Ersttäter Feinschliff für Juni

8 Antworten · 1'991 Aufrufe · gestartet 26. Dez. 2018 von Newbie23
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Themenstarter2 Beiträge · seit 201826. Dez. 2018 · #1
Hallo,

im Zuge meiner Reiseplanung für den Erstbesuch in Namibia und Afrika im generellen bin ich auf dieses Forum aufmerksam geworden und konnte schon viele hilfreiche Tipps finden - hierfür schonmal Dankeschön 🙂 Ist nun auch das erste Mal, dass ich einen solchen Post in einem Forum absetze 🙂

Nun geht es allerdings langsam in die Finalisierung der Routenplanung und ich möchte mir hierzu euer Feedback und etwaige Verbesserungsvorschläge abholen. Den Thread zu den Ersttätenrouten habe ich gesehen und etwas zum Vorbild genommen und aufgrund persönlicher Interessen etwas modifiziert. Aber vielleicht hierzu erstmal die Information wer reist:
Es werden sich kommenden Juni zwei Mid-Zwanziger mit Dachzelt Camper auf die erste Reise durch den afrikanischen Kontinent wagen. Es wurden auch bereits ähnliche Roadtrips durch den Westen der USA, Osteuropa oder Island unternommen. Ziel der Reise ist hierbei die Natur und Tierwelt des afrikanischen Kontinents auf eigene Faust kennen zu lernen. Städte oder Museen stehen hierbei für uns nicht an oberster Stelle.

Nun aber genug vorne weg erzählt, dies ist der gegenwärtige Planungsstand:
11.06 Ankunft Windhoek und Mietwagen/Camper Übernahme - Geplant ist Übernachtung in/um Windhoek um Ersteinkauf/Mietwagenübernahme und Eingewöhnung nicht zu stressig zu gestalten
12.06 Fahrt Richtung Süden bis zur Bagatelle Kalahari Game Ranch (Nutzung lokaler Angebote)
13.06 Langer Fahrtag bis zum Fish River Canyon (Interesse an Fosilien/Giant Playground oder Ähnlichem gering weswegen diese Strecke überbrückt werden möchte)
14.06. Vormittag am Fish River Canyon - Anschließend Fahrt nach Aus - bei entsprechender Zeit Fahrt bis Lüderitz - Übernachtung aber in Aus geplant
15.06. Besichtigung Lüderitz und der Geiserstadt (Must-See) - Übernachtung anschließend geplant Nahe der D707 (z.B. Kanaan N/a’an ku sê Desert Retreat)
16.06 Fahrt nach Sesriem und Übernachtung auf Sossus Oasis
17.06. Besichtigung der Dünen von Sossusvlei - Übernachtung nahe Sesriem (z.B. Waldeverde Guestfarm)
18.06. Fahrt bis nach Swapkopmund über Soltaire (Swapkopmund stellt aktuell kein Must-See dar und wird eher als Durchreise Ort betrachtet)
19.06. Fahrt ins Damaraland (Übernachtung z.B. Hoada Campsite)
20.06. Tag im Damaraland
21.06. Fahrt in Etosha (Übernachtung Okaukuejo)
22.06. Etosha (Halil)
23.06 Etosha (Namutoni)
24.06 Fahrt Richtung Waterberg
25.06 Waterberg
26.06 Fahrt nach Windhoek
27.06 Rückflug nach Deutschland

Bei folgenden Punkte würde ich mir im Speziellen gerne eure Meinung abholen:
- Der Abstecher zum Fish River Canyon ist aktuell sehr kurz eingeplant (lediglich ein Nachmittag/Vormittag). Wir haben dieses Jahr bereits den Grand Canyon besucht, weswegen eine Wandung im Canyon aktuell nicht auf der Liste steht. Lohnt es sich für den "Rim View" den Abstecher zum Canyon zu machen oder sollte die Übernachtung eingesparrt werden und stattdessen der lange Fahrttag in der Region Aus abgeschlossen werden?
- von den Dünen Sossusvlei bis ins Damarland "hetzen" wir ziemlich durch auf zwei Tage - gibt es hier lohnenswerte Must See Stopps die eingeplant werden sollten?

Die aktuelle Dauer der Reise ist auch eine erster Wurf - es würde die Möglichkeit bestehen diese noch um 2,3,4 Tage zu strecken.

