts ändern. Ich stieg aus, lief sogar kurz noch ins Gebäude rein, da ich hoffte, Greg zu sehen, der mit dem Autoschlüssel die Sirene zum Schweigen bringen könnte. Aber er war nicht zu sehen und so wartete ich draußen bedröppelt bei Höllenlärm auf ihn.

Die beschilderte Rundfahrt führt durch den nördlichen Teil des Namib Naukluft Parks. Die ersten zwei Haltepunkte versäumten wir- wahrscheinlich hielten andere Autos direkt am Schild, so dass wir es übersehen. Erkennbar sind immer noch die Jahrzehnte alten Fahrspuren der ersten Ochsenwagen. Ich fand den Drive nicht wirklich spannend, nur die Ausblicke auf die Mondlandschaft gefielen mir.
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Nachdem wir noch die Scherben und den Müll der südafrikanischen Truppen aus dem Jahr 1915 passiert hatten, wurde die Pad zur Welwitschia zusehends schlechter, so dass wir aus Angst vor einer erneuten Reifenpanne lieber umdrehten. Schade, aber irgendwie hatte uns der Drive auch nicht sooo gepackt und hofften auf Welwitschias im Damaraland.

Stattdessen kehrten wir auf einen Drink ein in der uns empfohlenen Oase Goanikontes. Wir liefen eine kleine Runde durch den angelegten Zoo, der mich mit Schafen, Ziegen, Vögeln, Hasen und Alpakas eher an die deutsche Heimat erinnerte.
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Die Besuch der Damen Toilette war aber recht lustig- eine Henne saß direkt neben dem Waschbecken und gackerte vor sich hin. Ein bissel Respekt hatte ich schon beim Händewaschen.
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Wir fuhren abends zu unserem reservierten Lokal Jetty 1905, das sich am Ende des Stegs befindet.
Auf dem Parkplatz geriet Greg etwas mit dem Parkwächter aneinander, da er den deutschen Wohlfühlsicherheitsabstand nicht einhielt. Greg fühlte sich einfach zu sehr an die Lüderitz Situation erinnert.

Im Restaurant wurden wir mit den Worten begrüßt- „ You´ ve got the best place in the restaurant.“ und wurden an den vorderen Mitteltisch mit direktem Blick auf das Meer geführt. So muß es laufen, wenn man einen romantic place bestellt;-). Unfassbarerweise war es sogar mal nicht neblig und wir hatten einen tollen Sonnenuntergang am Meer. Leider litt ich während des Tages ein bisschen unter Magenkrämpfen, so dass ich nur eine Butternut Suppe und einen Salat aß. Greg aß Austern und leckeren Kingklip Fisch und fand es superlecker. Im Restaurant selbst fanden wir es recht laut und uns hatte das Tug letztendlich mehr überzeugt.
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Während des Essens tat Greg seine Überreaktion gegenüber dem Parkwächter leid. Er fragte am Ausgang nach, ob auf dem Parkplatz ein offizieller Parkwächter sei und das wurde bestätigt. Greg entschuldigte sich beim Parkwächter und erklärte, dass er schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Der Parkwächter entschuldigte sich ebenso und meinte, er wollte ihm keine Angst einjagen. Somit alles gut.

Greg machte mir daheim noch eine Wärmeflasche fertig, die im Zimmer bereit lag. Diese half mir beim Einschlafen.
Teil 2411. Mai 2019
14. Tag/ 03.10.2018 Hohenstein Lodge
232 km

Wir haben heute entspannt ausgeschlafen und frühstückten erst um 8 Uhr, denn wir hatten Zeit und keine riesige Fahrstrecke vor uns.

Fazit Namib Guesthouse

Wir haben uns sehr wohl gefühlt. Das Personal war freundlich, hilfsbereit und sie konnten auch deutsch. Das Frühstück ließ keinerlei Wünsche offen. Das Guesthouse ist recht zentral gelegen und man kann, wenn man will, alles fußläufig erkunden. Auch der Wäschereiservice vor Ort hat wunderbar funktioniert und war sehr preiswert. Wir würden es auf alle Fälle weiterempfehlen!

Wir nutzten das erstaunlich gute Wetter mit blauem Himmel für eine kurze Fotostop Autotour durch Swakopmund. Ziel war der rot- weiße Leuchtturm, der alte Bahnhof und die Perlhühner.

Wir waren uns die letzten Tage unschlüssig, auf welchem Weg wir zu unserer nächsten Übernachtung, der Hohenstein Lodge fahren sollten. Ausgeschlossen werden konnte die Fahrt über:
- die Robbenkolonie am Cape Cross, da wir genügend Robben in Walvis Bay gesehen hatten.
- die immer noch geschlossene Ameib Ranch, so dass uns leider der Anblick der Felsformationen Bull ´s Party, Elephant´s Head und die Felszeichnungen in der Philipps Cave verwehrt wurde.

Wir haderten allerdings mit einem Zwischenstop an der Spitzkoppe, da im Erongo kurz davor mehrere Überfälle auf Touristen stattgefunden hatten. Ich hatte tagesaktuell den Überfall eines deutschen Paares im Forum gelesen, deren Brutalität uns echt geschockt hatte und es sicher ein Horrorerlebnis ist, dies durchmachen zu müssen.
sutiv1194 hatte den Überfall selbst erlebt und im Forum wie folgt beschrieben:
„Noch kurz zum eigentlichen Vorfall: Die Angreifer sind erschreckend gewaltbereit auf uns losgegangen, konnten binnen einer Sekunde die Beifahrertür öffnen und versuchten meine Freundin mit Gewalt aus dem Auto zu zerren. Ein zweiter Mann schlug mit einer Axt auf den Hinterreifen ein, ein dritter Mann mit einem Knüppel auf die Fahrerscheibe. Innerhalb der darauffolgenden ca. 30 Sekunden konnten wir uns wehren, das Auto neu starten und fliehen. Bei unserem Fluchtversuch mit defektem Reifen folgten sie uns mit runtergelassener Scheibe und gezückter Axt noch einige Kilometer bis uns Gott sei Dank andere Fahrzeuge entgegen kamen und stoppten. Hätten diese Fahrzeuge nicht gestoppt, möchte ich nicht wissen, wie die Geschichte weiterverlaufen wäre...
Wir haben körperlich keinerlei Schaden genommen. Entwenden konnten uns die Angreifer auch nichts. Zu Verdanken ist das jedoch keiner ausgeklügelten Taktik sondern vielmehr ein paar richtigen Reflexen, einer Flasche Pfefferspray im Handschuhfach und einer gewaltigen Portion Glück!!!“

Auch wir hatten nach dem Lüderitz Vorfall etwas von unserer Unbekümmertheit eingebüst und hatten nun ein komisches Gefühl, diese Fahrtstrecke durch den Erongo zu fahren. Wir entschlossen uns, trotzdem den Weg zur Spitzkoppe zu wählen und vor Ort das Bauchgefühl entscheiden zu lassen, ob wir mit unserem Gepäck im Auto dort anhalten oder gleich wieder weiterfahren.

Wir fuhren von Swakopmund auf der teergepflasterten, viel befahrenen B2 hinter etlichen LKWs und auch Wohnwägen her, auf deren Hänger sich Geländewagen befanden. Wir fuhren auf die D1918, bogen kurz darauf auf die D3176 und fuhren direkt auf das Spitzkoppenmassiv zu. Die Pad war recht wellblechig. Wir fuhren an einigen Verkaufsständen vorbei, immer wieder winkten uns Kinder oder bunt gekleideten Herero Frauen zu und zeigten hochhaltend ihren Schmuck oder ihre selbstgemachten Gegenstände.
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Das Spitzkoppenmassiv wird das Matterhorn Namibias genannt und besteht aus der kleinen Spitzkoppe (1.580m) und der großen Spitzkoppe (1.728m). Am Gate bezahlten wir den Permit in Höhe von 185 NAD.
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Wir fuhren zum Felsentor (Rock Arch), der wunderschön in der Sonne lag. Wir überlegten kaum- wir fühlten uns trotz Gepäck im Auto sehr sicher und so spazierten wir zum Felsenbogen. Greg hatte bei der Hitze zunächst gar keine Lust auf Wandern und seine Unlust ließ er sich kurz anmerken, aber dann genossen wir beide unheimlich den atemberaubenden Blick auf die Felslandschaft des Spitzkoppengebiets.
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Danach fuhren wir zu den Rock Pools und staunten über die runden Kugeln.
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Wir fanden es hier beide landschaftlich unglaublich toll und genossen diese Landschaft auch bei einer kleinen Rundfahrt über das Gelände mit den einsamen Campingstellplätzen. Wir verzichteten bei der Hitze auf das Bushmans paradise- aber man kann ja manchmal nicht immer alles machen und so haben wir auch einen Grund, wiederzukommen. Wir überlegten uns, dass es sinnvoll sein könnte in der Spitzkoppenlodge zu übernachten, da es hier bestimmt einen überwältigenden Sternenhmmel zu bestaunen gibt. Man sollte wirklich das Spitzkoppengebiet unbedingt besuchen- wir waren heilfroh, dass wir diesen kleinen Umweg doch gewagt hatten.

Wir fuhren weiter auf der D3176 und spürten deutlich das Wellblech. Wir kamen an Ziegenherden, Baracken und an schneeweißen Sträuchern voller Straßenstaub vorbei. Einmal winkte uns ein Mann auf dem Weg zu sich her- wir fuhren allerdings aus Sicherheitsgründen misstrauisch vorbei.
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Wir bogen auf die D1930 und erreichten um 15 Uhr die Hohenstein Lodge, wo wir von Johanna mit einem Aperitiv begrüßt wurden. Bei der Anfahrt zur Lodge war Greg zunächst skeptisch, aber das Zimmer mit Blick auf den Hohenstein war einfach nur fantastisch. Die Hohenstein Lodge war die zweite Wahl- Logi, aus dem Forum hatte diese uns als Ersatz für die bereits gebuchte, aber plötzlich geschlossene Ameib Ranch, empfohlen. Herzlichen Dank dafür, denn Du hast mir somit einen wunderschönen unvergesslichen Moment geschenkt!
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Wir nahmen Kaffee, Kuchen und Kokoskekse zu uns. Greg war es heiß und so sprang er sogar das erste Mal überglücklich in den Pool. Er freute sich riesig- so kannte ich ihn gar nicht- ein Nichtstuer und Lodger!!! Er wollte weder die drei Lodge Trails noch den Sundownerwalk laufen. Nein Greg wollte tatsächlich Urlaub machen und relaxen…. Naja, es sei ihm gegönnt, schließlich ist er der alleinige Fahrer und muß sich so tagtäglich auf die Fahrtstrecke konzentrieren, während ich als Beifahrer einfach nur genießen darf.
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Ich hingegen hatte immer noch Hummeln unterm Hintern und wollte ein wenig wandern. So ging ich alleine aufs Zimmer und wurde von meinen Karlsruher Nachbarn auf eine Giraffe aufmerksam gemacht, die direkt vor unserer Terrasse stand. UNGLAUBLICH MAGIC!!! Ich sah eine weitere Giraffe mit ihrem Kind und wir beobachteten entzückt die drei. Ich fand das wirklich mega und wünschte mir den am Pool lodgenden Greg herbei. Er erhörte mich wohl, kam und sah die drei gerade noch, da sie bereits weiterzogen.
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Ich war mega euphorisch und konnte Greg trotzdem nicht überzeugen, sich zum 90 minütigen Damara Walk aufzuraffen. Ich vergewisserte mich beim Besitzer über eine gute Wegbeschilderung, da ich insgeheim schon Bedenken hatte, mich alleine zu verlaufen oder nach Sonnenuntergang im Dunkeln noch rumzuirren.
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Ich freute mich bereits wie Bolle beim Anblick des ersten freilaufenden Strausses und entdeckte zwei weitere Sträusse in einem Gehege.
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Nach nur 10 Minuten sah ich zwei Giraffen- was für ein MAGIC MOMENT. Ich war völlig geflasht und voll Adrenalin, hier alleine ungeschützt in der Wildnis mit diesen edlen Tieren zu stehen. Wir musterten und beobachteten uns gegenseitig und ich vermisste Greg in diesem unbeschreiblich schönen Moment. Nach ein paar Minuten trabten sie in meine weitere Marschrichtung davon, so dass wir uns bereits nach wenigen Minuten wieder begegneten. Wahnsinn- welch Glücksmomente-ich freute mich enorm und fotografierte. Sie taxierten mich und ich war von diesen edlen, klugen und vorsichtigen Tiere fasziniert. Leider trabten sie bald in die Weite davon und es sollte auf dem Weg kein Wiedersehen mehr geben, da der gut ausgeschilderte Weg in eine andere Richtung zeigte
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Der Hohenstein leuchtete herrlich in der Abendsonne und ich beobachtete noch eine große Springbockherde.
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Voller Euphorie kehrte ich zu Greg zurück. Ich schrieb Netti per whatsapp von meinem unvergesslichen Giraffen Erlebnis und sie fragte mich „ und wenn der Löwe gekommen wäre“. Ich anwortete: „Da gibt’s wohl keine.“. Si erwiderte: „Jaaa, da habe ich auf Onguma auch gedacht.;-)Afrika ist überall,-)!!“

Im Souvenirshop kaufte ich mein erstes Souvenir, das es redlich verdient hat- eine Giraffe, die mich immer an diesen unglaublichen Moment erinnern soll. Bis dato war ich gar kein Giraffenfan, aber auf dieser Lodge war es um mich geschehen. Das Abendessen wurde auf der Terrasse serviert und netterweise wurden die Individualtouristen wurden von den Gruppenreisenden separiert. Es gab eine leckere Spinatquiche, Antilopengulasch mit Reis und Pudding.
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Unser Nachbartisch sprach mit dem Chef des Hauses über die Tiere der Farm. Er erzählte, dass sie seit gestern ein Tier (war es ein Zebra?) verloren hätten, da es Leoparden oder Geparden gerissen hätten. Nur gut, dass ich vorher nichts von deren Existenz wusste- mir wurde beim Gedanken, auf diese während der Wanderung zu plötzlich zu stoßen, ganz anders. Der Lodge Besitzer versicherte aber, dass diese sich verstecken, sie kaum zu Gesicht bekommt und sie eh kein Interesse an Menschenfleisch hätten.
Somit hatte Netti ja Recht behalten: Afrika ist überall!
Teil 2512. Mai 2019
15.Tag/04.10.2018 Twfelfontein Country Lodge
295 km

Wir schliefen schlecht, da es keine Klimaanlage gab und es unheimlich heiß im Zimmer wurde.
Um 06:15 Uhr stand ich auf, genoss den Sonnenaufgang, das Licht und die herrliche Ruhe. Was für ein Traumurlaub!
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Beim Frühstück stärkten wir uns mit leckeren Pancakes und frischen Obstsalat.

