Mitbringsel für Einheimische

8 Antworten · 2'118 Aufrufe · gestartet 25. Nov. 2018 von waldfee
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Themenstarter395 Beiträge · seit 200725. Nov. 2018 · #1
Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber man möchte auch nichts falsch machen....
Seit Jahren lasse ich die Kindersachen meines Sohnes jeweils im Urlaub bei den Einheimischen. Wir fahren grundsätzlich im Herbst und im nächsten Jahre passen die Sommersachen dann eh nicht mehr. Inzwischen ist er groß und ich nahm dann sämtliche Stifte,Blöcke, kleine LED Lampen usw. mit, die ich den Kindern am Wegesrand oder die uns das Farmtor öffneten gab. Grundsätzlich nehme ich beim Frühstück bei Abreise eine Orange, Banane oder Apfel mit und verschenke sie dann ebenfalls Kindern unterwegs.

Natürlich ist mir klar, dass ich den Buschmannskindern keine Gummibärchen geben kann....aber erkenntlich zeigen würde ich mich trotzdem gern. Hier habe ich dann selbstgemachten Schmuck gekauft...
Nun soll es in das ursprüngliche Kaokoveld gehen. Macht es Sinn Reis oder ähnliches zu kaufen oder sollte man es lassen?
Wie handhabt ihr das?
2'845 Beiträge · seit 201125. Nov. 2018 · #2
Hallo Waldfee,

leider lernen die Kinder so, dass es bei Touristen etwas „zu holen“ gibt und sie werden zum betteln erzogen. Der nächste Touri, der dann nichts (mehr) zu verteilen hat, wird vielleicht enttäuscht mit Steinen beworfen.
Wenn Du unbedingt etwas verteilen möchtest, gib es in Schulen ab.

Zur Unternehmung ins Kaokoveld kann ich Dir nichts sagen.

Viele Grüße
Strelitzie
1'014 Beiträge · seit 201625. Nov. 2018 · #3
Meiner Meinung nach trägt man zur Zerstörung traditioneller Lebensweise bei, wenn man Lebensmittel zu Leuten bringt, die schon seit langer Zeit alleine und ohne "Spenden" klar kommen. Wenn Dörfer besucht werden, würde ich das ohnehin nicht ohne eine Kontaktperson machen, die dann auch die Gastgeschenke aushandelt und übergibt. Man latscht den Leuten ja quasi durchs Wohnzimmer und wer will das schon.

Yanjep
Themenstarter395 Beiträge · seit 200725. Nov. 2018 · #4
Ok, sofort überzeugt. Asche auf mein Haupt. War saublöd von mir und nicht weitergedacht. Der Vergleich mit dem Wohnzimmer ist passend und erschreckt mich.
Das mit dem Steinewerfen haben wir selbst 2007 in Keetmannshop erlebt, als mein Mann im Auto sitzen blieb und es nicht bewachen lassen wollte.
3'883 Beiträge · seit 201125. Nov. 2018 · #5
Hallo Waldfee,
das ist von dir sicherlich gut gemeint, aber das Ergebnis ist negativ. So erhalten jene Kinder, die an den Touristen ein "bisschen" verdienen, mehr Lob und Anerkennung, als jene die brav zur Schule gehen, und für ihre Zukunft lernen. Es gibt nicht wenige Eltern, die ihre Kinder aufgrund solcher Erfahrungen auffordern, betteln zu gehen, anstatt in die Schule. Ich stimmt Yanjep und Strelitzie voll und ganz zu!
Wir sind in diesem Jahr von Grootfontein nach Rundu gefahren - 200 km ein einziges Straßendorf! Überall waren Kinder, die mit Zeichen und Zurufen deutlich machten, dass sie Sweeties, Zigaretten oder Geld von uns erwarteten. Mussten wir anhalten, kamen sie in Scharen angerannt!

LG freshy
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zuletzt bearbeitet 25. Nov. 2018
264 Beiträge · seit 200825. Nov. 2018 · #6
waldfee schrieb:Vielleicht etwas ungewöhnlich, aber man möchte auch nichts falsch machen....
Grundsätzlich nehme ich beim Frühstück bei Abreise eine Orange, Banane oder Apfel mit und verschenke sie dann ebenfalls Kindern unterwegs.
Hallo Waldfee,
Bitte jetzt nicht falsch verstehen. 😗
Ich käme nie auf die Idee von Lodges, Pensionen oder Gästefarmen Obst mitzunehmen, um dieses anschließend zu verschenken. 😕
Wenn jeder Gast das macht, ..........

Ich möchte hier jetzt keine Diskussion auslösen, es ist nur, meine ganz persönliche Meinung.

Wenn Du das Bedürfnis hast, dies unbedingt tun zu müssen, kannst Du beim nächsten Einkauf (Getränke usw. braucht ihr sicher auch für unterwegs) auch Obst einkaufen zum verschenken.
Gruß
Hilde
Eines Tages wirst Du aufwachen und keine Zeit mehr haben für die Dinge, die Du immer wolltest. Tu sie jetzt. Paulo Coelho ------------------------------------------------------ Unsere Fern-Reisen im Laufe der Zeit Thailand von Nord nach Süd, Bali, Philppinen, Malaysia, Singapur, Mexico, USA-Florida, Indien, 4x Namibia.
16,9k Beiträge · seit 201225. Nov. 2018 · #7
Ich stimme meinen Vorschreibern 100%ig zu.

Weiterhin gibt es zu bedenken, dass die Kinder ja nicht süß und klein bleiben..... Und dann?
Welche "beruflichen" Perspektiven bleiben da noch übrig, wenn sie aus dem Alter der Zuwendungen rausgewachsen sind?


LG
Logi
Themenstarter395 Beiträge · seit 200725. Nov. 2018 · #8
Auch jetzt nicht falsch verstehen...
Ich frühstücke nie , auch im Urlaub nicht und ich wollte auch keine Grundsatzsiskussion auslösen. Deshalb nochmals Asche auf mein Haupt