Best Regards
Adolf
Conservation is our passion!
Trustee, Sponsor & SA Contact for 'Desert Lion Conservation'!
Sponsor of Desert Elephant Conservation.
Hobby: Land Cruiser Touring Vehicles. Member of the LCCSA.
Slogan: Tread lightly, leave nothing but your foot prints!
Guten Tag zusammen, ob das so gut für Namibia ist weis ich nicht, für den Autohersteller auf jeden Fall. Siehe Portugal, wo die Abwässer der Fabriken ungefiltert in den Atlantik fließen. Wie sieht das mit den Umweltauflagen in Namibia aus. Billiglohnland auf jeden Fall.
Gruß Georg
travelNAMIBIAThemenstarter33,2k Beiträge · seit 200613. März 2018 ·
Hi Georg,
es sollen nur Teile der Endmontage in Walvis Bay stattfinden. Es findet keine Herstellung von irgendwas statt. Alle Teile kommen weiterhin aus Spanien.
Billiglohnland auf jeden Fall.
Na ja, das ist ja immer relativ. Die Produktivität namibischer Arbeiter liegt bei etwa 20% des deutschen Standards. Wenn Du dann den Stundenlohn (der zugegebenermaßen niedrig ist) x 5 nimmst, dann ist es nicht mehr so billig.
Viele Grüße aus Windhoek Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
natürlich werden Fabriken primär dort errichtet, wo die Gesamtkosten niedrig sind. Aber wenn ebenfalls ein lokaler Markt bedient werden soll, müssen sich die Kosten "im Rahmen" halten. Aber grundsätzlich ist eine solche Standortentscheidung positiv zu sehen, denn von Entscheidungen dieser Art geht meines Erachtens auch immer dieser postive "Leuchtturmeffekt" aus und weitere Ansiedlungen würden sicherlich folgen. Bzgl. der Umweltaspekte kann man nur hoffen, dass Namibia diesen Punkt nicht ganz aus den Augen verliert.
Viele Grüße Marco
Drechselschorsch schrieb:Guten Tag zusammen, ob das so gut für Namibia ist weis ich nicht, für den Autohersteller auf jeden Fall. Siehe Portugal, wo die Abwässer der Fabriken ungefiltert in den Atlantik fließen. Wie sieht das mit den Umweltauflagen in Namibia aus. Billiglohnland auf jeden Fall.
...entspannter kommt man besser durch's Leben... ;-)
Oshivambo1’159 Beiträge · seit 200713. März 2018 ·
OffTopic:
travelNAMIBIA schrieb:Die Produktivität namibischer Arbeiter liegt bei etwa 20% des deutschen Standards.
Hallo Christian,
sind das „Erfahrungswerte“ oder gibt es dazu irgendwo ein paar Abhandlungen? Das würde mich sehr interessieren! Meine „Erfahrungswerte“ gehen von 0,001% - 110% aber über den Durchschnitt habe ich mir noch nicht wirklich Gedanken gemacht; deshalb meine Frage 😉 Sonnige Grüsse!
Oshivambo
Enda nawa
Es ist schon alles gesagt, nur noch nicht von allen. (Karl Valentin)
HartmutBremen274 Beiträge · seit 201713. März 2018 ·
So hat es in SA auch angefangen, heute stehen dort große Fabriken, in denen Autos komplett gebaut werden. Ich denke, dass hat für die Autohersteller auch den Vorteil, dass die Steuern nicht so hoch sind, wie auf komplett eingeführte Wagen.
travelNAMIBIAThemenstarter33,2k Beiträge · seit 200613. März 2018 ·
sind das „Erfahrungswerte“ oder gibt es dazu irgendwo ein paar Abhandlungen?
die 20% begründen sich auf rein subjektive Erfahrungswerte aus meinem täglichen Leben. Die echten Daten für Namibia gibt es nicht. Aber in Südafrika liegt die Produktivität bei 35% des US-Standards, in Angola bei 17%, in Sambia bei 11 und in Simbabwe bei 3 (https://www.conference-board.org/data/economydatabase/#GDP_perHourWorked). Demnach könnte 20% für Namibia sogar hinkommen 🙂
Viele Grüße Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Mit dem Fehler eine Fabrik am Meer in einer Region in der weniger produktiv gearbeitet wird zu bauen hat sich Anfang der Siebziger schon Alfa Romeo (mit dem vom Rost abgesehen genialen und zukunftsweisenden AlfaSud) den vorher tadellosen Ruf zerstört...da hoff ich doch dass Peugeot nicht dasselbe erleben muss.
Die Nachricht ist uneingeschränkt positiv. Jedes ausländische Investment und jedes potentielle Exportgut ist für Namibia aktuell doppelt wertvoll. Es hilft Namibia beim BIP und es hilft auch Außenhandelsdefizit und Devisenknappheit zu bekämpfen. Allerdings muss man die Dimension einordnen. Da entsteht keine richtige Autofabrik. Da werden auch keine 10.000 Arbeitsplätze geschaffen. Bis 2020 sollen in einer größeren Lagerhalle lediglich 15-20 Autos pro Tag endmontiert werden. Vermutlich werden da auch nur die minimal nötigen Arbeitsschritte ausgeführt, um die außerordentlich hohen Zölle im SACU-Raum unterlaufen zu können. Wenn ich richtig informiert bin, erhebt SACU ganze 34% Zoll auf importierte Neufahrzeuge und die Zölle für Fahrzeugkomponenten liegen niedriger. Zum Vergleich (man kann es den Medien aktuell entnehmen): Die USA belegen importierte Fahrzeuge mit 2,5% Zoll, die EU mit 10%.