Wir checkten aus und die Rezeptionistin las unsere Zimmerrechnung vor:
- one Red Wine
- one White Wine
- one Coke
- one Giraffe
Sie lachte schallend. Während Greg bezahlte, lief ich hingerissen zu drei Straußen, die dekorativ über die Terrasse stolzierten. Sooo schön! Ich schmolz mal wieder dahin….
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Bei der Ausfahrt schrie ich laut auf: „STTTTOOOPPPP GIRRRAAAFFFEEEE“. Diese lief gerade am Weg entlang. SOOOOOOO TOOOOLLLL- leider drängten abfahrende Gäste zur Weiterfahrt und so verließen wir gegen 08:45 Uhr voll positiver Erlebnisse die Hohenstein Lodge.
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Fazit Hohenstein Lodge:

Die Lodge bietet schöne Zimmer ohne Klimaanlage an. Jedes Zimmer hat eine Terrasse mit Blick auf den 2.316 m schönen Hohenstein. Eigenständig kann man 3 verschiedene Wanderungen machen. Gerne wäre ich noch mehr gewandert, aber wir fanden es schon megaheiß. Viele verbringen die Tage auf der Lodge, um eine 2 Tages Tour (Absolute Erongo) zu erleben, die aus einer Wanderung und einem Besuch bei Mineralienschürfern besteht. Das Personal war sehr freundlich und das Essen sehr lecker. Wir wurden zu Beginn sogar gefragt, ob wir veganes oder vegetarisch Essen bevorzugen oder Lebensmittelallergien haben. Uns hat die Lodge sehr gut gefallen, was natürlich auch am Giraffenerlebnis lag.

Wir ließen den Brandberg links liegen und machten somit auch keine zweistündige Wanderung zur White Lady Felsmalerei. Als nettes Zwischenziel hielten wir im Cactus Tea Garden, einer kleinen Wohlfühl-Oase in Uis. Wir befürchteten wegen eines Bus-Parkplatz-Schildes das Schlimmste, waren aber dann doch die einzigen Gäste. Greg aß leckeren Apfelkuchen.
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Beim Tanken wurden Greg von einem Einheimischen Mineralien angeboten- seine Mine wurde geschlossen und jetzt versucht er somit, seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Wir wurden in Namibia nie angebettelt, sondern es wurde immer versucht, uns etwas zu verkaufen.

Wir fuhren weiter ins Damaraland und da war es dann- das Vorsicht Elefanten Schild- gespannt hielten wir Ausschau nach den Wüstenelefanten und ich vermutete hinter jeder Kurve ein Exemplar.
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Wir genossen die Sicht auf die von der Nachmittagssonne angeleuchteten roten Hügel, sahen aber leider keine Wüstenelefanten.
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Um 14:30 Uhr kamen wir endlich in der Twyfelfontein Country Lodge an und checkten ein.
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Auf dem Weg lief dieser schöner Felsagame den Felsen hoch. (Danke Logi für die Tierbestimmung)
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Wir fuhren recht zügig weiter zu den Felsmalereien von Twyfelfontein, die ca 2400 bis zu 6000 Jahre alt sind und Greg unbedingt sehen wollte. Die Felsmalereien wurden mit Quartzsteinen in den Sandstein geritzt und gehören zum UNESCO Welterbe, da es ungewöhnlich viele Zeichnungen an einem Platz sind. Aus Angst vor Schädigungen muss man von einem einheimischen Führer begleitet werden.
Elisabeth führte unsere sechser Gruppe- uns begleitete ein englischsprachiges junges sehr interessiertes Paar, das am selben Tag bereits die Führung zur white Lady gemacht hatte sowie ein französisches Paar, das aber kurz darauf die Führung wegen Hitze abbrach. Wir sollten zu Beginn über die Länge der Tour entscheiden und wir entschieden uns einstimmig für die lange Lions Tour. Wir liefen recht zügig und betrachteten die Felsmalereien, die perfekt im schönen Nachmittagslicht lagen. Es war keine sogenannte Fußföhnerwanderung- durchaus musste man mit Springen Absätze überwinden oder aufwärts laufen. Durch die Megahitze war es recht schweißtreibend. Es wurden vor allem Giraffen, aber auch Antilopen, Zebras und Oryxe dargestellt, um somit das Jagdwissen weiterzugeben. Auch sahen wir die einzige Felszeichnung, die einen Löwen mit einem langen Schwanz zeigte und somit Namensgeber unserer Tour war. Trotz Führung kann ich als Banause den Felsmalereien immer noch wenig abgewinnen.
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Zum Abendessen gab es ein umfangreiches und gutes Buffetessen. Neben uns saß eine Familie mit einem Grundschulkind und einem Kindergartenkind. Statt sich um ihre Kinder zu kümmern und zu unterhalten oder Essen zu holen, waren die Eltern in Whatsapp und Internet vertieft.

Greg und ich entschieden uns spontan gegen die Buchung der morgigen Wüstenelefantentour. Greg wollte sich morgen in der Vingerklip Lodge erholen und argumentierte, dass wir ja eh bald so viele Elefanten sehen würden. Als Gegenleistung musste er mir versprechen, dass wir im Etosha täglich früh aufstehen und früh losziehen.

Alles in allem hat man meiner Meinung nach nichts verpasst, wenn man die Gegend rund um Twyfelfontein auslässt- der Erongo allerdings war für uns ein Highlight, so dass wir 2020 auch 2 Nächte dort bleiben.
Teil 2616. Mai 2019

16. Tag 05.10. 2018 Vingerklip Lodge

178 km

Heute standen wir wieder früh auf, denn wir wollten ausreichend Zeit für die Vingerklip Lodge haben. Um 7:00 Uhr gingen wir bereits zum Frühstück- Der english Breakfast Lover Greg war superhappy, aber Schleckermäulchen wie mich waren sehr enttäuscht über abgepackte Marmelade und ranzige Butter. Ich hätte bei der Hotelgröße erwartet, dass alle Gäste auf ihre Kosten kommen.

Wir fuhren Namibias Z- Sehenswürdigkeiten ab und bezahlten den Permit in Höhe von 100 NAD, um die Orgelpfeifen und den Burnt Mountain zu besichtigen. Die 5m hohen und millionenalten Orgelpfeifen ragen aus einem Flussbett auf und konnten mit Islands Basaltsäulen nicht mithalten.
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Am verbrannten Berg war die Aussicht ganz nett und wir erfreuten uns beim Anblick von Welwitschias. Beides kann man aber unserer Meinung nach getrost auslassen.
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Wir hielten am Living Museum der Damara und buchten die Traditional Village Tour für 180 NAD. Es war wenig los. Ein sympathischer junger Führer, der auch teilweise deutsch sprach, zeigte uns eine Schmiede. Die Medizinfrau erklärte uns, dass Lorbeerblätter bei Bauchweh helfen. Das Auflegen von Elefantenkot auf schmerzenden Stellen (bsp. Rücken, Knie) hätte ebenso heilende Wirkung. Der Führer reichte Greg den Elefantenbollen und Greg griff beherzt zu.
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Uns wurden die Spielregeln des Spieles Owela erklärt, eine Art Backgammon, das stundenlang dauern kann. Das Spielbrett besteht aus Vertiefungen im Sand und Kieselsteine dienen als Spielsteine.
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Am Ende der Führung wurde Feuer gemacht und es gab es einen Tanz und Gesangsauftritt der Bewohner- naja, auch so was muss man mal zur Abwechslung gesehen haben.
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Beim Verlassen des Dorfes bat uns unser Führer, ob wir eine Frau mit ihren zwei Kindern nach Khorixas mitnehmen könnten, da die Mutter mit ihrem kranken Kind dringend ins Hospital müsste. Wir tauschten Blicke aus und entschieden uns dafür. Im Auto reichte ich Ihnen Wasser und auch Kekse, die sie gierig aßen. Die Mutter sprach kein Englisch und ich spielte auf der Fahrt mit der dreijährigen bis zu ihrem Einschlafen Fingermännchen. Wir verzichteten auf unseren geplanten Abstecher zum Petrified Forest, da wir ja nun auch Verantwortung trugen, diese schnellstmöglich zum Arzt zu bringen. So spannend soll dieser ja auch nicht sein. In Khorixas schauten wir intensiv nach Hospital Schildern, sahen keines und baten unseren Gast, uns zum Hospital zu lotsen. Sie schaute uns verständnislos an und uns wurde klar, dass sie wohl nur ein Taxi brauchte. Ich schenkte ihr noch Wasser und Kekse, aber sie bedankte sich mit keinem Wort, stieg aus und lief davon. Wir hatten in diesem Moment zumindest ein „Thank you“ oder eine dankende Geste erwartet und waren darüber schon ein bisschen überrascht. Aber trotzdem- nicht ärgern- jeden Tag eine gute Tat.

Wir verließen Khorixas auf der C39 Richtung Osten und nach ca 49 km ging es links ab. 18 km lang ist die eindrucksvolle Pad D2743 zur Fingerklippe, an deren Seiten sich unzählige meterhohe weiße Termitenhügel spektakulär aneinanderreihen.
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Gegen 14 Uhr erreichten wir die Vingerklip Lodge, die nur 11 Doppelbungalows vermietet. Wir waren beeindruckt von den schönen Häuschen, der traumhaften Lage und der spektakulären Aussicht auf die unendlich weite karge Landschaft. Wir fühlten uns auf den ersten Blick superwohl und es ist Gregs Traumlodge!
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Den Rest des Tages verbrachten wir mit lodgen, denn Greg ließ sich nicht zum Wandern überreden- wir lagen entspannt am Pool, beobachteten die kreischenden Affen, die sich über die Hausdächer der Lodge jagten. Greg fand sogar die Zeit zu lesen- ach ja, wir haben tatsächlich Urlaub;-).
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Die Affen:
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Greg war wie immer unwissend und verstand nicht, warum ich nicht im Hauptrestaurant essen wollte, sondern ihn dazu drängte, bei der Hitze zum höhergelegenen Eagles Nest zu laufen. Greg mutiert in Namibia zu einem richtigen Faultier;-). Aber er lief mit, schließlich hatte ich das Essen vor Monaten schon oben reserviert. Auch beim Anblick der Treppe moserte er rum, hatte dann aber erstaunlicherweise gar nicht mit Höhenangst zu kämpfen.
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Oben angekommen fehlten uns fast die Worte- welch Mega Aussicht, welch Landschaft. Greg erinnerte es an das Monument Valley. Es ist einfach toll da oben – wir waren beide hin und weg. Der Koch drängte uns dazu, einen Blick auf die verlassene traumhafte Honeymoon Suite mit eigenem Mini Pool zu werfen. Schon sehr schick und Zweisamkeit pur.
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Wir liefen oben ein wenig spazieren- es war einfach toll, dort oben den Sonnenuntergang zu erleben.
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Das Restaurant ist recht klein, aber wir hatten Glück- ein erwarteter Reisebus mit 13 Gästen verspätete sich aufgrund einer Autopanne, so dass wir in ruhiger, familiärer, gemütlicher Atmosphäre zu sechst im Restaurant aßen. Nicht auszudenken, wie laut, eng und warm es mit der Reisegruppe gewesen wäre. Mit uns genossen somit nur ein Vater- Sohn Gespann sowie ein französisches Paarchen das Grillfleisch. Wir probierten zum ersten Mal erstaunlich leckeres Zebra.

Auf der Terrasse unterhielt ich mich mit der Kellnerin Audrey, die vor sich hin sang. Sie erzählte mir, dass sie in der Lodge nur Teilzeit arbeitete, da sie in Namibia berühmte Künstlerin sei und bereits 4 Alben veröffentlicht habe. Sie tourte bereits durch Kenya und ihr Traum wäre eine Deutschland-Tour, da sie die Deutschen so freundlich fände. Es war ein nettes Gespräch. Sie sagte, dass sie eigentlich für alle- also auch für die Reisegruppe nach dem Abendessen singen wollte.