Viele Grüße,
Newbie
502 Beiträge · seit 201626. Dez. 2018 · #2
Moin und Hallo Newbie,
meine generelle Einschätzung zu Deinen Plänen: zu viel für diese kurze Zeit.
Wenn ich das richtig sehe, plant Ihr nur für 16 Tage. Das ist für das Vorhaben viel zu kurz - Ihr seid nur auf der Piste.
Erstens würde ich Fish River Canyon weglassen, denn Ihr kennt den Grand Canyon schon. Dann würde ich Lüderitz weglassen und mir einen Tag mehr in Swakop gönnen. Auch dann ist's noch knapp.
Ihr seid ja als Camper unterwegs. Im Juni kann's ganz schön kalt werden (auf jeden Fall in der Nacht).
Eure bis zu 4 Tage Reserve würde ich auf jeden Fall mit einbauen, dann wird da auch ein richtiger Urlaub draus.
So wie Du Deinen Plan aufgezeigt hast, würde ich es auf keinen Fall angehen.
Weihnachtliche Grüße,
Dieter
1'014 Beiträge · seit 201626. Dez. 2018 · #3
Ich würde auch den fishriver streichen, nur hinfahren um vom Rand aus runterzugucken lohnt die weite Anreise nicht. Zumal dann, wenn ihr die Dinge an der Strecke links liegen lassen wollt. Einfach so runtersteigen geht übrigens nicht. Ist schlicht verboten, man muß eine der angebotenen Wanderungen oder Fahrten nutzen. In Swakopmund würde ich ein Zimmer bevorzugen, schon wegen der Temperaturen.

Yanjep
57 Beiträge · seit 201726. Dez. 2018 · #4
Hallo,
ich war letztes Jahr ebenfalls mit meiner Freundin (sind beide auch mitte 20) zum ersten Mal in Afrika unterwegs.
Swakopmund würde ich auch 2 Nächte machen. Als Station zwischen Swakopmund und Etosha, hat uns die Region am Brandberg auch gut gefallen. Außerdem lohnt sich noch ein Stopp an der Vingerklippe um dort mittags eine Pause zu machen.

Im folgenden Link mal unsere Route mit Übernachtungen, wie wir sie letztendlich gefahren sind.
https://namibia-forum.ch/forum/19-routen/291378-namibia-botswana-im-august-als-neulinge.html?start=18

Gruß
Gasse
4'140 Beiträge · seit 200926. Dez. 2018 · #5
Hallo Newbie,
willkommen im Forum, aber ich gebe den Schreibern zuvor recht: Viel zu viel in die Tour reingepackt. Typischer Anfängerfehler! Gebe aber zu, das habe ich vor 20 Jahren genauso gemacht, allerdings war damaös erheblich weniger Verkehr und ich musste noch nichts vorbuchen, Mein Tipp: Lass die über Google Earth o.ä. mal die Kilometer ausrechnen und dann nimmst du als Durchschittsgeschwindigkeit 80 km/h, dann weißt du, wie lange du jeden Tag im Auto sitzt.
Zum Beispiel: 14.6. Fish River - über ASus mit Besichtigung in Lüderitz und zurück nach Aus ist schlicht Unsinn. Da kannst du gerade mal in Lüderitz aussteigen , einmal tief durchatmen und wieder losfahren.
Wandern im FRC ist sowie so verboten. Du kannst nur an den Rand fahren und hineinschauen. Da doch lieber einen Tag mehr in Swakopmund. Warum willst du her nur eine Ünbernachtung machen und gleich weiterfahren? Auch wenn dich Städte nicht interessieren, warum machst du nicht eine Little Five Tour mit oder fährst mal von Walvis aus mit einem Boot zu Robben und Delfinen?
In der Etoscha würde ich die Übernachtung in Namutoni gegen eine weitere in Okaukejo tauschen.
Um die letzte Bemerkung von dir noch aufzugreifen: Ja, ich würde die Tour auf jeden Fall um die noch zur Verfügung stehenden Tage strecken.
Gruß:
Burschi
21x Namibia, 6x Botswana, 6x Südafrika, 4x Simbabwe, 2x Sambia, 1x Tansania, 2x Kenia, 1x Mauritius, 1x Sansibar
Themenstarter2 Beiträge · seit 201826. Dez. 2018 · #6
Wow und Danke für die schnellen Antworten! 🙂
Wie auch schon von mir befürchtet war das initial aufgestellte Programm etwas zu optimistisch gestrickt - hier ist wohl der Wunsch Vater des Gedankens um möglichst nichts auszulassen....