Viele Grüße
Ulf
travelNAMIBIAThemenstarter33,2k Beiträge · seit 200613. März 2018 ·
Da werden auch keine 10.000 Arbeitsplätze geschaffen. Bis 2020 sollen in einer größeren Lagerhalle lediglich 15-20 Autos pro Tag endmontiert werden.
So ist es. Es sollen etwa 200 Arbeitsplätze geschaffen werden. Zunächst in Phase 1 scheinbar bis 2020 nur Monate der Batterien, Reifen, Getriebe und Motor, in Phase 2 danach dann sollen alle Einzelteile in einem Container pro Auto kommen und dann komplett in WVB montiert werden. Ziel 2020 sind 5000 Fahrzeuge/Jahr.
Viele Grüße Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
HartmutBremen schrieb:So hat es in SA auch angefangen, heute stehen dort große Fabriken, in denen Autos komplett gebaut werden.
Die Gründungen lokaler Fahrzeugfertigungen in Südafrika gehen auf das Vorschreiben eines bestimmten „local contents“ durch die Regierung zurück. Bei Nichterfüllung fielen exorbitante Einfuhrzölle an. Der local content wurde schrittweise erhöht und hat ab dem Punkt, wo auch hochwertige Komponenten lokal hergestellt werden mussten, alle vor gewaltige Kosten- und Qualitätsprobleme gestellt. Damals hat man auch noch geglaubt, dass SA den afrikanischen Markt versorgen wird (können). Aber letztlich hat das funktioniert und gut war’s. Viele Schwellenländer haben das ähnlich und noch viel strikter durchgeführt. Es gab auch (technisch) sinnwidrige Rückschritte, weil zur Erreichung des local contents absichtlich fertigungstechnische Rückschritte gemacht wurden, weil diese mehr Arbeitsstunden brauchten. Die Bodengruppe eines Defenders aus dieser Zeit muss man gesehen haben. Bei den in Namibia angedachten Stückzahlen und bei diesen Fertigungsbedingungen ist auch mittelfristig nicht von einer Kostendeckung auszugehen und das Projekt ist wohl als eine langfristig strategische Investition zu werten. Grüße Das Korrosionsproblem ist ab einer höheren Fertigungstiefe mE schon groß und wie man in einem Ambiente wie WVB mit den Lösungsmitteln umgeht wird man sehen.
Guten Tag zusammen, wie schon zu lesen, werden Einzelteile und Fahrzeugkomponenten von x nach y transportiert, was für mich auf jeden Fall ökologisch fragwürdig ist. Gruß Georg
travelNAMIBIAThemenstarter33,2k Beiträge · seit 200613. März 2018 ·
Hi Georg,
wie schon zu lesen, werden Einzelteile und Fahrzeugkomponenten von x nach y transportiert, was für mich auf jeden Fall ökologisch
Zielmarkt der Fahrzeuge ist das südliche Afrika. Ob ich nun Einzelteile von Spanien dorthin verschiffe und sie hier zusammenbauen lasse oder eben fertige Fahrzeuge, macht ökologisch keinen Unterschied.
Viele Grüße Christian
Vom 10. Oktober bis 18. Oktober 2026, 5. Dezember 2026 bis 17. Januar 2027 und 1. bis 30. Mai 2027 nicht/kaum im Forum aktiv!
Guten Tag Christian, das sehe ich nicht ganz so. Die in WB gefertigten Komponenten werden wieder nach Spanien gebracht um als fertiges Kfz wieder per Schiff nach xy, vielleicht auch wieder nach Namibia gebracht zu werden. Allerdings ist meine Bemerkung recht scheinheilig, denn wir sollten uns in Europa in dieser Hinsicht an die eigene Nase fassen. Gruß Georg
AndreasG2523938 Beiträge · seit 201313. März 2018 ·
travelNAMIBIA schrieb: Ob ich nun Einzelteile von Spanien dorthin verschiffe und sie hier zusammenbauen lasse oder eben fertige Fahrzeuge, macht ökologisch keinen Unterschied.
Viele Grüße Christian
Doch macht es, das Volumen der verpackten Einzelteile ist sehr viel größer. Trotzdem ist es gut, es werden industrielle Arbeitsplätze lokal geschaffen. Wobei am Anfang sicher mehr Expats als Locals dabei sein werden. Es werden (bis auf die Inbetriebnahme) auch nur einfache Schraub- und Clipsarbeiten sein. Grüße Andreas
dergnagflow2’562 Beiträge · seit 200713. März 2018 ·
Ähem, Georg, das ist so nicht ganz richtig. Es werden Einzelkomponenten nach Namibia gebracht, dort zu fertigen Autos zusammengebaut und in Namibia, Botswana und Südafrika verkauft. Es wird dort nichts gefertigt und schon gar nicht danach wieder nach Spanien verschifft.