Die Reisegruppe kam aber erst in der Nacht an und die Gäste hatten keine Lust mehr, in der Dunkelheit nach oben zu laufen. Der Koch grillte im Eiltempo und schleppte das Essen eigenhändig für die Gruppe runter, da der Transportaufzug seit Tagen außer Betrieb ist.
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Audrey sang spontan auf der Terrasse für uns und rührte mich damit echt zu Tränen. Wir haben heute wirklich einen absolut gemütlichen Wohlfühlabend miteinander in schöner Atmosphäre verbracht. Ein wirklicher Glücksmoment heute. Uns wurde mal wieder bewusst, welch Glück wir haben, einen Urlaub in Namibia verbringen zu dürfen.
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Teil 2718. Mai 2019

17. Tag/06.10.2019 Kaoko Bush Lodge

235km

Wir standen früh auf und ich entdeckte diesen Gesellen auf unserem Balkon.
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Nach einem leckeren Frühstück mit einer großen Auswahl an Marmeladen, wollten wir zur 35m hohen Kalksteinsäule, dem wunderschönen Vingerklip. Wir wählten die längere Variante, die North Terrace Wanderung, die nicht nur zum Vingerklip, sondern auch ganz außen rund um den Tafelberg führt. Wir fanden diesen Blick auf die unendliche Weite sowie die Felsformationen schlichtweg atemberaubend. Was für eine Landschaft!
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Am Tafelberg haben wir einige wilde Affen aufgeschreckt, die kreischend davon sprangen. Wir waren wohl genauso erschrocken und so ganz geheuer waren uns die Affen nicht. Greg vermutete noch weitaus gefährlichere Artgenossen.
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Vermutlich hätte die kürzere Variante- nämlich Hin und Rückweg zum Vingerklip- auch ausgereicht, aber ich musste mich dringend wieder bewegen.

Während Greg aufs Zimmer zum Duschen ging, musste ich trotz aufkommender Hitze zum Abschied noch hoch zum Eagles Nest, um diese traumhafte Aussicht ein letztes Mal zu genießen. Ich duschte danach noch schnell und kurz vor 10 Uhr fuhren wir schweren Herzens los. Wir fanden es echt schade dass es mit der zweiten Übernachtung nicht geklappt hatte. Diese hätten wir gerne zum Entspannen gehabt.
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Fazit Vingerklip:

Einfach traumhaft. Die Vingerklip Lodge hat 11 Doppelbungalows mit unglaublicher Weitsicht auf die tolle Landschaft. Die Anlage ist gepflegt und hat 2 Pools. Das Personal war unheimlich freundlich und wir liebten das Eagles Nest. Gerne kommen wir irgendwann wieder. Worte können nicht beschreiben, wie wohl wir uns fühlten.

Die Fahrt über die C39, D2744 und C35 war bis auf einige riesigen Termitenhügel recht unspektakulär.
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In Kamanjab wollten wir Bargeld abheben und wurden auf einen Spar mit integrierten Geldautomat aufmerksam, vor dem viele Autos mit Dachzeltautos und Touriautos standen. Ich blieb als Wache im Auto und beobachtete das Geschehen. Die Eingangstür des Spars wurde auch hier per Einlasssummer für Greg und weitere Touristen geöffnet, während Himbas und Einheimische abgewiesen wurden. Das finde ich schon befremdlich. Greg kam raus, winkte mich zu sich und wir kauften noch last minute Keksnachschub, denn 5 Minuten später war der Spar geschlossen. Der Geldautomat war übrigens leer, aber die Kassiererin gab uns gegen Entrichtung einer Gebühr aus der Kasse Bargeld.

Um kurz nach 13 Uhr kamen wir in der Kaoko Bush Lodge an.
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Diese war zwar nichts Besonderes, aber wir hatten ja heute noch etwas Besonderes vor;-). Als uns das Zimmer gezeigt wurde, flitzte eine große bunte Felsagame (?) an der Wand entlang. Ich erschrak und sie sagte leicht verächtlich- „ it`s just a lizzard“. Ja - ich weiß- wir sind in Afrika und die Eidechse ist der beste Raum- und Insektencleaner überhaupt. Dennoch war ich von der Vorstellung, dass dieses große Ding, nachts über mein Gesicht rennt, nicht entzückt. Greg und ich schafften es mit meiner richtungsweisenden Fliegenklatsche, ihr den Weg nach draußen zu zeigen.
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Teil 2818. Mai 2019
weiter im Text- 17. Tag/06.10.2018 nachmittags

Greg war relativ ahnungslos, aber ich war bereits recht aufgeregt, als wir auf der Teerstrasse C40 zur Cheetah Farm fuhren. Wir waren um 15:30Uhr da, 30 Minuten vor der gebuchten Tour. Der Besitzer bat uns zur Lodge zu fahren, dort zu warten, bis man uns um 16:00 Uhr abholen würde. Es war ausgestorben- kein Personal, keine durstlöschende Bar, ein versiefter Pool. Gemütlich und einladend ist es nicht und ich war froh, dass wir hier nicht, wie kurzzeitig angedacht, abgestiegen sind. Eine Schweizer Familie stieß zu uns und wir kamen ins Gespräch, bis wir um 16:20 Uhr vom wortkargen, eher unsympathischen Besitzer verspätet mit einem Transporter mit Anhänger abgeholt wurden. Wir stiegen als erstes zu und weitere Camper des Geländes stießen nach und nach hinzu.

Wir erreichten das Hauptgebäude, wo Ziegen frei rumliefen. Das Gelände der Geparden war von einem Zaun geschützt und sie schienen nervös wegen der Ziegen zu sein. Ein Gast streichelte eine Ziege und musste sich daraufhin die Hände desinfizieren, um nicht ins Beuteschema der Geparden zu geraten. Der Besitzer schlug immer wieder mit einem Stock auf die Ziegen ein- mit uns wunderten sich auch andere Gäste über das tierunfreundliche Verhalten. Man fühlte sich irgendwie unwohl.
Wir setzten uns in den Garten und er erklärte uns, dass wir die Geparden aufgrund einer Gesetzesänderung, die vor 3 Wochen in Kraft trat, nicht mehr streicheln dürften. Das war aber absolut ok.
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Wir machten Fotos von uns mit den Geparden- ich kam vor Aufregung richtig ins Schwitzen, denn ich mißtraute den zahmen Katzen etwas- hoffentlich tickt keiner aus und beißt zu. Einmal posierte Greg gelassen hinter einen Geparden, als plötzlich ein anderer Gepard sich heranschlich und sich hinter Greg setzte, so dass er zwischen beiden eingekeilt war. Da war mir schon beim Fotografieren mulmig, aber Greg blieb cool.
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Zeitweise war der Besitzer gar nicht da, aber wohl jemand aus seinem Team, der sich mehr als diskret im Hintergrund hielt. Nach dem Fotoshoot erhielten die Katzen Frischfleisch und wir schauten Ihnen beim Essen zu.
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Wir stiegen wieder auf den Transporter und fuhren in das weite offene Farmgelände. So ungeschützt lachten wir „Futter für die wilden Katzen kommt“. Das gelbe Gras leuchtete förmlich in der Nachmittagssonne und die Geparden taxierten uns, rannten zeitweise neben dem Auto her. Das war schon eine angespannte Stimmung und ein besonderes Erlebnis. Wir fanden es toll. Der Farmer stieg aus und warf den Geparden richtige Fleischbrocken zu. Diese schnappten sich im Sprung ihre Beute und flitzten blitzschnell davon. Der letzte Gepard war ein kleines Schusselchen- ihm entflutschte das Fleischstück und schien daraufhin völlig demotiviert und traurig. Der Farmer holte das Fleischstück, warf es erneut, der Gepard erwischte es gerade noch und raste glücklich davon.
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Wir kehrten zur Lodge zurück und bekamen Getränke gereicht. In einer Gesprächsrunde erklärte der Farmer das Geparden-Projekt sowie seine Probleme und stellte sich den Fragen der Gäste. Ich war etwas abgelenkt, da ich meine ersten kleinen Dik-Diks sah. Das Geld wurde einkassiert und um eine Spende gebeten.
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Fazit:

Wir waren zwiegespalten. Einerseits war es schon ein unvergessliches besonderes Erlebnis, diesen Großkatzen so nah zu kommen, auch wenn es natürlich nicht die wilde Natur ist und sie zugefüttert werden. Dieses Erlebnis wollten wir wirklich nicht missen. Andererseits fanden wir das Gelände etwas heruntergekommen und den Besitzer absolut unsympathisch. Gerade die Stockhiebe gegen Ziegen und Hunde störten uns immens, so dass wir glauben, dass es ein einmaliges Erlebnis bleiben wird.

Im letzten Licht fuhren wir heim und bekamen einen Schrecken, als Tiere die Straße querten.
In der Kaoko Bush Lodge trafen wir die nette Schweizer Familie der Gepardentour wieder und verbrachten einen unterhaltsamen Abend. Das Dinner war recht einfach und die Kellner etwas genervt, dass wir so lange Sitzfleisch mit den Schweizern hatten.

Beim Schlafengehen wurden wir immer aufgeregter und freuten uns wie Bolle auf den Etosha. Wir können es uns kaum vorstellen und glauben, dass wir tatsächlich Elefanten, Giraffen und Zebras sehen.
Teil 2919. Mai 2019
18. Tag/ 7.10.2018 Dolomite Camp
241 km


Das Frühstück in der Lodge war mehr als spartanisch- es gab nicht mal Marmelade. Stattdessen aßen wir scrambled eggs und trockenes Brot. Die Spannung in den letzten Tagen wuchs- und heute sollte es endlich in den Etosha gehen- wir freuten uns wahnsinnig darauf. Wir tankten kurz in Kamanjab, fuhren die Teerstraße C35 Richtung Etosha. Noch auf dem Weg entdeckten wir sogar noch eine Giraffe. Yippieh- wir hoffen, dass weitere folgen.
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Gegen 09:30 Uhr erreichten wir das Galton Gate- es gab keinerlei Warteschlangen, alles war sehr entspannt. Greg verneinte die Frage nach Waffen und Drohnen. Im Besucherzentrum überzeugte mich Greg davon, das Etosha Buch zwecks Tierbestimmung zu kaufen, und für Neulinge wie uns war es wirklich sehr hilfreich. Wir haben uns dazu entschieden, den Etosha von West nach Ost zu queren, im Park zu übernachten, um so den größtmöglichen Eindruck von der Natur, den Tieren und den Wasserlöchern zu bekommen.
Der Westteil wurde erst 2011 der Öffentlichkeit freigegeben und nur hier sieht man Bergzebras, Pferdeantilopen und Paviane.
Wir fuhren völlig aufgeregt los- was wir wohl als erstes sehen? Wir bogen um die Ecke und sahen… den Plattmacher. Greg ulkte ein wenig und sagte „Also diese Tierwelt ist sooo beeindruckend.“ Kaum hat er es ausgesprochen, sahen wir die ersten Hartmann Zebras am Straßenrand, dann folgten Kudus, Strauße und eine Giraffe, einfach so am Wegesrand stehen. WAHNSINN.
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Am Renostervlei waren einige Zebras und auch die Wappentiere Namibias- Oryxe.
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Auf dem weiteren Weg beobachteten wir Giraffen, wie sie die Blätter vom Baum fraßen. Im Laufe des Urlaubes wurde ich richtig zum Giraffenfan. Wir waren fast alleine unterwegs, fuhren sehr langsam und waren einfach nur geflasht von den Eindrücken und ersten Tiersichtungen.
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Am ockerfarbenen Rateldraf waren einige Tierarten vereint- Hartmann- und Flächenzebras, Oryxe, Dik Diks, Paviane und Oryxe. Ein Zebra windete sich auf dem Rücken hin und her. Andere Zebras tranken im Wasser und streckten uns ihren schönen Arsch entgegen. Ich liebe die schön gemusterten Zebraärsche.
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Am weißen Klippan sahen wir Zebras, Giraffen, Oryxe, Springböcke und Strauße. Eine Giraffe trank mit gespreizten Beinen.
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Auf der Fahrt tröpfelte es ein wenig und gegen 13 Uhr kamen wir am Dolomite Camp an. Wir wurden samt Gepäck per Hoteljeep nach oben gefahren. Leider kann man selbst nicht hochfahren, so dass man vom Fahrdienst abhängig ist. Runter laufen (ohne Gepäck) ist unproblematisch. Die Anlage ist gepflegt und keine Massenunterkunft. Greg war erschöpft und wollte sich kurz ausruhen. Ich lief über das Lodgegelände. Nur von wenigen Chalets hatte man eingeschränkte Sicht auf das Wasserloch. Der Infinity Pool war recht schön und einige erfrischten sich.
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Greg und ich hatten Hunger und wollten schnell was essen, aber leider konnte man nichts to go kaufen und wir hielten ein Käse-Tomaten- Schinken- Sandwiches für eine rapide Lösung. Wir waren die einzigen Gäste, kurz darauf folgten 2 Briten. Wir mußten auf unser Sandwich geschlagene 45 Minuten warten und ich war kurz vor einer Explosion, schlicßlich wollte ich raus, um Tiere zu sehen. Auch die Briten reagierten recht ungehalten.