Um hier aber auf eure Tipps einzugehen würde ich den Plan wie folgt abändern:
- Verlängerung der Reise um 3 volle Tage
- Streichung des Fish River Canyons aus dem Program -> Um hier an den ersten Tagen "Strecke" zu machen würde ich dennoch den Abschnitt Mariental - Aus an einem Tag befahren. Ist dies aus Eurer Sicht heraus machbar"? Google meint dazu 450km, was in 5-6h als Überbrückungsetappe möglich sein sollte?
- die angedachte Übernachtung im Fish River Canyon wird nach Aus geschoben, so dass dort 2 Übernachtungen und ein voller Tag für Lüderitz/Kolmanskop eingeplant sind. Die Überlegung wieso Lüderitz nicht komplett gestrichen wurde und das "Eck" in den Süden geplant ist, ist dass ich die Punkte Garub Wildpferde, Kolmanskop und D707 zurück Richtung Nordern spannend finde. Ist dies aus eurer Sicht die Überbrückungsetappe von Mariental-Aus wert oder sollte von Mariental direkt Richtung Sesriem gefahren werden?
- ein voller Tag in Swakopmund ist nun eingeplant (hier ist auch ein Gästehaus statt dem Zelt angedacht)
- die Fahrt von Swakoppmund in Richtung Etosha wird ebenfalls um einen Tag erweitert. Ziel ist es hier, bereits einen zusätzlichen Tag südlich von Etosha zu verbringen um damit die Einfahrt in Etosha sowie auch den Tag rund um Damaraland zu entspannen.
- die Fahrt vom Etosha zurück in Richtung Windhoek wird zusätzlich um eine weitere Nacht ergänzt.

Weitere Einwände und Ideen sind jederzeit gerne Willkommen 🙂
502 Beiträge · seit 201626. Dez. 2018 · #7
Dann stell' doch mal Deinen neuen, überarbeiteten Plan tutto completto en detail hier vor. 🙂
Gruß,
Dieter
1'014 Beiträge · seit 201626. Dez. 2018 · #8
Kolmanskop macht übrigens um 13:00 Uhr zu, außer ihr besorgt euch ein "Fotografen-Permit". Ich habe allerdings keine Ahnung, wo es das gibt und ob es vor Ort gekauft werden kann. Nur als Hinweis, nicht daß ihr erst am Nachmittag da auftaucht.
Wenn man kein allzu empfindliches Näschen hat und keine Bootstour machen will: Die Robbenkolonie am Cape Cross kurz hinter Swakopmund hat mich beeindruckt, man kommt richtig nahe an die Tiere ran und kann das Sozialverhalten gut beobachten.
Und die Mondlandschaft (ist nicht weit von Swakopmund entfernt) ist auch sehenswert und äußerst fotogen. Die Welwitschias sind nicht ganz so fotogen aber auch sehenswert. Damit kann man einen Tag mit Swakopmund als Basisstation gut füllen.

Und damit keine Mißverständnisse aufkommen: Wandern kann man im fishriver canyon, aber das sind entweder Mehrtagestouren oder Fahrten / Wanderungen von der dortigen Lodge aus. Nur mal eben runterklettern und gucken ist nicht erlaubt.

Yanjep
zuletzt bearbeitet 26. Dez. 2018
126 Beiträge · seit 200926. Dez. 2018 · #9
Kolmanskop empfiehlt sich in jedem Fall früh morgens. Denn im Lauf des Vormittags kommt eigentlich immer sehr extremer Wind auf und im Sandsturm ist das schon anstrengend mehr als die paar Standardhäuser um den Eingang herum anzuschauen. Ich hatte das Photopermit und bin schon um 6 Uhr morgens rein und bin wirklich fast in jedes Haus reingekrabbelt. Das Photopermit- bekommt man in Lüderitz in der Tourist-Info, Aber das passt mit deinen Übernachtungen nicht, weil du es ja am Tag vorher kaufen müsstest. Ob man es irgendwie schicken lassen kann, weiß ich nicht. Ansonsten macht K. wohl erst um 9 auf und viel später würde ich auch nicht rein. Die Führungen dauern gut 30 Minuten und waren wenn man vorher etwas gelesen hatte mäßig interessant. Als begeisterter Fotograf habe ich aber über 3 Stunden zugebracht.
Danach Lüderitz anschauen (max. 2 Stunden) , ein Mittags-Stop im Garden Cafe und dann vielleicht noch eine Runde über Diaz-Point und große Bucht - ein gut gefüllter Tag.

Wüstenpferde sind ca. 1 km Abstecher von der Hauptstraße - geht in max einer halben Stunde auf Hin- oder Rückfahrt.

Übernachtungstip: Klein Aus Vista. Da würde sich dann am nächsten Morgen noch eine kleine Wanderung anbieten.

Grüße

Norbert

Norbert