So die nächsten Tage werde ich nun stückchenweise am Etosha arbeiten- mit ein paar Tagen Unterbrechung, wenn ich in Athen bin.
Teil 3020. Mai 2019
weiter am 07.10.2018- nachmittags

Endlich ging es weiter- ich will endlich Fantis sehen! Am hauseigenen Wasserloch Dolomietpunt war einiges los- Oryxe, 3 Giraffen, viele Zebras. Hm irgendwie wirken Zebras superlangweilig, gucken und stehen wie Salzsäulen da; sie sind richtige Opfer. Na, aber so ein bei Muttern trinkendes Zebrababy fand ich aber schon auch süüüüßßßß!
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In Duineveld waren nur Perlhühner unterwegs und wir sahen Elefantenkot.
Unterwegs sahen wir immer wieder Giraffen am Straßenrand: Giraffen, die die Straße überquerten; Giraffen die über die Weite liefen. Wir genossen es sooooo- was für ein Paradies!
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Am Nomab waren Oryxe und Zebras.

Genug der Zebras- Ich will endlich Fantis sehen und meine Hoffnung liegt auf Olifantsbad- da muss es doch klappen. Dort liefen wir über einen schönen langen Holzsteg bis zum Beobachtungsposten und sahen zwei Elefanten beim intensiven Schlammbad. Endlich!
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Man konnte sie von dort oben so perfekt beobachten und ich verspürte beim Anblick der Elefanten nur pures Glück. Sie tranken, nahmen ein Schlammbad und bespritzten sich mit dem runzeligen faltigen Rüssel mit Sand, so dass sie ganz eingesaut waren. Die anderen Tiergruppen (bsp. Gnus, Zebras, Oryxe, Giraffen) warteten ehrfurchtsvoll in gewissen Abstand zu den Elefanten auf ihr Verschwinden, damit auch sie endlich an der Reihe kamen. Nur ein kleiner Vogel und ein mutiges Warzi wagten es ans Wasserloch.
Wir beobachteten fasziniert die Elefanten, wie sie im schönsten Nachmittagslicht einsam, federleicht und geräuschlos ohne Trompeten in die Prärie an den Zebras und Giraffen vorbeischritten und verschwanden. Greg mahnte aufgrund der längeren Heimfahrt zum Aufbruch, aber wir hätten geflasht hier voll Glück stundenlang sitzen können.
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Wir machten auf dem Rückweg zum Nomab Wasserloch- hier wimmelte es mittlerweile nur gerade so von Giraffen- Hammer, wie sie uns wieder beobachten und wir fühlen uns wie Zootiere.
Auch waren wieder die Langweiler Zebras mit coolen Streifenärschen vor Ort.
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In Duineveld herrschte gähnende Leere. Wir sahen noch ein einsames Kudu und eine Giraffe im Sonnenuntergangslicht.
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Ich überzeugte Greg noch einen Abstecher am Dolomietpunt zu machen. Wir sahen einen Schabrackenschakal, Zebras, Giraffen, Paviane, Springbock, Impalas, einen Löffelhund und dann- ebenso einsam im Sonnenuntergangslicht- Greg zwick mich mal- ein NH. Oh mein Gott- ich war voller Glückshormone. Mir fehlen echt die Worte, was ich gefühlt habe beim Anblick des ersten NHs. Das hat sich ja mal so richtig gelohnt. Ich will eigentlich gar nicht ins Camp- kann man die Nacht denn so gar nicht aufhalten?
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Wir gingen essen und saßen an einer langen Tafel- Reinhard war wieder mit seinem Sohn da und sie waren auch vom Etosha begeistert. Neben uns saßen die Sandwich Briten, die nach Südafrika ausgewandert sind und sie waren absolut überzeugte Pro Brexit Verfechter. Das Essen war okay- es gab Butternut Soup, Kudu, Beeren- Cheesecake. Es war das beste Essen von allen Etosha Camps. Allerdings durften wir wegen Löwengefahr nicht zu unserem Zelt laufen und mussten warten, bis nach und nach die Gäste per Jeep zu ihren Bungalows gebracht wurden. So verging einige Zeit und mich störte diese Abhängigkeit vom Fahrdienst.

Ich freute mich schon auf den morgigen Tag und unsere nächsten Sichtungen und schlief völlig glücklich ein.
Teil 3121. Mai 2019
8.10.2018 Okaukuejo Camo

Wir standen früh auf- schließlich wollen wir ja das volle Etosha Erlebnis. Beim Frühstück sahen wir wieder das Vater-Sohn Gespann und warteten gemeinsam genervt auf den Fahrdienst, der unsere Koffer nach unten befördern sollte. Leider ist das alleine, fast unmöglich und wir fühlten uns etwas der Freiheit beraubt, nicht fortzukommen.

Um 07:30 Uhr sind wir endlich losgedüst- wir waren froh, weiter ziehen zu können und waren in freudiger Erwartung auf das vielgelobte Okaukuejo Camp.

Fazit Dolomite Camp:
Im Park die wohl am schönsten gestaltete und ruhigste Lodge mit dem besten Essen und schönem Pool. Allerdings hatte man kein nächtliches Wasserloch- Feeling, keine Wasserloch- Aussichtsplattform und der Fahrdienst war sehr zeitintensiv. Manche packen auch nur eine kleine Tasche und nehmen diese in die Lodge, damit man eben ein wenig unabhängiger ist.

Also- auf in den Tag und zum Gamedrive.
Zuerst ging es natürlich an das Dolomietpunt Wasserloch. Leider war, wie schon erwartet, kein Nashorn mehr da- stattdessen sahen wir aber viele Vögel (unter anderem Riesentrappen), Zebras, Impalas und 2 Schabrakenschakale.
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Am Klippen standen viele Zebras tief im Wasserloch, stillten ihren Durst und streckten uns ihren Hintern zu. Sie teilten das Wasserloch mit Springböcken und Schwarznasen- Impalas und im Hintergrund stand eine Elenantilope.
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Auf der Weiterfahrt schrie ich „Stooooppp“, denn da saß ein Gelbschnabeltoko im Baum. Es folgte eine Weißflügeltrappe und einige Strauße.
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Am Rateldraf beobachteten wir eine Giraffe beim Trinken sowie gut genährte Hartmann Zebras Kudus folgten am Straßenrand.
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Am Renostervlei fanden wir 2 Strauße, Oryxe, Zebras und Kudus vor. Zebras gibt es im Westteil im Überfluss.
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Wir sahen wieder einen Schabrackenschakal, der uns musterte und sich auf die Strasse legte. Auch sahen wir immer wieder neugierige Giraffen.
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Am Jakkalswater sahen wir Streifenzebras, Oryxe, Strauße und einige Streifengnus.
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Am Okawao waren wir völlig alleine und beobachteten 2 Giraffen, Kudus, Zebras, Impalas, Oryxe, Springböcke Streifengnus. Und dann konnten wir unser Glück kaum fassen- Gänsehauterlebnis- da kam auf einmal ein schwarzes NH ans Wasserloch. Wahnsinn!
Es war richtig viel Bewegung am Wasserloch und ein unglaublich schönes Erlebnis, all diese Tiere gemeinsam am Wasserloch zu beobachten. Und dann kam auf einmal aus dem Nichts ein zweites schwarzes NH- wir trauten unseren Augen kaum. Im Hintergrund gingen sie aufeinander zu, vorne liefen Giraffen ins Bild. Der pure Wahnsinn. Daheim sahen wir, dass eines der NH einen Verband hat. Wir waren von der Szenerie geflasht und glücklich, das so nah (ca 10-15-m Entfernung) miterleben zu dürfen. Eines der schwarzen NH stieg gemächlich ins Wasser und die Hälfte des Körpers färbte sich deutlich durch das Wasser dunkler. Auch kam nun eine große Zebraherde dazu und nach 30 Minuten zogen die NHs davon. Dieses pure NH Glück genossen wir 30 Minuten völlig alleine und die nichtsahnenden Touris, die uns entgegenkamen, waren bestimmt auch über die Giraffen und Zebras erfreut und ahnten nichts von unserem Glücksmoment.
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Wir mussten noch an mein Lieblingswasserloch im Etosha, zum Olifantsrus. Ich mag es einfach, dass man hier aussteigen darf und die Tiere so nah betrachten kann. Ich war zunächst enttäuscht- eine riesige Gnuherde war im Wasser, Zebras und Oryxe. Aber wo sind die Fantis? Wir sahen einen Sekretär dahinschreiten. Aber da- Unruhe- in der Ferne konnte man drei Elefanten ausmachen und sie schienen tatsächlich ans Wasserloch zu kommen. Einer überholte von links kommend. Die Tiere verschwanden vom Wasserloch und überließen dieses den Elefanten. Teils kamen die Elefanten uns sehr nah an den Beobachtungsstand und auch sie schienen uns zu beobachten. Beide Seiten hatten wirklich ihren Spaß. Sie tranken, beschlammten sich und grinsten vor sich dahin. Gegen Ende war es eine Megaschlammschlacht- die Fantis gaben alles. Wir fielen beide in einen glückseligen Fotoflash und man aus den Bilder ein richtiges Daumenkino machen- zu lustig. Diese Tiere sind aber auch zuuu toll- ich konnte mich kaum losreißen, aber Greg mahnte nach über 90 Minuten Fantiglück zur Weiterfahrt. Es war ja auch schon fast 1 Uhr.
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Bis nächste Woche- sorry- dann werde ich auch auf die Kommentare eingehen;-)
Morgen gehts nach FFM auf Seminar und dann ab zur Akropolis. LG Silke
Teil 3228. Mai 2019
06.10.2018 Okaukuejo Camp

Greg war nicht mehr so geduldig, als ich die nächsten Wasserlöcher aufschrieb, so dass ich mir etwas unsicher bin mit den nächsten Namen.

Am Tobiroen waren Zebras und Giraffen. Danach folgten einige inaktive Wasserlöcher ohne Tiere.

Wir fuhren nach Sonderkop. Ein paar Elefanten waren schon zusammen mit Zebras, Straußen und Springböcken am Wasserloch.
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Greg fielen müde die Augen zu- aber ich musste ihn vor Aufregung wecken- von links näherte sich geräuschlos aus dem Nichts eine kleine Elefantenherde bestehend aus 9 Tieren, einem riesigen Elefanten und auch kleinen Elefanten. Sooo traumhaft schööön, ihr umsichtiges Sozialverhalten gerade mit den Kleinen zu beobachten. Sie bildeten ein richtiges Knäul im Wasserloch, die kleinen tranken auch bei ihrer Mama. Wie immer hielten die anderen Tiere einen gewissen Abstand zu den Elefanten und warteten geduldig. Auch hier schauten wir 45 Minuten zu. immer wieder kamen Autos und fuhren teils auch recht schnell und desinteressiert wieder weiter.
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Wir genossen die Fahrt, sahen Springböcke und Giraffen, aber auch einen Schakal, der sich zusammen mit Geiern ein Zebra teilte. Es wurde landschaftlich richtig schön und grün bei Sprolieswood, ein dekorativer Baum. Ein Erdhörnchen erblickten wir auch noch am Straßenrand. Wir hatten an diesem Tag angefangen, Giraffen zu zählen- bis zum Camp waren es 25.
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Gegen 17 Uhr kamen wir in Okaukuejo an. Wir checkten ein und ich schaute mir die Angestellten am Check-In an- schließlich hatte ich ja noch einen Auftrag. Da bemerkte ich, dass wir an der falschen Schlange standen und wechselte diese aber nicht. Als wir an der Reihe waren, sprach ich Meriam von der Seite an und übergab ihr das Foto von Laura und ihrer Mutter, die sich unheimlich freute und das Foto immer wieder anstrahlte. Leider konnten /durften wir keine Wasserloch- Chalets Wünsche äußern. Ich ging erstmal noch auf die Toilette und Greg checkte die Nahrungsmittel- Lage im Shop, da wir gemütlich in unserem Wasserloch Chalet mit Blick aufs Wasserloch vespern wollten. Greg begrüßte mich trocken: „Hier ist es wie in der DDR!“ Ich schaute mich um- alles ausverkauft. Es gab nichts mehr- so ein Mist. Kurz darauf folgte die riesige Enttäuschung mit unserem Waterhole Chalet. Ich hatte es mir aus den Forums Berichten so romantisch vorgestellt- Vesper und Weinchen auf der eigenen Terrasse mit direktem Blick auf das Wasserloch. Wir aber waren megaweit entfernt und hatten aus dieser Perspektive sicherlich keinerlei Chance, irgendein Tier im Sitzen zu sehen.
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Ich war genervt, dass wir dafür soviel gezahlt haben und alles so anders wie gewünscht lief. Ich hatte mich soooo auf diese Übernachtung gefreut und fand es eine einzige Enttäuschung. Im Restaurant nahmen wir eher schlechtes wie rechtes Büffetessen zu uns.

Wir gingen zum gut besuchten Wasserloch. Stative wurden in Position gebracht, Reisegruppen unterhielten sich gnadenlos laut, besonders unangenehm fiel eine französische Reisegruppe auf. Individualreisenden schwiegen oder flüsterten. Es war eine gewisse Unruhe, Menschen kamen und gingen. Greg holte die Weinflasche- vielleicht besserte sich so meine Laune. Zum Sonnenuntergang besuchten einige Giraffen, Zebras und Springböcke das Wasserloch.
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In der Dunkelheit streunten Schabrakenschakale umher. Gegen 20:20 Uhr stockte uns der Atem, als tatsächlich ein NH mit seinem Baby ans Wasserloch kam und die zwei rund 15 Minuten im Wasser badeten- ist das wirklich wahr? Unglaublich! Sie gingen aus dem Wasser, um sich dann 5 Minuten später wieder für 10 Minuten im Nass zu abzukühlen.
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Es kamen Giraffen ans Wasser und- nein, das gibt’s doch gar nicht, ein drittes NH kam von links aus dem Nichts. Die 2 Alten begrüßten sich schmusend an Land. Wow wir beobachteten die NHs rund eine Stunde, bis wir uns gegen 21:15 Uhr erneut die Augen rieben. Ehrfurchtsvolles Flüstern „Lions“. Ich glaub es nicht. Da sind die NHs im Wasser und 5 Lions trinken am Wasserloch.
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Nach 10 Minuten waren die Löwen weg und auch die NHs zogen davon. Wahnsinn- das ist Natur, ich war total geflasht. Eine gewisse Zeit war nichts mehr am Wasserloch los. Aber da- es ging uns durch Mark und Bein, ein Tier schrie und wurde wohl qualvoll von den Löwen in einiger Entfernung zerfetzt. Ruhe am Wasserloch- minutenlang lauschten wir dem Todeskampf und den Schreien zu. Gänsehaut- ein unvergesslicher Moment.

Nach 20 Minuten tauchten drei andere NHs auf- diese hatten kein Kind dabei.
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Die Löwen kehrten zurück und tranken gleichzeitig mit den NHs. Ein Wahnsinnsabend. Greg ging zuerst ins Bett und ich folgte ihm ein paar Minuten später, da ich auch völlig müde war.

P.S. Da wir ja auch erstmal mit der Kamera in der Nacht ein wenig rumexperimentierten, sind die Fotos nicht perfekt, aber sie vermitteln doch einen kleinen Eindruck;-).
Teil 3329. Mai 2019
20. Tag / 9.10.2019 Halali Camp
270km

Wir starteten bereits vor 7:00 Uhr zu einem kleinen einstündigen Before Breakfast-Drive. Wir ließen das Wolfnes Wasserloch aus, da wir direkt auf Lauras Empfehlung nach Okondeka wollten- leider war der Zauber des Sonnenaufgangs schon vorbei. Das Wasserloch war ebenso inaktiv wie Adamax, Natco und Leubron (alle 3 laut Etosha Führer eigentlich aktiv) und somit war die Fahrt nicht megaergiebig. Das Licht allerdings war in der Früh sehr schön und so sahen wir Springböcke, Schabrackenschakale und Giraffen.
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Am Okaukuejo Wasserloch waren Springböcke, Gnus und, Oryxe, Zebras und Kudus.
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Wir frühstückten zügig, denn wir wollten weiter.

Fazit Okaukuejo:

Das Wasserloch Okaukuejo war schon toll, aber ich fand unser Waterhole Chalet völlig überteuert und auch recht nutzlos. Sicherlich hätte uns ein normales Doppelzimmer genügt. Eigentlich darf es auch nicht sein, dass der Shop dermaßen ausverkauft ist, so dass man sich selbst nichts zubereiten kann. Ansonsten ist es ein Großbetrieb und recht rummelig.

Wir fuhren gegen 9:30 Uhr Richtung Etosha Pfanne und waren vom Ausblick auf das „Meer“ echt begeistert. Das war schon sehr sehenswert.
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Am Wasserloch Nebrownii waren unzählige Zebras, Springböcke und Oryxe,
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Am Gemboksvlakte wurde ein Traum wahr- 3 Löwen am Wasserloch. Einige Herden (Springböcke, Zebras, eine Giraffe, Strausse, evt. ein Kapfuchs?) standen wie eingefroren da und hofften, dass die Löwen endlich verschwinden, damit sie selbst endlich ans Wasser kommen. Auch fünf Schabrackenschakale warteten geduldig auf ihren Anteil der Beute. Ich ärgerte mich etwas über das misslungene Fotomotiv, denn ein Löwe lag direkt demonstrativ neben einem Scheishaufen und die zwei anderen an einem Betonblock. Die Löwen lagen recht faul da, ab und zu streckte sich einer und schaute auf die Herden. Wahrscheinlich suchte er sich ein Opfer aus, aber das schien anzudauern, so dass wir ungeduldig nach einer halben Stunde weiter fuhren.
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Olifantsbad machte seinem Namen alle Ehre. Auch hier waren viele Springböcke, Kudus eine Giraffe und ganz viele Fantis und Fantibabys. Yippieh! Ich war echt selig, das Familienleben und diese Minifantis zu beobachten, wie sie bei der Mama tranken, sich am Wasser erfreuten und rumtollten. Auch das Rüssel- Rücken- Schmusen und das Rüssel-Rüssel-Schmusen gefiel mir- solche liebevollen Familientiere. Selbst die Kleinen ahmen die Erwachsenden damit schon nach;-) Mir fiel es hier furchtbar schwer, nach über einer halben Stunde weiterzufahren.
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In Aus waren die Tiere aus- nur vereinzelte Kudus waren da. Ondogab war entgegen des Etosha Buches inaktiv. Wir fuhren zurück nach Kapupuhedi- wir liebten den Blick auf die Etosha Pfanne, die hier so nordseehaft und durch die Grasbüschel so dünenmäßig wirkte. Hier gab es nur vereinzelte Oryxe, Springböcke und Strauße. Auch ohne viele Tiere, wirkte die Landschaft einzigartig schön- grün, vereinzelte Bäume, Nordseefeeling. Besonders gefiel uns die Strecke Sueda- Salvadora und Charitsaub. Auch in Rietfontein waren nur die üblichen Verdächtigen (Gnus, Zebras und Springböcke) und keine Spur von Löwen oder Fantis.
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Wir liebten die Strecke entlang der Etosha Pfanne. Gegen 15 Uhr kamen wir bereits in Halali an und checkten ein. Auf dem Gelände sprangen Erdhörnchen rum und wir sahen einige blaue Vögel. Im Supermarkt gab es glücklicherweise einiges an Vorräten und wir waren sehr positiv überrascht- wir gönnten uns sofort ein Magnum Mint und kauften für unser Abendvesper Käse, Brot und Savannah Dry.
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Unser Bush Chalet war recht großzügig mit Küche, Wohnzimmer, Grill, Kühlschrank, 2 Zimmer, Klima und die Handtücher waren sogar in Schwanenform geknotet- das hatten wir auf dieser Reise sonst nirgends Von allen NWR Unterkünften spürte man sogar einen Hauch von Liebe.
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Greg hatte durch die Hoppelei auf den Strassen Rückenschmerzen und wollte sich ein wenig strecken und ausruhen. So lief ich allein mit einem kleinen Umweg in der glühenden Hitze Richtung Wasserloch, wo kein Tier zu sehen war, so dass ich nach einigen Minuten den Rückweg antrat. Wahrscheinlich ist das hier das absolute Verarscher Wasserloch und wir werden hier gar nichts sehen. Langsam verstand ich, warum die erfahrenen Formis draußen übernachten und sich diese überteuerten Unterkünfte im Park nicht antun. Ich war schon wieder bissel genervt. Grrr. Ich ging zurück und tatsächlich war Greg wieder abfahrbereit und machte mich überglücklich. Yippieh- auf geht’s zu neuen Abenteuern! Hey, wir haben heute noch gar kein NH gesehen- vielleicht begegnet uns ja noch eines.

Wünsche allen einen schönen Feiertag! Die nächsten Tage gehts weiter.
Teil 3430. Mai 2019
es geht weiter- Halali Nachmittag und Abend

Auf dem Weg nach Goas schritt tatsächlich ein NH durch den Busch- super!!! Was für ein Glück. Auch stand eine Kuhantilope am Wegesrand.
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Am Wasserloch Goas war ein riesiges Bus- Verkehrauskommen- was war denn hier los? Wir sahen es zuerst nicht- ahhh ein Tüpfelhyänenpaar. Wir wollten zum hinteren Aussichtspunkt fahren, da dort weitaus weniger los war, brachen die Route aber wegen der schlechten Straßenqualität ab. Gerade als wir gedreht hatten, kamen uns plötzlich alle Tourbusse rückwärts entgegen und verfolgten regelrecht die Tüpfelhyäne, die uns leid tat. Wir fanden das schon übertrieben krass. Die Tüpfelhyäne ging wieder ins Wasser und Ihre Silhouette spiegelte sich schön. Wir fragten uns, ob sie schwanger ist, der Bauch zeigte jedenfalls enorme Rundungen an.
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Nach 5 Minuten fuhren alle Autos davon und so profitierten wir alleine vom Auftritt des schwarzen NHs, das an das Wasserloch schritt und genossen eine Viertel Stunde das Schauspiel.
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Noniams hingegen war völlig unergiebig.

Es war Zeit heimzufahren. Greg wollte keine weiteren Runden drehen und so fuhren wir auf dem selben Weg hinter einer Herde Springböcke her, die sich schön gleichmäßig über die Strasse verteilten.
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Eine Giraffe stand auch am Wegesrand und – Stop Gregor- zurück. Da saß im schlechten Licht eine Gabelracke, die einzige des Urlaubes, aber immerhin. Gegen 18:00 Uhr fuhren wir durch das Tor von Halali. Wir hatten heute übrigens 11 Giraffen gesehen.
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Wir fuhren zum Halali-Wasserloch und sahen noch eine Rotschnabelfrankolin (Danke Logi;-)
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?Wieder gähnende Leere am Wasserloch- das ist ja echt ein Witz. Ich blieb da, während Greg das Auto heimfuhr und das Abendbrot holte. Ringsum waren einige Sitzbänke auf verschiedenen Ebenen angelegt - versuchen kann man es ja. Nach und nach kamen immer mehr Gäste, setzten sich und schauten ins Nichts.
Pünktlich zum Sonnenuntergang gegen 18:28 Uhr kam von links aus dem Nichts völlig geräuschlos eine Elefantenherde mit Jungtieren, wie im Dschungelbuch trabten sie hintereinander her und die weit über 20 Tiere verteilten sich rund ums Wasserloch Die erwachsenen cleveren Tiere strömten direkt zum Frischwasserquelle und tranken von da direkt. Nur einer verrichtete halt mal direkt daran sein Geschäft. Was ein Lump.
Wir trauten unseren Augen kaum, als wir sahen, dass von hinten rechts ein NH ebenfalls im schönsten Abendlicht zum Wasserloch trabt. Zunächst trinkt ea recht ungestört weiter hinten, während die Elefanten ringsum Spaß haben. Dem NH wird’s zuviel der Elefanten und trabt davon- ah ne, es wendet nochmals und sucht sich eine andere Stelle. Nur ein kleiner Minielefant rennt immer wieder in seine Richtung und versucht sein Wasserloch zu verteidigen, aber das Nashorn bleibt cool. Die Herde macht ihre Show, sie baden, tauchen unter Wasser, jagen sich, drücken sich spielerisch immer wieder gegenseitig unter Wasser, kuscheln, trinken, necken sich. Gerade die kleinen sind megasüss. Es macht sooo Freude, Ihnen zuzuschauen- großes Kino. Ich bin im Megafotoflash. Die Sonne geht langsam unter und ich habe Gänsehautfeeling. Die Herde geht wieder, einige verweilen noch kurz am Wasserloch, um noch etwas Wasser zu trinken. Die Kleinen stolpern tollpatschig über ihre Füße und werden liebevoll wieder per Rüssel hochgezogen. Erst gegen 19:15 Uhr mit dem letzten Licht verließen die letzten Elefanten das Wasserloch. Immer wieder drehen sich Elefanten zu uns um, schwangen ihre Rüssel beifallheischend in unsere Richtung, als würden sie eine Reaktion/Applaus unsererseits erwarten. Ja, ihr Süßen- ihr habt volle Arbeit geleistet und mein Herz erwärmt.
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Wir warteten- vor uns hängte sich eine Fledermaus in den Zaun. Stille, Ruhe, erwartungsvolle Spannung. Eigentlich war ich ja eh schon glücklich- NH und Elefantenshow. Mehr brauche ich doch eigentlich nicht. Ich war glücklich und zufrieden, hier zu sein- alles richtig gemacht.

Sehr kurz erscheinen Schiesser Zebras, die aber sofort verschwinden, als aus der Dunkelheit ein weiteres NH auftaucht. Das NH lief äußerst fotogen über den Steg des Wasserlochs und zeigte sich in seiner ganzen Pracht. Die Silhouette spiegelte sich in der Wasserfläche. Ich stelle fest, dass ich die NHarten schlecht voneinander unterscheiden kann. Es dreht sich gemächlich in alle möglichen Positionen, trinkt, badet kurz und bietet uns ebenso 45 Minuten Show. Die Fotos klickern. Unglaublich, besser wie jedes Kino- Das NH verschwindet Richtung Büsche und stoßt fast mit den lauernden Hyänen zusammen, die es wild anfauchen. NHs sind wohl halb blind und in aller Seelenruhe trottet es nach links weg.
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Es ist unglaublich- 2 Minuten später ist wieder Elefantentrubel am Wasserloch. Wieder laufen sie direkt zum Frischwasserlieferant, aber statt uns ihren Hintern herzustrecken, schauen sie in unsere Richtung. Manchmal denke ich, besuchen uns die Elefanten im Zoo.
Auch hier wird wieder der Rüssel geschwungen in unsere Richtung gedreht. Elefanten scheinen echt Spaß am Leben zu haben.
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Greg ging müde heim. 20 Minuten war nichts los am Wasserloch- Rekordzeit.
So nahm ich mehr die Besucher des Wasserlochs wahr. Gerade die Reisebustouris nervten mich. Sie verhielten sich recht egoman und waren regelrechte Störenfriede. Bierflaschen wurden aus der Kühlbox genommen, laut und klirrend zugeprostet und mit Stirn- und Taschenlampen Tiere geblendet oder diese mit Blitz fotografiert. Individualtouris wiesen sie zurecht, dass sie Lampen ausmachen sollten bzw. einfach mal ruhig sein sollen.

Plötzlich taucht eine NHmutter mit ihrem Kind auf-Ist das denn die Möglichkeit- das kann doch alles nicht wahr sein. Es wird geflüstert- teils sind es dieselben Besucher wie in Okaukuejo. Auch jetzt sind wieder die Nashörner zeitgleich mit 9 Fantis am Wasserloch- die Fantis an der Wasserquelle, die Nashörner gegenüber. Sie lassen sich gegenseitig in Frieden.
Innerhalb von 5 Minuten tauchen 3 Elefantenfamilien auf- es ist unglaublich!
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Ich schaute ihnen ein wenig zu. Es war mittlerweile 21:50 Uhr und mir fielen nach diesem Kino ebenso langsam die Augen zu. Ich folgte Greg äußerst ungern-schließlich haben wir morgen noch einen Tag Etosha und dieser muss genutzt sein

Ich sag nichts mehr gegen das Wasserloch, ich bin restlos begeistert. Ich war rundum glücklich und innerlich irgendwie von dem heutigen Abend völlig aufgedreht. Wir haben 5 Nashörner heute gesehen- das ist doch der Wahnsinn hier. An diese Momente werde ich wohl mein Leben lang denken.
Teil 3502. Juni 2019
21. Tag/10.10.2018 Emanya@Etosha Lodge
295km

Wir fuhren nach einem kurzen Frühstück bereits um 07:30 Uhr wieder aus Halali raus. Die Straße am scheinbar aktiven Nuamses Wasserloch war schlichtweg schlecht und tierlos.
So genossen wir die Fahrt entlang der Etosha Pfanne. Nur am Etoshas Lookout kann man etwas in die Pfanne hneinfahren und der Anblick auf die trockene Weite mit Nordseebüschel ist einzigartig. Ein Mann war dort aus dem Auto gestiegen- ist das dort eigentlich offiziell erlaubt? Letztendlich gibt es ja keinen Schutz für den Menschen.
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Wir genossen den Morgen und sahen eine Kuhantilope und Strausse. Wir liebten es, immer wieder zur Pfanne zu schauen, einzelne Bäume und Büsche wirkten sehr kunstvoll.
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Am Batia Wasserloch war zwar nicht los, aber in der Nähe des Wasserloches sahen wir viele Gnus, Zebras und Kuhantilopen, die die Gnus zu ärgern schienen, denn diese jagten daraufhin die Kuhantilopen, die actionreich in die Luft sprangen.
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Auf dem schönen Weg nach Okerfontein erblickten wir hinter Bäumen zwei Elefanten. Viele fuhren an ihnen vorbei, aber wir erfreuen uns immer noch über Tiersichtungen am Wegesrand. Immer wieder sahen wir auch Zebras oder auch Elefanten fotogen durch die Pfanne laufen, Wir waren begeistert von der Landschaft und schon allein deswegen lohnte sich die Fahrt, auch wenn es nicht so mega tierreich war. Das Okerfontein Wasserloch war tierlos, aber in der Nähe waren wieder einige Gnus und auch Zebraherden, die in aller Gemütsruhe die Strasse querten oder schmusten. Die Kleinen tranken bei der Mama.
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Jetzt musste ich aber wirklich dringend auf Toilette und das mitten im Etosha. Und als Greg etwas schneller um die Ecke fuhr, bremste ich ihn durch ein lautes „Stoooooppppp“!!! Direkt vor der Toilette querte doch tatsächlich ein Elefant die Straße und blieb direkt am Wegesrand stehen.
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Na hoffentlich bleibt er da hinten und zerlegt meine Toilette nicht. Ich hatte ja einige Horrorgeschichten gelesen und die Toilette war zwar zugegebenermaßen kein Augenschmaus, aber mit Hygienetüchern lassen sich auch ein fehlendes Waschbecken und fehlende Seife leichter ertragen.

Wir fuhren am tierleeren Ngobib einem Wasserloch vorbei und stoppten auf der Straße hinter einen PKW. Elefanten ruhten sich direkt an der Strasse unter einem Baum aus und der Vordermann wagte es tatsächlich und fuhr los. Uns stockte der Atem und wir beobachteten das Geschehen. Das Auto fuhr langsam vorbei, es wurde aus dem Auto eifrig fotografiert und die Herde gefilmt.
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Diese erhob sich und kam uns zügig auf der Straße direkt mit bedrohlich wehenden Ohren entgegen. Ups. Panisch sagte ich:“Greg sie kommen!!!Versuch zu wenden!!!“ Greg blieb erstaunlich ruhig. Da wir alleine waren, konnte Greg problemlos rückwärts fahren und lenkte uns kurvig hunderte Meter sicher aus der Gefahrenzone. Glücklicherweise gab es keine Schlaglöcher. Ja, jeder kuscht vor den Elefanten, auch wir. Daheim stellte ich erstaunt fest, dass die Beifahrerin aus dem Vorderauto verrückterweise ausgestiegen ist und unsere Flucht fotografierte. Das Aussteigen ist im Park aus Sicherheitsgründen für Mensch und Tier verboten und bereits am Parkeingang sind Verhaltensregeln angebracht. Im Forum sagte man mir, dass ich das am besten gleich im Park gemeldet hätte und es daheim dafür zu spät sei. Schade- ich fand deren Verhalten leichtsinnig und unmöglich.
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Die Elefanten verließen die Fahrstrasse durch ein leicht bewaldetes Gebiet Richtung Wasserloch und wurden von neugierigen Schwarznasenimpalas aus dem sicheren Schatten der Bäume beobachtet
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Wir warteten immer noch voller Adrenalin auf die Fantis am Wasserloch. Ein weiteres Auto war am Wasserloch und die Insassen behaupteten, dass sich Löwen versteckt hätten, die wir aber nicht sahen. Die Elefantenherde kam anmarschiert und der erste Elefant trötete furchterregend. Die zwei Löwen kamen aus ihrem Versteck und trollten sich gemächlich unter einen Schattenbaum.
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In Kalkheuwel waren Zebras zu sehen.

Das Chudop Wasserloch hat eine fotogene Riedgrasinsel, wo auf der einen Seite 4 Elefanten tranken und sich auf der anderen Seite auch viele trinkende Zebras, Steinböckchen und Kudus aufhielten.
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In Koasaneb Wasserloch sahen wir unter einem grünen Baum, etwas entfernt eine Löwenfamilie im Schatten ausruhen und bekamen diese leider nicht so richtig vor die Linse.
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Greg hatte Hunger und so fuhren wir weiter nach Namutoni, wo wir sogleich den Shop stürmten. Wir reihten uns mit 2 Magnum Peppermints ein, als plötzlich von hinten eine Stimme ertönte:„ Silke?“ Ich schaute etwas verdutzt drein und konnte so schnell gar nicht begreifen, wer mich hier kennen könnte. Natürlich war es Gabi aus dem Forum- es gab ein großes Hallo. Vor der Reise hatten wir festgestellt, dass wir meist dieselbe Route mit teils den gleichen Übernachtungen fuhren- nur waren wir ihnen meist einen Tag voraus. Wir waren uns sehr sympathisch und verschoben den Plausch auf abends in der Emanya Lodge, da wir alle 4 im Tierfieber waren.

Wir schauten uns das von deutschen Schutztruppen in den Jahren 1902/1903 errichteten weiße Fort an. Am Wasserloch war nur ein großer Vogel, der sich mit seinem Schnabel im Gefieder kratzte und daher nicht sehr fotogen war.
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Wir fuhren Richtung Twee Palms und sahen einige Palmen. Am sumpfigen Wasserloch selbst stehen 2 Palmen und ein Elefant und ein Zebra versanken richtiggehend im Loch.
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In Tsumcor waren unendlich viele Tiere da- ca 12 Giraffen, Kudus, Zebras, Oryxe, Elenantilopen und zwei Elefantenherden. Wir waren völlig geflasht. Hier tranken sogar Zebras, Giraffen und Elefanten gemeinsam. Um 15:20 Uhr rissen wir uns schweren Herzens los. Die Fahrt zum Adoni Wasserloch dauerte uns dann letztendlich zu lange, so dass wir wendeten und erneut am Tsumcor vorbeischauten, um eine größere Elefantenherde zu beobachten.
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In Groot Okevi und Klein Okevi war wenig los.

Greg musste in Namutoni auf Toilette und ich fotografierte die zahmen Mangusten mit ihren roten Näschen.
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In Klein Namutoni waren eine Giraffe, Oryxe und Schwarznasenimpalas. Es waren einige Autos da und wir hörten, wie sie untereinander auf deutsch per Mikro kommunizierten. Anscheinend wurde ein Leo gesichtet und auf einmal fuhren alle weg, fanden den Leo aber augenscheinlich doch nicht.


Beim Dik Dik Drive sahen wir die kleinen 5-6kg schweren Antilopen. Die Päarchen leben bis zu ihrem Tod beisammen, nur wenn der Partner stirbt, suchen sie einen neuen.
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Wir machten erneut einen Abstecher nach Klein Namutoni. Dort standen mittlerweile einige Autos und eine Elefantenherde gab ein richtiges Schauspiel. Die Kleinen waren mal wieder zuckersüß, erfreuten sich am Wasser und tauchten öfters mal unter.
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Landschaftlich und tiermäßig gefiel uns der Tag sehr. Heute hatten wir den Fanti Rekord gebrochen und auch 54 Giraffen gezählt- allein in Tsumcor gab es 12.

Um kurz nach 17:30 Uhr fuhren wir los- schließlich mussten wir heute leider den Park verlassen. Am Gate waren die Mitarbeiter des Parks bestens gelaunt, fragten uns, woher wir kämen. Ihr „Bis morgen“, mussten wir leider verneinen. Auf der Teerstraße rollten mir traurig die Tränen runter.

Wir sahen noch einige Wildschweine und kamen gegen 18:30 Uhr in der Emanya Lodge an.
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Wir whatsappten mit Gabi und Fridolin und verabredeten uns zum Abendessen. Netterweise wurden die zwei für uns gedeckten Einzeltische zusammengestellt. Wir verstanden uns auf Anhieb, quatschten wild drauf los und verbrachten so einen schönen unkomplizierten Abend mit einem wirklich leckeren Essen. Der „ Amarula-Song“ der Angestellten brachte uns aber eher zum Schmunzeln.
Teil 3603. Juni 2019
Fazit ETOSHA:
Mit 22.700 ha entspricht der Park etwas mehr wie die Fläche der halben Schweiz. Die beste Zeit für Tierbeobachtungen ist von Juni bis Oktober, da in der Trockenzeit die Tiere auf die künstlichen Wasserstellen angewiesen sind.

Wir durchquerten den Park innerhalb von 3,5 Tagen von West nach Ost und nächtigten in 3 staatlichen Camps mit Wasserlöchern. Dolomite Camp im Westen, Okaukuejo im Mittelteil, Halali im Osten und direkt vor den Toren Etoshas in der Emanya@Etosha Lodge. So bekam man einen hervorragenden Einblick in alle Ecken Etoshas und wir nutzten die Wegstrecken als Gamedrives. Für Ersttäter fanden wir das die beste Option. Die Camps im Park sind zwar einerseits überteuert, aber die Wasserlöcher in Halali und Okaukuejo waren natürlich unschlagbar. Vielleicht sind uns unbekannte Lodges wie Hobatere, Etosha Village oder auch Onguma gute Alternativen. Für 2020 haben wir das Etosha Village und Halali gebucht und verzichten dieses Mal auf Okaukuejo.
Wo wir im Ostteil übernachten werden, ist noch unklar- ich finde Onguma als kurzen Übernachtungsstop echt zu schade.

Wir waren begeistert, so nah an die Tiere ranzukommen und mit dem eigenen PKW durch den Park zu fahren. Es hatte etwas Entschleunigendes das Tierverhalten zu beobachten:
• geräuschlose fürsorgliche, gutgelaunte, kuschelnde, badende, respektvolle Elefanten. Sie sind eindeutig die Obersten in der Hierarchie- selbst Löwen kuschten vor ihnen
• aufmerksam und am Geschehen interessierte und beobachtende Giraffen
• behäbige, meditative, ruhige Nashörner
• angsteinflössende Löwen, die immer für eine Grundspannung am Wasserloch sorgten
• die ängstlichen Zebras, die eine Opferrolle einnahmen


22. Tag/11.10.2018 Okonjima Plains Camp

338km

Heute konnten wir fast ausschlafen und frühstückten um 07:30 Uhr mit Gabi und Fridolin.
Ich besuche gerne spezielle Städteevents in verschiedenen Ländern und sie erzählten mir vom spannenden Kuhkampf im Wallis und dem Schwingerfest. Die Streetparade und den Basler Morgenstraich kenne ich ja bereits. Vielleicht schaffen wir es ja, uns bald bei einem dieser Events oder im Schwarzwald / der Schweiz zum Fotobuchaustausch wiederzusehen. Es passte einfach zwischen uns und die Stimmung war sehr harmonisch.

Wir verquatschten uns etwas und fuhren nach einem gemeinsamen Abschiedsfoto gegen 09:15 Uhr los. Wir legten einen Zwischenstop am Otjikoto See ein und bezahlten die 100 NAD Eintritt. Als sich die deutsche Schutztruppe 1915 zurückziehen musste, versenkte sie den Grossteil Ihrer Ausrüstung im See, um diese nicht den nachrückenden südafrikanischen Truppen zu überlassen. Nur einige Stücke wie beispielsweise ein Munitionstransporter, Maschinengewehre, Kanonen und unzählige Waffen wurden geborgen, während der Geldsafe unbekannten Inhalts noch verschollen ist Naja, eine weitere Z Sehenswürdigkeit. Sehenswert waren die Phyton Bäume-ein Baum verästelt sich so in einen weiteren Baum, umschlingt diesen, bis er diesen abtötet. Auch gibt es dort die ungewöhnlichen Bäume mit grünem Stamm, deren Namen ich nicht kenne.
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Manchmal liefen Menschen mitten auf der Strasse, aber ansonsten war die Teerstraße einfach öde und langweilig. Wir tankten und meldeten uns am ersten Gate von Okonjima an. Okonjima ist Sitz der African Foundation, eine Organisation, die 1992 gegründet wurde, um Namibias Raubtiere vor der Ausrottung zu bewahren und ihre Verhaltensweisen zu studieren. Heutzutage gibt es weltweit 7000 Geparden, 2.500 leben in Namibia und davon nur 5 Prozent in geschützten Nationalparks. Africat versucht in Gesprächen mit Farmern, diesen Alternativen aufzuzeigen, statt die Tiere zu töten. Auf Pirschfahrten kann man Leoparden und Geparden, die meist ein Funk Halsband zur Aufenthaltsortbestimmung tragen, näherkommen. Nach dem zweiten Gate sahen wir Geparden und Leoparden-Warnschilder- da wurde uns schon ein wenig mulmig. Nach dem dritten Gate sahen wir Warzis, mehrere Giraffen, Zebras, Kudus und Steinböckli. Die Fahrt zum Hauptgebäude zog sich und wir wurden vom Personal sehr freundlich und lustig empfangen. Wir entschieden uns gegen den vorgeschlagenen Cheetah Drive/Walk am Nachmittag, da wir ja bereits Cheetahs erleben durften. Stattdessen buchten wir den Morning-Leopard Drive für 700NAD.
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Bis zur gebuchten Garden Lodge fuhren wie weitere Minuten. Wir richteten uns ein und waren über das fehlende Moskitonetz erstaunt.
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Zum Ausgangspunkt der Wanderung musste man leider fahren - Greg war es zu heiß und ich wollte nicht alleine losziehen.
Wir liefen zurück zum Hauptgebäude und genossen unsere vorerst letzte Kaffee und Kuchen Time. Greg las entspannt in der Lounge und ich saß erwartungsvoll in der prallen Sonne vor dem Wasserloch- Warzis, Wild Dogs und Steinböckchen gaben sich die Ehre
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Wir blieben hier entspannt bis zum Sundowner mit Savannah Light und einem Malawi Shandy.
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Danach gab es ein leckeres, immer schön angerichtetes Abendessen. (Greg hat die Speisekarte mitgenommen). Die Bedienungen waren wieder superfreundlich.
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Der Heimweg zu Fuß war aufgrund der schlechten Beleuchtung gar nicht so einfach- zudem versagte der Handy Akku und somit unsere Lichtquelle. Wir hatten nicht erwartet, dass wir nicht mehr zwischenrein zurück in das Zimmer kommen und hatten die Taschenlampe vergessen. Das war ein bisschen nervig. Im Zimmer- sorry- tötete Greg zwei Riesenspinnen und ich ging auf Moskitojagd. Das Surren nervte- eine bekam ich, die andere nicht und hoffte darauf, dass sie keine Malaria überträgt.
Teil 3703. Juni 2019
So, iich möchte endlich fertig werden und schiebe daher gleich den nächsten Morgen hinterher.

23. Tag /12.10.2018 Abflugstag morgens
275 km

Um 05:15 Uhr klingelte erst unser Wecker und zusätzlich klingelte uns um 5:30 Uhr unser Telefon- Wake Up Call aus den Federn. Um 6:00 Uhr frühstückten wir mit anderen Gästen Kaffee und Muffins. Wir waren etwas verschrocken über die wachsende Teilnehmeranzahl am Leo Drive und erwarteten missmutig eine Massenabfertigung. Aber wir wurden sogleich positiv überrascht, denn wir waren nur zu sechst mit schweizerischen Reisebustouris im Jeep und jedes Auto fuhr zudem in eine andere Richtung davon, so dass wir bei einem Sichtungsglück doch alleine wären.
Unser Führer Mathew hielt erstmal an, um den Zauber des Sonnenaufgangs zu genie0en.
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Dann klärte er uns auf, dass wir nur eine 50% Chance hätten, Leos zu sehen, da das Gebiet mit 22000ha riesig sei und auch nicht alle Leos ein Funkband besitzen. Er machte uns auf Vögel, Kudus und Impalas aufmerksam und ich fotografierte und freute mich bereits an dem, was ich sah.
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Eine verächtliche Stimme tönte von hinten: „Sie sind wohl erst hier angekommen in Namibia?!!“
Greg erwiderte:“Nein, wir sind schon länger hier.“
Und ich fügte schnippisch hinzu:“ Ja, und wir können uns immer noch über jedes Tier freuen.“
Der Ton macht einfach die Musik und so reagierte ich dementsprechend. Und zugegebenermaßen hatte sich während des Urlaubs eine gewisse Aversion gegen Bustouris gesteigert- aber egal.

Mathew fuhr durch die weite Landschaft, ab und zu stieg er mit seiner Wünschelrute auf die Motorhaube und nahm die Piling auf.
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Links vermutet er Leos und je näher wir einem der 6 getrackten Leos kämen, desto stärker würde das Signal und das damit verbundene Geräusch werden. So ein wenig erschien mir das schon als Humbug, aber nach kurzer Zeit wurde das Signal tatsächlich stärker und die 10 jährige Saskia sollte in der Nähe sein. Echt krass- wir fuhren in der völligen Wildnis einige Sträucher und Busche um, teilweise schlug er diese auch mit seinem Stock nieder und meinte, dass man hier eh vorhatte, das Gebiet zu entbuschen- also warum nicht gleich;-). Na dann geht’s los –„Achtung links- Ast- ducken!“;-). Es war schon ein bissel abenteuerlich, Das Signal wurde lauter, aber der Leo schien sich zu bewegen und so stieg die Spannung. Wir drehten um und sahen sie ganz versteckt im Dickicht liegen. Mathew war das nicht nah genug und fuhr gnadenlos weitere Bäumchen um, damit wir sie besser sahen. Saskia ließ sich kurz fotografieren, hatte aber sichtlich keine Lust auf uns und lief davon. Mathew meinte, dass es hier eigentlich sinnlos ist, da das Gebiet zu unwegsam sei. Naja, wenigstens einen Leo hatten wir gesehen.
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Wir fuhren weiter und Mathew bekam relativ schnell ein neues Signal. Noah, der 18 monatige Sohn Saskias, sei in der Nähe und wir spürten ihn recht schnell auf, da er ungeschützt da lag. Noah war schlichtweg ein Traum, ein richtiger Poser, wie er im Bilderbuch steht- mal legte er verträumt den Kopf auf seinen Pfoten ab, mal streckte er sich ausgiebig, mal lag er auf dem Rücken, mal wälzte er sich, mal legte er sich zur Seite. Wie ein Topmodel wechselte er seine Pose und ließ uns genug Zeit für Fotos. Ich ahnte nicht, dass Leos so beweglich sind und war völlig hingerissen von dem kleinen Leo, der auf uns ganz tiefenentspannt wirkte und sich ungestört fühlte. Es war wirklich ein besonderes Erlebnis, einem Leo in ca 8-10 m Abstand zu begegnen und selbst völlig ungeschützt zu sein.
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Leider mussten wir wieder zur Lodge zurück. Bevor wir das Gate der Lodge passierten, sahen wir ungeschützte Arbeiter im Leo Bereich. Hm- naja, es muss ja erledigt werden, aber sind diese wirklich vor den Leos sicher? Die Gates Sperren erinnerten Greg ein wenig an Jurassic Park- hier war es eben der Leo Park. Im Bereich des Lodgegeländes hielt Mathew nochmal an, damit wir eine Zebrafamilie sowie Oryxe, Warzis und Vögel beobachten konnten- der Abschied aus dem tierreichen Afrika fällt mir immer schwerer.
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Pünktlich um 09:30 Uhr erreichten wie die Lodge, frühstückten ausgiebig und waren richtig traurig, später am Tag abzufliegen. Im Zimmer stellten wir fest, dass die Putzfrau bereits das Zimmer gereinigt hatte, obwohl wir ja abreisten und noch nicht fertig gepackt hatten. Seltsam, aber ich kann es nun auch nicht ändern und wir packten alles zusammen. Meine Jeans ließ ich im Zimmer- vielleicht freut sich ja noch jemand darüber. Wir waren 15 Minuten über der Check out Zeit und mussten aber trotz eindringlicher Warnung keine Konsequenzen spüren. Wir fuhren um 10:45 Uhr wieder die 23 km zur Hauptstraße raus und sahen letzte Affen. Tschüüüüßßßß Afrika- wir kommen wieder!!!
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Fazit Okonjima.
Das Gelände und die Lodge ist groß und die Wege lang, so dass man selbst bei Wanderungen ein Auto benötigt. Im Zimmer war zwar Peaceful Sleep vorhanden, aber kein Moskitonetz, was ich bei der Preiskategorie schon erwartet hätte. Die Mitarbeiter waren supernett und lustig und das Essen wirklich super. Es ist recht grün und auf dem Gelände sind einige Tiere. Der Leo Drive hat uns super gefallen, war spannend und wir können hier einen Besuch auch weiterempfehlen.

Good n8
Teil 3804. Juni 2019
23. Tag /12.10.2018 Abflugstag mittags

Wir ignorierten den Schnitzermarkt von Okahandja und düsten direkt durch bis nach Windhoek. Jeder hing seinen Gedanken nach und wir waren traurig, dass es die letzte Fahrt ist. Die öde Teerstraße macht einem dernAbschied ein wenig leichter.

Die Hauptstadt Windhoek ist 45 km vom Flughafen entfernt, hat rund 400.000 Einwohner und wird von den Bewohnern aufgrund Ihrer Übersichtlichkeit auch als Dorf bezeichnet. 2% der Bewohner haben als Muttersprache Deutsch gelernt- es gibt Brezeln, Buletten und einige Ortsschilder haben deutsche Namen, beispielsweise Molkte Strasse, Schuster Strasse, Gartenstrasse, Bahnhofsstrasse.

Wir fühlen uns wegen Überfallgefahren in Städten nicht mehr so wohl und konzentrierten uns daher auf das Nötigste.

Wir fuhren erstmal zu Joes Beerhouse und waren erstaunt über die vielen Warnschilder von Autoaufbrüchen am eigenen Parkplatz. Das Beerhouse war recht originell und es gab viel zu entdecken. Greg trank Cola und ich ein Abschieds Rockshandy.
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Wir parkten an der Christuskirche und mit unserem ganzen Gepäck im Kofferraum waren wir etwas unentspannt. Wir hofften, dass der von uns bezahlte Parkwächter einen guten Job macht. Wir besichtigten das Wahrzeichen der Stadt, die Christuskirche. Sie wurde von 1907-1910 als Symbol des Friedens gebaut. Kaiser Wilhelm II hatte wie in Lüderitz die Glasfenster hinter dem Altar gespendet, seine Frau Augusta die Bibel. In der Kirche selbst gibt es noch eine Ehrentafel mit deutschen Namen, die in der Kolonialphase verstorben sind.
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Wir liefen zum Tintenpalast, der 1913 errichtet wurde und früher Sitz der deutschen Kolonialregierung war, Heute tagt darin das Parlament. Leider war der Park beim Tintenpalast gesperrt, nur vereinzelte Absolventen trauten sich und posierten für Fotos
Überall blühten lilane Jakarandabäume..
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Greg und ich schlenderten noch kurz durch das Independence Memorial Museum. Dieses wurde von Koreanern erbaut, 2014 eröffnet und zeigt den Weg Namibias auf dem Weg in die Unabhängigkeit. Wir entdeckten ein Genscher-Foto und aßen ein letztes Magnum Mint im schönen Dachterrassencafe. Dort hat man eine tolle Sicht auf den Tintenpalast, die Christuskirche und die lilanen Bäume. Dieser Abstecher war überaus lohnenswert. .
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Im Namibia Craft Center kaufte Greg eine Namibia Fahne und ich ein Armband. Hier gibt’s allerlei Souvenirs, Bücher, Schnitzereien, Schmuck, sogar Christbaumschmuck (Engel, Sterne, Weihnachtsmänner etc) und Krippen.
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Auf der Dachterrasse der Heinitzburg aßen wir Käsekuchen, Apfelstrudel und tranken Milchkaffee.
Hier wars ein bissel schicker und man hatte einen tollen Blick auf die Stadt, die nebenan gelegne Sanderburg sowie das bergige Umland. Es war schon fürs Abendessen eingedeckt und wir hatten Glück, noch einen Tisch zu bekommen. Die Milch im Kaffee flockte und als wir das dem Kellner sagten, mussten wir den Kaffee fairerweise nicht bezahlen.
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Letztendlich benötigten wir für dieses Programm ca. 4 Stunden und fanden das völlig ausreichend. Wir waren froh, hier nicht übernachtet zu haben und hatten auch nicht das Bedürfnis, Weiteres ansehen zu wollen.

Schwermütig fuhren wir zur Tankstelle und wurden sogleich von der schwarzen Tankwärtin angestrahlt, Sie fragte uns nach Klopapier, Kulis, Wasser oder Kosmetika und als Nicht-Camper hatten wir nichts. Greg und ich wollten unsere Schuhe in Namibia lassen und so fragten wir sie, ob sie diese vielleicht brauchen könnte. Sie strahlte über beide Ohren, nahm es dankend an und verschwand mit ihrer Beute glückselig. Uns berührte das sehr und gerade Greg nahm es ziemlich mit. Wir hätten von vorneherein anders planen sollen- wir hätten echt die ganzen Kosmetika, Duschgels etc. der Lodges mitnehmen und in kleine Tüten verpackt an der Tankstelle oder unterwegs abgeben sollen. Auch hätten wir von vorneherein mehr Kleidung mitnehmen sollten, von der wir uns eh trennen wollten. Man freut sich einfach dort über vieles, was für uns selbstverständlich ist.

Wir gaben unser Autochen ab und der Autovermieter freute sich über unsere letzten Kekse. Das Einchecken dauerte nur 5 Minuten und auch die Security war superschnell. Alles problemlos. Der Duty Free Shop war leider geschlossen, aber ich fand dann in dem Souvenirshop tatsächlich noch ein Armband. Am Gate schrieben wir noch beide ein wenig Tagebuch und man spürte dass wir so gar keine Lust auf den Heimflug hatten. Wir merkten plötzlich, dass wir einen kleinen Koffer nicht eingecheckt hatten und eigentlich zuviel Handgepäck dabei hatten, aber das interessierte beim Einsteigen in den Flieger niemand.
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Der Rückflug verlief problemlos, die Bahn wiederum zickte wegen Streckensperung… und so dauerte die Rückfahrt mit Bummelzügen ewig.

So unglaublich - das wars! Finito!

DANKE, dass ihr mich alle auf unserer ersten Tour begleitet habt und ich hoffe, es hat euch ein wenig gefallen!
DANKE auch an alle Danke Drücker!


Mal schauen, ob ich heute noch das Fazit der Reise schaffe- ansonsten folgt es sehr sehr bald;-).
Teil 3905. Juni 2019
Fazit:


Wir kommen wieder- das sagt doch schon alles, oder? 😉.
😄

In 2020 werden wir den Sossusvlei, Swakop, Erongo und Etosha wiederholen, aber den Caprivi, die Victoria Falls und den Waterberg neu erkunden. Bis auf 2 Übernachtungen- Etosha Ost sowie Victoria Falls habe ich seit Wochen alles gebucht

In Gedanken habe ich auch eine dritte Tour in mind (Palmwag, Grootberg , Epupa Falls und KTP) - aber mal schauen, wie sich die Preise weiter in die Höhe entwickeln und wir haben auch noch andere Fernreiseziele.

Was hat uns denn nun so verzaubert?
- Die wunderbare einzigartige Tierwelt- vor allem im Etosha
- Die Weite, die Leere und die unterschiedlichen Landschaften (die Namib und die Kalahari, der Erongo, der Fish-River Canyon)
- Das entspannte Leben auf den Lodges
- Die Gespräche unterwegs


Was würden wir anders machen?

Ja, es war ein Monstertrip- wir sind viel gefahren- aber wir wollten das alles nicht missen. Wir haben einen kurzen Einblick in ein riesiges Land erhalten, dass man in 23 Tagen natürlich nur zu einem kleinen Teil sieht. Wir verstehen durchaus, dass viele zu Doppelübernachtungen raten, aber als Ersttäter will man erstmal einen groben Überblick bekommen und Highlights sehen, um daraufhin entscheiden zu können, ob es einem gefällt und ob man wiederkommt. Man hat keine Vorstellung davon, was einen erwartet und wie abwechslungsreich oder entspannt ein Lodge- Leben sein kann bzw. welche Ausflüge man in der Umgebung unternehmen kann.

Wir fanden unsere Tour als Ersttätertour nahezu perfekt. Ich gebe aber zu, dass wir es bei der zweiten Tour entspannter angehen lassen und viele Doppelübernachtungen haben. Das wird bestimmt ganz ungewohnt. Für uns waren die Fahrtstrecken auf den C und noch besser den D Straßen einfach immer ein besonderes Erlebnis, denn nur dort erlebt man Weite und Einsamkeit. Asphalt ist einfach nur stinklangweilig und mehr nicht.

Wie schon zu Beginn der Reise vermutet, sollte sich die Gegend rund um Twyfelfontein am streichwürdigsten entpuppen, da ich einfach nichts mit Felsgravuren anfangen kann. Aber ich finde als Ersttäter sollte man es mal gesehen, haben. Nochmals hinfahren würde ich nimmer.

Ähnlich geht es mir mit dem Otjitotongwe Cheetah Park Erlebnis (verbessert). Das Okonjima Konzept hatte mich mehr überzeugt. Wir hatten ansonsten leider keine natürliche Sichtung von Leoparden oder Geparden und somit war das als Ersttäter trotz alledem schon ein Highlight.

Weitere Änderungen? Natürlich näher ans Sossusvlei Gates und den Waterberg einplanen.


Wie wäre jetzt im Nachhinein die perfekte 23 Tage Aufteilung für Ersttäter?


1 Ü Auas Safari Lodge-1Ü Kalahari Anib Lodge- 1Ü Keetmannshoop- 2 Ü Canyon Lodge-
2 Ü Klein Aus Vista- 2 Ü Desert Quiver Camp- 3Ü Swakopmund-2 Ü Erongo- 2 Ü Vingerklip Lodge 4Ü Etosha-2 Ü Waterberg-1Ü Okonjima
Ich weiß- es ist viel Rumfahrerei,-aber somit hätte man einen guten Einblick

Was würden wir Ersttätern raten?
- setzt euch mit Reifenwechseln auseinander;-)
- nehmt immer eine Taschenlampe mit, da es überall zu Stromausfällen kommen kann

Die schönsten Fahrtstrecken?
- Für uns vor allem der Drive untenrum – vom Fish River über Ai- Ais bis nach Rosh Pinah (letztes Stück nimmer sooo spannend)
- Die Fahrt über den Spreetshoogte und Gamsberg
- Die Fahrt durch den Erongo

Unsere Lieblingslodges:
1. Canyon Lodge
2. Vingerklip Lodge
3. Auas Safari Lodge, Halali (wegen des Wasserlochs)


Die größte Lodge - Enttäuschung, da auch eine unheimlich hohe Erwartung

1. Bagatelle Kalahari Game Ranch- uns einfach zu rummelig und unpersönlich
2. Okaukuejo Waterhole Chalet- aber das Wasserloch ist und bleibt mega- wenn man ein Doppelzimmer bucht, ist man wahrscheinlich besser dran


Der Reisebericht und die Reaktionen:


Ich habe mich an so mancher Stelle mit Formulierungen – besonders im Etosha- schwer getan. Letztendlich war der Bericht- bis auf die Reifenpanne- doch nur aus meiner Feder entstanden. Greg muss es immer noch ins Reine schreiben und ist noch immer auf der Hohenstein Lodge hängengeblieben.

Mir war es nicht bewusst, dass es soviel Zeit kostet, den Bericht zu erstellen, aber das Formulieren und Bilder Einfügen ist unheimlich zeitintensiv. Zwischen neuen Urlaubsplanungen, arbeitsintensiven Wochen und privaten Verpflichtungen ist es ein Balanceakt immer wieder weiterzuschreiben. Manchmal habe ich bei anderen Reiseberichten aufgrund einer langen Dauer den Faden verloren, da die Verfasser einfach verständlicherweise nicht immer die Zeit finden. Das fand ich oft schade, da die Berichte super interessant waren. Jedem, der hier jemals einen Reisebericht eingestellt hat, zolle ich Respekt vor dieser Arbeit, da sie auch so das Forum am Leben halten. Jeder hat seinen eigenen Schreibstil und wenn es einem nicht passt, sollte man das Lesen dieses Berichtes bleiben lassen und zu einen anderen Bericht wechseln.

Ich habe mich sehr über viele positive Reaktionen gefreut. Manchmal hätte ich mir mehr Reaktionen oder Fragen gewünscht, aber andererseits war ich auch froh darüber, da ich sonst gar nimmer nachgekommen wäre. Greg schreibt viel sachlicher und ich sehr emotional- ich weiß. Ich habe mich über Hilfestellungen gefreut, wie ich die Schnelligkeit des Hochladens verbessern kann oder auch an einem Abschnitt weiterarbeiten kann und über Hilfe bei Tierbestimmungen. Für all die Komplimente und Hilfen dieser Mitfahrer sowie die heimlichen Danke Drücker habe ich mich total gefreut.
Greg und ich hatten keine unbeschwerten sorgenfreien letzten Monate und so war es auch für mich eine gewisse Ablenkung, mich in positive Gedanken nach Namibia zu flüchten. Unsere Gedanken waren oft woanders.

Ich will hier nicht hetzen oder eine erneuteLawine lostreten, aber ich will doch noch zu etwas Stellung beziehen, da ich mich sehr über eine Nachricht geärgert habe und ich mich frage, ob Mobbing bzw. Überheblichkeit gegenüber anderen/ Fremden im Forum sein muss und angebracht ist. Ich nenne auch bewusst keine Namen. Ich wurde veräppelt und mir wurde eine falsche Tierbezeichnung genannt, die ich sogleich im völlig übermüdeten Zustand mitten in der Nacht geändert hatte. Daraufhin erhielt ich eine persönliche Nachricht: “leider bin ich davon ausgegangen, daß Du meine Ironie bemerkst und mal in ein Bestimmungsbuch schaust oder was Ihr jungen Leute so als Bestimmungshilfe verwendet, Apps oder so....da Du so euphorisch berichtest...Hoffentlich bist Du im wahren Leben nicht auch so leichtgläubig “.

Nein zugegebenermaßen habe ich keine Apps oder sonstiges und habe leichtgläubig auf Forums- Hilfe und Ernsthaftigkeit vertraut. Ich habe gerade keinen Kopf für Ironie und ich hatte auch nachts vollkommen müde nicht mehr ausgiebigst recherchiert. Es stimmte mich traurig- da schreibt man durchaus mit einer emotionalen Ersttäter- Euphorie den Reisebericht und wird dann als- jung, naiv, leichtgläubig und dumm abgestempelt. Auch wenn nicht all diese Worte erwähnt wurden, habe ich das herausgelesen. Schön, wenn man zwischen 45 und 50 noch jung ist.

Ich werde mir meine vielleicht manchmal kindliche und positive emotionale Lebensfreude nicht nehmen lassen. Ich gebe allen und jedem eine Chance Ich finde so eine Reaktion unglaublich schade und verletzend- wir kennen uns nicht im wahren Leben und jemand beurteilt mich aufgrund meines Schreibstils und der Fotos und wertet mich ab. Da bin ich – man höre und staune- eindeutig zu alt für diese Kinderkacke und kann nur den Kopf schütteln.

Ich verstehe, wenn manche nach so einer Reaktion den Reisebericht nicht zu Ende schreiben oder das Forum verlassen. Der Umgang mit Ersttätern wurde schon oft diskutiert und oft habe ich mich auch rausgehalten.

Ich möchte zum Nachdenken des Tuns und der Worte anregen- verletzen sollte man andere nicht.

Viele Gedanken gingen mir durch den Kopf und auch ich könnte verletzende Worte wählen, aber ich will mich nicht auf dieses Niveau einlassen. Das ist würdelos.

Respektvoller Umgang sollte in allen Altersklassen vorhanden sein und es ist doch egal, wie viele Reisen man nach Namibia unternommen hat. Uns verbindet doch alle die Lust auf Reisen und Abenteuer! Und auf der nächsten Reise werde ich mich bestimmt wieder an Bäumen und Tieren erfreuen, deren Namen ich nicht kenne;-). Ob ich dann nochmals in die Tasten haue oder dies dann als Word Datei außerhalb des Forums mache, werde ich kurzfristig entscheiden.

So, aber nun damit genug-

DANKE DANKE DANKE für all eure Danke Drücker, Kommentare und Hilfen
Ich habe euch gerne mit auf Reisen genommen und ihr wart super Mitfahrer!!!
DDDDDDDAAAAAAAANNNNNNNKKKKKKKKKKKKKKEEEEEEEEEEE
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